DE388409C - Schnellaeufer- Wasserturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchstroemtem Laufrad - Google Patents

Schnellaeufer- Wasserturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchstroemtem Laufrad

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DE388409C
DE388409C DEA35456D DEA0035456D DE388409C DE 388409 C DE388409 C DE 388409C DE A35456 D DEA35456 D DE A35456D DE A0035456 D DEA0035456 D DE A0035456D DE 388409 C DE388409 C DE 388409C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B3/00Machines or engines of reaction type; Parts or details peculiar thereto
    • F03B3/04Machines or engines of reaction type; Parts or details peculiar thereto with substantially axial flow throughout rotors, e.g. propeller turbines
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Hydraulic Turbines (AREA)

Description

  • Schnelläufer-Wasserturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchströmtem Laufrad. Die wirtschaftlichen Verhältnisse und die immer fortschreitende Entwicklung der Elektrotechnik verlangen bei der Ausnutzung der Wasserkräfte für die in Betracht kommenden Turbinen hohe Drehzahlen bei möglichst günstiger Ausnutzung der Naturkräfte.
  • Diese Forderung führt bei Wasserkraftwerken mit kleinem Gefälle auf Wasserturbinen mit hoher spezifischer .Drehzahl. Den bisher bekannt gewordenen Konstruktionen von Schnelläuferturbinen haftet der Nachteil an, daß sie zum Teil nicht genügend hohe Drehzahlen oder Wirkungsgrade erreichen und daß bei verhältnismäßig kleiner Verringerung des Durchflusses der Wirkungsgrad zu sinken beginnt und bei weiterer Verringerung des Durchflusses verhältnismäßig rasch abnimmt.
  • Die bisherigen Schnelläuferkönstruktionen sind im allgemeinen charakterisiert durch Laufräder; deren Schaufeln im Verhältnis zum mittleren Radumfang und zum Laufraddurchmesser, gemessen in der Richtung des relativen Wasserdurchflüsses, kurz sind. Außerdem wurde im -allgemeinen erkannt, daß ein .verhältnismäßig großer Schaufelspalt zur Erreichung eines :guten Nutzeffektes notwendig ist. Die verschiedenen, :für die Turbinen-Berechnungen in -Betracht kommenden Theorien, nämlich die r, 2 oder 3 dimensionale Theorie, gestatten bei den komplizierten Strömungsvorgängen, welche für Schnelläufer in Betracht kommen, die genaue Berechnung der Stromlinien, selbst für die normalen Verhältnisse, welche der betreffenden Konstruktion zugrunde _gelegt sind, nicht, und um sö weniger für die verschiedenen Teilbeaufschlagüngen. Infolgedessen ist es kaum möglich, die Eintrittswinkel der Laufradschaufeln derart zu bestimmen, daß wenigstens bei den üblichen Konstruktionsverhältnissen ein stoßloser Eintritt des Wassers in das Laufrad erfolgt, während bei Teilbeaufschlagungen die Größen der beträchtlichen Winkelabweichungen der relativen Eintrittsströmung und des Eintrittsschaufelwinkels kaum annähernd bestimmt werden können. Infolgedessen arbeiten diese Schnelläuferräder im allgemeinen mit beträchtlichen Eintrittsstoßverlusten, welche an und für sich einen bedeutenden Leistungsverlust darstellen. Außerdem pflanzen sich die von der Stoßwirkung herrührenden Wirbelungen mit der Strömung längs der ganzen verhältnismäßig kurzen Schaufel fort, so daß sie beim Austritt des Wassers aus dem Laufrad noch vorhanden sind und sich mit den neu hinzukommenden Wirbelungen_ des Austrittsstoßes in das Saugrohr fortpflanzen und daselbst die für Schnelläufer besonders wichtige Energieumsetzung stören. Die Fortpflanzung der vorgenannten Wirbelungen längs der ganzen Laufradschaufel verursacht auch Korrosionen, welche die Oberfläche der Schaufelung xufrauhen, den hydraulischen Reibungstv iderstand vergrößern und zu einer raschen Abnahme des Nutzeffektes der Turbine und zur allmählichen Zerstörung derselben führen.
  • Es sind auch Schnelläuferkonatruktionen mit verhältnismäßig langen Schaufeln bekannt geworden, bei welchen jedoch die Umlenkung des Betriebswassers von der radialen Richtung in die achsiale innerhalb des Laufrades erfolgt. Solche Laufräder haben allerdings den Vorteil, daß zufolge der langen Schaufeln in der abgewickelten Stromfläche die absolute und relative Austrittsrichtung des Wassers bestimmt ist, dagegen ist die Bestimmung der Stromflächen selbst wegen der Umlenkung innerhalb des Laufrades eine schwierige und unsichere, und infolgedessen ist auch bei diesen Schnelläuferturbinen die Bestimmung der genauen Richtung und Größe des relativen und absoluten Austrittes im Rautee unsicher und schwierig.
  • Vorstehend beschriebene Nachteile werden durch die Turbine, welche Gegenstand der Erfindung bildet, vermieden.
  • Erfindungsgemäß ist diese Schnelläuferturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchströmtem Laufrad, das höchstens drei als Schraubenflächen ausgebildete Schaufeln ohne Außenkranz aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenflächen mit veränderlicher Steigung verlaufen und die Schaufeln von solcher Länge sind, daß für jeden Punkt jeder Schaufel die Länge eines Schnittes der letzteren mit einer Stromfläche durch diesen Punkt mindestens gleich ist der Schaufelteilung am Austrittsende des Laufrades in dieser Stromfläche.
  • 'rrotzdem die Wandreibungsverluste im Verhältnis der Schaufellängen zunehmen, werden bei dem Laufrad der den Gegenstand der Erfindung bildenden Turbine wesentlich längere Schaufeln angewendet, als solche bisher im Schnelläuferbau im allgemeinen üblich waren, um eine lange und sichere Wasserführung beim Durchfluß durch das Laufrad zu bewirken und um die Störungen und Wirhelungen, welche beim nicht stoßlosen Eintritt des Wassers in das Laufrad auftreten, vor dem Austritt aus dem Laufrad zu beruhigen. Dadurch wird ein gleichmäßiger und in seiner Richtung genau bestimmter, relativer bzw. absoluter Austritt aus dem Taufrad erzielt, welcher verhältnismäßig leicht rechnerisch oder konstruktiv bestimmt werden kann. 1K ebst diesen Vorteilen ist es möglich, den Laufradschaufeln überall sanfte Krümmungen zu geben, was bei den außerordentlich großen Relativgeschwindigkeiten innerhalb des Laufrades notwendig ist, um Stoßverluste, KontrRktionen und Wirbelungen zu vermeiden.
  • Bedingung für die Länge der einzelnen Schaufeln ist, daß für jeden Punkt jeder Schaufel die Länge eines Schnittes der letzteren mit einer Stromfläche durch diesen Punkt mindestens gleich ist der Schaufelteilung am Austrittsende des Laufrades in dieser Stromfläche.
  • Ermöglicht die Anwendung, einer an sich bereits bekannten langen Schaufel die genaue Ermittlung der relativen und absoluten Wasseraustrittsrichtung in der abgewickelten Stromfläche, so bewirkt die Anwendung des achsiaien Durchflusses im Laufrad die möglichst genaue Bestimmung der Stromflächen selbst, womit die Strömungsrichtungen im Raume im absoluten und relativen System bestimmt sind.
  • Die Anwendung einer genauen Schraubenfläche mit konstanter Steigung als Laufradschaufel ist bekannt, wäre aber für die allmähliche und mäglichst vollständige Energieabgabe an das Laufrad nicht zweckmäßig. Die Schaufeln, der Gegenstand dieser Erfindung bildenden Schneiläuferturbine werden deshalb als Schraubenfläche mit veränderlicher Steigung ausgeführt. Es ist günstig, wenn die Steigungshöhe der Schaufelfläche, in der relativen Durchflußrichtung des Wassers gesehen, allmählich abnimmt, daß also der Schaufeleintrittswinkel größer wird wie der Schaufelaustrittswinkel. Die möglichst starke Vergrößerung des Schaufeleintrittswinkels bietet in Imciraulischer Beziehung den Vorteil der Vermeidung hoher Relativgeschwindigkeiten beim Laufradeintritt und der Steigerung der ineridionalen Durcliflußgeschwindigkeit, wodurch der Eintrittsdurchmesser des Laufrades geringer gewählt werden kann und eine höhere Schnelläufigkeit erzielt wird.
  • Da durch die Kombination der an und für sich bekannten Schraubenschaufeln mit veränderlicher Steigung mit den ebenfalls an und für sich bekannten langen Schaufeln bei achsialem Durchfluß eine wesentlich sicherere Feststellung der Strömungsvorgänge im Laufrad möglich ist, als dies bei den bisher bekannten Schnelläuferkonstruktionen der Fall war, kann die erfindungsgemäße Schnelläuferturbine nicht nur rechnerisch und konstruktiv im Vorhinein mit mehr Sicherheit entworfen werden, als dies bisher der Fall war, sondern sie kann insbesondere durch Versuche wegen der besseren Erfassung und Erkenntnis der inneren Vorgänge auf einen hohen Grad der Vollkommenheit betreffs Nutzeffekt und Stabilität gebracht werden.
  • Das entsprechend der Erfindung ausgeführte fi aufrad kann mit einen radial oder achsial oder diagonal durchströmten Leitrad ausgerüstet werden.
  • Beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Turbine sind auf beiliegender Zeichnung schematisch gezeigt, in welcher Abb. i einen Vertikalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel zeigt.
  • Abb. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel im Vertikalschnitt und Abb.3 ein drittes Ausführungsbeispiel im Vertikalschnitt.
  • Abb. ,4 ist ein schematisch gehaltener Vertikalschnitt durch eine Turbine zur Veranschaulichung der Bedingung für die Schaufellänge.
  • Abb. 5 ist eine Abwicklung des Schnittes der- Stromfläche mit der schraubenförmigen Schaufel von Abb. q..
  • In .dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i bezeichnet i das Laufrad, das mit einer schraubenförmigen Schaufel mit veränderlicher Schaufelsteigung von entsprechender Länge versehen ist. Der Rotationshohlraum 2, 2, welcher das Laufrad einhüllt, ist von zylindrischer Gestalt, an welchen sich ein beliebiges, den besonderen Verhältnissen angepaßtes und in der Zeichnung nicht gezeigtes Saugrohr anschließt. Die Welle 3 des Laufrades ist senkrecht angeordnet. Der Leitapparat besitzt bewegliche Leitschaufeln 4. und ist im wesentlichen vom Wasser in radialer Richtung durchflossen.
  • Zwischen das radial durchströmte Leitrad und das achsial durchströmte Laufrad muß naturgemäß ein großer, freier Strömungsraum H eingeschaltet werden, in welchem sich die vom Leitrad herrührenden Wirbelungen und Austrittsstoßverluste beruhigen können, bevor die Strömung das Laufrad erreicht, da beim Eintreten dieser wirbelnden Strömung in das mit hohen Durchflußgeschwindigkeiten arbeitende Laufrad der Nutzeffekt und die Haltbarkeit der Turbine beträchtlich herabgemindert würden.
  • Der übergang zwischen Leitrad und Umhüllungshohlraum 2, 2 des Laufrades wird im Meridianschnitt durch einen N iertelkreisbogen vom Radius p gebildet.
  • Dieser Krümmungsradius >;'j« des äußeren Begrenzungshohlraumes des freien Strömungsraumes wird seiner Größe und Variation nach zweckmäßigerweise so gewählt, daß eine möglichst stetig zunehmende Beschleunigung des Wassers bewirkt wird.
  • Abb. 2 stellt eine geschlossene Turbine dar mit diagonal durchflossenem, mit drehbaren Leitschaufeln q. ausgestattetem Leitapparat. Das Laufrad besitzt zwei Schaufeln, welche als Schrauben mit veränderlicher Steigung von entsprechender Länge ausgebildet sind. Der freie, schraffiert gezeichnete Strömungsraum ist wieder mit H bezeichnet, und der Übergang desselben nach dem das Laufrad umhüllenden Rotationshohlraum 2, 2 geschieht durch eine Erzeugende, welche nach den Krümmungsradien F, c, a3 gekrümmt ist. 3 bezeichnet die vertikale Laufradwelle und 5 das Gehäuse der geschlossenen Turbine. Der das Laufrad umhüllende Rotationshohlraum 2,:2 ist als Kegelmantel ausgebildet, an welchen sich wieder ein Saugrohr anschließt.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 stellt eine Turbine dar, bei welcher der Wasserdurchfluß sowohl im Leitapparat als auch im L aufrade in achsialer Richtung erfolgt. Der Leitapparat ist mit festen Leitschaufeln q. ausgestattet. Die innere Begrenzung des freien Strömungsraumes H ist zylindrisch durch ein .Führungsrohr 6, in welchem sich die Turbinenwelle 3 bewegt, gebildet, während die äußere Begrenzung durch Rotation eines $-förmigen Meridians 7 erzeugt wird. Der das Laufrad umhüllende Rotationshohlraum 2, 2 besitzt eine Erzeugende von variabler Krümmung, an welchen Raum sich wiederum ein Saugrohr anschließt.
  • Abb. q. und 5 zeigen die für die Längenverhältnisse einer schraubenförmigen Schaufel in Betracht kommenden Abmessungen. Die erzeugende Stromlinie der Stromfläche ist im Abstand r" im Laufradeintritt und im Laufradaustritt in Abb. 4 eingezeichnet, und Abb. 5 zeigt die Abwicklung des Schnittes der Schraubenfläche mit der Stromfläche, wobei letztere annäherungsweise als Kegelmantel angenommen wurde. Die Länge i, ist größer als die Teilung auf dem Austrittsende, welche in diesem Falle - 2 r= ,r ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Schnelläufer-Wasserturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchströmtem Laufrad, das höchstens drei als Schraubenflächen ausgebildete Schaufeln ohne Außenkranz aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenflächen mit veränderlicher Steigung verlaufen und die Schaufeln von solcher Länge sind, daß für jeden Punkt jeder Schaufel die Länge eines Schnittes der letzteren mit einer Stromfläche durch diesen Punkt mindestens gleich ist der Schaufelteilung am Austrittsende des Laufrades in dieser Stromfläche.
DEA35456D 1921-05-02 1921-05-13 Schnellaeufer- Wasserturbine mit in achsialer Richtung vom Wasser durchstroemtem Laufrad Expired DE388409C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3917974A1 (de) * 1989-06-02 1990-12-06 Istvan Horvath Hydroelektrische anlage
DE102012212013A1 (de) * 2012-07-10 2014-01-16 Josef Moser Torpedoförmiger Rotor
DE102016107574A1 (de) * 2016-04-24 2017-10-26 Aquakin Gmbh Wirbelwasserkraftwerk
DE102020131271B4 (de) * 2020-11-25 2026-02-19 Daniela Neldner Wasserkraftturbine

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DE102016107574A1 (de) * 2016-04-24 2017-10-26 Aquakin Gmbh Wirbelwasserkraftwerk
DE102020131271B4 (de) * 2020-11-25 2026-02-19 Daniela Neldner Wasserkraftturbine

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