DE3621152C2 - Verriegelungsvorrichtung für zweiflügelige Türen - Google Patents

Verriegelungsvorrichtung für zweiflügelige Türen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für zweiflügelige Türen, die mit ihrem Gehäuse oberhalb der Türflügel am Türrahmen angeordnet ist und eine dem Gang­ flügel zugeordnete Stellfalle und eine dem Standflügel zugeordnete Schnäpperfalle aufweist, wobei die Stellfalle mit der Schnäpperfalle über einen federbelasteten Hebelmechanismus gekuppelt ist und die Schnäpperfalle durch eine Panikentriegelungsstange des Standflügels aus ihrer Riegellage in eine Löselage überführbar ist.
Bei einer aus dem Prospekt "ECO hat sie . . . die Sicherheit in der ECO-DUAL-Verriegelung" der Firma ECO, ca. 1986, bekannten Verriegelungsvorrichtung der vorge­ nannten Art greift die im Stulp verschiebbar angeordnete Stellfalle am einen Ende eines Hebels an, der an einem mit dem Stulp fest verbundenen Lagerbock schwenkbar gelagert ist, wobei das andere Hebelende mit einer im Stulp ebenfalls verschiebbar gelagerten Schnäpperfalle in Wirkverbindung steht. Dabei ist an dem ein Gehäuse bildenden Lagerbock ein Kragarm angeordnet, auf welchem sich eine den Hebel im Lösesinne der Schnäpperfalle beaufschlagende Druckfeder befindet. Durch diese Druckfeder ist über den Hebel die Stellfalle ständig im Sinne eines Ausschiebens aus dem Stulp heraus beaufschlagt. Der unterhalb der Stell­ falle angeordnete Gangflügel weist in seinem oberendigen Eckbereich einen Anlaufkeil auf, durch welchen beim Schließen des Gangflügels die Stellfalle nach oben gedrückt wird, wodurch auch der Hebel auf der Stellfallen­ seite angehoben wird. Gleichzeitig wird beim Anheben des Hebels auf der Stellfallenseite der Hebel auf der Schnäpperfallenseite gegen die Kraft der Druckfeder nach unten bewegt, wodurch auch die Schnäpperfalle aus dem Stulp herausgedrückt und in eine Ausnehmung auf der Ober­ seite des Standflügels eingeschoben wird. Dies bedeutet, daß bei geschlossenem Gangflügel der Standflügel durch die Schnäpperfalle der Verriegelungsvorrichtung in seiner Schließlage gesichert ist. Unterhalb der Schnäpperfalle befindet sich im Standflügel eine Riegelstange des Panikverschlusses, die so angeordnet ist, daß die Riegel­ stange den Standflügel in der Schließlage am Bodenbereich festsetzt und in eben dieser Schließlage im oberen Bereich des Standflügels einen Freiraum beläßt, in welchen die Schnäpperfalle zur oberseitigen Verriegelung des Stand­ flügels eingreifen kann. Zwischen Schnäpperfalle und dem diesen beaufschlagenden Hebel befindet sich eine weitere Druckfeder, die sich zusammendrücken läßt, wenn der Panik­ verschluß entriegelt wird, und dabei die Riegelstange so weit nach oben geschoben wird, daß ihr oberes Ende bündig mit der Oberseite des Standflügels abschließt und dabei die Schnäpperfalle aus der Ausnehmung im Ober­ ende des Standflügels ausdrückt, so daß sich selbst bei in herkömmlicher Weise verschlossenem Gangflügel die beiden Flügel offendrücken lassen. In keinem Fall findet ein oberseitiger Verschluß des Gangflügels statt, so daß es im Brandfalle infolge der im oberen Türbereich stärkeren Wärmeentwicklung zum Aufbiegen des Eckbereiches am Gang­ flügel kommen kann, wodurch Flammendurchschlag, Rauchdurch­ tritt und den Brand begünstigende Zugerscheinungen auftreten können.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Verriegelungsvorrichtung der vorgenannten Art dahingehend zu verbessern, daß bei geschlossener Türanlage außer dem Standflügel auch der Gangflügel im oberen Türflügelbereich am Türrahmen verriegelbar ist und die Entriegelung sowohl vom Gangflügel als auch vom Standflügel oder auch auto­ matisch (fernbetätigt) zugleich erfolgen kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, sowohl der Stellfalle als auch der Schnäpperfalle einen separaten, jeweils am Gehäuse gelagerten Betätigungshebel zuzuordnen, wobei die Betätigungshebel ihrerseits zur synchronen Lösung und Sperrung von Schnäpperfalle und Stell­ falle in einer Gelenkstelle miteinander verbunden sind. Dabei ist vorteilhaft jeder Betätigungshebel von einem Kraftspeicher im Sperrsinn belastet. Durch die Zuordnung eines jeweils eigenen Hebels zur Stellfalle und auch zur Schnäpperfalle, die jedoch so miteinander verbunden sind, daß synchrone Bewegungen von Schnäpperfalle und Stell­ falle möglich sind, wird eine Zuhaltung sowohl des Stand­ flügels als auch des Gangflügels erzielt. Die Verwendung separater Betätigungshebel für die Schnäpperfalle einer­ seits und für die Stellfalle andererseits ermöglicht eine symmetrische Ausbildung der Verriegelungsvorrichtung, so daß diese universell einsetzbar ist, unabhängig davon, ob sich der Gangflügel auf der rechten oder linken Türdurchgangsseite befindet. Auch läßt sich über eine einzige Panik-Entriegelungsstange sowohl die Stellfalle als auch die Schnäpperfalle lösen.
Um die Verriegelungseinrichtung auch für einen elektrisch betätigten Türantrieb geeignet zu machen, sind nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Betätigungs­ hebel an der Gelenkstelle mit einem ein Stellglied bildenden und am Gehäuse festgelegten Elektromagneten verbunden.
Die normalerweise doppelt wirkende - d.h. sowohl auf den Standflügel als auch auf den Gangflügel einwirkende - Verriegelungsvorrichtung läßt sich auch als einzeln wirkende Riegelvorrichtung umrüsten, indem die dem Gang­ flügel zugeordnete Stellfalle mit einer abnehmbaren Fallennase ausgerüstet ist. Dabei läßt sich im Bedarfs­ fall die abnehmbare Fallennase durch eine solche aus­ tauschen, die zwei einander in Bewegungsrichtung des Gangflügels gegenüberliegende, geneigte Anlaufflächen aufweist. Dadurch wird zum einen eine nur einfach - näm­ lich auf den Standflügel - wirkende Verriegelungsvor­ richtung erzeugt, während gleichfalls auch eine Betätigung der Schnäpperfalle durch die Einleitung einer Öffnungs­ bewegung in den Gangflügel möglich ist, da bei Beginn der Öffnung des Gangflügels auch die Schnäpperfalle zurückgezogen wird, so daß gleichfalls auch der Stand­ flügel geöffnet werden könnte. Wird jedoch der Gang­ flügel weiter als nur einige Grad geöffnet, so fällt die Schnäpperfalle infolge des auf ihren Hebel ein­ wirkenden Kraftspeichers wieder ein und hält den Stand­ flügel geschlossen, wenn in diesen nicht zuvor eine Öffnungsbewegung eingeleitet wird. Es ist allerdings auch denkbar, an der dem Gangflügel zugeordneten Stell­ falle eine solche Fallennase einzusetzen, die aus einem eine Rolle drehbar halternden Rollenbock gebildet ist. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Fallennase zu ihrer undrehbaren Verbindung mittels eines Zentrierstiftes und einer Kopfschraube am Schaft der Stellfalle festge­ legt ist.
Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen auf der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine doppelflügelige, einen Standflügel und einen Gangflügel umfassende Türan­ lage, an deren Rahmen oberhalb der Tür­ flügel die erfindungsgemäße Verriegelungs­ vorrichtung angeordnet ist,
Fig. 2 die aus Fig. 1 ersichtliche Verriegelungs­ vorrichtung in einer gegenüber Fig. 1 vergrößerten Seitenansicht als Einzelheit II von Fig. 1,
Fig. 3 die aus Fig. 2 ersichtliche Verriegelungs­ vorrichtung in einer Stirnansicht,
Fig. 4 die Verriegelungsvorrichtung in einem Schnitt durch ihre Stellfalle gemäß der Schnittlinie IV-IV von Fig. 2,
Fig. 5 die analog Fig. 4 dargestellte Stellfalle, bei der jedoch die Fallennase beiderseits geneigte Anlaufflächen aufweist,
Fig. 6 die aus den Fig. 4 und 5 ersichtliche Stellfalle, deren Fallennase aus einem eine Rolle halternden Rollenbock gebildet ist.
Die aus Fig. 1 ersichtliche zweiflügelige Tür umfaßt einen Gangflügel 10 und einen Standflügel 11, die an einem Türrahmen 12 in bekannter Weise angeschlagen sind. Zur Schließfolgeregelung von Gangflügel 10 und Standflügel 11 mag eine bekannte, nicht dargestellte Schließfolge­ regelvorrichtung eingesetzt werden. Oberhalb von Gang­ flügel 10 und Standflügel 11 ist am Türrahmen 12 im mittleren Bereich die Verriegelungsvorrichtung 13 ange­ ordnet. Diese umfaßt eine Stulpschiene 14, an der ein Gehäuse 15 festgelegt ist, das im wesentlichen aus einer Grundplatte 16 und einer Deckelplatte 17 besteht. Dabei ist die Grundplatte 16 mit bereichsweise angeformten Winkelschenkeln 18 an der Stulpschiene 14, beispiels­ weise durch Verschweißen, festgelegt, während die Deckel­ platte 17 mit der Grundplatte 16 über Lagerzapfen 19 und Verbindungsbolzen 20 distanzhaltend verschraubt ist. Auf den im Abstand zueinander angeordneten Lagerzapfen 19 ist jeweils ein zwischen der Grundplatte 16 und der Deckelplatte 17 angeordneter Betätigungshebel 21 gelagert, deren einander zugekehrte Enden ein sich in horizontaler Richtung erstreckendes Langloch 22 aufweisen, wobei diese Langlöcher von einem Verbindungsstift 23 durchdrungen sind, der im dargestellten Ausführungsbeispiel gleichfalls den Ankerzapfen eines an der Stulpschiene befestigten Elektro­ magneten 24 durchgreift, so daß einerseits die Betätigungs­ hebel 21 miteinander und andererseits mit dem Anker­ zapfen des Elektromagneten 24 verbunden sind. Auf der anderen Seite des Lagerzapfens 19 überragt jeder Betäti­ gungshebel 21 eine an der Stulpschiene 14 festgelegte Führungsbuchse 25. Diese Führungsbuchsen 25 sind gleich weit vom Verbindungsstift 23 bzw. der Mittelebene des Elektromagneten 24 entfernt in der Stulpschiene 14 ange­ ordnet. Während in der einen Führungsbuchse ein als Stellfalle 26 fungierender Riegelzapfen 28 verschiebbar geführt ist, ist in der gegenüberliegenden Führungsbuchse 25 ein als Schnäpperfalle 27 fungierender Riegelzapfen 28 längsverschiebbar geführt. Die Riegelzapfen 28 sind an ihrem Oberende gabelförmig ausgebildet und umfassen jeweils einen Endbereich der Betätigungshebel 21, die mit einem Langloch 29 einen im Gabelkopf des Riegelzapfens 28 angeordneten Verbindungsbolzen 30 übergreifen. Jedes mit dem Riegelzapfen 28 verbundene Ende eines Betätigungs­ hebels 21 weist eine Verlängerung 31 auf, an der eine als Kraftspeicher 32 fungierende Zugfeder einerends an­ greift, die andernends durch ein Loch an einer Sicke 33 jedes äußeren Winkelschenkels 18 eingehängt ist. Dadurch werden über die Betätigungshebel 21 die Riegel­ zapfen 28 im Sinne einer Verriegelung beaufschlagt. Die Langlöcher 22 am anderen Ende eines jeden Betätigungs­ hebels 21 bilden zusammen mit dem Verbindungsstift 23 eine Gelenkstelle 34. An dem aus der Führungsbüchse 25 ausragenden Ende weist jeder Riegelzapfen sowohl der Stellfalle 26 als auch der Schnäpperfalle 27 eine ab­ nehmbare Fallennase 35 auf, die bei dem aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlichen Ausführungsbeispiel auf einer Seite angeschrägt sind. Diese Fallennasen 35 weisen - wie ins­ besondere aus Fig. 4 zu ersehen ist - eine Stufenbohrung 36 auf, in die eine Befestigungsschraube 37 so weit ein­ gelassen ist, daß ihr Kopf die geneigte Anlauffläche 35 nicht überragt. Zur undrehbaren Festlegung der Fallen­ nase gegenüber dem Riegelzapfen 28 ist außermittig ein Paßstift 39 sowohl in die Fallennase 35 als auch in den Riegelzapfen 28 eingreifend angeordnet.
Bei der aus Fig. 5 ersichtlichen Ausführungsform einer Verriegelungsvorrichtung ist die dem Gangflügel zugeordnete Stellfalle 26 so ausgebildet, daß der Gangflügel durch die Stellfalle nicht zugehalten werden kann, sondern die Stellfalle ausschließlich der Steuerung der Schnäpper­ falle 27 dient. Zu diesem Zweck weisen die in gleicher Weise wie in Fig. 4 dargestellten, mit dem Riegelzapfen 28 verbundene Fallennasen 35′ zwei einander in Bewegungs­ richtung des Gangflügels 10 gegenüberliegende, geneigte Anlaufflächen 38 und 38′ auf. Dadurch ist einerseits gewährleistet, daß der Gangflügel, wie bei dem aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlichen Ausführungsbeispiel, aus seiner Öffnungslage in die Schließlage überführt werden kann, während andererseits, entgegen der Ausführungsform gemäß Fig. 2 bis 4, der Gangflügel danach auch problemlos wieder in seine Offenlage geschwenkt werden kann, da wegen der beiderseitigen Anlaufflächen 38 und 38′ die aus Fig. 5 ersichtliche Stellfalle den Gangflügel nicht zuhalten kann.
Die aus Fig. 6 ersichtliche Ausführungsform entspricht in ihrer Wirkungsweise dem aus Fig. 5 entnehmbaren Aus­ führungsbeispiel. Allerdings weist die aus Fig. 6 ersichtliche Stellfalle keine geneigten Anlaufflächen auf, sondern ist an ihrem freien Ende mit einer auf einer Achse 42 gelagerten Rolle 40 versehen, die in einer als Rollen­ bock 41 ausgebildeten Fallennase gelagert ist. Diese Fallennase kann auch, wie bei den aus den Fig. 4 und 5 ersichtlichen Ausführungsformen, als separater Bauteil in ähnlicher Weise an den Riegelzapfen 28 angeschlossen sein. Allerdings wäre es auch möglich, den Rollenbock einstückig an den Riegelzapfen 28 anzuformen, der dann unterseitig zur Aufnahme der Rolle 40 mit einem der Gabelbildung dienenden Schlitz versehen sein könnte.
Ausgehend von einer in Fig. 1 dargestellten Schließlage beider Türflügel kann der Gangflügel 10 geöffnet werden, indem der Türdrücker 43 im üblichen Sinne betätigt wird. Dadurch läßt sich über eine bekannte Triebeinrichtung eine in Längsachse der Stellfalle 26 im Gangflügel 10 ange­ ordnete Betätigungsstange 44 die Stellfalle 26 aus ihrer Ausnehmung im Gangflügel 10 so weit hochschieben, daß der Gangflügel von der Stellfalle 26 freikommt und aufge­ schwenkt werden kann. Beim Hochschieben der Betätigungs­ stange und der dadurch bedingten Verschiebebewegung der Stellfalle 26 wird von deren Riegelzapfen 28 der in Fig. 2 linke Betätigungshebel 21 im Uhrzeigersinn um den Lagerzapfen 29 nach oben geschwenkt. Dadurch verschwenkt der zur Gelenkstelle 34 führende Arm des Betätigungs­ hebels 21 ebenfalls im Uhrzeigersinn, jedoch nach unten, und nimmt in gleicher Richtung über den Verbindungsstift 23 den zur Gelenkstelle führenden Hebelarm des in Fig. 2 rechtsseitigen Betätigungshebels 21 ebenfalls nach unten mit, so daß dessen rechts vom Lagerzapfen 19 befindlicher Hebelarm entgegen dem Uhrzeigersinn nach oben verschwenkt wird und dabei die mit diesem Hebelarm verbundene Schnäpperfalle 27 ebenfalls gegen die Kraft der Zugfeder 32 anhebt. Dadurch kommt auch der Standflügel 11 frei, der jedoch, wenn er nicht aufgeschoben wird, in seiner Schließlage verbleibt und auch von der Schnäpperfalle 27 sofort wieder verriegelt wird, sobald durch Aufschieben des Gangflügels die Stellfalle 26 von der auf den links­ seitigen Betätigungshebel 21 einwirkenden Zugfeder 32 wieder nach unten bewegt wird.
Um die Verriegelungsvorrichtung auch bei einer Türanlage einsetzen zu können, die elektromotorisch betätigt werden kann, ist am Stulp 14 der obenerwähnte Elektromagnet 24 befestigt, der mit seinem Ankerzapfen an der Gelenkstelle 34 über den Verbindungsstift 23 mit den beiden Betätigungs­ hebeln 21 drehgelenkig verbunden ist. Durch entsprechende Betätigung des Elektromagneten 24 kann dessen mit der Gelenkstelle 23 verbundener Anker angezogen werden, so daß die der Gelenkstelle 34 gegenüberliegenden Hebelarme der Betätigungshebel 21 nach oben geschwenkt werden, wodurch sowohl die Stellfalle 26 als auch die Schnäpperfalle 27 nach oben in das Gehäuse 15 der Verriegelungsvorrichtung 13 zurückgezogen werden und damit beide Türflügel entriegelt sind. Durch Stromlosstellung des Elektromagneten wird über die Zugfedern 32 jeder Betätigungshebel 21 in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage zurückgezogen. Die Verriegelungs­ vorrichtung 13 läßt sich jedoch auch über einen Panik­ verschluß 45 betätigen, dessen Riegelstange 46 einerseits an der Türunterseite des Standflügels in den Türrahmen bzw. in den Boden eingreift und andererseits bis dicht unter die Schnäpperfalle 27 der Verriegelungsvorrichtung 13 reicht. Bei Betätigung des Panikverschlusses 45 im Entriegelungssinn wird die Riegelstange 46 so weit angehoben, daß sie einerseits aus der unteren Verriege­ lung austritt und andererseits die Schnäpperfalle 27 aus der Ausnehmung in der oberen Stirnseite des Standflügels ausdrückt, wobei gleichfalls in der oben beschriebenen Weise auch die Stellfalle 26 aus der Ausnehmung in der oberen Stirnseite des Gangflügels 10 herausgezogen wird, so daß beide Flügel geöffnet werden können.
Bezugszeichenliste
10 Gangflügel
11 Standflügel
12 Türrahmen
13 Verriegelungsvorrichtung
14 Stulp
15 Gehäuse
16 Grundplatte
17 Deckelplatte
18 Winkelschenkel
19 Lagerzapfen
20 Verbindungsbolzen
21 Betätigungshebel
22 Langloch
23 Verbindungsstift
24 Elektromagnet
25 Führungsbuchse
26 Stellfalle
27 Schnäpperfalle
28 Riegelzapfen
29 Langloch
30 Verbindungsbolzen
31 Verlängerung an 21
32 Kraftspeicher/Zugfeder
33 Sicke
34 Gelenkstelle
35 Fallennase
35′ Fallennase, 35′′ Fallennase
36 Stufenbohrung
37 Befestigungsschraube
38 Anlauffläche
38′ Anlauffläche
39 Paßstift
40 Rolle
41 Rollenbock
42 Achse
43 Türdrücker
44 Betätigungsstange
45 Panikverschluß
46 Riegelstange

Claims (7)

1. Verriegelungsvorrichtung für zweiflügelige Türen, die mit ihrem Gehäuse oberhalb der Türflügel am Tür­ rahmen angeordnet ist und eine dem Gangflügel zuge­ ordnete Stellfalle und eine dem Standflügel zugeordnete Schnäpperfalle aufweist, wobei die Stellfalle mit der Schnäpperfalle über einen federbelasteten Hebelmecha­ nismus gekuppelt ist und die Schnäpperfalle durch eine Panik-Entriegelungsstange des Standflügels aus ihrer Riegellage in eine Löselage überführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Stellfalle (26) als auch der Schnäpperfalle (27) ein separater, jeweils am Gehäuse (15) gelagerter Betätigungshebel (21) zugeordnet ist, die ihrerseits zur synchronen Lösung und Sperrung von Schnäpperfalle und Stellfalle in einer Gelenkstelle (34) miteinander verbunden sind.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Betätigungshebel (21) von einem Kraftspeicher (32) im Sperrsinn belastet ist.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungshebel (21) an der Gelenkstelle (34) mit einem ein Stellglied bildenden und am Gehäuse (15) festgelegten Elektro­ magneten (24) verbunden sind.
4. Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Gangflügel (10) zugeordnete Stellfalle (26) eine abnehmbare Fallennase (35, 35′) aufweist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallennase (35′) zwei einander in Bewegungsrichtung des Gangflügels (10) gegen­ überliegende, geneigte Anlaufflächen (38, 38′) auf­ weist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallennase aus einem eine Rolle (40) drehbar halternden Rollenbock (41) gebildet ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fallennase (35,35′,35′′) mittels eines Zentrierstiftes (39) und einer Befestigungsschraube (37) am Riegelzapfen (28) der Stellfalle (26) festgelegt ist.
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