DE885992C - Mittel zur Herabsetzung von durch Frostschaeden entstehenden Ernteverlusten bei fruchttragenden Pflanzen - Google Patents

Mittel zur Herabsetzung von durch Frostschaeden entstehenden Ernteverlusten bei fruchttragenden Pflanzen

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DE885992C
DE885992C DEW5950A DEW0005950A DE885992C DE 885992 C DE885992 C DE 885992C DE W5950 A DEW5950 A DE W5950A DE W0005950 A DEW0005950 A DE W0005950A DE 885992 C DE885992 C DE 885992C
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trees
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Geoffrey Leigh Hey
Peter Paul Hopf
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Murphy Chemical Co Ltd
Ward Blenkinsop and Co Ltd
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Murphy Chemical Co Ltd
Ward Blenkinsop and Co Ltd
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Description

  • Mittel zur Herabsetzung von durch Frostschäden entstehenden Ernteverlusten bei fruchttragenden Pflanzen Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Herabsetzung der Ernteverluste durch Frostschäden bei blühenden Pflanzen, insbesondere bei fruchttragenden Pflanzen.
  • Es ist bekannt, daß die in gemäßigtem Klima wachsenden Obstbäume und Pflanzen ernster Gefahr durch Frostschäden während ihrer Blütezeit ausgesetzt sind. Die Gefahr ist besonders groß, wenn sich die Blütenknospen früh entwickeln, und ist weniger groß, wenn diese später kommen. Diese Gefahr ist jedoch in gemäßigtem Klima immer vorhanden, und Landwirte und Gärtner erleiden oft große Verluste durch Frühjahrsfröste. Die Blüten werden oft betroffen und entwickeln sich nicht, und falls sich bereits Früchte angesetzt haben, können diese innerhalb einer oder zweier Wochen abfallen, wodurch die Ernte vollkommen verlorengeht. Äpfel-, Birnen-, Pfirsich-, Pflaumen-, Aprikosen- und Kirschbäume werden meistens am stärksten in Mitleidenschaft gezogen.
  • Soweit bekannt, ist bisher noch kein gänzlich befriedigendes Verfahren zur Bekämpfung oder Verminderung der Verluste durch Frostschäden vorgeschlagen worden. Da die Bäume selbst in einem guten Jahr einen Teil ihrer kleinen Früchte ein oder mehrere Male abwerfen, könnte ein Verfahren, das einen Teil oder den größeren Teil der Blüten oder Früchte zur Reife zubringen gestattet, eine annehmbare Lösung dieses beunruhigenden Problems bedeuten.
  • Es wurde beobachtet, daß beim Spritzen von Obstbäumen im Februar, März und April mit das Wachstum regulierenden, gewöhnlich als Pflanzenhormone bekannten Stoffen bei sehr niedrigen Konzentrationen in einigen Fällen die Schäden durch Frost zwischen dem grünen Knospenstadium und dem Fruchtansatz etwas herabgesetzt werden. Dies ist insbesondere während der Blütezeit der Fall, wie durch Kontrollversuche festgestellt wurde. Diese Beobachtung erstreckte sich nur auf wenige Arten, während andere Arten, die sich ähnlich hätten verhalten müssen, vollkommen negative Ergebnisse gezeigt haben. Eine ähnliche Erscheinung wurde in wenigen Fällen mit gewissen Verbindungen der Vitamin-K-Gruppe beobachtet, insbesondere bei den Naphthochinonen.
  • Es wurde berichtet, daß das Aufbrechen der geschlossenen Knospen durch die Anwendung von Pflanzenhormonen verzögert werden kann. Dies hat aber zur Folge, daß die zum Reifen der Früchte verfügbare Zeit herabgesetzt wird, und es ist schwierig, die beste Zeit für das Spritzen zu wählen, da nicht alle Knospen auf derselben Entwicklungsstufe stehen. Die Bildung samenloser Früchte (Parthenokarpie) ist im allgemeinen unerwünscht.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß viel bessere und wirtschaftlichere - Ergebnisse erhalten werden, falls ein Pflanzenhormon und einer der besagten Stoffe mit Vitaminaktivität zusammen bei Bäumen angewandt werden, insbesondere bei grünem und/oder blaßrotem Knospenzustand, z. B. im April oder Mai, bei Apfelbäumen in normaler Jahreszeit in Großbritannien. Auf diese Weise wurde gefunden, daß es möglich ist, die Frühjahrsfrostschäden bei blühenden Obstbäumen in Großbritannien auf 5o°/0 und in einigen Fällen sogar mehr herabzusetzen. Die Verwendung der beiden Stoffe zusammen gibt einen besseren Erfolg als die arithmetische Summe der Wirkungen bei Verwendung der einzelnen Stoffe. Der Grund für dieses überraschende Ergebnis ist noch nicht klar.
  • Es wurde ferner gefunden, daß solche Gemische auch bei der Saatbehandlung eine stärkere Wurzelbildung bei gekeimten Saaten hervorrufen und daß höhere Ernteerträge bei Getreidepflanzen erhalten werden können.
  • Erfindungsgemäß besteht das Mittel zur Herabsetzung der durch Frostschäden entstehenden Ernteverluste bei fruchttragenden Pflanzen im wesentlichen aus einem Pflanzenhormon und einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe. Gemäß einem Merkmal der Erfindung sind diese Bestandteile in Mengen von z Mol Pflanzenhormon auf o,r bis zo Mol der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe in dem Mittel enthalten.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung machen die wesentlichen Bestandteile mindestens o,i Gewichtsprozent des Mittels aus.
  • Es ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung, daß die normale oder wesentlich normale Entwicklung der kleinen Früchte bis zu ihrer Reife stattfindet, d. h. daß die Entwicklung im wesentlichen eine ähnliche ist, wie sie die Erfahrung bei kurzen Zweigen lehrt, die nicht der Einwirkung des Frostes unterworfen waren. Die Erfindung ist in dieser Hinsicht ganz verschieden von der bekannten Erscheinung der Parthenokarpie, und wie später gezeigt wird, ermöglicht sie die Ernte von Früchten verschiedener Arten, die bisher negative Ergebnisse bei dem bisherigen Verfahren der Anwendung von einem Pflanzenhormon (oder Auxin) allein bei den fruchttragenden Zweigen ergaben. Selbst wenn wenig oder kein Frost auftritt, wird eine bessere Ernte erhalten.
  • Eine weitere wichtige Wirkung der Anwendung des erfindungsgemäßen Mittels besteht darin, daß die gespritzten Blüten auf Obstbäumen, z. B. Äpfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschbäumen, eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung von Frost zeigen. So wurde bei gewissen Arten beobachtet, daß 5o bis 6o % der Blüten auf den behandelten Bäumen strengen Frost überstanden, der bei unbehandelten Bäumen die Blüten fast vollständig zerstörte. Das Überstehen der Blüten bedeutet, daß sie für die Befruchtung auf natürliche Weise weiter zugänglich sind und daß eine normale Obsternte erhalten werden kann. Überdies kann ein großer Teil der Obsternte aus bestem Obst bestehen.
  • Das Pflanzenhormon in dem Mittel gemäß der Erfindung kann eine natürliche oder synthetische Verbindung sein. Von diesen Verbindungen seien folgende angeführt: Indolylessig- und Indolylbuttersäure, ß-Naphthoxyessigsäure, a-Naphthylessigsäure, 2-Methyl-q.-chlorphenoxyessigsäure und 2, 4.-Dichlorphenoxyessigsäure. Je nach der Form, in der das Mittel angewandt wird, kann das Pflanzenhormon als freie Säure, in Form eines wasserlöslichen Salzes, wie Natrium-, Kalium-, Ammonium- oder Äthanolaminsalzes, oder in Form eines Esters, wie Methyl-, Äthyl-, n-Propyl- oder Butylesters, angewandt werden.
  • Die Verbindung der Vitamin-K-Grdppe besteht entweder aus dem natürlich vorkommenden Stoff oder aus einem Material mit antihämorrhagischen Eigenschaften der Vitamine K, oder K5. Vitamin K1 ist 2-Methyl-3-phytyl-i, q.-naphthochinon. Ein wichtiger Stoff mit denselben Eigenschaften ist das 2-Methyl-r, q.-naphthochinon, das als solches verwendet werden kann oder auch in Form eines funktionellen Derivates, z. B. als reduziertes und acetyliertes Material, das als Acetomenaphthon bekannt ist, oder als ein wasserlösliches funktionelles Derivat, z. B. als Dinatriumbisulfitverbindung, als Tetraalkali-2-mefhyl-i, 4-naphthohydrochinondiphosphat, als Alkali-2-methyl-i, 4-naphthochinondisulfat, als saures 2-Methyl-i, q.-naphthochinonsuccinat und als saurer Disuccinester des 2-Methyl-i, q.-naphthohydrochinons. Solche Verbindungen scheinen eine Methylgruppe in 2-Stellung und eine phenolische Hydroxylgruppe oder ein doppelt gebundenes Sauerstoffatom in i-Stellung zu haben, wobei die letztere Erscheinung für zwei tautomere Formen charakteristisch ist.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das erfindungsgemäße Mittel als eine dritte aktive Substanz Nikotinsäure oder ein Derivat dieser Säure enthalten, die als Pellagraschutzstoff wirkt, wie z. B. Nikotinamid. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung beträgt der Gehalt an Pflanzenhormon und an Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mindestens 5 % der wirksamen Bestandteile des erfindungsgemäßen Mittels, wobei der Rest ein Stoff mit Antipellagraeigenschaften ist.
  • Der Pellagraschutzstoff kann Nikotinsäure, ein Salz dieser Säure, wie z. B. ein Alkali- oder ein Äthanolaminsalz, oder deren niedrigerer Alkylester, wie z. B. Äthyl-oder Butylnikotinat oder Nikotinamid, sein.
  • Es wurde gefunden, daß einige Arten von Obstbäumen besser auf ein Gemisch eines Pflanzenhormons und eines Pellagraschutzstoffes ansprechen, wobei ein derartiges Mittel neben den besagten aktiven Stoffen in Mengen von mindestens zusammen o,1 Gewichtsprozent noch einen Trägerstoff in flüssiger oder feinverteilter fester Form enthalten kann, als auf ein Pflanzenhormon und eine Verbindung der Vitamin-K-Gruppe. Ein Gemisch mit den drei Bestandteilen ist daher von besonderem Vorteil bei seiner allgemeinen Verwendung. Zum Beispiel die Sorte Cox's Orange Pippin-Äpfel spricht gut auf ein Gemisch eines Pflanzenhormons und einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe an, während Bramley's Seedung- und Lord-Derby-Sorten auf ein Pflanzenhormon und auf einen Pellagraschutzstoff gut ansprechen. Cox's Orange Pippin-Äpfel und Bramley's Seedling-Äpfel werden oft nebeneinander gesetzt, und es ist höchst unbequem, die beiden Sorten mit verschiedenen Gemischen zu spritzen. Es wurde gefunden, daß das Gemisch aus den drei Bestandteilen den Erfordernissen für beide Sorten befriedigend entspricht.
  • Obgleich bei den Gemischen aus den drei Bestandteilen beliebige Mengenverhältnisse verwendet werden können, besteht eine derartige Mischung zweckmäßigerweise und bevorzugt aus 1 Mol Pflanzenhormon auf 1 bis 2 Mol der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe und 1o bis 2o Mol Pellagraschutzstoff. Ein sehr brauchbares Gemisch besteht aus 1 Mol Pflanzenhormon, 1,5 Mol Verbindung der Vitamin-K-Gruppe und 14 bis 15 Mol Nikotinsäure oder Nikotinsäureamid.
  • Das Mittel gemäß der Erfindung kann in verschiedenen Formen, z. B. als ein wasserlösliches Pulver, als ein staubförmiges Pulver, als ein in einem organischen Lösungsmittel lösliches Gemisch, als ein öllösliches Pulver, als ein selbst emulgierendes Mittel, als Emulsion oder in Tablettenform, hergestellt werden. Die Wahl der besonderen Bestandteile hängt von der gewünschten Form ab, und die Mengen dieser Bestandteile hängen in gewisser Hinsicht von der Wirkung auf die Pflanzen ab. So werden bei einer gegebenen Anzahl von Molen der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe weniger Mole Dichlorphenoxyessigsäure verwendet als bei a-Naphthylessigsäure.
  • Die am meisten angewandte Behandlungsmethode ist das Spritzen, wobei eines der oben angeführten Spritzmittel angewandt werden kann. Interessante Ergebnisse wurden ebenfalls durch Einsetzen von Tabletten, wie es im folgenden beschrieben wird, erhalten, und durch direkte Anwendung eines Pulvers wurden gleichfalls gute Ergebnisse erzielt.
  • Eine wäßrige Lösung oder eine Emulsion kann auf die Bäume mit der Hand, mittels einer Vorrichtung oder eines Hubschraubers gespritzt werden. Im allgemeinen können andere Bestandteile, die bei dem Spritzen zu gleicher Zeit erforderlich sein können, den Spritzmitteln zugefügt werden. Zweckmäßigerweise wird das Spritzmittel so verdünnt, daß 1818 1 pro 40,47 Ar gespritzt werden, ohne daß hierbei die fruchttragenden Zweige zuviel Spritzmittel erhalten. Normalerweise wird ein Mittel, das wenigstens- o,10/, der aktiven Bestandteile enthält, hergestellt, und dieses wird an Ort und Stelle verdünnt, wobei die erforderliche Konzentration zum Spritzen erhalten wird. Geeignete Entwicklungsstadien für die Anwendung bei verschiedenen Obstbäumen werden in der folgenden Tabelle wiedergegeben, wobei diese Stadien im Bulletin Nr. 137 des Ministeriums für Ackerbau und Fischzucht in London, England, festgesetzt sind.
    Obstbäume I Zwei Anwendungen I Drei Anwendungen
    Äpfel ....... a) grüne Büschel a) Aufbrechen
    b) rosa Knospen b) grüne Büschel
    c) rosa Knospen
    Birnen ...... a) grüne Büschel a) Aufbrechen
    b) weißeKnospen b) weiße Knospen
    c) weiße Knospen
    Pflaumen .... a) Aufbrechen a) Aufbrechen
    b) weiße Knospen b) weiße Knospen
    c) Zerreißen des
    Überzuges
    Kirschen ..... a) Aufbrechen a) Aufbrechen
    b) weiße Knospen b) weiße Knospen
    c) Abfallen der
    Orangen und Blütenblätter
    Reben .... zwei Anwendun- zwei Anwendun-
    gen vor der Blüte gen vor der Blüte
    und eine dritte
    nach der Blüte
    Pfirsich- und Aprikosenbäume müssen in den für Pflaumenbäume angegebenen Entwicklungsstufen behandelt werden.
  • Ein wasserlösliches Pulver kann durch Mischen eines wasserlöslichen Salzes, z. B. des Natrium-, Kalium-, Ammonium- oder eines Alkanolaminsalzes, des Pflanzenhormons mit der Natrium- oder Kaliumbisulfitverbindung eines 2-Methyl-1, 4-naphthochinons oder einem Tetraalkali-2-methyl-1, 4.-naphthohydrochinondiphosphat hergestellt werden. Falls der Pellagraschutzstoff zugegen ist, kann dieser aus einem Alkalimetallsalz, z. B. dem Natrium- oder Kaliumsalz, oder einem Ammonium- oder einem Alkanolaminsalz der Nikotinsäure oder aus Nikotinamid bestehen.
  • Die wasserlöslichen Bestandteile können für sich für die Lösung oder zusammen mit einem wasserlöslichen Streckmittel, z. B. Natriumchlorid oder Natriumsulfat, verwendet werden. Die folgenden Mengenverhältnisse sind hierfür geeignet: Gemisch aus einem Pflanzenhormon und einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mit oder ohne Pellagraschutzstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1o bis Zoo o/o wasserlösliches Streckmittel . . . . . . . . . . go - o0/0 Die folgenden Beispiele zeigen derartige Mittel: Beispiel i-6,75 kg Diäthanolaminsalz der ß-Naphthoxyessiä säure und i,i3 kg Tetranatrium-2-methyl-i, 4-naphthohydrochinondiphosphat werden innig miteinander gemischt. Zum Gebrauch wird dieses Pulver in Wasser gelöst.
  • Beispiel 2 182 g 2-Methyl-x, 4-naplithochinon und iio g Natriumbisulfit wurden in 11 Wasser bis zur vollständigen Lösung erwärmt. 150 g Natrium-a-naphthvlacetat wurden hierauf der Lösung zugegeben und- in dieser vollständig aufgelöst. Das Gemisch wurde vor seinem Gebrauch auf 22731 verdünnt und auf einen Teil eines Obstgartens mit Birnen der Sorte Conference im frühen April gespritzt. Frost am Ende des Aprils vernichtete 45 0/0 der Blütenknospen auf den ungespritzten Bäumen, während nur 15 % auf den gespritzten Bäumen vernichtet wurden.
  • Beispiel 3 225 g 2, 4-Dichlorophenoxyessigsäure und 2,25 kg Nikotinsäure wurden in Wasser gelöst. Eine wäßrige Dispersion wurde hieraus hergestellt, wobei dieser 675 g 2-Methyl-i, 4-naphthochinon und 3,i5 kg Natriumsalz des Laurylalkoholsulfats einverleibt wurden. Die Dispersion wurde vor ihrer Verwendung auf 63 644 1 verdünnt.
  • Die verdünnte Dispersion wurde auf einen Teil eines Obstgartens mit der Apfelsorte Lord Derby in der zweiten Woche des April gespritzt. Der Obstgarten wurde vom strengen Frost befallen, und eine Zählung der Früchte wurde im Juni vorgenommen. Die behandelten Bäume trugen im Durchschnitt 419 kleine Früchte, während die unbehandelten Bäume im Durchschnitt nur 194 Früchte aufwiesen.
  • Beispiel 4 6,75 kg Diäthanolaminsalz der ß-Naphthoxyessigsäure, iJ3 kg Tetranatrium-2-methyl-i, 4-naphthohydrochinondiphosphat und 2,25 kg Diäthanolaminsalz der Nikotinsäure. Diese Bestandteile wurden getrennt gelöst, dann gemischt und das Ganze auf 63 6441 vor dem Spritzen verdünnt.
  • Ein Pulver zum Stäuben kann aus den Pflanzenhormonsäuren oder deren Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalzen, 2-14Tethyl-i, 4-naphthochinon, 2-Methyl-4-amino-i-naphthol, aus der Natrium- oder Kaliumbisuifitverbindung der ersten Verbindung, dem Tetraalkali-2-methyl-i, 4-naphtho4ydrochinondiphosphat oder Acetomenaphthon und einem feinverteilten festen Träger, z. B. Kaolin, Talkum oder Bentonit, bestehen. Falls der.Pellagraschutzstoff in dem Mittel zugegen ist, kann dieserNikotinsäure oder deren Natrium-oder Kaliumsalz oder deren niedrigerer Alkylester sein. Derartige Mittel können auch ein Saatgutdesinfektionsmittel, wie z: B. i-Phenylquecksilber-diarylmethansulfonat und Phenylquecksilber-dinaphthyl-methandisulfonat, enthalten. Die folgenden Mengenverhältnisse sind für Pulver zum Stäuben geeignet: Gemisch eines Pflanzenhormons mit einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mit oder ohne Pellagraschutzstoff ... o,i bis, 25 0/0 feinverteilter, fester Trägerstoff ..... 99,9 - 75% Die folgenden Beispiele zeigen derartige Gemische: Beispiel 5 450 g Indolylbuttersäure und 45 g Vitamin-K, (2-Methyl-4-amino-i-naphthol) werden zu einem feinen, gleichmäßigen Pulver mit 45 kg Talkum vermahlen. Dieses Pulver kann bei Äpfelbäumen der Sorte Bramley's Seedung und Cox's Orange Pippin im durchschnittlichen Verhältnis von 45o g pro Baum mittels einer Pulverspritzpistole aufgetragen werden. Die angegebene Menge schwankt je nach Größe der Bäume.
  • Beispiel 6 45o g Indolylbuttersäure, 45g Vitamin-KG (2-Methyl-4-amino-i-naphthol) und 225 g Äthylnikotinat werden mit 45 kg Talkum zu einem feinen Pulver vermahlen, bis das Pulver einheitlich ist. Dieses Pulver kann bei Äpfelbäumen der Sorten Bramley's Seedling und Cox's Orange Pippin im durchschnittlichen Verhältnis von 45o g pro Baum mittels einer Pulverspritzpistole aufgetragen werden. Die angegebene Menge des Pulvers schwankt je nach Größe der Bäume.
  • Beispiel 7 675g Phenylquecksilber-dinaphthyl-methandisulfonat, 225 g Acetomenaphthon, ir3 g 2, 4-Dichlorophenoxyessigsäure und 225g Vaseline werden zu einem einheitlichen Pulver mit 4,5 kg Talkum vermahlen.
  • Ein in organischen Lösungsmitteln lösliches Pulver, das für die sogenannte Aerosolbehandlung bestimmt ist, kann aus dem Pflanzenhormon in Säure- oder Esterform und 2-Methyl-i, 4-naphthochinon mit oder ohne Nikotinsäure oder Nikotinamid bestehen. Solch ein Gemisch wird in einem niedrigsiedenden, organischen Lösungsmittel, wie Aceton, gelöst und kann zum Versprühen oder zum Imprägnieren eines Trägerstoffes verwendet werden.
  • Die folgenden Gewichtsverhältnisse können für Pulver, die in organischen Lösungsmitteln löslich sind, verwendet werden Gemisch eines Pflanzenhormons und einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mit oder ohne Pellagraschutzstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2o bis ioo % Lösungsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8o - 00/0 Zur Herstellung eines Spritzmittels an Ort und Stelle kann das Gemisch sich in einem Behälter und das Lösungsmittel in einem anderen befinden. Geeignete Lösungsmittel sind die niederen aliphatischen Ester der flüchtigen Monocarbonsäuren, wie z. B. Äthylacetat, Butylacetat Äthylpropionat und Äthylbutyrat, und flüchtige Ketone, wie z. B. Aceton und Methyläthylketon.
  • Das folgende Beispiel zeigt derartige Mittel: Beispiel 8 4,5 kg Äthylindolylacetat und go g Menaphthon werden in go,g 1 Aceton gelöst. Diese Lösung wird mittels einer Aerosolspritzvorrichtung versprüht, wobei die Düse der Vorrichtung gegen die fruchttragenden Zweige gerichtet wird.
  • Beispiel g 45 kg Äthylindolylacetat, go g Menaphthon und goo g Nikotinamid werden in go,g 1 Aceton gelöst. Diese Lösung wird in derselben Weise, wie im Beispiel 8 beschrieben, versprüht.
  • Ein öllösliches Pulver kann aus einem Gemisch einer Pflanzenhormonsäure oder einem -ester und 2-Methyli, 4-naphthochinon mit oder ohne Nikotinsäure, Nikotinsäureamid oder einem niedrigeren Alkylester der Nikotinsäure bestehen.
  • Das öllösliche Pulver kann in einen Behälter gefüllt werden, während das ölige Material in einen zweiten Behälter abgefüllt werden kann, wobei die endgültige Herstellung des Spritzmittels an Ort und Stelle erfolgt. Ein geeignetes 01 ist Rizinusöl, das mit Dimethyl- oder Diäthylphthalat gemischt werden kann. Wenn das Material in gelöstem Zustand geliefert wird, kann es 2o Gewichtsprozent oder mehr der öligen Lösung ausmachen.
  • Die folgenden Beispiele zeigen derartige Mittel: Beispiel 1o 225 g Methylester der 2-1(Iethyl-4-chlorphenoxyessigsäure und 225gMenaphthon werden in 1,35 kg Rizinusöl unter Erwärmen gelöst. Dieses Gemisch wird für den Gebrauch weiter mit 1363 1 Spiritus verdünnt und als Spritzmittel im Verhältnis von 45,5 1 pro 40,47 Ar mittels eines Versprühungsapparates versprüht.
  • Beispiel il 225g Methylester der 2-Methyl-4-chlorophenoxyessigsäure, 225g Menaphthon und 225g Nikotinsäureamid werden in 1,35 kg Rizinusöl unter Erwärmen gelöst. Dieses Gemisch wird in der gleichen Weise, wie im Beispiel 1o beschrieben, benutzt.
  • Ein selbst emulgierendes Mittel kann aus den Bestandteilen eines öllöslichen Pulvers, das in einem Mineralöl aufgelöst ist, zu dem Rizinusöl hinzugefügt sein kann, zusammen mit einem darin löslichen Emulgierungsmittel, wie z. B. einer Harzseife, türkisch Rotöl oder Cellulosesulfitablauge, bestehen. Ein derartiges Mittel kann direkt in Wasser emulgiert werden.
  • Die folgenden Mengenverhältnisse sind für ein selbst emulgierendes 01 geeignet Gemisch des Pflanzenhormons und der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mit oder ohne Pellagraschutzstoff... 1o bis 30 0/0 Rizinusöl oder Mineralöl ....... . .... 40 - 6o0/0 Emulgierungsmittel.................. 1o - 15 % Wasser (zum Ausgleichen) Die folgenden Beispiele zeigen derartige Mittel: Beispiel 12 45o g Äthyl-2, 4-dichlorphenoxyacetat, 225 g Menaphthon, 1,35 kg Rizinusöl, 338 g Cellulosesulfitablauge aus der Papierherstellung und 113g Wasser werden bis zum Erhalt einer klaren Lösung zusammen erhitzt. Dieses selbst emulgierende 01 kann vor seiner Verwendung mit 68 igo 1 Wasser verdünnt und im Verhältnis von 1818 1 pro 40,47 Ar versprüht werden.
  • Beispiel 13 ' 45o g Äthyl-2, 4-dichlorphenoxyacetat, 225g Menaphthon, 225g Butylnikotinat, 1,3 kg Rizinusöl, 338 g Cellulosesulfitablauge aus der Papierherstellung und 113g Wasser werden bis zum Erhalt einer klaren Lösung zusammen erwärmt. Dieses Gemisch kann, wie im Beispiel 12 beschrieben, benutzt werden.
  • Eine Emulsion kann durch Lösen eines öllöslichen Gemisches in Mineralöl oder Rizinusöl oder deren Gemisch hergestellt werden, indem man dieses Gemisch im Wasser, vorzugsweise in Gegenwart eines Netzmittels, wie Dialkylester der Sulfobernsteinsäure, eines sulfatierten Fettalkohols, einer alkylierten Naphthalinsulfonsäure, eines Taurins mit einem Substituenten am Stickstoffatom von langer Kohlenstoffkette oder eines Petroleumsulfonats, emulgiert. Die relativen Mengenverhältnisse sind denen, die bei der selbst emulgierenden Mischung verwendet wurden, ähnlich.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel können ebenfalls in Tablettenform hergestellt werden, wobei diese geringe Mengen der Bestandteile gemäß der Erfindung in einer in Pflanzensäften löslichen Form enthalten. Diese Tabletten können 2-Methyl-i, 4-naphthochinonbisulfitverbindung oder Acetomenäphthon und das Pflanzenhormon in Säureform oder als ein wasserlösliches Salz mit oder ohne Nikotinsäure oder Nikotinsäureamid zusammen mit einem Bindemittel, z. B. Stärke, enthalten.
  • Das erfindungsgemäße Mittel kann in Tablettenform in kleine Löcher eingesetzt werden, die in die Stämme der Bäume gebohrt sind, wobei die Löcher innen weiter als bis zur Cambiumschicht reichen. Die Löcher werden hierauf geschlossen. Normalerweise werden derartige Löcher etwa 15 cm unterhalb eines jeden Hauptzweiges gebohrt, und die Tabletten werden nicht später eingesetzt, als der Saft zu steigen beginnt. Dies ist in Großbritannien Anfang März der Fall.
  • Die folgenden Mengenverhältnisse sind für Tabletten geeignet Gemisch des Pflanzenhormons und der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe mit oder ohne Pellagraschutzstoff... =o bis ioo °/o Streck- oder Bindemittel . . . . . . . . . . . . go - 00 /o Ein Bindemittel aus einem inerten Kohlenhydrat, z. B. Stärke, wird bevorzugt verwendet.
  • Die folgenden Beispiele zeigen derartige Mittel. Beispiel 14 Tabletten wurden aus folgenden Bestandteilen hergestellt: loo mg Stärke, 1o mg Acetomenaphthon und 5 mg a-Naphthylessigsäure, Beispiel 'z5 Tabletten wurden aus folgenden Bestandteilen hergestellt:-1oo mgStärke, 5omgNikotinsäureamid, lorng Acetomenaphthon und 5 mg a-Naphthylessigsäure.
  • Tabletten gemäß den Beispielen -13 und 14 wurden in eine Anzahl Äpfel- und Pflaumenbäume eingesetzt. Unter diesen befanden sich die Sorten Victoria-Pflaume, Lord-Derby-, Bramley's Seedung- und Cox's Orange Äpfel. Das Einsetzen der Tabletten erfolgte im Februar gemäß den vorherigen Angaben.
  • Zur Behandlung von Bäumen und Pflanzen in Gewächshäusern und anderen geschlossenen Räumen können -die Mittel gemäß der Erfindung in folgender Weise verwendet werden: Eine wäßrige Lösung oder eine Lösung des erfindungsgemäßen Mittels in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel kann verwendet werden, indem diese einem Trägerstoff durch Imprägnieren einverleibt wird. Ein derartiger Trägerstoff kann z. B. Kieselgur sein. Der imprägnierte Trägerstoff kann in den oberen Teil eines Behälters gefüllt werden, in dessen unteremTeil sich eine verbrennbare, organische Verbindung, z. B. ein Kohlehydrat, wie Glucose, Lactose oder Rohrzucker, oder ein mehrwertiger Alkohol, wie Mannit oder Sorbit, und eine anorganische Verbindung von hohem Sauerstoffgehalt, wie Natrium- oder Kaliumchlorat, befinden. Wird die verbrennbare Füllung -des Behälters mittels einer Zündmischung gezündet, so streichen die entwickelten Dämpfe über den Trägerstoff in den oberen Teil des Behälters und bilden mit dem erfindungsgemäßen Mittel imprägnierte Wolken, die aus einer Öffnung des Behälters äusgestoßenwerden. Die verbrennbare Füllung des Behälters kann 45 bis 55 Gewichtsprozent der Gesamtfüllung des Behälters ausmachen.
  • Das erfindungsgemäße zu verdampfende Mittel kann aber auch mit einer festen, verbrennbaren, organischen Verbindung, z. B. einem Kohlehydrat, -wie Lactose, Glucose oder Rohrzucker, oder einem mehrwertigen Alkohol, wie Mannit oder Sorbit, und einer anorganischen Verbindung mit hohem Sauerstoffgehalt, wie Natrium- oder Kaliumchlorat, gemischt werden. Durch Zugabe von Stoffen, wie Thioharnstoff, kann die Verbrennungsgeschwindigkeit reguliert werden, und die Anteile der verwendeten Stoffe werden so gewählt, daß die Mischung im wesentlichen keinen höheren kalorischen Wert als 32o cal pro Gramm aufweist. Die verwendeten Stoffe werden gemahlen, gesiebt und nach gründlichem. Durchmischen in einen Behälter gefüllt oder zu Kügelchen oder Kegeln gepreßt. Hierbei werden mit Vorteil Behälter verwendet, die ein oder mehrere Prallbleche in dem Weg des bei der Zündung des Gemisches sich bildenden Gasstromes haben. Die Zündung des Gemisches erfolgt in bekannter Weise, z. B. mittels einer Sprengkapsel, einer Zündmasse, wie sie bei Zündhölzern verwendet wird, oder mittels einer Reibvorrichtung.
  • Die folgenden Beispiele zeigen diese Ausführungsform der Erfindung: - - Beispiel 1:6 Die folgenden Bestandteile wurden verwendet: go g Methyl-a-naphthylacetat, 45 9 Menäphthon; 9o 9 Natriumnitrat, 225 g Melasse und 225 g Ruß. Diese Bestandteile wurden miteinander verknetet und in Kegelform gebracht, von denen jeder Kegel 42,5 g wog. Ein oder zwei dieser Kegel wurden in einem geschlossenen Gewächshaus angezündet und abbrennen gelassen. Die Anzahl der verwendeten Kegel hing von der Größe des Gewächshauses ab.
  • Beispiel z7 Die folgenden Stoffe wurden verwendet: go g Methyl-a-naphthylacetat, 45g Menaphthon, 45g Nikotinsäure, go g Natriumnitrat, 225 g Melasse und 225 g Ruß.- Die oben angeführten Stoffe wurden aufgearbeitet und, wie im Beispiel 16 beschrieben, verwendet.
  • Die Konzentration der aktiven Bestandteile in einem Spritzmittel wird innerhalb der bekannten Grenzen zur Behandlung von Pflanzen mit Hormonen gehalten. Diese Grenzen erstrecken sich von ungefähr 5 Teilen 2, 4-Dichlorphenoxy- und 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäuren pro Million Teile bis zu ungefähr Zoo Teilen a-Naphthylessigsäure.
  • Die verwendeten Mengen der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe und des Pellagraschutzstoffes sind nicht so bedeutsam und betragen meistens das Mehrfache der Mengen des Pflanzenhormons. Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß die zu verwendenden Mengen sehr klein sind.
  • Im folgenden werden typische mit dem erfindungsgemäßen Mittel erhaltene Ergebnisse mitgeteilt A. 225g Methylester der 2, 4-Dichlorophenoxyessigsäure und 225 g Menaphthon wurden in 1,35 kg Rizinusöl unter Erwärmen gelöst. Das Gemisch wurde mit Spiritus auf 1363 1 verdünnt und im Verhältnis von 45,5 1 pro 40,47 Ar mittels einesVersprühapparates auf Äpfelbäume der Sorte Cox's Orange Pippin gespritzt. Hierauf trat ein strenger Frost ein. Dieser vernichtete die Blüten bei den behandelten Pflanzen um 49 %, während der Frostschaden bei den unbehandelten Bäumen 87 °/a betrug. Die Blüten wurden hierbei als vernichtet bezeichnet, wenn der Stiel braun geworden war.
  • B. Die folgenden Bestandteile wurden erwärmt, bis sie eine klare Lösung ergaben: 45o g Dichlorphenoxyacetamid, 225 g Menaphthon, 1,35 kg Rizinusöl, 338 g Cellulosesulfitablauge und 113g Wasser. Das Gemisch wurde auf 68 1go 1 verdünnt und im Verhältnis von 18z81 pro 40,47 Ar auf Äpfelbäume der Sorte Lord Derby gespritzt. Frostschaden trat im Entwicklungsstadium des Fruchtansatzes ein, wobei der Frostschaden bei den unbehandelten Bäumen 6o °/o betrug, während der bei den behandelten Bäumen nur auf 28 "/o geschätzt wurde.
  • C. goo g a-Naphthylessigsäure und 450 g Menaphthon wurden in 22,7 1 Aceton gelöst und die Lösung mittels des Aerosolverfahrens auf Äpfelbäume der Sorte Cox' Orange Pippin gespritzt. Der Frostschaden betrug bei den behandelten Bäumen nur 15 °/o, während er sich bei den unbehandelten Bäumen auf 28 °/o belief.
  • D. Tabletten von der im Beispiel 15 angegebenen Zusammensetzung wurden in die Stämme der in jenem Beispiel angegebenen Sorten im Februar ungefähr 15 cm unterhalb eines jeden Hauptzweiges eingesetzt, so daß die Tabletten sich im Saftstrom unten den folgenden Bedingungen befanden:
    Umfang Löcher Entfernung von den
    in Zentimeter Löchern in Zentimeter
    75 5 15,0
    50 4 =2,5
    25 3 =0,o
    Die Bäume wurden von Frost verschiedener Stärke befallen und befanden sich in einer Anzahl von Obstgärten. 'Im Durchschnitt erlitten die Blüten auf den behandelten Bäumen nur die Hälfte des Frostschadens gegenüber den unbehandelten Bäumen.
  • E. Das im Beispiel 3 angegebene Gemisch wurde in einer Gegend in Norfolk in der im Beispiel 3 angegebenen Verdünnung verwendet. Äpfelbäume der Sorte Cox's Orange Pippin wurden im durchschnittlichen Verhältnis von 18,21 Spritzmittel pro Baum behandelt. Die Behandlung wurde zweimal, nämlich am =3. und 27.4., durchgeführt. Am =6. April wurde eine Kälte von =o' beobachtet, die 24 °/o der Blüten auf den unbehandelten Bäumen vernichtete, während der Frostschaden bei den behandelten Bäumen nur =7 °/o betrug. Die Blüten wurden als vernichtet bezeichnet, falls die Stiele braun geworden waren. Eine folgende Zählung der kleinen Früchte zeigte 3693 Früchte bei zehn behandelten Bäumen und nur ==86 bei zehn unbehandelten Bäumen. Der übliche Abfall der Früchte fand im Juni statt. Die letzte Ernte ergab =4=81 Äpfel von je 3o behandelten Bäumen im Vergleich zu =o=9 1 von je 30 unbehandelten Bäumen.
  • F. Das Gemisch, das im Beispiel 3 angegeben wurde, wurde in einer anderen Gegend in Norfolk mit der besonderen, für Äpfel der Sorte Bramley's Seedling bestimmten Verdünnung angewandt. Die Behandlung wurde zweimal, am 2. und =2. April, durchgeführt. Die Menge pro Baum betrug ungefähr das Doppelte derjenigen des Spritzmittels, das für die Sorte Cox's Orange Pippin angewandt wurde. In dieser Gegend wurde kein merklicher Frost beobachtet, und kein wesentlicher Unterschied wurde bei der Fruchtzählung festgestellt. Die Ernte pro 3o der behandelten Bäume betrug 648 1 im Vergleich zu 5561 bei den unbehandelten Bäumen, d. h. die Ernte war ungefähr =5 °/o höher bei den behandelten Bäumen. Die Äpfel der behandelten Bäume enthielten 30 % über 6,25 cm große Äpfel, während die der unbehandelten Bäume nur ungefähr 2o °/o Äpfel über dieser Größe enthielten.
  • G. In einer Gegend in Schweden wurden 0,25 ha Himbeersträucher zweimal mit einer wäßrigen Lösung von 2o p. p. m. Natrium-a-naphthylacetat, =o p. p. m. Menaphthon-Natriumbisulfit-Verbindung, =o p. p. m. Nikotinsäureamid und =ooo p. p. m. eines nichtionisierten Netzmittels gespritzt. Das erste Spritzen wurde im Entwicklungsstadium der grünen Knospen vorgenommen und die zweite, als im wesentlichen alle Blüten sich geöffnet hatten. 3 Tage nach der zweiten Behandlung wurde ein strenger Frost bei starkem Wind beobachtet. Die Blüten wurden untersucht, wobei diejenigen, deren Stiele braun geworden waren, als vernichtet bezeichnet wurden. Bei den unbehandelten Pflanzen waren 85 °/a der Blüten vernichtet, während bei den behandelten Pflanzen nur 23 °/o Frostschaden erlitten.
  • Das Mittel gemäß dem Beispiel 7 wurde zur Behandlung von Winterweizen der Sorte Miln's N. 59 im Verhältnis von 56,7 g pro 36,41 Weizenkörner verwendet, und die Körner wurden in einer Gegend in Northamptonshire ausgesät. Der Boden war ein schwerer Lehmboden, der mit 2 Ztr. =8°/oigem Superphosphat pro 40,47 Ar gedüngt wurde. Das Aussäen erfolgte im Verhältnis von 9= 1 pro 40,47 Ar am =o. November =949. Die prozentuale Steigerung der Ernte betrug im Vergleich zu den Kontrollversuchen =0,7 °/o. Die Pflanzen hatten stärkere und weißere Wurzeln, wobei die Bildung der Ähren früher stattfand. Bei weiteren Versuchen waren nur Acetomenaphthon oder 2, 4-Dichloröphenoxyessigsäure zugegen, wobei die übrigen Bestandteile unverändert blieben. In diesen Fällen wurde nur über eine Ertragssteigerung um 3 bis 5 % berichtet, die nicht wesentlich über der Fehlergrenze bei der Feststellung der Ernte liegt. Im Vergleich zu den Kontrollversuchen wurde keine bedeutsame Änderung der Zahl der Körner pro Ähre festgestellt. Die Ertragssteigerung wurde auf einen Anstieg des Gewichts der Körner zurückgeführt.
  • Falls der Frostschaden nicht groß ist und es mehr als genügend Früchte zum Heranreifen gibt, folgt die Pflanze einschließlich des Fruchtabfalls der normalen jahreszeitlichen Entwicklung. Aber in einer Anzahl von Fällen wurde beobachtet, daß ein viel höherer Anteil der Ernte der besseren marktgängigen Sorte angehörte. Dies wurde bei einigen Feldversuchen beobachtet, bei denen die Ernte von den behandelten Bäumen etwas geringer war als bei den unbehandelten. Das erfindungsgemäße Mittel hat augenscheinlich mehr als eine mögliche Wirkung. Man glaubt, daß die beschriebene Behandlung nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Bäume gegen den Frost erhöht, sondern daß sie die Erholung der Bäume von den Einwirkungen des Frostes um so schneller bewerkstelligt. Eine derartige Wirkung kann naturgemäß nicht statistisch erfaßt werden. Die Früchte reifen in normaler Weise heran.
  • Das erfindungsgemäße trockene Präparat kann als eine einheitliche Mischung hergestellt werden, aber in gewissen Fällen kann es erwünscht und zweckmäßiger sein, zwei oder mehrere Bestandteile fertig gemischt in einen Behälter zu packen, während ein anderer oder mehrere andere Bestandteile sich in einem besonderen Abteil zum trockenen Mischen vor dem Gebrauch oder zur getrennten Auflösung gemäß den oben angeführten Beispielen in dem flüssigen Trägerstoff befinden.
  • In gewissen Fällen können die Stoffe zur Herstellung von einem oder mehreren Bestandteilen des erfindungsgemäßen Mittels gemischt oder einzeln verpackt werden. So können zur Herstellung eines wasserlöslichen Salzes eines Pflanzenhormons oder eines wasserlöslichen Salzes der Nikotinsäure die Säure und ein Salz einer schwachen, leicht austreibenden Säure, z. B. als ein Alkalicarbonat oder -bicarbonat, geliefert werden. Zur Bildung eines wasserlöslichen Derivates der Vitamin-K-Verbindung können die Bestandteile zur Bildung einer derartigen Verbindung in löslicher Form geliefert werden, z. B. als 2-Methyli, 4-naphthochinon und Natrium- oder Kaliumbisulfit: Gegenstand der Erfindung ist daher, auch die Bestandteile, insbesondere die wasserlöslichen Bestandteile, aus einem oder mehreren Bestandteilen der endgültigen Mischung kurz vor ihrem Gebrauch herzustellen.
  • Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung für Früchte, wie Äpfel, Birnen und Pflaumen. Die in wärmerem Klima wachsenden Obstbäume, wie Orangenbäume, können ebenfalls geschützt werden..
  • Mit Trägerstoffen werden im Sinne der vorliegenden Erfindung ein festes oder dickflüssiges Material, ein Bindemittel oder ein fester oder dickflüssiger, verbrennbarer Stoff bezeichnet.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mittel zur Herabsetzung von durch Frostschäden entstehenden Ernteverlusten bei fruchttragenden Pflanzen oder zur Behandlung von Saatgut, dadurch gekennzeichnet, daß es im wesentlichen aus einem Pflanzenhormon, einer Verbindung der Vitamin-K-Gruppe und gegebenenfalls einem Trägerstoff, vorzugsweise einem feinverteilten, festen oder flüssigen Trägerstoff, insbesondere Wasser, besteht, wobei der Gehalt des Mittels an Pflanzenhormon und an der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe o,i Gewichtsprozent beträgt.
  2. 2. Mittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von Pflanzenhormon zur Verbindung der Vitamin-K-Gruppe in dem Mittel wie i zu o,i bis io ist.
  3. 3. Mittel nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pflanzenhormon ein wasserlösliches Salz der ß-Naphthoxy-, a-Naphthyl-, 2, 4-Dichlorphenoxy- oder 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure und die Verbindung der Vitamin-K-Gruppe eine Alkahbisulfitverbindung des 2-Methyl-i, 4-naphthochinons oder ein Tetraalkali-2-Methyl-i, 4-naphthohydrochinondiphosphat ist.
  4. 4. Mittel nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem feinverteilten, festen Trägerstoff enthaltenden Mittel das Pflanzenhormon aus dessen Säure oder dessen Alkali- oder Ammoniumsalz besteht und die Verbindung der Vitamin-K-Gruppe 2-Methyl-i, 4-naphthochinon oder dessen Alkalibisulfitverbindung oder Acetomenaphthon oder ein Tetraalkali-2-methyl-i, 4-naphthohydrochinondiphosphat ist.
  5. 5. Mittel nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß, es als dritten Bestandteil einen Pellagraschutzstoff, vorzugsweiseNikotinsäureoder ein Alkali- oder Ammoniumsalz der Nikotinsäure oder einen niedrigeren Alkylester der Nikotinsäure oder Nikotinsäureamid enthält, wobei der Gehalt an dem Pflanzenhormon und an der Verbindung der Vitamin-K-Gruppe zusammen vorzugsweise mindestens 50/, der aktiven Bestandteile des Mittels beträgt.
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