DE92191C - - Google Patents

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DE92191C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60—VEHICLES IN GENERAL
    • B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/30—Power rails
    • B60M1/34—Power rails in slotted conduits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Dezember 1895 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Bahnen mit durch Deckel verschlossenem Stromzuleitungskanal. Die vorliegende Ausführungsform bezweckt, denselben Kanal bei zweigleisigem Betrieb für beide Fahrtrichtungen gleichzeitig benutzbar zu machen.
Um zwei Wagen unbehindert an einander vorbeifahren zu' lassen, sind die Abnehmerschienen federnd gestaltet und an den Kanten abgerundet oder abgeschrägt.
Der Bohlenkanal setzt sich zusammen aus der Grundplatte a, den Seitenwangen b b, dem Verschlufsdeckel c. Er wird aus rauhen, imprägnirten, kiefernen Brettern bezw. Bohlen hergestellt und in der Mitte zwischen den zwei Gleisen der Strafsenbahn derartig in das Strafsenpflaster eingelassen, dafs die Seitenwangen b b über demselben 0,5 bis 1 cm hervorragen , wodurch ein Zudringen von Feuchtigkeit und Strafsenschlick in den Kanal mit verhindert wird; im Uebrigen ist derselbe durch den schweren Verschlufsdeckel c jederzeit nach allen Seiten und in der ganzen Länge abgeschlossen, nur bei derjenigen Stelle, an welcher sich der Strafsenbahnwagen augenblicklich befindet, wird der Verschlufsdeckel auf eine Länge von etwa 3 m (Fig. 5 Längenschnitt) , und zwar nur an einer Langseite, durch den im Innern des Kanals mitrollendem Läufer je nach Bedürfnifs 1,5 bis 3 cm gehoben.
Der Läufer, dessen Ansicht Fig. 2 zeigt, ist mit dem Wagen fest verbunden, so dafs derselbe von dem Wagen in einer festen Lage mitgeführt wird; um jedoch die Höhenschwankungen .. desselben nicht auf die ■ Rollen zu übertragen, gleitet die Führungsschiene des Läufers in einer lothrecht am Wagen befestigten Hülse. Der erstere selbst besteht (vgl. Fig. 2) aus der Laufrolle a, der Hub- -rolle b, der Querschiene c, sowie der Stellvorrichtung d, welche letztere gestattet, das Mafs der Hebung der Deckbohle nach Bedürfnifs zu regeln.
Mit dem Rahmen des Wagens ist ferner neben der Führungsschiene eine Leiste von 10X5 cm verbunden, welche zur Befestigung und Mitnahme des Stromabnehmers dient.
Die durch Hebung der Bohle entstandene seitliche Oeffnung giebt der Führungs- und der sich daran anschliefsenden Abnehmerschiene genügend freien Spielraum, um in dem entstandenen Schlitze mit der Schnelligkeit des Wagens ungehindert ohne Reibung gleiten zu können.
Die Abnehmerschienen sind in der Längsmitte des Wagens seitlich an dem Rahmen desselben befestigt; durch die Befestigung in der Mitte wird die Wirkung erzielt,' dafs sich der seitliche Schlitz schon 1,5 m hinter der Mitte des Wagens, d. h. noch vor dem Einsteigetritt, durch das Eigengewicht der Deckbohle wiederum schliefst, demnach jedes Zudringen von Wasser, Schnee u. s. w., sowie jede Verunreinigung der Stromzuleitung ausgeschlossen wird und demnach erhebliche Verminderung von Fehlschlüssen und Stromverlusten zu erwarten ist.
Die Verschlufsbohle erhebt sich bei geschlossenem Kanal nur 2,5 cm über Oberkante Strafsendamm; aufserdem werden die oberen Längskanten der Verschlufsbohle abgeschrägt
und mit einer Eisenschiene armirt, so dafs eine geringe Abnutzung zu erwarten ist.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Stromzuführungseinrichtung für elektrische Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Deckel des für beide Fahrrichtungen gemeinsamen Zuleitungskanals von den Stromabnehmern der Wagen je nach der Fahrrichtung durch den an der betreifenden Seite entstehenden Schlitz hindurch angehoben wird.
  2. 2. Stromzuführungseinrichtung nach Anspruch ι, bei welcher die Stromabnehmer sich begegnender Wagen vermöge der federnden Anordnung der sich begegnenden, auf dem Arbeitsdraht gleitenden Theile über einander weggleiten.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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