DE893380C - Elektrische Einrichtung oder Element, z. B. elektrischer Kondensator, bei welcher duenne Schichten unedler Metalle mit Isolierstoffschichten in Beruehrung stehen - Google Patents

Elektrische Einrichtung oder Element, z. B. elektrischer Kondensator, bei welcher duenne Schichten unedler Metalle mit Isolierstoffschichten in Beruehrung stehen

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DE893380C
DE893380C DES12407D DES0012407D DE893380C DE 893380 C DE893380 C DE 893380C DE S12407 D DES12407 D DE S12407D DE S0012407 D DES0012407 D DE S0012407D DE 893380 C DE893380 C DE 893380C
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electrical
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electrical device
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DES12407D
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English (en)
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Gotthard Dipl-Ing Portner
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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Description

  • Elektrische Einrichtung oder Element, z. B. elektrischer Kondensator, bei welcher dünne Schichten unedler Metalle mit Isolierstoffschichten in Berührung stehen Ein, 1bei &r Herstellung elektrischer Ein#richtungen oder elektrischer Schaltelemente häufig benutzter Körper ist eine metallisierte Isolierstoffschicht. Der Isolierstoffteil dient hierbei dielektrischen, oder Isolationszwecken, während die Metallauflage als Leiter oder Äquipcytentialfläch"-benutzt wird. Endlose metallisierte Isol-i--rstoffbänder werden, beispielsweise für Abschirmzwecke bei der Ummantelung elektrischer Leitungen verwendet oder auch zum Aufbau elektrischer Kondensatoren od. dgl. benutzt. Die Metallauflage, pflegt verhältnismäßig dünn zu sein und, d.% sich die Wahl edler Metalle wegen. des Gestehungspreises verbietet, aus unedlem Metall zu bestehen. Man hat nun oft die Beobachtung, gemacht, daß diese dünnen unedlen Metallschichte#n, wenn nicht ganz besondere Vorsorge getroffen wird, stark korrodieren, #d. h. unter dem Einfluß von Gasen und Feuchtigkeit angegriffen! und zerstört werden. Da hiermitgle--ichzeitig die beabsichtigte Wirkung, die die, Metallschicht ausüben soll, vernichtet wird, ist diese Erscheinung äußerst unerwünscht.
  • Bei elektrischenKondensatoren, bei denen dielektrisch wirksame Isolierstoffbänder mit Metallauflagen zusammengewickelt oder -ggeschichtet werden, wird der Einfluß der Umgebung '-,veitgehend durch das feste A--ufeinanderliegen, die normalerweise immervorgenommeneImprägnierung und den guten Einbau des Kondensators ausgeschaltet. Trotzd,-#m'kann -man bei einige Zeit in Betrieb befindlichen. Kondensatoren feststellen, daß idie Metallschichten teilweise sehr stark angegriffen und vernichtet sind, was zu einer langsamen Ka,pazitätsabnahme, einem Ansteigen des Belagwi:derstands und schließlich -zu einem Ausfall des Kon;densat-Grs führt. Es sind zahlreiche, Untersuchungen vorgenommen, und viele Wege angegeben worden, um diesen Fehler zu vermeiden, jedoch stellt keiner eine vollkommene Lösung dar.
  • Die Untersuchungen, die zu der vorliegenden Erfindung führten, ließe-n nun erkennen, #daß das Hauptübel, wenn nicht überhaupt der Ausgangspunkt für die beobachteten Erscheinungen, Feuchtigkeit ist. Zwar kann nachgewiesen werden, daß nicht die Feuchtigkeit an sich die Zerstörung an den, dünnen Mietallschichten hervorruft, jedoch ist sie die primäre Ursache dafür. Die Feuchtigkeit löst vermutlich aus denTrägern der Meta.Ilschichten bzw. den anliegenden Isolierstüffschichten ixgen,dwelche in diesen enthaltene Stoffe und bekommt dadurch einen schwach sauren oder schwach alkalilschen, Charakter, so daß eine chemische Ein-*irkung auf die dünne Metallschicht möglich ist.
  • Auf Grund dieser Erkenntnis lassen sich nun versch iedene Mögl ichkeiten angeben, die, Korros ionserscheinungen auch unter der Yoraussetzung, daß sich die Feuchtigkeit nicht ausschließen läßt, zu vermeiden, bz,iv. mindestens stark zu verringern. Es ist nämlich nur erforderlich ' erfindungsgemäß Mittel vorzusehen oder sonstig-, Maßnahmen anzuwenden, die einen Zutritt von aus dem Isolier-* stoff gelöste Stoffe enthaltender Feuchtigkeit zur Metallschicht verhindern. Das heißt es wird n-icht #die Feuchtigkeit an, sich 9.usgeschlossen, #die -nur unter größten Schwierigkeiten ausgeschlossen werden könnte, sondern, lediglich verhindert, daß mit gelösten Stoffen versehene Feuchtigkeit mit der Metallschicht in. Beerührung tritt. Erreicht werden kann dies beispi#elsweise dadurch, daß man einen solchen Isolierstoff verwendet, der Überhaupt keine lösbaren Anteile enthiilt. Da ein so-Icher Isolierstoff kaum aufzufinden sein dürfte, kann man aber im Sinne &er Erfindung bereits eine weitgehende Verbesserung #dadurch erreichen, daß man von den vorhandenen, Isolierstoffen, unter Umständen denen der gleichen, Gruppe, jene in#folge, des natürlichen Vorkornmensoder der Aufbereitung besonders ausgezeichnete auswählt, #die, den, geringsten Gehalt an lösbaren Stoffen besitzen,. Durch diese Maßnahme wird die bei wahlloser Verwendung des Isolierstoffs eintretendeKorrosionsgefahr starkgemindert, aber noch nicht voll-kommen vermieden.
  • Es besteht dann weiterhin die Möglichkeit, durch eine Vorbehandlung des, Isolierstoffs, beispielsweise Auskochen oder Behandeln mit chemischen Mitteln, alle lösbaren Anteile zu entfernen, wobei man sich zweckmäßigerweise von vornherein solcher Ausgangsprodukte bedienen kann, die schon von Natur wenig lösbare Stoffe besitzen. Auch in diesem FaJ1 ist der Grundgeidanke, einen Isolierstoff möglichs-t großer Reinheit; zu benutzen. Ein!-. Vorbehandlung des Isolierstoffs kann je- doch auch in .-eine ganz andere Richtung,- zielen. Man kann beispielsweise einen mit lösbar-,n Anteilen versetzten Isolierstoff benutzen, ihn jedoch an 4er der Metallschicht zugekehrten 0,b"-rflä:ch.-vollkommen verschließen. oder mit einem Sperrfilter überziehen, welches höchstens den Durchtritt nur reiner Feuchtigkeit zuläßt und gelöste Stoffe, die eine, chemische Wirkung auf die Metallschicht ausüben können, zurückhält. Als solche Filter- bzw. Sperrschichten kommen u. a. dünne Lackaufträge in Betracht. Da, Lack bei geeigneter Auswahl gut,-Isolations- und dielekürische Werte besitzt, außerdern eine, wie die Untersuchunggen, zeigten, hervorragende Wirkung im Sinne der Erfindung besitzt, kommt diese Möglichkeit bevorzugt bei dem Aufba,u von. elektrischen Kondensatoren in Betracht.
  • Es muß erwähnt werden, daß die Benutzung von Lackschichten für dielektrische Zwecke bekannt ist. Auch bei der Fertigung von sogenannten Metallpapierkondensatoren werden Lackschichten angewendet. Diese Anwendung erfolgt jedoch aus anderen Gründen und ist im Sinne der vorliegenden Erfindung nicht vollständig, so daß der beab,sichtigte Schutz durch die bisher bekarmiten Ausführungen nicht gegebene wird. Bei den bekannten MetaIlpapierkondensatoren, pflegt man auf der Oberfläche des dielektrischen Isolierstoffbandes, auf welche 44eMetallschicht niedergeschlagen wird, zuvor einen dünnen Lackau.ftrag anzubringen, der die, Aufgabe: hat, Poren und Unebenheiten der Unterlage zu verschließen bzw. auszugleichen, so daß sich eine völlig ehene Unterlage ergibt. Wird auf dieser die Mietallschicht niedergeschlagen, dann können sich zu dem Gegenbelag hin gerichtete Spitzen, d19 durch Ausfüllung der Poren und Unebenheiten entstehen würden, nicht ausbilden, wo-.durch eine. erhöhte Durchbruchssicherheit geschaffen wird.
  • An dieser Stelle, also an der Berührungsfläche zwischen dem Träger und der =fliegenden Metallschicht, ist daher eine im Sinne der Erfindung wirksame Maßnahme getroffen. Diese Wirkung reicht jedoch, da sie nur unvollständig in Rücksicht auf den gesamten Kondensator ist, nicht aus und läßt auch ihre doppelte Eigenschaft nicht erkennen. Schichtet inan nämlich in der vorbeschriebenen Weise he ' stellte m-atallisierte Isolierstoftbänd-er rege zu einem Stapelpaket oder einem Wickelkörper zusammen, dann kommt auf die offene Oberfläche der Metallschicht eine Isolierstoffschicht zu liegen, die nicht im Sinne der Erfindlung 'behandelt oder ausgestaltet ist, d. h. die Korrosionserscheinungen sind nach wie vor vorhanden und beeinträchtigen die Wirksamkeit des Bauelements.
  • Will man daher im Sinne der Erfindun- einen wirksamen Korrosionsschutz schaffen, dann. ist es notwendige neben der an sich bekannten, auf der Oberfläche des Tragorgans angebrachten Lackschich,t auch noch die Ob,erfläche 4es Isolierstoffs mit einer Lackschicht zu überziehen, die bei dem Zusammensch.ichten oder Zusaummenwickeln auf die freie Oberfläche,dey Metallschicht zu liegen kommt. Der gleiche Erfcl- ist auch dann -ewährleistet, wenn man statt dessen die offen liegende Metallschicht mit einem Lackauftrag versieht.
  • Die Verbesserungen, die durch die erfindungsgemäßen, Maßnahmen erzielt werden, können, sind unter Umständen beträchtlich. Bei Mietallpapierkondensatoren, die bei Sol/o relativer Luftfeuchtigkeit bei 30' C gelagert wurden, ergab, sich ein Ab- fall des -,elektrischen, Leitwerts der Metallschichten be,i nicht mit Lacküberzügen versehenien Papiterdielektrika im Laufe, von 5 Tagen '70n, 54%. Hingegen wiesenKondensatoren, die unter den gle-ichen Verhältnissen mit den 'gleichen Ausgangswerten gelagert wurden., in der gleichen Zeit einein Abfall von 2,8% des Leitwerts auf. Da angenähert diese Pro,7entsätz.-. mit der Zerstörung der Belegungen übereinstimmen, kann man erkennen, w-eilch wesentliche Verbesserung durch die Erfindung gegeben ist. Es sei nioch hemerkt, daß die vorgenannten. Wert,- unter der Zerstörung besonders 'günstigen Beidingungen erzielt wurden. so daß daraus nicht ein Schluß auf die Lebensdauer von imprägnierten und dicht eingz-bauten Metallpapierkondensatoren gezogen werden darf.
  • In der Zeichnung ist in der Fig. i ein Querschnitt durch eine Wickellage eines sogenannten einlagigen Kon-densatGrs dargestellt. a, ist ein Isolierstoffband, auf welchem die an sich bekannte Lackschicht b und darauf die Metallschicht c aufgebracht ist. Dieses metallisierte Band ist mit einem a - aufgebauten Band d mit Lackschicht e ",leicharti'" und Metallschicht f zusammengeschichtet, wG.bei jedoch zwischen der Metallsich;icht f und der Unterseite des dielekrischen Bandes a ebenso wie zwischen, Metallschicht c und der beim Wickelprozeß darauf an-,lordn,-,tzn Unterseite der Isolierschicht d je eine #-"2it-,-re Lackschutzschicht 9 und lt vorgesehene ist. Im vorliegenden Beispiel ist diese Schutzschicht jeweils auf der freien Metalloberfläche, also, g auf c und h auf f, aufgebracht. In der Fi-. 2 handelt es sich um einen sogenannten Mehrlaggen-, und zwar einen Dreilagenkondensato-r; i, k_. 1, in, n# und o sinid die dielektrischeni Streifen einer Wickellall , p und q s;in-d die beiden Belegungsschichten, die auf i bzw. in jeweils unter Zwischenlage einer Lackschicht r bzw. s aufgebracht sind. Zur Verhinderung einer Korrosion' der Metallschichten sind n[un Mittel und Maßnahmen entsprechend der erfindungsgemäßen Regel in Anwendung gekommen. Es sind nämlich die Oberflächen der dielektrischen Bänder, die beim Zusammenwickeln bzw. -schichten auf die freien Metalloberflächen zu liegen kommen, nämlich z und it, je ebenfalls mit einem Lacküberzug v und 7v überzogen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Eloktrische Einrichtung oder Element, beispiels,weise elektrischer Kondensator, bei weicher dünne Schichten unedler Metalle, beispielsweise aufgedampfte Schichten, mitIsolierstoffschichten in# Berührung- stehen, mit ve#rringerten Korrosi:Gns:crscheinung-.-n an den Ketallschichten, dadurch gekennz-eichnet, daß Mittel vorgesehenoder Maßnahmen. angewendet sind, die einen, Zutritt von aus dem Isoli-erstoff gelöste Stoffe enthaltender Fc, u chtigkeit zur Metallschicht verhindern.
  2. 2. Elektrische Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoff in Rücks,icht auf geringste lösungsfähige Anteile ausgewählt ist. 3. Elektrische Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil der lösungsfähigen Stoffe durch eine Vorbehandlung herabg-esetzt ist. 4. Elektrische Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den sich berührenden Flächen des Isolierstoffes und der Metallschicht Schichten vorgesehen sind, die als Sperrfilter mindestens für gelöste Stoffe wirken. 5. Elektrisch..- Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Iso-Herstoff,-auf den Berührungsflächen mit der Metallschicht mit einem Lacküberzug versehen sind. 6. Elektrische Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet daß t' bei elektrischen Kondensatoren neben der an sich bekannten, zwischen Träger und aufgebrachter Metallschicht a-u-eordneten Lackschicht auch die freien Oberflächen der Metallschichten mit einem Lacküberzug versehen sind. 7. Elektrische Einrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei elektrischen Kondensatoren neben der an sich bekannten, zwischen Träger -und aufgebrachter Metallschicht angeordneten Lackschicht auch die Oberfläche des dielektrischen Bandes mit einem Lackäberzug versehen, ist, die beim Schichten oder Wickeln auf die Metallschicht zu liegen kommt.
DES12407D 1943-07-10 1943-07-10 Elektrische Einrichtung oder Element, z. B. elektrischer Kondensator, bei welcher duenne Schichten unedler Metalle mit Isolierstoffschichten in Beruehrung stehen Expired DE893380C (de)

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