DE897380C - Mehrstufige Axialturbine zum Antrieb von Erdtiefbohrern - Google Patents

Mehrstufige Axialturbine zum Antrieb von Erdtiefbohrern

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DE897380C
DE897380C DEV3991D DEV0003991D DE897380C DE 897380 C DE897380 C DE 897380C DE V3991 D DEV3991 D DE V3991D DE V0003991 D DEV0003991 D DE V0003991D DE 897380 C DE897380 C DE 897380C
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DE
Germany
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speed
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axial turbine
impeller
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DEV3991D
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English (en)
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Hans Faic Dr-Ing E H Canaan
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JM Voith GmbH
Original Assignee
JM Voith GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B4/00Drives for drilling, used in the borehole
    • E21B4/02Fluid rotary type drives
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B13/00Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of machines or engines with driving or driven apparatus; Power stations or aggregates
    • F03B13/02Adaptations for drilling wells

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Mehrstufige Axialturbine zum Antrieb von Erdtiefbohrern Zum Antrieb von Erdtiefbohrern werden neben anderen Vorrichtungen auch Axialturbinen verwendet, die, am Ende des Bohrrohres vor Ort dicht über dem Bohrer angeordnet, mit der Spülflüssigkeit betrieben werden. Bei dem verhältnismäßig großen Betriebsdruck der Spülflüssigkeit und den kleinen Abmessungen der Bohrturbine wird die Drehzahl bei Verwendung einstufiger Turbinen so hoch, daß zwischen Turbine und langsam laufendem Bohrer ein Zahnradgetriebe eingeschaltet werden muß. Dadurch leidet aber die Einfachheit der Vorrichtung, und außerdem unterliegt das Zahnradgetriebe einem starken Verschleiß. Man hat daher zur Verringerung der Turbinendrehzahl die vom Kreiselmaschinenbau her bekannte Mehrstufenbauart angewendet und damit ganz brauchbare Ergebnisse erzielt.
  • Für eine ausreichende Drehzahlverringerung ist fast immer die Verwendung einer großen Anzahl von Stufen erforderlich, was wiederum eine große Baulänge und hohe Anschaffungskosten der Turbine zur Folge hat. Man ging nämlich beim Bau solcher mehrstufiger Turbinen bisher davon aus, aus Herstellungsgründen alle Leiträder und ebenso alle Laufräder unter sich kongruent auszuführen. Das bedingt aber, da das erste Leitrad für eine zur Umfangsrichtung senkrechte (axiale) Eintrittsgeschwindigkeit ausgebildet und daher mit einem Leitschaufeleintrittswinkel von go° versehen ist, auch für alle weiteren Turbinenstufen eine bei der normalen Drehzahl zur Umfangsgeschwindigkeit senkrechte absolute Austrittsgeschwindigkeit aus den Laufrädern. Unter diesen Bedingungen kann aber nicht die kleinstmögliche Umfangsgeschwindigkeit erreicht werden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten nun die Lauf- und Leitschaufeln der mehrstufigen Axialturbine eine derartige Form, daß bei normaler Drehzahl sowohl der Eintrittswinkel ß1 (Winkel zwischen Umfangsgeschwindigkeit u1 und Relativgeschwindigkeit w1 am Laufradeintritt, und zwar der am Geschwindigkeitsdreieck innenliegende Winkel) als auch der Austrittswinkel a2 (zwischen Absolutgeschwindigkeit c2 und Umfangsgeschwindigkeit u2 am Laufradaustritt) größer sind als go°. Durch diese Ausbildung wird bei gleicher Stufenzahl der Turbine eine weit geringere Umfangsgeschwindigkeit und Drehzahl oder aber bei gleicher Drehzahl eine verringerte Stufenzahl erreicht. An Hand der Geschwindigkeitsdiagramme in den Abb. i und 2 ist dies näher erläutert.
  • Abb. i zeigt die Geschwindigkeitsdiagramme für den Laufradeintritt und -austritt bisher üblicher Schaufelformen von Axialturbinen, wobei das Ein- und Austrittsdreieck in der üblichen Weise zusammengezeichnet sind, da ja bei Axialturbinen die Umfangsgeschwindigkeiten u1 und u2 am Ein- bzw. Austritt des Laufrades- auf gleichen Durchmessern liegen und daher einander gleich sind. Charakteristisch für die bekannten Schaufelformen sind der stumpfe Eintrittswinkel ß1 zwischen der Umfangsgeschwindigkeit u1 und der relativen Eintrittsgeschwindigkeit w1 sowie der go° betragende Austrittswinkel a2 zwischen der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 und der Umfangsgeschwindigkeit u2. Nun besteht nach der Eulerschen Gleichung (Hauptgleichung der Turbinentheorie) zwischen den einzelnen Geschwindigkeiten, dem Nutzgefälle H (in unserem Falle also dem in der betreffenden Laufradstufe verarbeiteten Nutzgefälle) und dem hydraulischen Wirkungsgrad a der Turbine folgende Beziehung: ui* cul u2»Cu2=E*g*H, wobei unter cul die Umfangskomponente der absoluten Eintrittsgeschwindigkeit cl und unter c,, 2 die der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 zu verstehen ist. Da nach Abb. I c", = o ist, vereinfacht sich für diesen Fall obige Beziehung auf ui'cul=s'g'H. In Abb.2 ist das Diagramm einer erfindungsgemäßen Schaufelung im gleichen Maßstab und mit den gleichen Umfangs- und Eintrittsgeschwindigkeiten wie in Abb. i aufgezeichnet. Der den erfinderischen Fortschritt bedeutende Unterschied gegenüber Abb. i liegt darin, daßdie absolüteAustrittsgeschwindigkeitc2 hier nicht mehr senkrecht zur Umfangsgeschwindigkeit u2 gerichtet ist, sondern mit dieser einen Winkel a2 bildet, der wesentlich größer ist als go°, so daß also die absolute Austrittsgeschwindigkeit c2 eine Umfangskomponente c" 2 entgegengesetzt derUmfangsgeschwindigkeit u2 erhält. Die Eulersche Gleichung ul*cul-u2,Cu2=£»g.H vereinfacht sich, da u1 = u2 ist und c", einen negativen Wert besitzt, auf .
  • u1 @ (pul + Cu 2) = E @ g @ H , wobei das sich nach Abb. 2 ergebende Stufengefälle zum Unterschied gegen das der Abb. i mit H' bezeichnet sei. Da für beide Beispiele die Geschwindigkeiten am Laufradeintritt (u1, u2 und c"l) als gleich groß angenommen wurden und g und s konstant sind, ergibt sich, daß durch die erfindungsgemäße Schaufel'ung ein um den Betrag größeres Stufengefälle verarbeitet werden kann. Die Umfangskomponente c", der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 ist also ein Maß für die Vergrößerung des Stufengefälles. Praktisch bedeutet das eine Verringerung der Stufenzahl bei gleicher Bohrerdrehzahl und Leistung.
  • Falls es erwünscht ist, kann die erfindungsgemäße Beschaufelung aber auch für ein gleich großes Stufengefälle H' = H ausgelegt werden, woraus sich dann bei gleicher Stufenzahl eine geringere Umfangsgeschwindigkeit und Drehzahl als beim Beispiel i ergeben. Desgleichen sind außer den beiden Grenzfällen (Umfangsgeschwindigkeit bzw. Stufengefälle konstant) auch beliebige Ausführungen möglich, bei denen sowohl die Stufenzahl als auch die Drehzahl herabgesetzt werden.
  • Um Stoßverluste weitgehendst zu vermeiden, werden die Eintrittswinkel der Leitradschaufeln ebenso groß wie die Austrittswinkel a2 der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 des jeweils vorgeschalteten Laufrades bei normaler Drehzahl bemessen.
  • Zur Vereinfachung der Herstellung, zur Einsparung von Modellen usw. können in an sich bekannter Weise einerseits alle Laufräder und andererseits alle Leiträder mit Ausnahme des Ein- und Austrittsleitrades mit gleichen Schaufelprofilen ausgeführt werden. Man kann sogar noch weitergehen und die Schaufelprofile der Laufräder und der Leiträder (mit Ausnahme des bereits genannten Ein- und Austrittsleitrades) außerdem zueinander spiegelbildlich Bleichgestalten. Das Geschwindigkeitsdiagramm nach Abb.2 nimmt in diesem Fall eine symmetrische Form an, wobei dann die Winkel ß1 = a2 und ß2 = a1 sind.
  • Das Ein- und das Austrittsleitrad werden erfindungsgemäß abweichend von den übrigen Leiträdern ausgebildet, und zwar so, daß beim Eintrittsleitrad der Eintrittswinkel und beim Austrittsleitrad der Austrittswinkel etwa go° betragen. Dadurch wird das in axialer Richtung eintretende Medium stoßfrei in die erforderliche Richtung a1 umgelenkt bzw. das unter dem Winkel a2 aus dem letzten Laufrad austretende Medium in die erwünschte axiale Austrittsrichtung gebracht.
  • Unter Umständen kann es zulässig sein, das Austrittsleitrad ganz wegzulassen und für das Eintrittsleitrad das gleiche Schaufelprofil wie für die übrigen Leiträder zu verwenden. Dies ergibt wohl wesentliche Vereinfachungen, doch darf nicht außer acht gelassen werden, daß die besten Wirkungsgrade nur dann erreicht werden können, wenn das Eintritts- und Austrittsleitrad die vorbeschriebenen richtigen Profile besitzen.-In Abb. 3 der Zeichnung ist der Beschaufelungsplan einer gemäß der Erfindung ausgebildeten mehrstufigen Bohrturbine dargestellt.
  • Die Turbine hat vier Laufräder i bis q. und fünf Leiträder ii bis 15 mit je gleichen Schaufelprofilen. Außerdem ist die Schaufelung der Laufräder i bis q. zu der der Leiträder 12 bis 1q. spiegelbildlich gleich ausgebildet, d. h. der Eintrittswinkel ß1 der Laufschaufeln und der Eintrittswinkel a2 der Leitschaufeln sind einander gleich, ebenso der Austrittswinkel ß2 der Laufschaufeln und der Austrittswinkel a1 der Leitschaufeln.
  • Die Schaufeln des Eintrittsleitrades ii besitzen infolge der axial gerichteten Zuströmung der Spülflüssigkeit zu diesem Leitrad in Abweichung von den übrigen Leiträdern einen rechtwinkligen Eintritt, damit hier keine Stoßverluste entstehen. Auch 'die Schaufelung des Austrittsleitrades 15 hat als Nachleitrad zum letzten Laufrad q. eine erfindungsgemäß von den übrigen Leiträdern i2 bis 1q. abweichende Schaufelung, weil es dazu bestimmt ist, die mit der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 geneigt zur Turbinenachse aus dem letzten Laufrad austretende Flüssigkeit in die axiale Richtung umzulenken und deren radiale Umfangskomponente noch zur Arbeit auszunutzen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mehrstufige Axialturbine, insbesondere zum Antrieb von Erdtiefbohrern vor Ort durch die Spülflüssigkeit, gekennzeichnet durch eine derartige Form der Lauf- und Leitschaufeln, daß sowohl der Eintrittswinkel ß1 (Winkel zwischen Umfangsgeschwindigkeit u1 und Relativgeschwindigkeit w1 am Laufradeintritt) als auch der Austrittswinkel a2 (zwischen Absolutgeschwindigkeit c2 und Umfangsgeschwindigkeit u2 am Laufradaustritt) größer sind als go° (Abb. 2).
  2. 2. Mehrstufige Axialturbine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittswinkel der Leitradschaufeln gleich dem Austrittswinkel a2 der absoluten Austrittsgeschwindigkeit c2 des jeweils vorgeschalteten Laufrades ist.
  3. 3. Mehrstufige Axialturbine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits alle Laufräder (i bis q.) und andererseits alle Leiträder (i2 bis 1q.) außer dem Ein- und dem Austrittsleitrad (ii bzw. 15) je gleiche Schaufelprofile besitzen. q..
  4. Mehrstufige Axialturbine nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelprofile der Laufräder (i bis q.) und der Leiträder (i2 bis 1q.) außer dem Ein- und dem Austrittsleitrad (ii bzw. 15) einander spiegelbildlich gleich sind.
  5. 5. Mehrstufige Axialturbine nach einem der Ansprüche i bis q., gekennzeichnet durch ein dem ersten Laufrad (i) vorgeschaltetes Eintrittsleitrad (ii) mit einem an sich bekannten Eintrittswinkel von etwa go° (axialer Eintritt).
  6. 6. Mehrstufige Axialturbine nach einem der Ansprüche i bis 5, gekennzeichnet durch ein dem letzten Laufrad (q.) nachgeschaltetes Austrittsleitrad (i5) mit einem Austrittswinkel von etwa go° (axialer Austritt).
DEV3991D 1944-09-22 1944-09-22 Mehrstufige Axialturbine zum Antrieb von Erdtiefbohrern Expired DE897380C (de)

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