DE9016641U1 - Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer LeitungInfo
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Description
261.4.2 ; ': '"^ 2 :-...' &Ggr;":..: &Iacgr; 03.12.1990.
!(99 ti I1, &tgr; *
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung, insbesondere zum Beimischen
von antibakteriellen Mitteln, Desinfektionsmitteln sowie Pflegemitteln oder dergleichen zu einem Wasserstrom, der von
einer Mischbatterie oder von einer anderen Dusch- oder Wannenarmatur in einer Leitung, insbesondere Schlauchleitung, zu
einem Duschkopf oder dergleichen geführt wird und dort austritt.
Die Vorrichtung soll sich jedoch wahlweise auch zum Filtern des Wasserstroms eignen.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, mit denen einem Wasser-
!5 strom flüssige Mittel beimischbar sind und die sich auch in
einer Leitung zwischen einer Dusch- oder Wannenarmatur und einem Duschkopf oder dergleichen einsetzen lassen. Mit diesen
Vorrichtungen wird der Wasserhauptstrom mit einer, in einigen Fällen auch dosierbaren, Menge von Pflegemittel oder Desinfektionsmittel
oder dergleichen versetzt, so daß aus dem Duschkopf oder dem anderweitigen Auslaß entsprechend behandeltes
bzw. mit einem Zusatz versehenes Wasser austritt. Bei den bekannten Vorrichtungen handelt es sich indessen entweder um
offene Systeme, bei denen Luft, vor allem Umgebungsluft, in
or den den Zusatz enthaltenden Behälter eintritt, so daß Keime,
Bakterien etc. über den Behälter sowie über den Zusatz in den Wasserstrom gelangen können. Oder die Vorrichtungen sind
bau lieh kompliziert, oder es ist nicht möglich, damit eine ein wandfreie, insbesondere dosierbare, Beimischung von Mitteln
„0 zu dem Wasserstrom zu gewährleisten.
Vor allem zur Überwindung der vorstehenden Nachteile wird neuerungsgemäß vorgeschlagen, daß - ausgehend von einer bekannten
Vorrichtung der eingangs genannten Art - eine zwischen __ die Mischbatterie bzw. das jeweilige Ventil und den Duschkopf
bzw. den jeweiligen Leitungsauslaß abdichtend einsetzbare Misch-
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Vorrichtung einen Hauptkanal, durch den der Wasserstrom fließt, eine in dem Hauptkanal angeordnete und mit einer Engstelle
zu sammenwirkende Strahldüse, in deren ringförmigem Umgebungsraum
bei durchströmendem Wasser ein Unterdruck erzeugbar ist, und mindestens eine neben dem Hauptkanal angeordnete und
von einem von dem Wasserstrom abzweigbaren Teilstrom durchströmbare Mischkammer umfaßt, von der ein erster Abschnitt
über eine erste Leitung mit dem ringförmigen Umgebungsraum und ein zweiter Abschnitt über eine zweite Leitung mit einem
stromabwärts im Abstand von dem ringförmigen Umgebungsraum gelegenen Kanalabschnitt in Verbindung steht, und daß in der
Mischkammer vom Teilwasserstrom durchströmbare Einsätze aufnehmbar sind, die beizumischende Flüssigkeiten und/oder
Filterelemente oder dergleichen enthalten oder darstellen.
Die neuerungsgemäße Lösung läßt eine einfache Fertigung und zuverlässige
Funktion der Mischvorrichtung zu. Unmittelbar neben dem Hauptkanal erstreckt sich die Mischkammer, die über zwei
Leitungen, nämlich über eine erste und eine zweite Leitung, mit dem Hauptkanal verbunden ist. Durch diese Anordnung ist, sobald
Wasser in der Leitung angefordert wird, die Abzweigung eines Teilwasserstroms von dem Wasserhauptstrom gewährleistet, und
dieser abgezweigte Teilstrom wird durch die Mischkammer hindurchgeführt und dem Hauptstrom über die erste Leitung
wieder zugesetzt, nun jedoch mit entsprechenden Mitteln aus der Mischkammer versetzt. Die Abzweigung des Teilstroms und
dessen Rückführung zum Hauptstrom wird verursacht durch den in dem ringförmigen Umgebungsraum der Strahldüse erzeugten
OQ und über die erste Leitung auch auf den Innenraum der Mischkammer
wirkenden Unterdruck. Denn durch diesen Unterdruck wird über die zweite Leitung Wasser angesaugt und gelangt so
als Teilstrom in die Mischkammer, durchströmt diese und gelangt über die zweite Leitung und den ringförmigen Umgebe bungsraum wieder in den Hauptkanal, wo die Mischung zwischen
dem nun behandelten Teilstrom und dem Hauptstrom stattfindet.
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Die vorzugsweise aus Kunststoff oder einem vergleichbaren Werkstoff herstellbare Mischvorrichtung besteht folglich aus
dem Hauptkanal, der von einem Gehäuse umgeben wird, und der möglichst parallel hierzu verlaufenden Mischkammer. Es handelt
sich folglich um eine verhältnismäßig einfach zu fertigende Vorrichtung. Der Hauptkanal am ist am Ein- und Auslaß mit
entsprechenden Anschlüssen zum abdichtenden Einsetzen in die jeweilige Leitung ausgestattet.
Vorzugsweise ist der Teilwasserstrom durch eine stufenlose Steuerung des Durchflußquerschnitts der ersten und/oder der
zweiten Leitung oder aber der Mischkammer selbst dosierbar. Auf diese Weise ist auch die Zugabe von antibakteriellen
Mitteln oder Pflegemitteln oder dergleichen zu dem Hauptwasserstrom dosier bar. Denn eine Reduzierung des Teilwasserstroms
hat eine entsprechend geringere Durchströmung der Mischkammer und somit eine reduzierte Mitnahme von beizumischendem
Mittel zur Folge. Die Konzentration des antibakteriellen Mittels im Hauptwasserstrom ist folglich leicht und
genau vorzugeben und einzustellen.
Die in die Mischkammer einführbaren und vom Teilwasserstrom durchströmbaren Einsätze enthalten entweder die beizumischende
Flüssigkeit, oder sie enthalten oder bilden Filterelemente, die vom Teilwasserstrom durchflossen werden.
Die Mischkammer bzw. der Einsatz in der Mischkammer ist vorzugsweise
durch einen lösbaren Deckel verschlossen. Wenn der Deckel abgenommen ist, ist der Einsatz bzw. die Mischkammer frei zugänglich
zum Nachfüllen des Mittels bzw. der Filterelemente oder aber auch zum Reinigen der Mischkammer und der hiervon ausgehenden
Leitungen.
Nach einer neuerungsgemäßen Weiterbildung ist vorgesehen, daß der ein Mittel enthaltende sowie nachfüllbare Einsatz durch
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eine Öffnung in die Mischkammer einführbar und dort befestigbar
ist, Öffnungen für den Zu- und den Abfluß von Wasser aufweist und vom Wasserteilstrom umspült wird. Je nachdem wie
der Einsatz für die Mitnahme des Mittels vom Teilwasserstrom durchflossen werden muß, sind zwei oder mehr öffnungen oder
auch eine Vielzahl von Öffnungen in dem Einsatz vorgesehen. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten werden später mit
Bezug auf die Zeichnungen erläutert.
Außerdem ist es zweckmäßig, daß in einander gegenüberliegender Anordnung zwei Mischkammern mit entsprechendem Anschluß über
erste und zweite Leitungen an den Hauptstrom vorgesehen sind. Eine solche Zwillingsanordnung läßt die Beimischung verschiedener
Mittel zu dem Wasserhauptstrom zu. In einer der beiden Mischkammern kann beispielsweise ein antibakterieller Zusatz
und in der zweiten Mischkammer ein Pflegemittel vorgesehen sein, die entweder beide, vorzugsweise dosiert, dem Wasserhauptstrom
beigemischt werden. Es ist jedoch auch möglich, wahlweise nur das antibakterielle Mittel bzw. Desinfektionsmittel
oder das Pflegemittel zuzusetzen.
Schließlich ist es vorteilhaft, wenn die Mischkammer im unteren Bereich einen mit Durchflußöffnungen versehenen Zwischenboden
zur Aufnahme von Filterelementen oder dergleichen aufweist. Der oberhalb der zweiten Leitung angeordnete Zwischenboden
soll eine gleichmäßige Durchströmung der Mischkammer und damit eine intensive Filterung des Wasserteilstroms gewährleisten.
Neuerungsgemäß ist auch möglich, daß mehrere verschiedenartige
Mischkammern an einen gemeinsamen Hauptkanal angeschlossen sind. Auch diese Mehrfachanordnungen sind fertigungstechnisch ohne
weiteres zu realisieren. Dabei können, wie auch bei den gg einfachen Anordnungen, ein gemeinsames Gehäuse für den Hauptkanal
und die Mischkammern vorgesehen sein. Andererseits
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können die Mischkammern und auch der Hauptkanal aus getrennt herstellbaren, aber leicht miteinander zu verbindenden Elementen
bestehen.
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Ausführungsbeispiele der Neuerung werden nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht einer einfachen An
ordnung eines Hauptkanals sowie einer mit einem Einsatz versehenen Mischkammer einer
in einem gemeinsamen Gehäuse integrierten Mischvorrichtung;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht einer Mischvorrichtung wie in Fig. 1, jedoch nach Art einer
Zwillingsanordnung;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht einer zweiten Aus
führungsform einer Mischvorrichtung, die einen Hauptkanal und eine Mischkammer umfaßt,
mit einem mit Öffnungen versehenen Zwischenboden in der Mischkammer;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht einer Mischvorrichtung, wiederum nach Art einer Zwillingsanordnung,
jedoch mit zwei verschieden ausgebildeten Mischkammern, die gemeinsam an einen
QQ Hauptkanal angeschlossen sind.
Eine allgemein mit 1 bezeichnete Mischvorrichtung besteht aus einem Gehäuse 2, das vor allem einen Hauptkanal 3 für den Wasserhauptstrom
und eine Mischkammer 4 umfaßt (Fig. 1).
In der Mischkammer 4 befindet sich ein Einsatz 5, der mit einem
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Flansch 6 am oberen Rand in eine Öffnung 7 im oberen Teil der Mischkammer 4 einsetzbar und dort zu befestigen ist. Der Einsatz
5 weist vorzugsweise einen kreisrunden Querschnitt auf, ebenso die Öffnung 7 und ggf. die Mischkammer 4 selbst. Die
Mischkammer 4 kann im Querschnitt jedoch auch quadratisch sein. Der Einsatz 5 ist, wie die Zeichnung zeigt, mit einem abnehmbaren
Deckel 8 verschließbar, der in eine entsprechende Öffnung des Einsatzes 5 mittels einer Dichtung 9 abdichtend eingesetzt
wird und einen festen Sitz erhält.
Im oberen Teil des Hauptkanals 3 befindet sich eine an sich
bekannte Strahldüse 10, die in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise in einen ringförmigen Umgebungsraum 11 eingesetzt
ist, um in Verbindung mit einer anschließenden Engstelle 12 Unterdruck in dem Umgebungsraum 11 zu erzeugen, wenn der Hauptkanal
3 von Wasser durchströmt wird. An die Engstelle 12 schließt sich im Hauptkanal 3 ein unterer, gegenüber der
Engstelle 12 erweiterter Abschnitt 13 an.
Als Werkstoff für die Fertigung der Mischvorrichtung 1 kommen je nach Art der Ausführung Kunststoffe ebenso in Frage wie
metallische Werkstoffe, z. B. Aluminiumlegierungen etc. Für
eine Beobachtung des Inhaltes des Einsatzes 5 kann es zweckmäßig sein, einen durchsichtigen Werkstoff zu verwenden.
Der ringförmige Umgebungsraum 11 des Hauptkanals 3 steht mit der Mischkammer 4 über eine erste Leitung 14 in Verbindung,
und der untere Abschnitt 13 des Hauptkanals 3 ist mit der oQ Mischkammer 4 in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise
über eine zweite Leitung 15 verbunden.
Über eine durch einen Stopfen 17 verschließbare Bohrung 16
in der Wandung der Mischkammer 4 läßt sich eine Dosiereinrichtung (in Fig. 1 nicht dargestellt) anbringen, die aus
einer Dosiernadel besteht, die in der für diesen Fall bei-
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spielsweise als Gewindeöffnung ausgeführten Bohrung 16 gelagert
ist und in den gegenüberliegenden freien Querschnitt der zweiten Leitung 15 hineinreicht (vergleiche Fig. 4 hierzu).
Durch Hinein- bzw. Herausdrehen der Dosiernadel läßt sich der Querschnitt der zweiten Leitung 15 entsprechend variieren und
einstellen, ggf. auch verschließen, wenn kein Wasserübertritt aus dem Abschnitt 13 des Hauptkanals 3 in die Mischkammer 4
gewünscht ist. Auf jeden Fall kann die Bohrung 16 auch dazu benutzt werden, die zweite Leitung 15 in der Wandung des
Hauptkanals 3 aufzubohren.
In dem Einsatz 5 befinden sich zwei einander gegenüberliegende
Öffnungen 18, 19, die mit der ersten Leitung 14 sowie mit einer allgemein mit 22 bezeichneten Bohrungsstelle fluchten. Auch an
dieser Stelle läßt sich bei Bedarf eine Dosiereinrichtung einsetzen, mit der der Querschnitt der ersten Leitung 14 einstellbar
ist, ggf. auch zusätzlich oder ersatzweise die Querschnitte der beiden Öffnungen 18, 19.
Der Hauptkanal 3 weist an seiner Oberseite einen Anschluß 20, vorzugsweise einen Schraubanschluß, für den Einlaß und am unteren
Ende einen entsprechenden Anschluß 21 für den Auslaß, wie die Zeichnung zeigt, auf. Mit diesen Anschlüssen 20, 21 läßt
sich die Mischvorrichtung 1 entweder unmittelbar an eine Mischbatterie anschließen, wobei die beispielsweise zu einem
Duschkopf führende Schlauchleitung an dem unteren Anschluß 21 angebracht wird. Dies ist jedoch nur eine mögliche Anordnungsart
von vielen. In den Einsatz 5 sind Mittel der ver-
QQ schiedensten Art einbringbar, die dem durch den Hauptkanal 3
strömenden Wasserhauptstrom beigemischt werden sollen. Hierbei kann es sich beispielsweise um antibakterielle Mittel, aber
auch um Pflegemittel oder dergleichen handeln.
3g Die Beimischung des Mittels erfolgt automatisch, wenn Wasser
angefordert wird und der Hauptkanal 3 folglich von einem Was-
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serhauptstrom von oben nach unten durchströmt wird. Denn in
diesem Falle bildet sich in dem ringförmigen Umgebungsraum durch die Funktion der Strahldüse 10 Unterdruck aus, der über
die erste Leitung 14 folglich auch auf das Innere der Mischkammer 4 wirkt. Durch diesen Unterdruck in der Mischkammer 4
wird über die zweite Leitung 15 von dem Wasserhauptstrom im Abschnitt 13 des Hauptkanals 3 ein Teilstrom abgezweigt und
über die Leitung 15 in die Mischkammer 4 geführt, wie die in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile veranschaulichen. Von hier steigt
das Wasser in der Mischkammer 4 auf, gelangt in den Einsatz und von dort unter Mitnahme von Teilen des Mittels schließlich
über die erste Leitung 14 zurück in den Hauptkanal, und zwar in den ringförmigen Umgebungsraum 11, wo eine entsprechende
Mischung mit dem Wasser des Wasserhauptstroms erfolgt, so daß schließlich entsprechend mit Mittel versetztes Wasser den Auslaß
21 verläßt.
Der Weg des durch Unterdruck abgezweigten Teilstroms in der Mischkammer 4 läßt sich in verschiedener Weise beeinflussen,
so daß eine Einbeziehung des Innenraums des Einsatzes 5 in diesen Strömungsweg gewährleistet ist. Durch nicht dargestellte
Strömungsleitelemente, die auch in dem Einsatz angeordnet sein können, kann im Bedarfsfall im Hinblick auf den Strömungsweg eine sehr genau vorgegebene Teilströmung erzielt werden.
Durch die Wirkung der Strahldüse 10 findet an der Engstelle 12 sowie in dem darauffolgenden Abschnitt 13 eine intensive
Durchmischung des zum Hauptkanal 3 bzw. dessen ringförmigen Umgebungsraum 11 zurückgeführten Teilstroms mit dem Wasserhauptstrom statt, so daß das beigemischte Mittel, beispielsweise
der antibakteriell wirkende Zusatz, das den Hauptkanal 3 durchströmende Wasser vollständig durchdringt und erfaßt.
Durch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird verdeutlicht, daß die Neuerung in einfacher Weise eine Verdoppelung der Mög-
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lichkeiten zur Beimischung von Mitteln zum Wasserhauptstrom einer
Mischvorrichtung 1 durch Anordnung von zwei einander gegenüberliegenden Mischkammern 4 zuläßt, die beide an den gleichen
Hauptkanal 3 angeschlossen sind und mit entsprechenden ersten und zweiten Leitungen 14, 15 in Verbindung stehen. Jede dieser
beiden Einheiten läßt sich wieder so herstellen, gestalten und benutzen, wie es bereits vorstehend bei der Beschreibung
des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 angegeben wird. Deshalb wird auf eine erneute Beschreibung verzichtet, und die in Fig.
1 und 2 eingezeichneten Bezugszeichen unterstreichen die Gleichheit der Teile und Wirkungen.
Die Zwillingsanordnung nach Fig. 2 läßt viele Möglichkeiten zu.
Man kann wahlweise in einer Mischkammer ein antibakteriell wirkendes Mittel und in der anderen Mischkammer ein Pflegemittel,
wie einen Seifenzusatz und dergleichen, einmischen lassen, so daß der Wasserhauptstrom von beiden verschiedenartigen
Mitteln durchdrungen wird. Man kann ebensogut zwei verschiedene Pflegemittel in verschiedener Dosierung durch
Anordnung in den beiden voneinander getrennten Mischkammern 4 beimischen. Es liegt auf der Hand, daß noch viele andere
Varianten denkbar und ausführbar sind.
Durch das weitere Ausführungsbeispiel, das in Fig. 3 gezeigt ist, wird vor allem die Möglichkeit veranschaulicht, in der
Mischkammer 4 einen Zwischenboden 2 3 mit einer Vielzahl von Öffnungen 24 anzuordnen, der beispielsweise zur Aufnahme von
Filterelementen wie Kohlefilterelementen oder dergleichen in
3q der Mischkammer 4 dient. Auf eine erneute Beschreibung der
Teile der Mischvorrichtung 1 von Fig. 3, soweit sie gleich oder ähnlich wirkend sind wie die entsprechenden Teile der
Mischvorrichtung gemäß Fig. 1, wird verzichtet.
Der Einsatz 5 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 weist eine Vielzahl von Öffnungen 25 auf, die, wie die Zeichnung zeigt,
- 11 -
2614.2 '■ . I- Il - "'It " 03.12.1990
die gesamte Wandung des Einsatzes 5 durchsetzen können, und hierdurch soll erreicht werden, daß das in den Einsatz 5
eingegebene Mittel oder auch die dort angeordneten Filterelemente für den Teilstrom leicht zugänglich sind. Die Möglichkeiten
einer einstellbaren Dosierung bestehen hier genauso wie in den vorhergehend beschriebenen Ausführungsbeispielen,
ohne daß dies in der Zeichnung dargestellt ist. Ob nur der Zwischenboden 23 oder gleichzeitig auch ein Einsatz wie der
dargestellte oder ein ähnlicher Einsatz 5 verwendet wird, hängt von dem Verwendungszweck der Mischvorrichtung ab. Es
ist beides möglich, und ebenso kann man auch nur den Zwischenboden 23 oder nur den Einsatz 5 mit Öffnungen 25 verwenden.
Auf jeden Fall wird eine gute Verteilung des Teilstroms in der Mischkammer 4 durch die Anordnung des Zwischenbodens
23 erreicht, und ebenso werden auch sämtliche Bereiche des Einsatzes 5 von dem Teilstrom erfaßt.
Aus dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 geht hervor, daß man nicht nur gleichartige Mischkammern 4 wie im Ausführungsbeispiel
2, sondern auch verschieden gestaltete Mischkammern 4 in Zwillingsanordnung an einen gemeinsamen Hauptkanal 3 anschließen
kann. Die Dosiervorrichtung ist hier in der rechten Mischkammer 4 durch Einzeichnen einer Dosiernadel 26 zur Steuerung
und Voreinstellung des Querschnitts der zweiten Leitung 15 veranschaulicht. Mit einem Rändelrad und einem entsprechenden
Gewindeeingriff der Dosiernadel 26 in der Wandung der Mischkammer 4 ist die Dosiernadel 26 für die Querschnittssteuerung
axial verstellbar.
Im übrigen bezeichnen auch im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
4 gleiche Bezugszeichen wiederum gleiche Teile aus den vorhergehend
beschriebenen Ausführungsbeispielen. Der Einsatz 5 der rechten Mischkammer 4 weist hier zusätzliche Öffnungen 27 auf,
gg durch die der Teilstrom in das Innere des Einsatzes 5 eindringen
kann.
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2614.2 &idiagr;.*- :■- 12 -' 9 _"tt _t__ __ ....0.6.1.2.1990
Es liegt auf der Hand und bedarf deshalb keiner besonderen Erläuterung, daß die in Fig. 4 gezeigte Zwillingsanordnung
viele verschiedenartige Möglichkeiten des Einsatzes und der Beimischung von Mitteln bzw. der Filterung des Teilstroms
zuläßt.
Abschließend wird darauf hingewiesen, daß die neuerungsgemäße Vorrichtung zwischen der Brause und dem Brauseschlauch
installiert werden kann. Schädlichen Bakterien, die bei Temperaturen um 50° C oder darunter auftreten können, ist der
Mensch nicht ausgesetzt, wenn die neuerungsgemäße Vorrichtung in Verbindung mit geeigneten Zusätzen benutzt wird.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung, insbesondere zum Beimischen von antibakteriellen
Mitteln, Desinfektionsmitteln sowie Pflegemitteln oder dergleichen zu einem Wasserstrom, der von einer
Mischbatterie oder von einer anderen Dusch- oder Wannenarmatur in einer Leitung, insbesondere Schlauchleitung,
zu einem Duschkopf oder dergleichen geführt wird und dort austritt, dadurch gekennzeichnet,
daß eine zwischen die Mischbatterie bzw. das jeweilige Ventil und den Duschkopf bzw. den jeweiligen Leitungsauslaß
abdichtend einsetzbare Mischvorrichtung (1) einen Hauptkanal (3), durch den der Wasserstrom fließt,
eine in dem Hauptkanal (3) angeordnete und mit einer Engstelle (12) zusammenwirkende Strahldüse (10) , in
deren ringförmigem Umgebungsraum (11) bei durchströmendem Wasser ein Unterdruck erzeugbar ist und mindestens
eine neben dem Hauptkanal (3) angeordnete, von einem von dem Wasserhauptstrom abzweigbaren Teilstrom durchströmbare
Mischkammer (4) umfaßt, von der ein erster Abschnitt über eine erste Leitung (14) mit dem ringförmigen
Umgebungsraum (11) und ein zweiter Abschnitt (13) über eine zweite Leitung (15) mit einem stromabwärts
im Abstand von dem ringförmigen Umgebungsraum (11) gelegenen Kanalabschnitt in Verbindung steht, und
daß in der Mischkammer (4) vom Teilwasserstrom durch-
3Q strömbare Einsätze (5) aufnehmbar sind, die beizumischende
Flüssigkeiten und/oder Filterelemente enthalten oder darstellen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e &eegr; &eegr; g5
zeichnet, daß der Teilstrom dosierbar ist durch eine stufenlose Steuerung des Durchflußquerschnitts der
2614.2 \...*\.. - &iacgr;&idiagr;~ ,," |"\.: 03.12.1990
ersten und/oder der zweiten Leitung (14), (15) oder der Mischkammer (4) selbst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Mischkammer (4) bzw. der Einsatz (5) in der Mischkammer (4) durch einen lösbaren Deckel
(8) verschlossen ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
1-3, dadurch gekennzeichnet , daß der ein Mittel enthaltende sowie nachfüllbare Einsatz (5)
durch eine Öffnung (7) in die Mischkammer (4) einführbar und dort befestigbar ist, Öffnungen (18), (19); (25) für
den Zu- und den Abfluß von Wasser aufweist und vom Wasserteilstrom umspült sowie durchquert bzw. durchspült wird.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet , daß in einander gegenüberliegender Anordnung zwei Mischkammern (4) mit
entsprechendem Anschluß über erste und zweite Leitungen (14), (15) an den Hauptkanal (3) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet , daß die Mischkammer (4) im unteren Bereich einen mit Durchflußöffnungen
(24) versehenen Zwischenboden (23) zur Aufnahme von Filterelementen
oder dergleichen aufweist.
3q
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet , daß mehrere verschiedenartige Mischkammern (4) an einen gemeinsamen Hauptkanal
(3) angeschlossen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9016641U DE9016641U1 (de) | 1989-12-20 | 1990-12-08 | Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3942015 | 1989-12-20 | ||
| DE9016641U DE9016641U1 (de) | 1989-12-20 | 1990-12-08 | Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9016641U1 true DE9016641U1 (de) | 1991-03-14 |
Family
ID=25888203
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9016641U Expired - Lifetime DE9016641U1 (de) | 1989-12-20 | 1990-12-08 | Vorrichtung zum Behandeln eines Wasserstroms in einer Leitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9016641U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996036797A1 (de) * | 1995-05-19 | 1996-11-21 | Siemens Aktiengesellschaft | Vormischkammer für eine abgas-reinigungsanlage |
| US5943858A (en) * | 1995-05-19 | 1999-08-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Premixing chamber for an exhaust gas purification system |
| WO2012001400A1 (en) * | 2010-06-28 | 2012-01-05 | Stephen Finch | Shower sterilisation system and method of use thereof |
-
1990
- 1990-12-08 DE DE9016641U patent/DE9016641U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1996036797A1 (de) * | 1995-05-19 | 1996-11-21 | Siemens Aktiengesellschaft | Vormischkammer für eine abgas-reinigungsanlage |
| US5943858A (en) * | 1995-05-19 | 1999-08-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Premixing chamber for an exhaust gas purification system |
| WO2012001400A1 (en) * | 2010-06-28 | 2012-01-05 | Stephen Finch | Shower sterilisation system and method of use thereof |
| US8894927B2 (en) | 2010-06-28 | 2014-11-25 | Omnia-Klenz Ltd. | Shower sterilisation system and method of use thereof |
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