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Projektionseinrichtung Zweck der Erfindung ist, insbesondere für Schulen
eine Projektionseinrichtung zu schaffen, die mit den besten, in; den Schulen verwandten
Projektoren ohne Verdunkelung des Ranmes gut sichtbare stehende und bewegliche Bilder
liefert.
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Es sind für verschiedene Zwecke, z. B. Beleuchtungstafeln für Nummern;
der Kirchenlieder, bereits Transparenttafeln im Gebrauch, bei denen ein Projektor
über einen Umlenkspiegel eine mattierte Glastafel rückseitig anstrahlt. Dabei stehen
die Projektoren hinter dem Bildschirm. FürSchu:len ist bisher nur eine Transparenttafel
bekanntgeworden. Bei ihr steht der Projektor mitten hinter dem. Bildschirm und wirft
seine Strahlen schräg nach oben. auf den Umlenkspiegel. Dieser Um.lenkspiegel ist
so zur Tafel geneigt, daß seine obere und untere Kante waagerecht ist und parallel
zur Tafel (Bildschirm) verläuft. Da der Projektor zwischen Bildschirm und Spiegel
steht, und zwar seiner Größe wegen dicht vor dem Spiegel, muß eire Spezialprojektor
von sehr kleiner Brennweite verwandt werden. Außerdem müssen die Diapositive sehr
groß sein. (i6 X 16 cm). Projektoren, wie sie in den Schulen üblich sind., können
bei dieser Transparcenttafel nicht verwandt wenden, ebensowenig Stumm-und Tonfilmgerä.te.
Damit der Lehrer von der Seite der Beschauer aus die Diapositive fortbewegen kann,
ist ein Motor eingebaut. Die großen Diapositive können nie so billig geliefert werden,
daß sie in. der für alle Lehrfächer wünschenswert großen Zahl beschafft werden können.
Zudem ist es dem Lehrer kaum möglich, durch Photographie nach
eigenen
methodischen Wünschen Diapositive selbst herzustellen. Das- fällt besonders ins
Gewicht in Anbetracht des Farbfilmes im Format 24 X 36 mm.
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Alle diese Nachteile werden durch die Projektionsanordnung gemäß der
Erfindung vermieden. Bei ihr kann jeder Projektionsapparat, Diar wie Episkop, sowie
Stumm- und Tonfilmgeräte verwandt werden. Die Bilder sind bei guten. Projektoren
so hell; daß der Raum nicht verdunkelt zu werden braucht: Die erfindungsgemäße Projektionsanordnung
ist in. Abb. i beispielsweise für einen Kleinbildprojektor 5 X 5 cm mit durchleuchteter
Diapositivfläche 4.o X 4o mm durchgeführt, da diesen, Projektoren offenbar die Zukunft
gehört. Die Brennweite sei f = 8,5 cm. Die Größe des Bildschirmes sei ioo X ioo
cm. Die erforderlichen Distanzen berechnen sich nach, den: bekannten, Formeln
und Gegen!stand.sgröße zu Bildgröße = a:
: b.
| Brennweite f Vergrößerung Bildweite |
| 8,5 cm 4X4 cm auf 100 X 100 cm 22x cm |
| 8,5 cm 4X4 cm - 200 X 200 cm 4335 cm |
| 33 cm 14X 14 cm - 100X Zoo cm 268:22 |
| (Episkop) |
In, der Abb. i ist die Konstruktion. im Grundriß dargestellt. A-B ist der Bildschirm.
Würde der Bildschirm von der Rückseite ohne Spiegel angestrahlt, so müßte der Projektionskopf
im Punkt C stehen, nach der obigen Tabelle ä21 cm von der Mitte des, Bildschirmes
entfernt. Um diese Distanz zu verkleinern, wird ein Spiegel in den Punkten. D-E
aufgestellt, und zwar so; daß im Gegensatz zu der bereits. bekannten, Transparenttafel
seine Ebene vertikal steht. Der Projektionskopf wird, nun seitlich des Bildschirmes
fl-B im Punkt F aufgestellt. Der Projektionskopf befindet sich hierbei in: gleicher
horizontaler Höhe wie die Mitte des Bildschirmes. C und Fliegen symmetrisch, zum
Spiegel D-E, damit keine Verzerrungen auftreten. Die Abb.2 zeigt die Ausführung
in perspektivischer Skizze. Der Raum zwischen Spiegel und Bildschirm wird mit Brettern
oder Tüchern verkleidet.
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Hat der Projektor eine andere Brennweite, z. B. f = 33 cm (Episkop),
und, soll dabei ein Bild der Größe 14 X 14 cm auf ioo X ioo cm vergrößert werden,
so müßte nach: der obigen; Tabelle ohne Verwendung eines Spiegels der Projektionskopf
268,ä cm von dem Bildschirm entfernt im Punkt G (Abb. i) stehen. Wind der Spiegel
D-E verwandt, so muß der Projektionskopf in H -stehen.. Aus der Symmetrie zum Spiegel
folgt; d.aß für alle Projektoren, welche Brennweite sie auch haben mögen, der Projektionskopf
auf der Geraden F-H liegen muß. Es ist also möglich, auf dem Tisch, der zur Aufnahme
des Projektors .dienst, von vornherein auf einer Geraden alle Stellungen. für die
verschiedenen Brennweiten und Vergrößerungen zu markieren. Das ist für die Verwendung
verschiedener Projektoren bei derselben Tafel eine Erleichterung.
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Wählt man einen größeren Bildschirm, z. B. Zoo X Zoo cm, so würde
die Aufstellung des Projektors in horizontaler Höhe der Bildschi.rxnmitte zur Bedienung
zu hoch stehen. Für diesen Fall zeigt die Abb,3 eine Ausführung, in. der durch zwei
zusätzliche Spiegel I und K der Projektions:-kopf so tief zu liegen kommt, daß der
Projektionsäpparat leicht zu bedienen, ist. Diese Konstruktion hat zugleich den
Vorteil, daß die Tiefe des gesamten Gerätes (Abstand des Hauptspiegels D-E von:
dem Bildschirm in Alb. i) weiter, verkürzt werden kann.
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Der wesentliche Fortschritt der Erfindung liegt darin, daß durch die
Stellung der- Spiegel erreicht wird, daß die optische Achse des Projektors horizontal
verläuft und dadurch die Stellung des, Projektors in horizontaler und vertikaler
Richtung frei wählbar wird. Das ist auch durch andere Stellungen der Spiegel möglich,
als sie als Beispiel in den, Alb. 1, 2 und. 3 gewählt sind..
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Die neue Konstruktion der Transparenttafel mit einem oder mehreren
Spiegeln bat folgende Vorteilei. Die Tafel erlaubt mit guten Projektoren, wie sie
bereits in; den Schulens üblich sind; ohne Verdunkelung des Raumes. gut sichtbare
Bilder zu liefern, wem. man nämlich die an sich schon große Bildhelligkeit des durchleuchteten
Bildschirmes dar durch verstärkt, daß man, vor dem. Bildschirm durch Klappen und
ein darüber gespanntes Tuch sch:äd.-liches Licht abhält.
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a. Zur Projektion können Projektoren jeder Brennweite und Bauart (Ep.i-
undDiaskop, Stumm-und Tonfilmgeräte) verwandt werden.
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3. Auf dem. Projektionstisch kann durch. eine Markierung die Stellung
des Projektors für jede Brennweite festgelegt werden,.
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4. Die Tafel (der Dunkelraum) kann ähnlich; wie ein. Fotoapparat zusammenklappbar
gemacht werden, und zwar, weil der Projektor nicht hinter, sondern neben: dem Bildschirm
steht, weit stärker als bei der bisher bekam, ,ten Transparenttafel. Die Zusammenlegbarkeit
auf engen Raum macht sie leicht transportfähig.
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5. Auch bei wechselndem Gebrauch von Klasse zu Klasse kann eine schnelle
Einsatzfähigkeit dadurch erreicht werden, @daß neben dem Bildschirm, fest mit @seinem
Rahmen verbunden, eine Nische angebracht wird, in der der, Projektor sofort seinen
richtigen Platz findet oder auch, beim Transport belassen werden: kann. Dieser Umstand
verbürgt die Bedeutung der Tafel für den. praktischen Gebrauch in der Schule auch
für den. Fall, daß man die Helligkeit der Projektoren, so- steigern würde, daß die
Projektion auf eine reflektierende Silberwand. ohne Verdunkelung des Raumes stets
genügend helle Bilder liefert.
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6: Es können kleine Diapositive vom 24 X 36-mm-Fo@rmat und nach dem
Farbfilmverfahren hergestellte bunte Diapositive verwandt werden.
7.
Ein Motor zur Bewegung der Diapositive ist nicht nötig. Der Projektor steht so,
daß der Lehrer ihn von der Vorderseite der Tafel her bedienen und zugleich die Tafel
übersehen und an. ihr, erklären kann. Eine günstigere Stellung ist für den Lehrer
nicht denkbar.
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B. Die gesamten, Anischaffun;gs- und: Betriebskosten sind im Verhältnis
zu der bereits bekannten Transparenttafel sehr niedrig, weil jeder' gute bereits.
vorhandene Projektor benutzt werden kann und die Schulen nicht für jede Tafel auch
einen. Projektor haben müssen,. In den, seltensten Fällen wird nämlich in allen
Klassen zu: gleicher Zeit projiziert. Die modernen Diaskope 5 X 5 am sind so klein,
daß sie leicht von Klasse zu, Klasse traps portiert werden, können.
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Gewerbliches Anwendungsgebiet: In erster Linie ist die Transparenttafel
für Schulen; und für Vorträge jeder Art geeignet; ferner für Lichtbild.vorführuugen
in nicht zu großen Räumen, wo nicht verdunkelt werden, kann. Sie kann aber auch
für geschäftliche Werbung insbesondere in Schaufenstern Verwendung finden.