DE896536C - Umsteuervorrichtung fuer nacheinander erfolgende Umstellung der Gas-, Luft- und Abgasventile von Regenerativoefen - Google Patents

Umsteuervorrichtung fuer nacheinander erfolgende Umstellung der Gas-, Luft- und Abgasventile von Regenerativoefen

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DE896536C
DE896536C DEST1371D DEST001371D DE896536C DE 896536 C DE896536 C DE 896536C DE ST1371 D DEST1371 D DE ST1371D DE ST001371 D DEST001371 D DE ST001371D DE 896536 C DE896536 C DE 896536C
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DE
Germany
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gas
furnace
arm
reversing device
shaft
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DEST1371D
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English (en)
Inventor
Theo Schmeddeshagen
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Carl Still GmbH and Co KG
Original Assignee
Carl Still GmbH and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B21/00Heating of coke ovens with combustible gases
    • C10B21/10Regulating and controlling the combustion
    • C10B21/14Devices for reversing the draught

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

  • Umsteuervorrichtung für nacheinander erfolgende Umstellung der Gas-, Luft- und Abgasventile von Regenerativöfen Die Erfindung betrifft eine Umsteuerv orrichtung für Regenerativöfen, insbesondere regenerativ beheizte Kokskammeröfen, bei der durch eine einheitliche Maschine mit einem einzigen Motorantrieb die Gas-, Luft- und Abgasventile der beiden Ofenseiten in bestimmter zeitlicher Aufeinanderfolge umgestellt werden, derart, daß z. B. zuerst die Gasventile der bis dahin beflammten Ofenseite geschlossen, in einem dann anschließenden Zeitabschnitt die Luft- und Abgasventile beider Ofenseiten umgestellt und nach einer gewissen weiteren Pause die Gasventile der anderen Ofenseite geöffnet werden. Hierbei sind diese sämtlichen zeitlichen Schaltungen zwangsläufig miteinander gekuppelt, damit Betriebsstörungen, z. B. Verluste an uriverbrannt entweichendem Heizgas oder gar Explosionen während des Umstellens, ausgeschlossen bleiben.
  • Die Umsteuervorrichtung ist in Abb. r der Zeichnungen in einer Draufsicht dargestellt, welche die hauptsächlichsten maschinellen Teile und ihre Verbindung wiedergibt, während die Abb. a eine . zugehörige Ansicht der Maschine und der durch die Umstellorgane betätigten Vorrichtungen, d. h. der Gas-, Luft- und Abgasventile und ihre Schaltung in vorwiegend schematischer Darstellungsweise wiedergibt. Die Abb. 3 ist eine der Abb. a entsprechende Darstellung für eine abgeänderte Ausführungsform. Die sämtlichen in Abb. z paarig dargestellten, durch die Umsteuervorrichtung bedienten Gas-, Luft- und Abgasventile usw. sind untereinander für die beiden Ofenseiten so dargestellt, daß alle nach rechts hin liegenden Vorrichtungen für die nachstehend als die rechte erklärte Ofenseite, alle nach links liegenden Vorrichtungen für die linke Ofenseite gelten.
  • Es wird für die Beschreibung des Zeichnungsbeispiels angenommen, daß die Umsteuervorrichtung für eine Batterie von Kammeröfen zur Koks-und Gaserzeugung mit Einzelregeneratoren für jede zwischen zwei Kammern liegende Heizrand bestimmt ist. Bei dieser Ofenbauart ist in der Regel auf jeder der beiden Ofenseiten für jede einzelne Heizwand je ein Gas-, Luft- und Abgasventil vorgesehen, wenn die Luft alleinvorgewärmt wird; dieser Betriebsfall wird hier zunächst berücksichtigt. Gemäß der Abb. i steht die Maschine vor dem durch die Mauerkante i schematisch dargestellten Ofenkopf, und es sind rechts und links, in Richtung rechtwinkelig zu diesem Ofenkopf, die rechte bzw. linke Längsseite der Ofenbatterie anzunehmen, vor denen sich die umzustellenden verschiedenartigen Ventile befinden.
  • In der Umsteuervorrichtung ist 2 die in Lagern 3 des nicht mitgezeichneten Maschinengestells gelagerte Hauptantriebswelle, die ihren Antrieb unter Vermittlung eines auf ihr festsitzenden Schneckenrades 4 und einer Schnecke 5 von einem Elektromotor 6 her empfängt. Auf der Motor- und Schneckenwelle 7 sitzen die für das Einschalten und Stillsetzen erforderlichen Kupplungs- und Bremsvorrichtungen B. Die Antriebswelle .2 überträgt ihre Drehung mittels eines Zahnritzels 9 und eines verhältnismäßig großen Stirnzahnrades io auf eine zweite, in den Lagern i i abgestützte Welle 12. Ein weiteres, auf der letzteren befestigtes Stirnzahnrad 13 überträgt die Drehung durch ein hierin eingreifendes Zahnrad 14 auf eine weitere, in dem Lagerpaar 15 des Maschinengestells gelagerte Welle 16. Ferner wird durch das Antriebsritzel 9 der Welle 2 das Stirnzahnrad 17 der in dem Lagerpaar 18 abgestützten Welle i9 angetrieben, auf der die Seiltrommel 2o festsitzt. Die Aufgabe und Wirkungsweise der letzteren ist in dem weiter unten folgenden Teil der Beschreibung erklärt.
  • Ein wesentliches Merkmal der dargestellten Umsteuervorrichtung besteht darin, daß zwischen den beiden Wellen 12 und 16 entsprechend der gewählten verschiedenenGröße derZahnräder 13,i4 ein bestimmtes Übersetzungsverhältnis besteht, das im vorliegenden Beispiel gleich 1,6 : i,o ist, ohne daß jedoch die Erfindung auf dieses genaue Zahlenmaß beschränkt wäre. Wenn also die Welle 12 einen vollen Umlauf von 36o' vollführt, so vollführt die damit gekuppelte Welle 16 einen Umlauf von nur 5/s = 225'°' des Kreisumfanges. Auf der Welle 12 befinden sich, fest mit ihr verbunden, ein Schlepparm 21 und (in Abb. i) zu beiden Seiten desselben zwei lose auf der Welle 12 sitzende Seilrollensegmente 22 und 2@3. Jedes der letzteren ist am Umfang mit zwei Seilrillen 24 und 25 besetzt. in den Rillen a4 laufen die Zugseile 26 und 27 (Abb.2), deren eines Ende jedesmal mit dem betreffenden Seilrollensegment 22 bzw. 23 fest verbunden ist. Die beiden Seile selbst sind in üblicher Weise über Lenkrollen nach der rechten und linken Ofenseite geführt und dienen zum Umstellen der rechtsseitigen und linksseitigen Gashähne oder -ventile 28 und 29. Das jeweilige andere freie Ende der Seile wird in üblicher Weise durch ein Belastungsgewicht 30 in dauernder Spannung gehalten. Ebenso werden auch die sämtlichen übrigen Bedienungsseile für die anderen umzustellenden Organe in üblicher Weise durch Belastungsgewichte gespannt gehalten. In der in Abb.2 gezeichneten Stellung befindet sich der Schlepparm 21 in der einen Anfangs- oder Endlage, wo er senkrecht nach unten gerichtet ist, und hält das Segment 22, indem er sich gegen dessen Anschlag 31 anlegt in seiner tiefstehenden Anfangslage. Das andere Segment 23 befindet sich in seiner höchststehenden Endlage, wo es sich gegen einen mit dem Maschinengestell fest verbundenen Anschlag 33 anlegt. Beim Herumschwenken des Schlepparms 2i in der durch den beigezeichneten Pfeil angegebenen Drehrichtung wird das Segment 22 durch die Spannung des Seils 26 in gleicher Richtung verdreht, bis es sich gegen den zweiten festen Anschlag 32 anlegt; diese Endstellung des Segments 22 ist in Abb. 2 punktiert dargestellt.
  • An dem einen freien Ende der Welle 12 ist noch die auf dem Umfang mit Kontaktstreifen besetzte Kontaktwalze 34 befestigt, auf der mehrere Kontaktfinger 35 schleifen, die mit einem elektrischen Schaltwerk 36 in Verbindung stehen; dieses Schaltwerk dient zum Regeln des Gangs des antreibenden Elektromotors 6.
  • Auf der Welle 16 sind an ihren beiden freienEnden die Kurbeln 37 und 38 befestigt. An die Kurbelzapfen sind die Enden der beiden Zugseile 39 und 4o angeschlossen. Diese sind über Lenkrollen nach der rechten und linken Ofenseite geführt und dienen hier zum Umstellen der Luft- und Abhitzeventile, die an den Umstelltöpfen 41 und 42 in der nachstehend beschriebenen Weise vorgesehen sind. Die Luftventile sind als obensitzende .Klappdeckel 43 und 44 vorgesehen, die in an sich bekannter Weise mittels Stellhebeln 45, 46 und Verbindungsketten 47, 48 durch die erwähnten Zugseile 39 und 40 umgestellt werden. Die Abhitzeventile im unteren Teil der Töpfe 41, 42 sind ebenfalls als Klappen 49, 5o ausgebildet, die mittels der Stellhebel 51, 52 und Verbindungsketten 53, 54 durch dieselben Zugseile 39 und 4o betätigt werden. In üblicher Weise steht jeweils der obere, zwischen den Luft- und Abhitzeklappen befindliche Raum der Töpfe 41, 42 durch den Stutzen 55 mit dem Einlaß- bzw. Auslaßkanal eines Regenerators und jeweils der unter den Abhitzeklappen 4,9, 5o liegende Raum jedes Topfes durch den Rohrstutzen $6 mit dem nach dem Schornstein führenden Abgaskanal jeder Ofenseite in Verbindung.
  • Die beiden Kurbeln 37 und 38 der Welle 16 sind entgegengesetzt gerichtet. Die Kurbel 37 vollführt bei der Drehung der Welle 16 insgesamt den Kreisbogenweg A-B-C-D, und die in ihrer Phase entgegengesetzte Kurbel 38 vollführt währenddessen den Kreisbogenweg C-D-A-B. Die Sehnen A-D und C-B, die die Endpunkte dieser beiden Kreisbogen verbinden, liegen, wie sich aus Abb. 2 ergibt, parallel zur Mittelstellung bzw. Hauptrichtung der beiden an den Kurbeln befestigten Zugseile 39, 40. Infolge des obenerw ähnten Übersetzungsverhältnisses zwischen der Welle 12 mit dem Schlepparm 21, die bei jedem Spiel eine volle Umdrehung vollführt, und der Kurbelwelle 16 ist der Kreisbogenweg jeder der beiden Kurbeln von A-D bzw. von C-D = 5/s des Kreisumfanges = 225°. Hiervon entfällt nach dem Zeichnungsbeispiel auf den ersten und letzten Teilweg A-B und C-D bzw. umgekehrt ein Stück = 1/s des Kreisumfanges = 45°, und auf den mittleren, größeren Teilweg B-C bzw. D-A entfallen 3/s des Kreisumfanges = 135°. Infolge der beschriebenen Stellung der beiden Kurbeln 37 und 38 zueinander und zu den Zugseilen 39 und 40 wird jeweils über das erste und letzte Teilwe@gstück A-B und C-D bzw. umgekehrt wegen der verhältnismäßig geringen Stichhöhe des bezüglichen Kreisbogens immer nur eine ganz unwesentlich geringe Längsverschiebung der bezüglichen Seile 39 und 4o herbeigeführt, die namentlich infolge der unvermeidlichen Totgänge in den gesamten Seilen und Gestängen überhaupt keinen merkbaren Einfluß auf die daran hängenden Ventile hat, d. h. die letzteren praktisch in Ruhe läßt. Demgegenüber erstreckt sich die eigentliche Längsverschiebung der Seile 39, 40 zum Zweck ihrer Betätigung und der Umstellung der daran hängenden Ventile wesentlich nur auf den mittleren Kreisbogenteilweg C-D bzw. B-A jeder der beiden Kurbeln. Es wird nun gemäß der Erfindung bei der Kupplung der beiden Wellen 12 und 16 durch das Zahnräderpaar 13 und 14 dafür "gesorgt, daß in dem Zeitabschnitt der ersten und letzten Teilwege der Kurbeln 37 und 38 von je 1/s Kreisumfang = 45° die Bewegung der Seilrollensegmente 22 und 23 fällt, die demgemäß 45 X 1,6 = 72° = 1/s Kreisumfang der Welle 12 beträgt, und daß umgekehrt während des mittleren Teilwegstücks B-C bzw. D- A der Kurbeln die Seilrollensegmente 22 und 23 stillstehen.
  • Die auf der dritten angetriebenen Welle i9 festsitzende Stiltrommel 2o trägt zwei an ihr befestigte entgegengesetzt herumgeschlungene Zugseile 57 und 58. Diese beiden Seile sind ebenfalls nach .der rechten .bzw. nach der linken Ofenseite getuhrt und dienen zur Betätigung der Wechselschieber 59 und 6o. Diese Schieber befinden sich in den durch sie abzuschließenden bzw. zu öffnenden Abgaskanälen 61, 62, die die Verbindung zwischen den Abgasventilen 49, 5o bzw. den zugehörigen Rohrstutzen 56 nach dem Schornstein hin schaffen, und zwar zwischen dem äußersten, d. h. dem Schornstein an nächsten liegenden Abgasventil der ganzen Ofenbatterie und dem Schornstein. Diese übliche Anordnung der Wechselschieber hat den Zweck, von den Räumen der Abgaskanäle zwischen den Ventilen und dem Schornstein dessen Unterdruck fernzuhalten, was z. B. mittels Einströmens von atmosphärischer Luft in die Abgaskanäle durch unvermeidliche Undichtigkeiten des Schieberverschlusses selbst oder auch durch absichtlich vorgesehene, in der Schließstellung,des Schiebers wirksame Zuströmöffnungen geschafft wird. Dies ist insbesondere für den Betrieb mit vorgewärmtem Schwachgas wertvoll, da dieses von den Einströmkanälen seiner Regeneratoren her über die Stutzen 55 mit den Töpfen 41, 4,2 in offener Verbindung steht und dann, wie Abb. 2 zeigt, bei geschlossener Abhitzeklappe 49 bzw. 5o nur durch diese letztere von den unteren, nach den Abgaskanälen hingehenden Räumen 56 der Töpfe getrennt ist, so daß bei nicht völligem Dichthalten der besagten Abhitzeklappen ein Übertreten von Heizgas nach den Abgasräumen in unerwünschtem Maße stattfinden müßte, wenn die letzteren unter dem Unterdruck des Schornsteins stehen würden; die Aufrechterhaltung von annähernd atmosphärischem Druck in diesen Räumen behebt wesentlich diese Betriebsschwierigkeit.
  • Bei den erwähnten Wechselschiebern 59 und 6o wird nun gemäß der Erfindung, wie bei dem Schieber 59 dargestellt ist, in der Schließstellung durch eine entsprechende Vergrößerung der Schieberhöhe dafür gesorgt, daß zusätzlich zur Kanalhöhe x eine Überdeckung y am unteren Schieberende von bestimmter Größe besteht. Der Zweck und die Wirkungsweise dieser Einrichtung sind bei der Beschreibung der Betriebsweise erläutert.
  • Der Betrieb der vorbeschriebenen Umsteuervorrichtung geht in dem Fall, daß für die Beheizung Starkgas ohne Vorwärmung desselben benutzt, also allein die Verbrennungsluft regenerativ vorgewärmt wird, wie folgt vor sich: Zu dem Zeitpunkt, wo eine Umstellung vorzunehmen ist, befinden sich die Gas-, Luft- und Abgasventile und die sie betätigenden Umstellorgane beispielsweise in der durch Abb. 2 wiedergegebenen Stellung. Es sind also auf der rechten Ofenseite Gashähne 28 und die Luftklappen 43 offen, die Abhitzeklappen 49 geschlossen, während auf der linken Ofenseite alles umgekehrt steht. Es wird nun der Antriebselektromotor 6, gegebenenfalls selbsttätig durch das elektrische Schaltwerk 36, eingeschaltet. Die durch den Motor zunächst angetriebene Welle 12, die etwa auf eine Umlaufsgeschwindigkeit von einer Umdrehung in 3o Sekunden eingestellt ist, bewegt den Schlepparm 2i von der gezeichneten Stellung aus in einer Drehrichtung nach links herum, d. h. im Sinn entgegengesetzt dem Uhrzeiger; hierdurch wird in entsprechendem Maße das durch den Schlepparm am Anschlag 31 gehaltene Seilrollensegment 22 in gleichem Drehsinn herum, d. h. nach oben hin gedreht. Das entgegengesetzte Seilrollensegment 23 steht während dieser Zeit still, indem es sich gegen den festen Anschlag 33 anlegt. Sobald der Schlepparm 21 einen Drehweg = 1/s des Kreisumfanges = 721 durchschritten hat, legt sich das Segment 22 (vgl. dessen punktierte Stellung in Abb.2) gegen den festen Anschlag 32 an und bleibt von da an in Ruhe. Durch diesen Drehweg des Segments 22 sind mittels des Zugseils 26 und seines die Spannung erhaltenden Belastungsgewichts 3o die Gashähne 28 auf der rechten Ofenseite geschlossen worden.
  • Während des gleichen Zeitraums sind die auf der zweiten angetriebenen Welle 16 sitzenden Kurbeln 37 und 38 über den Kreisbogenteilweg A-B bzw. C-D = 1/s Kreisumfang = 45° gelaufen, wobei die daran angeschlossenen Zugseile 39, 40 und .die durch sie betätigten Luft- und Abgasventile praktisch in Ruhe geblieben sind. Während des nun folgenden Weiterdrehens der Welle i2 läuft deren Schlepparm 2i über 3/s des Kreisumfanges = 2s6° leer; zugleich jedoch beginnen die Kurbeln 37, 38 auf der Welle 16 die Bogenwege B-C und D-A zu durchlaufen, währenddessen nun auf beiden Ofenseiten gleichzeitig das Umstellen der Luft- und Abgasventile erfolgt. Es werden also während dieses Zeitabschnitts die Luftklappen 43 der rechten Ofenseite und die Abgasklappen 5o der linken Ofenseite geschlossen und die Luftklappen 44 der linken und Abgasklappen 49 der rechten Ofenseite geöffnet. Hierdurch wird also der Luft- und Abgasstrom durch den ganzen Ofen umgestellt, d. h. es strömt jetzt vorgewärmte Luft auf der linken Ofenseite frisch zu, ohne daß schon zugleich hier auch Heizgas frisch zugeführt wird. Es wird daher durch die frisch zutretende Luft das vom Schluß der vorherigen Betriebsphase noch innerhalb des Ofens vorhandene restliche Heizgas verbrannt. Um diesen Erfolg noch weitergehend zu sichern, wird nun von dem Augenblick an, wo die Umstellung der Luft-und Abgasventile vollendet ist, eine zusätzliche kurze Betriebspause in den Umstellvorgang eingeschaltet. Dies geschieht durch elektrische Schaltung mittels der Kontaktwalze 34, die bis dahin stetig mit herumgelaufen ist, und der darauf schleifenden Kontaktfinger 35 sowie des elektrischen Schaltwerks 36. Dieses setzt nun den Motor 6 für eine bestimmte, nach Bedarf einzustellende Zeit, beispielsweise 3o Sekunden, still. Während: dieses Zeitraums vollzieht sich -die vollständige Nachverbrennung ,der während des Umstellens in dem Ofen verbliebenen Reste von Heizgas. Nach Beendigung dieser Pause setzt das Schaltwerk 36 den Motor 6 wieder in Betrieb. Der Schlepparm :2i der Welle 12 besitzt in diesem Augenblick die in Abb. 2 punktiert wiedergegebene Stellung, wo er sich gegen den Anschlag 31 des zweiten Seilrollensegments 23 anzulegen beginnt. Der nunmehr einsetzende Lauf des Antriebsmotors 6 ergibt den Weiterlauf des Schlepparms 2r über das letzte Fünftel des Kreisumfanges = 72°' bis zu seiner oben angegebenen, senkrecht nach unten gerichteten Anfangsstellung. Gleichzeitig wandert die Kurbel 37 von C bis D und die Kurbel 38 von A bis B, währenddessen also die von ihnen betätigten Luft- und Abgasventile in Ruhe bleiben. Der Schlepparm 2i dagegen dreht das Segment 23 um das erwähnte Winkelmaß herum, womit das Zugseil 27 für die Gashähne 29 der linken Ofenseite angezogen wird. Hierdurch erfolgt das Öffnen dieser linksseitigen Gashähne 29 und der Zutritt frischen Heizgases auf dieser Ofenseite. Mit der Beendigung dieser Gashahnumstellung ist -der Umsteuervorgang für das beschriebene Spiel in seiner Gesamtheit vollzogen.
  • Bei der nächstfolgenden Umsteuerung verläuft der gesamte Vorgang in umgekehrter Reihenfolge, jedoch zeitlich nicht völlig symmetrisch zu dem vorbeschriebenen Spiel insofern, als die durch das elektrische Schaltwerk 36 einzufügende Pause auch in diesem Fall wieder in dem Zeitpunkt eingefügt wird, wo von dem gesamten vorgesehenen Lauf der Wellen 12 und 16 die ersten 4/s vollendet sind und das letzte Fünftel angeschlossen werden soll. Im übrigen steht es frei, das elektrische Schaltwerk 36 so einzurichten, daß eine entsprechende Pause von beliebiger Zeitlänge gegebenenfalls schon sogleich nach dem Durchschreiten des ersten Fünftels eingefügt wird.
  • Der Betrieb der Umsteuervorrichtung zeigt für den Fall der Beheizung mit Schwachgas, das ebenfalls in Regeneratoren vorgewärmt wird, bei Voraussetzung des gleichen Ofens folgende Besonderheiten gegenüber dem vorbeschriebenen Fall: Die umzustellenden Gashähne 28, 29 sind wieder gleichartig vorhanden, jedoch münden die bezügliehen Gasleitungen, in denen sie sitzen, in die Regeneratoreinlaß- bzw. -auslaßkanäle hinein, mit denen die Stutzen 55 der Umstelltöpfe 41 und 42 in Verbindung stehen. Diese Anordnung gilt auf jeder Ofenseite nur für jeden zweiten Umstelltopf 41 bzw. 42. Bei diesen Töpfen bleiben die Deckel 43, 44 dauernd geschlossen und sind von den Umstellseilen 39, 4o bzw. deren Gestängen völlig abgeschaltet. Die andere Hälfte der Umstelltöpfe 44 42 auf jeder Ofenseite dient für die Umstellung der Luftzufuhr und der Abgasabfuhr in ganz gleicher Weise, wie oben beschrieben und in Abb. 2 dargestellt. Die Abgasklappen 49, 5o der mit Schwachgas zusammengeschalteten Töpfe 4i, 42 sind ebenfalls von den Umstellseilen 39, 4o ganz abgeschaltet und bedürfen einer besonderen Betätigung zum Umstellen. Hierzu dient ein zusätzliches Paar von Zugseilen 63, 64, die in Abb. 2 punktiert dargestellt und über die zweiten Seilrillen 25 der Segmente 22 und 23 geschlungen sind. Von diesen geht das Seil 64, wie gezeichnet, nach der linken Ofenseite zu den Abgasklappen 5o, das Seil 63 nach der rechten Ofenseite zu den Abgasklappen 49. Wie man hieraus ohne weiteres ersieht, besteht für .diesen Betriebsfall eine zusätzliche Besonderheit im wesentlichen nur darin, daß gleichzeitig beispielsweise mit dem Schließen der rechtsseitigen Gashähne 28 die entsprechenden linksseitigen Abgasklappen 5o geschlossen und gleichzeitig mit dem Offnen der linksseitigen Gashähne 29 die rechtsseitigen entsprechenden Abgasklappen 49 geöffnet werden. Im übrigen verläuft der Umsteuervorgang genau so, wie oben für den Fall der Starkgasbeheizung beschrieben worden ist.
  • Bei dem Fall der Schwachgasbeheizung bekommen nun aber, wie schon aus den früheren Beschreibungsangaben hervorgeht, die Wechsel- Schieber 59 und 6o eine besondere Bedeutung. Ihre Betriebsweise und Wirkung sind die folgenden: Die Seiltrommel 2o auf der Welle ig, die durch die beiden Seile 57 und 58 die besagten Wechselschieber 59 und 6o betätigt, läuft zufolge ihrer Zahnradkupplung mit der Antriebswelle 2 synchron zu dieser und demgemäß auch zu den Wellen 12 und 16 mit; der Umstellvorgang des Schieberpaars 59, 6o vollzieht sich also in dem gleichen Zeitabschnitt, wie die Umsteuerung im ganzen verläuft. Wenn der gesamte Höhenweg jedes Schiebers, wie aus Abb. 2 hervorgeht, gleich seiner Gesamthöhe x -f- y ist, wovon x gleich der Höhe des abzuschließenden Abgaskanals 61 bzw. 62 ist, so entspricht hierbei dias Überdeckungsmaß y 1/s, das Höhenmaß x 4/s ,der Gesamthöhe. Wenn nun der Umstellvorgang eingeleitet wird und als erstes die Umstellung des Segments 22 für die rechtsseitigen Gashähne 28 über den Teilweg des Schlepparms 21 von 1/s seines Gesamtweges bewirkt wird, so durchschreitet während desselben Zeitabschnitts der rechtsseitige Abgaswechselschieber 59 den Höhenweg y, hält also währenddem den entsprechenden Abgaskanal weiterhin geschlossen. Erst von dem Augenblick an, wo die rechtsseitigen Gashähne 28 völlig geschlossen sind und nunmehr der Schlepparm 21 sein mittleres Teilwegstück des Leerlaufs durchschreitet, wird der Wechselschieber 59 weiter über den Weg x gehoben und hiermit der Abgaskanal 61 allmählich geöffnet. Hiermit wird erreicht, daß in keinem Zeitpunkt der Unterdruck des Schornsteins eine nachteilige Einwirkung auf in den Töpfen anstehendes Heizgas ausüben kann, weil während des Offenseins der rechtsseitigen Gashähne 28 noch die Abschließung des Abgaskanals 61 durch die Überdeckung y besteht und sein Offnen erst beginnt, wenn die Gashähne 28 geschlossen sind. Während des Hebens des rechtsseitigen Wechselschiebers 59 erfolgt das Niedergehen des linksseitigen Schiebers 6o und Schließen des entsprechenden Abgaskanals 62.
  • Die abgeänderte Ausführungsform der Umsteuervorrichtung nach Abb. 3 betrifft einen Ersatz der um die Welle 12 drehbaren Seilrollensegmente 22 und 23 zur Betätigung der Zugseile 26 und 27 für die Gashähne. Es sind daher entsprechende Teile in Abb. 3 mit denselben Bezugsziffern wie in Abb. 2, teilweise mit Zufügung des unterscheidenden Indexbuchstabens a bezeichnet. Bei dieser Ausführungsform wird durch das auf der Welle 12 festsitzende Zahnrad 13 oder gegebenenfalls, mit gleichem Erfolg, durch das mit ihm im Eingriff stehende Zahnrad 14 der Kurbelwelle 16 die Zahnstange 65 hin und her geschoben, die den Schlepparm 21a trägt. Auf zwei dieser Zahnstange parallelen Laufschienen 66 und 67, die mit dem Maschinengestell fest verbunden sind, können die Gleitschuhe 22a und 23a, an deren Haltearmen 68 bzw. 69 die Enden der Zugseile 26 und 27 befestigt sind, hin und her geschoben werden. Die in Abb. 3 gezeichnete Stellung des Schlepparms 21a entspricht hinsichtlich der Betriebsphase der in Abb. 2 gezeichneten Anfangsstellung des Schlepparms 21. Bei Beginn eines Umsteuerspiels derselben Art, wie oben für Abb. 2 beschrieben, wird bei Abb. 3 durch das Zahnrad 13 die Zahnstange 65 und damit der Schlepparm 2@a nach links verschoben und läßt dadurch den Gleitschuh 22a, .der sich mit seinem Anschlag 31a an den Schlepparm anlegt, unter der Zugwirkung des gespannten Seils 26 nach links herüberwandern, bis dieser in die punktierte Stellung gelangt, wo er sich gegen den mit der Laufschiene 66 fest verbundenen Anschlag 32a anlegt. Von diesem Augenblick an läuft der Schlepparm 21a zusammen mit der stetig weiterschreitenden Zahnstange 65 nach links, also leer, bis er an den Anschlag 31a des linksseitigen Gleitschuhes 23a anstößt, der bis dahin auf seiner Laufschiene 67 gegen den damit fest verbundenen Anschlag 33a unter der Zugwirkung des zweiten Seils 27 in Ruhe angelehnt gestanden hat. Von nun an wird dieser Gleitschuh 23a weiter nach links geschoben, bis die punktiert gezeichnete 'Stellung des Schlepparms Zia und des Gleitschuhes 23a erreicht ist, womit die Bewegung der Zahnstange 65 und der Umstellvorgang beendigt sind. Bei der nächstfolgenden Umsteuerung erfolgt die Drehung des Zahnrads 13 und die Bewegung der Zahnstange 65 in umgekehrter Richtung, so daß dann auch die Verstellungen der Gleitschuhe 23a und der Baransitzenden Seile 27 und 26 entgegengesetzt wie erst verlaufen. Im übrigen geht der Betrieb ganz gleichartig, wie oben für Abb.2 im einzelnen beschrieben worden ist. Die Längenverhältnisse der Laufwege der beiden Gleitschuhe 22a und 23a und des zwischenliegenden Leerlaufweges des Schlepparms 2111 sind wieder so gewählt, daß auf die ersten beiden je 1/s, auf den letzteren 3/s des Gesamtweges bzw. ,der Gesamtzeit entfallen. Die Betätigung der angeschlossenen Zugseile 26, 27 und der daran angeschlossenen umzustellenden Gashähne sind somit bei der Ausführungsform nach Abb. 3 im Ergebnis gleich der nach Abb. 2. Es wäre natürlich auch bei Abb. 3 möglich, außer den Zugseilen 26, 27 mit den Gleitschuhen 22a und 23a ein zusätzliches Paar von Zugseilen vorzusehen, das den Seilen 63 und 64 der Abb. 2 entsprechen würde und dieselben Aufgaben zu vollziehen hätte. Die übrigen Bestandteile der Umsteuervorrichtun-g nach Abb.2, insbesondere also diejenigen, welche die Betätigung der übrigen umzustellenden Organe zu bewirken haben, sind bei der Ausführung nach Abb.3 als in gleicher Art vorhanden anzunehmen.
  • Die Aufteilung des gesamten Winkelweges der Kurbeln 37 und 38 in drei Teilwinkel von 45, 135 und 45°' muß zwar nicht genau, aber doch angenähert wegen der den Seilen 39 und 4o zugewiesenen Bewegungen eingehalten werden. Dagegen muß der diesem Gesamtwinkelweg jeder Kurbel entsprechende gesamte Winkelweg des Schlepparms 21 bzw. der ihn tragenden Welle 12 durchaus nicht, wie im Beispiel, gleich einem vollen Umlauf = 36o°' sein; er kann bei geeigneter konstruktiver Gestaltung auch kleiner oder größer als 3.60" ausgebildet werden, besonders wenn für jedes der zwei Seilrollensegmente 22, 23 unabhängig ein eigener, auf der Welle iz festsitzender Schlepparm -vorgesehen wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Umsteuervorrichtung für nacheinander erfolgende Umstellung der Gas-, Luft- und Abgasventile von Regenerativöfen; insbesondere regenerativ beheizten Kokskammeröfen, dadurch gekennzeichnet, daß für die Umstellung der Luft= und Abgasventile zwei nach den beiden Ofenseiten führende Zugseile bzw. Gestänge durch zwei in ihrer Phase entgegengesetzt stehende Kurbeln in der Weise betätigt werden, daß jede' derselben einen Kreisbogen, dessen Sehne parallel der Seilrichtung liegt, von etwa 5/s des Kreisumfanges durchläuft und daß für die Umstellung der Gasventile zwei weitere, nach den beiden Ofenseiten führende Zugseile bzw. Gestänge durch einen mit den Kurbeln mittels Zahnradgetriebe od.,dgl. synchron gekuppelten Schlepparm derart mit Zeitabstand nacheinander betätigt werden, daß ihre Bewegungen auf den ersten und letzten je etwa 1/a Kreisumfang umfassenden Teilweg der Kurbeln fallen, während über deren mittleren größeren Teilweg der Schlepparm leer läuft.
  2. 2. - Umsteuervorriehtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlepparm (21) auf einer Welle (12) befestigt ist, die mit der die Kurbeln (37, 38) tragenden Welle (16) in solchem übersetzungsverhältnis gekuppelt ist, daß die Schlepparmwelle (12) während des ganzen Kreisbogenweges- jeder Kurbel (37, 38) eine volle Umdrehung 'vollführt, 'und daß auf der Schlepparmwelle (12) zwei Seilrollensegmente -(22, 23) für die Gasventilseile lose drehbar sind, die nacheinander mit Zeitabstand durch den Schlepparm (21) verdreht werden.
  3. 3. Umsteuervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlepparm (eia) an einer - hin und her gehenden Zahnstange (65) befestigt ist, die durch ein mit der Kurbelwelle (16) unmittelbar oder durch Zwischengetriebe gekuppeltes Zahnrad (13) angetrieben wird, und daß dieser Arm die Schleppbewegung zweier parallel der Zahnstange verschiebbarer Gleitschuhe (22a, 23a), mit denen die Gasventilseile gekuppelt sind, im Zeitabstand nacheinander bewirkt.
  4. 4. Umsteuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Seilrollerisegmente (22, 23) mit zwei Seilrillen am Umfang besetzt ist; von denen eine das Zugseil für die Gasventile der einen Ofenseite und die andere das Zugseil für die entsprechenden Abgasventile der anderen Ofenseite aufnimmt.
  5. 5. Umsteuervorrichtung nach- den Ansprüchen i bis 4 mit Anordnung von besonderen Wechselschiebern zwischen den Abgasventilen und dem Schornstein, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Umstellweg jedes Wechselschiebers mit dem Gesamtweg des Schlepparms zeitlich gleichläuft und daß für jeden Schieber eine zusätzliche überdeckung seiner Kanalöffnung von solcher Art und Größe vorgesehen ist, daß der jeweils geschlossene Schieber über das Anfangsstück seines Umstellweges noch geschlossen bleibt und erst dann zu öffnen beginnt, wenn der Schlepparm das erstliche Schließen der Gasventile beendigt hat.
  6. 6. Umsteuervorrichtung nach den Ansprüchen i bis $, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Getriebe ein elektrisches Schaltwerk für den- Antriebsmotor gekuppelt ist, durch welches in den Zeitpunkten, in denen der Schlepparm seinen Leerlauf beginnt und beendigt, Stillstände des Motors als Pausen eingefügt werden.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1227486B (de) * 1960-04-26 1966-10-27 Kocks Gmbh Friedrich Umsteuervorrichtung fuer Regenerativoefen, insbesondere fuer Siemens-Martin-OEfen

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