DE90880C - - Google Patents

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DE90880C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F11/00Designs imitating artistic work
    • B44F11/04Imitation of mosaic or tarsia-work patterns

Landscapes

  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Cloisonne-Emaillen werden in der Weise hergestellt, dafs auf-einem Metallgegenstand Vertiefungen erzeugt werden, entweder durch Ausgraben des Metalls an den entsprechenden Stellen oder durch Auflöthen von Metallstreifen, welche Vertiefungen dann mit der Emaille ausgefüllt werden. Bei Anfertigung von Gitter-Emaillen, wie solche in dem Sitzungsbericht des Vereins für Beförderung des Gewerbefleifses 1888, Seite 31 beschrieben sind, werden die Aussparungen durchbrochener metallener Gegenstände mit Emaille ausgefüllt, wobei hinter der Aussparung ein provisorisches Widerlager angebracht werden mufs. Infolge der schwierigen Herstellungsweise sind sowohl die Cloisonne- als auch die Gitter-Emaillen naturgemäfs sehr theuer.
Diese Emaillen werden nun nach dem vorliegenden'Verfahren auf äufserst einfache und billige Weise in der Weise imitirt, dafs ein mit entsprechenden Ausschnitten oder Aussparungen versehener Körper aus Metall, Holz, Carton oder anderem genügend widerstandsfähigen Material durch Eintauchen in eine Gelatinelösung mit einer völlig farblosen durchsichtigen Haut überzogen wird, welche die Aussparungen ausfüllt, worauf auf die die Aussparungen ausfüllende Haut geeignete Farbstoffe aufgetragen werden. Um das Gelatinehäutchen zu verstärken, erscheint es zweckmäfsig, nach dem Trocknen der ersten Schicht noch ein oder mehrere Male neue Gelatineschichfen aufzutragen.
Wenn dünne Gegenstände verarbeitet werden sollen, kann das Aufbringen der Gelatineschicht in derselben Weise erfolgen wie beim Gautschen von Gelatinepapier.
Die Gelatinelösung wird in diesem Fall auf eine Glasplatte gegossen, auf welche man dann den zu behandelnden Gegenstand legt.
Nach dem Trocknen haftet die Gelatineschicht fest an dem betreffenden Gegenstand und dieser kann leicht von der Glasplatte losgelöst werden.
Die verwendete Gelatine kann gefärbt werden, es ist jedoch vorzuziehen, dieselbe ungefärbt zu benutzen, so dafs der mit der Gelatineschicht überzogene Gegenstand sein gewöhnliches Aussehen behält.
Die Färbung der die Oeffnungen ausfüllenden Gelatineschicht erfolgt zweckmäfsig in der Weise, dafs auf die Unterseite der durchsichtigen Gelatinehaut irgend welche geeignete Farbstoffe, Farblacke, Wasserfarben, Oelfarben, pulverisirtes Perlmutter oder dergl. aufgetragen werden.
Wenn die Farbschicht undurchsichtig sein soll, kann man auf die Rückseite derselben einen mit geeignetem Metallpulver gemischten Firnifs auftragen oder eine sonst geeignete Masse. Man kann auf diese Weise Bijouterieartikel, Broschen, Knöpfe, Vasen, Kästchen, Beschläge oder Schmuckgegenstände etc. der mannigfachsten Art herstellen.
Wenn die Cloisonne-Imitationen durchsichtig oder durchscheinend bleiben sollen, so werden den Farbstoffen keine undurchsichtigen Substanzen beigemischt. Auf diese Weise kann
man Lampenglocken, Laternenscheiben und
dergl. herstellen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch :
    Verfahren zur Herstellung von Imitationen von
    Cloisonne- und Gitter-Emaille, dadurch ge
    kennzeichnet, dafs mit Durchbrechungen oder Aussparungen versehene Gegenstände mit einer Gelatineschicht überzogen werden, ■welche die Durchbrechungen oder Aussparungen in Gestalt eines dünnen Häutchens überzieht, auf welches dann beliebige Farbstoffe aufgetragen werden.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEKEI.
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