DE900262C - Verfahren zur Herstellung von Giessformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Giessformen

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DE900262C
DE900262C DESCH2491D DESC002491D DE900262C DE 900262 C DE900262 C DE 900262C DE SCH2491 D DESCH2491 D DE SCH2491D DE SC002491 D DESC002491 D DE SC002491D DE 900262 C DE900262 C DE 900262C
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DE
Germany
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clay
sand
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casting molds
molding
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Expired
Application number
DESCH2491D
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English (en)
Inventor
Karl Ingendahl
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Schiess AG
Original Assignee
Schiess AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gießformen Die Erfindung betrifft eine Erweiterung .des Anwendungsgebietes des Verfahrens nach dem Patent 889 687. Nach diesem Verfahren wird: beim Formen mit einer das Modell umgebenden., erhärtenden Schicht ein praktisch tonfreier Sand zum Hinterfüllen benutzt, der der Form die Festigkeit verleiht.
  • Gemäß der zusätzlichen Erfindung soll das Verfahren auch auf .dem Gebiete .der Lehmformerei angewendet werden, bei der Lehm ebenfalls als erhärtende Schicht angesehen werden kann.
  • In der Lehmformerei wird meist auf einer Bußeisernen Tragplatte aufgebaut. Einfache Ziegelsteine oder selbst hergestellte Lehmsteine werden auf diese Tragplatte mit etwas Spielraum den Konturen .des abzuformenden Stückes entsprechend .angelegt, wobei die einzelnen Steine durch Lehm miteinander verbunden sind. Die Innenseite der Form wird, wenn diese nicht durchAbformung amModell gegeben ist, durch Verschablonieren einer Lehmschicht hergestellt. Durch .die Trocknung einer so hergestellten Form wird diese erst gießfähig und erhält durch,die Verfestigung des zum Aufbau verwendeten Lehmes eine gewisse Gefügefestigkeit.
  • Wenn auch durch die Tragplatte ein gefahrloser Transport gewährleistet ist, -so reicht die Gefügefestigkeit nicht aus, um dem Gießdruck standzuhalten. Deshalb ist es fast immer -notwendig, eine Lehmform einzustampfen, um einen. Druckaus= gleich herzustellen. Hierzu sind in ,denLehmform@ereien besondere Einstampfgruben vorhanden. In :diese wird :die fertige Lehmform. gestellt und der Zwischenraum zwischen Form und Grubenwandungen mit Formsand ausgestampft. Dieses Einstampfen der Lehrform ruß gewissenhaft .durchgeführt werden, und diese Arbeit nimmt bei großen Formen oft Tage in Anspruch. Da die getrocknete Lehmform eine ;größere Gasdurchlässigkeit besitzt als der stark verdichtete Einstampfsand, ruß beim Aufstampfen durch Einlagen von Strohseilen oder auf eine andere Art für eine gute Luftabführung gesorgt werden:.
  • Nach :dem Gießpro:zeß mußdann ,die Lehmform wieder ausgegraben werden, was eine ungesunde, schwere und langwierige Arbeit ist. Der durch die Gieß,metallwärme ausgetrocknete, festgestampfte Formsand läßt sich nur mit großem Kraftaufwand wieder ausgraben.
  • Die Gefahr, daß das Gießmetall an Formteilungen, Gießtrichteransatzflächen oder sonstwie durchbricht, ist bei der Hinterstampfung mit tonhaltigen Sanden infolge der geringen Gasdurchlässigkeit, :die noch durch die erforderliche feste Einstampfung erheblich gemindert wird, besonders unangenehm. Hierdurch kommt es an diesen Durchbruchstellen zu starker Gasentwicklung, die noch durch die Feuchtigkeit des Einstampfsandes begünstigt wird. Infolge der geringen Gasdurchlässigkeit sowie der Zusammendrückbarkeit des Formsandes, wobei der Ton in Verbindung mit Feuchtigkeit noch als Gleitmasse wirkt, wird durch den Gasdruck eine Raumerweiterung eintreten. Diese Raumerweiterung gestattet dem unter Druck stehenden :Gießmetall nachzufließen, und jeder Gießer kennt,die .Gefahren eines solchen Vorganges, der in :den meisten Fällen zu Ausschuß führt.
  • Diese Mängel des. bisherigen Lehmformverfahrens können nun durch Anwendung der Erfindung nach dem Patent 889 687 behoben werden. Die Erkenntnis, daß reiner Quarzsand durch geringen Druck praktisch in eine Endverdichtungslage gebracht werden kann, zeigt, daß .dieser Sand ein idealer Hinterfüllsand auch für die Lehmformerei ist: Da dieser Sand sehr leicht auf Druck reagiert, haben wir nur darauf ,zu achten, -daß derselbe keine Ausweichmöglichkeit besitzt.
  • Innerhalb der Formgrube hat der Sand keine Ausweichmöglichkeit, und :die Lehmform selbst ist genügend stark, um den Sanddruck aufzunehmen. Nach obenhin allerdings ruß ider eingefüllte Sand durch Platten oder ähnliches abgedeckt .und entsprechend :belastet werden.
  • Infolge .der Gasdurchlässigkeit des Quarzsandes sind zur Luftabführung keine besonderen Vorkehrungen notwendig. Auch ist ein an den Teilflächen der Form oder anderswo mögliches Durchbrechen :des Gießmetalls ohne Bedeutung, da die Gießgase, bedingt durch die hohe Gasdurchlässigkeit des Quarzsandes und infolge seiner starren Lage, keine Raumerweiterung vornehmen können. Bei trocken eingefülltem Sand, welcher sehr zu empfehlen ist, ist auch eine zusätzliche Wasserdampfentwicklung ausgeschlossen. D:ie bessere Wärmeleitfähigkeit reiner Quarzsande, die ein frühes Erstarren der Gießmetalle (begünstigt und .somit :die Durchbruchstellen abriegelt, wird als weiterer Vorteil dazu erhalten.
  • Die Ausleerarbeit nach dem Gießen ist auch wesentlich erleichtert. Der als Stützmaterial dienende Quarzsand kann ohne vorherige Auflockerung durch Hacken oder sonstwie -ausgeschaufelt werden oder durch einen Exhaustor abgesaugt werden, was bei großen und tiefen Stücken von Vorteil sein kann. Allgemein wird es genügen, die Lehmform nach :dem Abgießen anzuhängen und ohne Überlastung der Hebezeuge einfach aus der Formgrube auszuheben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gießformen mit Hilfe eines praktisch tonfreien, der Form die Festigkeit verleih-enden Füllsandes hinter ,der das Modell umgebenden erhärtenden Schicht nach Patent 889 687, gekennzeichnet .durch die Anwendung auf die Lehmformerei, wobei vorzugsweise Beschwerungsmittel gegen. das Ausweichen des tonfreien Sandes nach oben verwendet werden.
DESCH2491D 1944-05-12 1944-05-12 Verfahren zur Herstellung von Giessformen Expired DE900262C (de)

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