DE905536C - Heisswassererzeugungsanlage fuer Gross- und Fernheizungen - Google Patents
Heisswassererzeugungsanlage fuer Gross- und FernheizungenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D3/00—Hot-water central heating systems
- F24D3/04—Hot-water central heating systems with the water under high pressure
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Description
- Heißwassererzeugungsanlage für Groß- und Fernheizungen Die Erfindung betrifft eine Heißwassererzeugungsanlage für Groß- und Fernheizungen, die stark schwankenden Belastungsanforderungen wirtschaftlicher als die zur Zeit bekannten Anlagen dieser Art nachkommen kann. Sie weist außerdem eine hohe Betriebselastizität und Ausgleichfähigkeit der Volumenänderung des Heißwassers im Kessel oder Heiznetz bei Temperaturschwankungen auf.
- Bisher wurden als Heißwassererzeuger vornehmlich Großwasserraumkessel in normaler Aufbauweise, gegebenenfalls mit nachgeschaltetem Abgasvorwärmer verwendet. Diese bekannten Kessel haben die günstige Eigenschaft, unempfindlich gegen unsachgemäße Bedienung zu sein, außerdem können sie durch Temperaturänderungen bedingte Volumenschwankungen im Kessel und Heiznetz meistens von sich aus ausgleichen bzw. auffangen. Diesen Vorteilen stehen jedoch eine große Trägheit und eine geringe Leistungsfähigkeit gegenüber, weshalb man für größere Heizwerke dazu übergegangen ist, das Heizwasser in elastischen Wasserrohrkesseln zu erhitzen und für den Volumenausgleich besondere Ausgleichbehälter einzuschalten. Es erübrigt sich, hier auf die wirtschaftlichen und betrieblichen Nachteile einzugehen, die die Verwendung von Wasserrohrkesseln für Heißwasserheizzwecke mit sich bringt, da diese allgemein bekannt sind. Besonders hingewiesen sei aber auf die betriebswirtschaftlichen Nachteile sowohl der Großwasserraumkessel als auch der Wasserrohrkessel im T'eillastbetrieb. Jeder normale Kessel, gleich welcher Bauart, hat nur einen relativ kleinen Belastungsbereich, innerhalb welchem er mit einer dem Bestpunkt angenäherten Wirtschaftlichkeit betrieben werden kann. Der Grund hierfür liegt einmal darin, daß sowohl der Feuerungs- als auch der Heizflächenwirkungsgrad rasch absinken, wenn der Kessel über- oder unterlastet im Betrieb gehalten wird, und daß das Produkt der genannten Einzelwirkungsgrade den Gesamtwirkungsgrad des Kessels praktisch bestimmt.
- Namentlich im Heizungsbetrieb ist es aber sehr wesentlich, Kessel zur Verfügung zu haben, -die einen «-eitee wirtschaftlichen Lastbereich besitzen. Bekanntlich muß jede Heizzentrale so ausgelegt werden, daß sie den maximal anfallenden Wärmebedarf decken kann, doch kommt dieser Belastungsfall selten vor. Aus diesem Grunde wird bislang die gesamte Kesselanlage in Einzelkessel unterteilt, mit Hilfe deren Inbetriebnahme und Abstellen: die Belastungsschwankungen ausgeglichen werden. Hält man sich vor Augen, wie groß der Unterschied im Heizwärmebedarf in den einzelnen Heizmonaten ist, welche großen, täglichen Belastungsschwankungen namentlich in der Übergangszeit auftreten können und wie wechselnd die Witterungseinflüsse hier einwirken, so ist leicht zu erkennen, daß man bei diesen bekannten Anlagen die gesamte Kesselleistung sehr weit unterteilen mußte, um die Belastungsschwankungen in der notwendigen Gesamtleistung der Kesselanlage wirtschaftlich ausgleichen zu können. Dem sind aber sehr bald die Grenzen gesetzt, da mit einer weitgehenden Unterteilung der Gesamtkesselleistung die Erstellungskosten stark anwachsen.
- Diese Nachteile werden durch die E ;rfindung dadurch vermieden, daß über verschieden bemessenen und wahlweise einzeln oder zusammen zu betreibenden Feuerungen parallel geschaltete Heizflächen von getrennt voneinander zu beheizenden und an die Speiseleitung angeschlossenen Kesseln angeordnet sind, von denen zumindest einer, vorzugsweise der über der kleinsten Feuerung angeordnete, als Großraumwasserkessel, die übrigen dagegen als unmittelbar beheizte Durchlauferhitzer ausgebildet sind, denen der Großraumwasserkessel, von dem eine gemeinsame !Heißwasserleitung ausgeht, als Ausgleichgefäß dient.
- Eine solche Anlage kann derart ausgebildet sein, daß über den Feuerungen Strahlungsheizflächen in den Brennkammern eingebaut sind, für die ebenfalls der Großraumwasserkessel als Ausgleichgefäß dient.
- Auch ist es möglich, daß in die Speiseleitung des Gr.oßwasserraumkessels ein Abgasvorwärmer eingeschaltet ist.
- In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise erläutert. (Gemäß Fig. i sind an eine Speiseleitung a parallel zueinander ein unmittelbar beheizter Durchlauferhitzer q. und über einen Abgasvorwärmer 6 ein Großwasserraumkessel 5 angeschlossen. Von dem Durchlauferhitzer ¢ führt eine Verbindungsleitung 7, die sich mit der aus dem Abga.svorwärmer 6 kommenden Leitung 8 vereinigt, in den Großwasserraumkessel5, von dem aus eine Heißwasserleitung in das Netz führt. Der Großwasserraumkessel 5 wird von einer Feuerung i und der unmittelbar beheizteDurchlauferhitzer q. durch eine Feuerung 2 beheizt.
- Die Größe,der Feuerungen 1,:2 ist im Verhältnis i :2 gewählt, und ihre Abgase umspülen den Abgasvorwärmer 6.
- Die neue Anlage kann bei dieser Anordnung und grundsätzlichen Bemessungen mit 1/i-Last, 2/3-Last und 1/a-Last jeweils mit bestem Wirkungsgrad gefahren werden. Man kann nämlich einerseits nur die Feuerung i zur Beheizung des Großwasserraumkessels 5 und des Abgasvorwärmers 6 benutzen. Ferner kann man nur die Heizung :2 zur Erwärmung des unmittelbar beheizten Durchlauferhitzers. oder zu dessen Beheizung und zur Erwärmung des Abgasvorwärmers 6 benutzen, und schließlich kann man auch beide Feuerungen zugleich für maximale Leistungen betreibeni.
- Wie Fig.2 erkennen läßt, kann man über den Feuerungen i, 2 auch. noch Strahlungsheizflächen 3 in den Brennkammern vorsehen. Die Elastizität der neuen Anlage ist dadurch erreicht, daß der überwiegende Teil der Heizfläche aus wasserdurchströmten Rohren besteht und die Feuerung unabhängig ausgelegt werden kann. Ein besonderes Ausdehnungsgefäß fällt in Fortfall, weil der G :roßwasserraumkessel so bemessen werden kann, daß er die Volumenänderung des Heißwassers auszugleichen in -der Lage ist. Da ials Heizflächen überdies weitgehend gußeiserne Rippenrohre Verwendung finden können, ist leicht einzusehen, daß ;sich Heißwasserkessel der beschriebenen Bauart mit hohem Betriebswirkungsgrad billig erstellen lassen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Heißwassererzeugungsanlage für Groß-und Fernheizungen, dadurch gekennzeichnet, daß über verschieden bemessenen und wahlweise einzeln oder zusammen zu betreibenden Feuerungen (i, 2) parallel geschaltete Heizflächen von getrennt voneinander zu beheizenden und an die Speiseleitung angeschlossenen Kesseln (4,5) angeordnet sind, von denen zumindest vorzugsweise der über der kleinsten Feuerung (i) antgeordnete als Großwasserraumkessel (5), die übrigen dagegen als unmittelbar beheizte Durchlauferhitzer (q.) ausgebildet sind, denen der Großwasserraumkessel (5), von dem eine gemeinsame Heißwasserleitung ausgeht, als Ausgleichgefäß dient.
- 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß über den Feuerungen (i, 2) Strahlungsheizflächen (3) in die Brennkammern eingebaut sind, für die ebenfalls der Großwasserraumkessel (5) als Ausgleichgefäß dient.
- 3. Anlage nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Speiseleitung des Großwasserraumkessels (5) ein Äbgasvorwärmer (6) eingeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA12585A DE905536C (de) | 1950-12-19 | 1950-12-19 | Heisswassererzeugungsanlage fuer Gross- und Fernheizungen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE905536C true DE905536C (de) | 1954-03-04 |
Family
ID=6922566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA12585A Expired DE905536C (de) | 1950-12-19 | 1950-12-19 | Heisswassererzeugungsanlage fuer Gross- und Fernheizungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE905536C (de) |
-
1950
- 1950-12-19 DE DEA12585A patent/DE905536C/de not_active Expired
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