DE89989C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B47/00—Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1896 ab.
Zweck der nachstehend beschriebenen Erfindung ist das Oeffnen verschlossener Thüren,
Thorwege, Klappen u. s. w. mittelst Ablösens des Schliefsklobens oder Schliefsbleches.
Jedes Thür- oder Thorschlofs wird, je nach Einrichtung, mit einem Schliefskloben, Schliefsbleche
oder ähnlichem Verschlufstheile verbunden sein, welcher das Festhalten der Falle und
des Verschlufsriegels und damit auch des Schlosses und der Thür selhjst an der Wand
bewirkt.'. Wird der Schliefskloben oder das Schliefsblech von der Wand abgelöst, so kann
die Thür ohne Gebrauch eines Schlüssels, und ohne Bewegung der Falle und der Verschlufsriegel
durch beliebigen Druck oder Zug gegen die Thürfläche in der Richtung ihres Aufgehens
geöffnet werden. Eine solche ablösbare Befestigung lä'fst sich bewirken durch besonders
geformte Riegel oder Hakenstangen, welche in rückseitig am Schliefskloben oder Schliefsbleche
befindliche Oesen greifen und mittelst eines aufsep vor der Wand liegenden Hebels
oder Stiftes aus den Oesen gezogen werden können. Geschieht letzteres, so wird die Verbindung
des Schliefsklobens oder Schliefsbleches mit der Wand aufgehoben und ein
geringer Druck oder Zug gegen die Thür genügt, um den Schliefskloben oder das Schliefsblech
sammt Oesen aus der Wand zu. ziehen und die Thür zu öffnen, wobei die besondere
Einrichtung des Thürschlosses nicht in Betracht kommt. ' K ,
Durch die Fig. 1 bis 4 ist ein ablösbarer Schliefskloben nebst der Vorrichtung zum Ablösen
für eine vorgefalzte Thür dargestellt. Das in der Aufsicht und dem Horizontalschnitt
durch die Thürecke mit α bezeichnete überbaute Drückerkastenschlofs dient für gewöhnlich
zum Verschliefsen und Oeffnen der Thür. Der Verschlufsriegel b greift in den Schliefskloben
g hinein, die Falle c legt sich hinter die Schliefsnase. Der Schliefskloben g ist auf
eine Eisenblechplatte d genietet, an welcher rückseitig zwei Oesen ff untrennbar befestigt
sind. In diese Oesen greift der gabelförmige Riegel h h behufs Festhaltens des Schliefsklobens.
Die Blechplatte d liegt in einer anderen Blechplatte e, welche mit der Wand fest
verbunden wird. Zur Lösung der Blechplatte d bzw. des Schliefsklobens g wird der
gabelförmige Riegel h h mittelst einer auf drehbarer Welle / befestigten Kurbel k, welche in
einen entsprechend geformten Ausschnitt dieses Riegels fafst, zurückgezogen. Eine seitlich
neben dem Riegel h h angebrachte Feder m fördert den gleichmäfsigen Gang des Riegels.
Die Drehung der Welle / erfolgt durch den Hebel i vor der Zimmerwand. Ist der Riegel
h h aus den Oesen ff gezogen, so genügt ein
schwacher Druck gegen den Thürgriff oder die Thür selbst, um die Blechplatte d nebst
darauf befestigtem Schliefskloben g und Oesen ff aus der Wand zu ziehen und damit die
Thür zu öffnen.
Fig. ι zeigt die Lage des gabelförmigen
Riegels h h und der Kurbel k, wenn der Schliefskloben abgelöst,, und Fig. 2 die Lage
von h h und k, wenn er befestigt ist.
Soll das Schlofs mit einer elektrischen Hausoder Strafsenleitung verbunden werden, um.
nach einer bestimmten Stelle hin das Oeffnen der Thür zu melden, so dienen hierzu, zwei
Stahlbleche η und ο, welche in die Leitungsdrähte ρ und q auslaufen und mittelst des
Hakens r bei dem Zurückziehen des Riegels h h in Contact gebracht werden. In gleicher
Weise ist auch die Verbindung mit einem elektrischen Beleuchtungsapparate möglich.
Der Riegel h h und die Kurbel k liegen, völlig getrennt von dem Thürschlosse, in einem
eisernen Gehäuse seitlich neben dem Schliefskloben g. An diesem Gehäuse ist auch die
Welle / und der Hebel i befestigt. Die ganze Einrichtung bleibt ungeändert dieselbe, wenn
der Schliefskloben g durch das Drückerkastenschlofs α der Thür etwa nicht überdeckt, sondern
frei sichtbar ist.
Die Unterlagsplatte e unter der Platte d ist nicht unbedingt erforderlich, sie dient nur zur
leichteren und · unverschiebbaren Befestigung von d bzw. des Schliefsklobens.
Statt der Kurbel k kann auch ein auf der Welle / drehbares Getriebe zum Vor- und
Zurückschieben des Riegels /; /; benutzt werden
(s. Fig. 5).
Ferner läfst sich der Riegel h h mit der Kurbel k, dem Hebel i und der Welle Z in
der Weise drehbar fest verbinden, wie durch Fig. 6 angegeben. Bei dem Zurückziehen des
in Oesen sich bewegenden Riegels h h kommen letzterer, die Kurbel k und der Hebel i in
die punktirt angegebene Lage, wogegen die Welle / und der Hebel i sich nur um ihre
unverrückbare Achse drehen. Wie auch bei Fig. 6 durch das Zurückziehen des Riegels hh
aus den Schliefsklobenösen ff die Ablösung des Schliefsklobens bewirkt wird, bedarf keiner
weiteren Erklärung und ist deshalb auch figürlich nicht weiter dargestellt. Der Hebel i kann
zusammen mit der Welle /, der Kurbel k und dem Riegel h h in einem Gehäuse, also äufserlich
nicht sichtbar, angebracht und die Hebeldrehung durch eine Spiralfeder al bewirkt
werden (Fig. 22 und 23). Die Druckwirkung der Spiralfeder a1 auf den Hebel i wird, so
lange der Schliefskloben nicht abgelöst werden soll, durch einen ausziehbaren Hemmstift b1
aufgehoben, welcher in den am oberen Ende durchlochten Hebel i greift. Ist der äufserlich
mit einem Handgriff versehene Hemmstift b1 ausgezogen, so bewirkt die Druckfeder α1 eine
zum Zurückziehen des Riegels hh, also auch zum Ablösen des Schliefsklobens g genügende
Drehung des Hebels / bzw. der Kurbel k auf der Welle /.
Bei Verwendung einer der Höhe nach zusammengerollten Spiralfeder fl können, wie
die Fig. 20 und 21 zeigen, Hebel ζ, Kurbel k
und Welle / ganz fortgelassen werden, sobald die Feder f1 unmittelbar am gabelförmigen
Riegel h h — sachgemäfs an einem Mittelzinken desselben — befestigt ist. Die Druckwirkung
der stark zusammengeprefsten Feder f1
auf den Riegel h h wird wieder durch einen leicht ausziehbaren Stift b1 gehemmt. Wird
letzterer von aufsen mit der Hand oder in später beschriebener Weise mittelst eines
Elektromagneten entfernt, so schnellt die Spiralfeder f1 aus einander und bringt den gabelförmigen
Riegel h h in die punktirt angegebene Lage, zieht ihn also aus den Oesen ff des
Schliefsklobens, so dafs dieser sich ablösen läfst und das Oeffnen der Thür gestattet.
In den Fig.-20 bis 23 ist, weil nebensächlich, nicht weiter angegeben, wie die Druckfeder
al oder die Spiralfeder f1 wieder zusammengeprefst
und der Riegel h h zur Wiederbefestigung des Schliefsklobens in die Oesen
ff geschoben wird. Es läfst sich dieses leicht dadurch bewirken, dafs das Gehäuse für die
bezeichneten Theile mit einer äufseren Klappe zum Oeffnen versehen wird, welche ein Vorschieben
des Riegels h h und ein Zusammenpressen der Federn mit der Hand ermöglicht.
Auch kann hinter dem Nacken des Riegels h h eine von aufsen auf besonderer Welle drehbare
kleine Kurbel angebracht werden, welche bei Entfernung des Hemmstiftes bl mit zurückschnellt
und behufs des Thürverschlusses durch Drehung ihrer Welle mittelst eines abnehmbaren
äufseren Hebels den Riegel hh so weit vorschiebt, dafs der Hemmstift bl sich
wieder einstecken läfst.
Bei ganz in den Falz schlagenden Thüren mit eingelassenen Schlössern oder bei Thüren,
deren Schlofs mit sogenannter stumpfer Nase versehen ist und im Lichten der Thürzarge
liegt, greifen die Falle, der Verschlufsriegel und etwaige Nachtriegel in ein Schliefsblech,
welches bei zweiflügeligen Thüren auf einer Thürkante, bei einflügeligen auf dem Falze
der Thürzarge angebracht ist. Derartige Thüren lassen sich gleichfalls ohne Gebrauch
des Thürschlüssels öffnen, wie in Fig. 7 bis 11 dargestellt ist. Zu diesem Zwecke wird das
sonst übliche Schliefsblech durch ein ablesbares Zwischenstück y ersetzt, auf dessen Rückseite
eine oder mehrere Oesen ff f angebracht sind, in welche der gabelförmige Riegel h h
eingreift und die Verbindung des Zwischenstückes mit der Wand herstellt. In den unteren,
mit Ausschnitten versehenen Theil des Riegels h h fassen die Zähne einer Kurbel k
— Theil eines Zahnrades — und bewirken durch Drehung der Kurbel k nach rechts mittelst
des auf der Welle / befindlichen Hebels i ein Zurückziehen des Riegels aus den Oesen
fff und damit die Ablösbarkeit des Schliefsblechzwischenstückes
y von der Wand, also auch die Möglichkeit, die Thür durch einen leichten Druck oder Zug zu öffnen.
Das Schliefsblechzwischenstück y läfst sich ferner mit einer verticalen statt horizontalen
Riegelung versehen, wie dieses durch die Fig. 12
bis 14 dargestellt ist. Die Oesen fff haben
dann eine horizontale Lage, und es vertritt eine Hakenstange \ die Stelle des Riegels. Mit
der Hakenstange \ ist eine rechtwinklig abgekröpfte Eisenstange fest verbunden, in deren
Ausschnitte die Zähne der auf Welle / drehbaren Kurbel k greifen. Wird der Hebel i
nach links gedreht, so ziehen sich die Haken der Stange \ aus den Oesen fff, wodurch
die Ablösung des Schliefsblechzwischenstückesj^ und das Oeffnen der Thür ermöglicht wird.
Zur Verhütung einer unbefugten Ablösung des Schliefsklobens oder Schliefsbleches kann
der Hebel« bzw. der Hemmstift b1 durch einen
mit Plombe versehenen Faden mit der Wand verbunden werden, welcher bei Drehung des
Hebels i oder bei dem Ausziehen des Hemmstiftes b1 zerreifst.
Die Ablösung des Schliefsklobens oder Schliefsbleches kann auch aus gröfserer Entfernung
mittelst elektrischer Kraft ermöglicht werden. Durch die Fig. 15 bis 18 ist eine
Vorrichtung zur Ablösung des Schliefsklobens dargestellt, welche ebenso wie bei Fig. 22
und 23 auf der Wirkung einer Spiralfeder al
gegen den Hebel i u. s. w. beruht. Der Unterschied besteht nur darin, dafs der Hemmstift b1
bzw. der Hemmungshebel e1 mittelst eines Elektromagneten fortgezogen bzw. abgehoben
wird. Bei Fig. 15 und 16 bewegt sich der
einer starken Pressung ausgesetzte Hemmstift bl zwischen'Rollen c\ wovon die eine am oberen
Ende des Hebels i, die andere aber zu beiden Seiten des Hemmstiftes b1 liegen. Die Rollen
sind von einem die Elektricität nicht leitenden Material, wie Hartgummi, hergestellt, auch ist
zur vollständigen Isolirung ein Gummiplättchen am oberen Ende des Hemmstiftes b1 befestigt.
Das dem Hebel i abgekehrte Ende des Hemmstiftes läuft in eine kräftige Eisenplatte aus.
Dieser Eisenplatte gegenüber liegt der Elektromagnet d1. Sobald der entsprechend starke
elektrische Strom diesen Magneten durchfliefst, wird das plattenartige Ende des Hemmstiftes
angezogen, letzterer gleitet von der Rolle c1 am Ende des Hebels i ab, der Druck der
Feder al tritt in Wirkung, Hebel i und Kurbel
k werden zurückgedreht, dadurch auch Riegel h h zurückgeschoben und die Ablösbarkeit
des Schliefsklobens g bewirkt. In den Fig. 17 und 18 ist eine Anwendung dargestellt,
wobei der Hebel i nicht durch einen Hemmstift, sondern durch einen Hemmungshebel e1
gehalten wird. Das Ende des letzteren am Hebel / ist wieder mit Rollen aus Hartgummi
oder ähnlichem Isolirungsmaterial versehen, um das Abgleiten zu erleichtern. Am anderen
Ende des Hemmungshebels ist ein Eisengewicht befestigt, welches dem Drucke der Feder α1 bzw. dem Reibungswiderstande entgegenwirkt.
Die Endplatte dieses Eisengewichtes wird von einem Elektromagneten
angezogen, sobald letzteren der elektrische Strom durchfliefst. Hierbei löst sich der
Hemmungshebel e1 von dem Hebel i ab, die
Feder al drückt sowohl den Hebel i wie die
Kurbel k so weit zurück, dafs. der Riegel h h aus den Verschlufsösen ff gezogen wird und
der Schliefskloben abgelöst werden kann.
Sollte in einzelnen Fällen, z. B. bei grofsen Thorwegen, der Druck der Feder a1 gegen
den Hebel i so bedeutend werden, dafs es nicht mehr möglich ist, den Hemmstift b1 oder
Hemmungshebel e1 durch einen Elektromagneten fortzuziehen, so Iäfst sich das obere
Ende des Hebels i von einer leicht schmelzbaren Metalllegirung, etwa dem R ο se'sehen
Metalle — Wismuth, Blei und Zinn — herstellen. Dieses Hebelende legt sich dann, wie in
Fig. 19 angegeben, gegen eine feste Hemmung und wird zwecks Oeffbens der Thür durch
Einleitung eines entsprechend starken elektrischen Stromes abgeschmolzen, worauf der
Hebel i unter der festen Hemmung hinweggleitet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Befestigung der Schliefskloben bzw. Schliefsbleche an Schlössern, gekennzeichnet dadurch, dafs dieselben mittelst Riegel oder Hakenstangen (h) am Thürpfosten derart befestigt werden, dafs beim Zurückziehen der Riegel u. s. w. mit Hand oder durch elektrische Mittel ein Ablösen der SchlieTsklobenai. s.w. vom Thürpfosten stattfindet und die Thür ohne Aufschliefsen des Thürschlosses geöffnet werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89989C true DE89989C (de) |
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ID=361756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89989D Active DE89989C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89989C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20040240090A1 (en) * | 1999-11-24 | 2004-12-02 | Donnelly Corporation, A Corporation Of The State Of Michigan | An information display system for a vehicle |
-
0
- DE DENDAT89989D patent/DE89989C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20040240090A1 (en) * | 1999-11-24 | 2004-12-02 | Donnelly Corporation, A Corporation Of The State Of Michigan | An information display system for a vehicle |
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