DE910341C - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polymerisaten von Organosiloxanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polymerisaten von Organosiloxanen

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DE910341C
DE910341C DED6074A DED0006074A DE910341C DE 910341 C DE910341 C DE 910341C DE D6074 A DED6074 A DE D6074A DE D0006074 A DED0006074 A DE D0006074A DE 910341 C DE910341 C DE 910341C
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alkali metal
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salt
cyclic
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DED6074A
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Dr James Franklin Hyde
Dr Oscar Kenneth Johannson
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Dow Silicones Corp
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Dow Corning Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polymerisaten von Organosiloxanen Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Organosiloxanpolymerisaten durch Umlagerung von cyclischen Diorganosiloxanen.
  • Danach werden ein oder mehrere niedrigmolekulare cyclische Diorganosiloxane aus der Gruppe der Dialkylsiloxane und Alkylarylsiloxane mit einem Alkalimetallsalz eines Triorganosilanols bei einer unterhalb der Zersetzungstemperatur liegenden Temperatur in Reaktion gebracht und dabei die hochmolekularen Siloxane in Form von viskosen Flüssigkeiten oder Gelen erhalten. Diese eignen sich zur Verwendung als Einbettmassen für elektrische Geräte, als Schmiermittel, Hydrauliköle sowie als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Siloxanflüssigkeiten, Fetten und synthetischem Kautschuk. Ein Polymerisationsbeschleuniger, der die Polymerisation der cyclischen Siloxane schneller in Gang bringt, ist erwünscht.
  • Die cyclischen Diorganosiloxane sind Siloxane, welche einen Ring aus abwechselnden O- und Si-Atomen enthalten und bei welchen zwei orgariische Reste mittels C-Si-Bindung an jedes Si-Atom gebunden sind. Die erfindungsgemäß zu verwendenden cyclischen Diorganosiloxane sind solche, bei welchen mindestens einer dieser am Si-Atom 'gebundenen organischen Reste aus einem Alkylrest, wie z. B. Methyl, Äthyl, Propyl oder einem höheren Rest besteht, während der andere Rest ein Alkyl, Aryl, Alkaryl oder Aralkyl, wie z. B. Phenyl, Tolyl oder Benzyl, sein kann. Vorzugsweise werden cyclische Siloxane verwendet, die nicht mehr als 12 Si-Atome enthalten. Man kann auch Gemische von verschieden substituierten, cyclischen Siloxanen der genannten Gattung polymerisieren, um Mischpolymerisate zu erzeugen, die mehr als eine Type der Siloxanstruktureinheiten enthalten. So läßt sich beispielsweise ein Mischpolymerisat mit Dialkyl- und Alkylarylsiloxanstruktureinheiten durch Polymerisation eines Gemisches der entsprechenden cyclischen Siloxane mit einem Alkalimetallsalz eines Triorganosilanols gewinnen. Die Diarylsiloxane sind für sich allein nicht zur Verwendung bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet, da sich anscheinend keine hochmolekularen Diarylsiloxane mit mehr als 2o Struktureinheiten pro Molekül bilden.
  • Die Alkalimetallsalze der Triorganosilanole sind Verbindungen des Typs R,Si0M, wobei R organische Reste darstellt, die mittels C-Si-Bindung mit dem Si verkettet sind, und M ein Alkalimetall bedeutet. Die Reste R können Alkylreste, wie Methyl, Äthyl, Propyl und höhere sein oder Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylreste, wie Phenyl, Tolyl oder Benzyl, oder eine Kombination von Alkyl-, Aryl-, Alkaryl- oder Aralkylresten.
  • Die Alkalimetallsalze können durch Reaktion der entsprechenden Triorganoalkoxysilane, Triorganosilanole oder Hexaorganodisiloxane mit Alkalimetalloxyden in Gegenwart von Wasser erhalten werden. Das Alkalimetalloxyd und das Wasser können in Gestalt des Alkalimetallhydroxyds dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden. Zur Beschleunigung der Reaktion wird zweckmäßig ein niederer aliphatischer Alkohol mit einem Siedepunkt unterhalb ioo° zugegesetzt. Durch Abscheiden von Wasser werden die Alkalimetallsalze entweder in Form von kristallinen Hydraten oder als wasserfreie Salze erhalten, je nach dem Grad der Dehydratisierung. Die hydratisierten Salze können dadurch dehydratisiert werden, daß man die Hydrate in Gegenwart eines wasserentziehenden Mittels einem hohen Vakuum aussetzt. Man kann auch durch Zusatz eines Lösungsmittels mit einem Siedepunkt über ioo° wasserfreie Salze gewinnen. Nach dem Abscheiden des Wassers und des Alkohols aus dem Reaktionsgemisch kann das wasserfreie Salz aus der Lösung gewonnen werden. Toluol ist ein geeignetes höhersiedendes Lösungsmittel für diesen Zweck.
  • Erfindungsgemäß werden die cyclischen Siloxane mit den Alkalimetallsalzen der Triorganosilanole unterhalb derjenigen Temperatur zusammengebracht, bei der eine zersetzende Destillation stattfindet. Das Alkalimetallsalz wird in Mengen von weniger als i Mol Salz pro 25 Si-Atome, vorzugsweise weniger als i Mol pro 5o Si-Atome, angewandt. Es wurde gefunden, daß die Umlagerung der cyclischen Siloxane unter Bildung von Polymeren mit hohem Molekulargewicht selbst noch bei Verwendung von weniger als i Mol Alkalimetallsalz auf je 8ooö Si-Atome stattfindet.
  • Der Mechanismus der Reaktion ist nicht völlig klar, es scheint aber, daß sowohl das Alkalimetall als auch die Triorganosilylteile der Salzmoleküle in die Struktur der bei dem Verfahren entstehenden Zwischenprodukte übergehen.
  • Die Menge an cyclischem Siloxan, die in ein Poiymerisat von höherem Molekulargewicht übergeführt wird, wird weder von der Anfangskonzentration des Alkalimetallsalzes im Reaktionsgemisch noch von der Temperatur, bei welcher die Polymerisation ausgeführt wird, wesentlich beeinflußt.
  • Dagegen bestimmt die im Reaktionsgemisch anfangs vorhandene Alkalimetallsalzmenge ganz erheblich das Molekulargewicht des anfallenden Polymerisats; auch die Reaktionsgeschwindigkeit ist von der anfänglichen Alkalimetallsalzkonzentration bis zu einem gewissen Grad abhängig. Bei geringerer Alkalimetallsalzkonzentration werden Polymere mit höherem Molekulargewicht erhalten; die Reaktionsgeschwindigkeit ist dieser Konzentration annähernd proportional.
  • Bei der Polymerisation der cyciischen Siloxane kann eine Disproportionierung eintreten, wobei Alkalimetallsiloxansalze aus dem Reaktionsgemisch ausfallen. Diese Disproportionierung beruht anscheinend auf der geringen Löslichkeit der entstehenden speziellen Alkalimetallsalze. Dieser Vorgang bewirkt eine Verringerung der Alkalimetallsalzkonzentration, ein Verlangsamen der Reaktionsgeschwindigkeit und eine Erhöhung des Molekulargewichts des anfallenden Produktes.
  • Gegebenenfalls kann die Polymerisation des cyclischen Siloxans gestoppt werden, indem man ein Triorganochlorsilan in solcher Menge zusetzt, daß das Atomverhältnis zwischen Halogen und Alkalimetall mindestens i : i beträgt. Durch Reaktion des Alkalimetallsalzes im Reaktionsgemisch mit dem Triorganochlorsilan wird das Alkalimetall in Form eines Alkalimetallhalogenids aus dem Reaktionsgemisch ausgeschieden, und Triorganosilylgruppen schließen die Kettenenden des Polymerisats ab.
  • Die Polymerisation der cyclischen Siloxane in höhermolekulare Polymerisate kann bei Zimmertemperatur stattfinden. Die Reaktionsgeschwindigkeit kann aber durch Erhöhen der Temperatur beschleunigt werden. Das Verfahren wird aber unterhalb derjenigen Temperatur ausgeführt, bei welcher eine zersetzende Destillation eintritt. Diese Temperatur hängt von dem bei dem Polymerisationsverfahren angewandten Druck ab. Zweckmäßig wird im allgemeinen unter 25o° gearbeitet. Beispiel i (C H3) 3 Si O K wird durch Umsetzen von Hexamethyldisiloxan mit Kaliumamid hergestellt. Das Kaliumamid wird durch Reaktion von Kalium mit einem Überschuß an flüssigem Ammoniak in Gegenwart einer Spur von Fe(N03)s ° 9 H20 hergestellt. Der ammoniakalischen Lösung des Kaliumamids wird Hexamethyldisiloxan allmählich in solcher Menge zugesetzt, daß man ein Verhältnis von Si: K = 2 erhält. Das Reaktionsgemisch wird mit Hilfe eines Ammoniakgasstromes gerührt. Das Ammoniak wird allmählich verdampft. Die so erhaltenen Reaktionsprodukte werden in Äther gelöst und unter trockenem Stickstoff durch einen Glasfrittertiegel filtriert. Das Lösungsmittel und die flüchtigen Stoffe werden bei vermindertem Druck abdestilliert. Das Kaliumsalz des Trimethy lsilanols wird als feine kristalline Masse mit dem Neutralisationsäquivalent von 131 erhalten. Das berechnete Neutralisationsäquivalent von (C H3)3 Si O K ist i28,3.
  • Dieses so hergestellte Salz wird in einem Reaktionsgefäß in solcher Menge unter Rühren zu Octamethylcyclotetrasiloxan gegeben, daß das Verhältnis von Si: K 177 bis 197 beträgt. Die Temperatur wird zwischen 77 und 171° gehalten. In den in der folgenden Tabelle angegebenen Zeitabständen wird eine Probe des Reaktionsgemisches entnommen, gekühlt und gewogen. Dem Reaktionsgemisch wird genügend Trimethylchlorsilan, in Äther gelöst, zugesetzt, um ein Verhältnis von Cl : K = 2 : 1 zu erreichen. Aus dem Gemisch scheidet sich K Cl ab, das abfiltriert wird. Das Filtrat wird 3 Stunden bei o,5 mm Vakuum auf rooy erhitzt, um den Äther, überschüssiges Trimethylchlorsilan und nichtpolymerisiertes Octamethylcyclotetrasiloxan abzudestillieren. Die Probe wird dann unter Feuchtigkeitsausschluß auf 25' gekühlt und gewogen. Der Prozentsatz an polymerisiertem cyclischem Siloxan, das in dem Polymerisat enthalten ist, wird aus dem Verhältnis zwischen dem Gewicht der Probe nach der Vakuumdestillation und dem Gewicht der Probe bei der Entnahme aus dem Reaktionsgemisch berechnet.
    Tem- Verhältnis Prozentsatz
    p e- von Si: K Zeit an polymerisiertem
    ratur cyclischem Siloxan
    77' 190 6 Stunden 6o
    12 - 8o
    18 - 86
    24 - 89
    iooy 197 1 - 44
    2 - 6o
    3 - 72
    120° 187 15 Minuten 51
    30 - 78
    45 - 86
    6o - 88
    1710 177 1 - 30
    3 - 63
    5 - 85
    Beispiel 2 Das gemäß Beispiel i hergestellte (C H3)3 Si O K wird in einem Reaktionsgefäß bei ioo' in solchen Mengen zu Octamethylcyclotetrasiloxan zugegeben, daß vier verschiedene Verhältnisse von Si: K entstehen. Die Temperatur wird auf ioo' gehalten. Wie im Beispiel i beschrieben, werden dem Reaktionsgemisch Proben entnommen, und der Prozentsatz an polymerisiertem cyclischem Siloxan bestimmt.
    Verhältnis Tempe- Prozentsatz
    von Si : K ratur Zeit an polymerisiertem
    cyclischem Siloxan
    26,2 ioo' 15 Minuten 44
    30 - 63
    45 - 83
    197 ioo' i Stunde 44
    2 Stunden 66
    3 - 72
    1230 ioo' 3 - 40
    6 - 63
    9 - 75
    7370 ioo' 3 - 13
    6 - 29
    10 - 49
    Beispiel 3 Das gemäß Beispiel i hergestellte (C H3)3SiOK wird in einem Reaktionsgefäß in solchen Mengen mit Octamethylcyclotetrasiloxan gemischt, daß fünf verschiedene Verhältnisse von Si: K entstehen. Die Temperatur wird so lange auf den in der Tabelle angeführten Werten gehalten, bis 'die Viskosität konstant wird. Die dynamische Viskosität wird aus dem Grenzwert des Ausdrucks wenn C sich dem Wert o nähert, ermittelt, wobei die dynamische Viskosität, 77 die Viskosität der Lösung der Polymerisate, 17' die Viskosität des Lösungsmittels und c die Konzentration der Lösung in Gramm Polymerisat je ioo ccm Lösung bedeuten.
  • Bei Verwendung von Toluol als Lösungsmittel werden folgende Werte für [17] erhalten.
    Verhältnis Temperatur Zeit 1271
    von Si. K
    51,9 120° 129 Minuten o,o65
    189 770 70 Stunden o,igg
    428 120° 122 - 0,281
    1230 ioo' 72 - 0553
    7370 ioo' 356 - o,676
    Beispiel 4 Das gemäß Beispiel i hergestellte (C H3)3 Si O K wird in einem Reaktionsgefäß mit drei verschiedenen cyclischen Dimethylsiloxanen in solchen Mengen gemischt, daß die Verhältnisse von Si: K 188 bis 192 betragen. Bei allen Versuchen wird die Temperatur auf 77' gehalten. Wie im Beispiel i werden dem Reaktionsgemisch Proben entnommen und der Prozentsatz an polymerisierten cyclischen Siloxanen bestimmt.
    Verhältnis Prozentsatz an
    Cyclisches Siloxan von Si: K Temperatur zeit polymerisiertem
    cyclischem Siloxan
    [(CH3)2S10]3 ... 188 77° 1 Minute 40
    2 Minuten 75
    3 - 96
    [(CH3)2Si0]4 ... igö 77° 6 Stunden 6o
    12 - 8o
    18 - 86
    24 - 89
    [(C 1,3)2S'O15 ... 192 770 3 ' - 50
    6 - 74
    9 - 85
    Beispiel 5 Durch Reaktion von Hexamethyldisiloxan mit Natriumamid wird (CH3)3SiONa hergestellt. Das Natriumamid wird durch Umsetzen von Natrium mit einem Überschuß an flüssigem Ammoniak in Gegenwart einer Spur Fe(N03)3 - 9 H20 gewonnen. In die ammoniakalische Lösung des Natriumamids wird das Hexamethyldisiloxan allmählich in solcher Menge eingetragen, daß das Verhältnis von Si: Na z beträgt. Das Reaktionsgemisch wird mittels eines Ammoniakgasstromes berührt. Man läßt das Ammoniak langsam verdampfen, löst die Reaktionsprodukte in Äther und filtriert durch einen Glasfrittertiegel unter trockenem Stickstoff. Das Lösungsmittel und flüchtige Produkte werden bei vermindertem Druck abdestilliert. Das Trimethylsilanol-Natrium-Salz wird als feinkristalline Masse mit dem Neutralisationsäquivalent von 113 erhalten. Das berechnete Neutralisationsäquivalent von (CH3)3SiONa beträgt 112,2.
  • Das so hergestellte Salz wird unter Rühren in solcher Menge zu Hexamethylcyclotrisiloxan bzw. zu 1, 2, 3, 4-Tetramethyl-, bzw. zu 1, 2, 3, 4-Tetraphenylcyclotetrasiloxan gegeben, daß das Verhältnis von Si : Na jeweils Zoo beträgt. Die Reaktionsgemische werden auf ioo' gehalten. Wie im Beispiel i werden Proben entnommen und die folgenden Ergebnisse erhalten:
    Verhältnis Zeit Viskosität
    Si : Na Cyclisches Siloxan in
    von cP
    Stunden
    200 [(CH3)2Si013 24 6365
    200 r(CH3)2Si033 48 9941
    200 i C.H5) (CH.) Si0]4 24 22000
    Beispiel 6 Durch Einwirkung von NaOH auf Triphenylsilanol wird (C, H5)3 Si O Na hergestellt. Zu diesem Zweck wirdeine33ge«richtsprozentigeLösungvon (C,HS)3SiOH in absolutem Methylalkohol unter Rühren in solcher Menge zu pulverisiertem NaOH gegeben, daß das Verhältnis von Si: Na i beträgt. Dann wird Methanol abdestilliert, und sobald sich im Reaktionsgemisch Kristalle zu bilden beginnen, wird ein dem anfänglichen Methanolvolumen gleiches Volumen Toluol zugesetzt. Der Rest des Methanols und Wassers wird aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert und dann unter Vakuum das Toluol. Man erhält ein kristallines Salz, das (C,Hs)3SiONa darstellt. Das gefundene Neutralisationsäquivalent des Salzes beträgt 303,8; der berechnete Wert für das wasserfreie Salz ist 298.
  • Durch Einwirken von Na 0H auf [(C,HS)2CH,Si]20 wird (C, H5) 2 C H3 Si O Na hergestellt, wobei das gepulverte NaOH in solcher Menge angewandt wird, daß das Verhältnis von Si: Na i beträgt. Das Reaktionsgemisch wird 2 Stunden auf 7o bis 8o° und 2 Stunden auf i2o bis 13o° gehalten. Das bei der Reaktion gebildete Wasser wird unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Reaktionsprodukt wird aus einem Gemisch von Toluol und Petroläther (Siedepunkt go bis ioo°) umkristallisiert und dann bei ioo' und 15 mm Vakuum entwässert. Das Salz ist (C,HS)2CH,Si0Na mit dem Neutralisationsäquivalent von 247; der berechnete Wert für das wasserfreie Salz ist 236.
  • Durch Einwirken von Na O H auf [(C6 H5) (C H3) 2 Si]2 0 wird (C, H5) (C HJ, Si 0 N a hergestellt. Dabei wird das NaOH in solcher Menge verwendet, daß das Verhältnis von Si: Na i beträgt. Das Reaktionsgemisch wird auf ioo' erwärmt, und es wird eine geringe Menge wasserfreies Methanol zugesetzt, bis ein Einphasengemisch vorliegt. Dann wird das Methanol abdestilliert und das Reaktionsgemisch 3 Stunden unter Vakuum auf 125° erhitzt, um das bei der Reaktion gebildete Wasser abzudestillieren. Nach dem Abkühlen wird eine kristalline Masse erhalten. Die Kristalle werden mit Petroläther (Siedepunkt 9o bis ioo°) umkristallisiert und als (C"HS) (CH3)2SiONa identifiziert. Das Neutralisationsäquivalent des Salzes beträgt i81, der berechnete Wert für das wasserfreie Salz ist 17q.
  • Die drei oben beschriebenen Salze werden unter Rühren in solcher Menge in Octamethylcyclotetrasiloxan gegeben, daß das Verhältnis von Si: Na Zoo beträgt. Das Reaktionsgemisch wird auf ioo' gehalten. Wie im Beispiel i werden Proben entnommen und folgende Ergebnisse erhalten
    Verhältnis Cyclisches Siloxan Salz Zeit Viskosität
    von Si:Na in Stunden cP
    200 [(CH3)2S1014 (C6 H5)3SIONa 24 5,7
    48 6,9o
    144 8,69
    168 16,9o
    200 [(CH3)2Si0]4 (CBHS)2(CH3)SiONa 24 5,5
    48 23,50
    144 43,47
    168 44,27
    200 L(CH3)2S1014 (CBHb)(CH3)2S10Na 24 7,6
    48 10,76
    144 1863
    168 20,36
    Beispiel 7 (C H3)3 Si O Na, das, wie im Beispiel 5 angegeben, hergestellt worden ist, wird bei 118° einem äquimolaren Gemisch von Octamethylcyclotetrasiloxan, 1, 2, 3, 4-Tetramethyl- und 1, 2, 3, 4-Tetraphenylcyclotetrasiloxan in solcher Menge zugesetzt, daß das Atomverhältnis von Si. Na 965 beträgt. Die Temperatur wird 96 Stunden auf 118° und 12o Stunden auf 17o° gehalten. Es werden Proben entnommen und der Prozentsatz an polymerisiertem cyclischem Siloxan aus dem prozentualen Rückstand berechnet, der nach 3 Stunden bei 25o bis 26o° unter einem Vakuum von i Mikron verbleibt.
    V -rhältnis Tem -
    Prozentsatz an
    PC
    Si : Na Zeit copolymerisiertem
    von ratur cyclischem Siloxan
    965 118° 72 Minuten 2,8
    965 118° 310 - 8,7
    965 118° 21 Stunden 27,0
    965 118° 46,3 - 39,1
    965 170° 118 - 44,9
    965 17o° 216 - 63,5

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polymerisaten von Organosiloxanen, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere cyclische Diorganosiloxane aus der Gruppe der Dialkylsiloxane und Alkylarylsiloxane mit einem Alkalimetallsalz eines Triorganosilanols bei einer unterhalb der Zersetzungstemperatur liegenden Temperatur in Reaktion gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Silanolsalz in einer solchen Menge anwendet, daß weniger als 1 Atom Alkalimetall auf 25 Si-Atome, vorzugsweise auf 50 Si-Atome, entfällt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von cyclischen Diorganosiloxanen mit weniger als 12 Si-Atomen im Molekül.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsprodukte mit einem Triorganochlorsilan neutralisiert werden.
DED6074A 1947-07-12 1950-09-24 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polymerisaten von Organosiloxanen Expired DE910341C (de)

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