DE900262C - Verfahren zur Herstellung von Giessformen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von GiessformenInfo
- Publication number
- DE900262C DE900262C DESCH2491D DESC002491D DE900262C DE 900262 C DE900262 C DE 900262C DE SCH2491 D DESCH2491 D DE SCH2491D DE SC002491 D DESC002491 D DE SC002491D DE 900262 C DE900262 C DE 900262C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- clay
- sand
- production
- casting molds
- molding
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005266 casting Methods 0.000 title claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 3
- 239000004927 clay Substances 0.000 claims description 17
- 239000004576 sand Substances 0.000 claims description 12
- 238000000465 moulding Methods 0.000 claims description 6
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 15
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 8
- 239000006004 Quartz sand Substances 0.000 description 5
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 5
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 5
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 5
- 239000003110 molding sand Substances 0.000 description 3
- 239000004071 soot Substances 0.000 description 3
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 2
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 2
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N iron Substances [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000314 lubricant Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010902 straw Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mold Materials And Core Materials (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Gießformen Die Erfindung betrifft eine Erweiterung .des Anwendungsgebietes des Verfahrens nach dem Patent 889 687. Nach diesem Verfahren wird: beim Formen mit einer das Modell umgebenden., erhärtenden Schicht ein praktisch tonfreier Sand zum Hinterfüllen benutzt, der der Form die Festigkeit verleiht.
- Gemäß der zusätzlichen Erfindung soll das Verfahren auch auf .dem Gebiete .der Lehmformerei angewendet werden, bei der Lehm ebenfalls als erhärtende Schicht angesehen werden kann.
- In der Lehmformerei wird meist auf einer Bußeisernen Tragplatte aufgebaut. Einfache Ziegelsteine oder selbst hergestellte Lehmsteine werden auf diese Tragplatte mit etwas Spielraum den Konturen .des abzuformenden Stückes entsprechend .angelegt, wobei die einzelnen Steine durch Lehm miteinander verbunden sind. Die Innenseite der Form wird, wenn diese nicht durchAbformung amModell gegeben ist, durch Verschablonieren einer Lehmschicht hergestellt. Durch .die Trocknung einer so hergestellten Form wird diese erst gießfähig und erhält durch,die Verfestigung des zum Aufbau verwendeten Lehmes eine gewisse Gefügefestigkeit.
- Wenn auch durch die Tragplatte ein gefahrloser Transport gewährleistet ist, -so reicht die Gefügefestigkeit nicht aus, um dem Gießdruck standzuhalten. Deshalb ist es fast immer -notwendig, eine Lehmform einzustampfen, um einen. Druckaus= gleich herzustellen. Hierzu sind in ,denLehmform@ereien besondere Einstampfgruben vorhanden. In :diese wird :die fertige Lehmform. gestellt und der Zwischenraum zwischen Form und Grubenwandungen mit Formsand ausgestampft. Dieses Einstampfen der Lehrform ruß gewissenhaft .durchgeführt werden, und diese Arbeit nimmt bei großen Formen oft Tage in Anspruch. Da die getrocknete Lehmform eine ;größere Gasdurchlässigkeit besitzt als der stark verdichtete Einstampfsand, ruß beim Aufstampfen durch Einlagen von Strohseilen oder auf eine andere Art für eine gute Luftabführung gesorgt werden:.
- Nach :dem Gießpro:zeß mußdann ,die Lehmform wieder ausgegraben werden, was eine ungesunde, schwere und langwierige Arbeit ist. Der durch die Gieß,metallwärme ausgetrocknete, festgestampfte Formsand läßt sich nur mit großem Kraftaufwand wieder ausgraben.
- Die Gefahr, daß das Gießmetall an Formteilungen, Gießtrichteransatzflächen oder sonstwie durchbricht, ist bei der Hinterstampfung mit tonhaltigen Sanden infolge der geringen Gasdurchlässigkeit, :die noch durch die erforderliche feste Einstampfung erheblich gemindert wird, besonders unangenehm. Hierdurch kommt es an diesen Durchbruchstellen zu starker Gasentwicklung, die noch durch die Feuchtigkeit des Einstampfsandes begünstigt wird. Infolge der geringen Gasdurchlässigkeit sowie der Zusammendrückbarkeit des Formsandes, wobei der Ton in Verbindung mit Feuchtigkeit noch als Gleitmasse wirkt, wird durch den Gasdruck eine Raumerweiterung eintreten. Diese Raumerweiterung gestattet dem unter Druck stehenden :Gießmetall nachzufließen, und jeder Gießer kennt,die .Gefahren eines solchen Vorganges, der in :den meisten Fällen zu Ausschuß führt.
- Diese Mängel des. bisherigen Lehmformverfahrens können nun durch Anwendung der Erfindung nach dem Patent 889 687 behoben werden. Die Erkenntnis, daß reiner Quarzsand durch geringen Druck praktisch in eine Endverdichtungslage gebracht werden kann, zeigt, daß .dieser Sand ein idealer Hinterfüllsand auch für die Lehmformerei ist: Da dieser Sand sehr leicht auf Druck reagiert, haben wir nur darauf ,zu achten, -daß derselbe keine Ausweichmöglichkeit besitzt.
- Innerhalb der Formgrube hat der Sand keine Ausweichmöglichkeit, und :die Lehmform selbst ist genügend stark, um den Sanddruck aufzunehmen. Nach obenhin allerdings ruß ider eingefüllte Sand durch Platten oder ähnliches abgedeckt .und entsprechend :belastet werden.
- Infolge .der Gasdurchlässigkeit des Quarzsandes sind zur Luftabführung keine besonderen Vorkehrungen notwendig. Auch ist ein an den Teilflächen der Form oder anderswo mögliches Durchbrechen :des Gießmetalls ohne Bedeutung, da die Gießgase, bedingt durch die hohe Gasdurchlässigkeit des Quarzsandes und infolge seiner starren Lage, keine Raumerweiterung vornehmen können. Bei trocken eingefülltem Sand, welcher sehr zu empfehlen ist, ist auch eine zusätzliche Wasserdampfentwicklung ausgeschlossen. D:ie bessere Wärmeleitfähigkeit reiner Quarzsande, die ein frühes Erstarren der Gießmetalle (begünstigt und .somit :die Durchbruchstellen abriegelt, wird als weiterer Vorteil dazu erhalten.
- Die Ausleerarbeit nach dem Gießen ist auch wesentlich erleichtert. Der als Stützmaterial dienende Quarzsand kann ohne vorherige Auflockerung durch Hacken oder sonstwie -ausgeschaufelt werden oder durch einen Exhaustor abgesaugt werden, was bei großen und tiefen Stücken von Vorteil sein kann. Allgemein wird es genügen, die Lehmform nach :dem Abgießen anzuhängen und ohne Überlastung der Hebezeuge einfach aus der Formgrube auszuheben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gießformen mit Hilfe eines praktisch tonfreien, der Form die Festigkeit verleih-enden Füllsandes hinter ,der das Modell umgebenden erhärtenden Schicht nach Patent 889 687, gekennzeichnet .durch die Anwendung auf die Lehmformerei, wobei vorzugsweise Beschwerungsmittel gegen. das Ausweichen des tonfreien Sandes nach oben verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH2491D DE900262C (de) | 1944-05-12 | 1944-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Giessformen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH2491D DE900262C (de) | 1944-05-12 | 1944-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Giessformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE900262C true DE900262C (de) | 1953-12-21 |
Family
ID=7423349
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH2491D Expired DE900262C (de) | 1944-05-12 | 1944-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Giessformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE900262C (de) |
-
1944
- 1944-05-12 DE DESCH2491D patent/DE900262C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE900262C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessformen | |
| DE3316571C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Präzisionsgießformen nach dem Gips - Formverfahren, Gießform und deren Verwendung | |
| CH639880A5 (de) | Verfahren zur verbesserung der physikalischen eigenschaften von heissem gruenem formsand. | |
| DE870598C (de) | Verfahren zum Herstellen von Giessformen | |
| DE2263679A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines stahlblocks | |
| DE435196C (de) | Form aus keramischer poroeser Masse | |
| DE889687C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessformen | |
| DE6603277U (de) | Auskleidung fuer betonrohre. | |
| DE520175C (de) | Herstellung von Formen und Kernen fuer Metallgiessereizwecke | |
| DE3320309C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Präzisionsmeßformen, Gießformen und deren Verwendung | |
| DE945717C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessformen fuer Metallguss, Eisenguss od. dgl. | |
| DE7019839U (de) | Hilfsvorrichtung zur herstellung von formen fuer den sandguss von metallgegenstaenden, insbesondere solcher grosser oberflaeche und geringer dicke. | |
| DE652907C (de) | Masse zum Herstellen von Formen und Kernen | |
| DE1067570B (de) | Praezisionsgiessverfahren | |
| DE1942576U (de) | Bleiakkumulatorenplatte. | |
| DE653103C (de) | Masse zum Herstellen von Formen und Kernen | |
| AT84418B (de) | Kern zum Gießen von Hohlkörpern. | |
| CH293742A (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessformen. | |
| DE809169C (de) | Herstellung von Bauelementen | |
| DE2543585A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer form unter anwendung von unterdruck | |
| AT154119B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Unterdrückung der Lunker- und Blasenbildung beim Ingotguß. | |
| DE805309C (de) | Eisenbetonrippendecke | |
| AT54656B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstmarmor. | |
| DE27086C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schlackengufsformstücken unter Tempern der zum Giefsen benutzten Schlacke | |
| EP0344225B1 (de) | Verfahren zur herstellung einer giessform |