DE925036C - Verfahren zur Herstellung fliesenartiger Holzfaserhartplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fliesenartiger Holzfaserhartplatten

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DE925036C
DE925036C DEW5892A DEW0005892A DE925036C DE 925036 C DE925036 C DE 925036C DE W5892 A DEW5892 A DE W5892A DE W0005892 A DEW0005892 A DE W0005892A DE 925036 C DE925036 C DE 925036C
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wood fiber
tile
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hardboards
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WIRUS HARTPLATTEN GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung fliesenartiger Holzfaserhartplatten Holzfaserhartplatten lassen sich durch Aufbringung einer Grundierung sowie von Farbüberzügen, die gegebenenfalls auch aufgebrannt werden, mit einem emailartigen Überzug versehen, der so fest haftet, daß solche Platten in der Art von Fliesen z. B. zur Wandbekleidung benutzt werden können. Solche Fliesenhartplatten haben sich in einem beträchtlichen Umfang für Bauzwecke und Haushaltgeräte eingeführt. Ein gewisser Nachteil besteht darin, daß mehrere Farb- bzw. Emailschichten auf die Unterlage aufgebracht werden müssen. Jede voraufgehende muß vor Aufbringung der nächsten gut getrocknet sein. Ein gewisser Aufwand an Lackiermitteln ist unvermeidlich. Die Möglichkeit der Beeinträchtigung der Oberflächengüte der Überzüge wächst naturgemäß mit der Behandlungsdauer und der Zahl der Lackaufträge. Es wurde nun gefunden, daß solche Lacküberzüge sich auf Holzfaserhartplatten in viel einfacherer Weise, dazu besser, billiger und mit einer größeren Anzahl von Abstufungen aufbringen lassen. Dieses Verfahren ist Gegenstand der Erfindung.
  • Es besteht darin, die Oberfläche einer fertigen Holzfaserhartplatte mit einem Klebfilm, z. B. aus Phenolharz, zu überziehen, dadurch, daß dieser Film einfach auf die Oberfläche aufgepreßt wird. Die Verwendung von Phenolharzfilmen ist in der Industrie der Holzfaserhartplatten bekannt, z. B. bei der Herstellung von Verbundplatten als schalldämmende Platten oder als furnierte Platten. Neu und Gegenstand der Erfindung ist jedoch, den Phenolharzfilm einfach auf die Oberfläche einer fertigen Hartplatte aufzukleben, ohne seine Klebfähigkeit nach der Außenseite hin zu verwerten. Vielmehr besteht der zweite Schritt der Erfindung darin, auf die bereits abgebundene, also kondensierte Oberfläche des Phenolharzfilms zweckmäßig durch einfaches Aufspritzen eine Schicht aus Email- oder Lackfarbe aufzubringen. Auf jede Grundierung und auf jeden mehrfachen Anstrich kann dabei verzichtet werden. Je nach der Auswahl des Lack- oder Emailauftrages kann eine matte bis spiegelglänzende Oberfläche erzielt werden. Diese Oberfläche haftet außerordentlich fest. Man kann sie auf Grund der bisherigen Versuchsergebnisse geradezu als hammerfest bezeichnen.
  • Das neue Verfahren verläuft ebenso sparsam wie schnell. Das Aufpressen der Phenolharzfolie geht, wie bekannt, in denkbar kurzer Zeit vor sich. Unmittelbar anschließend kann gespritzt werden. Der Lack- oder Emailauftrag haftet vorzüglich und trocknet äußerst schnell und gleichmäßig. Schädigungen der Oberfläche sind auf ein Geringstmaß zurückgeführt.
  • Falls wasserfeste, fliesenartige Belege für Wände, Böden oder Decken hergestellt werden sollen, besteht eine Verbesserung des Verfahrens darin, auch auf die Rückseite der Platte einen Phenolharzfilm aufzupressen. Natürlich können die Platten auch beidseitig mit emailartigem Überzug versehen werden.
  • Die neuen Platten können auch derart verwendet werden., daß man zunächst geformte Holzfaserhartplatten mit aufgepreßten Phenolharzfilmen herstellt, diese an Ort und Stelle einbaut und erst dann den Lack oder Emailüberzug aufträgt. Das neue Verfahren ist sehr bedeutsam für die Herstellung guter und billiger Kühlschränke, für leichte und saubere Einbauten in Kraftwagen, z. B. in solche, die wahlweise als Personenwagen und als Lieferwagen dienen. Der Verwendungsbereich der Hartplatten wird unter Anwendung des neuen Verfahrens auch für andere Verkehrsmittel, wie Eisenbahnen und den Schiffbau, ganz erheblich erhöht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung fliesenartiger Holzfaserhartplatten, dadurch gekennzeichnet, daß auf die fertige Holzfaserhartplatte ein Film, vorzugsweise aus Phenolharz, aufgepreßt und der fertige Lack- oder Emailüberzug durch einfachen Auftrag auf diese Oberfläche hergestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack- oder Emailüberzug nach der Formung und gegebenenfalls dem Einbau der den Klebfilm aufweisenden Platte aufgetragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, däß auch auf die Rückseite der Holzfaserhartplatte ein Film aufgepreßt wird. Angezogene Druckschriften: Druckschrift der Firma Th. Goldschmidt AG., Essen: »Tegofilm für hoohwertige Verleimungen«, vom 3. i. 1944, S. 7.
DEW5892A 1951-05-29 1951-05-29 Verfahren zur Herstellung fliesenartiger Holzfaserhartplatten Expired DE925036C (de)

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Non-Patent Citations (1)

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