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Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Putzmörtelträgern mit
durch Gitter verbundenen Mörtelhaftkörpern Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren
zur Herstellung von Putzmörtelträgern mit durch Gitter verbundenen Mörtelhaftkörpern
sowie eine zurDurchführung desVerfahrens besonders vorteilhafte Einrichtung.
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Bisher erfolgte die Herstellung des als Putzmörtelträger vorzugsweise
verwendeten Drahtziegelgewebes in mehreren miteinander organisationsmäßig nicht
zusammenhängenden Arbeitsgängen. Insbesondere ist es bekannt, das Drahtziegelgewebe
in der Weise herzustellen, daß nach dem Aufbringen von im Rohzustand befindlichen,
für den Mörtel vorgesehenen Haftkörpern auf die Kreuzungsstellen des Drahtgewebes
die so erhaltenen fortlaufenden Gitterbahnen gerollt und in Stücke von abgemessener
Länge zerschnitten werden, wonach die weiteren #Arbeitsvorgänge, wie Brennen und
Ausfertigen, für jede einzelne Rolle getrennt eingeleitet werden müssen.
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Ein derart robuster Arbeitsvorgang, wie ihn das Zusammenrollen der
mit den noch rohen Mörtelhaftkörpern versehenen . Drahtgewebebahnen in Bunde
von verhältnismäßig kleinem Durchmesser erfordert, hat besonders große Nachteile,
wenn, wie bisher üblich, die Mörtelhaftkörper, z. B. aus Ton, Lehm od. dgl., geformt
werden. Ein solches Zusammenrollen ist in diesem Rohzustand derMörtelhaftkörper
überhaupt nur möglich, wenn sowohl die Homogenität als auch die Kohäsion des Rohmaterials
der Mörtelhaftkörper durch besondere
Bearbeitungsvorgänge, wozu
auch ein - Zusammenpressen an der Oberfläche gehört, gütemäßig weitgehend
gesteigert werden, nur ein solches Material vermag den hohen Beanspruchungen, wie
sie der Einrollvorgang mit sich bringt, im allgemeinen noch standzuhalten. Dennoch
ist es in der Praxis bekannt, daß sich bei noch so großer Sorgfalt und noch so großer
Verbesserunig der durchschnittlichen Materialgüte Verletzungen der rohen Haftkörper
beim Einrollen nicht ausschließen lassen, so daß Ausschuß in der Fabrikation unvermeidbar
ist oder aber an das Aussehen und die Beschädigungsfreiheit des Endproduktes nur
verhältnismäßig geringe Anforderungen gestellt werden #dürfen.
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Aber auch das iDrahtmaterial der Gitter erleidet bei der bisherigen
Herstellungsmethode empfindliche Veränderungen, welche sich sehr nachteilig auswirken.
Da das Brennen der Mörtelhaftkörper an den inRollenformgebrachtenZwischenprodukten
erfolgt, 'ist eine so lange Brenndauer erforderlich, bis die Hitze der die Rollen
umgebenden Retortenwände auch bis an die in der Rolle innenliegenden Haftkörper
herangekommen ist und diese in ihren gebrannten Endzustand übergeführt hat; da die
innenliegenden Haftkörper von den auf der Rollenbahn weiter außenliegenden Haftkörpern
jedoch gegen das radial nach innen gewünschte Vordringen der Biennhitze mehr oder
weniger abgeschirmt werden, ist eine sehr lange Brennzeit, etwa in der Größenordnung
Von '/2 Stunde, erforderlich. Eine so lange Erhitzung hat jedoch nicht nur
ein übermäßiges Ausglühen des Gitterdrahtes zur Folge, sondern, was sich viel schwerwiegender
auswirkt, auch eine erhebliche Herabsetzung. des Drahtquerschnittes. Daraus ergeben
sich einerseits Festigkeitsverluste und andererseits unerwünschte Formwandlungen
durch Längung der Drahtpartien.
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Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile. Das die Erfindung kennzeichnende
Verfahren besteht darin, daß erfindungsgernäß auf fortlaufend erzeugte, ununterbrochene
Gitterbahnen in den Kreuzungsbereichen der Gitterelemente zunächst plastische Substanzen
in dosierten Mengen aus einem fortlaufend ergänzten Materialvorrat aufgebracht und
der Form nach zu Mörtelhaftkörpern gestaltet werden, worauf die Anwendung von auf
die Mörtelhaftkörper einwirkenden Erhärtungsmaßnahmen unter im wesentlichen gerader
Weiterbewegung der Gitterbahnen erfolgt, welche diese gerade Bewegungsrichtung erst
als fertige Putzmörtelträger nach Ablängung zwecks Einrollung in Bunde verlassen.
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Die Vornahme der für die Erhärtung ider Mörtelhaftkörper vorgesehenen
Vorgänge auf das grundsätzlich als Flachbahn fortlaufend bewegte, mit den rohen
Mörtelhaftkörpern versehene Gitterband gewährleistet die denkbar schonendste Behandlung
sowohl derHaftkörper als auch des Gittermaterials, so daß der Fabrikationsausschuß
auf ein Mindestmaß herabgedrückt werden kann. Denn wesentliche Formveränderungen
an der Gewebebahn, wie sie das Einrollen derselben darstellt, werden erst nach dem
Erhärtungsprozeß vorgenommen, so daß nennenswerte Kridte auf die Mörtelhaftkörper
nicht ausgeübt werden, solange sich diese im Rohzustand befinden. Im Fall der Verwendung
von Tonpreßlingen als Mörtelhaftkörper ist eine sehr wesentliche Verkürzung der
Brenndauer möglich, weil das als Flachbahn durch die Brennzone geführte Gitterband
von beiden Seiten unmittelbar aufgeheizt werden kann; es genügt deshalb eine Brennzeit
von einigen Minuten; diese ist jedenfalls so kurz, daß zwar der Zweck eines leichten
Ausglühens der Drähte zwecks Biegbarkeit des fertigen Drahtziegelgewebes ohne Verletzung
der Tonpreßlinge erreicht, jedoch jede Schädigung des D#rahtmaterials hintangehalten
wird und keinerlei Querschnittsverminderung desselben erfolgt.
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D.urch die Vornahme der beschriebenen Vorgänge- auf das als Flachbahn
geführte Gitterband ist es möglich, das Material für die Haftkörper auch bei geringerer
Güte und weniger sorgfältiger Vorbereitung selbst gesteigerten Beanspruchungen gewachsen
zu halten, wodurch eine Verbilligung des Endproduktes erreicht wird. Die Folge davon
ist aber auch die, daß sowohl für den Haftkörper als auch für das Gitter andere
Stoffe als die beschriebenen Anwendung finden können. Ferner ergibt sich die Möglichkeit,
sämtliche Arbeitsvorgänge aneinanderschließend im Fließverfahren .durchzuführen
und damit an die Stelle einzelner voneinander getrennter Herstellungsschritte ein
wohlorganisiertes, alle Erzeugungsvorgänge einheitlich umfassendes, neues Herstellungssystem
züi setzen.
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Das Herstellen der Gitterbahnen, das Aufbringen der plastischen Substanzen
für -die Mörtelhaftkörper, die Formung und Erhärtung derselben auf den Gitterbahnen
sowie das Ablängen der fertigen Putzmörtelträger erfolgen insbesondere mit synchronisierter
Arbeitsgeschwindigkeit. Für die Gitterbahnen, welche während aller Verfahrensschritte
vorteilhaft unter einheitlicher Spannung gehalten werden sollen, ist jedes Material
geeignet, das einer solchen;Spannung gewachsen ist und ein Festhalten der Mörtelhaftkörper
an seinen Kreuzungsstellen gewährleistet. Ohne Einschränkung der Erfindung darauf
werden die Gitterbahnen vorteilhaft als Drahtgitter hergestellt, wobei für die fortlaufende
Erzeugung des Gitters beispielsweise Schweißverfahren oder Webveffahren herangezogen
werden können; das im letzteren Fall erhaltene Drahtgewebe entspricht dern. für
Drahtziegelgewebe allgemein üblichen AusgangsprodukL Für die Mörtelhaftkörper ist
jede plastische, durch Erhärten in einen Dauerzustand überführbare Masse geeignet,
also nicht nur der übliche Ton oder Lehm, der durch einen Brennvorgang verfestigt
wird. Die Erfindung wird im weiteren jedoch gerade unter Verwendung an sich bekannter
Draht.gewebe und an sich bekannter Tonpreßlinge als 11förtelhaftorgane beschrieben,
um den in den besonderen neuen Verfahrensmaßnahmen der Herstellung und in den zugehörigen
neuen Einrichtungen gelegenen technischen und erfinderischen Fortschritt besonders
deutlich hervortreten zu lassen.
Eine solche mit den für die Bildung
der Mörtelh#aftkörper vorgesehenen weichen Tonpreßlingen versehene Draht-itterbahn
wird fortlaufend als Flachbahn vorteilhaft vorerst durch eine Trocknungszone, sodann
durch eine Brennzone und schließlich durch eine Abkühlungszone geführt, und zwar
insbesondere mit einer im wesentlichen horizontalen Bewegungsrichtung. Diese gewährleistet
die größtmögliche Schonung der Tonpreßlinge; die Erfindung soll jedoch nicht nur
auf diese vorteilhafteste horizontale Bewegung der Flachbahn beschränkt sein, sondern
auch eine schräge Balinführung bis zum Extremfall einer lotrechten Bahnbewegung,
eine Bahnbewegung in Wellenform od. dgl. umfassen.
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Eine besonders schnelle und gleichmäßige Trocknung der Gitterbahn
bzw. der mit ihr verbundenen rohen Mörtelhaftkörper kann erzielt werden, wenn nach
einem weiteren vorteilhaft anwendbaren Kennzeichen der Erfindung beim Durchlaufen
derTrocknungszone abwechselnd von beiden Seiten Luftströme gegen die Gitterbahn
und durch diese hin-,durch geführt werden. Erfolgt im Gegensatz zur Bewegungsrichtung
der Gitterbahn zwischen geeigneten Ummantelungen derselben auch in der Auskühlzone
eine ähnlicheLuftführung, so kann dieAbkühlungdesfertiggebranntenDrahtziegelgewebesbeschleunigt,
die Länge der Abkühlzone verringert werden und eine Ausnutzung des indie Abkühlzone
eintretenden Luftstromes nach Aufheizung durch die abzukühlenden Gitterbahnen durch
Überleitung indie Trockn:ungszone erfolgen. Hierbei ist es von Bedeutung, die Rückführung
dieses Luftstromes unter weitgehender Verhinderung eines Zutritts zur Brennzone
zu besorgen, damit dort keine übermäßige Oxydation der Drahtpartien eintreten kann.
Die 0--"ydation kann dann innerhalb jenes leichten ,Ausmaßes gehalten wer-den, welches
einen den Draht gegen rasches Verrosten schützenden Oberflächenüberzug bildet, ohne
daß ein Verzundern eintreten würde. Auch für die dauernde Haftung dieser Oberflächenschutzschicht
ist die Flachbahnführung von Vorteil, weil sich diese,Schutzschicht an den geradlinigen
zylindrischen Drähten bildet und daher bis nach Verlassen der Abkühlzone keinen
ungleichmäßigen Spannungen ausgesetzt ist wie im Fall von eingerollten Bunden, welche
nachVerlassen der Brennzone einer Verformung beim Abkühlen unterliegen und dabei
ein Absprengen der verhältnismäßig spröden Oberflächenschutzschicht zur Folge haben
würden.
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Zur richtigen Steuerung der Anwesenheit geringer Luftmengen in der
Brennzone, wie sie zu obigem Zweck vorteilhaft sind, kann in die Brennzone ein Schutzgas,
z. B. Stickstoff oder Wasserdampf, regelbar eingeblasen werden.
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Vor der endgültigen Erhärtung der Mörtelhaftkörper können auf diese
derartige Mittel zur Einwirkung gelangen, welche eine Oberflächenvergrößerung der
HaftkÖrper zur Folge haben. So kann ein Aufspritzen von Sand verschiedener Beschaffenheit,
z. B. von 0,uarzsand, mit einer Art Sandstrahilgebläse ein Aufspritzen von in der
Hitze verkohlenden und damit in der Oberfläche der Haftkörper poreilbildenden Substanzen
oder ein Aufzischen von Luft oder ;Gasen, gegebenenfalls unter rasch wechselndem
Druck, auf die im fortlaufenden Arbeitsgang an Strahlorganen vorbeilaufenden Haftkörper
erfolgen, wobei im letzteren Fall eine unregelmäßige Veränderung und damit Vergrößerung
der Oberfläche derselben erfolgt. Alle diese Maßnahmen dienen der Erzielung möglichst
großer Haftflächen für den Mörtel.
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Gegenstand der Erfindung ist auch einedas Verfahren besonders vorteilhaft
ermöglichendeEinrichtung. Sie ist dadurch gekennzeichnet ' daß einer Preßvorrichtung
zumAufpressen geformter Mörtelhaftkörper auf die Kreuzungsstellen der Gitterelernente
sowohl eine Gitterherstellungsvorrichtung als auch eine Materialbeschickungsvorrichtung
für die Mörtelhaftkörper unmittelbar vorgeschaltet sowie eine Erhärtungsanlage mit
im wesentlichen geradliniger Arbeitsbahn unmittelbar nachgeordnet und Mittel zum
gemeinsamen, automatisch-kontinuierlichen Betrieb der Vorrichtungen mit der Anlage
vorgesehen sind.
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In der Zeichnung sind an Ausführungsbeispielen für den Fall der Verwendung
von Drahtgeweben und gebrannten Lehmkörperchen als MörtelhaftorganeVariationen der
Einrichtung, wie sie die Erfindung ermöglicht, schematisch dargestellt. Hierbei
sind die Fig. 1, 4, 5, 6, 7 und 8 Längsschnitte, Fig. 2 eine
Draufsicht und die Fig. 3 und 9 Querschnitte.
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Von dem zur Bildung der Kette vorgesehenen Gestell i laufen die Kettendrähte
in den Webstuhl 2, in dem sie in bekannter Weise mit den Schußdrähten zu einem Drahtgewebe
33 vereint werden. In an sich bekannter Weise durchläuft dieses Drahtgewebe
33 nunmehr ein Aufpreßwalzwerk 3 für die aus einem gegebenenfalls
fortlaufend gespeisten Materialbehälter 31 über eine Beschickungsvorrichtung,
32 in den Bereich der Knotenpunkte des Gewebes zugeführten rohen Lehmkörperchen.
Die nach Verlassen dieses Aufpreß-#"alzwerkes 3 sich fortlaufend ergebende,
im Wesen ebene Bahn 1-8, ,die aus dem die rohen Mörtelhaftkörper an den Kreuzungsstellen
tragenden Drahtgewebe besteht, bleibt gemäß der Erfindung auch für die weiteren
Arbeitsgänge bis zur Fertigstellung des versandfähigen Drahtziegelgewebes erhalten.
Sie tritt in einen Flachbahnofen ein, der eine Vorwärm- bzw. Trocknungszone 4, eine
Breiinzone 5 und eine Abkühlzone 6 umfaßt.
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Da das Gewebe in zusammenhängender Bahn ohne die Gefahr einer Statlungsmöglichkeit
durch den aus wärmetechnischen Gründen in verhältnismäßig großer Länge bedingten
Flachbahnofen von nur sehr geringem Durchgangsquerschnitt (Fig. i) zum Durchlauf
gebracht werden muß, sind Mittel erforderlich, durch welche das Gewebe während seines
gesamten Durchganges durch den Flachbahnofen untereine gewisse Zugspannung gesetzt
wird. Als solches Mittel ist beim Ausführungsbeispiel eine Transportkette
7 vorgesehen, -die aus beiderseitigen Kettengliedern mit quer im Ofen parallel
zueinander
fortbewegten, rostartig angeordneten Verbindungsstäben 8 besteht. Zum Durchziehen
des Gewebeanfangs durch den Flachbahnofen bei Beginn einer Arbeitsperiode wird das
Gewebe an einem Ofenende an einem beliebigen Roststab befestigt, bis derGewebeanfang
nach Durchlauf durch den Ofen an dessen anderem Ende zum Vorschein kommt. Hierauf
wird die Verbindung zwischen Gewebeanfang und Roststab gelöst und das Gewebe zwischen
die angetriebenen Tran#sportwalzen 9 ein-P a führt, welchen nunmehr die Ausübung
der er -forderlichen leichten Zugspannung für den Weitertransport der Bahn 18 obliegt.
Sowohl die Transportkette 7 als auch die Transportwalzen 9 laufen
mit dem Webstuhl :2 und dem Preßwalzwerk 3
synchron, beispielsweise mittels
entsprechend gesteuerter Motoren 34. An die Transportwalzen 9
können
sich eiide Aufwickeleinrichtung undeine mit dieser zusammenwirkende Abschneideeinrichtung
zur Bildung von Bunden anschließen. Es ist jedoch auch möglich, an Stelle der Transportwalzen
9 unmittelbar die Aufrolleinrichtung anzuordnen.
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Aus der Zeichnung sind die Heizorganeio,ii für die bevorzugte elektrische
Heizung zu entnehmen, auf welche die Erfindung jedoch keinesfalls eingeschränkt
sein soll.-Aus der Zeichnung sind eine Heizeinrichtung io, ii zur direkten Beheizung
der Brennkammer 5 sowie gegebenenfalls eine Heizeinrichtung 1:2 zur Erzielung
zusätzlicher Warmluft für dieVortrocknung in der Trocknungskammer 4 ersichtlich;
die Heizeinrichtung 12 ist für den Fall vorgesehen, falls die aus der Abkühlkammer
6 in die Trocknungskammer 4 geführte Warmluft allein für die Erzielung der
in der Trockn-ungskammer4 erwünschten Temperotur nicht ausreichen sollte; sie wird
vorteilhaft unter Beeinflussung durch einen in der Trocknungskammer vorgesehenen
Thermostaten 44 ein- bzw. ausgeschaltet.
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Zur Verhinderung unerwünschter Oxydationen ,des Drahtgewebes in der
B-rennkammer 5 ist für die Umleitung der aus der Abkühlkammer 6 in
die Trocknungskammer 4 rückgeführten Luft ein Umleitkanal 15, 16 vorgesehen. Zu
seiner Absperrung gegenüber der Brennkammer 5 ist die Anwendung von mechanischen
Schiebern nicht möglich, weil das Band 18 ununterbrochen durch den ganzen Ofen durchläuft.
Deshalb ist beim Ausführungsbeispiel eine Einrichtung vorgesehen, welche die er,wünschteAbsperrung
auf aerodynamischemWege gestattet; sie enthält einen Ventilator 14 im Bereich der
Umleitkanäle 15, 16. Bei aerodynamisch richtiger Bemessung der verschiedenen
Kanalquerschnitte und der Ventilatorleistung kann die Anordnung so getroffen werden,
daß im Betrieb der Luftdruck vor und hinter der Brennkammer 5 der #, le
u iche ist. Dann kann eine Luftsträmung,durch die Brennkammer selbst überhaupt
nicht zustande kommen. Das hat außer der bereits erwiihntenwichtigen Verhinderung
der Oxydation der Drähte auch noch den weiteren Vorteil, daß die Brennkammer selbst
nicht durch die durchströmen-de Luft abgekühlt wird, sondern die erforderliche hohe
Brenntemperatux gleichmäßig (dauernd) behält.
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,Ist jedoch eine ganz geringe Luftzufuhr zur Brennkammer zwecks Erzielung
einer ganz leichten Oxydation der Drahtoberfläche, zum Zwecke eines Oberflächenschutzes
erwünscht, so kann -die eintretende Luftmenge in beliebigen Grenzen -durch entsprechende
Einschaltung des Ventilators 14 geregelt werden.
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Zur Unterstützung der Luftbewegung durch den Ofen könnte außer dem
normalen, z. B. durch einen Schornstein 36 bewirkten Zug noch eine Unterstützung
durch weitere Ventilatoren 37 an geeigneter Stelle erfolgen. Der Ventilator
14 als solcher hat bloß die Funktion, dafür zu sorgen, daß der Gesamtdruckabfall
zwischen Ein- und Austritt zur Erennkammer auf Null bzw. auf den nach Wahl im geringen
Ausmaß hiervon abweichenden Wert kompensiert wird.
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Das Absaugen der durch das Abkühlen der Gitterbahn in der Abkühlkammer
6 erhitzten Luft mittels des Ventilators 14 erfolgt vorteilhaft zu beiden
Seiten der Abkühlkammer 6, wie dies Fig..2 zeigt; die Luftleitungen 15 führen
z. B. schräg nach unten (Fig. i). Die Weiterleitung der Luft in die Vorwärm- bzw.
Trocknungskammer 4 kann durch einen Kanal 16 von gleichbleibendem Querschnitt erfolgen;
jedoch kann jeder Mündungsquerschnitt dieses Kanals 16 auch, so wie in Fig.
6 angedeutet, zu einer düsenaxtigen Einrichtung 17 gestaltet sein; sie ist
durch die Reihe der Stäbe 8 hindurch wirksam; die Anordnung ist vorteilhaft
so getroffen, daß kein Luftaustritt an den Spalten, in denen sich die Stäbe
8 bewegen, erfolgt, sondern im Gegenteil ein zusätzliches Luftansaugen bewirkt
wird. Dies bringt,den weiteren Vorteil mit sich, daß die Austrocknung des feucht-en
Gutes in der Trocknungskammer 4 noch weiter begünstigt wird.
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Fig. 3 veranschaulicht im Querschnitt und Fig. 4 im zugehörigen
Längsschnitt durch den Ofen die Anordnung der Transportketten 7, die durch
die Transportstäbe 8, auf denen das bandförmige Gut 18 aufliegt, verbunden
sind. Rollen ig, die auf Glei-sen.2o laufen, tragendie Kette. Diese läuft an beiden
Enden über Rollen 21, die sie in Spannung halten und für sie als Antrieb- dienen.
Fig. 3 zeigt ferner die oberen Deckisolierplatten 2:2 und an diese befestigte
Ösen 23; um die Deckisolierplatten 22 im Bedarfsfall leicht abheben zu können,
ist eine Laufkatze 13 (Fig. i) vorgesehen. Gemäß Fig. 3 ist noch eine :Sicherungseinrichtung
24 zur Gewährleistung der richtigen Lage der Deckplatten 22 angeordnet.
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Um in der Abkühlkammer 6 und* in der Trocknungskammer 4 ein
mehrmaliges Durchdringen des Luftstromes durch die Gitterbahnen zu bewirken, zeigt
die Ausbildung nach Fig. 5 entsprechende Umlenkflächen 26 an der Decke
und am Boden des Durchtrittskanals für die Gitterbahn. Der Luftstrom wird hierdurch
zwangsweise in gelinder Wirbelung mehrfach durch das Band hindurchgelenkt. Solche
Umlenkflächen26 können mittels geeigneter Einbauten aus Blech, Schamotte od. dgl.
in
die Kanäle gebildet sein. Fig. 5 zeigt als beispielsweise Möglichkeit eine
Anordnung mit Isoliersteinen 25 am Boden und an der Decke, welche mit gegeneinander
versetzter, gegengewölbter Oberfläche :26 als Umlenkflächen eingebaut sind. Die
gleiche Wirkung kann erzielt werden, wenn Umlenkflächen.26 beispielsweise nur an
der Decke des Kanals vorgesehen sind, während dessen untere Fläche eben ausgebildet,
jedoch im Bereich der Wölbungsstellen mit querschnittsvermindernden Mitteln ausgestaltet
ist; als solche Mittel können u. a. auch Rollen bzw. Rollenpaare vorgesehen sein,
welche gleichzeitig auch eine Funktion für den Transport des Bandes innehaben.
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,Der beschriebene Ofen kann mit einer Reihe zusätzlicher Einrichtungen
ausgestattet sein, welche den Betrieb erleichtern bzw. das Endprodukt weiter verbessern.
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So ist es vorteilhaft, am Ein- und Ausgang der Brennkammer5 Luftdruckmeßeinrichtungen39
vorzusehen und mit diesen geeignete Steuereinrichtungen für den Ventilator 14 im
Umleitweg 15, 16 zusammenwirken zu lassen, um für die Brennkammer automatisch die
Einhaltung des gewünschten Ausmaßes der Luftabsperrung dauernd zu gewährleisten.
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Im Zuge derMaterialbeschickungsvorrichtung 32
ist ein Kontrollorgan
40, z. B. nach dem Röntgenprinzip, zur ständigen Überwachung der Homogenität des
zugeführten Materials von Vorteil, welches im Fall von Fremdkörpern im zugeführten
Material über einen Abstellmechanismus ein Stillsetzen der Anlage bewirkt.
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Zur Erzielung einer möglichst großen Oberfläche der Mörtelhaftkörper
können insbesondere in die Brennkammer 5 mündende Einblasorgane
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für Sand, insbesondere #Quarzsand, oder zum Aufblasen von Luft, gegebenenfalls
mit rasch veränderlicher Intensität, vorgesehen sein; im letzteren Fall soll eine
möglichst große, unregelmäßige Oberfläche der Haftkörper erhalten werden; die Einblasorgane
müssen also in diesem Fall im Anfangsbereich der Brennkammer 5 oder am Ende
der Trocknungskammer 4 vorgesehen sein.
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Um dem Feuchtigkeitsgehalt des Materials der Mörtelhaftkörper entsprechend
die Brenndauer zu regeln, ist in die Brennkammer vorteilhaft einLuftfeuchtigkeitsmesser
42 eingeführt, der eine Steuerungsvorrichtung 43 für die Arbeitsgeschwindigkeit
der zusammenwirken-den Vorrichtungen:2,32, 41 beeinflußt.
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Eine Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Einrichtung kann in der
Weise erfolgen, daß sie zum gleichzeitigen Durchlauf mehrererBahnen ausgebildet
ist. Ein diesbezügliches Beispiel zeigt Fig. 7, und zwar für zwei Bahnen,
in der Gesamtanordnung. In diesem Beispiel liegen die- beiden Bahnen unmittelbar
aufeinander und werden durch ein und dieselbe Kettenanordnung, wie sie bereits beschrieben
ist, durch den Ofen 4, 5, 6 transportiert. Es ist vorteilhaft, in diesen
Fällen die Web- und Aufpreßwalzeinrichtungen, die in diesem Fall doppelt vorhanden
sein müssen, auf einem erhöhten Podium 27 aufzustellen; die Bahnen 18 werden
durch in diesem Podium vorgesehene Schlitze 28
über Rollen 29 dem Ofen zugeleitet.
Ebenso werden nach Verlassen,des Ofens die Bahnen mittels geeigneter Rollen 29 auseinan-dergezogen
und getrennt ,den Aufwickelvorrichtungen 30 zugeführt; Abschneideeinrichtungen
für vorbestimmte Längen können vorgesehen sein.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig, 7 sind sowohl die Brennkammer
5 als auch die Trocknungskammer 4 und die Abkühlkammer 6 mit engem
Durchgangsquerschnitt des Kanals ausgebildet. Hierbei ist in der Heizkammer
5 vorteilhaft eine Zwischenheizplatte 35 vorgesehen; soll der Ofen
von mehr als zwei Bahnen durchlaufen werden, so können zwischen je zwei Bahnen
weitere Zwischenheizkörper angeordnet sein. Die Trocknungskammer 4 und die Abkühlkammer
6 müssen nicht unbedingt mit dem geringen Durchlaßquerschnitt, wie er aus
den Figurenersichtlich ist, ausgebildet sein.
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Bei allen bisher geschilderten Beispielen wurde eine einzige über
die Kettenräder 21 gespannte Transportkette angenommen, die über die ganze Ofenlänge
durchläuft. Ein Nachteil idieser Anordnung liegt darin, daß die Transport- bzw.
Roststäbe 8 erst die Vorwärmkammer 4, dann die Brennkammer 5 und endlich
die Abkühlkammer 6
passieren müssen, wobei sie in dauerndem Werhsel ,erhitzt
und wieder abgekühlt werden. Dieser Nachteil ist bei der Anordnung gemäß Fig.
8 vermieden, indem, wie ersichtlich, für jede der drei Kammern 4,
5, #6 eine getrennte Kette vorgesehen ist, wobei freilich an den Stellen,
wo zwei Ketten aneinanderstoßen, durch Deckel 45 verschließbare öffnungen im Ofen
zum Einziehen des Gewebes und für etwaige Betriebsstörungen vorgesehen sein müssen.
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Es sind selbstverständlich auch andere Anordnungen zum Transport des
Drahtgewebes r8 durch den Ofen möglich. Beispielsweise können die Transportketten
in jeder der Kammern 4, 5, 6 in kürzere Schleifen weiter unterteilt bzw.
in Rollen 46 aufgelöst -sein, auf denen das Drahtgewebe ig unmittelbar anfliegt.
Wie aus Fig. 9 ersichtlich, können einzelne Rollen 46 oder alle gemeinsam
durch eine außerhalb des Ofens, insbesondere außerhalb der Brennkammer gelagerte
Antriebswelle 41 über Schnecken 47 angetrieben werden; auch ein anderer Antriebsmechanismus,
z. B. mittels Ketten und Zahnrädern, könnte vorgesehen sein. Eine noch bessere Anordnung
mit Rücksicht auf die hohen Temperaturen insbesondere in der Brennkammer könnte
beispielsweise mittels einer Lenkereinrichtung mit #Stäben vorgesehen sein, wodurch
eine schrittweise Fortbeweg gung des Drahtge-webes erfolgt.
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Die Erfindung kann in mannigfachen Varianten verwirklicht werden.