AT29833B - Verfahren zur Erzielung einer lebhaften chemischen Einwirkung zwischen Stoffen, insbesondere behufs Reduktion von Eisenerzen. - Google Patents
Verfahren zur Erzielung einer lebhaften chemischen Einwirkung zwischen Stoffen, insbesondere behufs Reduktion von Eisenerzen.Info
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- Manufacture Of Iron (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> erworbenen Geschwindigkeit der runden Wandung des Ofens und wird in rasche Drehung versetzt, an der das durch den Trichter 2, eingeführte gepulverte Beschickungsmaterial teilnimmt. Wegen des-Umstandes, dass. der Auslass 4 unten in der senkrechten Ofenachse angeordnet ist, vollziehtsicl'die Bewegung der aufeinander einwirkenden Stoffe gewisser- massen kegelschraubenförmig, indem die Strömung der in Drehbewegung versetzten Gase von der inneren Ofenwaudung hinweg dem achsialen Auslass zustrebt. Die Länge des Ofens wird derart bemessen, dass die gewünschten chemischen Vorgänge beim Austritt völlig beendigt sind. Vermittelt einer geeigneten Vorrichtung wird die Einführung gleichförmig und regulierbar gemacht. Zur Herstellung von Eisen besteht die Beschickung aus Eisenerz, Flussmittel und einer berechneten Menge Kohle, die im oberen Teile des Ofens zu Kohlenoxyd verbrannt wird. Das geschmolzene Metall und die Schlacke werden infolge der Fliehkraft auf der Mantelfläche des Ofens gesammelt und fliessen ununterbrochen zum Ofenboden, um durch das Stichloch 3 abgezogen zu werden. Hiebei kann die Kohle anstatt zusammen mit dem Erz auch mit der Luft tangential eingeführt werden, um das Ankleben der Beschickung an die Wandung im oberen Ofenfeil zu vermeiden. Im unteren Teile des Ofens kann für den Fall, dass eine oxydierende Zone gewünscht wird, in ähnlicher Weise wie das Rohr 5, ein Rohr 6 tangential einmünden, durch welches Luft eingedrückt oder oingesaugt wird. Hiedurch kann das im oberen Teil des Ofens gebildete Kohlenoxyd zu Kohlensäure verbrannt worden und die dabei erhaltene Hitze dem Ofen zugute kommen. Die entstehenden Gase strömen durch den Auslass 4 aus. Dieser ist im dargestellten Beispiel in einer Form angeordnet, deren hohle Wandung mittels eines durch die Rohre 7 und 8 zirkulierenden wasserstromes gekühlt wird, um die Verstopfung des Auslasses durch von den Gasen mitgerissenen Staub zu vermeiden. Es kann auch das umgekehrte Verhältnis, nämlich eine oxydierende Zone im oberen und eine reduzierende Zone im unteren Teil des Ofens gebildet werden. Das Verfahren ist also sowohl für Oxydation von Erzen als für Reduktion von Oxyden verwendbar. Das- selbe ist nicht auf die Behan'dlnng von gepulvertem oder festem Material beschränkt, viel- mehr auch verwendbar zur Behandlung von flüssigem bzw. gasförmigem Material, das un- unterbrochen und gleichmässig achsial in den Ofenraum eingeführt wird, während ein Gasstrom tangential am Ofenumfang einströmt. Als Beispiel eines fliissigen Materials, welches im Ofen behandelt werden soll, kann Petroleum erwähnt werden, welches als Brennstoff zum Erhalten einer oxydierenden oder reduzierenden Flamme durch ein Loch in der Ofendecke eingeführt wird, während ein Luftstrom tangential durch das Rohr 3 einströmt. Das Petroleum wird hiebei mit dem EMI2.1 Die dadurch erzeugte Hitze wird zu einem beliebigen Zweck benutzt. PATENT-ANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Erzielung einer lebhaften chemischen Einwirkung zwischen Stoffen. insbesondere behufs Reduktion von Eisenerzen, wobei das zu behandelnde in den Ofenraum eingeführte Material der Einwirkung eines tangential in den Ofenraum eingeführten Gas-oder Luftstromes unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Gas-oder Luftstrom mit so hoher Geschwindigkeit an einer oder mehreren Stellen des Ofenraumes eingeführt wird, dass das achsial eingebrachte, in Drehbewegung versetzte Material infolge der gesteigerten Fliehkraft sich im Gegenstrom (in radialer Richtung) zum Gas-oder Luftstrom bewegt.
Claims (1)
- 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 zur direkten Herstellung von Eisen aus Erzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mischung von Eisenerz, schlackenbildenden Materialien und Kohle dem Verfahren nach Anspruch 1 unterwirft. wobei zweckmässig die Kohle mit dem Luft-oder Gasstrom eingeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT29833T | 1905-04-10 |
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| AT29833D AT29833B (de) | 1905-04-10 | 1905-04-10 | Verfahren zur Erzielung einer lebhaften chemischen Einwirkung zwischen Stoffen, insbesondere behufs Reduktion von Eisenerzen. |
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1905
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