DE654640C - Hochleistungsdampferzeuger mit Zwangdurchlauf des Arbeitsmittels - Google Patents

Hochleistungsdampferzeuger mit Zwangdurchlauf des Arbeitsmittels

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DE654640C
DE654640C DES107678D DES0107678D DE654640C DE 654640 C DE654640 C DE 654640C DE S107678 D DES107678 D DE S107678D DE S0107678 D DES0107678 D DE S0107678D DE 654640 C DE654640 C DE 654640C
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steam
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DES107678D
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Dipl-Ing Richard Biersack
Dipl-Ing Karl Schroeder
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
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    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/22Methods of steam generation characterised by form of heating method using combustion under pressure substantially exceeding atmospheric pressure
    • F22B1/24Pressure-fired steam boilers, e.g. using turbo air compressors actuated by hot gases from boiler furnace

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Description

  • Hochleistungsdampferzeuger mit Zwangdurchlauf des Arbeitsmittels Die Erfindung betrifft einen Dampferzeuger, bei dem das Arbeitsmittel unter dem Zwange einer Pumpe eine v oii nebeneinander geschalteten Rohren gebildete, von mehreren Brennern beheizbare Heizfläche bis zur Entnahmestelle des Gebrauchsdampfes einmalig durchströmt. Sie macht sich zur Aufgabe, für einen solchen Dampferzeuger einen Aufbau zu schaffen, der ihn bei geringen Abmessungen zu ganz besonders großen Leistungen befähigt, und der zugleich einen wirtschaftlich und sicher zu betreibenden, einfach herstellbaren Dampferzeuger ergibt. Die neuere Entwicklungsgeschichte des Kesselbaues hat gelehrt, daß man, um eine Verdampfungshochleistung zu erzielen, in besonderem Maße die von der Feuerung entwickelte Strahlungswärme nutzbar machen muß. Aus diesem Grunde hat man Dampferzeugern der eingangs genannten Art als ersten Zug eine mit Rohren ausgekleidete Strahlungskammer gegeben. Dieser Strahlungskammer erst schaltete man dann einen oder mehrere weitere Züge nach, in denen die in den Rauchgasen noch enthaltene Wärme durch Berührung der in diesen Zügen untergebrachten Heizflächen abgegeben wird. Es hat sich aber bald herausgestellt, daß man auch mit einem so aufgebauten Dampferzeuger nicht jede beliebig große Verdampfungsleistung erzielen kann, und daß mit zunehmender Vergrößerung der Strahlungskammer die Wärmebelastung der Strahlungsheizfläche schließlich unzulässig hohe Werte annimmt. Das hat darin seine Ursache, daß der Inhalt der Strahlungskammer mit der dritten Potenz ihrer Abmessungen wächst, der Strahlungskammerrnantel bei Vergrößerung der Kammer aber nur im quadratischen Verhältnis zunimmt. plan hat versucht, diese bei wachsenden Brennkammerabmessungen auftretenden Schwierigkeiten dadurch zu bewältigen, daß man Zusatzheizflächen in die Strahlungskammer hineinbrachte. Dieser Vorschlag hat aber keine Bedeutung gewonnen, da er einerseits baulich nur schwer zu verwirklichen ist, andererseits die Einschaltung solcher Zusatzheizflächen bei Zwangdurchlaufdampferzeugern in den Arbeitsmittelstrom leicht zu Störungen des Betriebsgleichgewichtes Anlaß gibt. Ebenso unbefriedigend ist ein anderer Vorschlag, demgemäß die Dampferzeugung auf mehrere Teildampferzeuger aufgeteilt ist, deren jeder fertigen Gebrauchsdampf liefert und eine eigene Feuerung besitzt, die sowohl ihre Strahlungs- wie Berührungswärme an die Heizfläche des ihr zugeordneten Teildampferzeugers abgibt. Dieser Aufbau befriedigt deshalb nicht, weil er eine sperrige Form ergibt, die nicht zuletzt wegen der Abstrahlungsverluste an die Umgebung ungünstig ist.
  • Eine Bauform, durch welche die hervorgehobenen Mängel der bekannten Dampferzeuger vermieden werden sollen, erhält man erfindungsgemäß, wenn man jeweils eines oder mehrere der nebeneinander geschalteten, teils eine Strahlungs-, teils eine Berührungsheizfläche bildenden, fertigen Gebrauchsdampf liefernden Rohre zusammen mit je einem oder mehreren der Brenner in Teilkammern unterbringt, die sich um einen gemeinsamen ,nachgeschalteten, eine Berührungsheizfläche enthaltenden zweiten Zug gruppieren. Dadurch, daß man in diesem Falle den zweiten Zug mit der gemeinsamen Berührungsheizfläche in der Mitte anordnet und die einzelnen Strahlungsheizflächen wie einen Gürtel um diesen Kern tierumgruppiert, ergibt sich nicht nur ein zweckentsprechender Aufbau des gesamten Dampferzeugers, sondern auch eine Anordnung, in deren Eigenart es liegt, daß trotz der 1.interbringungsmöglichkeit einer sehr großen Strahlungsheizfläche baulich und wärmetechnisch ein einheitliches Ganzes entsteht. Schon bei einer geringfügigen Vergrößerung des Zylinderdurchmessers des zweiten Zuges ergibt sich eine rasch zunehmende Unterbringungsmöglichkeit für die in dem Zylindergiirtel liegenden einzelnen Strahlungsheizflächen. Baulich ist diese Lösung auch noch deshalb besonders günstig, weil die Strahlungsheizfläche, die stets den ineistgefährdetsten Teil des Dampferzeugers darstellt, so angeordnet ist, daß sie jederzeit in allen Teilen von außengut zugänglich ist. Weiterhin läßt der neue Dampferzeugeraufbau in ausgezeichneter Weise die Anwendung hoher l.? euerraurndrücke zu, da sich die Wandungen leicht druckfest ausbilden lassen. Ferner ist hervorzuheben, daß die Form des Dampferzeugers auch feuerungstechnischgünstig ist, da die beiden Züge ineinander geschoben sind und die Wärmeverluste durch Abstrahlungen weitgehend verhindert werden. Schließlich weist der neue Dampferzeuger auch hinsichtlich der Rauchgasführung eine besonders zweckmäßige Form auf, da sich,. wie das später beschriebene Ausführungsbeispiel noch deutlich zeigt, die Möglichkeit bietet, ein Rauchgasgebläse anzuordnen. % Die weiteren Vorteile des neuen Aufbaues und weitere Ausbildungsmöglicbl<eiten seien an Hand der Abbildungen des Ausführungsbeispiels erläutert, von denen Abb. i einen Lärgsschnitt durch einen Dampferzeuger, Abb. 2 einen Ouerschnitt und Abb. 3 ein Bild der Regelung zeigen.
  • Der in der Abb. i dargestellte Dampferzeuger ist ein Zwangstromdampferzeuger finit Druckfeuerung. Der auf Stützen i aufliegende Dampferzeuger ist von einem druckfesten Mantel 2 umgeben, der zusammen mit einem inneren Mantel 3 einen kreisringförmigen Luftmantel q. bildet. Durch einen . gleichmittig angeordneten Mantel 5 entsteht ein Ringraum 6, der durch Stegbleche ; unterteilt ist. Die Stegbleche sind am Mantel 5 bei 8 angeschweißt, reichen jedoch nicht ganz bis an den Mantel 3 heran, so daß sie sich bei der- im Betrieb auftretenden Erwärmung nach außen frei ausdehnen können. Zwischen den Stegblechen 7 liegen die selbständigen Teildampferzeuger, die aus einer Strahlungsheizfläche 9und einer nachgeschalteten Berührungsheizfläche io bestehen. Die Strahlungsheizfläche 9 ist in Form einer Schraubenlinie gewickelt, und zwar bandförmig aus einer geringen Anzahl von gleichlaufenden Rohren. Es wird wahrscheinlich nicht erforderlich sein, über die Zahl von drei Rohren hinauszugehen. Die Strahlungsheizfläche wird in Richtung des Pfeiles i i durchströmt. Das Arbeitsmittel v erläßt sie durch die Leitung 12 und tritt bei 13 in die Berührungsheizfläche io ein, die in Richtung des Pfeiles 1q. durchströmt wird. Durch die Leitung 15 wird das Arbeitsmittel abgeführt. Entsprechend dem eben beschriebenen Aufbau eines Teildampferzeugers sind auch die anderen T eildampferzeuger aufgebaut, für die in dem Ausführungsbeispiel acht Stück angenommen sind. Die ihnen zugeordnete geineinsatne Berührungsheizfläche ist mit 15 bezeichnet, und zwar ist angenommen, daß die Heizfläche 16 die Vorwärmungsheizfläche sei. Das Arbeitsmittel wird also zunächst in der Heizfläche 16 erwärmt, tritt dann in die Heizfläche 9 ein und gelangt von dieser in die Heizfläche io und verläßt dann den Dampferzeuger. Die Zone der Umwandlung des Arbeitsmittels aus dem flüssigen in den dampfförmigen Zustand liegt im Teildampferzeuger. Ob man sie in den Berührungsteil oder in den Strahlungsteil legt, oder ob man sie derartig unterteilt, daß der eine Teil im Strahlungsteil, der andere im Berührungsteil liegt, hängt von den Betriebsv erhältnissen ab. Wenn der Dampferzeuger, für das Grenzdampfverfahren bestimmt ist, wird man die Übergangszone wahrscheinlich in den Berührungsteil verlegen müssen. Bei Betrieb im unterkritischen Gebiet wird es wahrscheinlich zweckmäßig sein, einen Teil der Übergangszone in den Strahlungsteil zu verlegen und -.die v ellständige Umwandlung im Berührungsteil vorzunehmen. Der im Ausführungsbeispiel mit Heizflächen nicht besetzte Raum. 17 ist naturgemäß ebenfalls ausnutzbar. Man kann z. B. darin einen rauchgasbeheizten Zwischenüberhitzer unterbringen. Sofern der Rauminhalt des Mantels 5 nicht ausreicht, um die gesamte erforderliche, restliche Berührungsheizfläche unterzubringen, ist es naturgemäß möglich, einen Teil dieser Heizfläche außerhalb des Dampferzeugers im Rauchgasstrom einzubauen.
  • Der in Abb. i und :2 dargestellte Dampferzeuger ist für eine Druckfeuerung bestimmt. Brennstoff und Luft werden also mit Überdruck zugeführt, um hohe ]#rennkammerb°-lastungen und hohe Brennerleistungen zu erzielen: Der Überdruck wird durch einen Verdichter 18 erzeugt, der durch eine Turbine ig angetrieben wird, und zwar ist dabei die Anordnung so getroffen, daß die Rauchgase der einzelnen Feuerungen der Teildampferzeuger, nachdem sie einen Teil ihrer Wärme in der Strahlungsheizfläche g und in der Berührungsheizfläche io abgegeben haben, der Turbine i9 zur Arbeitsleistung zugeführt werden. Erst nach Verlassen der Turbine ig gelangen sie zu der im Zylindermantel 5 untergebrachten Heizfläche 16. Die zu verdichtende Luft wird durch den düsenartigen Führungsstutzen 2o angesaugt und durch den Luftmantel 4. hindurch den Feuerungen 21 zugeführt. Die Brenner selbst sind nicht im einzelnen dargestellt. Es kann hierfür irgendeine der bekannten Bauarten verwendet werden. Die Brennstoffzufuhr ist durch die Pfeile 22 angedeutet. Durch den eben beschriebenen Aufbau erhält man hinsichtlich des Druckes gestaffelte Räume, nämlich den Luftmantel niit dein höchsten Druck, dann anschließend die Brennkammern der Teildampferzeuger mit einem etwas niedrigerem Druck und schließlich die gemeinsame Berührun,-sheizfläche finit dein geringsten Druck. Diese Druckstaffelung erleichtert die Abdichtung, vermeidet das Eindringen v an Fremdluft und gestattet, dieWärmeverluste sehr weit herabzusetzen.
  • Wertvoll bei dieser Anordnung ist, daß nian in der Gasturbine i9 wegen der hohen Temperaturen ein so großes Wärmegefälle verarbeiten kann, daß nicht nur bei jeder Belastung die Verdichterleistung gedeckt wird, sondern daß je nach Auslegung noch darüber hinaus Überschußleistung für andere Zwecke zur Verfügung steht. Man ist also nicht von irgendeiner Hilfskraft abhängig, sondern hat jederzeit zumindest die Verdichtungsleistung in der Gasturbinc verfügbar. Wie man die vorhandene Vb-erschußleistung' nutzbar macht, und wie groß man sie wählt, hängt von den Anforderungen ab, die an die Dampferzeugungsanlage gestellt werden. Man kann nun z. B. mit der Turbine außerdem Verdichter noch Hilfspumpen der Anlage kuppeln (Speisepumpe, Kühlwasserpumpe, Brennstoffpumpe) oder mit der Turbine einen Stromerzeuger kuppeln, von dem aus die Hilfsantriebe mit Strom versorgt werden. Man kann aber auch die Überschußleistung in Form von überschüssiger Preßluft erzeugen und die Preßluft dann entweder als Antriebsmittel für die Hilfsmaschine oder für andere Zwecke verwenden. Man erhält also durch die Überschußleistung der Turbine i9 eine einfache Möglichkeit der Deckung des Eigenbedarfes der Anlage, so daß Störungen im Netz sich auch ohne Anwendung einer besonderen Hilfsturbine nicht auf die Hilfsbetriebe auswirken können.
  • Der eben beschriebene Aufbau des Dampferzeugers erfordert naturgemäß bauliche Maßnahmen, die bei anderen Kesselbauarten nicht nötig sind. Im folgenden seien einzelne dieser Maßnahmen besonders angegeben. Während die Zylindermäntel 2 und 3 gekühlt sind, also keine sehr hohen Temperaturen annehmen und außerdem eine freie Ausdehnungsmöglichkeit besitzen, nimmt der Zylindermantel 5 eine verhältnismäßig hohe Temperatur an und ist auch in seinen Ausdehnungsmöglichkeiten beschränkt. Um das Auftreten unzulässig hoher Wärmespannungen in der Längsrichtung des Zylindermantels 5 zu verhüten, geht dieser am rechten Ende in einen wellrohrartigen Teil 23 über, der nach Art der bekannten Wellrohrausgleicher die Längenänderungen aufnimmt. Naturgemäß ist auch eine andere der bekannten Möglichkeiten des Dehnungsausgleiches anwendbar. Die als Radialturbine ausgebildete Turbine und der Verdichter besitzen beide feste Leitvorrichtungen, die naturgemäß starr ausgeführt werden müssen, schon um die Schaufelspiele einhalten zu können und auch damit die Abdichtung zwischen Turbine und Verdichter möglichst gut aufrechterhalten bleibt. Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Leitbeschaufelung des Verdichters 18 unmittelbar in den Rand 24. des starren Eintrittsstutzens 2o eingesetzt sei, während die Leitbeschaufelung der Turbine i9 von einem starren Einsatzstück -25 getragen wird. Bei 26 ist eine im einzelnen nicht dargestellte Abdichtung zwischen Turbine und Verdichter vorgesehen. Für die Führung der Rauchgase vor der Turbine ist ein zvlindrischer Leitkörper 27 vorgesehen, der - durch Rippen 28 abgestützt ist. In gleicher Weise ist hinter der Turbine i9 ein äußerer Führungszylinder 2g eingebaut, der an Rippen 3o einen inneren hohlen Führungskörper 31 trägt. Um die Turbine zu entfernen, ist es nur erforderlich, nach Lösen der vorhandenen Verbindungen den Stützkörper 20 abzuziehen, der an Rippen 32 das Druck- und Lauflager 33 des Laufrades 34 trägt.
  • Um die Heizflächen der einzelnen Teildampferzeuger bequem ein- und ausbauen zu können, erscheint es zweckmäßig, die Windungen der Heizflächen durch Leisten zusammenzuhalten, indem man die Windungen, oder wenigstens einige davon, leicht verschweißt, so daß die Heizflächen sich selbsttragende Gebilde darstellen. Man kann dann die Heizflächen nach Entfernen der Zündgewölbe 4.5, Brenner, Deckelverschlüsse usw., nach links herausziehen. Es erscheint zweckmäßig, die Räume der einzelnen Teildampferzeuger leicht kegelig auszuführen, um das Einbringen und Herausnehmen zu erleichtern. Man braucht im übrigen keinen Ausziehraum hinter dem Dampferzeuger entsprechend der Gesamtlänge der Heizflächen vorzusehen, sondern nur in der Länge des Strahlungsteiles, denn man kann beim Zusammenbau nach Einschieben der Berührungsheizfläche die Strahlungsheizfläche anschweißen und umgekehrt beim Herausnehmen zu Reparaturzwecken sie zwischen Strahlungsheizfläche und Berührungsheizfläche zerschneiden, so daß man die beiden Teile nacheinander ausziehen kann.
  • Die einzelnen Teildampferzeuger sind an eine Ringleitung 35 angeschlossen, von der die Stränge 36, und zwar entsprechend der Zahl der gleichlaufenden Rohre, abgehen, sofern man nicht vorzieht, von einem einzigen Strang abzugehen und die Verteilung auf die Rohre des Stranges 9 durch einen kleinen Verteiler am Rohrstrang selbst vorzunehmen. Die Zuleitungsrohre 36 werden in den freien Zwickeln der Rohrpakete heruntergeführt, die Ableitungen 15 in anderen Zwickeln aufwärts geführt. Diese Leitungen 15 münden. in eine Ringleitung 37. Jedes der Rohre 36 . ist mit einem Ventil 38 und jedes der Rohre i5 mit einem Ventil 39 ausgerüstet, außerdem zweigen von den Rohren 15 Leitungen 4.o mit den Absperrventilen 41 ab. Das Speisezwasser wird durch die Leitung ¢a mit dem Absperrventil .pa. zugeführt und gelangt nach Durchströmen der Heizfläche 16 über die Leitung :43 in die Ringleitung 35.
  • Die eben beschriebene Ventilanordnung trägt Zweiter dazu bei, die einzelnen Teildampferzeuger unabhängig voneinander zu machen, denn wenn in einem der einzelnen Teildampferzeuger ein Schaden auftritt, so kann man ihn durch Schließen der' Ventile 38 und 39 nach Äbsperrung der Brennstoff- und Luftzufuhr abschalten, ohne daß hierdurch der Betrieb der übrigen Teildampferzeuger beeinflußt wird.
  • Um einen Teildampferzeuger zu entschlammen, wird zunächst Brennstoff- und Wärmezufuhr vermindert, gegebenenfalls auch ganz abgestellt und dann das Ventil 39 geschlossen und das Ventil 4.i geöffnet. Der Teildampferzeuger ist dann von der Ringleitung 37 abgeschaltet, hängt aber nach wie vor an der Ringleitung 35. Es verlagert sich jetzt die Umwandlungszone innerhalb der Heizfläche, und die Salze werden durch die Leitung 40 aus dem Teildampferzeuger entfernt. Nach durchgeführter Abschlamtnung wird das Ventil 39 wieder geöffnet und das Ventil 41 geschlossen, worauf wieder die Brennstoff- und Luftzufuhr angestellt werden kann.
  • Die Rauchgase verlassen den Dampferzeuger durch die Rauchgasleitung 46.
  • Für den Fall, daß das Aufwickeln der Berührungsheizfläche io infolge eines zu kleinen inneren Windungsdurchmessers zu Schwierigkeiten führen sollte, kann entsprechend Abb. z in die Berührungsheizfläche ein Kern 47 aus hitzebeständigem Baustoff, z. B. Schamotte, eingesetzt werden, um den freien Rauchgasweg in der Mitte der Heizfläche zu verlegen. .
  • Ehe auf die Regelung des Dampferzeugers eingegangen wird, sei noch darauf hingewiesen, daß die von der Turbine i9 aufgebrachte Verdichterleistung zum großen Teil dazu dient, die Strömungswiderstände in den Berührungsheizflächen io und 16 zu überwinden. Es tritt in diesen Heizflächen eine sehr starke Durchwirbelung der Gase ein, die zu einem außerordentlich hohen Wärmeübergang führt. Dieser Wärmeübergang an der Heizfläche io wird durch den erhöhten Druck noch weiter, gesteigert, so daß man im Verhältnis zu anderen Dampferzeugerbauarten mit sehr kleinen Berührungsheizflächen auskommt. Außerdem erhält man einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt für die Rauchgasleitung 46, da auch in dieser eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit herrscht, die man durch Anbringung eines Diffusors wieder in Druck verwandeln und nutzbar machen kann. Daß der hohe Verdichtungsdruck und die in diesem Falle zulässige hohe Luftgeschwindigkeit infolge des geringeren spezifischen Volumens der Luft eine Verkleinerung der Querschnitte des Mantels ermöglicht, ist wichtig für die äußeren Abmessungen des Dampferzeugers.
  • Für die Regelung können zunächst die einzelnen Teildampferzeuger zusammen als eine Einheit betrachtet werden, d. h. es kann durch einen Hauptregler Brennstoff- und Luftzufuhr und Zufuhr des Arbeitsmittels zu den einzelnen Teildampferzeugern gemeinsam geregelt werden. Eine Regelung der einzelnen gleichlaufenden Rohre der Strahlungsheizfläche 9 ist infolge der geringen Anzahl von Einzelrohren innerhalb jeder derartigen Heizfläche nicht erforderlich, man kann vielmehr annehmen, daß der Zustand des Arbeitsmittels in diesen wenigen Rohren gleich sein wird. Dagegen muß eine Regelung für die einzelnen Teildampferzeuger hinsichtlich der Wärmezufuhr vorgesehen werden. Diese Regelung braucht aber nicht als stetige Regelung ausgebildet zu werden, sondern man kann eine Schritt-für-Schritt-Regelung anwenden, etwa unter Benutzung des bekannten Fallbügelrelais.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Regelung ist in der Abb.3 dargestellt, und zwar handelt es sich um eine temperaturabhängige Regelung für die einzelnen Teildampferzeuger. Die Temperatur des Arbeitsmittels wird im einzelnen Teildampferzeuger entweder am Austritt oder an einer Stelle innerhalb der Heizfläche durch einen Wärmefühler festgestellt, so daß bei acht Teildampfer7eugern acht Wärmefühler (i' .. . 8') vorhanden sind. Die einzelnen Wärmefühler sind einerseits an einen Wählerschalter 5o, andererseits an die Meßspule 51 eines Fallbügelrelais angeschlossen, das durch einen Zeiger.52 Strornschluß mit einem Kontakt 53 oder einem Kontakt 5.4 herstellen kann. Der Strom für das Relais wird aus dem Netz 55 entnommen. 56 ist ein Taktgeber, der über die Kontakte 57 in einstellbaren Zeitabständen den Fallbügel des Relais bewegt. 58 sei das Brennstoffventil, das "durch einen Motor 59 mit den Wicklungen 6o und 61 betätigt werden kann. Der Regelvorgang würde in folgender Weise verlaufen: Es sei angenommen, der Wählerschalter 5o stehe auf der dargestellten Stellung i" und der Taktgeber 56 gebe einen Impuls. Dann wird ein Stromkreis geschlossen vorn Anschlußpunkt 61 über den Taktgeber 56, Anschlußpunkt 62, Hubmagnet 63 zum Anschlußpunkt 6.4. Der Hubrnagnet 63 zieht die Klinkenstange 65 an, doch wird der Wählerarm 5o hierdurch noch nicht bewegt, sondern erst dann, wenn der Strornschlitß durch den Taktgeber 56 aufhört, und zwar wird der Wählerarm 5o dann durch eine Feder weitergeschaltet, die durch die Bewegung der Klinkenstange 65 gesperrt wird. Gleichzeitig mit der Einschaltung des Magneten 63 wird das Fallbügelrelais ausgelöst und fällt ab. Wenn nun die Temperatur des Wä rrnefühlers i' beispielsweise zu hoch war, so liegt der Zeiger 52 über dem Kontakt 53, und wird durch den Fallbügel gegen den Kontakt 53 gedrückt. Es ist jetzt ein Stromkreis geschlossen von 66 über den Zeiger 52, Kontakt 53 zum Steuerschalter 67, voll da über die Leitung 68 zur Wicklung 6o und zum Anschlußpunkt 69. Der Motor 59 läuft also an, und zwar mit einer Drehrichtung, die auf Schließen des Ventils 58 gerichtet. ist. Wenn durch einen neuen Impuls vorn Taktgeber 56 aus jetzt der Wärmefithler 2' die Meßspule 51 ebenfalls so beeinflußt hat, daß Stromschluß zwischen Zeiger 52 und Kontakt 53 hergestellt wird, so wird der Antriebsmotor des zugeordneten Brennstoffventils in gleicher Weise gesteuert. Ist dagegen die Temperatur, die durch den Wärmefühler überwacht wird, unter den zulässigen Wert abgesunken, so wird Stromschluß zwischen dem Zeiger 52 und dem Kontakt 54. hergestellt und jetzt ein Stromkreis über den Steuerschalter 7o und Wicklung 61 hergestellt, so daß der Motor 59 im Sinne einer Öffnung des zugeordneten Brennstoffventils 58 verstellt wird.
  • Die vorstehenden Ausführungen zeigen, daß Dampferzeuger gemäß der Erfindung sich durch einfache und gedrängte Bauart auszeichnen, da sie hohe Wärmebelastungen der Heizfläche gestatten und infolgedessen gerade für große Leistungen besonders vorteilhaft sind, nicht zumindest auch deshalb, weil durch die Unterteilung des Dampferzeugers in einzelne selbständige Teildampferzeuger Störungsmöglichkeiten des Gesamtbetriebes so gut wie vollständig ausgeschaltet werden. Die Rauchgasgeschwindigkeiten können hoch sein, etwa bis ioo m/Sek. Dadurch kann man ein kleines Gesamtgewicht und vor allem kleinen Gesamtrauminhalt erreichen, da einerseits das Brennkammervolumen, das für den Gesamtraumbedarf maßgebend ist, auf das äußerste beschränkt werden kann, andererseits die neue Bauart die Anwendung des Zwangstromes und vor allem des Querstromes, d. h. eine Rauchgasrichtung senkrecht zur Rohrachse (Berührungsheizfläche io und 16) ermöglicht. Die Anwendung des Ouerstromes macht es außerdem möglich, die Rohre so anzuordnen, daß das ganze Rohrsystem eine' gewisse Federungseigenschaft besitzt.
  • Beim Ausführungsbeispiel ist eine Befeuerung durch Öl oder Gas angenommen. Für Kohlenstaub wird man wahrscheinlich auf die Anwendung des beschriebenen Turbinenantriebes verzichten müssen, weil voraussichtlich der Schaufelbaustoff der Turbine zu starkem Verschleiß unterworfen wäre. In diesem Falle wäre für den Antrieb des Verdichters eine besondere Antriebsmaschine, etwa in Form. einer Dampfturbine, vorzusehen. Der unmittelbare Anbau des Verdichters an den Dampferzeuger ist naturgemäß nicht unbedingt erforderlich, wenngleich er zweifellos die zweckmäßigste Ausführungsform des Dampferzeugers ergibt. Auch wie man die Luftzufuhr zum Dampferzeuger regelt, ist nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Es' erscheint jedoch besonders zweckmäßig, die Luftregelung durch eine Umführungsleitung 7i mit einem Ventil 72 vorzunehmen, in der Weise, daß mit abnehmendem Luftverbrauch die durch die Umführüngsleitung 7, rückzuführende Menge vergrößert wird und umgekehrt. Hierdurch tritt gleichzeitig eine Leistungsregelung des Verdichtersatzes ein. Wie weit man außer der bei den Brennern 2i zuzuführenden Luft noch innerhalb der Heizfläche Zweitluft z. B. durch Schlitze im Mantel 3 zuführt, hängt von der Art des verwendeten Brennstoffes ab. Außerdem ist es naturgemäß möglich, durch Anbringung von Zwischenbrennern zwischen Brennstoffeintritt und Gasturbine oder zwischen Gasturbine.und-: nachgeschalteter Heizfläche eine Temperaturbeeinflussung vorzunehmen, insbesondere dann, wenn in$erhalb des Mantels 5 Zwischenüberhitzerheizflächen untergebracht sind oder wenn man die Leistung der Turbine i9 durch die Regelung des Zusatzbrenners beeinflußt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hochleistungsdampferzeuger, bei dem das Arbeitsmittel unter dem Zwange einer Pumpe eine von nebeneinandergeschalteten Rohren gebildete, von mehreren Brennern beheizbare Heizfläche bis zur Entnahmestelle des Gebrauchsdampfes einmalig durchströmt, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eines oder mehrere dieser nebeneinandergeschalteten, teils eine Strahlungsheizfläche (9), teils eine Berührungsheizfläche (io) bildenden, fertigen Gebrauchsdampf liefernden Rohre zusammen mit je einem oder mehreren der Brenner (2i) in Teilkammern untergebracht sind, die sich um einen gemeinsamen, nachgeschalteten, eine Berührungsheizfläche (i6) enthaltenden zweiten Zug (i7) gruppieren.
  2. 2. Dampferzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Teildampferzeuger durch einen insbesondere kreiszylindrischen Luftmantel (4) umhüllt sind.
  3. 3. Dampferzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Teilkammern für die einzelnen Teildampferzeuger an dem den gemeinsamen Zug (i7) umhüllenden inneren Mantel (5) oder dem die Teildampferzeuger umhüllenden äußeren Mantel- (3) strahlenförmig ängeordnete Stegbleche (7) angebracht, insbesondere angeschweißt sind, deren zweite Kante frei ist, so daß sich die Zylindermäntel und Stegbleche bei auftretenden Erwärmungen frei ausdehnen können.
  4. 4.. Dampferzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Mänteln (3, 5) Ausgleicher (Wellrohrausgleicher 23 o. dgl.) zur Aufnahme der Dehnungsunterschiede vorgesehen sind.
  5. 5. Dampferzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zu und von den einzelnen Teildampferzeugern führenden Rohrleitungen (i5, 36) durch die Stirnflächen, also nicht durch die Zylindermäntel (2, 3, 5) hindurchgeführt sind.
  6. 6. Dampferzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß achsgleich -zur gemeinsamen Berührungsheizfläche (i6)-ein aus Gasturbine (i9) und Verdichter (i8) bestehender Maschinensatz angeordnet ist, wobei die-Gasturbine zwischen den Teildampferzeugern und der gemeinsamen Berührungsheizfläche in den Rauchgasstrom eingeschaltet ist. .
  7. 7. Dampferzeuger nach Anspruch i und 6, insbesondere für Kohlenstaubfeuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß achsgleich zur Berührungsheizfläche nur ein Verdichter angeordnet ist, der Fremdantrieb besitzt. B.
  8. Dampferzeuger nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Zylinderdeckel des Dampferzeugers gleichzeitig das Turbinen- und Verdichtergehäuse bildet.
  9. 9. Dampferzeuger nach einem der Ansprüche i, 6, 7 oder 8, gekennzeichnet durch zusätzliche Brenner im Rauchgasweg, insbesondere vor der Turbine oder, bei eingebauten Zwischenüber%itzern, in der gemeinsamen - Berührungskammer hinter der Turbine zur Leistungs- bzw. Temperaturregelung. i o. Dampferzeuger nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Schritt-für-Schritt Regelung, die insbesondere als Feinregelung für eine. Hauptregelung dient und welche die Zfuhr von Brennstoff oder Luft oder von beiden in Zeitabständen bei den einzelnen Teildampferzeugern einregelt.-
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