DE278043C - - Google Patents

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DE278043C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/04Additive processes using colour screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/06Manufacture of colour screens
    • G03C7/08Manufacture of colour screens from diversely-coloured grains irregularly distributed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 278043 KLASSE 57b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1913 ab.
Durch das Patent 224465 ist ein Verfahren zur Herstellung von Farbenrastern bekannt geworden, bei dem, wie in der Beschreibung gesagt ist, die Farbenpartikel durch Zusammenschütteln von gefärbten Kolloidlösungen und Lacklösungen hergestellt werden können. Solche Partikel werdend/während dieses FeinteilungsVerfahrens bisweilen- mit einem dünnen sauer reagierenden Häutchen überzogen, welches, wie sich gezeigt hat, den Partikeln die Eigenschaft gibt, an einem basisch reagierenden Überzug des Rasterträgers, der beispielsweise eine Glasplatte oder ein Film sein kann, festzuh arten.
!5 In gewissen Fällen ist es indessen unpraktisch, das Häutchen, welches das Festhaften der Partikel an dem Rasterträger bedingt, während des Feinzerteilens derjenigen Substanz, aus welcher die Partikel gewonnen werden, herzustellen. Wenn man beispielsweise die Partikel mit einer Haut von solchen Stoffen zu überziehen wünscht, welche zu heftiger Reaktion mit den Bestandteilen des Emulgierungsmittels neigen, so ist es unvermeidlich, daß eine solche Reaktion während des kräftigen und langdauernden Schütteins, wo fortwährend neue Oberflächen gebildet werden, doch teilweise stattfindet, selbst wenn die Kolloidlösung und die Lacklösung ineinander nur wenig löslich sind. Gemäß vorliegender Erfindung wird deshalb der Prozeß in zwei Teile geteilt, so daß die Feinverteilung zuerst stattfindet, worauf die Partikel zunächst in einer gegen die Überzugmasse indifferenten Flüssigkeit suspendiert und dann erst der Einwirkung derjenigen Stoffe, die auf denselben zur Bildung des reaktionsfähigen Häutchens niedergeschlagen werden sollen, ausgesetzt werden.
Sollen beispielsweise die Partikel mit einem Häutchen von Gerbsäure versehen werden, was während des Zusammenschütteins oftmals schwierig ist, da die Gerbsäure mit vielen Farbstoffen reagieren und dieselben ausscheiden kann, so kann man solche Partikel durch Zusammenschütteln der gefärbten Kolloidlösungen mit einer den Farbstoffen gegenüber neutralen Flüssigkeit, z.B. Vaselinöl, Rizinusöl, Leinöl oder Gemischen von solchen, herstellen. Erst dann, nachdem die Feinzerteilung jedenfalls in der Hauptsache stattgefunden hat, wird die Gerbsäure in einem geeigneten Lösungsmittel, welches sich mit dem Emulgierungsmittel mischt, z. B. Äther oder Aceton, gelöst, zugesetzt. . Die Gerbsäuremenge, die zugesetzt werden soll, hängt von der Feinzerteilung der Partikel ab, und sie ist außerdem auch in einem gewissen Grad von der Natur der Partikel abhängig, da sich Gerbsäure nicht mit derselben Begierde auf
Partikel jeder Art niederschlägt. Bei wäßrigen Kolloidlösungen wird oftmals ι bis 5 Prozent des Gesamtgewichtes der Partikel in ungefähr gesättigter ätherischer Lösung angemessen sein. Durch Behandlung mit geeigneten Flüssigkeiten, wie sie im Patent 224465 angeführt sind, kann nun der Überschuß der Emulgierungsflüssigkeit und der nicht absorbierte Teil der Gerbsäure weggeschafft werden; die Partikel werden dabei gleichzeitig in eine Flüssigkeit übergeführt, aus welcher sie sich zwecks Verbindung mit dem Überzug des Rasterträgers leicht ausscheiden. Wenn die reagierende Substanz Gerbsäure ist, kann dieser Überzug aus einem basischen Häutchen bestehen, beispielsweise aus Gelatine oder Kasein. Auf der bloßen Gelatine haften die Partikel ziemlich langsam, da offenbar Gerbsäureleim gebildet wird; ein schnelleres Haften wird durch einen Zusatz von Borax zur Gelatine erzielt.
Das Verfahren gestattet, auch die Partikel mit einem alkalisch reagierenden Häutchen zu umgeben, was denselben die Neigung verleiht, an einem Rasterträger mit saurem Überzug festzuhaften. Solche basischen Häutchen lassen sich z. B. mittels einer kolloidalen Lösung von Bariumkarbonat herstellen, das bekanntlich gebildet wird, wenn Kohlensäure
30. durch eine methylalkoholische Lösung von Bariumhydroxyd geleitet wird. Diese kolloidale Lösung von Bariumkarbonat kann in derselben Weise wie die genannte ätherische Gerbsäurelösung angewendet werden. Als saurer Überzug des Rasterträgers wird in diesem Fall beispielsweise Gelatine mit etwas Weinsäure oder Zitronensäure verwendet.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die Partikel in flüssigem Zustand fein zerteilt sind. Das gewünschte reaktionsfähige Hautchen kann ebensogut auf feste Pulver ausgeschieden werden, wenn dieselben in einer Flüssigkeit ausgeschlämmt gehalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenrastern durch Auftragen von in den Grundfarben gefärbten, in einer Flüssigkeit. aufgeschlämmten pulverförmigen oder tropfenförmigen Körpern, die zwecks Anhaftens auf einem Rasterträger mit einem mit der Substanz des Rasterträgers chemisch reagierenden Überzug versehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Flüssigkeit fein verteilten pulverförmigen oder tropfenförmigen Körper mit einer Flüssigkeit behandelt werden, welche bei basischen Überzügen des Rasterträgers eine saure, bei saurem Überzug des Rasterträgers eine basische Überzugssubstanz für die Rasterkörperchen enthält.
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