DE910585C - Gasbeheizter Fluessigkeits-Durchlauferhitzer - Google Patents

Gasbeheizter Fluessigkeits-Durchlauferhitzer

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DE910585C DEH9284A DEH0009284A DE910585C DE 910585 C DE910585 C DE 910585C DE H9284 A DEH9284 A DE H9284A DE H0009284 A DEH0009284 A DE H0009284A DE 910585 C DE910585 C DE 910585C
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  • Instantaneous Water Boilers, Portable Hot-Water Supply Apparatuses, And Control Of Portable Hot-Water Supply Apparatuses (AREA)

Description

  • Gasbeheizter Flüssigkeits-Durchlauferhitzer Gasbeheizte Flüssigkeits-Durchlauferhitzer sind Geräte, in welchen Flüssigkeiten, während sie das Gerät durchströmen, durch Heizgase, die an Wärmeübertragungsflächen ihre Wärme abgeben, erwärmt werden.
  • Der Wärmeüberträger besteht im allgemeinen aus die Flüssigkeit führenden, geschlossenen Rohren, die mit Heizlamellen in wärmeleitender Verhindung stehen. Die Lamellen stehen in kleinen Abständen zueinander und teilen den von unten aufsteigenden Heizgasstrom in viele dünne Gasschichten auf. Durch diese Aufteilung erfolgt ein schneller und großer Wärmeübergang an die Lamellen und von da aus an die Flüssigkeit. Aus allgemeinen betriebstechnischen Gründen ist die Heizfläche der Lamellen so groß gewählt und die Lamellen sind so um die Rohre angeordnet, daß sich im Dauerbetrieb ein Wirkungsgrad (Leistung: Belastung in kcal/min) von maximal etwa 85 bis 90% ergibt. Ein höherer Wirkungsgrad wird nicht angestrebt, da den Abgasen ein Wärmerest zur Abführung z. B. in den Schornstein verbleiben soll. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich darum immer auf einen Dauerwirkungsgrad von 85%.
  • Der Wärmeüberträger, bestehend aus den die Flüssigkeit führenden Rohren und einer großen Anzahl von Heizlamellen, eventuell auch noch aus einer vorgeschalteten Verbrennungskammer oder einer nachgeschalteten Auftriebskammer, besitzt eine durch das verwendete Material bestimmte spezifische Wärme, z. B. Kupfer= 0,092 kcal/kg, und eine der Geräteleistung entsprechende Materialmasse, z. B. bei einem Gerät mit einer Leistung von 32.9 kcal/min etwa 4 bis 6 kg Kupfer. Die Heizgase treten an einem unterhalb des Wärmeüberträgers angeordneten Brenner an allen Brenneröffnungen gleichzeitig aus. Die Erhitzung des Wärmeüberträgers erfolgt demzufolge durch den Heizgasstrom ebenfalls an allen Teilen gleichzeitig. Infolgedessen erfährt auch der Inhalt der Rohre im Wärmeüberträger eine Erwärmung. Nach Abschalten des Heizgases und Aufhören des Flüssigkeits-Durchlaufs, was bei Geräten der heute üblichen Bauart mit selbsttätigen Einrichtungen zum öffnen und Schließen des Gasventils praktisch gleichzeitig erfolgt, verbleibt die spezifische Wärme des Wärmeüberträgers und des Rohrinhaltes im Wärmeüberträger. Sie verliert sich erst allmählich bis zum Temperaturausgleich an die umgebende Luft. Um den Betrag der spezifischen Wärme mindert sich der jeweilige Dauerwirkungsgrad des Gerätes.
  • Je kürzere Zeit ein Gerät in Betrieb ist, um so größer ist der prozentuale Anteil der spezifischen Wärme an der Gesamtwärme. Umgekehrt ist sie kleiner bei längerer Betriebsdauer. Die Größe des Wirkungsgrades ist demnach abhängig von der Betriebsdauer.
  • Der konstruktive Aufbau der Geräte der bisher üblichen Bauart gestattet zwar die wirtschaftliche Verbrennung von Gas, d. h. mit einem Dauerwirkungsgrad von 85%, wenn die fabrikseitig für die Nennleistung des Gerätes erforderliche Gasmenge, günstigenfalls ± 15 bis --5% zur Verbrennung gelangt. Jedoch sinkt der Wirkungsgrad bei einer Gasbelastung, die über bzw. unter der festgelegten Grenzbelastung liegt. Bei Überschreiten der Maximalbelastung besteht die Gefahr der unvollkommenen Verbrennung mit ihren Begleiterscheinungen; bei Unterbelastung wird der Luftüberschuß zu groß, und damit tritt eine Minderung der Heizgastemperaturen ein. In beiden Fällen wird der Dauerwirkungsgrad ungünstig beeinflußt. Infolgedessen ist auch eine Verkleinerung der durchlaufenden Flüssigkeitsmenge bei gleichzeitiger Verkleinerung der Gasmenge unter die vorgeschriebene Grenzbelastung nicht mehr wirtschaftlich.
  • Moderne Geräte der üblichen Bauart besitzen flüssigkeitsgesteuerte Gasventile. Sobald eine bestimmte Flüssigkeitsmenge durch das Gerät bzw. durch die flüssigkeitsgesteuerte Vorrichtung strömt, öffnet sich das Gasventil selbsttätig (Vollgasflüssigkeitsmenge). Eine Mindestflüssigkeitsmenge muß also erst durch das Gerät strömen, bevor sich das Gasventil öffnet. Sobald diese Menge unterschritten wird. schließt das Gasventil. Es ist demnach nicht möglich, kleinere Flüssigkeitsmengen zu erwärmen, als die Vollgasflüssigkeitsmenge beträgt. Auf diese Weise wird das Gerät gegen unzulässig hohe Flüssigkeitstemperaturen geschützt, wobei man aber zugleich auch an der Grenze der wirtschaftlichen Erwärmung liegt. Im allgemeinen entspricht die Voligasflüssigkeitsmenge=Nennleistung in kcal/min 5o bis 6o' C Temperaturerhöhung, z. B. bei einem Gerät mit der Nennleistung von 325 kcal/min 325 :60 =5,41/min. Unterhalb dieser Menge schließt das Gasventil. Aus den genannten Gründen ergibt sich für die bekannten Geräte, daß, je kleiner die Durchlaufmengen sind, der Wirkungsgrad um so schlechter wird. Es ist demnach nicht wirtschaftlich, aus einem Durchlauferhitzer kleine Flüssigkeitsmengen zu entnehmen, bei denen der Wirkungsgrad sogar unter den von Nichtspezialgeräten sinkt, beispielsweise bei der Erwärmung von Wasser in einem Kochtopf auf dem Gasherd. Bei einem Gasherd und einem einigermaßen passenden Gefäß liegt der Wirkungsgrad etwa zwischen 50 und 6o %. Sobald also der Wirkungsgrad eines Durchlauferhitzers unter 6o% sinkt, ist es wirtschaftlicher, Flüssigkeiten auf dem Gasherd zu erhitzen.
  • Um aber möglichst kleine Wassermengen bz@i-. Flüssigkeitsmengen doch noch während des Durchlaufens und trotzdem wirtschaftlich zu erwärmen, sind von der Industrie verschieden leistungsfähige Geräte entwickelt worden. Die Kleinsten leisten etwa z25 kcal/min und die größten etwa65okcal/min. Jedoch ist der Aufbau aller Gerätegrößen gleich. Bezogen auf die Belastung, ist der Wirkungsgrad bei allen beziehungsgleichen Flüssigkeiten gleich, bzw. der Wirkungsgrad wird bei allen Geräten mit kleiner werdender Flüssigkeit niedriger. Unterhalb einer Vollgasflüssigkeitsmenge ist eine Erwärmung überhaupt nicht mehr möglich.
  • Eine Unterteilung in kleine, mittlere und große Geräte, wie sie üblicherweise hergestellt werden, hat daher nur bedingten Wert. Kleinere Geräte bereiten kleinere Flüssigkeitsmengen wirtschaftlicher als größere Geräte. Dafür dauert die Entnahme größerer Flüssigkeitsmengen wieder entsprechend länger, so daß größere Wärmeverluste entstehen. Umgekehrt ist die Entnahme größerer Flüssigkeitsmengen in größeren Geräten kurzzeitiger, so daß Wärmeverluste außerhalb des Gerätes klein gehalten werden können., jedoch bereiten sie kleinere Flüssigkeitsmengen unwirtschaftlich. Damit ist ein wesentlicher Teil des Gebrauchswertes vonFlüssigkeitserhitzern eingeschränktoder nicht vorhanden.
  • Eine Lösung ist daher nur möglich durch die Konstruktion eines Flüssigkeits-Durchlauferhitzers, in welchem unterschiedlich große Flüssigkeitsmengen, während sie das Gerät durchströmen, mit annähernd gleichem Wirkungsgrad erwärmt werden. Zugleich muß aber ein solches Gerät auch die Eigenschaft besitzen, als Mehrzapfgerät benutzt zu werden.
  • Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bisherigen Bauart und gestattet, Flüssigkeiten in beliebiger Menge bei annähernd gleichem Wirkungsgrad zu erwärmen. Lediglich nach oben hin ist die Flüssigkeitsmenge und Temperatur begrenzt durch die Maximalleistung des Gerätes. Der konstruktive Aufbau schließt die Verwendung als Mehrzapfgerät ein. Zu diesem Zweck erfährt der gasbeheizte Flüssigkeits-Durchlauferhitzer die nachfolgend beschriebenen verbessernden Änderungen.
  • Der Gesamtaufbau des neuen Gerätes unterscheidet sich von den Geräten der bisher üblichen Bauart nur durch eine neuartige Anordnung des Wärmeüberträgers und durch Änderung des Brenners sowie des flüssigkeitsgesteuerten Gasventils. In der Installation und Handhabung des Gerätes ändert sich nichts.
  • Der Gegenstand der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der Flüssigkeitserhitzer mit Heizlamellenstufe,ßrennern und Gaszufuhreinrichtung entsprechend der Durchflußrichtung der zu erwärmenden Flüssigkeit aus hintereinandergeschalteten, in Abhängigkeit von der Durchflußmenge sich selbsttätig zu- und abschaltenden, selbständigen, voneinander wärmegetrennten Erhitzerteilen besteht, so daß unterschiedliche Flüssigkeitsmengen mit annähernd gleichem Wirkungsgrad erhitzt werden können; ferner, daß die voneinander getrennten Brennergruppen mit ihren Ga szufuhrleitungen derart den Lamellengruppen zugeordnet sind, daß, beginnend mit einem Mindest-Flüssigkeitsdurchfluß, der dem Flüssigkeitsausfluß nächstliegende Brennerteil zuerst mit Gas gespeist wird und bei steigendem Flüssigkeitsdurchfluß die Brenner sich entgegengesetzt der Strömungsrichtung der Flüssigkeit zuschalten. Die Steuerung der Gaszufuhr zu den einzelnen Brennern erfolgt über einen von der Flüssigkeit betätigten Schalter, der ein Hauptgasventil steuert, welches bei Zunahme des Durchflusses entsprechend der zunehmenden Flüssigkeitsmenge nacheinander die den Brennerzuleitungen zugeordneten, vorzugsweise treppenförmig angeordneten Ringventile abhebt und dadurch die Gaszufuhr zu den voneinander getrennten Brennern kontinuierlich oder stufenweise freigibt.
  • Der erfindungsgemäße Wärmeüberträger besitzt nur eine vorzugsweise horizontal liegende Heizlamellenstufe. Die Heizlamellen sind in der üblichen Weise mit einer durch sie hin und her gehenden Rohrschlange wärmeleitend verbunden. Die Lamellen eines Rohrganges sind nicht mit den Lamellen des parallel liegenden Rohrganges verbunden. Nur die Rohrgänge sind miteinander durch 18o° Rohrbogen so verbunden. daß die hin und her gehende Rohrschlange einen einzigen, hintereinandergeschalteten Rohrdurchgang bildet. Die auf die Rohre geschobenen Lamellen bilden infolgedessen Lamellenblocks für sich, die nur durch die r8o°-Bogen mit dem benachbarten Lamellenblock in Verbindung stehen. Nach oben und unten sind die Lamellenblocks offen, an den Seiten sind sie von einem mit den Lamellen in wärmeleitender Verbindung stehenden Mantel umgeben. Die zueinander liegenden Mäntel stehen nicht in wärmeleitender Verbindung miteinander. Die Mäntel schließen oben mit den Lamellen auf einer Höhe ab. Nach unten ist der Mantel über die Lamellen hinaus tiefer geführt. In gewissen Abständen sind auch einzelne Lamellen bis auf die Tiefe der Mäntel herabgeführt. Diese Lamellen und der Mantel bilden auf diese Weise kleine schachtähnliche Räume. Sie sind unten offen; im oberen Teil enthalten sie den durch die Lamellen und Schachtwandung gebildeten Wärmeüberträger. Die Schachtwandung dient dazu, die dem zugehörigen Raum zugehörenden Heizgase zusammenzufassen, um zu verhindern, daß die Heizgase ihre Wärme an abseits liegende Lamellen abgeben. Jeder Lamellenblock enthält eine Anzahl solcher Schächte. Jeder Schacht entspricht dem Wärmeüberträger eines Gerätes der bisher üblichen Bauart, wobei jeder Schacht nur mit einem kleinen Teil der gesamten Wärmebelastung des bisher üblichen Gerätes beansprucht wird. Der auf die neue Weise gebildete neue Wärmeüberträger, bestehend aus einer Vielzahl schachtähnlicher Räume, stellt demnach eine Vielzahl kleiner Durchlauferhitzer, die hintereinandergeschaltet sind, dar.
  • Unterhalb des Wärmeüberträgers ist das Flüssigkeitsdruckteil mit Gasteil und Brenner angeordnet. Der Brenner ist in so viel Einzelbrenner oder Brennergruppen aufgeteilt, als den schachtähnlichen Räumen entspricht. Jeder Einzelbrenner oder jede Brennergruppe ist durch eine besondere Gaszuführungsleitung mit dem Gasteil verbunden. In diesem Gasteil ist eine die Gaszufuhr zu den Brennern regelnde Ventileinrichtung angeordnet, die je nach Flüssigkeitsdurchgang durch das Flüssigkeitsdruckteil so wirkt, daß zuerst die Gaszufuhr zum ersten Einzelbrenner bzw. zur ersten Brennergruppe, zugehörig zum ersten Schachtraum des Wärmeüberträgers, freigegeben werden muß. Dann kann erst die zweite Betriebsstellung folgen usf. Bei vollem Flüssigkeitsdurchgang ist die Ventileinrichtung voll geöffnet, so daß an allen Brenneröffnungen Vollgas brennt. Die Leistung der einzelnen Lamellen bzw. der einzelnen Kleinwärmeüberträger addiert sich in gleicher Weise wie bei Wärmeüberträgern der bisher üblichen Bauart. Umgekehrt subtrahiert sie sich bei kleiner werdenden Flüssigkeitsmengen, wenn die Vollgasflüssigkeitsmengen, die zur Inbetriebhaltung der einzelnen Brenner bzw. Brennergruppen erforderlich sind, unterschritten wird. Jede Brennerstufe hat ihre bestimmte Vollgasflüssigkeitsmenge, bei der die Gasventileinrichtung den jeweiligen Gasweg zum Brenner freigibt. Mit kleiner werdendem Flüssigkeitsdurchgang unterhalb der Vollgasflüssigkeitsmenge der zugehörigen Brennerstufe schließt die Gasventileinrichtung Zug um Zug die Gaswege zum Brenner. Der letzte Brenner schließt zuerst, dann folgt, falls die Flüssigkeit kleiner wird, der vorletzte Brenner. Zuletzt schließt der erste Brenner, sobald seine Vollgasflüssigkeitsmenge unterschritten wird.
  • Die durch das Gerät strömende Flüssigkeitsmenge wird durch mehr oder minder Öffnen eines Zapfventils bestimmt. Das Zapfventil kann handelsüblich sein. Wird es nur wenig geöffnet, so fließt auch nur wenig Flüssigkeit durch das Flüssigkeitsteil und das Gerät. Je nach der Menge wird nur der erste Brenner oder zusätzlich der zweite oder weiter zusätzlich der dritte Brenner in Betrieb gesetzt. Mit weiterem Öffnen des Zapfventils öffnen sich Zug um Zug die Brenner, bis bei voll geöffnetem Zapfventil alle Brenner geöffnet sind. Umgekehrt schließen die Brenner mit dem letzten beginnend, wenn die Flüssigkeitsmenge mit Absperren am Zapfventil kleiner wird. Im Prinzip erfolgt auch in den Wärmeaustauschern des erfindungsgemäßen Gerätes die Temperatursteigerung der durchlaufenden Flüssigkeit durch Addition der an den einzelnen Stellen des Wärmeüberträgers aufgenommenen Wärme. Die Flüssigkeit nimmt auf ihrem Wege durch den Heizkörper laufend Wärme auf und daher an Temperatur zu und tritt dann am Ende des Wärmeüberträgers mit hoher Temperatur aus. Soll dieseTemperatur beibehalten werden, zugleich aber Gas- und Flüssigkeitsmenge kleiner sein, so konnte das bei den Geräten der üblichen Bauart nur auf Kosten des Wirkungsgrades geschehen, soweit die Flüssigkeitsmenge oberhalb der Vollgasflüssigkeitsmenge blieb; anderenfalls schloß das Gasventil. Bei dem erfindungsgemäßen Gerät kann die Flüssigkeitsmenge ohne weiteres bei gleichbleibender Temperatur vermindert werden, wobei zugleich auch eine Verkleinerung der Gasmenge erfolgt, ohne daß der Wirkungsgrad wesentlich beeinträchtigt wird. Denn mit Verkleinerung der Flüssigkeitsmenge unterhalb der Vollgasflüssigkeitsmenge bleiben nur so viel Einzelbrenner in Betrieb, als noch an Vollgasflüssigkeitsmenge für die in Betrieb bleibenden Brenner verbleibt. Mit kleiner werdender Vollgasflüssigkeitsmenge schließen dann auch diese Brenner Zug um Zug, bis als letzter der erste Brenner schließt. Jeder in Betrieb befindliche Brenner brennt sofort auf Vollgas, so daß eine Unterbelastung der zugehörigen Verbrennungsräume durch Luftüberschuß nicht eintritt. Die Auslauftemperatur der Flüssigkeit ist bis zur Erreichung der gesamten Vollgasflüssigkeitsmenge, d. h. wenn alle Brenner zugleich nur mit der Flüssigkeitsmenge betrieben werden, gleich hoch. Sie liegt bei etwa 6o° C Temperaturerhöhung. Das erfindungsgemäße Gerät kann laufend nur mit der Vollgasflüssigkeitsmenge betrieben «-erden, wobei dann die Auslauftemperaturen um 6o° C Temperaturerhöhung liegen. Sobald alle Brennergr uppen. brennen, kann auch die Flüssigkeitsmenge vergrößert werden, wobei dann die Auslauftemperaturen, wie bei Geräten der bisher üblichen Bauart, sinken.
  • Mit Verkleinerung des Flüssigkeitsdurchganges und gleichzeitig stufenweises Abschalten der Brenner, wobei die im Betrieb bleibenden Brenner mit Vollgas Weiterbrennen, wird erreicht, daß immer nur so viel spezifische Wärme aufzuwenden ist, als dem wirtschaftlichen Verhältnis zur Belastung entspricht. Zugleich ist eine Gas-Unterbelastung, da die Brenner mit Vollgas brennen, vermieden. Ferner ist es möglich, kleinere Flüssigkeitsmengen mit höherem Wirkungsgrad als in den Geräten der bisher üblichen Bauart zu erwärmen. Die Folgen sind daher beträchtliche Einsparungen an Gas und Flüssigkeit.
  • Die Zeichnungen stellen die beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens dar; es bedeutet Fig. i Vertikalschnitt durch den erfindungsgemäßen Durchlauferhitzer, Fig. a Teilschnitt durch den erfindungsgemäßen Wärmeüberträger mit dazugehörigem Brenneroberteil (Ansicht von vorn), Fig.3 Seitenansicht des Wärineüberträgers mit dazugehörigem Brenneroberteil, Fig. q. Ansicht des Wärmeüberträgers von oben, Fig. 5 perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Wärmeüberträgers.
  • Fig. i stellt den schematischen Aufbau des erfindungsgemäßen Durchlauferhitzers dar. Hierin sind KI bis K6 die durch die Heizlamellen 17, verlängerten Heizlamellen i9 und Mantelwandung 18 gebildeten Verbrennungskammern. Die Kammern KI bis KM in Fig. i bilden den Lamellenblock ZB i (in Fig. z, 3 und 5 sind dagegen nur K i bis K 3 die Verbrennungskammern eines Lamellenblocks LB = LBl bis LB3). Bi bis BM sind die den Verbrennungskammern KI bis K6 zugeordneten Einzelbrenner. Jeder Einzelbrenner steht mit einer besonderen Gaszuführungsleitung mit dem flüssigkeitsgesteuerten Gasteil 12 in Verbindung. Das Gasteil 1? enthält die Regelventile Vi bis 1'O. 1'1 ist das unmittelbar vom Flüssigkeitsdruck aus der Flüssigkeitsarmatur 1I gesteuerte Hauptgasventil. Sobald Flüssigkeit durch das Anschlußrohr 15 strömt, wirkt der Flüssigkeitsdruck in bekannter Weise z. B. auf eine -Membran und hebt mittels dieser das Hauptgasventil V1 von seinem Ventilsitz ab. Damit ist der erste Gasweg zum Brenner Bi freigegeben. und das Gas kann von 13 kommend zum Brenner BI strömen. Mit ansteigendem Flüssigkeitsdruck hebt das Hauptgasventil V1 ein zweites, beispielsweise als Ringventil ausgebildetes Ventil T% ° vom Ventilsitz. ab. Dadurch wird der Brenner B2 ebenfalls finit Gas versorgt. Mit weiter ansteigendem Flüssigkeitsdruck unter der Membran wird nun Zug um Zug je ein weiteres Ventil geöffnet, bis alle Brenner mit Gas versorgt sind. Mit Verkleinerung des Flüssigkeitsdruckes unter der 'Membran in Teil La. senkt sich das Hauptgasventil 1'1 um den kleiner gewordenen Flüssigkeitsdruck und zugleich damit alle anderen von ihm angehobenen Ventile. Das zuletzt angehobene Ventil wird sich dann zuerst auf seinem Ventilsitz absetzen und die Gaszufuhr zum zugehörigen Brenner absperren. Mit Aufhören des Flüssigkeitsdruckes unter der Membran schließt dann zum Schluß auch das Hauptgasv entil V1. Das Gerät ist dann außer Betrieb. In Fig.. 1 ist der Flüssigkeitsdruck unter der Membran so angenommen, daß lediglich die ersten drei Gaszufuhrleitungen zu den Brennern B1 bis B3 geöffnet sind. Von ihrem Ventilsitz angehoben sind die Ventile hl, y"2 und L'3, und mit Gas versorgt sind infolgedessen die BrennerBl, B= undB3. Solange der Flüssigkeitsdruck sich nicht ändert, bleiben auch nur die Brenner B1 bis B3 in Betrieb. Die Steuerung des Flüssigkeitsdruckes unter der Membfan erfolgt durch das Zapfv entil i i. Das Zapfventil ii steht in bekannter Weise mit dem Flüssigkeitsdruckteil über die Rohrleitung 16 in Verbindung. Je geringer der Flüssigkeitsdurchgang durch das Zapfventil i i ist, um so geringer ist auch der Druck im Druckteil 14.. In Fig. " 3 und 5 sind besonders erkenntlich die V erbrennungskammern K (K1 bis K3 und nicht näher bezeichnet K4 bis K9).
  • In Fig. 4 ist eine Rohrschlange 16, dargestellt, auf welcher die Lamellen 17 wärmeleitend angeordnet sind. Die Lamellen eines Rohrganges sind mit einem Mantel 18 umgeben. Die von dem Mantel 18 umgebenen Lamellen bilden den Lamellenblock LB (LBl bis LB3). Die Lamellen eines Blockes stehen mit den Lamellen des anderen Blockes nicht in Verbindung. Zwischen den Mänteln 18 zweier Lamellenblocks ist ein nicht wärmeleitender Zwischenraum. Die vom Brenner aufsteigenden Heizgase werden in bekannter Weise in viele dünne Schichten aufgeteilt. Jede Schicht gibt ihre Wärme an die Lamellen ab und von da wandert sie an die die Rohrschlange durchströmende Flüssigkeit. Wie in Fig. 1 dargestellt, werden die Einzelbrenner B je nach dem Flüssigkeitsdruck Zug um Zug zu- bzw. abgeschaltet. Das an jedem Einzelbrenner B austretende Gas erzeugt daher nur das für eine Verbrennungskammer K erforderliche Heizgas. Wird beispielsweise bei geringem Flüssigkeitsdurchgang durch das Zapfventil i i (Fig. i) nur der Einzelbrenner B1 gebraucht, so erfährt nur die Verbrennungskammer K1 eine Erwärmung. Mit Aufhören des Flüssigkeitsdurchganges und Schließen des Gasventils verbleibt lediglich als Verlustwärme im Wärmeüberträger die Erwärmung der Verbrennungskammer KI einschließlich der Verlustwärme, die sich aus der in der Rohrschlange verbleibenden Flüssigkeitswärme ergibt. Eine Erwärmung des Gesamtwärmeüberträgers findet demnach nur statt, wenn alle Einzelbrenner zugleich brennen. Sobald aber nur ein Brenner weniger als alle brennt, erfährt auch der Wärmeüberträger eine um eine Verbrennungskammer geringere Erwärmung.
  • Ist der gesamte Flüssigkeitsdurchgang durch das Gerät bei 15 mittels einer Flüssigkeitsdrossel so eingestellt, daß bei Erreichen der Vollgasflüssigkeitsmenge eine Vergrößerung der Flüssigkeit nicht mehr möglich ist, und sind statt des einen Zapfventils ii mehrere Zapfventile an Abzweigen angebracht, dann bleibt die Auslauftemperatur der Zapfflüssigkeit unverändert auch dann, wenn ein oder mehrere Zapfventile gleichzeitig in Tätigkeit gehen. Die Temperatur der auslaufenden Flüssigkeit ist dann immer annähernd gleich. Unterschiedlich ist lediglich die Flüssigkeitsmenge.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRt;CHE: i. Gasbeheizter Flüssigkeits-Durchlauferhitzer, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitserhitzer mit Heizlamellenstufe, Brennern und Gaszufuhreinrichtung entsprechend der Durchflußrichtung der zu erwärmenden Flüssigkeit aus hintereinandergeschalteten, in Abhängigkeit von der Durchflußmenge sich selbsttätig zu- und abschaltenden, selbständigen, voneinander wärmegetrennten Erhitzerteilen besteht, so daß unterschiedliche Flüssigkeitsmengen mit annähernd gleichem Wirkungsgrad erhitzt werden können.
  2. 2. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die voneinander getrennten Brennergruppen mit ihren Gaszufuhrleitungen derart den Lamellengruppen zugeordnet sind, daß, beginnend mit einem Mindestflüssigkeitsdurchfluß, auf den das von einem Membranschalter gesteuerte Gaszufuhrventil anspricht, der dem Flüssigkeitsausfluß (ii) nächstliegende Brennerteil (B1) zuerst mit Gas gespeist wird und bei steigendem Flüssigkeitszufluß die Brenner (B2 bis B6) sich entgegengesetzt der Strömungsrichtung der Flüssigkeit zuschalten.
  3. 3. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Gaszufuhr zu den einzelnen Brennern über einen vom Flüssigkeitsdruck betätigten Schalter erfolgt, der ein Hauptgasventil (V1) steuert, welches bei Zunahme des Flüssigkeitsdruckes, entsprechend der Druckzunahme, nacheinander die den Brennerzuleitungen zugeordneten vorzugsweise treppenförmig angeordneten Ventile (h2 bis he) abhebt und dadurch die Gaszufuhr zu den voneinander getrennten Brennern (B2 bis B8) kontinuierlich oder stufenweise freigibt.
  4. 4. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Rohrschlange (16) vertikale Heizlamellen (17) wärmeleitend mit ihr verbunden sind, ohne daß die Lamellen eines Rohrganges sich mit den Lamellen eines anderen parallel liegenden Rohrganges berühren.
  5. 5. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizlamellen (17) eines Rohrganges an ihren vertikalen Außenkanten mit einem Mantel (18) wärmeleitend verbunden sind.
  6. 6. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch 1, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Mänteln (18) zweier benachbarter Heizlamellenblocks keine wärmeleitende Verbindung besteht.
  7. 7. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch i oder .1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von einem Mantel (18) umgebenen Heizlamellen (17) einen Lamellenblock bilden, der nur durch einen Rohrbogen (16) mit dem folgenden Block in Verbindung steht. B. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch i oder 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mäntel (18) nach unten über die Tiefe der Lamellen (17) herabgeführt sind. g. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Heizlamellen (ig) bis auf die Tiefe der Mäntel (18) herabgeführt sind. io. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach Anspruch 7, 8 oder g, dadurch gekennzeichnet, daß durchMäntel (18) undeinzelne Heizlamellen (19), die auf die Tiefe des Mantels herabgeführt sind, besondere Verbrennungskammern (K1, K2. K3 und mehr) gebildet werden. ii. Flüssigkeits-Durchlauferhitver nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließen der Regeleinrichtung (12) in der umgekehrten Reihenfolge als das Öffnen erfolgt, also daß der dem Auslauf entfernt liegende Brenner bei Abnahme des Flüssigkeitsdruckes zuerst abgeschaltet wird. 12. Flüssigkeits-Durchlauferhitzer nach einem der Ansprüche i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Verteilungsleitung mehrere Zapfventile angeordnet sind.
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