DE897163C - Messeinrichtung zur Erfassung temperaturbedingter Massabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die ein anderes Waermeausdehnungsvermoegen besitzenals der Werkstoff der Bauvorrichtungen - Google Patents

Messeinrichtung zur Erfassung temperaturbedingter Massabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die ein anderes Waermeausdehnungsvermoegen besitzenals der Werkstoff der Bauvorrichtungen

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DE897163C
DE897163C DEJ2777D DEJ0002777D DE897163C DE 897163 C DE897163 C DE 897163C DE J2777 D DEJ2777 D DE J2777D DE J0002777 D DEJ0002777 D DE J0002777D DE 897163 C DE897163 C DE 897163C
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thermal expansion
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DEJ2777D
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English (en)
Inventor
Hermann Toedter
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Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/0011Arrangements for eliminating or compensation of measuring errors due to temperature or weight
    • G01B5/0014Arrangements for eliminating or compensation of measuring errors due to temperature or weight due to temperature
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q11/00Accessories fitted to machine tools for keeping tools or parts of the machine in good working condition or for cooling work; Safety devices specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools
    • B23Q11/0003Arrangements for preventing undesired thermal effects on tools or parts of the machine

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  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Meßeinrichtung zur Erfassung temperaturbedingter Maßabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die ein anderes Wärmeausdehnungsvermögen besitzen als der Werkstoff der Bauvorrichtungen Bei größeren Bauteilen, z. B. Flugzeugbauteilen, die im Rahmen des Austauschbaues reihenmäßig aus Leichtmetall in meist aus Stahl bestehenden Vorrichtungen gebaut werden, entstehen vielfach Passungsungenauigkeiten, die auf unterschiedliche Wärmeausdehnung des Bauteiles einerseits und der Bauvorrichtung andererseits zurückzuführen sind.
  • Je nach der Längenerstreckung der Bauteile können die Maßabweichungen blei nur wenigen Grad Temperaturunterschied bereits mehrere Millimeter betragen. Verursacht werden die Maßabweichungen durch die Temperatur der Raumluft in den Werkhallen. Beim heutigen Stand der Technik ist es schwierig und kostspielig, die Temperatur in den großen Werkhallen in den verschiedenen Jahreszeiten auf gleicher Höhe zu halten.
  • Die Wärmedehnungsunterschiede machen sich vor allem bei der Fertigmontage, wenn die in verschiedenen Werkhallen und bei ungleicher Raumtemperatur hergestellten Einzel bauteile zuslammengefügt werden sollen, bemerkbar. Aber auch bei der späteren Auswechselung an sich gleicher Bauteile wirken die Maßabweichungen störend.
  • Bisher bestand keine Möglichkeit, die durch Wärmeeinflüsse bewirkte Maßänderung der Werk-Stücke bei der sich unmittelbar an die Herstellung aascläieenden Abnahm prüfung zu erfassen. Vielfach traten sie auch hierbei nicht in Erscheinung, wenn z. B. die Abnahmeprüfung unter den gleichen klimatischen Verhältnissen stattfand wie die Fertigung. Andererseits kam es vor, daß Bauteile, die in der Bauvorrichtung durchaus ordnungsgemäß imd maßgenau hergestellt waren, infolge der durch veränderte Temperatur bewirkten unterschiedlichen Wärmeausdehnung zwischen Bauvorrichtung und Bauteil als nicht maßhaltig beanstandet wurden, weil die Erkenntnis fehlte, daß die aus ein und derselben Vorrichtung stammenden Bauteile je nach der Raumtemperatur, bei der sie hergestellt wurden, beachtliche relative Maßabweidungen aufweisen, wenn sie bei anderer Temperatur gemessen werden oder wenn die Messung mit Meßgeräten erfolgt, die aus einem anderen Werkstoff bestehen als das Werkstück. Die Schuld wurde dann vielfach den mit der Herstellung beauftragten Werkleuten zugeschlobein, die angeblich ungenaue Arbeit geleistet haben.
  • Zur Verdeutlichung siei angeführt: Die Langenänderung einer Bauvorrichtung aus Stahl beträgt z. B. je Meter und Grad Temperaturunterschied = 0,012 mm, bei dem Bauteil aus Leichtmetall jedoch das Dloppelbe=o,o24mm. Als Beispiel seien zwei Bauteile ,aus Leichtmetall von je 12 m Länge angeführt. Es sei angenommen, daß die Fertigung des Bauteiles A bei 15° C Raumtemperatur und die Herstellung des gleichen Bauteiles B bei 25° C Raumtemperatur in der gleichen Bauvorrichtung erfolgt ist. Der Temperaturunterschied beträgt also I0° C. Daraus ergibt sich, daß Bauteil B durch Wärmeausdehnung in der Längenerstreckung um 12 # 0,024 # 10 = 2,88 mm zugenommen hat, die zur Herstellung benutzte Bauvorrichtung jedoch nur 12 # 0,012 # 10 = 1,44 mm, so daß ein Längenunterschied von 1,44 mm zwischen den beiden Bauteilen besteht.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt die Reseitigung dieser Mißstände. Gegenstand der Erfindung ist eine für die Zwecke der Werkstattpraxis geeignete Meßeinrichtung zur Erfassung temperaturbedingter Maßabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die ein anderes Wärm'eausdehnungsveimögen besitzen als der Werkstoff der Bauvorrichtungen. Die Meßeinrichtung kann Bestandteil der Bauvorrichtung sein.
  • Die Meßeinrichtung ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere hinsichtlich der Wärmeausdehnung unterschiedliche Maßstäbe hat, von denen einer dem Ausdehnungskoeffizienten der Bauvorrichtung und einer dem des Werkstoffes des zu messenden Bauteiles entspricht, und daß die Anordnung der Maßstäbe, deren Skalen blei einer bestimmten Temperatur übereinstimmen, so getroffen ist, daß sie an ihrem einen Ende an einem gemeinschaftlichen Träger so befestigt sind, daß ihre Nullpunkte zusammenfallen, während sie sich im übrigen frei ausdehnen können.
  • Der Erfindungsgegenstand ist an einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. 1 ist die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Längenmeßbank; Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Skalendifferenz der beiden zur Anwendung gelangenden Maßstäbe bei einer bestimmten Längenmiessumg.
  • An einem eigensteifen Träger 1, der zweckmäßig auf Füßen 2 ruht, ist der Anschlag 3 befestigt. Der gleichfalls auf dem Träger 1 angeordnete Anschlag 4 kann in der Längsrichtung verschoben werden. Ferner sind am Tr,äger 1 die beiden Maßstäbe 5 und 6 befestigt. Das Ausdehnungsvermögen des Trägers 1 und eines der beiden Maßstäbe, z. B. des Maßstabes 6, stimmt mit demjenigen der Bauvorrichtung überein. Auf diese Weise sind zwischen den genannten Teilen gleiche Ausdehnungsverhältnisse geschaffen. Der Maßstab 5 besitzt das gleiche Ausdehnungsvermögen wie das Bauteil 9, zweckmäßig ist er aus dem gleichen Werkstoff wie dieses hergestellt. Dier bewegliche Anschlag 4 besitzt eine Anzeigeeinrichtung, z. B. in Form eines über beide Maßstäbe 5 und 6 hinwegreichenden Zeigers 7.
  • Die beiden Maßstäbe sind zweckmäßig bei einer bestimmten Ausgangstemperatur, z. B. 20° C, hergestellt und geeicht worden. Sie stimmen also bei dieser Temperatur hinsichtlich der Teilung überein. Außerdem eind sie sio am Träger 1 befestigt, daß die Nullinie übereinstimmt. Die Befestigung des Maßstabes 5, der hinsichtlich des Ausdehnungsvermögens mit dem zu messenden Bauteil 9 übereinstimmt, erfolgt lediglich an dem Ende, an dem sich die Nullinie befindet, und zwar zweckmäßig zusammen mit dem feststehenden Anschlag 3. In der in Fig. 1 dargestellten Ausführung sind beide Maßstäbe nur an einer Seite befestigt. Diese Rnordnung empfiehlt sich besonders, wenn der Träger 1 andere Ausdehnungseigenschaften besitzt als der Maßstab 6. Auf alle Fälle muß die freie und unbehinderte Ausdehnungsmöglichkeit gewahrt sein. zu diesem Zweck werden die Maßstäbe in Schellen 8 od. dgl. geführt, in denen -sie gleiten können.
  • Die Messung des z. B. aus Leichtmetall her gestellten Trägers 9 erfolgt in der Weise, daß der Träger zwischen die beiden Anschläge 3 unid 4 eingelegt wird, so daß beide Anschläge eng an den Trägerenden anliegen. Zeiger 7 zeigt dann auf den beiden Maßstäben die Länge an. Wird die Messung bei der Ausgangstemperatur vorgenommen, so stimmt die Anzeige auf beiden Skalen überein.
  • Ist die Raumtemperatur höher oder tiefer als die Ausgangstemperatur, so ergibt die Differenz zwischen den beiden Skalen die relative Längenänderung des Bauteiles gegenüber der Bauvorrichtung. Ein Beispiel der unterschiedlichen Anzeige der beiden Skalen ist in Fig. 2 dargestellt. Die Skalendiff-erenz ist mit D bezeichnet. Aus der abgelesenen Länge. läßt sich die Abmessung, die idas Bauteil bei einer anderen Temperatur, z. B. der Ausgangstemperatur, haben würde, leicht berechnen.
  • Andererseits besteht die Möglichkeit, die Maßstäbe auswechselbar anzuordnen und für die verschiedenen in Betracht kommenden Raumtemperaturen abgestimmte Maßstabsätze vorrätig zu halten. Das geschilderte Ausführungsbeispiel zeigt die gleichzeitige Anordnung von zwei verschiedenen Maßstäben. In bestimmten Fällen kann es jedoch vorteilhaft sein, die Zahl der Maßstäbe zu vergrößern, auch kann an Stelle des Maßstabes 6 die diesem entsprechende Teilung unmittelbar auf dem Träger 1 aufgebracht sein, wenn dieser das gleiche Ausdehnungsvermögen wie die Bauvorrichtung besitzt. Desgleichen kann die Ablesegenauigkeit durch Anwendung entsprechender Mittel, z. B. Meßuhren, Mikrometerschrauben, Noniusteilung od. dgl., erhöht werden.
  • Die erfindungsgemäße Meßeinrichtung bietet hauptsächlich folgende Vorteile: ,a) Unmittelbare Erfassung der durch Wärmeausdehnung bewirkten Abmessungsänderungen von Bauteilen, die in Vorrichtungen hergestellt werden, welche ein anderes Wärmeausdehnungsvermögen besitzen als der Werkstoff des Bauteiles; b) Möglichkeit der genauen Längenmessung der zum Blau des Werkstückes benötigten Profilstäbe od. dgl. unter Berücksichtigung der durch Wärmeausdehnung entstehenden Längenänderung, wodurch das Auftreten von durch Wärmeausdehnung bledingten Fehlern beim Bauteil vermieden wird; c) Fortfall von Umrechnungsoperationen und der dadurch gegebenen Fehlermöglichkeiten; d) mit ein und derselben Meßeinrichtung können Teile, die dem Werkstoff des Bauteiles oder dem Werkstoff der Bauvorrichtung entsprechen, gemessen werden; es ist lediglich Ablesung auf der entsprechenden Skala erforderlich; e) die Meßeinrichtung kann Bestandteil der Bauvorrichtung sein und die Bauvorrichtung hierbei den besonderen Maßstab 6 ersetzen, so dlaß die für Maßstab 6 in Betracht kommende Teilung auf entsprechenden Teilen der Bauvorrichtung angebracht ist; eine derartige Anordnung wirkt raumsparend, da sie das Vorhandensein einer besonderen raumlich getrennten Meßeinrichtung erübrigt und trotzdem die Möglichkeit hietet, die einzelnen Bauglieder hinsichtlich ihrer durch Wärmeausdehnung blewirkten Maßänderungen vor Einfügen in die Rauvorrichtung maßlich zu erfassen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Meßeinrichtung, gegebenenfalls als Bestandteil von Bauvorrichtungen, zur Erfassung temperaturbedingter Maßabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die Zein anderes Wärmeausdehnungsvermögen besitzen als der Werkstoff der Bauvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung mehrere hinsichtlich des Wärmeausdehnungsvermögens unterschiedliche Maßstäbe besitzt, von denen einer dem Wärmeausdehnungsvermögen der Bauvorrichtung und einer dem Wärmeausdehnungsvermögen des Werkstoffes des zu messenden Bauteiles entspricht, und daß die Anordnung der Maßstäbe, deren Skalen bei einer bestimmten Temperatur übereinstimmen, so getroffen ist, daß sie an ihrem einen Ende an einem gemeinschaftlichen Träger so befestigt sind, daß ihre Nullpunkte zusammenfallen, während sie sich im übrigen frei ausdehnen können.
  2. 2. Meßeinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer gemeinschaftlichen Ableseeinrichtung für mehrere Maßstäbe, die unmittelbare Ablesung der Wärmeausdehnungsdifferenz zwischen den verschiedenen Maßstäben bzw. zwischen Bauvorrichtung und Bauteil gestattet.
DEJ2777D 1941-04-13 1941-04-13 Messeinrichtung zur Erfassung temperaturbedingter Massabweichungen von Bauteilen, insbesondere von Flugzeugbauteilen, die ein anderes Waermeausdehnungsvermoegen besitzenals der Werkstoff der Bauvorrichtungen Expired DE897163C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2853771A1 (de) * 1978-12-13 1980-06-19 Heidenhain Gmbh Dr Johannes Gekapselte laengenmesseinrichtung
FR2500622A1 (de) * 1981-02-23 1982-08-27 Maho Werkzeugmaschbau Babel
FR2504671A2 (fr) * 1981-02-23 1982-10-29 Maho Werkzeugmaschbau Babel Dispositif de correction en temperature pour systeme de mesure de deplacement sur machine-outil

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