DE905144C - Einrichtung zur absatzweisen Mehrfachuebertragung fuer das Farbfernsehen - Google Patents
Einrichtung zur absatzweisen Mehrfachuebertragung fuer das FarbfernsehenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung von zeitlich absatzweise arbeitenden Mehrfachnachrichten-Übertragungssystemen
und insbesondere auf die zeitlich absatzweise Mehrfachübertragung sowie auf den Empfang von zeitlich absatzweise übertragenen Farbfernsehsignalen.
Dabei bezieht sich die Erfindung auf eine Anlage zur zeitlich absatzweisen Mehrfachübertragung von
Farbfernsehsendungen, welche sich besser als gemäß früheren Vorschlägen unter Benutzung der bereits
im Gebrauch befindlichen Schwarzweißfernsehgeräte empfangen läßt.
Die Erfindung macht dabei Gebrauch von absatzweise arbeitenden Mehrfachübertragungseinrichtungen,
bei welchen die Signale mehrerer Signalquellen als Impulse nacheinander abgegriffen und über einen
einzigen Übertragungskanal übertragen werden, hinter welchem die Signale synchron mit dem vor dem
Kanal liegenden Umschalter mittels eines weiteren Umschalters einer Mehrzahl von Einzelkanälen zugeführt
werden, die den einzelnen Signalquellen auf der Senderseite entsprechen. Die Erfindung ist dabei
gekennzeichnet durch vor dem erwähnten Übertragungskanal liegende Einrichtungen, welche von
wenigstens einer der Signalquellen Energie abzweigen und diese abgezweigte Energie mit dem Signal wenigstens
einer anderen Signalquelle vereinigen, derart, daß eine Vergleichmäßigung der abgegriffenen Impulse
zustande kommt, und ist ferner gekennzeichnet durch Einrichtungen, welche hinter dem erwähnten
Übertragungskanal diese Energieabzweigung wieder rückgängig machen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines verbesserten Verfahrens und verbesserter Geräte zur
Verkleinerung der relativen Amplitude der Kommutierungsfrequenz im übertragenen Bildhelligkeitssignal.
Außerdem hat die Erfindung den Zweck, ein zeitlich absatzweise übertragenes Farbsignal anzugeben, welches
sich insbesondere für den Empfang mit Schwarzweißempfängern eignet.
ίο Schließlich ist noch ein Zweck der Erfindung darin
zu sehen, ein verbessertes Verfahren und verbesserte Geräte zur Verminderung der sichtbaren Wirkung der
Signalkommutierung anzugeben, die normalerweise in zeitlich absatzweise arbeitenden Farbfemsehsystemen
als Punktstruktur bezeichnet werden.
Zur Erreichung dieser Ziele wird gemäß der Erfindung von einem Kunstgriff Gebrauch gemacht, der im
folgenden als eine Farbbeimischung bezeichnet werden
wird und der eine bestimmte Beimischung oder Zuao mischung eines Signals in wenigstens einen der primären
Farbkanäle bedeutet, wobei das zugemischte Signal von einem oder mehreren der anderen primären
Farbkanäle vor dem senderseitigen Umschalter herstammt. Dementsprechend wird an dem zeitlich
as absatzweise arbeitenden Färb empfänger, d. h. hinter
dessen Umschalter zur Korrektion dieser Beimischung eine Subtraktion zwischen den einzelnen Farbkanälen
vorgenommen, damit jeder Farbkanal des Empfängers wieder nur die ursprüngliche Grundfarbe, die auf der
Senderseite in diesem Farbkanal vorhanden war, wiedergibt. Diese Beimischungseinrichtung bzw. dieses
Beimischungsprinzip vermindert die Amplitude der ungewünschten Umschaltfrequenz, die tatsächlich vom
Sender übertragen wird, und vermindert daher auch die Punktstruktur, die sowohl bei einer Schwarzweißwiedergabe
der Bilder als auch bei einer Farbwiedergabe empfangsseitig sichtbar wird.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform der Erfindung für
den Sender einer Farbfernsehanlage; Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform in der Anwendung
auf einen Farbfernsehempfänger; in
Fig. 3 ist der Verlauf bestimmter Kurven dargestellt,
welche für das mit der Einrichtung nach Fig. ι erzeugte Sendesignal gelten;
Fig. 4 erläutert das Zeilensprungverfahren, welches beim Sender nach Fig. ι und beim Empfänger nach
Fig. 2 benutzt wird;
Fig. 5 läßt das Elementensprungverfahren genauer erkennen, das ebenfalls im Sender nach Fig. ι und im
Empfänger nach Fig. 2 benutzt wird;
Fig. 6 ist eine schematische Darstellung einer besonderen Schaltungsanordnung, mit der die Erfindung
in einem Sender nach Fig. 1 verwirklicht werden kann; Fig. 7 ist eine schematische Wiedergabe einer
anderen Schaltungsanordnung, die sich auf einen Empfänger nach Fig. 2 bezieht;
Fig. 8 stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in der Anwendung auf einen Sender dar und
eignet sich für den Betrieb des Senders mit einei höheren Umschaltfrequenz als die Anordnung nach
Fig. 1;
Fig. 9 ist eine Ausführungsform der Erfindung für einen Farbfernsehempfänger der im wesentlichen in
Fig. 2 dargestellten Art, aber für ebenfalls eine höhere Umschaltfrequenz;
Fig. 10 ist ein Blockschaltbild einer anderen Schaltungsanordnung
für den Sender nach Fig. 1 und schließlich
Fig. 11 ein Blocksghaltbild einer Schaltung, die im
Empfänger nach Fig. 2 benutzt werden kann.
Bevor die Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben werden, sei zunächst der grundsätzliche Aufbau
eines Fernsehsignals gemäß der Eifindung erläutert. Zu diesem Zweck sei die Ausführungsform
nach Fig. 1 betrachtet, in der ein zeitlich absatzweise verlaufendes Farbfernsehsignal hergestellt wird. Die
Fig. ι enthält eine Signalabgreifvorrichtung oder Kommutator, d. h. einen Umschalter, der mit 10 bezeichnet
ist. Er dient in einer dem Fachmann vertrauten Weise dazu, die Ausgänge von drei verschiede- so
nen Farbkanälen 12, 14 und 16 der Reihe nach abzugreifen,
wobei diese Kanäle von den Ausgangsspannungen einer grünen, roten und blauen Kamera 18,
20 und 22 gespeist werden.
Es sei bemerkt, daß jeder der Kanäle 12, 14 und 16
zwischen den Farbkameras und dem Schalter 10 durch eine Beimischstufe 23 unterbrochen ist, auf deren
Arbeitsweise sich die Erfindung bezieht. Da die Einzelmerkmale und die Wirkungsweise dieser Beimischstufe
den Gegenstand der Erfindung darstellen, wird sie g0
weiter unten noch im einzelnen beschrieben werden. Für die zunächst zu gebende Erläuterung des allgemeinen
Prinzips der ganzen Zeitmultiplexanlage sei angenommen, daß die Farbbeimischstufe ausgeschaltet
sei und daß jeder der Kanäle 12,14 und 16 kontinuierlieh
arbeitet, d. h. Signale ohne Unterbrechung liefert, so daß die Leitung 12 unmittelbar mit der Leitung 12',
die Leitung 14 mit 14' und die Leitung 16 mit 16' verbunden
ist.
Der Umschalter 10 ist schematisch als umlaufender mechanischer Umschalter mit einem Kontaktarm 24
dargestellt, welcher der Reihe nach die Kontaktsegmente 26, 28 und 30, die dem grünen, dem roten
und dem blauen Kamerakanal zugeordnet sind, überstreicht. Die Umschalt- oder Abgreiffrequenz für
diese Farbkameras wird durch eine Antriebs- oder Steuerstufe 32 für den Umschalter geliefert. Diese
Antriebsstufe 32 wird ihrerseits über einen Sprungoszillator 34, dessen Aufgabe später beschrieben
werden wird, synchron durch den Fernsehtaktgeber 36 gesteuert, um alle Bestandteile der ganzen Fernsehanlage
im Synchronismus zu halten. Der Taktgeber 36 liefert ferner über die Leitung 38 die synchrone Steuerung
der roten, blauen und grünen Kamera 18, 20 und 22. Die Steuerstufe für den Umschalter möge
beispielsweise eine Frequenz von 2,8 MHz besitzen. Diese Umschaltfrequenz ist jedoch keineswegs kritisch
und kann auch anders gewählt werden, der Wert von 2,8 MHz ist nur zur Veranschaulichung als ein möglicher
Wert angegeben.
Wenn man also annimmt, daß an den Kontaktsegmenten
26, 28 und 30 des Umschalters 10 grüne, rote und blaue Farbsignale auftreten, enthält die Ausgangsspannung
am Kontaktarm 24 eine Mehrzahl von Impulsen, deren Wiederholungsfrequenz das Dreifache
von 2,8 MHz oder 8,4 MHz beträgt. In Fig. 3 a ist
durch die Kurven 40, 42 und 44 die an den Segmenten
26, 28 und 30 des Umschalters 10 auftretende Spannung wiedergegeben, und zwar ganz links für
eine nahezu schwarze Bildstelle, anschließend für eine nahezu weiße Bildstelle, dann für eine grüne Bildstelle
und schließlich für eine gelbe Bildstelle, die sämtlich durch die grüne, rote und blaue Kamera abgetastet
werden. Der Kontaktarm 24 des Umschalters gieift dann der Reihe nach die an den Segmenten 26,
28 und 30 auftretenden Signale ab, und zwar während der Intervalle der Impulse 46, 48 und 50. Hierdurch
werden die einzelnen Farbsignale an denjenigen Ausgangsklemmen des Umschalters (der Empfangsseite)
hergestellt, an denen der grüne, der rote und der blaue Einzelkanal liegen.
Die Amplitude der vom Umschalter gelieferten Impulse wird daher durch die an den Segmenten des
senderseitigen Umschalters liegenden Signalamplituden bestimmt. Der Einfachheit halber sind in Fig. 3 a
alle grünen Impulse 46, deren Hüllkurve mit 40 bezeichnet ist und die an dem Segment 26 des Umschalters
liegen, mit G bezeichnet. Die roten und blauen Impulse 48 und 50 besitzen die Hüllkurven 42
und 44 und sind mit R und B bezeichnet. Für eine nahezu schwarze Bildstelle haben die grüne, die rote
und die blaue Komponente also eine sehr geringe Amplitude, so daß auch die Amplituden der abgegriffenen
Impulse entsprechend klein sind. Die Kurve in Fig. 3 b zeigt den tatsächlichen Verlauf der Ausgangsspannung
am Umschalter 10. Die Kurve 52 in Fig. 3 b, welche die Spitzenwerte der grünen, roten und blauen
Impulse miteinander verbindet, stellt dabei natürlich die Hüllkurve des fernübertragenen Bildsignals dar.
Für eine nahezu weiße Bildstelle sind die grünen, roten und blauen Komponenten verhältnismäßig groß, da
die grünen, roten und blauen Einzelimpulse natürlich proportional ansteigen. Bei einem grünen Signal
fallen die Amplituden der roten und blauen Komponenten erheblich ab, so daß die grünen Impulse 46
überwiegen. Bei einem gelben Signal ist die Amplitude der Impulse 50 klein, während die rcten und grünen
Impulse 46 und 48 überwiegen. Die Kurve in Fig. 3 b, welche durch diese Impulse gebildet wird, stellt das
Grundsignal des Senders 54 dar. Die Ausgangsspannungen einer Mehrzahl von Farbkameras und im Fall
der Fig. 1 aller Farbkameras werden einem Summationskreis 56 zugeführt, welcher wenigstens zwei dieser
Farbsignale additiv miteinander mischt und sie einem Hochpaßfilter 58 zuführt. Die Ausgangsspannungen
dieses für die Bilddetails vorgesehenen Hochpaßfilters 58 wird sodann dem Sender 54 über eine weitere
Summationsstufe 60 zugeführt und in dieser letzteren mit den vom Umschalter 10 herrührenden Signalen
additiv gemischt. In dem zuletzt erwähnten Fall kann diese Summationsstufe 60 auch vollständig wegfallen
und der grüne Kanal allein an das Hochpaßfilter angeschlossen werden.
Wie weiter oben dargelegt, wird bei dieser Sendeanordnung der Hochfrequenzanteil des farbigen Bildes
am Umschalter 10 vorbeigeleitet, so daß keine störende Signalkomponente entsteht, was an sich durch eine
Überlagerung (Heterodynwirkung) der Umschaltfrequenz der Umschaltersteuerstufe 32 und der höheren
Frequenzen der Farbsignale möglich wäre. Die Kanäle 12, 14 und 16 werden deshalb mit Tiefpaßeigenschaften
ausgerüstet, deren oberste Durchlaßfr equenz etwa gleich der tiefsten Durchlaßfrequenz
des Nebenschlußzweiges 58 ist. Da die Impulsfrequenz eines zeitlich absatzweise arbeitenden Übertragungskanals zur sicheren Vermeidung des Ubersprechens
bekanntlich nicht größer sein soll als das Zweifache der Bandbreite des Übertragungskanals, sieht man,
daß die Abgreiffrequenz des Umschalters 10 also
1I3 X 2 X 4,2 MHz = 2,8 MHz sein muß, wenn die
obere Grenzfrequenz des Durchlaßbereichs für die Bildsignale im Sender 54 den Wert 4,2 MHz hat. Da
außerdem bekanntlich die höchste über einen Kanal eines gewöhnlichen, zeitlich absatzweise arbeitenden
Übertragungssystems noch naturgetreu wiederzugebende Frequenz nur die Hälfte der Abgreif frequenz
dieses Kanals beträgt, besteht keine Notwendigkeit, die Durchlaßeigenschaften der Kanäle 12, 14 und 16
höher zu bemessen als die Hälfte der Umschaltfrequenz von 2,8 MHz, d. h. nicht höher als 1,4 MHz. Hierdurch
bestimmt sich auch der Durchlaßbereich des Zweiges 58 für die hohen Bildsignalfrequenzen, welche
in der Gegend von 1,4 bis 4,2 MHz liegen, wobei die oberste Grenzfrequenz dieses Bandes ihrerseits durch
die obere Grenzfrequenz des Senderdurchlaßbereiches bestimmt ist, welche nach dem obigen gewöhnlich
4,2 MHz beträgt. Bei der dargestellten Anordnung ist die Modulationshüllkurve der übertragenen Bildsignale
also praktisch die in Fig. 3 b durch die Kurve 52 dargestellte Kurve, jedoch natürlich mit der Ausnahme,
daß die hochfrequenten Bildeinzelheiten stets, d. h. ohne Rücksicht auf den Kommutator 10 übertragen
werden. Zur Erleichterung und zur Verdeutlichung der Zeichnung ist die Hochfrequenzkomponente
nicht mit dargestellt worden.
In Fig. 2 ist eine Empfangseinrichtung dargestellt, die sich zum Empfang der durch den Sender nach
Fig. ι übertragenen Signale eignet. Gemäß früheren Vorschlägen enthält dieser Empfänger einen Hochfrequenzteil
60 zum Empfang und zur Demodulation des fernübertragenen Farbfernsehträgers. Diedemodulierten
Bildsignale, die etwa der Kurve in Fig. 3 b entsprechen, treten daher an den Ausgangsklemmen 62
des Hochfrequenzteils 60 auf. Die Schaltung enthält außerdem eine übliche Synchronimpulsabtrennstuf e 64,
einen Ablenkteil 66 für die Strahlablenkung in den Bildwiedergaberöhren, einen Sprungoszillator 68 und
eine Steuerstufe 70 für den Verteiler 72, die sämtlich an den Hochfrequenzteil 60 angeschlossen sind. Ferner
stellt ebenso wie bei früheren Vorschlägen der Umschalter 72 nur symbolisch einen Signalverteiler dar,
und zwar von gleicher Beschaffenheit wie der Umschalter 10 in Fig. i, der ebenso wie dort mit einem
Kontaktarm 74, welcher der Reihe nach über die Kontaktsegmente 75, 76, 77 hinwegstreicht, dargestellt ist.
Der Kontaktarm 74 wird über die Steuerstufe 70 und den Sprungoszillator 68 von der Ausgangsseite der
Synchronimpulsabtrennstufe 64 angetrieben und läuft genau synchron und phasengleich mit dem Kontaktarm
74 des Verteilers 10 in Fig. 1 um. Wenn also ein grüner Impuls durch den Umschalter 10 in Fig. 1 eingeschaltet
wird, befindet sich der Kontaktarm 74 auf
dem Segment 75. Ebenso werden die roten und blauen
Impulse den Segmenten 76 und 77 des Empfängerkommutatois 72 zugeleitet.
Die Ausgangsspannungen am Empfangsverteiler 72, d, h. an seinen Klemmen 75, 76 und 77, werden über
die Leitungen 78, 79 und 80 den Tiefpai3kreisen zugeleitet, deren Grenzfrequenz gleich der Grenzfrequenz
der Tiefpaßkreise 12, 14 und 16 des Senders ist. Hierdurch
werden die hochfrequenten Signalkomponenten von der grünen, roten und blauen Bildwiedergaberöhie
88, 90 und 92 ferngehalten. Man sieht, daß auch hier gemäß der Erfindung die Stromwege 78, 79
und 80 vom empfangsseitigen Verteiler 72 noch durch eine Einrichtung zur Intensitätserhöhung der Farben
unterbrochen sind. Wie bei dem Farbbeimischer in Fig. ι sei eine genauere Betrachtung dieser zur Intensivierung
der Farben dienenden Einrichtung einer späteren Betrachtung vorbehalten, während für die
vorliegende überschlägliche Betrachtung diese Intensivierungseinrichtung
außer acht gelassen werden soll. Die Leitungen 78, 79 und 80 können also im Äugenblick
als unmittelbar verbunden mit den Leitungen 78', 79' und 8.0' angesehen werden.
Die Hochfrequenzbildsignäle für die Bilddetails werden am Empfänger am Ausgang des Hochfrequenzteils
60 mittels eines diesen Bilddetails zugeordneten Hochpaßfilters 93 abgetrennt, dessen Ausgangsspannung
mit einem oder mehreren der Farbkanäle 78, 79 und 80 kombiniert werden kann. Wenn auch in Fig. 2
die Ausgangsseite dieses Hochpaßfilters 93 allen drei Farbkanälen mit - Hilfe der Summationsstuf en 94, 95
und 96 zugeführt wird, so bedarf es doch keiner Betonung, daß die Zuführung dieser Bilddetails auch
auf einen einzigen Kanal, beispielsweise den grünen Kanal 78, beschränkt sein kann. Wie in Fig. 1 hat das
Hochpaßfilter eine Bandbreite, dessen untere Grenzfrequenz bei der oberen Grenzfrequenz des grünen,
roten und blauen Kanals liegt. Die obere Frequenzgrenze des Filters 93 braucht natürlich nicht höher
zu sein als 4,2 MHz, d. h. nicht höher als die höchste Frequenz des Senders 54.
Diese neue Vorbeileitung der die Bildeinzelheiten darstellenden Signale der verschiedenen Farbkanäle
an dem Umschalter oder Verteiler des Farbfernsehsenders und -empfängers bewirkt eine Verkleinerung
bzw. Verminderung der Punktstruktur im Empfangsbild und bewirkt ferner eine erhebliche Erhöhung der
im Wiedergabebild zulässigen Lichtstärke, ohne Bilddetailverluste durch Strahlverbreiterung in den Wiedergaberöhren
befürchten zu müssen. Diese Vorteile werden dadurch erreicht, daß wegen der Vorbeileitung
der Bilddetails im Sender keine durch die Kommutierung mit 2,8 MHz hervorgerufene Frequenzfälschung
auftritt. An der Ausgangsseite des empfangsseitigen Verteilers 72, der eine Kommutierungskomponente von 2,8 MHz erzeugt, wird also durch die
auf i,4 MHz beschränkte Bandbreite der Tiefpaßfilter
78, 79 und 80 diese Komponente unterdrückt, so daß kein sichtbares Bildpunktraster im Empfangsbild
entsteht.
Man sieht also, daß, da die ankommenden Hochirequenzkomponenten
im Empfänger nach Fig. 2 dem Kommutator 72 zugeleitet werden, dort eine Überlagerung
dieser Hochfrequenzkomponenten mit der Kommutierungsfrequenz stattfinden könnte, so daß
fälschlicherweise Niederfrequenzkomponenten auftreten könnten. Die Wirkung dieser Niederfrequehzkomponente
kann im Bilde weitgehend bzw. vollständig ausgeschaltet werden, wenn man ein geeignetes
Elementensprungverfahren (im Gegensatz zu einem Zeilensprungverfahren, das außerdem noch angewendet
wird) am Sender und Empfänger benutzt. Obwohl ein Elementensprungverfahren der oben beschriebenen
Art schon früher verwendet wurde, und zwar zur Erhöhung der Bilddefinition auf Kosten der Bildfrequenz,
sieht man, daß in Verbindung mit der beschriebenen Vorbeileitung der Bilddetailfrequenzen
am Umschalter bzw. Verteiler die beste denkbare Bilddetailwiedergabe erreicht wird, da die Bilddetailfrequenzen
an der Kommutierung nicht teilnehmen.
Zum Verständnis der allgemeinen Art und Weise, wie der sichtbare Eindruck dieser Verzerrungen bzw.
falschen Komponenten beseitigt wird, ist in Fig. 4 ein zweidimensionaler Zeilenraster dargestellt unter
Benutzung eines genormten Zeilensprungverfahrens, wobei der Raster aus den Zeilen 1, 3, 5, 7 usw. der
ersten Zeilenserien besteht und aus den Zeilen 2, 4, 6, 8 der zweiten Zeilenserie. Zur-Veranschaulichung
einer möglichen Form eines Eiern en tensprun gverfahrens
zeigt die Fig. 5, wie die Zeile 1 des Rasters nach Fig. 4 innerhalb zweier aufeinanderfolgender
Bildintervalle abgetastet wird. Während des ersten Bildes und bei Beginn der ersten Zeilenserie dieses
Bildes wird die Zeile 1 gleichzeitig auf allen Bildwiedergaberöhren,
d. h. in der grünen, der roten und der blauen Bildwiedergaberöhre 88, 90 und 92 wiedergegeben.
Wenn man die Fig. 5 als eine zeitliche Darstellung der Abgreifintervalle betrachtet, besteht also
die Zeile 1 des'ersten Bildes im Empfänger nach Fig. 2 aus grünen Bildelementen 132, roten Elementen 134
und blauen Elementen 136. Wie dargestellt, sind die einzelnen Bildelemente durch Zwischenräume von
etwa der Größe dieser Bildelemente getrennt. Es sei bemerkt, daß der Einfachheit halber die einzelnen
Bildelemente kreisförmig dargestellt sind, daß sie aber in Wirklichkeit keine wohldefinierte geometrische
Gestalt besitzen.
Die zweite Abtastung der Zeile 1, welche bei
Beginn des zweiten Bildes stattfindet, ist in Fig. 5 unten dargestellt und besteht aus den Bildpunkten
132', 134' und 136', die dadurch entstehen, daß die
Phasenlage des Umschalters 10 im Sender nach Fig. 1 und die Phasenlage des Verteilers 72 im Empfänger
nach Fig. 2 durch die Sprungoszillatoren 36 bzw. 68 auf Sender- und Empfängerseite gleichzeitig verschoben
wird. Dieser Sprungoszillator arbeitet mit ungefähr der Hälfte der Zeilenfrequenz und bewirkt
eine Verschiebung von ungefähr i8o°, so daß die Farbintervalle
bei der zweiten Abtastung der Zeile 1 bei Beginn des Bildes 2 (Fig. 5 unten) gerade auf die Zwischenräume
zwischen den Bildpunkten in der Zeile 1 fallen, die bei Beginn des ersten Bildes abgetastet
wurden (Fig. 5 oben). Man findet dann, daß die Verzerrung, welche durch die oben beschriebene Überlagerung
hervorgerufen wird, auf beiden Seiten jedes Bildpunktes auftritt, so daß durch Zwischenlagerung
der Bildelemente in die bei der ersten Abtastung der Zeile entstehenden Zwischenräume eine teilweise Auslöschung
dieser falschen Niederfrequenzkomponenten erreicht wird. Man kann außerdem zeigen, daß die
Phase dieser falschen Niederfrequenzkomponenten so liegt, daß diese Auslöschung in so hohem Maße stattfindet,
daß eine erhebliche Verminderung der sichtbaren Effekte der falschen Niederfrequenzkomponenten
erreicht werden kann.
ίο Wenn auch mit dem insoweit beschriebenen Farbfernsehverfahren
in hohem Grade befriedigende Bilder zuverlässig erzeugt werden können und wenn auch die
Lichtstärke und Klarheit der Farbfernsehbilder dabei anderen früher vorgeschlagenen Systemen überlegen
ist und wenn auch schließlich die Punktstruktur, die von der zeitlich absatzweisen Übertragung der verschiedenen
Farben herrührt, nicht sehr auffällig ist, so sind doch noch weitere Verbesserungen möglich.
Beispielsweise sieht man an der Kurve 52 in Fig. 3 b,
ao daß während der Übertragung von Signalen, welche großen Flächen von einheitlicher Farbe entsprechen,
das übertragene Bildsignal noch eine Komponente der Umschaltfrequenz enthält. Wenn man nämlich das
Signal 52 während der Übertragung einer grünen Bildfläche nach Fig. 3 a betrachtet, d. h. das Bildsignal,
welches durch die Hüllkurve 52 in Fig. 3 b gebildet wird und welches daher an den Ausgangsklemmen
des Hochfrequenzteils 60 entsteht, so wird dieses Bildsignal dem Hochpaßfilter 93 zugeführt. Da
dieses Hochpaßfilter bei der Umschaltfrequenz von 2,8 MHz durchlässig ist, würde diese Komponente
während der Übertragung einer grünen Bildstelle eine stark hervortretende Bildpunktstruktur in dem Empfangsbild
hervorrufen. Das Hervortreten dieser BiIdpunktstruktur kann weitgehend dadurch verkleinert
werden, daß man einen Sperrkreis, der mit 140 bezeichnet ist, für die unerwünschte Frequenz von
2,8 MHz einbaut. Jedoch bringt dieser Sperrkreis 140 auch Nachteile mit sich, und zwar sowohl aus Kostengründen
als auch wegen der Phasenverschiebung, die er für in der unmittelbaren Nachbarschaft von
2,8 MHz liegende Frequenzen bewirkt. Insbesondere ist die Frequenz von 2,8 MHz unerwünscht, wenn das
übertragene Bildhelligkeitssignal durch einen gewöhnliehen Schwarzweißempfänger empfangen wird, welcher
normalerweise keinen besonderen Sperrkreis für die Umschaltfrequenz besitzt.
Gemäß der Erfindung werden ferner Einrichtungen vorgesehen, um die Amplitude der Umschaltfrequenz
des Zwischenfrequenzbildsignals während der Über-' tragung von ausgedehnten Bildstellen einheitlicher
Farbe zu vermindern. Durch Verkleinerung dieser Komponente wird das übertragene Bildsignal viel
besser für den Empfang mit Schwarzweißempfängern geeignet, und außerdem braucht die Umschaltfrequenz
in Farbfernsehempfängern nicht mehr so stark abgeschwächt zu werden. Diese Reduktion der Umschaltfrequenz
wird, wie oben erwähnt, durch die Benutzung einer Farbbeimischung bewerkstelligt, welche eine bestimmte
Zumischung der Farben eines oder zweier Kanäle zu dem dritten bewerkstelligt, und zwar vor
dem senderseitigen Umschalter. Dies bedeutet, daß in Fig. ι die Farbbeimischstufe 23 dahin wirkt, daß die
| GlcI — | K1Gl - | Rl | + | K3 | Bl) |
| RlcI = | K1Rl H | Gl | + | K, | ',Bl) |
| Bla = | K1Gl - | Pl | + | K | ,Bl) |
| V (K2 | |||||
| - [K^ | |||||
Signale Gz, Rl und Bl, welche die Niederfrequenzkomponenten
des grünen, roten und blauen primären Farbkanals bedeuten sollen, miteinander gemischt
werden, so daß die Ausgangskanäle Glh, Rid und Bi,ä
des Beimischers einen gewissen Prozentgehalt an Niederfrequenzkomponenten der jeweils anderen
beiden Farbkanäle enthalten. Dies läßt sich am besten durch das folgende Gleichungssystem ausdrücken:
In diesen Gleichungen bedeutet Gid, Rla und BLi,
wie oben bemerkt, das Signal auf jedem Farbkanal hinter der Beimischstufe und K1, A8, K3, K1, Kh, K6,
K1, K8, und K% Proportionalitätsfaktoren, welche
geeignete Werte annehmen können. Hierdurch können die Signale an den Umschaltersegmenten 26, 28 und 30
des Senders hinsichtlich ihrer Amplitude bei jeder vorgegebenen Farbverteilung eine gleichmäßigere
Amplitude erhalten.
Wegen dieser größeren Gleichmäßigkeit ist das Bildsignal nach Fig. 3b demjenigen Signal ähnlicher,
das bei der Übertragung einer fast weißen Bildstelle auftritt, d. h. es wird sich eine geringere Amplitude der
Umschaltfrequenz ausbilden. Dementsprechend wird auf dem Schirm eines Schwarzweißempfängers bei
Benutzung einer derartigen Signalbeimischung die Punktstruktur, welche von der Umschaltfrequenz
herrührt, weniger stark hervortreten.
Man kann gemäß Gleichung (1) eine beliebige Signalbeimischung
vornehmen, jedoch muß, da die Signalbeimischung empfangsseitig wieder korrigiert werden
bzw. die Farben in einem Farbempfänger wieder intensiviert werden müssen, wenn man eine naturgetreue
Farbwiedergabe auf dem Fernsehbild erreichen will, der Grad der Farbbeimischung am Sender so gewählt
werden, daß unter Berücksichtigung der notwendigen Farbintensivierungseinrichtungen im Empfänger eine
möglichst einfache Anordnung entsteht. Man sieht, daß jede Form einer Beimischung am Sender, da sie
lediglich die Addition zweier Signale darstellt, am Empfänger auch durch geeignete Subtraktions- oder
durch Additionseinrichtungen oder auch durch teilende Schaltungen wieder korrigiert werden kann, die tatsächlich
alle eine Lösung des Gleichungssystems (1) darstellen.
Wenn die Signalbeimischung nach dem folgenden Gleichungssystem vorgenommen wird
(2)
wobei Glü! Rlh und Blü wieder die Signale nach dem
Beimischungsvorgang darstellen, und die Proportionali- 1 ao tätskonstante K einen bestimmten Wert erhält, der
meistens kleiner als 2 sein wird, wird die Schaltungsanordnung zur Signalentmischung am Empfänger
weitgehend vereinfacht. Dies läßt sich bei Betrachtung der Fig. 10 und 11 der Zeichnung einsehen. Die
Fig. 10 enthält eine Farbbeimischungsanordnung einer
| GLa | = Gl | + | K | (Gl- |
| RLa | = Rl | + | K | (Gl-. |
| = BL | -\- | K | (Gl- | |
| \- Rl - | ||||
| [-Rl- | ||||
| [-Rl- | ||||
| VBl) | ||||
| VBl) | ||||
| f- B£) |
für Fig. ι geeigneten Form und besteht aus gewöhnlichen
algebraischen Additionskreisen 150, 152 und
153. Diese Additionsschaltungen können entweder Elektronenröhren enthalten oder aus Widerständen
bestehen und können, wie dem Fachmann verständlich, die Farbbeimischung entsprechend dem Gleichungssystem
(2) bewerkstelligen. Mittels der Leitung 154 wird das Bt-Signal zu dem i?z;-Signal in der
Additionsstufe 152 hinzuaddiert. Mittels der Leitung
156 findet eine Addition des Gx-Signal zu dem
ifi-Signal statt, und zwar in derselben Additionsstufe 152, und ebenso wird über die Leitungen 154
und 157 das JS^-Signal zu dem Gx-Signal zu der
Stufe 150 hinzuaddiert. Die schaltungsmäßige Durchführung dieser Addition bereitet keine Schwierigkeiten
und bedarf keiner weiteren Beschreibung. Wenn also die Beimischung gemäß dem Gleichungssystem (2) durchgeführt wird, muß das Korrektionsnetzwerk oder die Parbintensivierungseinrichtung 81
für den Empfänger in Fig. 2 die in Fig. 11 dargestellte
Form annehmen.
Dort werden die aus der Beimischung hervorgegangenen Signale Gl£, Rla und Bzd nach der Demodulation
im Hochfrequenzteil 60 vom Verteiler 72 einem Additionskreis 158 zugeführt, dessen Ausgangsstufe
eine Phasenumkehrstufe 160 speist. Diese Phasenumkehr bedeutet, daß die Ausgangssignale der Additionsstufe
158 mittels der Additionsstufen 162, 164
und 166 subtraktiv mit den Signalen Gx0, R&d und
Bid gemischt werden. Die Ausgangsgröße des Additionskreises
stellt dann ein Signal von folgender Form dar:
GLd + RLd + BLd = (i +
Rl + B£).
Wenn also die Amplitude des an der Ausgangsseite
der Phasenumkehrstufe 160 auftretenden Signals so eingestellt wird, daß sein absoluter Betrag gleich dem
—— fachen der Amplitude der jeweiligen in den
ι + 3-K.
einzelnen Farbkanälen auftretenden Signale Gx0,
RLa und Bid ist, tritt an der Ausgangsseite der Summierkreise
162, 164 und 166 ein intensiviertes Signal
auf, welches praktisch gleich dem ursprünglichen Farbsignal Gl, Rl und Bl ist, welches dem Beimischkreis
des Senders in Fig. 1 zugeführt wurde. Diese intensivierten Signale Gl{, Rli und Bn, welche am
Ausgang der Farbintensivierungsstufe auftreten, enthalten natürlich gewisse spurenhafte Komponenten Δ v
A2 und As, die von der Genauigkeit abhängen, mit
welcher die Subtraktion vorgenommen wird, und außerdem noch von dem übrigen Stromkreisabgleich, die
aber vernachlässigbar klein gemacht werden können.
Außerdem kann man wie in dem obengenannten Fall der falschen Niederfrequenzkomponenten, welche
durch die Überlagerung am Empfangsverteiler auftritt, diese Komponenten einem Ausschaltprozeß durch
das oben beschriebene Elementensprungverfahren unterwerfen. Praktisch hat sich herausgestellt, daß die
Erfindung gut arbeitet, wenn die Konstante K in den Gleichungen (2) beispielsweise den Wert von V4, Ve
oder 1Z2 annimmt.
Eine weitere mögliche und anwendbare Farbbeimischung läßt sich durch die Gleichungen
Glü = Gl
RLd = K1R + K1G
BLd = K2B+K2R+K2G
(4)
ausdrucken, worin wie oben GJa, RLd und Blü wieder
die Signale auf jedem Farbkanal hinter der Beimischstufe des Senders bedeuten und K1 und Ji2 Proportionalitätskonstanten
darstellen. Bei diesem Beimischschema sieht man, daß das empfangene G^-Signal
an der Eingangsseite des Entmischers 81 einfach die Spannung auf dem grünen Einzelkanal wiedergibt
und unmittelbar dem Tiefpaßfilter 78 zugeführt werden kann. Jedoch ist zur Intensivierung des Signals Rlh
eine Subtraktion des Signals Gl^ notwendig, so daß
sich das Signal Rl^ ergibt, welches, abgesehen von
einer kleinen Verzerrung, das auf den roten Einzelkanal des Senders vor der Beimischstufe enthaltene
Signal wiedergibt. Dementsprechend ist es nur nötig, das Signal Rzd von dem Signal Rj,a zu subtrahieren,
um das Signal Bn zur Speisung des Tiefpaßkreises 80
zu erhalten. Geeignete Schaltungen zur Bewerkstelligung dieser Farbbeimischung und Farbentmischung
sind lediglich als Ausführungsbeispiele in den Fig. 6 und 7 dargestellt.
In Fig. 6 besteht der Farbbeimischer für die Benutzung im Sender aus den Röhren 168, 170, 172,
174 und 176, welche unter Benutzung einfacher, mit
Widerständen arbeitender Kreise additiv zusammengeschaltet sind. Beispielsweise wird gemäß dem
Gleichungssystem (4) das Gx-Signal unmittelbar durch die Röhre 168 übertragen, um das Gx^-Signal auf der
Leitung 12' zu bilden. Das i?£-Signal am Eingang der
Farbbeimischstufe wird über die Leitung 14 dem Gitter bzw. dem Eingang einer Röhre 172 zugeführt,
und über die Röhre 170 wird ein gewisser Teil des Gjr-Signals mit dem i?£-Signal im Anodenkreis der
Röhre 172 gemischt. Durch Einstellung des Potentiometers 180 kann die Konstante K1 für die
Gi-Komponente eingestellt werden. Ebenso wird das Bx-Signal, welches die niedrigen blauen Frequenzen
enthält, der Farbbeimischstufe über den Kanal 16 dem Eingang der Röhre 176 zugeführt. Diesem Röhreneingang
wird außerdem ein gewisser Bruchteil des Rl- und Gx-Signals über die Röhre 174, den Koppelkondensator
182 und den Widerstand 184 zugeführt.
Die Farbentmischschaltung im Empfänger kann die verhältnismäßig einfache Form nach Fig. 7 annehmen
und vier Röhren 190, 192, 194 und 196 enthalten,
deren Eingangsseiten mit den Glöt, Rl^ und
^-Signalen gespeist werden. Entsprechend der oben
beschriebenen subtraktiven Entmischungs- oder Intensivierungsmethode wird ein Gx^-Signal unmittelbar
als grünes Einzelsignal verwendet und als GxrSignal benutzt. Hierzu dient die Röhre 190. Jedoch muß
man, um zu dem Signal R^ zu kommen, einen gewissen
Bruchteil des Signals G^0 von i?£d subtrahieren.
Dies geschieht mittels der Widerstände 198 und 200, welche das Signal Gx4 und das Signal Rlh dem Gitter
der Entladungsröhre 192 zuführen, wobei die Phase dieser Signale um i8o° gedreht wird und daher eine
subtraktive Kombination ermöglicht wird. Dem-
entsprechend muß, um zu BLi zu kommen, ein gewisser
Betrag des Signals Rzd von Bj,d subtrahiert
werden, was, wie Fig. 7 zeigt, durch die Röhre 194 geschieht, die an ihren Eingangsklemmen das Signal Rzd
vom Potentiometer 202 erhält. Eine Subtraktion des Signals i?£Ä von Bzd geschieht dann an der gemeinsamen
Klemme der Widerstände 204 und 206, da dort eine Phasenverschiebung von i8o° zwischen beiden
Signalen besteht und dort das i?xd-Signal und das
-Bi^-Signal der Röhre 196 zugeführt werden können.
Wenn beispielsweise die Konstanten K1 und K2 in
den Gleichungen (4) die Werte 1Z2 bzw. 1^ erhalten,
sieht man, daß das gesamte Bildsignal, welches durch den Sender nach Fig. 1 übertragen wird, die Größe
i-'V.Gi + VeÄi + Veäi (5)
erhält. Man sieht also, daß unter diesen Bedingungen das normale rote Signal Rl 50 % Beimischung des
grünen Signals erhält und daß dem blauen Signal Bl
331U0Io des roten und ebenfalls 331U0U des grünen
Signals beigemischt werden. Das grüne Signal dagegen erhält keine Beimischung. Dieses Überwiegen
des grünen Signals, welches aus der Gleichung (5) hervorgeht, bewirkt eine Verbesserung der monochromatischen
Wiedergabe des Fernsehsignals auf Schwarzweißempfängern, da die Erfahrung gezeigt hat,
daß ein Fernsehsignal mit überwiegend grüner Farbwiedergabe ein angenehmeres vielfarbiges Bild erzeugt
als ein Fernsehsignal mit gleich starker Wiedergäbe aller drei Farbkomponenten.
Die Anordnungen nach Fig. 8 und 9 entsprechen im wesentlichen den Anordnungen nach Fig. 1 und 2 und
die oben wiedergegebenen Überlegungen bezüglich der Vielzahl von Möglichkeiten, in denen der Farbbeimischer
und der Farbentmischer aufgebaut werden sowie arbeiten kann, treffen auch hier zu. Jedoch ist
in Fig. 8 bzw. 9, welche die senderseitige bzw. die empfängerseitige Station einer vollständigen Farbfernsehanlage
darstellen, eine höhere Kommutator- und Verteilergeschwindigkeit vorhanden. Diese beträgt
3,8 MHz. Hierduch wird die Kommutatorpunktstruktur aus dem Frequenzbereich der Bildsignale in
dem Nebenschlußzweig 93' in Fig. 9 heraus verlegt, und es ist daher kein besonderer Sperrkreis zur Verminderung
der Punktstruktur mehr notwendig. Man sieht außerdem, daß die Tiefpaßfilter auf der Senderund
Empfängerseite eine Frequenzkurve besitzen, welche sich bis zu 2 MHz erstreckt, wenigstens bei dem
grünen und dem roten Kanal. Dies ist deshalb zulässig, weil die höhere Abgreiffrequenz von 3,8 MHz
eine originalgetreue Wiedergabe der höheren Frequenzen des absatzweise übertragenen Signals ermöglicht.
Im übrigen sind die Schaltungen nach Fig. 8 und 9 identisch mit den entsprechenden Sender- und Empfängerschaltungen
nach Fig. 1 und 2, und es sind daher auch ihre Bestandteile mit den gleichen Bezugszeichen,
jedoch unter Zusatz eines Strichs versehen.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß gemäß der Erfindung Geräte zur Verminderung der Kommutierungskomponente (Kommutierungsfrequenz) von allgemein absatzweise übertragenen Signalen geschaffen werden, die insbesondere bei der Anwendung auf ein zeitlich absatzweise arbeitendes Farbfernsehsystem die Punktstruktur infolge der Kommutierungsfrequenz weitgehend vermindert. Es sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die bestimmten beschriebenen Additions- und Subtraktionsschaltungen, die in den Ausführungsbeispielen vorkommen, beschränkt ist. Die Erfindung ist auch nicht an die in den Ausführungsbeispielen beschriebene Vorbeileitung der höheren Frequenzen am Kommutator des Senders oder Empfängers gebunden.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß gemäß der Erfindung Geräte zur Verminderung der Kommutierungskomponente (Kommutierungsfrequenz) von allgemein absatzweise übertragenen Signalen geschaffen werden, die insbesondere bei der Anwendung auf ein zeitlich absatzweise arbeitendes Farbfernsehsystem die Punktstruktur infolge der Kommutierungsfrequenz weitgehend vermindert. Es sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die bestimmten beschriebenen Additions- und Subtraktionsschaltungen, die in den Ausführungsbeispielen vorkommen, beschränkt ist. Die Erfindung ist auch nicht an die in den Ausführungsbeispielen beschriebene Vorbeileitung der höheren Frequenzen am Kommutator des Senders oder Empfängers gebunden.
Wenn man die Erfindung auf eine andere Art eines absatzweise arbeitenden Farbfernsehsystems, das keine
derartigen Nebenschlußzweige für die höheren Frequenzen enthält, würde jeder Farbkanal einen breiteren
Durchlaßbereich, als in Fig. 1 und 2 angedeutet, erhalten. Bei einer derartigen Anordnung wären die
Hochpaßfilter 58 und 93 für die Bildeinzelheiten im Empfänger und im Sender fortzulassen, und die Tiefpaßfilter
in den Kanälen 12', 14' und 16' sowie in
78, 79 und 80 würden einen größeren Durchlaßbereich bis zu mehreren Megahertz oder höher erhalten müssen.
Dabei würde dann der Nebenschlußzweig für den Kommutator in Fig. 1 und 2 fortgelassen werden.
Claims (13)
1. Einrichtung für die absatzweise Mehrfachübertragung
beim Farbfernsehen, bei welcher Signale mehrerer den Grundfarben zugeordneter Signalquellen in Form von Impulsen abgegriffen
und einem einzigen Übertragungskanal zugeführt werden, hinter welchem die Signale synchron mit
der Umschaltung am Anfang des Kanals auf eine Mehrzahl von Einzelkanälen verteilt werden, die
den einzelnen Signalquellen zugeordnet sind, gekennzeichnet durch Einrichtungen vor dem gemeinsamen
Übertragungskanal zur Beimischung von Energie mindestens einer Signalquelle zu den
Signalen mindestens einer anderen Signalquelle, derart, daß die Amplituden der abgegriffenen Impulse
gleichmäßiger ausfallen, und gekennzeichnet durch Einrichtungen hinter dem einzigen Übertragungskanal,
welche diese Beimischung wieder rückgängig machen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signale der einzelnen Signalquellen in zwei Teile zerlegt werden, von denen
der eine die höheren und der andere die tieferen Frequenzen umfaßt, und daß nur die tieferen Frequenzen
der Umschaltung und der Beimischung unterworfen werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beimischeinrichtungen
wenigstens eine Verstärkerröhre für die Signale jeder der Signalquellen enthalten und daß Verbindungen
zwischen Eingangs- und Ausgangsseiten dieser Röhren zur Übertragung von Energie vorhanden sind. iao
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Signalquellen
die drei Einzelfarbkanäle einer Farbfernsehanlage bilden.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Signale der ein-
zelnen Signalquellen vor der Beimischung Werte G, R und B besitzen, daß die Beimischung nach dem
folgenden Schema vor sich geht:
Gd = K1G +K2R+ KSB
R^K.G+K.R+K.B
B11 = K1G^-K8R +K9B
worin Gd, Rd und Bd die in den einzelnen Kanälen
nach der Beimischung enthaltenen Energiebeträge sind und K1 bis K9 konstante Werte darstellen.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beimischung nach dem
Schema
Gd = G + K (G + R + B) Rä = R + K(G + R + B) Bd = B + K(G + R + B)
vor sich geht, worin K eine Konstante ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beimischung nach dem
Schema
■Κ'R
Bd = K" G
'R +K" B
geschieht, worin K' und K" Konstanten sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Entmischeinrichtungen
erstens eine Addition für die Signale Gd, Rä und Bd
zur Bildung eines Korrektionssignals bewirken und ferner zweitens eine Subtraktion einer Spannung
bzw, eines Signals von der Größe K{{x + 3 K)
von der Amplitude des Korrektionssignals von der Energie in jedem der Einzelkanäle.
9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entmischung eine Übertragung
des Signals Gd unmittelbar in den entsprechenden
Empfängerkanal stattfindet sowie eine Übertragung des Signals Rd nach einer Verstärkung
um den Faktor xjK' und des Signals Gd
zu einer subtraktiven Signalmischstufe geschieht, derart, daß das Ausgangssignal durch das ursprüngliche
Signal R gebildet wird und daß das Signal Rd
nach Verstärkung um den Faktor τ/Κ' und das Signal Bd nach Verstärkung um den Faktor r/A'"
an eine subtraktive Signalmischeinrichtung übertragen wird, derart, daß an der Ausgangsseite
dieser Signalmischeinrichtung das ursprüngliche Signal B auftritt.
10. Einrichtung nach Anspruch 2 für die Verwendung in einem Sender, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signale dieser Signalquellen einer Additionseinrichtung
zugeführt werden, von dieser über ein Hochpaßfilter zu dem Übertragungskanal gehen und daß die Signale außerdem einer Beimischeinrichtung
zufließen, von letzterer über ein Tiefpaßfilter eine Abgreifeinrichtung erreichen und
von deren Ausgang den Fernübertragungskanal.
11. Einrichtung nach Anspruch 2 für einen
Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß der höhere Frequenzbereich vom Übertragungskanal
allen einzelnen Empfangskanälen zugeleitet wird.
12. Einrichtung nach Anspruch 11 für einen
Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Übertragungskanal außerdem mit einer
Abgreifvorricbtung verbunden ist, welche zu der Entmischeinrichtung führt, und daß die Energie
von dieser Entmischeinrichtung den Einzelkanälen des Empfängers über Tiefpaßfilter zugeführt wird,
auf welche Additionsstufen zur Hinzufügung der höheren Frequenzen der Signale zu den tieferen
Frequenzen folgen.
13. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver-Stärkung
wenigstens eines Übertragungskanals geringer ist als diejenige der anderen Kanäle und
Einrichtungen zur Kompensation dieser geringeren Verstärkung hinter der erwähnten einen Übertragungsleitung
vorhanden sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5782 2.54
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US130522A US2657253A (en) | 1949-12-01 | 1949-12-01 | Color television system |
Publications (1)
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|---|---|
| DE905144C true DE905144C (de) | 1954-02-25 |
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Family Applications (1)
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| ES (1) | ES195529A1 (de) |
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