DE925142C - Schneidwerkzeug - Google Patents

Schneidwerkzeug

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DE925142C
DE925142C DEST700A DEST000700A DE925142C DE 925142 C DE925142 C DE 925142C DE ST700 A DEST700 A DE ST700A DE ST000700 A DEST000700 A DE ST000700A DE 925142 C DE925142 C DE 925142C
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Germany
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cutting
cutting tool
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DEST700A
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Evans M Staples
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D77/00Reaming tools
    • B23D77/06Reaming with means for compensating wear
    • B23D77/10Reaming with means for compensating wear by expanding a tube-like non-slotted part of the tool body
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23CMILLING
    • B23C5/00Milling-cutters
    • B23C5/16Milling-cutters characterised by physical features other than shape
    • B23C5/20Milling-cutters characterised by physical features other than shape with removable cutter bits or teeth or cutting inserts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling Tools (AREA)

Description

  • Schneidwerkzeug Die Erfindung bezieht sich auf kreisförmige Schneidwerkzeuge zur Bearbeitung von Metall u. dgl. durch Bohren, Aufreiben, Fräsen und verwandte Arbeitsvorgänge.
  • Die Erfindung sieht ein Schneidwerkzeug vor, das aus einer Metallscheibe mit an deren Umfang angeordneten Schneidzähnen besteht, wobei diese Metallscheibe im Querschnitt an ihrem mittlerem Teil schalenförmig und im Ansprechen auf axialen Druck nachgiebig ist, wodurch sie veranlaßt werden kann, eine weniger schalenförmige Gestalt im Querschnitt anzunehmen mit daraus folgender Vergrößerung des quer durch die Schneidzähne gehenden Durchmessers.
  • Die Erfindung sieht ferner ein spanschneidendes Werkzeug vor, das im wesentlichen aus einem schalenförmigen Metallstück besteht, welches so gestaltet ist, daß es eine Anzahl an ihrer Außenkante frei liegender Schneidzähne aufweist und welches gegen eine quer zu seinen oberen und unteren Abschnitten axial zu dem Stück ausgeübte Zusammendrückkraft nachgiebig ist mit daraus folgender Vergrößerung des Abstandes quer zu den Schneidzähnen an deren Außenkante.
  • Die Erfindung sieht ferner ein Schneidwerkzeug vor mit einem federnden konkaven Teil, der an dem Ende der Welle angebracht werden kann und so gestaltet ist, daß er beim Umlauf eine ringförmige Schale bildet, sowie mit im Abstand befindlichen, in Umfangsrichtung an dem äußeren Rand des konkaven Teiles frei liegenden Schneidspitzen und mit einer Einrichtung zum Festhalten des konkaven Teiles an dem Ende einer Welle unter einstellbarer axialer Zusammenpressung zwischen der Befestigungseinrichtung und dem Ende der Welle, wobei der Druck auf die entgegengesetzten Stirnflachen des federnden konkaven Teiles an im Verhältnis zueinander in verschiedenem Abstand von der Wellenmitte liegenden Flächenbereichen ausgeübt wird.
  • Das Hauptziel der Erfindung ist, ein kreisförmiges Schneidwerkzeug zu schaffen, welches im Gebrauch die Starrheit und Festigkeit eines massiven Werkzeugs darbietet, aber über den effektiven Durchmesser seiner Schneidspitzen oder -kanten dehnbar oder streckbar ist, damit der Werkzeugdurchmesser auf den gewünschten Durchmesser eingestellt werden kann, oder zum Ausgleich der Abnutzung, die an seinen Schneidkanten eingetreten ist. Diese Abnutzung äußert sich innerhalb einer Zeitspanne als eine Verkleinerung der Abmessung der durch das Werkzeug geschnittenen Bahn oder als eine Verringerung des Durchmessers des Loches, das durch das Werkzeug ausgebohrt oder aufgerieben wird. Wenn es sich um Präzisionsarbeit handelt, muß das abgenutzte Werkzeug entweder wieder zugerichtet oder ausgeschieden werden. In vielen Fällen, in denen die endgültige Abmessung von einer vorbestimmten Norm nicht um mehr als wenige tausendstel oder sogar einen Bruchteil eines tausendstel Zoll abweichen darf, bildet dieses Zurichten oder Ausscheiden abgenutzter Werkzeuge einen bedeutsamen Posten in den Herstellungskosten.
  • Kurz gesagt, wird gemäß der Erfindung ein einstellbares kreisförmiges Schneidwerkzeug geschaffen, bei welchem geringere Größeneinstellungen durch eine leichte Streckung oder Zusammenziehung des effektiven Werkzeugdurchmessers quer zu seinen Schneidspitzen herbeigeführt werden können. Andererseits kann das Werkzeug beträchtlich ausgedehnt werden, wenn es so stark abgenutzt oder abgestumpft ist, daß es ein Nachschleifen oder Nachschärfen erfordert.
  • Es sind in der Vergangenheit schon einstellbare Ausdehnungsreibahlen verfügbar gewesen, jedoch enthalten diese Werkzeuge in den meisten Fällen Schlitze zur Erzielung einer Nachgiebigkeit, durch die eine Ausdehnung bewirkt werden kann, und diese schwächen die Werkzeuge oder beeinträchtigen die Starrheit der Werkzeuge in solchem Maße, daß sie zu Erschütterungen neigen, wenn sie in Schneidberührung mit einem Werkstück sind. Bei anderen Arten dieser Werkzeuge sitzen durch verschiedenartige Einrichtungen gehaltene Schneiden auf schrägen Sitzflächen des Werkzeugkörpers, doch ist es in solchen Fällen praktisch unmöglich, eine Gleichförmigkeit in dem Grad der Einstellung jeder Schneide zu erzielen. Daher werden in der Praxis Einheiten der letztgenannten Bauart fast immer übermäßig ausgedehnt und dann auf den beabsichtigten Durchmesser zurückgeschliffen. Die USA.-Patente 2 093 74.2 und 2 093 986, die dem Erfinder zuvor erteilt wurden, offenbaren dehnbare kreisförmige Schneidwerkzeuge, bei denen ein ungeschlitzter zylindrischer Körper im Durchmesser durch einen eingetriebenen keilartigen Stopfen vergrößert werden kann, der mit dem Werkzeug längs örtlicher Berührungsflächen in der Nähe der Schneidzähne im Eingriff steht. Solche Werkzeuge zeigen die wünschenswerte Starrheit eines massiven Werkzeugs und haben weitverbreitete Benutzung gefunden, jedoch ist die vorliegende Erfindung auf eine Konstruktion gerichtet, die weniger kostspielig zu verwenden ist, besonders bei der Herstellung von Einheiten der größeren Durchmesser von beispielsweise 25 bis 125 mm (r bis 5 engl. Zoll) oder mehr.
  • Kurz gesagt, bestehen die Werkzeuge nach der Erfindung aus einem Schneidelement von kegelförmiger oder schalenförmiger Querschnittsform, welches genügend dick ist, um beträchtliche Schneidbelastungen, die an seinem Umfang vorgesehenen Zähnen auferlegt werden, auszuhalten, und einer Einrichtung zur Ausübung von Druck in Axialrichtung des Elements, um es abzuflachen oder weniger schalen- oder kegelförmig zu machen und dadurch seinen Durchmesser zu vergrößern. Bei einer typischen Ausführungsform ist ein einstellbares Element der beschriebenen Art zwischen Gliedern angeordnet, die seine gegenüberliegenden Stirnflächen erfassen, und zwar nahe dem Umfang an der einen Seite bzw. nahe dem mittleren Teil an der anderen Seite, wodurch ein Druck- in Axialrichtung des Elements von genügender Größe ausgeübt werden kann, um es aus der Ebene seiner anfänglichen Gestalt zu verzerren. Eine solche Druckverzerrung in Axialrichtung des Elements äußert sich als eine Streckung oder Dehnung des Werkzeugs quer zu seinen Schneidspitzen, wobei der Umfang dieser Dehnung durch den Grad des Druckes geregelt wird, der auf das Element ausgeübt wird, um seine Gestalt zu ändern. Umgekehrt ruft ein Nachlassen des axialen Druckes auf ein Werkzeug, welches nicht über seine Elastizitätsgrenze hinaus zusammengedrückt worden ist, eine Verringerung seines Gesamtdurchmessers hervor.
  • Derartige Werkzeuge, wie sie für Bohrzwecke in Bohrstangen verwendet werden, können von zweischneidiger Ausführung sein, wobei die Schneiden die Schneidzähne bilden und vorzugsweise diametral entgegengesetzt liegen, oder sie können von mehrzähniger Ausbildung sein, wobei der Umfang des einstellbaren Schneidelements gekehlt oder genutet ist, um in räumlichen Abständen von dem Körper des Schneidelements vorragende Schneidzähne freizulegen. Einheiten jeder dieser Arten können als Reibahlen, Fräswerkzeuge, Kopf- und Halssenker oder Bohrwerkzeuge verwendet werden.
  • Zum Zweck der Einstellung oder Auswechselbarkeit kann das Schneidelement mit einer mittleren Bohrung versehen sein, die dicht auf einen Stumpf oder Führungszapfen eines Treibschaftes paßt, und die axiale Zusammendrückung, die erforderlich ist, um die Werkzeugdehnung zu bewirken, kann durch die Anordnung einer auf den Stumpf oder Führungszapfen des Treibschaftes geschraubten Mutter oder eines in diesen eingeschraubten Bolzens herbeigeführt werden. Eine gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete typische Reibahle kann somit einen Treibschaft enthalten, der eine Stirnfläche oder Schulter derart darbietet, daß das Se'hneidelement die Stirnfläche oder Schulter an Punkten in der Nähe seiner Zahnkanten e@rfaßt, während eine Mutter auf den mittleren Teil der gegenüberliegen, den StiTnfläc'he des Schrneidwerkzeugs. drückt, um einen. einstellbaren Ausdehnungsdruck auf das Schneidwerkzeug auszuüben.
  • In Anbetracht dessen, daß das einstellbare Glied einer solchen Zusammenstellung erheblichen Schneidbelastungen unterworfen ist, wenn es sich in Gebrauch befindet, muß es eine beträchtliche Dicke besitzen; andernfalls würde es dazu neigen, im Gebrauch eine Biegung zu erleiden und somit eine unvollkommen geschnittene Fläche erzeugen. Gleichzeitig ist ersichtlich, daß die der beträchtlichen Dicke am Werkzeugkörper innewohnende Stärke und Festigkeit der Nachgiebigkeit oder Verformbarkeit, durch die die Streckung herbeigeführt wird, entgegenwirkt. Durch das Erfassen der einen Stirnfläche des Werkzeugs an Punkten in der Nähe seines Umfanges und Erfassen der entgegengesetzten Stirnfläche des Werkzeugs an dessen mittlerem Teil kann jedoch eine Verbundkraft ausgeübt werden, die die Erzeugung einer Ausdehnung ohne Ausübung übermäßiger Kraft gestattet, besonders wenn die Kraft durch Einstellen einer Gewindemutter oder eines Gewindebolzens ausgeübt wird.
  • Eine Biegung oder ein Nachgeben des Schneidelements aus der Ebene seiner ursprünglichen Gestalt ist auch unvereinbar mit dem zur Erzielung der gewünschten Schneidwirkung der Werkzeugzähne erforderlichen Härtegrad, da harte Metalle gewöhnlich spröde sind. Die Erfindung zieht jedoch in einer typischen Verkörperung ein Schneidelement in Betracht, welches an seinem Körperabschnitt aus verhältnismäßig weichem oder nachgiebigem Metall, z. B. Flußeisen, hergestellt ist, während die vorragenden Zähne aus einer Hartmetallegierung oder gesintertem Karbidmaterial bestehen, welches an jedem Zahn als Auflage, Einsatz oder Schneidspitze angebracht ist. In dieser Weise ausgebildete Werkzeuge bieten daher einen hohen Grad von Dauerhaftigkeit und Festigkeit im Gebrauch in Verbindung mit einem hohen Grad von Nachgiebigkeit für Einstellzwecke, und sie gestatten die Erzielung eines beträchtlichen Grades von Ausdehnung, wodurch das Werkzeug viele Male erneut eingestellt oder zugerichtet werden kann. Wenn andererseits das Werkzeug nicht für hohe Beanspruchung bestimmt ist, oder wenn das zu schneidende Metall weich ist und keine merkliche Abnutzung verursacht, kann das Schneidelement aus einem der gewöhnlichen Metalle oder Legierungen hergestellt werden, die genügend nachgiebig sind, um mindestens einen beschränkten Grad von Streckung oder Dehnung zuzulassen.
  • Ein Schneidelement der eben beschriebenen Bauart hat eine beschränkte Fähigkeit, die während des Schneidvorganges erzeugte Wärme von ihm selbst auf den Treibschaft oder Werkzeughalter zu übertragen. Die Temperatur des Werkzeugelements kann daher während des Schneidvorganges ansteigen, und diese Temperatursteigerung kann eine Ausdehnung des effektiven Durchmessers quer zu den Schneidzähnen über die zulässigen Grenzen hinaus verursachen. Probleme dieser Art treten häufig bei Arbeiten von Präzisionseigenschaften auf, bei denen Toleranzen von nur wenigen zehntausendstel Zoll zulässig sind. Die Erfindung zieht jedoch verschiedene Konstruktionen in Betracht, die das Problem der Ausdehnung ohne Folgen bleiben lassen. Als erstes wird eine Konstruktion offenbart, bei welcher eine verhältnismäßig breite Flächenberührung zwischen der Schneide und dem Halter vorgesehen ist, um die Wärmeübertragung wie erforderlich zu erleichtern. Andererseits kann der Körper des Werkzeugs aus einem Metall hergestellt werden, welches einen niedrigen Ausdehnungskoeffizienten hat, wodurch erhöhte Temperaturen ohne bedeutsame Vergrößerung des tatsächlichen Durchmessers ertragen werden können unabhängig davon, ob die Wärme auf den Schaft oder Halter übertragen wird oder nicht. So wurde festgestellt, daß Löcher von großem Durchmesser, bei denen die Probleme der Wärmeerzeugung am stärksten akut sind, innerhalb kritisch feiner Toleranzen gebohrt werden können durch Herstellung des gesamten oder eines Teiles des Elementkörpers aus Invarmetall, wobei die Stirnflächen der Zähne dieser Werkzeuge mit Spitzen oder Plättchen aus gesintertem Karbidmetall oder einer ähnlichen Hartmetallegierung ausgestattet sind.
  • Die Herstellung von Werkzeugelementen gemäß der Erfindung ist einfach, leicht zu bewerkstelligen und billig, selbst in den größten Abmessungen, da Genauigkeit in der Herstellung leicht durch gebräuchliche Schleifverfahren erzielt werden kann, durch die alle Reibahlen oder kreisförmigen Schneidwerkzeuge hergestellt werden. Die Formgebung des Werkzeugkörpers - zur Erzielung der gewünschten Kegel- oder Schalenform kann durch gewöhnliche Dreh-, Preß- oder Stanztechnik herbeigeführt werden. Anschließend wird das Schneidelement gehärtet, oder es werden die harten Schneidflächen der Zähne aufgebracht, und dann wird das Werkzeug geschliffen und ist fertig zum Gebrauch. Diese Einheiten können daher mit viel geringeren Kosten hergestellt werden als geschlitzte dehnbare Reibahlen der massiven Reibahlenbauart mit Stopfen, die in den obengenannten Patenten offenbart sind.
  • Aus der vorstehenden Erörterung der Grundsätze, von denen die Erfindung ausgeht, und der folgenden ins einzelne gehenden Beschreibung typischer Verkörperungen der Erfindung ist für den Fachmann erkennbar, daß die Erfindung verschiedenartiger Abänderungen innerhalb des Schutzumfanges fähig ist.
  • In der Zeichnung ist Fig. r eine Schnittdarstellung einer typischen Bohrstange und eines damit verbundenen, die Erfindung verkörpernden Werkzeugelements; Fig. a ist eine Endansicht des in Fig. r gezeigten Werkzeugs; . Fig. 3 ist ein Seitenaufriß einer geänderten Ausführungsform des Werkzeugs, die eine Werkzeug-und Halteringzusammenstellung umfaßt, welche als Einheit auf einer Führungs- oder Bohrstange angebracht werden kann; Fig. q: ist eine Endansicht der in Fig. 3 gezeigten Konstruktion; Fig. 5 ist ein Endaufriß einer Werkzeug- und Halterzusammenstellung der in Fig. i gezeigten Art, die jedoch eine zwangläufige Treibverbindung zwischen der Stange und dem Schneidelement enthält; Fig. 6 ist eine Endansicht der in Fig. 5 gezeigten Zusammenstellung; Fig.7 ist ein Seitenaufriß einer abgeänderten Werkzeugform; Fig. 8 ist eine Endansicht der in Fig. 7 gezeigten Einheit; Fig. 9 ist eine Schnittdarstellung, die eine zweischneidige Schneidzeug- und Halterzusammenstellung veranschaulicht, welche innerhalb einer Bohrstange angebracht ist; Fig. io ist ein Schnitt längs der Linie io-io der Fig. 9 ; Fig. ii ist eine Schnittdarstellung, die eine weitere abgeänderte Ausführungsform einer Schneidw erkzeugkonstruktion gemäß der Erfindung veranschaulicht; Fig. i2 ist ein Endaufriß und zeigt die Zusammenstellung des Schneidwerkzeugs der Fig. i i mit einem Werkzeughalter Fig. 13 ist ein Querschnitt einer abgeänderten Ausführungsform des Werkzeugs und zeigt dieses in Stellung an einem Werkzeughalter; Fig. 14 ist ein Endaufriß des: in Fig. 13 gezeigten Werkzeugs; Fig. 15 ist ein Querschnitt eines abgeänderten Werkzeugs, welches an der hinteren Stirnfläche winklig abgeschliffen ist, um eine Linienberührung zwischen den Zahngliedern und der Stützschulter des Schaftes vorzusehen; Fig. 16 ist ein Endaufriß des in Fig. 15 gezeigten Werkzeugs; Fig. 17 ist ein Teilaufriß und zeigt die hintere Stirnfläche der Zahnglieder des in Fig. 15 und 16 dargestellten Werkzeugs; Fig.18 ist ein Querschnitt einer weiteren abgeänderten Ausführungsform des Werkzeugs; Fig. i9 ist ein Endaufriß des in Fig. 18 gezeigten Werkzeugs.
  • Das einstellbare Schneidelement, welches in Fig. i allgemein mit 5 bezeichnet ist, ist im Querschnitt von Schalen- oder Kegelgestalt, wobei sein mittlerer Teil bei 6 ausgebohrt ist zwecks Aufnahme auf einem Führungszapfen oder Wellenstumpf 7 eines allgemein mit 8 bezeichneten Schaftes oder Halters. Dieser Halter kann ebenso wie die weiteren hier dargestellten und beschriebenen Halter die gewünschte Länge besitzen und an dem entfernten (nicht dargestellten) Ende von gebräuchlicher Konstruktion sein und einen Kegel enthalten, der in einem Treibfutter oder einer anderen geeigneten Einrichtung, durch die der Halter 8 getragen oder in Umlauf versetzt werden kann, Aufnahme finden kann.
  • Der Führungszapfen 7 ist bei 9 mit Gewinde versehen, um eine Mutter io zu tragen, und für eine zwangläufige Treibverbindung zwischen dem Schneildelement 5 und dem Halter 8 kann der Wellenstumpf 7 mit einem oder mehreren Keilen i i ausgestattet sein, die in zweckentsprechenden, in der Bohrung 6 des Schneidelements befindlichen Keilnuten aufgenommen werden. Es ist wünschenswert, däß das Schneidelement dicht auf den Wellenstumpf 7 paßt, so daß das Schneidwerkzeug konzentrisch an dem Halter befestigt ist.
  • Die Mutter io erfäßt das Schneidwerkzeug 5 an dessen äußerem Endteil neben der Bohrung 6, und dieser Teil des Schneidwerkzeugs ist vorzugsweise flach zwecks Flächenberührung zwischen Mutter und Schneidwerkzeug. Von diesem mittleren Teil verläuft jedoch das Schneidwerkzeug konisch, beispielsweise unter einem Winkel von etwa io° bis 20°, so daß der äußere Umfangsteil gegenüber dem mittleren Teil in axialer Richtung des Werkzeugs versetzt ist. Der Endabschnitt des Treibschaftes bildet einen Sitz für diesen äußeren ringförmigen Teil des Schneidelements wie längs der Linie 12. Dieser Abschnitt des Treibschaftes kann wie bei 13 abgerundet sein. Der mittlere Teil des Schneidelements kann bei 14 ringförmig ausgespart sein.
  • Um eine Mehrzahl von Schneidzähnen an dem Umfang vorzusehen, ist das Schneidelement 5 in räumlichen Abständen um den Umfang ausgekehlt oder genutet, und diese Nuten bilden Spänenuten an den allgemein mit 15 bezeichneten Flächen. Somit sind Zahnabschnitte 16 um den Umfang des Schneidelements herum festgelegt, wobei so viel Zähne vorgesehen werden, wie gemäß der üblichen Praxis der Werkzeugkonstruktion durch die von dem Werkzeug verlangte Arbeit erforderlich sind. Jeder Zahn des in Fig. i dargestellten Werkzeugs ist mit einem gesinterten Metallkarbidstück 17 bekleidet, das in eine hierfür vorgesehene Aussparung eingesetzt und festgelötet ist. Zwischen der Mutter io und der äußeren Stirnfläche des Schneidwerkzeugs 5 kann eine Unterlagscheibe 18 angeordnet sein, um die Sammlung von Wärme von dem Schneidwerkzeug zu erleichtern und die Wärme unmittelbar zu der Mutter und dem -Schaft zu leiten, wenn das Werkzeug für verhältnismäßig starke Schnitte benutzt werden soll, bei denen eine übermäßige Werkzeugausdehnung vermieden werden soll. Unterlagscheiben aus Kupfer oder einem anderen gut wärmeleitenden Metall ,sind für diesen Zweck geeignet.
  • Bei der Vorbereitung eines Werkzeugs der in Fig. i gezeigten Bauart wird das Schneidelement auf den Wellenstumpf aufgesetzt und die Mutter in einem solchen Maße festgezogen, daß das Schneidelement gespannt, aber nicht erheblich, d. h. um nicht mehr als annähernd 0,0762 bis 0,12,7 mm (o,oo3 bis o,oo5 engl. Zoll) über seinen ursprünglichen entspannten Durchmesser hinaus ausgedehnt wird. Für eine vollkommene Konzentrizität kann der Umfang des Schneidelements dann geschliffen werden, während der Werkzeughalter zwischen Zentrierspitzen gehalten wird. Es ist dann fertig zum Gebrauch. Nachdem es wiederholt in einem solchem Maße benutzt worden ist, daß der Gesamtdurchmesser quer zu den Schneidzähnen unter einem bestimmten Durchmesser verringert ist, wird die Mutter mittels eines Schlüssels erfaßt und nachgezogen, um so einen größeren Druck auf die Stirnfläche des Schneidefemen.ts auszuüben und es dadurch zu veranlassen, nachzugeben oder sich zu verformen und eine flachere Ouerschnittsform anzunehmen. Die Lage seiner Stirnfläche nach solcher Einstellung kann beispielsweise längs der gestrichelten Linie i9 verlaufen. Diese axiale Zusammendrückung wird von einer Ausdehnung im Durchmesser begleitet., und die äußersten Enden der Schneidzähne 17 befinden sich jetzt in einer schematisch durch die gestrichelte Linie 2o veranschaulichten Lage. Dieser Durchinesser kann von dem vorhergehenden Durchmesser um lediglich wenige tausendstel Zoll bis zu etwa 0,3'1 bis 0,508 mm (o,oi5 bis 0,020 engl. Zoll) oder auch mehr abweichen, in Abhängigkeit von dem relativen Gesamtdurchmesser des. Werkzeugs, dem Kegelwinkel oder dem Grad der Schalenform des Schneidelements und dem Maß, in dem das Nachziehen der Mutter das Werkzeug zur Verformung gebracht hat. Die Lagenänderung der Schneidzähne ist jedoch von Zahn zu Zahn gleichförmig. Die ursprüngliche Konzentrizität wird bewahrt, und sofern die Zähne nicht sehr stark abgenutzt sind, brauchen. sie nicht naschgeschärft zu werden. Wenn sie sehr stark abgenutzt sind, können sie an ihren Stirnflächen geschliffen werden, um scharfe Schneidkanten wiederherzustellen. Dieses Flächenschleifen kann eine Änderung des gesamten oder effektiven Schneiddurchmessers zur Folge haben oder auch nicht, je nach dem ursprünglich an jedem Zahn vorgesehenen Hinterschliff oder Spiel. Wenn andererseits das Werkzeug eine sehr starke Abnutzung erlitten hat, kann es genügend weit ausgedehnt werden., um zu bestatten, daß der Außendurchmesser auf Kreisform gebracht und hinterschliffen wird, um so die Zähne an dem Umfang wieder auf genaues Maß zu bringen, wodurch die Einheit wieder im ihren ursprünglichen Zustand versetzt ist. Da, diese Wiederzurichtung das Absichlei,fen von nur 0,0762 bis o,127 mm (o,oo3 bis o,oo5 engl. Zoll) des Durchmessers zu erfordern braucht, kann jedes Werkzeug drei- bis fünfmal oder öfter nachgerichtet werden., bevor die Ausdehnbarkeit in bezug auf einen gegebenen Bezugsdurchmesser verlorengegangen ist, obwohl das Werkzeug danach noch zum Ausbohren von Löchern benutzt werden kann, die von geringerer als der Normweite sind. Wenn das Schneidelement über einen gewünschten Durchmesser hinaus gedehnt ist, kann die Mutter allmählich zurückgeschraubt werden, wodurch sich der Werkzeugdurchmesser quer zu den Zähnen allmählich verringert, vorausgesetzt, daß das Element bei der vorangegangenen Dehnungseinstellung nicht über seine Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht worden. ist.
  • Es ist gewöhnlich unbequem und kostspielig, einen Werkzeughalter aus einer Maschine auszubauen, besonders wenn die Maschine von mehrköpfiger Bauart ist. Das in Fig. 3 dargestellte Werkzeug bildet eine ausdehnbare Schneidwerkzeugzusammenstellung, die als Ganzes von dem Treibschaft oder Werkzeughalter, abgenommen werden kann. Diese Konstruktion gestattet einem Arbeiter, der zwei oder mehr solcher Werkzeugköpfe hat, einen auf der Maschine zu benutzen, während der andere in dem Werkzeugraum eingestellt, nachgeschliffen und wieder zugerichtet wird. Infolgedessen wird die Stillstandszeit der Maschine auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Bei dieser Konstruktion ist der Werkzeughalter 22 mit einem Wellenstumpf 23 und einer Mutter 24 versehen, wie sie in Fig. i beschrieben sind; der Wellenstumpf nimmt aber einen Träger auf, der aus einer allgemein mit 25 bezeichneten Buchse besteht, die auf dem Wellenstumpf durch einen Keil 26 festgekeilt ist. Die Buchse weist einen Hülsenteil 27 auf, auf dem das Schneidelement 28 angebracht iist. An der Außenseite des Hülsenteiles 27 jenseits des Schneidwerkzeugs ist die, Buchse mit Gewinde versehen, um eine Druckmutter 29 aufzunehmen. In diesem Fall ist das Schneidwerkzeug an der Hülse der Buchse durch den Keil 30 festgekeilt. Das Schneidelement 28 ist demnach auf der Buchse 25 einstellbar angebracht, und die Buchse 25 ist ihrerseits auf den Stumpf 23 des Halters abnehmbar aufgesetzt. Eine Einstellung des Durchmessers wird in diesem Fall durch Festziehen der Mutter 29 herbeigeführt, während die Mutter 24 gegen, das Ende der Buchse 25 drückt, um die Zusammenstellung fest an dem Treibschaft zu halten. Nach Lösen der Mutter 24 . kann der Träger und das damit verbundene Werkzeug von dem Halter abgenommen werden.
  • Zwecks größtmöglicher Starrheit des in Fig.3 gezeigten Werkzeugs, wie auch der in den anderen Abbildungen dargestellten Werkzeuge, kann an der hinteren Stirnfläche des mittleren Abschnittes des Schneidwerkzeugs eine Anzahl dünner Z.wischenlagplatten 31 angeordnet werden, um die durch die Durchmessereinsüellmuttar ausgeübte axiale Belastung aufzunehmen. Wenn diese. Zwischenlagplatten benutzt werden, wird eine Einstellung dadurch bewirkt, daß man die Mutter und das Schneidwerkzeug abnimmt, dann eine oder mehrere Zwischenlagplatten entfernt, das Schneidwerkzeug wieder aufsetzt und die Mutter festzieht, bis ihr Axialdruck das Schneidwerkzeug veranlaßt, sich fest an den. Zwischenlagplatten abzustützen. In dieser Art ausgebildete Schneidwerkzeuge sind außerordentlich starr und besitzen alle Eigenschaften eines massiven Werkzeugs, können aber trotzdem in Richtung des Durchmessers ausgedehnt werden.
  • Bei. der in Fig. 5 gezeigten Konstruktion sind an dem Treibschaft oder Halter der Werkzeugzusammenstellung Treibkeile oder Treibnasen 35 als Widerlager für die hintere Fläche 36 der vorragenden Zahnteile des Elements vorgesehen. Die Treibnasen 35 können zu diesem Zweck mit den Enden über die Schulterfläche 37 des Halters hinausragen, gegen die sich das Schneidelement abstützt, während die anderen Konstruktionseinzelheiten den eben beschriebenen gleichen können. Diese Bauart der Einheit ist nützlich, wenn das Werkzeug starke, unterbrochene Schnitte aushalten muß, die durch ihre intermittierenden_ Stöße an den Schneiäzähnen bestrebt sein könnten, sie zu verformen.
  • Das in Filg. 7 und 8 dargestellte Schneidwerkzeug besteht aus einem Stück mit dem Schaft oder Halter, wobei die gesamte Einheit aus härtbarem Werkzeugstahl od. dgl., der in gehärtetem Zustand ohne Rißbildung nachgibt, oder aus Flußeisen oder einer weichen Legierung mit an den frei liegenden Flächen der Schneidzähne befestigten Flartmetalleinsätzen oder -achneidplättchen hergestellt sein kann. Bei dieser Einheit weist der Endabschnitt des Körpers 4o des Werkzeugs eine Umfangsnut oder einen Hals 41 auf, der einen darüber hinausragenden Schneidabschnitt42 abgrenzt. Das Werkzeug ist an seinem Endteil mit zwei oder mehr Nuten oder Auskerbungen 43 versehen,, wodurch Sehneidenträger 44 gebildet werden. Bei der dargestellten Konstruktion sind an den Schneidenträgern Hartmetallplättchen 45 befestigt, z. B. festgelötet.
  • Der mittlere Endabschnitt des Halters 4o ist hei 46 ausgebohrt und mit Gewinde versehen und weist bei 47 eine Aussenkung auf, um eine Aussparung oder einen Sitz für den Hülsenteil eines Ausdehnungs- oder Streckgliedes 48 vorzusehen. Das Streckglied hat einen ausreichenden Durchmesser, um den Schneidabschnitt des Werkzeugs 42 in der Nähe des äußeren Umfanges der daran befindlichen Zähne zu erfassen. Ein Einstellbolzen 49-, der einen Kopf mit einem Steckloch zur Aufnahme eines Schlüssels aufweisen kann, erstreckt sich axial durch das Ausdehnungs- oder -strerkglied 48 in Gewindeeingriff mit der Bohrung 46 des Werkzeugkopfes.
  • Es sei bemerkt, das die Außenfläche des Werkzeugelements 42" bei der in diesen Abbildungen gezeigten Konstruktion schräg nach vorn geneigt ist, wodurch eine Einstellung durch Festziehen des Balzens 49 das Streckglied 48 veranlaßt, sich an der Rückseite gegen den äußeren Umfangsabschnitt des gezahnten Schneidwerkzeugs zu stützen und es dadurch in der zuvor beschriebenen Weise zu dehnen. Zu diesem Zweck kann der äußere Umfangsabschnitt des Streckgliedes 48 an der Fläche, die das Schneidwerkzeug erfaßt, einen ringförmigen Wulst aufweisen: Eine gebräuchliche Reibahle der in der Technik gewöhnlich benutzten Art hat häufig Zähne oder Schneiden von, länglicher Beschaffenheit, die in Längsrichtung an dem Werkzeugkörper liegen. Derartige -Ausbildungen sind auf Grund der Theorie konstruiert, das die länglichen Schneiden das Werkzeug in dem von ihm auszubohrenden oder aufzureibenden Loch führen und dadurch dazu beitragen., Löcher herzustellen, die geradlinig sind. Tatsächlich sind jedoch diese länglichen Schneiden zwecks Spielraum gewöhnlich an ihrem hinteren Ende im Durchmesser kleiner als an ihrem vorderen Ende, und die Führungswirkung ist eine mehr theoretische als tatsächliche. Bei den Konstruktionen gemäß- der Erfindung kann jedoch eine tatsächliche Führungswirkung durch den Abschnitt des Werkzeughalters:, der sich hinter den. Schneidzähnen befindet, vorgesehen werden, wenn dieser Abschnitt des Halters nur wenige tausendstel Zoll im Durchmesser kleiner ist als die eigentlichen Schneidzähne des Werkzeugs. Dies ist kennzeichnend in Fig. 7 veranschaulicht, doch -kann dieser Grundsatz auch bei den anderen dargestellten Ausführungsformen Anwendung finden. Für starke Grobschnitte ist eine solche Konstruktion nicht notwendig, sie ist aber wünschenswert bei einer sogenannten Feinreibahle, die verwendet wird, um nur die letzten tausendstel Zoll aus einem ausgebohrten Loch zu entfernen und dem Innern des Loches, durch das sie hindurchgeführt wird, eine feine Oberfläche zu verleihen. Zur Erzielung einer hochgradigen Oberflächenfeinbearbeitung können auch die nacheilenden Teile der eigentlichen Schneidzähne etwas kleiner im Durchmesser ausgeführt werden als die voreilenden Teile, wie in übertriebenem Maßstab in Fig. 7 angedeutet.
  • Bohrmaschinen der zur Bearbeitung von großen Gusstücken u. dgl. verwendeten Bauart benutzen eine Bohrstange, die drehbar und in Längsrichtung vorschiebbar ist, wobei das freie Ende der Stange in einem Außenlager geführt und gelagert ist. Eine solche Bohrstange trägt gewöhnlich ein zweischneidiges .Schneidblatt, welches bei Abnutzung entweder neu belegt wird, um es. auf den: Normdurchmesser zu brilngen, oder aber als Ausschuß betrachtet wird. Ein einstellbarer Werkzeugeinsatz für eine Bohrstange dieser Art ist in Fig. 9 und ro dargestellt. Die Bohrstange 5o isst mit einem allgemein mit 51 bezeichneten Querschlitz versehen, der sich @gewöhnlich diametral durch die Bohrstange erstreckt. Die. in Fig.9 gezeigte Schneidwerkzeugzusammenstellung ist ,allgemein mit 52 bezeichnet und umfaßt ein Schneidwerkzeuggehäuse 53, in dem das Schneidelement des einstellbaren Werkzeugs 54 angeordnet ist. Das Gehäuse 53 kann demnach von kastenartiger Ausbildung sein, wobei seineAußehabmessungen derart sind, das es in den Querschlitz 5 1 der Bohrstange 50 paßt. In dem Hohlraum 55 des Gehäuses liegt das Schneidelement 54. Ein Ende des Gehäuses stützt sich gegen ein Ende des Schlitzes, 51 in der Bohrstange, und dieses Ende des Gehäuses kann mit Flanschen 56 ausgestattet sein, die es lose in der Bohrstange halten., so das das ganze Gehäuse in bezug auf die Stange schwebend beweglich ist. Das Gehäuse ist von solcher Länge, das sein entgegengesetztes Ende im Abstand von dem entgegengesetzten Ende des B,ohrstangenschlitzes liegt, und zwischen beiden ist eine Blattfeder 57 angeordnet, und zwar so, das sie das Gehäuse in Stellung hält, ihm aber gestattet, sich zu bewegen und dadurch sich selbsttätig gegenüber einem zuvorgebohrten Loch auszurichten.
  • Das Schneidelement 54 dieser Zusammenstellung ist von kegelförmiger Gestalt und bietet Schneidspitzen oder -zähne an Punkten seines Umfanges dar, während der mittlere Abschnitt in der Stange einen mittleren Sitz 58 enthält, der die Spitze einer in der Endwand des Gehäuses getragenen Stellschraube 59 aufnimmt. Die ganze Gehäuse- und Schneidwerkzeugzusammenstellung kann aus dem Schlitz in der Bohrstange entfernt werden, indem man das Gehäuse sä weit gegen die Feder 57 zieht, bis die Flansche 56 den Endabschnitt des Stangenschlitzes freigeben, worauf die Einheit nach der Seite hin bewegt und von der Stange abgenommen werden kann. Wenn die Einheit ausgebaut ist, ist die Stellschraube 59 zugänglich und kann nachgezogen werden., um das Schneidwerkzeug zu strecken, worauf die Einheit wieder in die B@ohrstange zum Gebrauch eingesetzt werden kann.
  • Für starke Grobschnitte, bei denen den Zähnen eine schwere Beanspruchung auferlegt wird, können die in Fig. i i bis 16 gezeigten Konstruktionen benutzt werden. Das Schneidelement des Werkzeugs der Fiig. i i und 12 ist mit einem mittleren: Abschnitt versehen, der dicht auf einem vorragenden Zapfen 6o eines Werkzeughalters 61 sitzt, und dieser mittlere Abschnitt wird von einer Stellmutter 62 erfaßt, wie zuvor in bezug auf Fig. i beschrieben. Der äußere Umfangsteil an der rückwärtigen Stirnfläche oder offenen Seite des Schneidelements 63 ist jedoch im wesentlichen flach, so daß er gegen die Endfläche des Werkzeugkörpers anliegt und durch diese unmittelbare Abstützung über eine beträchtliche Fläche erhält und mit ihr auch in wärmeübertragender Berührung steht. Bei diesem Werkzeug sind die .durch Spänenuten 65 gebildeten Zähne 64 durchbohrt zur Aufnahme von Schrauben 66, die in am Endabschnitt des Körpers 61 vorgesehene Bohrungen eingeschraubt sind. Die Löcher in den Zähnen 64 sind größer als die Durchmesser der Befestigungsschrauben 66, um eine radiale Bewegung,der Zähne zuzulassen. Zum Einstellen dieser Einheit werden daher die Schrauben 66, die einen Kopf mit Steckloch besitzen können, gelöst, dann die Mutter 62 nachgezogen, um das Werkzeug in dem gewünschten Maße auszudehnen, und dann werden die Schrauben 66 wieder festgezogen, um die Zähne in ihrer eingestellten Lage gegen den Werkzeugkörper festzuhalten. Diese Ausdehnung oder Streckung wird herbeigeführt infolge der versetzten oder winkligen Beziehung zwischen dem mittleren Abschnitt des Schneidelements, der von der Mutter 62 erfaßt wird, und dem Umfangsabschnitt des Schneidelements, der von dem Werkzeughalter 61 erfaßt wird.
  • Eine abgeänderte Konstruktionsform unter Verwendung eines Befestigungsringes an Stelle der Befestigungsschrauben 66 des eben beschriebenen Werkzeugs ist in Fig. 13 und 1¢ gezeigt. Hier wird der mittlere Endteil des Schneidelements 68 von der Mutter 69 erfaßt, die auf einen. vorragenden Zapfen 7o :geschraubt ist. Die Mutter 69 hat an ihrer Stirnfläche Stecklöcher zur Aufnahme eines Spannschlüssels, durch den die Mutter eingestellt werden kann. Diese Mutter ist außerdem an ihrem äußeren Umfang mit Gewinde zur Aufnahme eines Befestigungsringes 72 versehen, der einen ringförmigen Wulstteil 73 besitzt, welcher .gegen das Schneidelement 68 in der Nahe von :dessen äußerem Umfang drückt und ,dadurch dieses Element gegen die Schulter .des Werkzeugkörpers 71 festhält. Der Klemmring 72 hat Kerben oder öffnungen zur Aufnahme eines weiteren Spannschlüssels, durch den er festgezogen werden kann.
  • Infolge der gekrümmten oder konkaven Beschaffenheit der hinteren Stirnflächen der Zähne eines kegelförmigen oder schalenförmigen Elements kann es sein, daß die Berührung zwischen diesem Element und der Schulter eines Werkzeughalters an nur zwei Punkten neben den Kanten jedes Zahnes stattfindet. Die Fig. 15, 16 und 17 veranschaulichen jedoch eine Konstruktion, bei der für jeden Zahn eine volle Linienberührung zwischen der hinteren Stirnfläche des Schneidwerkzeugs und einer ebenen Fläche an dem Stützelement des Werkzeughalters vorgesehen ist. Bei diesen Konstruktionen ist der mittlere Abschnitt von schalen- oder kegelförmiger Ausbildung, um eine Dehnung gemäß den zuvor erörterten Grundsätzen vorzusehen, während der äußere Umfangsabschnitt entgegengesetzt winklig verläuft, wie an dem Teil 75 in. Fig. 15 angedeutet. Das Schneidelement hat Ausnehmungen, um die Schneidzähne 77 zu bilden, jedoch ist in diesem Fall der äußere Teil jedes Zahnes flach oder eben und die benachbarte, entgegengesetzt geneigte Fläche jedes Zahnes ebenfalls flach oder eben ausgeführt, so daß die durch die Ebenen dieser flachen Stirnflächen festgelegten Spuren gerade Linien sind, die die Berührungslinie des Schneidelements mit einer ebenen, quer zu der Achse der relativen Drehung des Werkzeugs liegenden Stützfläche darstellen. Genauer gesagt, ist der äußerste Abschnitt 78 jedes Zahnes, wie aus Fig.17 ersichtlich, eine ebene Fläche, die beispielsweise dadurch erzeugt ist, daß diese Fläche jedes Zahnes einzeln geschliffen wird. Die angrenzende entgegengesetzt geneigte Fläche 79 jedes Zahnes ist ebenfalls in gleichartiger Weise eben ausgebildet und verläuft unter dem entsprechenden Winkel derart, daß die beiden Flächen 78 und 79 in einer geraden Sehnenlinie oder Berührungsrückenlinie 8o aneinanderstoßen. Die Berührung des Elements mit dem Halter längs dieser Linien. 8o (je eine für jeden; Zahn) schafft daher eine starre Befestigung ohne Benutzung der in Fig. ii bis 14 dargestellten besonderen Schrauben oder Klemmringe. Das Werkzeug wird in der zuvor beschriebenen Weise gedehnt oder gestreckt.
  • Fi.g. 15 zeigt ebenfalls die Anordnung einer geschlitzten Unterlagscheibe 81, mit einem Innendurchmesser, der so bemessen ist, daß er über den Wellenstumpf des Werkzeughalters paßt, und einem konzentrischen äußeren Umfang, die von kegelförmiger Gestalt ist und in einer komplementären kegelförmigen Ausnehmung des einstellbaren Schneideleinents aufgenommen werden kann. Wenn die Stellmutter festgezogen wird, wird die Un.terlagscheibe zwischen dem Wellenstumpf des Halters und der Ausnehmung des Schneidewerkzeugs festgekeilt, um dieses genau in konzentrischer Lage zum Halter zu halten.
  • Für viele Bearbeitungsvorgänge werden Aufsteckreibahlen benutzt, die Schneideneinheiten enthalten, welche auf einen Wellenstumpf eines Halters aufgesetzt werden können. Die Fig. 18 und i9 veranschaulichen eine Aufsteckreibahle, die von einstellbarer Bauart ist und die Erfindung verkörpert. Diese Reibahle besteht aus einem hülsenartigen Körper 82, der bei 83 ausgebohrt ist, um auf der vorragenden Welle oder dem Zapfen eines Auf steck reibahlenhalters aufgenommen zu werden. Wenn die Reibahle starr auf :der Welle befestigt und nicht ihr gegenüber beweglich sein soll, kann die Bohrung 83 leicht konisch ausgeführt sein. Der hintere Abschnitt des Reibahlenkörpers ist in der Querrichtung wie bei 84 mit einem Schlitz zur Aufnahme eines Treibnockens versehen. Ein ausdehnbares Schneidelement 85 von kegelförmiger Gestalt ist an dem vorderen Ende des Körpers 8:2 befestigt, wobei diese Befestigung entweder .durch Schrauben 86 oder durch Festlöten von starrer Art ist. Das Schneidelement 85 ist wie bei 87 mit Nuten versehen und besitzt Schneidzähne 88. Eine Hülse 89 ist auf die Außenseite des Körpers 82 aufgepaßt. Diese Hülse liegt hinter den Schneidzähnen und ist gleichfalls wie bei 9o mit Nuten versehen, um für den Spandurchgang und den Kühlmitteldurchgang Sorge zu tragen.
  • Wahlweise kann diese Hülse auch vollwandig sein, wenn Spielraum nicht von Bedeutung ist. Der hintere Abschnitt des Körpers 82 ist mit Gewinde versehen, welches eine Stellmutter 9i und eine Gegenmutter 92 trägt, wobei die Stellmutter so angeordnet ist, daß sie gegen die hintere Stirnfläche der Hülse 89 drückt und diese somit nach vorn bewegt. Die vordere Stirnfläche der Hülse 89 ist so gestaltet, daß sieden äußeren Umfangsabschnitt des Schneidwerkzeugs 85 neben dessen Schneidzähnen 88 erfaßt. Da der mittlere Abschnitt des Schneidelements 85 an dem Körper 82 befestigt ist, ist ersichtlich, daß das Festziehen der Stellmutter-9,i die Hülse 89 veranlaßt, gegen den äußeren Abschnitt des Schneidelements 85 zu drücken., um zu bewirken, daß dieses in Richtung nach vorn nachgibt. Diese Bewegung wird infolge der kegelförmigen oder schalenförmigen Ausbildung des Schneidwerkzeugs von einer Ausdehnung des Durchmessers quer zu den. Schnei.dzähnen begleitet. Wenn die Einstellung durchgeführt ist, wird der Befestigungsring 92 festgezogen, und das Werkzeug ist dann -fertig zum Gebrauch. Bei dieser Reibahle kann wie bei anderen dargestellten Konstruktionen der äußerste Durchmesser der Hülse 89 eben um den Bruchteil eines Zoll kleiner sein als der quer durch die Schneidzähne gehende Durchmesser; so daß die Hülse dahin wirkt, das Werkzeug in linealer Richtung durch die von den Zähnen ausgebohrten Lochabschnitte zu führen. Einheiten dieser Bauart sind sehr zufriedenstellend für Feinbearbeitungsvorgämge. Wenn Arbeit von höchster Präzisionsbeschaffenheit gefordert wird und eine Wärmeausdehnung vermieden werden muß, kann der Körper des Schneidwerkzeugs zweckmäßig aus einem der bekannten. Metalle mit geringem Ausdehnungskoeffizienten gefertigt werden, für die Invar ein kennzeichnendes Beispiel ist.
  • Die Formgebung der eigentlichen Schneidzähne des ausdehnbaren oder streckbaren Elements kann gemäß den Regeln guter Werkzeugkonstruktion geschehen, beispielsweise hinsichtlich der Spanwinkel, Freiwinkel u.,dgl. Die Zähne können, wie gewünscht, entweder unter positiven oder negativen Spanwinkeln angeordnet sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schneidewerkzeug, welches im wesentlichen aus einem schalenförmigen Metallkörper besteht, der so gestaltet ist, daß er eine Anzahl an ihrem Außenrand freiliegender Schneidzähneaufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallkörper (5, 28, 40, 54, 63, 75 oder 85) gegen eine quer zu seinen oberen und unteren Abschnitten axial zum Körper ausgeübte Zusammendrückkraft nachgiebig ist mit daraus folgender Vergrößerung des Abstandes quer zu den Schneidzähnen (i7, 45, 54a, 77 oder 88) an deren Außenkante.
  2. 2. Schneidwefkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen oder Flanken jedes Zahnes tander offenen Seite des schalenförmigenKörpers in,Sehnenrichtungverlaufende Rückenlinien oder Kanten aufweisen, die in einer gemeinsamen Ebene liegen, um Stützflächen zu bilden, an denen.der Körper einstellbar gegen die Stirnfläche eines Halters (8, 27, 48, 56, 61, 71 oder 9o) abgestützt werden kann.
  3. 3. Schneidwerkzeug nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (5, 2$, 54 63, 75 oder 85) zwischen seinem mittleren Abschnitt und seinem äußeren Umfang geringere Dicke hat.
  4. 4. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß .der Werkzeugkörper mindestens zum Teil aus einem Metall mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten hergestellt ist.
  5. 5. Schneidwerkzeug nach Anspruch i mit einem Halter und einem von dem Ende des Halters vorstehenden Zapfen, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkörper (5, 28, 63 oder 75) auf dem Zapfen (7,:23, 6o oder 7o) mit seiner konkaven Fläche nach dem Ende des Halters hin angebracht und eine verstellbare Einrichtung (io, 29, 62 oder 69) auf dem Zapfen vorgesehen ist, um den schalenförmigen Körper (5, 28, 63 oder 75) zwecks Änderung seiner Schalenform veränderlich zusammenzudrücken.
  6. 6. Schneidwerk zeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, *daß der Werkzeugkörper (5, 28,_ 40, 63, 75 oder 85) aus einem mittleren Abschnitt besteht, der eine Anzahl von ihm ausgehender federnder Glieder (16, 44, 64 oder 87) aufweist und für eine Befestigung an der Mitte .des Endes eines Halters (8, 2a, 48, 61, 71 oder 82) ausgebildet ist, sowie aus in Umfangsrichtung in Abstand befindlichen Schneidspitzen (17, 45, 54a, 77 oder 88), die am Rande der Enden der federnden Glieder frei liegen.
  7. 7. Schneidwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (3i, 46 oder 92) zur Begrenzung :des Ausmaßes der Verformung vorgesehen ist. B. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (64) des Werkzeugkörpers (63) Bohrungen (65) zur Aufnahme von Klemmschrauben (66) aufweisen, durch welche der schalenförmige Körper (63) nach der Einstellung an einer Werkzeugstützfläche befestigt werden kann. g. Schneidwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkörper (5, 28, 63 oder 75) mit dem Werkzeughalter (8, 22, 61 oder 71) an zwei verschiedenen Anlageflächen verbunden ist, von denen die eine in der Nähe der Schneidzähne (16, 64 oder 68) an der offenen Schalenseite des Körpers (5, a8, 63 oder 75) und die andere an der anderen Seite des Schneid-,verkzeugs (5, a8, 63 oder 75) an dessen mittlerem Abschnitt liegt. io. Schneidwerkzeug nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Träger (53), der den Werkzeugkörper (54) so aufzunehmen vermag, daß die Schneidzähne mit ihren Enden von dem Träger vorragen, und eine mit dem Träger verbundene Einrichtung (57, 59) zur Ausübung einer Zusammendrückkraft gegen den mittleren Abschnitt (58) des Werkzeugkörpers, während gegenüberliegende Abschnitte des Körpers in der Nähe seiner Schneid:zähne durch den Träger abgestützt werden, wobei der Träger für eine entfernbare Anbringung in einer öffnung einer Bohrstange (5o) ausgebildet ist. ii. Als Aufsteckreibahle ausgebildetes Schneidwerkzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der schalenförmige Werkzeugkörper (85) zentrisch an einem Ende eines Tragkörpers (82) angeordnet ist, der an seinem entgegensetzten Ende eine Einstellmutter (gi) trägt, wobei auf dem Tragkörper ein in. dessen Längsrichtung bewegliches Druckglied (8g) vorgesehen ist, dessen eines Ende sich gegen den Werkzeugkörper in der Nähe des Umfanges dieses Körpers abstützt und dessen anderes Ende von .der Mutter (gi) erfaßt wird.
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