DE901986C - Reflex-Rueckstrahler fuer Strassen- und Werbeschilder - Google Patents

Reflex-Rueckstrahler fuer Strassen- und Werbeschilder

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DE901986C
DE901986C DEM6594A DEM0006594A DE901986C DE 901986 C DE901986 C DE 901986C DE M6594 A DEM6594 A DE M6594A DE M0006594 A DEM0006594 A DE M0006594A DE 901986 C DE901986 C DE 901986C
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reflective
balls
light
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reflex
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DEM6594A
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English (en)
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Philip Victor Palmquist
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Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F13/00Illuminated signs; Luminous advertising
    • G09F13/16Signs formed of or incorporating reflecting elements or surfaces, e.g. warning signs having triangular or other geometrical shape
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/12Reflex reflectors
    • G02B5/126Reflex reflectors including curved refracting surface
    • G02B5/128Reflex reflectors including curved refracting surface transparent spheres being embedded in matrix

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Description

  • Reflex-Rückstrahler für Straßen- und Werbeschilder Die Erfindung bezieht sich auf Reflex-Rückstrahler, biegsame Reflex-Rückstrahlermaterialien, die zur Herstellung von im Freien verwendeten Schildern geeignet sind, und auf Schilder oder Zeichen, die diese verbesserten Reflex-Rückstrahler verwenden. Reflex-Reflektoren oder Reflex-Rückstrahler sind solche Rückstrahler, die, auch bei schrägem Lichteinfall, ein einfallendesLichtstrahlenbündel im wesentlichen in die Richtung der Lichtquelle zurückwerfen.
  • Die Erfindung bezieht sich im besonderen auf Reflex-Rückstrahler derjenigen Art, in der eine Schicht aus nebeneinanderliegenden, kleinen durchsichtigen, in Stellung durch eine Bindeschicht gehaltenen Kugeln oder Glasperlen einem lichtreflektierenden Mittel übergelagert ist und als ein zwischenliegendes, lichtbrechendes und lichtsammelndes Mittel dient, so daß ein einfallender Lichtstrahl wahlweise gegen die Lichtquelle als ein glänzenderLichtkegel zurückgeworfen wird, selbst wenn der einfallende Lichtstrahl nur unter einem großen Winkel auftrifft. Lichtzeichen dieser Art haben eine große Sichtbarkeit für die Insassen von näher kommenden Fahrzeugen in der Nacht, weil nur eine kleine Menge des reflektierten Lichtes aus dem Blickfeld herausgestreut wird, während der Hauptanteil des Lichtes in einem engen Kegel konzentriert wird, der im wesentlichen koaxial mit dem einfallenden Lichtbündel verläuft.
  • Gemäß der Erfindung wird eine mehrfarbige Reflex-Rückstrahlerplatte geschaffen, die z. B. als Zeichen oder Schild geeignet ist, und besteht aus einer lichtumkehrenden Schicht aus nebeneinanderliegenden, kleinen, durchsichtigen Kugeln, die in ihrer Stellung mit Bezug aufeinander durch aufgetragenes Bindemittel genalten werden, das diese Kugeln mit einem inneren lichtreflektierenden Mittel verbindet, das unter diesen Kugeln liegt und in optischer Verbindung mit .den inneren Enden derselben steht, um eine Reflex-Reflexion, d. h. eine Reflexion, die, auch bei schrägem Lichteinfall, ein einfallendes Lichtstrahlenbündel im wesentlichen in die Richtung der Lichtquelle zurückwirft, eines Lichtstrahlenbündels, das durch die Kugeln hindurchtritt, zu erzeugen, und außenliegendem, farbigem Material, welches zwischen diesen Kugeln liegt, .die Außenteile der Kugeln jedoch nicht bedeckt und,in farberteilenden Eigenachaften sich von dem Barunterliegenden lichtreflektierenden Mitteln unterscheidet, so daß bei Tage die Reflektorpl.atte den Eindruck erweckt, als ob sie mit Anstrich einer Farbe entsprechend dem farbigen Außenmaterial überzogen sei, und bei Nacht so reflektiert, als ob sie durchgehend mit einem Farbanstrich einer abweichenden Farbe bestrichen sei, wobei eine große Anzahl von Kugeln j e Quadratzentimeter vorgesehen ist, um das scheinbare, zusammenhängende Farbaussehen zu erzielen.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist eine im wesentlichen undurchsichtige Flächenschicht zwischen den Kugeln vorgesehen, welche das Aussehen bei Tage bestimmt und welche Farbeigenschaften besitzt, die sich deutlich von der darunterliegenden reflektierenden Lage unterscheiden.
  • Die Erfindung schafft ferner ein Zeichen oder ein Schild, das aus einer reflektierenden Fläche besteht, aus einer Lage von kleinen, durchsichtigen Kugeln, aus einem Bindemittel für diese Kugeln, aus einer Barunterliegenden reflektierenden Schicht zur Erzeugung von Reflex-Reflexionen im eingangs erwähnten Sinne eines die Kugeln treffenden Lichtbündels, aus einem undurchsichtigen, farbigen Material, das zwischen den Außenteilen der Kugeln frei liegt und welches das: Aussehen der Fläche bei Tage ähnlich in Farbe dem Nachtreflexaussehen macht, das durch die darunterliegendereflektierendeSchicht hervorgerufen ist, wobei diese Fläche eine angrenzende Fläche hat, deren Oberfläche ohne Unterbrechung übergefärbt ist, um sich dem frei liegenden, farbigen Material der ersterwähnten Fläche anzupassen, so daß beide Flächen bei Tage das gleiche Aussehen haben, jedoch nur die ersterwälinteFläche bei Nacht reflektiert.
  • Die Erfindung schafft ferner ein Zeichen oder Schild, das eine Anzahl von reflektierenden Flächen hat, von deinen jede besteht aus einer Schicht von kleinen, durchsichtigen Kugeln, aus einer Bindeschicht für diese Kugeln, aus einer Barunterliegenden reflektierenden Schicht zur Erzeugung d r Reflexion eines Lichtstrahles, der diese Kugeln trifft, und aus einem undurchsichtigen farbigen Material, das außen zwischen den Außenteilen der Kugeln liegt, das das "Tagesaussehen bestimmt, und das in jedem Falle das gleiche ist, so daß alle erwähnten Flächen am Tage das gleiche Aussehen haben, wobei das Barunterliegende reflektierende Material in farbreflektierenden Eigenschaften in verschiedenen Flächen abweicht"so daß diese Flächen ein ähnliches Farbaussehen bei Nacht haben und unterschiedlich sind, wenn sie unter Licht betrachtet werden, welches von dem darunterliegenden reflektierenden Mittel reflektiert wird.
  • Das Tagesaussehen eines Zeichens oder eines Schildes gemäß der Erfindung weicht, wenn es bei zerstreutem Tageslicht betrachtet wird, von dem durch Reflex erleuchteten Nachtaussehen ab, wenn es von einem Betrachter angesehen wird, der nahe der Achse eines einfallenden Lichtkegels steht. So kann bei einem Straßensignal z. B. eine Fläche bei 1 acht weiß erscheinen, wenn sie in Entfernung von einem sich nähernden Fahrzeug aus betrachtet wird, obwohl sie, wenn bei Tage, gesehen, gelb erscheint. Dies wird dadurch erzielt, daß innere und äußere reflektierende Mittel von verschiedenen reflektierenden Eigenschaften verwendet werden. Die Erfindung ermöglicht den Bau von Zeichen, welche bei Tage und bei Nacht eine höchste Wirkung haben. Die innenliegenden reflektierenden Mittel ergeben eine gewünschte Art oder Farbe von Reflexion, und die außenliegenden reflektierenden Mittel geben eine gewünschte Art oder Farbe von äußerem Aussehen.
  • Auf Grund von Mehrfarbenreflexion mittels einer Mehrzahl von innenliegenden reflektierenden Mitteln von verschiedenen reflektierenden Eigenschaften kann beispielsweise eine Fläche für ein Straßensehildhergestelltwerden,welche in einerEntfernung von einem sich nähernden Kraftfahrzeug als weiß angesehen wird, wobei sich das Aussehen allmählich über helles Gelb zu einem tiefen Gelb ändert, sobald der Abstand zum Zeichen sich verringert. Dieses Kennzeichen kann mit dem in -dem vorstehenden Absatz erwähnten Kennzeichen auf verschiedene Weisen kombiniert werden, umverschiedene Kombinationen von Tages- und Nachtaussehen zu erhalten, welche bei der Bezeichnung von Straßenschildern und von längs der Straße liegenden Werbeschildern sich ändern. Im Zusammenhang mit der letzteren Verwendung sindverschiedeneneueDurchführungen möglich, welche Interesse und Neugier erregen und auf diese Weise die Aufmerksamkeit und die Erinnerung sichern, die auf dem Gebiete des Werbewesens so erwünscht sind.
  • Die Erfindung wird am besten im Zusammenhang mit .den in Zeichnungen dargestellten erläuternden Durchführungsformen beschrieben.
  • Die Fig. i, 2, 3 und ¢ sind vergrößerte schematische Schnitte von verschiedenen Refl-ex-Lichtrückstrahlern, die den Aufbau verdeutlichen, nicht aber eine genaue Schnittansichtdarstellen sollen. So sind z. B. die Kugeln weiter voneinander auf Abstand gestellt, als dies, für gewöhnlich der Fall ist. Jeder Kreis stellt einen vollen Umfang dar, was bei einem richtigen Schnitt nicht der Fall sein würde, da die Kugeln ja in Wirklichkeitnicht in Reihen angeordnet sind, sondern so liegen, daß eine Schnittebene nicht durch die Mitten einer Reihe von nebeneinanderliegenden Kugeln verlaufen -würde.
  • In Fig. i ist in schematischer Form ein Schnitt eines mit Kugeln versehenen Reflektorrückstrahlers dargestellt, der eine Unterlage io, die starr oder biegsam sein kann, mit einer reflektierenden Oberfläche i i besitzt. Diese reflektierende Oberfläche kann die Oberfläche -der Unterlage selbst sein, z. B. wo die letztere ein an sich reflektierendes Material ist, oder kann durch einen aufgelegten Bogen oder Auftrag gebildet werden, der reflektierend ist, wie z. B. ein gefärbter Überzug, der in flüssiger Form aufgebracht und anschließend getrocknet oder gehärtet wird. Diese reflektierende Oberfläche ist mit einer reflektierenden Bindeschicht 12 bedeckt, die gefärbt ist, um die gewünschten Farbreflexionseigenschaften zu geben. (Eine weißpigmentierte Bindeschicht wird hierbei als gefärbt angesehen, genau wie Bindeschichten, welche Farbstoffpigmente, z. B. Gelb, Orange, Blau, Grün usw., enthalten.) Eine Lage von aneinander .anstoßenden kleinen, durchsichtigen Kugeln 13, z. B. Glasperlen, wird teilweise in die Bindeschicht eingekettet, bevor die Bindeschicht trocknet oder härtet, und wird in die Masse eingedrückt, so daß die Kugeln die untere reflektierende Oberfläche berühren oder etwas in die Oberfläche eindringen. Die Oberfläche berührt also die innenliegenden Teile der Kugeln und bewirkt eine Reflexion. Die Bindeschicht hat eine solche Dicke, daß die Außenteile der Kugeln frei für das einfallende Licht sind. Die Bindeschicht reicht bis etwas oberhalb des Mittelumfanges jeder Kugel, so daß jede Kugel in einem Sockel gehalten wird. Die Bindeschicht liegt gewöhnlich an der Kugel infolge der Kapillarwirkung etwas höher als zwischen den Kugeln.
  • Die untere reflektierende Fläche i i und die reflektierende Bindeschicht 12 unterscheiden sich in ihren farbreflektierenden Eigenschaften. Die erstere kann z. B. weiß und die letztere gelb sein. Eine äußere Reflexion von einfallendem Licht erfolgt an den frei liegenden, zwischen den Kugeln liegenden Außenflächen der reflektierenden Bindeschicht, die durch den Lichtstrahl a- dargestellt ist. Außerdem werden Lichtstrahlen, die auf die Kugeln unter einem wesentlichen Winkel auftreffen, durch die reflektierende Bindeschicht nach innen reflektiert, wo sie die unteren Seiten der Kugeln berührt, um eine reflektierende Zone zu bilden, wie .dis durch den Lichtstrahl b dargestellt ist. `Fenn diese Bindeschicht z. B. gelb ist, erscheint der Strahler bei Tage, bei diffusem Sonnenlicht gesehen, gelb und ähnelt einer gewöhnlichen Zeichenfläche, die gelb angestrichen ist. Ist -die Bindeschicht weiß, so erscheint sie weiß usw. Die Oberfläche eines Zeichens, die einen Strahleraufbau der vorliegenden Art hat, hat demgemäß, wenn sie am Tage durch diffuses Tageslicht erhellt wird, ein Aussehen, welches in erster Linie durch die Farbe der reflektierenden Bindeschicht bestimmt wird, in welcher die Kugeln eingebettet sind. Die Kugeln haben für gewöhnlich einen Durchmesser von wenigen tausendstel Zentimetern und sind dem Betrachter einzeln nicht sichtbar, selbst wenn er eine verhältnismäßig kurze Entfernung weg steht, so daß die Außenfläche gleichmäßig mit einem Anstrich der Farbe der Bindeschicht bedeckt zu sein scheint. Bei Tageslicht wird das Aussehen, wenn überhaupt, dann nur wenig beeinträchtigt durch das Vorhandensein und die Farbe der hintenliegenden reflektierenden Fläche. Es seien jetzt die reflektierenden Eigenschaften betrachtet, die von Wichtigkeit sind, sobald der Reflektor durch ein Lichtbündel beleuchtet wird und der Beobachter sich nahe der Achse des Lichtbündels befindet, wie es der Fall ist, wenn nachts ein Kraftfahrzeug sich einem Straßenzeichen nähert. In diesem Falle ist das Kennzeichen der Reflexion darin zu sehen, daß eine Sichtbarkeit besteht, selbst wenn der Beobachter so weit weg ist, daß er das reflektierende Licht nicht sehen kann, welches. von der Außenreflexion an der äußeren Oberfläche der Binideschicht herstammt. Dieses außenreflektierte Licht wird in alle Richtungen zerstreut, so wie, es der Fall bei einem gewöhnlichen Zeichen ist. Es sei zuerst angenommen, daß das Zeichen senkrecht neben der Straße im wesentlichen rechtwinklig zur Straße steht und daß der ankommende Wagen sich in einer großen Entfernung befindet, so daß die einfallenden Lichtstrahlen im wesentlichen. in senkrechter Richtung zur Fläche des Zeichens auftreffen oder einen nur verhältnismäßig kleinen Einfallswinkel haben. Paraxiale Strahlen eines solchen Bündels sind in Fig. i, c, dargestellt. Die Strahlen werden beim Eindringen in die konvexe Oberfläche jeder Kugel gebrochen, so daß sie nach der reflektierenden Fläche i i zu konvergieren, welche unter dem inneren Ende der Kugel liegt.
  • Die konvergierenden Strahlen, welche auf die reflektierende Fläche i i treffen, werden reflektiert und kehren als ein divergierender Kegel durch die durchsichtige Kugel zurück und werden beim Austreten gebrochen, so daß der Winkel, den sie mit der optischen Achse bilden, verkleinert wird. Diese austretenden Strahlen werden weitgehend in einem Kegel konzentriert, der koaxial mit den einfallend.n Strahlen liegt, und «-erden nach der Lichtquelle hin als ein glänzendes, divergierendes Lichtbündel geworfen, wobei der Grad der Divergenz von der Art der reflektierenden Fläche und der Größe des Abstandes zwischen der Kugel und der Reflektorfläche abhängt. Diese Erscheinung tritt auch dann auf, wenn die Strahlen unter einem Winkel einfallen, wobei diese Erscheinung im folgenden zur Abkürzung mit Reflex bezeichnet wird. Die begrenzte Öffnung an der Rückseite der Kugeln, die durch die reflektierende Bindeschicht hervorgerufen wird, läßt jedoch nur diejenigen Einfallstrahlen durch, die in einem verhältnismäßig kleinen Einfallswinkel auftreffen.
  • Wenn der Wagen dem Zeichen näher kommt, vergrößert sich der Einfallswinkel, bis nur wenige Strahlen bis zur hinteren reflektierenden Fläche gelangen können. Diese Strahlen können nicht zurückkehren. Sobald aber der Einfallswinkel verhältnismäßig groß wird, werden die jede Kugel treffenden Strahlen auf den konkaven Flächen der reflektierenden Bin@deschkht i2, die in unmittelbarer Berührung mit den Seitenflächen jeder Kugel liegt, konvergiert und von derselben reflektiert. Dies ist durch den einfallenden Strahl b in Fig. i dargestellt. Auch diese Strahlen werden in einem Kegel nach der Lichtquelle zurück reflektiert.
  • Wenn also ein Straßenzeichen dieser Art bei Nacht von weitem angesehen wird, ändert sich das Aussehen der reflektierenden Fläche allmählich von dem Aussehen, das durch die hinterliegende reflektierende; Fläche bestimmt wird, zudem Aussehen, das durch die reflektierende Bindeschicht bestimmt wird, und zwar in dem Maße, wie der Einfallswinkel des auftreffenden Lichtes sich von verhältnismäßig kleiner Größe auf eine verhältnismäßig große Größe ändert. #Nrenn also die hirtenliegende reflektierende Fläche weiß ist und die Bindeschicht gelb, so ändert sich das Aussehen von Weiß zu hellem Gelb bis zu tiefem Gelb. Das Tagesaussehen dagegen ist gelb.
  • In dem in Fig. i dargestellten Beispiel stehen alle inneren reflektierenden Flächen mit der Kugelfläche in Berührung. Wenn die Kugeln gewöhnliche Glasperlen sind (Brechungsindex etwa i,5o bis 1,55) und wenn die reflektierenden Flächen nicht spiegelnd sind, besteht eine beträchtliche Divergenz des Kegels aus reflektierenden Strahlen, die nach der Lichtquelle zurückkehren. Dies ist vorteilhaft für gewisse Zwecke, für die ein Reflex-Reflektor, der kleine Div ergenzeigenschaften hat, nicht so geeignet sein würde wegen der Verbreiterung des Feldes der Reflexsichtbarkeit, welches die größere Divergenz erzeugt (obwohl auf Kosten der Sichtbarkeit auf weite Entfernung unter Bedingungen, unter -denen eine kleine Divergenz genügt, um den Beobachter in den reflektierten Kegel von Glanzlicht zu stellen). Es sei z. B. angenommen, daß ein an der Straßenseite stehendes Werbeschild von der Straße etwas zurück in einem Winkel zur Straße steht und daß es bei Nacht durch feststehende Strahlen, die gegen das Schild gerichtet -sind, beleuchtet wird. Wenn das Schild von einem auf dem Wege fahrenden Wagen aus betrachtet wird, erfolgt die, Beleuchtung in der Hauptsache oder fast vollständig durch die feststehende Lichtquelle und nicht durch die Scheinwerfer des Wagens. Die Augen der Insassen des Wagens liegen also beträchtlich weit weg von der Achse des auf die Kugeln einfallenden Lichtes. Hier verursacht die verhältnismäßig große Divergenz des reflektierten Lichtes, d'aß die Insassen des Wagens die reflektierten Flächen des Schildes durch das innen reflektierte Licht sehen und auch durch das Licht, das auf der Außenseite reflektiert wird und genügend Stärke besitzt, um den allgemeinen Glanz zu vergrößern. Ein solches Schild wird also sehr viel heller erscheinen, als es erscheinen würde, wenn es nur ein gewöhnlich gemaltes Schild wäre. Wenn der Wagen sich dem Schild nähert, ändert sich der Winkel des Reflexlichtes, welches das Auge des Betrachters erreicht, und das farbige Aussehen ändert sich, was von den Relativbeiträgen an Licht, welches von der Bindeschicht an den Seiten der Perlen und von dem Licht, welches von der hirtenliegenden reflektierenden Fläche reflektiert wird, abhängt, so daß die Mehrfarbencharakteristik dazu benutzt wird, um eine Wirkung hervorzurufen, die die Aufmerksamkeit, das Interesse und die Neugier hervorruft, welche erwünschte Attribute von Werbeschildern sind.
  • Die Divergenz des reflektierten Lichtes kann durch Verwendung von Kugeln mit höherem Brechungsindex vermindert werden. Der Höchstbetrag wird erreicht, sobald der Index etwa i,8o bis i,go ist. Der Glanz kann, wenn Kugeln mit einem Brechungsindex von etwa 1,65 oder höher verwendet werden, weiter erhöht werden durch reflektierende Flächen, welche spiegelnd- oder halbspiegelnd sind. So kann die hirtenliegende Fläche eine Aluminiumfolie oder ein Aluminiumanstrich sein, in welchem die Aluminiumschuppen annähernd parallel zu der Oberfläche liegen, wodurch eine silbrige Reflexion von einfallendem Licht erzeugt wird. Hierdurch wird eine Sichtbarkeit auf weiteste Entfernung z. B. bei einem Straßenverkehrszeichen geschaffen, das durch die Scheinwerfer von sich nähernden Fahrzeugen beleuchtet wird.
  • Im allgemeinen ist erwünscht, daß die hirtenliegende Reflektorfläche weiß oder metallisch ist, um das Zeichen auf größte Entfernung sichtbar zu machen und um eine höchste Reflexion sowie eine Mindestabsorption von Licht zu erzielen. Wenn aber, wie es bei Werbeschildern der 'Fall ist, gewünscht wird, ein neues und anziehendes Aussehen zu erreichen, so kann ein farbiger Reflektorgrund mit einer Bindeschicht von abweichender Farbe verwendet werden. Der Reflektorgrund kann gelb sein, und die Bindeschicht kann rot sein, so daß das Aussehen sich allmählich ändert von Gelb über Orange nach Rot, und zwar entsprechend dem Annähern an das Zeichen. Um die Reflexion zu erhöhen, können helle Töne verwendet werden, indem z. B. etwas weißer Farbstoff mit dem farbigen Farbstoff verwendet wird. Ein weiteres Beispiel ist ein gelber Reflektorgrund mit einer hellblauen Bindeschicht, wobei ein weißes Pigment in die Bindeschicht eingelagert werden kann, um die Reflexion zu erhöhen. Hierdurch ergibt sich eine Zeichenfläche, die sich bei Annäherung von Gelb über Grün nach Blau ändert.
  • Fig.2 zeigt eine Ausführung, die wie vorher eine Unterlage 1q. mit einer reflektierenden Fläche 15 aufweist, die durch eine reflektierende Bindemittelschicht 16 abgedeckt ist, in welche die Lage aus kleinen, durchsichtigen Kugeln 17 eingebettet ist, die die darunterliegende Fläche berühren oder etwas in dieselbe eindringen. Zusätzlich hierzu ist eine äußere farbige Fläche i8 an der Außenoberfläche der Bindeschicht vorgesehen, die zwischen den äußeren frei liegenden Teilen der Kugeln liegt und abweichend in farbig reflektierenden Eigenschaften ist. Sobald nun die hirtenliegende reflektierende Fläche i 5, die reflektierende Bindeschicht 16 (welche jetzt lediglich als ein innerer Reflektor ,dient, und zwar @an den, Stellen, an denen sie die Seiten der Kugeln berührt) und die äußere farbige Fläche 18 abweichend in Farbe sind, -,verden drei verschiedene Wirkungen erzielt. Das Nachtaussehen wird bestimmt durch die Farbeigenschaften der hinteren reflektierenden Fläche und der Bindeschicht, wie in Zusammenhang in Fig. i beschrieben, während die äußere farbige Fläche 18 eine Abweichung im Tagesaussehen ergibt. Da diese äußere farbige Fläche oberhalb der Ebene der Kugelmitten liegt, die sich zwischen den Außenenden der Kugeln erstreckt, beeinflußt sie nicht die innere Reflexion, sondern lediglich das äußere Aussehen. Sie braucht nicht reflektierend zu sein. Eine schwarze Fläche erzeugt ein schwarzes Aussehen wegen des Fehlens von Reflexion, d. h. sie absorbiert mehr, als sie reflektiert, wogegen eine gelbe Fläche einige Strahlen absorbiert und die anderen Strahlen reflektiert und eine weiße Fläche die Strahlen aller Farben reflektiert. Schwarze und weiße Flächen werden auch als farbig in diesem allgemeinen Sinne bezeichnet, da Farbenkontraste hinsichtlich der durch die verschiedenen Oberflächen erzeugten Wirkungen oder Huster enthalten sind, die Licht in dem Reflektoraufbau herzustellen vermag.
  • DerAufbau ermöglicht also auf diese Weise, dem Schild ein schwarzes Tagesaussehen zu geben, ohne daß die für die Nacht bestimmten Reflexeigenschaften beeinträchtigt werden. Dies wird oft bei einem Zeichen gewünscht, d. h. es ist oft erwünscht, in einem Schild einen Buchstaben oder einen anderen Hinweis zu schaffen, der, wenn das Schild bei Tage angesehen wird, schwarz erscheint, um eine gute Sichtbarkeit gegen einen bestimmten Untergrund zu geben, der aber auch bei Nacht gut reflektierend ist, um eine höchste Sichtbarkeit zu erreichen. Diese Ausführung gestattet also, ein Tagesaussehen und ein Nachtaussehen zu wählen, die unabhängig voneinander sind und von denen jedes so gewählt werden kann, daß sie die gewünschte Wirkung erreichen.
  • In der in Fig.2 dargestellten Ausführungsform können die reflektierende Fläche 15 und die reflektierende Bindeschicht 16 die gleiche Farbe haben, z. B. können beide Flächen weiß oder beide Flächen gelb sein usw., so daß die gesamte Reflex-Reflexion gleich ist. Dies ist gleichbedeutend mit dem Einbetten der Kugeln in eine reflektierende Bindeschicht, welche die inneren Teile der Kugeln umgibt. Die äußere farbige Fläche 18 wird verwendet, um ein abweichendes Tagesaussehen zu erreichen, so daß, wenn z. B. das Nachtaussehen gelb ist, das Tagesaussehen schwarz ist, wobei eine schwarze Außenfläche verwendet wird, die den Kontrast zwischen dem Tagesaussehen und dem Nachtaussehen ergibt.
  • Die farbige Fläche 18 kann auf verschiedene Art und Weise hergestellt werden, und zwar entweder als eine Stufe bei der Herstellung des Reflex-Reflektors oder später durch den Schildermacher. Sie kann sich über die ganze Fläche erstrecken oder nur über Teilflächen, wie z. B. bei der Herstellung von Buchstaben oder anderen Zeichen. Eine farbige Auftragsmasse kann über die Fläche gestrichen und nach dem Trocknen oder Härten oder auch Teiltrocknen oder Teilhärten die Oberfläche des Reflektors abgebürstet oder abgewischt werden, um die Masse von den außenliegenden Teilen der Kugeln abzuheben, sie jedoch zwischen den Kugeln, wie in Fig. 2 dargestellt, zu belassen. Ein anderes Verfahren besteht darin, ein trockenes Pigment oder ein Farbpulver auf die Oberfläche aufzubringen, bevor die Bindeschicht 16 getrocknet ist, d. h. solange sie noch klebt. Ist die Bindeschicht getrocknet, so kann sie durch ein Lösungsmittel aufgeweicht werden. Der Farbstoff klebt dann an der Bindemittelfläche, haftet aber nicht an den Kugelflächen. Das Farbmaterial kann unter Druck aufgeblasen werden, so daß es besser eingebettet wird und einen dichteren Überzug bildet. Der Reflektor kann auch geschüttelt werden, damit der Farbstoff sich in die Bindemittelfläche hinein verlagert. Dies Verfahren kann auch dann verwendet werden, wenn die Bindeschicht gefärbt ist. Ein schwarzfarbiges Material, z. B. Ruß, oder feinverteilter Schwarzsand oder -mineral kann über jede Bindeschicht aufgetragen «-erden. In jedem Falle wird durch Verwendung eines hoch undurchsichtigen Farbmaterials und durch Bildung einer guten. Lage eine Störung vermieden. Es kann auf diese Weise ein fluoreszierendes oder phosphoreszierendes Pulver auf die Oberfläche gebracht werden.
  • In einigen Fällen mag es erwünscht sein, ein Oberflächenfarbmaterial zu verwenden, das das Eindringen von etwas Licht in die Bindeschicht ermöglicht, damit beide Schichten zum farbigen Aussehen beitragen, wobei z. B. ein durchsichtiger blauer Farbstoff über eine gelbe Bindeschicht gelegt wird und dadurch ein grünlichblaues Aussehen entsteht. Ein gefärbter Harzüberzug kann über einer weißen Bindemittelschicht verwendet werden, um das Farbaussehen der Farbe zu erhöhen oder, sobald über einer Bindeschicht von abweichender Farbe aufgebracht, ein Aussehen zu ergeben, das durch die beiderseitige Wirkung erhalten wird.
  • Eine Farbstofflösung kann aufgebracht werden, um direkt die Oberflächenzone des Bindemittels zu färben. Der Teil, welcher die Außenteile der Kugeln bedeckt, kann anschließend entfernt werden.
  • Fig-. 3 zeigt einen Aufbau mit einer Unterlage 9, einer -darüberliegenden reflektierenden Schicht i9, die als eine Abstandsschicht dient, um zu verhindern, daß die Kugeln mit der Unterlage in Berührung treten, und die eine weißpigmentierte Auftragsschicht sein kann, die getrocknet oder gehärtet wird, ehe ein Auftrag der Bindeschicht erfolgt, und einer reflektierenden Lage 2o, 21, in welche die Kugeln 22 teilweise eingebettet sind und bis zu der Fläche der Schicht i9 niedergedrückt wurden. Die Lage 2o, 2i kann eine einzige Schicht sein, d. h. sie kann aus einem einzigen Überzug bestehen. Die Lage kann auch aus zwei Schichten 20 und 21 gebildet werden, die nacheinander aufgetragen werden und die in Farbe voneinander abweichen können, so daß die Schichten i9 und 2o eine Farbe haben, z. B. Weiß, und die Schicht 2 1 eine abweichende Farbe. hat, z. B. Gelb, wobei die letzterwähnte Schicht an der Oberfläche frei liegt und ein Tagesaussehen hat, das von dem Nachtreflexaussehen abweicht, das durch die Innenreflexion von Licht von den Innenflächen der Schichten i9 und 2o herrührt, die mit den inneren Enden der Kugeln in Berührung stehen. Die Schicht 21 erzeugt auch eine Reflex-Reflexion der unter großem Winkel eintretenden Strahlen, wodurch ein etwas abweichendes Reflexaussehen entsteht.
  • Wenn die Bindeschicht 2o, 2 1 eine Einheit in dem Sinne ist, daß sie aus einem Überzug gebildet ist, so kann sie so umgewandelt werden, daß sie in ihrer oberen Schicht 2 1 eine abweichendere Farbe als in ihrer unteren Schicht2o hat. Dies kann dadurch erzielt werden, daß eine Farbstofflösung mit der Oberfläche des Reflektors für genügend lange Zeit in Berührung gebracht wird, daß der Farbstoff auf genügende Tiefe eindringen kann, d. h. so weit, daß die Schicht bis unter die Mitte der Kugeln gefärbt ist, um ein reflektierendes Band oder eine reflektierende Zone zu schaffen, die sich um den unteren Seitenteil jeder Kugel herum erstreckt, wie in Fig. 3 durch die Schicht 2i dargestellt ist. So kann z. B. Schicht i9 und Schicht 2o, 21 je eine weiße, pigmentierte Auftragsmasse sein, so daß der Reflex-Reflektor sowohl bei Tage als auch des Nachts weiß erscheint. Es wird dann eine grüne Farbstofflösung auf die Außenfläche aufgebracht, z. B. durch Tränken des Reflektors in einem Bad der Lösung, so daß die Schicht 21 grün wird. Farbstoff, der an den äußeren Enden der Kugeln haftet, wird später entfernt. Die Schicht i9 und die Schicht 2o verbleiben weiß. Sobald die Schicht 2o, 2 1 zu diesem Zweck oder auf diese Weise als ein einziger Auftrag aufgetragen wird, sollte sie genügend absorptionsfähig oder porös gegenüber der Farbstofflösung sein, um deren Eindringen zu erleichtern. Eine etwas bessere Regelung kann erzielt werden, U-enn zwei getrennte Aufträge erfolgen, um getrennte Schichten 2o und 21 zu bilden, wobei die Schicht 21 gegenüber der Farbstofflösung absorptionsfähig ist, während die Schicht 2o so zusammengesetzt ist, daß sie verhältnismäßig nichtabsorptionsfähig ist, um die Größe zu begrenzen, bis zu welcher der Farbstoff eindringen kann.
  • Fig. 4 zeigt einen Reflex-Reflektor mit sogenanntem Abstandsaufbau, der aus einer Bahn besteht, jedoch eine besondere Fläche oder Flächen hat, die vollständig abgedeckt sind, um eine Reflexion an diesen Stellen auszuschalten: Dieser Aufbau wird gezeigt, um Wirkungen erkenntlich zu machen, die bei der Schilderherstellung erreicht werden können. Der linke Teil der Zeichnung zeigt eine Fläche, in welcher die äußeren Endteile der Kugeln frei gelassen sind, während der rechte Teil der Zeichnung eine nebenliegende Fläche des gleichen Bogens zeigt, bei welchem die ganze Fläche abgedeckt worden ist.
  • Die Unterlage 23 hat eine reflektierende Fläche 24, über welche eine durchsichtige Abstandsschicht 2"5 gelegt ist, deren Dicke 2o bis 5o,o/o des durchschnittlichen Kugeldurchmessers beträgt, sobald gewöhnliche Glaskugeln verwendet werden. Diese Schicht kann auf die Unterlage aufgegossen werden, wobei eine durchsichtige, filmbildende Überzugsmasse verwendet wird, die vor dem folgenden :I.uftragsverfahren getrocknet und gehärtet wird. Dann wird eine durchsichtige Bindeschicht 26 aufgebracht, in welche die Kugeln 27 teilweise eingebettet werden, so daß ihre unteren Endteile die Abstandsschicht 25 berühren. Die durchsichtige Bindeschicht kann eine solche Dicke haben, daß sie sich bis oberhalb der Mitte der Kugeln erstreckt und die oberen Endteile der Kugeln frei bleiben. Die Bindeschicht wird dann:gehärtet und getrocknet, so daß die Kugeln in ihrer Stellung gehalten werden, und zwar in einem bestimmten, geregelten Abstand von der hintenliegenden reflektierenden Fläche 24 mittels. der durchsichtigen Zwischenlage, die von den Schichten 25 und der Bindeschicht 26 gebildet wird. Glaskugeln oder kleine Glasperlen können zwischen die, den Lichtstrahl zurückwerfenden Kugeln und der reflektierenden Fläche als Abstandsmittel eingestreut werden.
  • Eine farbige Oberfläche 28, die zwischen den Kugelenden liegt, wird dann aufgebracht. Dies kann durch die vorstehend beschriebenen Verfahren erfolgen, indem z. B. ein farbiger Überzug aufgetragen und dann die die Kugelkappen bedeckenden Teile entfernt werden oder indem ein Trockenpigment oder ein Farbpulver auf die Oberfläche des durchsichtigen Bindemittels aufgebracht wird, ehe das letztere zu einem nicht klebenden Zustand getrocknet ist.
  • In diesem Aufbau kommt die gesamte Innenreflex-Reflexion von der reflektierenden Fläche 24:, die das Nachtaussehen regelt. Beispielsweise kann die hintere reflektierende Fläche eine halbspiegelnde Aluminiumflockenflächesein, die eine hochglänzende Reflex-Reflexion von silbrigem Aussehen bei Nacht gibt, während, #die- Außenfläche 28 weiß gemacht werden kann, um ein weißes Tagesaussehen zu geben, oder gelb, um ein gelbes Tagesaussehen zu geben, oder schwarz usw.
  • Wie aus dem rechten Teil der Fi,g. 4 erkenntlich ist, kann eine eben beschriebene Fläche des, Reflex-Reflektors mit einem aufgedruckten oder aufgestrichenen farbigen Überzug 29 versehen werden, der sowohl die Kugeln als auch die farbige Fläche 28 bedeckt. Bei der Herstellung von Schildern kann dies dazu verwendet werden, um die Grenzen der reflektierenden Buchstaben oder Zeichen anzugeben, oder umgekehrt können die Buchstaben oder Zeichen bemalt oder bedruckt werden, die dann von einem reflektierenden Untergrund umgeben sind. Für gewöhnlich wird der Farbauftrag 29 im farbigen Aussehen wesentlich verschieden von dem Farbauftrag 28 sein, um einen scharfen Kontrast zur Abgrenzung der Buchstaben oder der Zeichen des Schildes zu schaffen, Es können jedoch verschiedene neuartige Wirkungen erzeugt werden, die bei der Herstellung von Werbeschildern von Wert sind. So können die Schichten 29 und die Oberfläche 28 von der gleichen Farbe sein, so daß die ganze Fläche bei Tage das gleiche Aussehen hat und kein Buchstabe oder Hinweis sichtbar ist, während bei Nacht reflektierende Buchstaben oder Zeichen vorhanden sind, wie durch den linken Teil von Fig. 4, dargestellt. Dies kann noch mehr hervorgehoben Urerden, wie z. B. durch Verwendung von Schwarz für 28 und 29, so daß ein Untergrund (rechte Seite von Fig. 4) geschaffen wird, der selbst äußerlich nicht reflektiert und dunkel ist, selbst wenn das Schild von der Nähe angesehen wird. So kann bei einem Werbeschild für Straßenreklame ein schwarzer Streifen oder eine Kante vorhanden sein, die vom Tagesaussehen beurteilt in das Muster eingearbeitet ist, innerhalb welcher aber bei Nacht leuchtende Buchstaben oder Zeichen geheimnisvoll erscheinen. Dies kann einen Nachtanruf bedeuten, z. B. Nachtanrufkosten im Werbeschild einer Telefongesellschaft. Diese Ausführung kann auch verwendet werden, um Schilder zum Hinweis auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zu machen, so daß automatisch eine Nachtbegrenzung den Kraftfahrern kenntlich gemacht wird, sobald die Dunkelheit hereinbricht und die Scheinwerfer eingeschaltet werden.
  • Als ein weiteres Beispiel für die neue Werbeschildwirkung, die mit der vorliegenden Erfindung erzielt werden kann, kann ein Schild hergestellt werden, in welchem eine ganz besondere Fläche reflexreflektierend ist und das gleiche Tagesaussehen hat, wobei jedoch ein Teil oder Teile der Fläche aus einer Reflex-Reflektorplatte gebildet sind, die eine Farbe von Nachtreflexaussehen hat, während der restliche Teil der Fläche (oder ein Teil derselben) von einem Reflex-Reflektor gebildet ist, der ein unterschiedliches Nachtreflexaussehen hat. Das heißt die hdntenliegenden reflektierenden Flächen haben unterschiedliche farbreflektierende Eigenschaften und sind beispielsweise weiß bzw. gelb, um ein unterschiedliches N achtreflexau:ssehen zu erzeugen, wogegen die, außenliegende obere, farbige Oberfläche in jedem Falle eine Fläche von der gleichen Farbe sein kann wie eine der hinteren reflektierenden Flächen oder verschieden von den beiden hinteren reflektierenden Flächen, aber gleich jeder anderen Fläche sein kann. So kann z. B_ bei Nacht das Reflexaussehen weiße Buchstaben auf einem gelben Untergrund zeigen, während bei Tage die ganze Fläche in einer Farbe erscheint und die Buchstaben nicht zu sehen sind.
  • Es ist offensichtlich, daß zahlreiche verschiedene Kombinationen in der Herstellung der Schilder möglich sind, so daß eine große Zahl von Farbwirkungen und ganz neuartigen Effekten erreicht werden kann, wenn die Prinzipien der Erfindung zur Anwendung gebracht werden. Obwohl eine ganze Anzahl von Ausführungsformen angegeben worden ist, ist kein Versuch gemacht worden, alle möglichen Kombinationen und Permutationen zu beschreiben.
  • Die folgenden Beispiele sind Massen und Verfahren, die lediglich als Erläuterungsbeispiele gegeben sind: Beispiel i Die folgenden Ausführungen erläutern die Herstellung eines Reflex-Rückstrahlers der in Fig. i dargestellten Art, in welcher die Rückstrahlerunterlage i i eine glatte, dichte, weißemaillierte Überzugsfläche ist, die aus der später darauf aufgelegten reflektierenden Bindeschicht I2 keine Farbe absorbiert.
  • Die Unterlage io kann eine feste Grundlage. aus Metall oder Sperrholz sein, sie kann, auch aus einem biegsamen Material, z. B. Papier, bestehen, das mit einem wasserfesten Füllmittel imprägniert worden ist, oder sie kann ein dünner organischer Film sein, z. B. ein Film aus synthetischem Gummimaterial.
  • Die weiße, emaillierte Überzugsmasse hat in Gewichtsteilen folgende Zusammensetzung:
    Teil I
    Nitrocelluloselösung . ........ 22 Gewichtsteile
    Äthylenglycolmonoäthyläther .. 44 -
    flüchtiges aromatisches Erdöl-
    lösungsmittel ............. 21 -
    Teil II
    plastiziertes Alkydharz ....... ioo Gewichtsteile
    Tricresylphosphat ........... 6 -
    Titandioxydpigment ......... 31 -
    flüchtiges aromatisches Erdöl-
    lösungsmittel ............. 15 -
    Ultramarinblau
    (zum Verstärken von Weiß) Spuren
    Es wird eine Nitrocelluloselösung verwendet, die bei 25° C eine Viskosität von, 105 bis 140 Cenbipoise aufweist, wenn man 2o Teile der betreffenden Nitrocellulose (Festkörper) in 8o Teilen einer Lösung auflöst, die aus 25% Äthylalkohol, 2o% Äthylacetat und 55 % Toluol besteht (alle Teile und Prozentgehalte auf Gewicht bezogen).
  • Teil I wird gemischt, bis eine klare Lösung erhalten ist.
  • Teil II wird in eine Farbmühle eingebracht und das Pigment vollständig eingearbeitet und dispergiert.
  • Teil I und Teil II werden dann in einer Farbmühle gemischt.
  • Das erhaltene weiße Email wird auf die Grundlage aufgetragen, und da es aus der Lösung trocknet, bindet es bei Raumtemperaturen in etwa i Stunde oder bei 70° C in etwa 15 Minuten ab. Selbst wenn es vollständig trocken ist, ist es weich, so daß die Kugeln einzudringen vermögen und von dem Email an ihren unteren Teilen berührt werden.
  • Ein Beispiel für eine gelbe reflektierende Bindemasse ist:
    Plastiziertes Alkydharz ............. Zoo Teile
    5o% Harnstofformaldehydharzlösung . . ioo -
    flüchtiges aromatisches Erdöllösungs-
    mittel ... .. .. .. ........ ... 30 -
    Bleichromatgelb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3oo -
    Das Harnstofformaldehydharz wird in einer Mischung von 6o Teilen Butylalkohol und 6o Teilen Xylol gelöst.
  • Dieser gelbe Aufstrich kann warm (65° C) aufgetragen werden und in einer Stärke, wie sie in Verbindung mit Beispiel i beschrieben worden ist. Er kann aufgetragen werden, ehe der Auftrag I i vollständig trocken ist; Kleine Glaskugeln oder Perlen werden dann über die Oberfläche gestreut, der Überschuß wind entfernt und eineWalze verwendet, um die Perlen nach unten durch das gelbe Bin,diemittel hindurch- und etwas ihn die weiße reflektierende Unterlage hineinzudrücken.
  • Dieser gelbe Aufstrich kann in i Stunde bei 107a oder bei 6o° C in 16 Stunden abgebunden werden.
  • Andere. Farben des Bindemittels werden erhalten, wenn an Stelle des gelben Pigmentes andere Farbstoffe verwendet werden.
  • Eine geeignete Glasperlengröße ist die Größe Nr. io, deren Perlen einen Durchmesser im Bereich von etwa 5 bis 8 Mil (englisches Maß i Mil = 1/100o zoll = 0,o25,1. mm) haben. Diese kleinen Perlen ergeben eine Oberfläche, die verhältnismäßig glatt ist und leicht ein Bemalen oder Bedrucken zuläßt, um nichtreflektierende, farbige Flächen zum Einzeichnen von Buchstaben oder Zeichen zu bilden.
  • Die vorstehende Ausführung kann zur Herstellung von Schildern oder zur Herstellung von bei Schildern verwendeten, biegsamen, reflexlichtrückstrahlenden Platten verwendet werden, die wasserfest sind und wenigstens i Jahr der Witterung ausgesetzt werden können, ohne zerstört zu werden. Beispiel 2 Im folgenden wird eine Farbzusammenstellung erläutert, die über die mit Perlen versehene Fläche eines Reflex-Rückstrahlers aufgebracht werden kann, um einen farbigen Oberflächenauftrag zwischen den Endteilen, z. B. 18 in Fig. 2 und 28 in Fig. :h zu erhalten.
    5o°/aige Harnstofformaldehydharzlösung ioo Teile
    Plastiziertes Alkydharz . .. .. .. .. .. .. .. 200 -
    Titandioxydpigment .... ........... 50o -
    Äthylenglycolmonoäthyläther .. ...... 315 -
    flüchtiges aromatisches Erdöllösungs-
    mittel........................... 50 -
    Verschiedenartige farbige Pigmente können vollständig oder zum Teil das weiße. Titandioxydpigment ersetzen. Ein guter schwarzer Überzug kann erhalten werden, wenn an Stelle des Titandioxydpigmentes io bis 1,5 Teile Kohlenruß verwendet werden.
  • Diese überzugsmasse wird mittels einer Walze zwischen die Perlen gequetscht, so. daß nur wenig' Masse die oberen Enden der Perlen bedeckt. Sie kann dann bei ioo° C während 2 Stunden abgebunden werden. Die Oberfläche wird dann mit Wasser genäßt, wodurch der Filmüberzug oder die Filmhaut auf der Oberseite der Perlen sich löst und leicht durch Bürsten oder Reiben entfernt werden kann.
  • Beispiel 3 Dieses Beispiel erläutert eine weiße Bindemasse, die absorptionsfähig ist, so daß die Oberfläche, wie in Verbindung mit den Fig. 2 und 3 erläutert, gefärbt werden kann.
    N-propylmethylcrylatharz (ein hartes
    durchsichtiges Harz) . . . . .. . . . . . . . . ioo Teile
    Titandioxydpigment .. . ......... Zoo -
    flüchtiges aromatisches Erdöllösungs-
    mittel .......................... Zoo -
    Es können alkohollösliche Farbstoffe verwendet werden. Diese Farbstoffe werden in einer alkoholischen Lösung aufgebracht und färben die Harzkomponente des Bindemittels, so daß dadurch das Bindemittel gefärbt wird. Die Eindringtiefe von der Oberfläche des Binders hängt von der Länge der Einwirkung ab.
  • Nicht beansprucht wird ein Reflex-Lichtrückstrahler, der besteht aus einer Lage von kleinen, durchsichtigen Kugeln, die von einer reflektierenden, starren oder biegsamen Unterlage auf Abstand gesetzt sind, aus einer dazwischenliegenden, festen, durchsichtigen Abstandsschicht und aus einer reflektierenden Bindeschicht, die der durchsichtigen standsschichtübergelagert ist und in der diese Kugeln teilweise eingebettet sind, so daß um jede Kugel herum ein innenliegendes, reflektierendes, sphärisches Band oder eine Zone geschaffen ist, wobei die Kugeln die durchsichtige Abstandsschicht berühren, so daß eine Öffnung für das untere Ende jeder Kugel geschaffen ist, um den Lichtstrahlen, die einen kleinen Einfallswinkel besitzen, zu ermöglichen, nach der darunterliegenden reflektierenden Unterlage zu treten, während eine Innenreflexion von im großen Winkel einfallenden Strahlen von der reflektierenden Bindeschicht ermöglicht wird, wie dies in einem anderen Vorschlag der Patentinhaberin vorgeschlagen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. MehrfarbigeReflex-Lichtrückstrahlerplatte, die als Signal oder Schild geeignet ist, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Einzelheiten, die im wesentlichen bestehen aus einer lichtumkehrenden Schicht aus nebeneinanderliegenden, kleinen, durchsichtigen Kugeln, die in ihrer Stellung mit Bezug aufeinander durch aufgetragenes Bindemittel gehalten werden, das diese Kugeln mit einem inneren lichtreflektierenden Mittel verbindet, das unter diesen Kugeln liegt und in optischer Verbi'nd'ung mit den inneren Enden derselben steht, um Reflex-Reflexion, d. h. Zurückwerfung im wesentlichen in die Richtung der Lichtquelle, eines Lichtstrahlenbündels, Glas durch die Kugeln hindurchtritt, zu erzeugen, aus außenliegendem, farbigem Material, welches zwischen diesen Kugeln liegt, die Außenteile der Kugeln jedoch nicht bedeckt und in farberteilenden Eigenschaften sich von dem darunterliegenden lichtreflektierenden Mittel unterscheidet, so daß bei Tage die Reflektorplatte den Eindruck erweckt, als ob sie mit Anstrich einer `Farbe entsprechend dem farbigen Außenmaterial überzogen sei, und bei Nacht so reflektiert, als ob sie durchgehend mit einem Farbanstrich einer abweichet den Farbe bestrichen sei, wobei eine große Anzahl von Kugeln je Quadratzentimeter vorgesehen ist, um .das scheinbare, zusammenhängende Farbaussehen zu erzielen. a. Reflex-Lichtrückstrahler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen undurchsichtige Flächenschicht zwischen den Kugeln vorgesehen ist, welche das Aussehen bei Tage bestimmt und welche Farbeigenschaften hat, die sich deutlich von der darunterliegenden reflektierenden Lage unterscheiden. 3. Reflex-Lichtrückstrahler nach Anspruch i oder a, gekennzeichnet durch eine der reflektierenden Unterlage übergelagerte durchsichtige Schicht, durch eine Lage aus kleinen, durchsichtigen Kugeln, die teilweise in diese durchsichtige Schicht eingebettet sind und im Abstand aus der Berührung mit der reflektierenden Unterlage gehalten werden, und durch ein darüberliegendes undurchsichtiges Oberflächenmaterial, das zwischen den außenliegenden Teilen der Kugeln liegt, so daß das Material das Tagesaussehen bestimmt, während die innere Reflex-Reflexion ausschließlich von der reflektierenden Unterlage her erfolgt. q.. Reflex-Lichtrückstrahler nach Anspruch i, a oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierende Unterlage eine halbspiegelnde, metallische, reflektierende Oberfläche hat, welche einen bei Nacht vorhandenen weiten Sichtbarkeitsbereich hat, und daß das Oberflächenmaterial farbig und nicht spiegelnd ist. 5. Reflex-Lichtrückstrahler nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch ein schwarzes Oberflächenmaterial, so daß das Aussehen bei Tage schwarz ist, bei der Nacht jedoch leuchtet, sobald es unter reflexreflektierenden, d. h. die Zurückwerfung- in Richtung zur Lichtquelle bewirkenden Bedingungen angesehen wird. 6. Reflex-Lichtrückstrahler nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückstrahler die Form eines biegsamen Plattenmaterials hat. 7. Reflex-Lichtrückstrahler oder biegsames Reflex-Lichtrückstrahlerplattenmaterial nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln in einer Lage von aneinanderstoßenden Kugeln gelegt sind und vorzugsweise aus kleinen Glaskugeln bestehen. B. Zeichen oder Schild, in welchem .die reflexlichtreflektierende Fläche aus einer Platte besteht, die gemäß den Ansprüchen i bis 7 hergestellt ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077048B (de) * 1956-12-08 1960-03-03 Herberts & Co Gmbh Dr Kurt Reflexschilder und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3544072A1 (de) * 1985-12-13 1987-06-19 Peter Pilz Reflektierende oberflaeche und verfahren zur herstellung

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DE1077048B (de) * 1956-12-08 1960-03-03 Herberts & Co Gmbh Dr Kurt Reflexschilder und Verfahren zu ihrer Herstellung
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