DE89313C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B13/00—Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
- C21B13/0086—Conditioning, transformation of reduced iron ores
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um eine Oxydation des aus dem Erz reducirten Eisens im Laufe der weiteren Verarbeitung
zu vermeiden, kann man das Eisen mit einer Eisenstickstoffverbindung überziehen.
Die Erzeugung dieser Verbindung mufs unmittelbar nach der erfolgten Reduction des
Eisens vor sich gehen, damit die Eisenstickstoffverbindung vom Beginn der Schmelzperiode
an Schutz bietet. Zu diesem Zweck erzeugt man eine dünne Schicht der Eisenstickstoffverbindung
auf den reducirten Eisentheilchen. Es geschieht dies dadurch, dafs
man vor dem reducirten Erze eine Gasleitungsröhre anbringt, aus welcher Ammoniakgas ausströmt.
Selbstverständlich kann man auch mehrere Gasleitungsröhren anbringen. Wünschenswerth
ist nur, dafs die ganze Oberfläche der Eisenkörnchen mit der dünnen Schicht der Eisenstickstoffverbindung überzogen ist. Das
angewandte Ammoniakgas, durch dessen Ueberleitung über das Eisen die Eisenstickstoffverbindung
erzeugt wird, kann event, durch die bekannten Mittel, wie Kalk oder Aetzalkalien,
getrocknet werden. Man schaltet in diesem Falle Trockenthürme, welche Kalk oder Aetzalkalien
enthalten, zwischen die Stelle, in welcher das Ammoniakgas erzeugt wird, und die
Ausströmungsöffnung des Ammoniakgases ein.
Es genügt, das Ammoniakgas nur während einer mehr oder weniger kurzen Zeit mit dem
soeben reducirten Erze in Berührung zu bringen, weil die auf der Oberfläche der Eisentheilchen
gebildete Eisenstickstoffverbindung das übrige metallische Eisen vor einer Einwirkung
des Luftsauerstoffes schützt. Man kann die Bildung der Eisenstickstoffverbindung auch dadurch
erzielen, dafs man ein Gemisch eines Ammonsalzes, vortheilhaft Ammoniumcarbonat,
mit Aetzkalk im äquivalenten Verhältnifs in den Ofenraum bringt. Sobald das reducirte
Erz durch die Stickstoffverbindung vor einer weiteren Oxydation geschützt ist, kann der
Procefs auf irgend eine Art weitergeführt werden, und beispielsweise die Schmelzung der
Masse erfolgen, wobei die Trennung der Schlacke und des Eisens im flüssigen Zustande
ungestört stattfindet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Vermeidung einer Oxydation des Eisens, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Stickstoffverbindung des Eisens gebildet wird, welche das reducirte Eisenerz oder den Eisenschwamm behufs Darstellung von Eisen oder Stahl gegen Oxydation während des weiteren Verlaufes des Processes schützt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89313C true DE89313C (de) |
Family
ID=361139
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89313D Active DE89313C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89313C (de) |
-
0
- DE DENDAT89313D patent/DE89313C/de active Active
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