DE8809939U1 - Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung - Google Patents
Luftfilter für ABC-Schutzräume mit SandfüllungInfo
- Publication number
- DE8809939U1 DE8809939U1 DE8809939U DE8809939U DE8809939U1 DE 8809939 U1 DE8809939 U1 DE 8809939U1 DE 8809939 U DE8809939 U DE 8809939U DE 8809939 U DE8809939 U DE 8809939U DE 8809939 U1 DE8809939 U1 DE 8809939U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plate
- air filter
- air
- cover
- filter according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000004576 sand Substances 0.000 title claims description 37
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 11
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 5
- 239000011150 reinforced concrete Substances 0.000 claims 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 34
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 6
- 244000309464 bull Species 0.000 description 3
- 238000009420 retrofitting Methods 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004458 analytical method Methods 0.000 description 1
- 230000001580 bacterial effect Effects 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 239000002360 explosive Substances 0.000 description 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 230000007774 longterm Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000035699 permeability Effects 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B23/00—Filters for breathing-protection purposes
- A62B23/04—Filters for breathing-protection purposes for gasproof shelters
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H9/00—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
- E04H9/04—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
- E04H9/10—Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls
- E04H9/12—Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls entirely underneath the level of the ground, e.g. air-raid galleries
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)
Description
• · t ·· ·■ · I · i
JAN 1/88
Anmeldert Herr Manfred Janitüky, Königstraße 10, 4053 Jtfchen 5
Bezeichnung: Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftfilter für Schutzräume, insbesondere
ABC-Schutzräume, mit einem rohrförmigen, vorzugsweise zylindrischen
Mantel, der nach oben durch einen Deckel und nach unten durch eine Platte abgeschlossen ist und eine Sandfüllung aufnimmt.
Derartige Luftfilter sind bekannt, beispielsweise aus der DE-PS 31 44
141.6. Der Deckel und die Platte sind dicht mit dem Mantel verbunden,-wodurch
sichergestellt ist, daß einerseits keine ungefilterte oder verunreinigte Luft durch undichte Stellen angesaugt wird und andererseits
keine Flüssigkeit in den Filtersand gelangen kann. Ein Problem bei dem vorbekannten Luftfilter der eingangs genannten Art ist die
sichere Trennung zwischen der Sandfüllung und dem Bereich für gefilterte Luft, hier muß sichergestellt sein, daß die Filtersandfüllung austauschbar
ist, ohne die untere Trennschicht zu zerstören oder zu beeinträchtigen, andererseits muß die Trennschicht so geartet sein, daß ein
Eintrag von Filtersand in die gereinigte Luft nicht auftreten kann. Bei dem Luftfilter der eingangs genannten Art tritt dabei noch das Problem
auf, daß an der Grenzschicht zwischen der Innenwand des Mantels und der daran anliegenden Sandfüllung Luft entlangstreichen kann, bei der die
Gefahr besteht, daß sie nicht ausreichend gefiltert ist. Je nach Schüttung kann in diesem beschriebenen Randbereich der Strömungswiderstand
für die Luft deutlich geringer sein als durch das Volumen der Sandfüllung. Aufgrund des sichtförmigen Aufbaus des Luftfilters der
eingangs genannten Art sind derartige Fehlluftwege nicht immer auszuschalten.
Sie können aber im Ernstfall zu erheblichen Problemen führen, hängt doch von der Qualität der gefilterten Luft die Gesundheit dor im
Schutzraum befindlichen Personen ab. Da insbesondere bei atomaren Störfällen mit relativ längerer Verweildauer der geschützten Personen in
dem Schutzraum gerechnet werden muß, ist auch das Langzeitverhalten des
• · ♦ «
Filters von entscheidender Bedeutung.
Hier setzt nun die Erfindung ein. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht,
den Luftfilter der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, daß unter Verwendung möglichst handelsüblicher Bauteile für
die Trennung zwischen Filtersand und Austritt für die gefilterte Luft sichergestellt ist, daß randseitige Wege für die Luft so ausreichend
lang sind, daß sie praktisch keine Bedeutung für den Filterluftstrom haben.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Luftfilter der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß der Mantel in seinem untersten Bereich einen
Stützkörper umgreift, der sich auf der Platte abstützt und Durchgangsbohrungen aufweise, in die Filterkerzen eingesteckt sind und die zur
Platte hin durch eine Rinne unten verbunden sind, und daß in der Platte ein Rohrstutzen für den Durchlaß gereinigter Luft vorgesehen ist, der
unterhalb dieser Rinne mündet.
Im Gegensatz zu einer radialen Trennfläche zwischen Filtersand und dem
Austritt für gefilterte Luft schlägt die Erfindung vor, eine größere
zahl Fiiterkerzen in einem Stützkörper anzuordnen. Ais Fliterkerzen
werden vorzugsweise zylindrische Rohrmäntel mit Schlitzbruckenlochung
eingesetzt, derartige Rohrmäntel sind als Brunnenfilter im Handel. Wesentliches Kriterium für die Funktionstüchtigkeit eines Brunnenfilters
ist die sandfreie Wasserdurchlässigkeit. Erfindungsgemäß werden diese Filter nun nicht für die Wasserfiltsrong, sondern für die
Trennung zwischen Filtersand und Austritt für gefilterte Luft benutzt. Ein derartiger Einsatz ist für Bruruienfilterrohre bislang nicht vorgeschlagen
worden.
Die Filterkerzen aus Brunnenfilterrohren werden einfach in die Durchgangsbohrungen
des Stiitzkörpers eingesteckt. Nach oben werden sie verschlossen. Auf diese Weise ist es möglich, eine wesentliche höhere
Trennfläche zwischen Filtersand und dem Austritt für gereinigte Luft zu
schaffen, als dies nach dem Stand der Technik möglich war. Weiterhin
wird durch die Brunnenfilterrohre eine wesentlich zuverlässigere
Trennung zwischen Filtersand und Austritt für gefilterte Luft erzielt,
wobei durch den Einsatz auf dem Markt befindlicher Brunnenfilterrohre keine besonderen Teile für diesen Zweck angefertigt werden müssen und
die Gesamtkonstruktion des Luftfilters somit kostengünstig bleibt. Ein Austausch der Filterkerzen ist einfach möglich, da sie mit dem Stützkörper
nicht verbunden sind. Hierdurch wird auch ein Austausch der Sandfüllung des Luftfilters wesentlich gegenüber dem Stand der Technik
vereinfacht. Schließlich ist der randseitige Weg für Luft an der Grenze der Sandfüllung wesentlich langer als beim Stand der Technik, weil nun
auch eine Teilstrecke des Stützkörpers Bestandteil dieses Grenzflächenweges
ist.
Insgesamt ermöglicht die Erfindung also eine wesentliche Vereinfachung
des Aufbaus, der Reinigung und eine sicherere Funktion des Luftfilters.
In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung wird vorgeschlagen,
den lichten Abstand zwischen der Oberkante der Filterkerzen und der Unterfläche des Deckeis größer als einen Meter auszubilden. Die
Filterkerzen ragen von unten in den Filtersand hinein. Der effektive Filterweg durch die Sandfüllung entspricht daher nicht der Gesamthöhe
der Sandfü.1kung, sondern der Gesamthöhe der Sandfüiiung verringett um
einen Teil der Höhe der Filterkerzen. Um sicherzugehen, daß sich oberhalb des obersten Bereichs der Filterkerzen eine ausreichend dicke
Sandschicht befindet, die auch bei einer explosiven Druckwelle einen
ausreichenden Widerstand bietet, wird vorgeschlagen, diese Schicht jedenfalls größer als einen Meter zu machen, so daß die gesamte Füllhöhe
an Sand im Mantel deutlich größer ist als ein Meter.
Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Außenmantelfläche des
Rohrmantels der Filterkerzen mit einer luftdurchlässigen Schicht aus Kieselsteinen, die an ihren Berühungspunkten durch einen Kunststoff
miteinander verklebt sind, zu überziehen. Hierdurch wird die Trennung zwischen Sand und Austritt für gefilterte Luft weiter verbessert,
zugleich wird die Oberfläche, auf der die Trennung zwischen Filtersand
und dem Austritt für gereinigte luft stattfindet, vergrößert. Im Filtersand
enthaltener Staub wird besser zurückgehalten als ohne eine
derartige Schicht.
Weiterhin wird vorgeschlagen, daß der Rohrstutzen für die Ableitung
gereinigter Luft oberhalb der Oberseite der Platte endet und sich unter i'iiivi ein Wassersammelbereich befindet, und daß an der tiefsten Stelle
dieses Wassersammelbereichs ein die Platte durchsetzendes Ablaufrohr
mündet. Hierdurch wird vermieden, daß aus dem Filtersand stammende oder in den Filtersand hineingelangte, sich am Boden des Filters sammelnde
Feuchtigkeit in den Rohrstutzen gelangen kann. Das Ablaufrohr ist vorteilhafterweise mit einem Ventil normalerweise abgeschlossen und hat
eine Beobachtungsstrecke, an der abgelesen werden kann, wieviel Wasser sich bereits angesammelt hat.
In vorteilhafter Ausbildung haben Deckel und Platte jeweils eine Zentralbohrung
für die Aufnahme einer zentralen Spannschraube. Diese durchsetzt konzentrisch den gesamten Filter und ermöglicht eine einfache,
aber allseits dichte Verbindung zwischen dem Mantel, dem Deckel und der Platte.
Für Notfälle und um die ungefilterte Luft im Schutzraum analysieren zu
können, wird vorgeschlagen, daß eine den Stützkörper und die Platte durchlaufende Bypaßleitung vorgesehen ist, die oberhalb des Filter sandspiegels
und unterhalb des Deckels mündst.
Es ist vorteilhaft, Deckel, Platte und Mantel aus hochwertigem Beton zu
fertigen. Andere Werkstoffe, beispielsweise Stahl, sind möglich.
Das erfindungsgemäße Luftfilter eignet sich nicht nur für neue
Schutzräume, sondern auch zur Nachrüstung bereits vorhandener Schutzräume. Als (untere) Platte wird üblicherweise der obere Abschluß eirv
Schutzraums, also dessen Decke, genenmen. Für die Nachrüstung be^-mti
vorhandener Schutzräume kann es aber unter Umständen einfache!, sein,
den Filter nicht unmittelbar oberhalb des Schutzraumes, sondern seitlich des vorhandenen Schutzraumes anzuordnen. Der Luftfilter wird dann
nach unten durch eine Platte abgeschlossen; die ebenso wie der Deckel ausgebildet ist. Der Rohrstutzen der Platte ist über sine Rohrleitung
• S « Cl · &Iacgr;
mit dem Innenraum des Schutzraums verbunden. Diese Rohrleitung kann
eine größere Länge haben, die Anordnung eines nachgerösteten Luftfilters ist dadurch an die ortlichen Gegebenheiten eines schon vorhandenen
Schutzraums optimal anpaßbar.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung eines nicht einschränkend zu verstehenden Ausfuhrungsbeispiels der Erfindung, das
unter Bezugnahme auf die Zeichnung naher erläutert wird. In dieser
zeigen:
auf eine den oberen Abschluß eines Schutzraumes bildende Platte
aufgesetzt ist,
Fig. 2 eine Untersicht des Stützkörpers des Luftfilters nach Fig. 1 und
Fig. 3 eine perspektivische, teilweise schnittbildliche Ansicht des Luftfilters, das sich oberhalb eines Schutzraumes befindet.
Das Luftfilter ist für ABC-Schutzräume, also Schutzräume gegen atomare,
bakterielle oder chemische Waffen oder Katastrophen bestimmt. Es hat einen zylindrischen Mantel 20 in Form eines Betonrohrstücks, der nach
oben durch einen Deckel 22 gleichen Außendurchmessers abgeschlossen ist und unten dicht auf eine wesentlich größere Platte 24, die zugleich die
Decke eines unter dem Luftfilter befindlichen Schutzraumes bildet,
aufgesetzt ist. Für eine Nachrüstung eines bereits vorhandenen Schutzraumes mit einem erfindungsgemäßen Luftfilter wird es nicht iitmer
möglich sein, die Decke des vorhandenen Schutzraumes als unteren Abschluß des Luftfilters einzusetzen. Als Platte 24 wird dann ein Teil
ähnlich dem Deckel 22 benutzt.
Mantel 20, Deckel 22 und Platte 24 sind durch (hier nicht näher dargestellte) Dichtungen, die ringförmig umlaufen, miteinander dicht verbunden. Ihr Zusammenhalt wird durch eine zentrale Spannschraube erreicht, die abgedichtet eine zentrieche Bohrung Im Deckel 22 und eine
entsprechende Bohrung in dor Platte 24 durchgreift. Das so ausgebildete, einzige Befestigungsmittel der Teile 20 bis 24 ermöglicht bei
··■ it·· · ·
■ ■ ■ t » ··· ··
Schockwellen eine Bewegung dieser Teile gegeneinander und eine elastische Rückstellung.
Der Innenraum des Mantels 20 ist mit einer Füllung 28 aus Filtersand
angefüllt, die bis zu einem Sandspiegel 30, der sich einige Zentimeter
unterhalb des Deckels 22 befindet, reicht- Die Füllung 28 ruht nach unten gesehen auf einem kreisscheibenförmigen Stützkörper 32, der sich
innerhalb des untersten Bereichs des Mantels 20 befindet und ebenfalls
von der Spannschraube 26 zentrisch durchgriffen wird. Er ist jedoch bis auf die radiale Fixierung aufgrund der Spannschraube 26 nicht weiter
festgelegt, er wird durch das Gewicht der Füllung 28 auf die Platte 24 gepreßt. Eine Abdichtung des Stutzkörpers 32 ist nicht notwendig, da er
sich innerhalb des abgedichteten Innenraumes des Filters befindet.
Die Oberseite des Stützkörpers 32 ist eben, der Stützkörper hat insgesamt zwölf gleichwinklig verteilte Durchgangsbohrungen 34, in jede
dieser Bohrungen ist eine Filterkerze 36 eingesteckt. Die Unterseite des Stützkörpers 32 (siehe Figur 2) weist eine relativ breite, ringförmig umlaufende Rinne 38 auf, die sich im Bereich der unteren Austrittsbereiche der Durchgangsbohrungen 34 befindet und diese untereinander
verbindet. Sie bildet den Sanmelraum für den Austritt gefilterter Luft.
Außerhalb dieser Rinne 38 hat der Stützkörper einen ringförmig umlaufenden Auflagebereich 40 und innerhalb der Rinne 38 einen Abstützbereich 42. Mit beiden Bereichen 40, 42 liegt der Stützkörper 32 auf der
Oberseite der Platte 24 auf.
Mantel 20, Deckel 22, Platte 24 und Stützkörper 32 sind aus einem
hochwertigen Beton hergestellt. Eine Fertigung aus anderen Materialien, beispielsweise einem Met-all, ist möglich.
Die Filterkerzen 36 sind Teilstücke handelsüblicher Brunnenfilterrohre
mit Schlitzbrückenlochung. Sie bestehen jeweils aus einem zylindrischen, die Lochung aufweisenden Rohrmantel, eine auf dessen Außenfläche
aufgebrachte Kieselschicht aus untereinander an ihren Berührungestellen
durch ein Harz verbundenen Kieselstein einer Körnung von beispielsweise zwei bis vier Millimetern und einem oberen Deckel 48, der den Rohrman-
tel 44 nach oben abschließt und ein Eindringen von Filtersand in axialer
Richtung vermeidet. Die Durchgangsbohrungen 34 sind so weit entfernt von der Innenwand des Mantels 20 angeordnet, daß zwischen der
Außenseite der Kieselschicht 46 und der Innenwand des Mantels 20 im engsten Bereich immer noch eine Sandschicht mit mehreren Zentimetern
Dicke verbleibt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Teilkreis,
auf dem sich elf der zwölf Durchgangsbohrungen 34 befinden, etwa um das Maß des Außendurchmessers der Filterkerzen 36 von der Innenwand des
Mantels 20 entfernt. Die Deckel 48 sind einfache, tellerförmige Kunststoffteile, die nach unten einen kleinen, zylindrischen Ansatz
haben, mit dem sie den Innenraum des Rohrmantels 44 ausfüllen. Ein
ungeschlitzter Teil des Rohrmantels ragt in die Durchgangsbohrung 34,
deren Innendurchmesser so bemessen ist, daß die Filterkerze 36 locker passend in die Bohrung 34 eingesteckt werden kann.
Un Bereich der Rir-je 38 durchsetzt den Stützkörper 32 ein Bypaßrohr
50,. das mit einen crJeichachsigen Rohrstutzen, der die Platte 24
durchsetzt, dicht verbunden ist. Die Bypaßleitung 50 endet oberhalb
des Sandspiegels 30 und unterhalb des Deckels 22. Sie ist im Inneren des Schutzraumes 52, hier jedoch nicht gezeigt, mit entsprechenden
Armaturen verbunden, die beispielsweise die Analyse der ungefilterten
Luft unterhalb des Deckels 22 eunöglichen oder eine Notluftversorgung
bei verstopfter oder verunreinigter Sandfüllung ermöglichen.
An der Stelle der Bypaßleitung 50 würde sich normalerweise eine
Durchgangsbohrung 34 befinden, dort ist aber die zwölfte Durchgangsbohrung 34 nach innen hin versetzt, sie befindet sich etwa mittig zwischen
der Spannschraube 26 und dem Bypaßrohr 50. Figur 1 zeigt rechts diese zwölfte Filterkerze.
Unterhalb der Rinne 38 befindet sich in der Platte 24 ein Rohrstutzen
54 für den Durchlaß gereinigter Luft. Er endet oberhalb der Oberfläche
der Platte 24, Feuchtigkeit, die sich in der Rinne 38 und auf der
Platte 24 ansammelt, kann dadurch nicht in den Rohrstutzen 54 hineinlaufen
und nachfolgende Feinfilter bzw. die anschließenden Rohrleitungen beeinträchtigen. Derartiges Wasser wird durch ein Ablaufrohr 56
abgeführt, das unmittelbar bündig mit der Oberflache der Platte 24
mündet und nach unten durch ein Ventil (nicht dargestellt) normalerweise abgeschlossen ist. Eine ebenfalls nicht dargestellte Einrichtung
zur Überwachung des Wasserspiegels oberhalb der Platte 24 ist vorgesehen, damit automatisch oder rechtzeitig nach Warnsignal angesammeltes
Wasser abgeführt werden kann, bevor es den Spiegel des Einlaufs des Kohrstutzens 54 erreicht hat.
Im Deckel 22 ist ein Rohrsystem 58, hier in Form eines T-böicks mit
zwei seitlichen Stutzer«, für den Einlaß zu reinigender Luft vorgesehen.
Dieses System ermöglicht einen axialen und/oder radialen Einlaß zu reinigender Luft. Wie Figur 3 zeigt, wird das erfindungsgemäße Luftfilter
mit der Oberflache des Deckels 22 bündig in das Erdniveau 62 eingebaut.
Rings um den Deckel 22 befindet sich eine Kiesschüfctung 64. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel werden die axialen Einlasse des Rohrsystems 58 verschlossen, der Einlaß zu filternder Luft erfolgt lediglich
radial und durch die Kiesschüttung 64 hindurch. Diese ist so ausreichend weit nach unten gezogen, daß Regen- oder Sickerwasser nicht in
die Höhe der radialen Einlasse des Rohrsystems 58 kommen kann.
Figur 3 zeigt, daß als Platte 24 für den unteren Aba;hluß des Luftfilters
die scheibenförmige, obere Decke des unter dem Filter befindlichen Schutzraumes 52 benutzt wird. Diese ist durch einen seitlichen Tunnel
66 mit Schutztür 08 und durch einen weiteren, hier nicht gezeigten
Haupteinstieg erreichbar.
Claims (10)
1. Luftfilter für Schutzräume, insbesondere ABC-Schutzraume (52), mit
einem rohrförmigen, vorzugsweise zylindrischen Mantel (20), der nach oben durch eii?sn Deckel (22) und unten durch eine Platte (24)
luftdicht abgeschlossen ist und eine Sandfüllung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (20) in
seinem untersten Bereich einen Stutzkörper (32) umgreift, der sich
aaf der Platte (24) abstützt und Durchgangsbohrungen (34) aufweist,
in die Filterte vzen (36) eingesteckt sind und die zur Platte (24)
hin durch eine Rinne (38) unten verbunden sind, und daß in der Platte (24) ein Rohrstutzen (54) für den Durchlaß gereinigter Luft
vorgesehen ist, der unterhalb der Rinne (38) mündet.
2. Luftfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterkerzen
(36) einen zylindrischen Rohrmantel (44) mit Schlitzbrückenlochung aufweisen und nach oben durch einen Deckel (48) verschlossen
sind.
3. Luftfilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
lichte Abstand zwischen der Oberkante der Filterkerzen (36) und dem Sandspiegel (30) unterhalb des Deckels (22) größer als ein Meter
ist.
4. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchgangsbohrungen (34) dem Außendurchmesser schiitzbrückenfreier Steckbereiche der Filterkerzen (36) angepaßt sind.
5. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenfläche des Rohrmantels (44) der Filterkerzen (36) mit
einer luftdurchlässigen Schicht aus Kieselsteinen, die an den Berührungspunkten miteinander verklebt sind, überzogen ist.
6. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rohrstutzen (54) oberhalb der Oberseite der Platte (24) endet und sich unter ihm ein Wassersamnelbereich befindet, und daß
an der tiefsten Stelle dieses Wassersnmmelbereichs ein die Platte
(24) durchsetzendes Ablaufrohr (56) mündet.
7. Luftfilter nach einen der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß Deckel (22) und Platte (24) eine Zentralbohrung für die Aufnahme einer zentralen Spannschraube (26) haben.
8. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine den Stützkörper (32) und die Platte (24) durchlaufende Bypaßleitung (50) vorgesehen ist, die oberhalb des Sandspiegels
(30) und unterhalb des Deckels (22) mündet.
9. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß Deckel (22), Platte (24), Maatel (20) und Stützkörper (32j aus
hochwertigem, bewehrtem Beton gefertigt sind.
10. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Außendurchmesser des Stützkörpers (32) dem Innendurchmesser des Motels (20) angepaßt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8809939U DE8809939U1 (de) | 1988-08-04 | 1988-08-04 | Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung |
| PCT/DE1989/000512 WO1990001354A1 (de) | 1988-08-04 | 1989-08-03 | Luftfilter für abc-schutzräume mit sandfüllung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8809939U DE8809939U1 (de) | 1988-08-04 | 1988-08-04 | Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8809939U1 true DE8809939U1 (de) | 1988-10-13 |
Family
ID=6826626
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8809939U Expired DE8809939U1 (de) | 1988-08-04 | 1988-08-04 | Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8809939U1 (de) |
| WO (1) | WO1990001354A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3104599A1 (de) * | 1981-02-10 | 1982-08-26 | Manfred 6603 Sulzbach Scherwarth | Luftschutzraum mit sandfilter |
| DE3144141C2 (de) * | 1981-11-06 | 1986-01-09 | Manfred 4053 Jüchen Janitzky | Unterirdische Schutzbunkeranlage mit mehreren Schutzzellen |
-
1988
- 1988-08-04 DE DE8809939U patent/DE8809939U1/de not_active Expired
-
1989
- 1989-08-03 WO PCT/DE1989/000512 patent/WO1990001354A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO1990001354A1 (de) | 1990-02-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69916809T2 (de) | Konisch geformter luft/öl-trenner | |
| DE2817570C3 (de) | Filter für die Wasserreinigung von Schwimmbädern | |
| WO2004091751A2 (de) | Mehrfunktionsfilter | |
| DE2125117C3 (de) | ||
| EP0673601B1 (de) | Filter für Aquarien | |
| DE7922458U1 (de) | Filtereinheit | |
| EP0520306A2 (de) | Mehrstrahl-Wasserzähler | |
| DE10201347B4 (de) | Einlaufvorrichtung für die Abführung von Regenwasser von einem Dach | |
| EP0128917A1 (de) | Rohrtrenner mit schutz gegen verunreinigung | |
| DE102005036580C5 (de) | Geruchverschluß mit Wechselpatrone | |
| DE8809939U1 (de) | Luftfilter für ABC-Schutzräume mit Sandfüllung | |
| DE3242004C2 (de) | Wasserabscheider | |
| DE19724783C2 (de) | Vorrichtung zum Geruchsverschluß und zur Belüftung von Kanalschächten in Abwasseranlagen | |
| DE102013206402A1 (de) | Entwässerungsstopfen für einen Schienenfahrzeugboden | |
| DE3904701A1 (de) | Filterelement fuer fluessigkeiten und gase | |
| DE10310420C5 (de) | Wassersammelvorrichtung | |
| DE102009048037A1 (de) | Filtereinrichtung für Dachentwässerungssysteme | |
| DE102009009707B4 (de) | Entwässerungsvorrichtung | |
| EP1013844B1 (de) | Wasserablauf | |
| DE29815686U1 (de) | Schluckbrunnen | |
| DE19953740B4 (de) | Grabkammer | |
| EP1616612B1 (de) | Ölfilteranordnung und Mittelrohr | |
| DE19546102C2 (de) | Anordnung zur Verhinderung des Eindringens von Ungeziefer aus einem Fallrohr in Toilettenbecken | |
| DE7006262U (de) | Wegwerffilter fuer fluessigkeiten. | |
| DE102006038664B4 (de) | Schacht-Unterteil |