DE89772C - - Google Patents

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DE89772C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41—WEAPONS
    • F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
    • F41A19/18—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns
    • F41A19/19—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns with single-trigger firing possibility
    • F41A19/20—Double-trigger arrangements having the possibility of single-trigger actuation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung an mehrläufigen Jagdgewehren bildet eine sowohl von Hand verstellbare als auch selbstthätig wirkende Umstellvorrichtung für durch einen gemeinschaftlichen Abzug abzufeuernden Kugel- bezw. Schrotschufs in Verbindung mit einem je nach Lage dieser Umstellvorrichtung selbstthä'tig sich aufrichtenden bezw. niederlegenden Klappvisir.
Umstellvorrichtungen, um mittelst eines einzigen Abzuges beliebig den einen oder anderen von zwei Schüssen (Kugel- und Schrotschufs) abfeuern zu können, sind bekannt, beispielsweise durch die Patentschriften Nr. 63358 und 71187; diese Umstellvorrichtungen sind aber nur von Hand zu bethä'tigen, so zwar, dafs man, nachdem man den einen Schufs abgefeuert hat, erst den auf der Scheibe befindlichen Schieber vor- oder zurückschieben (oder einen Hebel oder dergl. verstellen] mufs, ehe man den anderen Schufs abfeuern kann. -Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, unter Beibehaltung dieser notwendigen willkürlichen Verstellbarkeit der Umstellvorrichtung von Hand dieselbe gleichzeitig so einzurichten, dafs sie sich nach Abgabe des einen Schusses (Kugelschusses) selbstthä'tig auf den anderen Schufs (Schrotschufs) umstellt, so dafs man also beide Schüsse unmittelbar hinter einander abfeuern kann und die durch die Umstellung von Hand zwischen den beiden Schüssen bisher bedingte Verzögerung in der Abgabe des zweiten Schusses vermieden wird, was für den Jäger vielfach von grofsem Vorfheil ist.
Mit dieser verbesserten Umstellvorrichtung ist gleichzeitig das Visir derart verbunden, dafs es beim Einstellen derselben auf Kugel- bezw. Schrotschufs sich selbstthätig aufrichtet bezw. umlegt, ohne dafs es hierzu einer besonderen Handhabung bedarf.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein mit diesen Neuerungen versehenes sogenanntes Drillingsgewehr dargestellt, bei welchem der Kugelschufs und der eine (rechtsläufige) Schrotschufs mittelst des vorderen Abzuges α unter Beihülfe der Umstellvorrichtung abzufeuern sind, während der zweite (linksläufige) Schrotschufs mittelst des hinteren Abzuges b für sich abgegeben wird.
c ist der auf der Scheibe d angeordnete Umstellschieber, durch welchen in bekannter Weise unter Vermittelung des Hebels e der Army so verstellt wird, dafs er die Bewegung des Abzuges α entweder auf die Sperrklinke des Schlagdaumens g für den Kugelschufs oder auf diejenige des dahinterliegenden Schlagdaumensg1 (Fig. 2) für den rechtsläufigen Schrotschufs überträgt (der dritte Schlagdaumen für den linksläufigen Schrotschufs, welcher in der Zeichnung vor den beiden anderen Daumen liegen würde, ist der Einfachheit halber weggenommen gedacht). Der Schieber c steht nun unter der Wirkung einer Feder, welche bestrebt ist, den Schieber nach hinten zu drücken. Nach der Zeichnung wird hierzu eine Schraubenfeder h verwendet, welche auf eine mit dem Schieber c verbundene, an der Unterseite der Scheibe d liegende, ebenfalls verschiebbare Stange c1 aufgeschoben ist und sich einerseits gegen die Vorderwand das Schlofsgehäuses, andererseits gegen einen Ansatz der Stange c1 anlehnt; jedoch könnte hierzu auch eine anders angeordnete
Feder Verwendung finden, welche den Schieber nach hinten drückt. Um den Schieber c in der vorderen Endstellung, bei welcher das Gewehr auf Kugelschufs gestellt ist, festzuhalten (Fig. i), ist derselbe mit einer Zungenfeder i versehen, welche an ihrem freien Ende eine abgerundete Verstärkung oder Nase il besitzt, mit welcher sie bei vorgeschobenem Schieber in eine entsprechende Einkerbung des mittleren Schlagdaumens g für den Kugelschufs eingreift und dadurch den Schieber an dem Daumen g festhält. Infolge der abgerundeten Form der Nase i1 verhindert dieselbe eine beabsichtigte Zurückbewegung des Schiebers c nicht, sondern sie gleitet bei entsprechendem, mit dem Finger auf den Schieber ausgeübten Druck nach hinten aus der Einkerbung des Daumens g heraus, so dafs also die willkürliche Umstellung vom Kugelschufs zum Schrotschufs und umgekehrt von Hand jederzeit möglich ist. Wird jedoch der Kugelschufs abgefeuert, so gleitet der vorschnellende Daumen g mit seiner Einkerbung ebenfalls von der Nase V- ab und der infolge dessen nicht mehr gehaltene Schieber c wird durch die Wirkung der Feder h in seine hintere Endstellung befördert (Fig. 2), so dafs also nach: Abgabe des Kugelschusses die Umstellung auf den Schrotschufs selbs.tthä'tig eintritt und folglich der Schrotschufs unmittelbar nach dem Kugelschufs ohne jedwede zwischenfällige Handhabung abgegeben werden kann.
Mit der Stange c1 ist die das Klappvisir k bethätigende Stange /, wie aus der Zeichnung ersichtlich, durch Hakeneingriff m schiebbar und doch (beim Aufklappen der Läufe) trennbar verbunden, so dafs beim Vorschieben des Schiebers c auf Kugelschufs das Visir k aufgerichtet, beim Zurückschieben desselben auf Schrotschufs niedergelegt wird. Bei der beim Abschiefsen des Kugelschusses selbstthä'tig behufs Umstellung auf Schrotschufs erfolgenden Zurückbewegung des Schiebers c wird daher auch das Visir k selbstthätig niedergelegt und also auch in dieser Beziehung das Gewehr fertig für Schrotschufs vorbereitet. /
Die beschriebene Einrichtung könnte natürlich auch umgekehrt derart angeordnet werden, dafs bei vorgeschobenem Schieber c auf Schrotschufs und bei zurückgeschobenem Schieber auf Kugelschufs gestellt ist und demzufolge nach zuerst abgegebenem Schrotschufs die selbstthätige Umstellung auf Kugelschufs erfolgt, wobei dann das Klappvisir so angeordnet sein müfste, dafs es bei vorgeschobenem Schieber niedergelegt ist und bei der Zurückbewegung desselben sich aufrichtet; die beschriebene Ausführungsform ist nur die für die Bedürfnisse der Jagd geeignetere. ■ '""· ·,

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche; : ■ .i
    Eine Umstellvorrichtung zum Abfeuern zweier Läufe mittelst eines Abzuges, gekennzeichnet durch eine Schnappfeder ζ, welche an dem die Umstellung bewirkenden Schieber c angebracht ist und diesen in einer seiner beiden Grenzstellungen mit dem entsprechenden Schlagstück g, entgegen der Wirkung einer Feder h, derartig kuppelt, dafs sowohl eine Auslösung der Schnappfeder i durch Bewegung des Schiebers c von Hand als auch durch Vorschnellen des Schlagstückes g bewirkt werden kann, in welch letzterem Fälle die Feder h den Schieber c selbstthätig in seine andere Grenzstellung drückt. :..
    Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Umstellvorrichtung,, bei welcher eine zweitheilige Stange c1 Z den Schieber c mit einem Klappvisir k derartig verbindet, dafs1 dieses nach Abgabe des Kugel- bezw. Schrotschusses sich selbstthätig umlegt bezw. aufrichtet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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