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Schmierölkreislauf für Kraftmaschinen, insbesondere Großgasmaschinen
Der Ölumlauf bei mit Vmlaufsehmiertt.ng versehenen Kraftmaschinen, insbesondere
Großgasmaschinen, ist beträchtlich. Man sieht daher im Schmierölkreislauf Ölbehälter
vor, und zwar einen unteren und einen oberen. Vom oberen Ölbehälter läuft ,das Öl
den verschiedenen Schmierstellen der Maschine unmittelbar oder unter Verwendung
von besonderen Ölpumpen zu, die es .unter höheren Drücken in die Lager fördern.
Das von: den Schmierstellen der Maschine ablaufende Öl wird im unteren Ölbehälter
wieder gesammelt. Da bei der Schmierung niemals Ölmangel, der ;die Maschine gefährden
würde, eintreten darf; .muß die zur Rückförderung des Öles aus dem unteren in den
oberen Ölbehälter verwendete Pumpe sehr leistungsfähig sein, besonders dann, wenn
bei warmem, dünnflüssigem Öl der Durchfluß durch die Lager groß ist. Auch die in
einem besonderen., än @dieÖlbehälter ängeschlossenett Ölkreislauf liegende Regelölpumpe,
welche die Regeleinrichtungen -der Maschine mit Drucköl versorgt, muß reichlich
bemessen sein"da sie für verschiedene kurzzeitige Regelvorgänge, z. B. beim Umstellen
von Vollast auf Leerlauf oder von Betrieb ohne Leistungssteigerung auf Betrieb mit
Leistungssteigerung und umgekehrt, eine bestimmte Reserve bereithalten muß. Es sind
also für die Schmierung und Regelung zwei große, in der Anschaffung und im Betrieb
teure Pumpen notwendig.
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Die Erfindung .zeigt einen Weg, um hei Kraftmaschinen, insbesondere
Großgasmaschinen, die Kosten für die Ölförderung wesentlich zu eenken. Sie besteht
darin, daß die Regelölpumpen zur Förderung des Öles aus dem unteren Ölbehälter in
den
oberen Ölbehälter herangezogen wird. Hierbei kann die Regelölpumpe
entweder nur einen Teil der Förderung der Ölrückförderpumpe vom unteren zum oberen
ölbehälter übernehmen oder die gesamte vom unteren in den oberen Ölbehälter zurückzufördernde
Ölmenge fördern. Die be-i- der Regelölpumpe während: des größten Teiles der Betriebszeit
vorhandene Reserve wird dadurch nutzbringend zur Entlastung oder überhaupt zur Einsparung
der Ölrückförderpumpe verwendet; und die Ölrückförderpumpe kann daher kleiner gehalten
werden oder ganz wegfallen. Die Betriebskosten; werden ebenfalls erheblich vermindert,
da die Regelölpumpe stets voll ausgelastet ist. Der geringe Mehraufwand an Leitungen
u. dgl. fällt dabei nicht ins Gewicht.
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In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. i leinen Ausschnitt aus dem Ölkreislauf einer Kraftmaschine mit einer
Rückförderung nach der Erfindung, Fig. 2 eine Einzelheit des Ölkreislaufes nach
Fig. i in -geänderter Ausbildung, Fig.3 eine weitere Ausführungsform nach der Erfindung.
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In Fig. i .ist i der untere Ölbehälter, 2 der obere Ölbehälter, 3
die Falleitung vom oberen in den unteren Ölbehälter und 4 die Schmierölleitung zur
Maschine, die das Öl ,den Schmierstellen bzw. Lagern der Maschine entweder unmittelbar
oder über besondere Ölpumpen zuführt. Das von der Maschine durch Leitung 5 ablaufende
Schmieröl wird in (dem unteren Ölbehälter i wieder gesammelt und muß zur Wiederverwendung
in den oberen Ölbehälter 2 zurückgefördert werden. Hierzu dient eine Ölrückförderpnmpe
6, die das Öl durch eine Saugleitung 7 aus dem unteren Ölbehälter ansaugt und über
eine Leitung 8 in den oberen Ölbehälter fördert. Das zur Regelung der Maschine dienende
Drucköl wird ebenfalls dem oberen Ölbehälter entnommen und von einer Regelölpumpe
9 über eine Leitung io den Regeleinrichtungen der Maschine zugeführt. An die Leitung
io ist eine in den oberen Ölbehälter 2 zurückführende Überströmleitung i i angeschlossen,
durch die -das zur Regelung nicht benötigte Öl unter Zwischenschaltung eines von
Hand eingestellten überströmventils 12 in den oberen Ölbehälter-2, zurückfließt.
Da der Ölbedarf zur Rege= hing während des :größten Teiles der Betriebszeit nur
gering ist, wurde bisher der ,größte Teil des von, der Regelölpumpe geförderten
Öles im überströmventil 12 bis auf den statischen zwischen Pumpe und oberem Ölbehälter
2 entspannt und in diesen zurückgefördert, d. h. die Regelölpumpe arbeitet beinahe
immer im Kurzschluß, ohne däß dabei die zu ihrem Betrieb aufgewendete Arbeit nutzbringend
verwertet wurde.
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Nach oder Erfindung wird die Saugleitung 13 der Reigelölpumpe 9 nicht
unmittelbar an den oberen Ölbehälter angeschlossen, sondern an die Fallleitung 3,
so :daß die Regelölpumpe 9 auch aus dein unteren Ölbehälter Ö1 ansaugen kann, um
zu Zeiten, wo der Ölbedarf für die Regelung der Maschine gering ist, Öl aus dem
unteren Ölbehälter anzusaugen und in den oberen Ölbehälter zurückzufördern, wodurch
die Ölrückförderpumpe entlastet wird. Zur Einstellung der Anteile des aus dem oberen
und unteren Ölbehälter der Regelölpumpe zufließenden Öles dient ein 4n die Falleitung
3 unterhalb des oberen Ölbehälters 2 vor dem Abzweig der Saugleitung 13 eingeschaltetes
Drosselorgan 14, das von Hand oder nn Abhängigkeit von dem Ölstand im oberen Ölbehälter
eingestellt wird. Die selbsttätige Einstellung kann beispielsweise durch einen Schwimmer
15 oder durch eine hydraulische Vorrichtung, wie sie dn Fig. 2 dargestellt ist,
sowie in anderer Weise erfolgen. Nach Fig. 2 ist in dem Boden des oberen Ölbehälters
2 ein federbelasteter Kolben 16 eingebaut, der entsprechend dem Ölstand verschiedene
Höhenlagen einnimmt. Ein mit diesem Kolben verbundener Steuerschieber 17 steuert
Drucköl, das von der Druckleitung io entnommen ist, zur Oberseite oder Unterseite
eines Betätigungskolbens i8 zur Verstellung des Drosselorgans 14. Außer dem Ölstand
im oberen Ölbehälter kann auch noch die Temperatur des Öles zur Einstellung des
Drosselorgans 14 herangezogen werden. Entsprechend der Stellung des Drosselorgans
14 saugt also die Regelpumpe 9 zusätzlich Öl aus dem unteren Ölbehälter i
.an und fördert es bei geringem Ölbedarf für die Regelung wieder über die Leitung
i i -in den oberen Ölbehälter :2 zurück. Dadurch wird die Ölrückförderpumpe entlastet,
und sie kann entsprechend kleiner ausgeführt werden.
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Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die gesamte
vom unteren in den oberen Ölbehälter rückzuförderndeÜlmenge von der Regelölpumpe
9 gefördert. Eine besondere Ölrückförderpumpe fällt also hier weg. Die Regelölpumpe
9 saugt über die Leitung i9 das Öl aus dem unteren Ölbehälter i an, und fördert
es über die Leitung io -zu den Regeleinrichtungen (der Maschine und, da diese nur
kurzzeitig Öl benötigen, während des größten Teiles der Betriebszeit über die Leitung
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und das @in diese eingeschaltete fi1)erströmventil 12 .in den oberen Ölbehälter
2. In diesem Fall muß die Regelölpumpe so groß gewählt sein, daß sie mit Sicherheit
das im unteren Ölbehälter sich sammelnde Öl laufend wegsaugen und somit neben der
Aufgabe der Druckölbescliaffung für die Regelung auch die Rückförderung des Schmieröles
in den oberen Ölbehälter übernehmen kann. Die Regelölpumpe kann über eine mnit einem
Absperrhahn 2o versehene, vom oberen Ölbehälter zur Pumpensaugleitung i9 führende
Fülleitung 21 vor jeder Inbetriebnahme, falls @da.s Fußventil an der Saugleitung
nicht vollständig dicht ist, mit Öl aufgefüllt werden, so daß die von der Maschine
unmittelbar angetriebene Regelölpumpe 9 mit dem Einsetzen der ersten Maschinenumdrehungen
auf jie"den Fall auch zu fördern beginnt und somit Drucköl für die Regelung zur
Verfügung steht.