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Gasbeheizter Flüssigkeits-Durchlauferhitzer Gasbeheizte Flüssigkeits-Durchlauferhitzer
sind Geräte, in welchen Flüssigkeiten, während sie das Gerät durchströmen, durch
Heizgase, die an Wärmeübertragungsflächen ihre Wärme abgeben, erwärmt werden.
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Der Wärmeüberträger besteht im allgemeinen aus die Flüssigkeit führenden,
geschlossenen Rohren, die mit Heizlamellen in wärmeleitender Verhindung stehen.
Die Lamellen stehen in kleinen Abständen zueinander und teilen den von unten aufsteigenden
Heizgasstrom in viele dünne Gasschichten auf. Durch diese Aufteilung erfolgt ein
schneller und großer Wärmeübergang an die Lamellen und von da aus an die Flüssigkeit.
Aus allgemeinen betriebstechnischen Gründen ist die Heizfläche der Lamellen so groß
gewählt und die Lamellen sind so um die Rohre angeordnet, daß sich im Dauerbetrieb
ein Wirkungsgrad (Leistung: Belastung in kcal/min) von maximal etwa 85 bis 90% ergibt.
Ein höherer Wirkungsgrad wird nicht angestrebt, da den Abgasen ein Wärmerest zur
Abführung z. B. in den Schornstein verbleiben soll. Die nachfolgenden Ausführungen
beziehen sich darum immer auf einen Dauerwirkungsgrad von 85%.
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Der Wärmeüberträger, bestehend aus den die Flüssigkeit führenden Rohren
und einer großen Anzahl von Heizlamellen, eventuell auch noch aus einer vorgeschalteten
Verbrennungskammer oder einer nachgeschalteten Auftriebskammer, besitzt eine durch
das verwendete Material bestimmte spezifische Wärme, z. B. Kupfer= 0,092
kcal/kg, und eine der Geräteleistung entsprechende Materialmasse, z. B. bei einem
Gerät mit einer Leistung von 32.9 kcal/min etwa 4 bis 6 kg Kupfer.
Die
Heizgase treten an einem unterhalb des Wärmeüberträgers angeordneten Brenner an
allen Brenneröffnungen gleichzeitig aus. Die Erhitzung des Wärmeüberträgers erfolgt
demzufolge durch den Heizgasstrom ebenfalls an allen Teilen gleichzeitig. Infolgedessen
erfährt auch der Inhalt der Rohre im Wärmeüberträger eine Erwärmung. Nach Abschalten
des Heizgases und Aufhören des Flüssigkeits-Durchlaufs, was bei Geräten der heute
üblichen Bauart mit selbsttätigen Einrichtungen zum öffnen und Schließen des Gasventils
praktisch gleichzeitig erfolgt, verbleibt die spezifische Wärme des Wärmeüberträgers
und des Rohrinhaltes im Wärmeüberträger. Sie verliert sich erst allmählich bis zum
Temperaturausgleich an die umgebende Luft. Um den Betrag der spezifischen Wärme
mindert sich der jeweilige Dauerwirkungsgrad des Gerätes.
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Je kürzere Zeit ein Gerät in Betrieb ist, um so größer ist der prozentuale
Anteil der spezifischen Wärme an der Gesamtwärme. Umgekehrt ist sie kleiner bei
längerer Betriebsdauer. Die Größe des Wirkungsgrades ist demnach abhängig von der
Betriebsdauer.
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Der konstruktive Aufbau der Geräte der bisher üblichen Bauart gestattet
zwar die wirtschaftliche Verbrennung von Gas, d. h. mit einem Dauerwirkungsgrad
von 85%, wenn die fabrikseitig für die Nennleistung des Gerätes erforderliche Gasmenge,
günstigenfalls ± 15 bis --5% zur Verbrennung gelangt. Jedoch sinkt der Wirkungsgrad
bei einer Gasbelastung, die über bzw. unter der festgelegten Grenzbelastung liegt.
Bei Überschreiten der Maximalbelastung besteht die Gefahr der unvollkommenen Verbrennung
mit ihren Begleiterscheinungen; bei Unterbelastung wird der Luftüberschuß zu groß,
und damit tritt eine Minderung der Heizgastemperaturen ein. In beiden Fällen wird
der Dauerwirkungsgrad ungünstig beeinflußt. Infolgedessen ist auch eine Verkleinerung
der durchlaufenden Flüssigkeitsmenge bei gleichzeitiger Verkleinerung der Gasmenge
unter die vorgeschriebene Grenzbelastung nicht mehr wirtschaftlich.
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Moderne Geräte der üblichen Bauart besitzen flüssigkeitsgesteuerte
Gasventile. Sobald eine bestimmte Flüssigkeitsmenge durch das Gerät bzw. durch die
flüssigkeitsgesteuerte Vorrichtung strömt, öffnet sich das Gasventil selbsttätig
(Vollgasflüssigkeitsmenge). Eine Mindestflüssigkeitsmenge muß also erst durch das
Gerät strömen, bevor sich das Gasventil öffnet. Sobald diese Menge unterschritten
wird. schließt das Gasventil. Es ist demnach nicht möglich, kleinere Flüssigkeitsmengen
zu erwärmen, als die Vollgasflüssigkeitsmenge beträgt. Auf diese Weise wird das
Gerät gegen unzulässig hohe Flüssigkeitstemperaturen geschützt, wobei man aber zugleich
auch an der Grenze der wirtschaftlichen Erwärmung liegt. Im allgemeinen entspricht
die Voligasflüssigkeitsmenge=Nennleistung in kcal/min 5o bis 6o' C Temperaturerhöhung,
z. B. bei einem Gerät mit der Nennleistung von 325 kcal/min 325 :60 =5,41/min.
Unterhalb dieser Menge schließt das Gasventil. Aus den genannten Gründen ergibt
sich für die bekannten Geräte, daß, je kleiner die Durchlaufmengen sind, der Wirkungsgrad
um so schlechter wird. Es ist demnach nicht wirtschaftlich, aus einem Durchlauferhitzer
kleine Flüssigkeitsmengen zu entnehmen, bei denen der Wirkungsgrad sogar unter den
von Nichtspezialgeräten sinkt, beispielsweise bei der Erwärmung von Wasser in einem
Kochtopf auf dem Gasherd. Bei einem Gasherd und einem einigermaßen passenden Gefäß
liegt der Wirkungsgrad etwa zwischen 50 und 6o %. Sobald also der Wirkungsgrad eines
Durchlauferhitzers unter 6o% sinkt, ist es wirtschaftlicher, Flüssigkeiten auf dem
Gasherd zu erhitzen.
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Um aber möglichst kleine Wassermengen bz@i-. Flüssigkeitsmengen doch
noch während des Durchlaufens und trotzdem wirtschaftlich zu erwärmen, sind von
der Industrie verschieden leistungsfähige Geräte entwickelt worden. Die Kleinsten
leisten etwa z25 kcal/min und die größten etwa65okcal/min. Jedoch ist der Aufbau
aller Gerätegrößen gleich. Bezogen auf die Belastung, ist der Wirkungsgrad bei allen
beziehungsgleichen Flüssigkeiten gleich, bzw. der Wirkungsgrad wird bei allen Geräten
mit kleiner werdender Flüssigkeit niedriger. Unterhalb einer Vollgasflüssigkeitsmenge
ist eine Erwärmung überhaupt nicht mehr möglich.
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Eine Unterteilung in kleine, mittlere und große Geräte, wie sie üblicherweise
hergestellt werden, hat daher nur bedingten Wert. Kleinere Geräte bereiten kleinere
Flüssigkeitsmengen wirtschaftlicher als größere Geräte. Dafür dauert die Entnahme
größerer Flüssigkeitsmengen wieder entsprechend länger, so daß größere Wärmeverluste
entstehen. Umgekehrt ist die Entnahme größerer Flüssigkeitsmengen in größeren Geräten
kurzzeitiger, so daß Wärmeverluste außerhalb des Gerätes klein gehalten werden können.,
jedoch bereiten sie kleinere Flüssigkeitsmengen unwirtschaftlich. Damit ist ein
wesentlicher Teil des Gebrauchswertes vonFlüssigkeitserhitzern eingeschränktoder
nicht vorhanden.
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Eine Lösung ist daher nur möglich durch die Konstruktion eines Flüssigkeits-Durchlauferhitzers,
in welchem unterschiedlich große Flüssigkeitsmengen, während sie das Gerät durchströmen,
mit annähernd gleichem Wirkungsgrad erwärmt werden. Zugleich muß aber ein solches
Gerät auch die Eigenschaft besitzen, als Mehrzapfgerät benutzt zu werden.
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Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bisherigen Bauart und gestattet,
Flüssigkeiten in beliebiger Menge bei annähernd gleichem Wirkungsgrad zu erwärmen.
Lediglich nach oben hin ist die Flüssigkeitsmenge und Temperatur begrenzt durch
die Maximalleistung des Gerätes. Der konstruktive Aufbau schließt die Verwendung
als Mehrzapfgerät ein. Zu diesem Zweck erfährt der gasbeheizte Flüssigkeits-Durchlauferhitzer
die nachfolgend beschriebenen verbessernden Änderungen.
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Der Gesamtaufbau des neuen Gerätes unterscheidet sich von den Geräten
der bisher üblichen Bauart nur durch eine neuartige Anordnung des
Wärmeüberträgers
und durch Änderung des Brenners sowie des flüssigkeitsgesteuerten Gasventils. In
der Installation und Handhabung des Gerätes ändert sich nichts.
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Der Gegenstand der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der Flüssigkeitserhitzer
mit Heizlamellenstufe,ßrennern und Gaszufuhreinrichtung entsprechend der Durchflußrichtung
der zu erwärmenden Flüssigkeit aus hintereinandergeschalteten, in Abhängigkeit von
der Durchflußmenge sich selbsttätig zu- und abschaltenden, selbständigen, voneinander
wärmegetrennten Erhitzerteilen besteht, so daß unterschiedliche Flüssigkeitsmengen
mit annähernd gleichem Wirkungsgrad erhitzt werden können; ferner, daß die voneinander
getrennten Brennergruppen mit ihren Ga szufuhrleitungen derart den Lamellengruppen
zugeordnet sind, daß, beginnend mit einem Mindest-Flüssigkeitsdurchfluß, der dem
Flüssigkeitsausfluß nächstliegende Brennerteil zuerst mit Gas gespeist wird und
bei steigendem Flüssigkeitsdurchfluß die Brenner sich entgegengesetzt der Strömungsrichtung
der Flüssigkeit zuschalten. Die Steuerung der Gaszufuhr zu den einzelnen Brennern
erfolgt über einen von der Flüssigkeit betätigten Schalter, der ein Hauptgasventil
steuert, welches bei Zunahme des Durchflusses entsprechend der zunehmenden Flüssigkeitsmenge
nacheinander die den Brennerzuleitungen zugeordneten, vorzugsweise treppenförmig
angeordneten Ringventile abhebt und dadurch die Gaszufuhr zu den voneinander getrennten
Brennern kontinuierlich oder stufenweise freigibt.
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Der erfindungsgemäße Wärmeüberträger besitzt nur eine vorzugsweise
horizontal liegende Heizlamellenstufe. Die Heizlamellen sind in der üblichen Weise
mit einer durch sie hin und her gehenden Rohrschlange wärmeleitend verbunden. Die
Lamellen eines Rohrganges sind nicht mit den Lamellen des parallel liegenden Rohrganges
verbunden. Nur die Rohrgänge sind miteinander durch 18o° Rohrbogen so verbunden.
daß die hin und her gehende Rohrschlange einen einzigen, hintereinandergeschalteten
Rohrdurchgang bildet. Die auf die Rohre geschobenen Lamellen bilden infolgedessen
Lamellenblocks für sich, die nur durch die r8o°-Bogen mit dem benachbarten Lamellenblock
in Verbindung stehen. Nach oben und unten sind die Lamellenblocks offen, an den
Seiten sind sie von einem mit den Lamellen in wärmeleitender Verbindung stehenden
Mantel umgeben. Die zueinander liegenden Mäntel stehen nicht in wärmeleitender Verbindung
miteinander. Die Mäntel schließen oben mit den Lamellen auf einer Höhe ab. Nach
unten ist der Mantel über die Lamellen hinaus tiefer geführt. In gewissen Abständen
sind auch einzelne Lamellen bis auf die Tiefe der Mäntel herabgeführt. Diese Lamellen
und der Mantel bilden auf diese Weise kleine schachtähnliche Räume. Sie sind unten
offen; im oberen Teil enthalten sie den durch die Lamellen und Schachtwandung gebildeten
Wärmeüberträger. Die Schachtwandung dient dazu, die dem zugehörigen Raum zugehörenden
Heizgase zusammenzufassen, um zu verhindern, daß die Heizgase ihre Wärme an abseits
liegende Lamellen abgeben. Jeder Lamellenblock enthält eine Anzahl solcher Schächte.
Jeder Schacht entspricht dem Wärmeüberträger eines Gerätes der bisher üblichen Bauart,
wobei jeder Schacht nur mit einem kleinen Teil der gesamten Wärmebelastung des bisher
üblichen Gerätes beansprucht wird. Der auf die neue Weise gebildete neue Wärmeüberträger,
bestehend aus einer Vielzahl schachtähnlicher Räume, stellt demnach eine Vielzahl
kleiner Durchlauferhitzer, die hintereinandergeschaltet sind, dar.
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Unterhalb des Wärmeüberträgers ist das Flüssigkeitsdruckteil mit Gasteil
und Brenner angeordnet. Der Brenner ist in so viel Einzelbrenner oder Brennergruppen
aufgeteilt, als den schachtähnlichen Räumen entspricht. Jeder Einzelbrenner oder
jede Brennergruppe ist durch eine besondere Gaszuführungsleitung mit dem Gasteil
verbunden. In diesem Gasteil ist eine die Gaszufuhr zu den Brennern regelnde Ventileinrichtung
angeordnet, die je nach Flüssigkeitsdurchgang durch das Flüssigkeitsdruckteil so
wirkt, daß zuerst die Gaszufuhr zum ersten Einzelbrenner bzw. zur ersten Brennergruppe,
zugehörig zum ersten Schachtraum des Wärmeüberträgers, freigegeben werden muß. Dann
kann erst die zweite Betriebsstellung folgen usf. Bei vollem Flüssigkeitsdurchgang
ist die Ventileinrichtung voll geöffnet, so daß an allen Brenneröffnungen Vollgas
brennt. Die Leistung der einzelnen Lamellen bzw. der einzelnen Kleinwärmeüberträger
addiert sich in gleicher Weise wie bei Wärmeüberträgern der bisher üblichen Bauart.
Umgekehrt subtrahiert sie sich bei kleiner werdenden Flüssigkeitsmengen, wenn die
Vollgasflüssigkeitsmengen, die zur Inbetriebhaltung der einzelnen Brenner bzw. Brennergruppen
erforderlich sind, unterschritten wird. Jede Brennerstufe hat ihre bestimmte Vollgasflüssigkeitsmenge,
bei der die Gasventileinrichtung den jeweiligen Gasweg zum Brenner freigibt. Mit
kleiner werdendem Flüssigkeitsdurchgang unterhalb der Vollgasflüssigkeitsmenge der
zugehörigen Brennerstufe schließt die Gasventileinrichtung Zug um Zug die Gaswege
zum Brenner. Der letzte Brenner schließt zuerst, dann folgt, falls die Flüssigkeit
kleiner wird, der vorletzte Brenner. Zuletzt schließt der erste Brenner, sobald
seine Vollgasflüssigkeitsmenge unterschritten wird.
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Die durch das Gerät strömende Flüssigkeitsmenge wird durch mehr oder
minder Öffnen eines Zapfventils bestimmt. Das Zapfventil kann handelsüblich sein.
Wird es nur wenig geöffnet, so fließt auch nur wenig Flüssigkeit durch das Flüssigkeitsteil
und das Gerät. Je nach der Menge wird nur der erste Brenner oder zusätzlich der
zweite oder weiter zusätzlich der dritte Brenner in Betrieb gesetzt. Mit weiterem
Öffnen des Zapfventils öffnen sich Zug um Zug die Brenner, bis bei voll geöffnetem
Zapfventil alle Brenner geöffnet sind. Umgekehrt schließen die Brenner mit dem letzten
beginnend, wenn die Flüssigkeitsmenge mit Absperren am Zapfventil kleiner wird.
Im
Prinzip erfolgt auch in den Wärmeaustauschern des erfindungsgemäßen Gerätes die
Temperatursteigerung der durchlaufenden Flüssigkeit durch Addition der an den einzelnen
Stellen des Wärmeüberträgers aufgenommenen Wärme. Die Flüssigkeit nimmt auf ihrem
Wege durch den Heizkörper laufend Wärme auf und daher an Temperatur zu und tritt
dann am Ende des Wärmeüberträgers mit hoher Temperatur aus. Soll dieseTemperatur
beibehalten werden, zugleich aber Gas- und Flüssigkeitsmenge kleiner sein, so konnte
das bei den Geräten der üblichen Bauart nur auf Kosten des Wirkungsgrades geschehen,
soweit die Flüssigkeitsmenge oberhalb der Vollgasflüssigkeitsmenge blieb; anderenfalls
schloß das Gasventil. Bei dem erfindungsgemäßen Gerät kann die Flüssigkeitsmenge
ohne weiteres bei gleichbleibender Temperatur vermindert werden, wobei zugleich
auch eine Verkleinerung der Gasmenge erfolgt, ohne daß der Wirkungsgrad wesentlich
beeinträchtigt wird. Denn mit Verkleinerung der Flüssigkeitsmenge unterhalb der
Vollgasflüssigkeitsmenge bleiben nur so viel Einzelbrenner in Betrieb, als noch
an Vollgasflüssigkeitsmenge für die in Betrieb bleibenden Brenner verbleibt. Mit
kleiner werdender Vollgasflüssigkeitsmenge schließen dann auch diese Brenner Zug
um Zug, bis als letzter der erste Brenner schließt. Jeder in Betrieb befindliche
Brenner brennt sofort auf Vollgas, so daß eine Unterbelastung der zugehörigen Verbrennungsräume
durch Luftüberschuß nicht eintritt. Die Auslauftemperatur der Flüssigkeit ist bis
zur Erreichung der gesamten Vollgasflüssigkeitsmenge, d. h. wenn alle Brenner zugleich
nur mit der Flüssigkeitsmenge betrieben werden, gleich hoch. Sie liegt bei etwa
6o° C Temperaturerhöhung. Das erfindungsgemäße Gerät kann laufend nur mit der Vollgasflüssigkeitsmenge
betrieben «-erden, wobei dann die Auslauftemperaturen um 6o° C Temperaturerhöhung
liegen. Sobald alle Brennergr uppen. brennen, kann auch die Flüssigkeitsmenge vergrößert
werden, wobei dann die Auslauftemperaturen, wie bei Geräten der bisher üblichen
Bauart, sinken.
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Mit Verkleinerung des Flüssigkeitsdurchganges und gleichzeitig stufenweises
Abschalten der Brenner, wobei die im Betrieb bleibenden Brenner mit Vollgas Weiterbrennen,
wird erreicht, daß immer nur so viel spezifische Wärme aufzuwenden ist, als dem
wirtschaftlichen Verhältnis zur Belastung entspricht. Zugleich ist eine Gas-Unterbelastung,
da die Brenner mit Vollgas brennen, vermieden. Ferner ist es möglich, kleinere Flüssigkeitsmengen
mit höherem Wirkungsgrad als in den Geräten der bisher üblichen Bauart zu erwärmen.
Die Folgen sind daher beträchtliche Einsparungen an Gas und Flüssigkeit.
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Die Zeichnungen stellen die beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens
dar; es bedeutet Fig. i Vertikalschnitt durch den erfindungsgemäßen Durchlauferhitzer,
Fig. a Teilschnitt durch den erfindungsgemäßen Wärmeüberträger mit dazugehörigem
Brenneroberteil (Ansicht von vorn), Fig.3 Seitenansicht des Wärineüberträgers mit
dazugehörigem Brenneroberteil, Fig. q. Ansicht des Wärmeüberträgers von oben, Fig.
5 perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Wärmeüberträgers.
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Fig. i stellt den schematischen Aufbau des erfindungsgemäßen Durchlauferhitzers
dar. Hierin sind KI bis K6 die durch die Heizlamellen 17, verlängerten Heizlamellen
i9 und Mantelwandung 18 gebildeten Verbrennungskammern. Die Kammern KI bis KM in
Fig. i bilden den Lamellenblock ZB i (in Fig. z, 3 und 5 sind dagegen nur K i bis
K 3 die Verbrennungskammern eines Lamellenblocks LB = LBl bis LB3). Bi bis
BM sind die den Verbrennungskammern KI bis K6 zugeordneten Einzelbrenner. Jeder
Einzelbrenner steht mit einer besonderen Gaszuführungsleitung mit dem flüssigkeitsgesteuerten
Gasteil 12 in Verbindung. Das Gasteil 1? enthält die Regelventile Vi bis 1'O. 1'1
ist das unmittelbar vom Flüssigkeitsdruck aus der Flüssigkeitsarmatur 1I gesteuerte
Hauptgasventil. Sobald Flüssigkeit durch das Anschlußrohr 15 strömt, wirkt der Flüssigkeitsdruck
in bekannter Weise z. B. auf eine -Membran und hebt mittels dieser das Hauptgasventil
V1 von seinem Ventilsitz ab. Damit ist der erste Gasweg zum Brenner Bi freigegeben.
und das Gas kann von 13 kommend zum Brenner BI strömen. Mit ansteigendem Flüssigkeitsdruck
hebt das Hauptgasventil V1 ein zweites, beispielsweise als Ringventil ausgebildetes
Ventil T% ° vom Ventilsitz. ab. Dadurch wird der Brenner B2 ebenfalls finit Gas
versorgt. Mit weiter ansteigendem Flüssigkeitsdruck unter der Membran wird nun Zug
um Zug je ein weiteres Ventil geöffnet, bis alle Brenner mit Gas versorgt sind.
Mit Verkleinerung des Flüssigkeitsdruckes unter der 'Membran in Teil La. senkt sich
das Hauptgasventil 1'1 um den kleiner gewordenen Flüssigkeitsdruck und zugleich
damit alle anderen von ihm angehobenen Ventile. Das zuletzt angehobene Ventil wird
sich dann zuerst auf seinem Ventilsitz absetzen und die Gaszufuhr zum zugehörigen
Brenner absperren. Mit Aufhören des Flüssigkeitsdruckes unter der Membran schließt
dann zum Schluß auch das Hauptgasv entil V1. Das Gerät ist dann außer Betrieb. In
Fig.. 1 ist der Flüssigkeitsdruck unter der Membran so angenommen, daß lediglich
die ersten drei Gaszufuhrleitungen zu den Brennern B1 bis B3 geöffnet sind. Von
ihrem Ventilsitz angehoben sind die Ventile hl, y"2 und L'3, und mit Gas versorgt
sind infolgedessen die BrennerBl, B= undB3. Solange der Flüssigkeitsdruck sich nicht
ändert, bleiben auch nur die Brenner B1 bis B3 in Betrieb. Die Steuerung des Flüssigkeitsdruckes
unter der Membfan erfolgt durch das Zapfv entil i i. Das Zapfventil ii steht in
bekannter Weise mit dem Flüssigkeitsdruckteil über die Rohrleitung 16 in Verbindung.
Je geringer der Flüssigkeitsdurchgang durch das Zapfventil i i ist, um so geringer
ist auch der Druck im Druckteil 14.. In Fig. " 3
und 5 sind besonders
erkenntlich die V erbrennungskammern K (K1 bis K3 und nicht näher bezeichnet K4
bis K9).
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In Fig. 4 ist eine Rohrschlange 16, dargestellt, auf welcher die Lamellen
17 wärmeleitend angeordnet sind. Die Lamellen eines Rohrganges sind mit einem Mantel
18 umgeben. Die von dem Mantel 18 umgebenen Lamellen bilden den Lamellenblock LB
(LBl bis LB3). Die Lamellen eines Blockes stehen mit den Lamellen des anderen Blockes
nicht in Verbindung. Zwischen den Mänteln 18 zweier Lamellenblocks ist ein nicht
wärmeleitender Zwischenraum. Die vom Brenner aufsteigenden Heizgase werden in bekannter
Weise in viele dünne Schichten aufgeteilt. Jede Schicht gibt ihre Wärme an die Lamellen
ab und von da wandert sie an die die Rohrschlange durchströmende Flüssigkeit. Wie
in Fig. 1 dargestellt, werden die Einzelbrenner B je nach dem Flüssigkeitsdruck
Zug um Zug zu- bzw. abgeschaltet. Das an jedem Einzelbrenner B austretende Gas erzeugt
daher nur das für eine Verbrennungskammer K erforderliche Heizgas. Wird beispielsweise
bei geringem Flüssigkeitsdurchgang durch das Zapfventil i i (Fig. i) nur der Einzelbrenner
B1 gebraucht, so erfährt nur die Verbrennungskammer K1 eine Erwärmung. Mit Aufhören
des Flüssigkeitsdurchganges und Schließen des Gasventils verbleibt lediglich als
Verlustwärme im Wärmeüberträger die Erwärmung der Verbrennungskammer KI einschließlich
der Verlustwärme, die sich aus der in der Rohrschlange verbleibenden Flüssigkeitswärme
ergibt. Eine Erwärmung des Gesamtwärmeüberträgers findet demnach nur statt, wenn
alle Einzelbrenner zugleich brennen. Sobald aber nur ein Brenner weniger als alle
brennt, erfährt auch der Wärmeüberträger eine um eine Verbrennungskammer geringere
Erwärmung.
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Ist der gesamte Flüssigkeitsdurchgang durch das Gerät bei 15 mittels
einer Flüssigkeitsdrossel so eingestellt, daß bei Erreichen der Vollgasflüssigkeitsmenge
eine Vergrößerung der Flüssigkeit nicht mehr möglich ist, und sind statt des einen
Zapfventils ii mehrere Zapfventile an Abzweigen angebracht, dann bleibt die Auslauftemperatur
der Zapfflüssigkeit unverändert auch dann, wenn ein oder mehrere Zapfventile gleichzeitig
in Tätigkeit gehen. Die Temperatur der auslaufenden Flüssigkeit ist dann immer annähernd
gleich. Unterschiedlich ist lediglich die Flüssigkeitsmenge.