DE900615C - Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete

Info

Publication number
DE900615C
DE900615C DEK2749D DEK0002749D DE900615C DE 900615 C DE900615 C DE 900615C DE K2749 D DEK2749 D DE K2749D DE K0002749 D DEK0002749 D DE K0002749D DE 900615 C DE900615 C DE 900615C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon
carbide
molybdenum
tools
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK2749D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walther Dawihl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Original Assignee
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie filed Critical Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority to DEK2749D priority Critical patent/DE900615C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE900615C publication Critical patent/DE900615C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C29/00Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides
    • C22C29/02Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides
    • C22C29/06Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides based on carbides, but not containing other metal compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte Zur Herstellung von Werkzeugen und Arbeits.-geräten hat man schon Hartmetallegierungen vorgeschlagen, die aus Modybdänkarbid der Formel Mo2 C und Wolframmonokarbid W C oder Titankarbid Ti C enthaltendem Mischkristallen bestehen. Es hat sich gezeigt, daß eine Verbesserung der Zähigkeit und damit der Schneidhaltigkeit @derartiger Hartrnetallegieirun@gen erreicht werden, kann, wenn, an .Stelle des Modyb,dänkarblids der Forme-,1 Mo2 C Molybdänkarbid der Formel Mo C zur Mischkristallbildung verwendet wird. Die Hersteillun@g derartiger durch Zusammens-intern von MoC und W C oder Ti C ist jedoch in wirtschaftlich tragbarem Maße nicht,durchführbar, weil man. MoC durch übliches Erhitzen von Molybdän und Kohlenstoff oder auch Molybdänoxyd (Mo03) und Kohlenstoff nicht mit genügendem Anfallsp'r;ozentsatz erhalten kann und weil außerdem die notwendige Trennung der geringen Menge an gebildetem Mo C von den großen Mengen an Mo. C und leim nicht gebundenen Kohlenstoff einen langwierigen Arbeitsvorgang erfordert. Das gleiche gilt, wenn man, Molybdänpulver, Wolframpulver und Kohlenstoff in an sich richtigen Mengenverhältnissen mischt und erhitzt, da alsdann neben Wodfraimmonokarbmd eb,e!nfaLls@ größtenteils, nur Molybdänkarbid der Formel Mo@2 C entsteht, während ein Teil des Kohlenstoffes ungebunden bleibt. Mischkristalle aus Mo,C und W C lassen sich jedoch in; kurzem Arb@oitsmrgang mit genau stöchiometrischer Zusammensetzung herstedlen, wenn erfind'ungsgemäß ein Gemisch aus Mo@lybdänpulvesr mit Kohlenstoff in einer auf Mo, C berechneten Menge, mit Wolframkarbid der Formel W C oder auch Titankarbid in Mengen von mindestens ioo/o. zweckmäßig in kohlender Atmosphäre oder im Vakuum auf mindestens i6oo°' C, zweckmäßig jedoch auf aooo° C erhitzt wird. Temperaturen über i6oo° C beschleunigen nämlich dem, Umsetzungsvomgang. Es gelingt erfindungsgemäß z. B. durch. 2stündiges Erhitzen. einer Mischung von 70 g Woilframmosnokarbsi,d (W C) mit 30 g Mo,lyb,dän metall und 3,8 g Kohlenstoff auf aooo° C in einem Ko@hle,r@ohrkurzsch,lußo,fem an Molybdän o,8i Atome Kohlenstoff, bezogen auf i Atom Molybdän, zu bringen. Bei Verlängerung .der Erhitzungsdauer auf 5 Stunden steigt die an Molybdän. gebundene Menge an Kohlenstoff bis auf i Atom Kohlenstoff, bezogen auf i Atom Molybdän., an. Damit ist das stöchiometrische Verhältnis für die Bildung des Moslybdänkarb,i-ds der Förmel MosC erreicht. Dies bedeutet also, daß bei Gegenwart von Woilframmomokar'bid Kohlenstoff an Molybdän über die Formel Mo2 C hinaus gebunden wird' und daß nur durch Einhaltung einer entsprechenden Erhitzungszeit Molybdänkarbide bis, zur Formel Mo@C erhalten werden können. Wi.rd-- der osbenge@nannt:en Mischung außerdem noch ein Zusatz von 5 o/oKo@balt gegeben, so ist bereits nach 2stündiger Erhitzung auf aooo° C unter den gleichen Erhitzung,-bedingungen i Atom Kohlenstoff an i Atom Molybd'än gebunden. Der Zusatz von Kobalt erhöht also dies Geschwindigkeit der Bindung des Kohlenstoffes an das Molybdän erheblich. Wird dagegen eine woslfra"rnkarbidfreie Mischung von go kg Molybdänmetall, 11,4 g Kohle und 5 g Kobalt 2 Stunden auf 20'10o° C unter sonst gleichen Bedingungen eirhitzt, so werden nur 10,5 Atome Kohlenstoff an Molybdän gebunden, während der darüber hinaus, zugefügte Kohlenstoff in freier Form zurückbleibt.
  • Um beim Sinterungsvo@rgang mit Sicherheit die angestrebte Mischkristallbildun!g zu erhalten, ist eine Mindestmenge vom ioo/o Wo!lfr'amnmom.okarbid erforderlich. Eine geringere Menge an Woslframmonokarbild läßt nämlich die vollständige Binidung des Kohlenstoffes- zu MosC nicht vor sich gehen. Zweckmäßig wird ein Wolframmonokarbidzus-atz von wenigstens 30()/& _ verwendet.
  • Für -den Zusatz an niedrigschmelzend'en Metallen, wie Kobalt, Eisen oder Nickel, die die Umsetzung erheblich b@egiuvstigen, gibt es, an sich keine obere Grenze. In Anbetracht, dessen, daß die Mischkristalle jedoch zur Herstellung von Hartmetalllegierungen verwendet werden sollen, bei denen im allgemeinem: mit kleineren Zusätzen an Hilfsmetallen gearbeitet wird, genügt es, einem Zusatz vonhöchstenss io-o/oanniedrigschmelzenden Metallen zu verwenden.
  • Es hat sich ferner gezeigt, daß man dem Ausgangsgemisch an Stelle des Molybdäns und des auf Mo@ C berechneten Kohlenstoffes die Verbindung Mo. C unter Beigabe von so viel Kohlenstoff, als zur Bildung von Mo C nötig ist, zufügen kann.
  • In gleicher Weise wie Wodframkarbid der Formel WC wirkt, wie erfindungsgemäß festgestellt wurdet, auch Ti-bankairbid._Es kann mit Vorteil das Woslframmosnokar!bid teilweise bis zu 9o o/o durch Titankarbi-d ersetzt werden. In einer Mischung aus 35 g' Wolframm.onokarbid (WC) und 35 g Titankarbid mit 30 g Molybdänmetall, 3,8 g Kohlenstoff und io g Kobalt beträgt der an Moilyb,dän gebundene Kohlenstoff nach 2stündiger Erhitzung auf aooo° C in einem I,'-ohleroh'rkurzschlußo,fen ebenfalls i Atom auf i Atom Moslyb,dän. Auch. in diesem Fall hat sich ein Molybdänkarbid der Formel Mo, C gebildet.
  • Der technischei Vorteil dieses höhen- gekehlten Molybdänkarbmdes in der Form seiner Mischkristalle mit Woilßrammonokarbi,d oder Titankarbid zeigt sich besonders. daran, daß die aus die sein Mischkristiall sei: in an. sich bekannter Weise hergestellten Hartmetallegierumgen eine sehr große Zähigkeit und oineun: zonenfreien Bruch besitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur H&stellung von Hartmertalllegierungen für Wewkzeuge und Arbeitsgeräte, die aus Molybdänkarbi.d der Fosrmesl Mo@ C und Wolframkarbid der Formel W C und /oder Titankarbid enthaltenden. Mischkristallen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch von Moilyb,dänpulver mit Kohlenstoff in einer auf MosC berechneten Menge mit Woilframkarbid der Formel WC und/oder Titankarbid in Mengen von mindestens ioo/o zweckmäßig -inkohlenderAtmospbäre odlor im Vakuum auf mindestens i6oo° C, zweckmäßig jedoch auf eitwa 2ooo° C, erhitzt wird. a. Verfahren -nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß zur Erleichterung der Umsetzung dem ,Gemisch ,aus Molybdän, Kohlenstoff und Wolframmonokarbid noch niedrigschmelzende Metalle, wie Kobalt, Nickel oder Eisen, voirizugsweise in: Mengen bis zu ioo/o, zugesetzt werden. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Molybdäns und deis: auf MosC berechneten: Kohlenstoffes die Verbindung Mo. C unter Bleigabe von so, viel Kohlenstoff, als. zur Bildung von Mo@ C nötig ist, dem Ausgangsgemisch zugefügt wird. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, .daß das Wolframmonokarbid teilweise, und zwar bis zu go,o/o, durch Titankarbid ersetzt wird. Angezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 145 675; britische Patentschriften Nr. 376 egg und 435754-
DEK2749D 1940-08-13 1940-08-13 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete Expired DE900615C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2749D DE900615C (de) 1940-08-13 1940-08-13 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2749D DE900615C (de) 1940-08-13 1940-08-13 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE900615C true DE900615C (de) 1953-12-28

Family

ID=7209565

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK2749D Expired DE900615C (de) 1940-08-13 1940-08-13 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE900615C (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB376299A (en) * 1930-03-26 1932-06-27 Fansteel Prod Co Inc Method of making hard alloys for cutting tools
GB435754A (en) * 1932-12-21 1935-09-23 Ver Edelstahl Ag Improvements in or relating to the production of carbides, carbonitrides, nitrides, borides, silicides and titanides
AT145675B (de) * 1933-03-01 1936-05-11 Boehler & Co Ag Geb Gesinterte Hartmetall-Legierung.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB376299A (en) * 1930-03-26 1932-06-27 Fansteel Prod Co Inc Method of making hard alloys for cutting tools
GB435754A (en) * 1932-12-21 1935-09-23 Ver Edelstahl Ag Improvements in or relating to the production of carbides, carbonitrides, nitrides, borides, silicides and titanides
AT145675B (de) * 1933-03-01 1936-05-11 Boehler & Co Ag Geb Gesinterte Hartmetall-Legierung.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH268905A (de) Hitzebeständige, ferritische Legierung.
DE877931C (de) Verfahren zur Herstellung von bei hohen Temperaturen bestaendigen Widerstandselementen
DE900615C (de) Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen fuer Werkzeuge und Arbeitsgeraete
DE720502C (de) Hartmetallegierung, insbesondere fuer Werkzeuger, und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE764510C (de) Durch Sintern oder Sintern und Eintraenken der Hilfsmetalle erzeugte harte Metallegierungen
DE401600C (de) Metallegierung von sehr grosser Haerte und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE659917C (de) Gesinterte Hartmetallegierungen
CH226722A (de) Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte.
DE401172C (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenchromlegierungen
DE720357C (de) Verfahren zur Herstellung von Hartkoerpern
DE749749C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallen und Legierungen
DE582937C (de) Warm verformbare Legierungen
DE742042C (de) Gesinterte Hartmetallegierungen
DE434527C (de) Gesinterte harte Metallegierung fuer Arbeitsgeraete und Werkzeuge
CH274018A (de) Zur Stahlbearbeitung geeignete Hartmetallegierung.
DE757875C (de) Verfahren zur Herstellung manganhaltiger Metalle oder Legierungen
DE527144C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Metalle oder Legierungen durch silicothermische Reduktion
DE659534C (de) Schneidwerkzeuge aus einer Hartlegierung mit besonders grosser Zaehigkeit
DE679402C (de) Verfahren zur Herstellung von Doppelcarbiden
DE382500C (de) Ausgangsstoff zur Herstellung von nicht oxydierbarem Chromstahl
DE756183C (de) Desoxydierung und/oder Denitrierung hochschmelzender Carbide der vierten und fuenften Gruppe des periodischen Systems
DE646605C (de) Verfahren zur Herstellung von Berylliumlegierungen
AT130626B (de) Hartlegierung für Arbeitsgeräte und Werkzeuge.
DE879545C (de) Herstellung von Tantal- und Niobcarbiden
AT148598B (de) Gesinterte Hartmetallegierung für Arbeitsgeräte und Werkzeuge.