DE894276C - Kommutator, insbesondere fuer hohe Spannungen - Google Patents

Kommutator, insbesondere fuer hohe Spannungen

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DE894276C
DE894276C DEC3865A DEC0003865A DE894276C DE 894276 C DE894276 C DE 894276C DE C3865 A DEC3865 A DE C3865A DE C0003865 A DEC0003865 A DE C0003865A DE 894276 C DE894276 C DE 894276C
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DE
Germany
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commutator
fan
air supply
lamellae
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DEC3865A
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English (en)
Inventor
Friedrich Conradt
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K9/00Arrangements for cooling or ventilating
    • H02K9/28Cooling of commutators, slip-rings or brushes e.g. by ventilating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
  • Motor Or Generator Cooling System (AREA)

Description

  • Kommutator, insbesondere für hohe Spannungen Beim alten Problem einer bestmöglichen Isolierung der Lamellen am Gleichstromkommutator glaubte man. zunächst die isolierenden Glimmer-3 zwischen .den Lamellen bis zum. Kommutatorumfang, .d;. h. bis zur Gleitfläche der Kohlenbürsten, führen zu müssen, so daß der Stromwender für die Bürsten eine .durchlaufend polierte Fläche darstellte. Aber nicht nur ein. rasches Verschmieren des Kollektors auf Grund des Kohlenverschleißes führte in: diesem. Fall zu lästigem Rundfeuer, sondern die entstehenden Kohlena#bfäll.e bauten sich in den aufsplitternden Glimmer ein, so d:aß auch ein Abschmirgeln :der Gleitbahn in einem solchen Fall nicht abzuhelfen vermochte.
  • Auf Grund dieser Erfahrungen ließt man nun den isolierenden Glimmer den Umfang des Kommutators nicht mehr erreichen, so daß zwischen den Lamellen am Kom.mutatorumfang offene Nuten verbleiben; hierbei wurde angenommen, daß die Zenttifugalkraft am Kollektor dieselben reinhalten werde. Es stellte sich jedoch. heraus, daß auch diese Bauweise bei hoher und steter Inanspruchnahme der Maschine sich nicht dauerhaft genug erweist. Selbst ,die kleinen schnell; laufenden Motoren von Staubsaugern und- besonders Werkzeugmaschinen aus der Hand erster Firmen versagen in dieser Hinsicht nur allzu früh. Und ,auch .das Reinigen dieser Nuten hat nur vorübergehenden. Erfolg.
  • Baut man aber diese beiden richtigen. Gedanken, der Nut als Luftisolierung und der Reinhaltung durch die Rotation, weitgehend aus, so führt das ztz einer wirklich befriedigenden Lösung des Problems.
  • Hinsichtlich des erstgenannten Punktes solcher Verbesserung kann -die Nut zur Drehachse hin eine Erweiterung erfahren. (s. i in Fig. Ib), so daß die isolierende Sohle des Spaltes mehrfach verbreitert wird. Das erfordert Raum.; doch sind gerade -bei hoben Spannungen die zahlreichen Lamellen schmal. Darum kann hier .der an sieh bekannte Doppelkommutator verwendet werden, dessen Konstruktion. im folgenden Fall einfach gestaltet ist. Es stehen dann die Lamellen des einen Kommutators gegenüber jenen. .des anderen auf Lücke (Fig. II a).
  • Für die Lamellen aber große Kupfermengen aufzuwenden, ist sehr unwirtschaftlich,. Ihre satte Montage mit möglichem Austausch kann mittels Porzellan erreicht werden. Fi:g. I a zeigt .die Anwendung für größere Maschinen. Es sind drei hohle Tragkörper a auf die Wellenhülse 3 geschoben, von Flansch und Mutter q. mit weicher Unterlage, etwa Gummi oder Preßspan, satt verbunden gehalten. Die Lamellen, 5 sind in peripmerer Notenbahn eirar gekittet. Ein präziser Einbau mit Porzellankitt vor dem Zusammenschrauben ist hier mit einfachen Hilfsmitteln zu erreichen, wobei zunächst die Kreisnut in der Keramik genauestens fixiert werden kann.
  • Aber selbst diese Hohlräume könnten sich beschmutzen und mithin leitend werden. Dem zu begegnen, wird ein einfaches Prinzip zur Reinhaltung verwendet, das bei jedem Kleinmotor, auch beim Kurzschlußankermotor, angewendet wird. ES beruht auf der Anwendung eines Ventilators. Derselbe dient zunächst zum. Kühlen. Warum nicht auch zum Reinhalten? Beides wird erst dann auf vollkommene Weise erreicht, wenn d'er große Ventilator 6 in Fi:g. IV von einem kleinen im Kollektor selbst ergänzt wird. Beide Ventilatoren hintereinander wirken dann zusammen. Man läßt den Sog fast nur durch eine Bohrung in Seelenachse der Welle 7 eintreten (Fig. I und.- IV). Eine Quer-Bohrung 8 schafft Luftzufuhr in die Kanäle 9 (Fig. Hb), welche dann auch den Zuleitungen zum äußeren Kollektor dienen (in Fig. I gestrichelt)-. Wie Fig. I b zeigt, hat jede Lamelle eine radial nach innen gerichtete Fahne, welche den Ventilator vollendet. Alle Luftspalte io sind dann stetig von starker Luftströmung durchflossen, so, daß kein Kohlenstaub eintreten kann. Die Öffnung der Wellernbohrung in Fig. IV erhält ein relativ großes, feines Sieb für Luftfilterung vorgelagert. Der sich addierende Effekt beider Ventilatoren wird damit eine Reinigung und; eine Kühlung des Kollektors in einer solchen Vollkommenheit gewähren, daß sich eine besondere Wartung des Kollektors erübrgt, Kohlenwechsel ausgenommen.
  • Fig. IIIa und IIIb zeigen die Porzellantragkörper bei-Kleinmotoren massiv, wobei ihre gegenseitige Berührung gleichzeitig die Luftkanäle freiläßt (Fi:g. IIIc); die Luftzufuhr aus. der Welle geschieht dann hier aus zwei Querbohrungen, die zueinander senkrecht stehen und in eine umlaufende Höhlung zwischen je zwei Tragkörpern führen.
  • Aber auch der Porzellankitt in Aden Luftspalten wird sich bei seiner Porosität beschmutzen und leitend werden, weshalb die Distanzierung der Lamellen in der Kittnut am besten durch rechteckige Glasstückchen gleicher Dicke geschieht, welche im Kitt der Nut beim Einbau an den Spaltenden versenkt werden, so daß die blatte Wand des isolierenden Glases die Luftspalte begrenzt.
  • Der Anschluß vom Spulenende geschieht zunächst .durch ein Drahtstück; das an der Fahne derLamelle schon vor ihrem Einbau angelötet wird. Diese Anschlüsse werden .dann beim Einbau .zuvor durchgefädelt. Es mag hier eingewendet werden, daß solches weniger solide sei. Es ist jedoch zu beachten, daß, je größer die Kupfermasse, an .der gelötet werden, sold, desto mehr Wärme absorbiert wird, d. h. es verzögert sich das Löten, bzw. es muß desto mehr Wärme .auIgewendet werden, während doch das Verlöten zweier Drahtenden mit den einfach.sten Mitteln ,geschehen kann, und ein verschiebbarer Isolierschlauch dann alles verdeckt, so d.aß von den Anschlüssen nichts mehr sichtbar ist. Bei größeren Kollektoren muß der Luftverteilungsraum noch zwei Sperrschilde erhalten, beispielsweise .aus Preßspan (Fig. Hb).
  • Die hohlen Porzellantragkörper des größeren Kollektors können auch etwa nach Fig. Ic gestaltet werden. Damit die Werlenbohrung für den Luftstrom im Querschnitt ausreicht, kann. -die Welle auf der Stromwenderseite such etwas stärker ge ählt werden bis zu der .Stelle, wo ohnehin ein Anschlag für die Ankerbleche sein muß. Bei der Vollkommenheit .der heutigen Kugellagerung ist dies hinsichtlich-,der Reibung belanglos. Nach Au'fsc'hieben des Kollektors kann seine Hülse gegen Verdrehung .durch eine schief eingreifende Schraube gesichert werden.
  • Der bisher nur für Kühlung arbeitende Motorventilator kann, wenn das Motorgehäuse ringsum nahezu geschlossen wird und die verbliebenen Öffnungen direkter Luftzufuhr reguliert werden können, also auch zur Reinigung des Kollektors und dessen besserer .Kühlung verwendet werden, wenn der noch fehlende Teil -des Zustromes aus. den Isoliernuten des Stromwenders geholt wird. Es genügt, wenn am Ventilator im Kollektor vom Gehäuseraum her nur noch ein geringer Sog auftritt.
  • Daß der Kollektor nun um einiges leichter wird (die Fahnen 5 in Fig. I a sind zu stark gezeichnet), macht auch den Anker für den Anlauf weniger träge, was beim Bahnbetrieb von einiger Bedeutung ist. Benötigt. doch .der Anker selbst für .das. Kraftfeld viel Eisenmasse, die ihn schwer macht. Bei Anlauf und Bremsung wirkt heidemal hohe Ankerschwere nachteilig. Von der Kupferersparnis war oben. die Rede. Nach Abnutzung .der Lamellen werden dieselben rundum durchgesägt, die Tragkörper abgehoben und der Kitt durch Rüttelung gelockert.
  • Man beobachte den entscheidenden Umstand, diaß warme Elektroden bzw. warme Luft den elektrischen Durchschlug wesentlich fördern. Die Kühlung ist in diesem Fall eine absolute.

Claims (5)

  1. PATEN TANS.PIIÜCI'IE: i. Kommutator, insbesondere für hohe Spannungen, mit offenen Nuten, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe zu, einem. Ventilator ausgebaut ist, welcher im Zusammenwirken mit .dem Ventibator des Motors, eine Kühlung und Reinigung .der offenen Nuten. bewirkt.
  2. 2. Kornmutator nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die Stromwenderlamellen von Porzellantragkörpern zweckdienlicher Form gehalten und in Kittguß satt gelagert sind.
  3. 3. Kommutator nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen radial nach innen eine dünne Fahne tragen und so die Ventilatorwirkung bedingen, wobei die Fahnen bei Verwendung .beider Drehrichtungen des Ankers je im gleichen Maße .als T-F'üße ausgebildet sind. q..
  4. Kommutator nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Luftzufuhr die Bohrung .in .der Seelenachse der Welle dient; die in einer Querbohrung, beim Kleinmotor in zwei solchen im rechten Winkel zueinander, endet.
  5. 5. Kommutator nach Anspruch q., .dadurch ge-,ken.nzeichnet, daß die Luftzufuhr du -rech Öffnungen (9) ergänzt wird, welche die Zuleitungen für den Komrnutator aufnehmen, bzw. beim Kleinmotor die Luftzufuhr durch die beim Zusammenfügen der Tragkörper verbleibenden quadrantischen Aussparungen geschieht (Fig.IIIc).
DEC3865A 1951-02-27 1951-02-27 Kommutator, insbesondere fuer hohe Spannungen Expired DE894276C (de)

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