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Vorliegende Erfindung betrifft eine Entwässerungsvorrichtung eines Lichtschachtes, umfassend ein Entwässerungselement, das unter Bildung eines Ablaufkanals zwischen einem Innenraum und einer Außenseite des Lichtschachtes an diesem anordbar ist, sowie ein Lichtschacht, der eine solche Entwässerungsvorrichtung aufweist.
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Solche Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik, z. B. aus der
DE 102 01 345 A1 , bekannt. Lichtschächte werden üblicherweise vor Baukörperwandungen und insbesondere vor Fensteröffnungen oder dergleichen Öffnungen im Boden verbaut und erlauben Lichteinfall in unterhalb des Bodenniveaus gelegene Räume. Aufgrund ihrer Öffnung nach oben sind diese Lichtschächte jedoch auch anfallendem Wasser und insbesondere Niederschlagswasser ausgesetzt, das in den Innenraum des Lichtschachtes eindringt. Dieses Wasser wird üblicherweise über Entwässerungselemente abgeleitet, die am Lichtschacht und insbesondere im Bodenbereich bzw. dem am tiefsten gelegenen Bereich des Lichtschachtes angeordnet sind. Dazu bildet das Entwässerungselement einen Ablaufkanal zwischen dem Innenraum und der Außenseite des Lichtschachtes, so dass über diesen Ablaufkanal das Wasser aus dem Innenraum ableitbar ist.
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Je nach Einbausituation werden diese Entwässerungselemente mit einer Gebäudedränage, einer Kanalisationsleitung etc. verbunden. Dies ist dann nötig, wenn das Gebäude außenseitig drückendem Wasser ausgesetzt ist, d. h. also u. a. einem Grundwasserniveau, das oberhalb der durch den Lichtschacht abgeschotteten Baukörperöffnung, beispielsweise einem Fenster liegt. Der Anschluss an die Kanalisation verhindert, dass dieses drückende Wasser über das Entwässerungselement in den Innenraum des Lichtschachtes eindringt. Liegt dagegen das Grundwasserniveau deutlich unter der Baukörperöffnung, kann bisweilen der Ablaufkanal auch ohne weiterführenden Anschluss einfach im angrenzenden Boden enden.
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Insofern stellen also die verschiedenen am Baukörper und auf den Lichtschacht wirkenden Lastzustände unterschiedliche Anforderungen an das zur Entwässerung verwendete Entwässerungselement.
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Vorliegender Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Entwässern eines Lichtschachtes der vorgenannten Art derart anzubieten, dass eine vielseitige und kostengünstige Verwendbarkeit und Adaptierbarkeit in Bezug auf die unterschiedlich herrschenden Lastzustände und Umgebungsbedingungen am Lichtschacht möglich ist.
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Diese Aufgabe wird durch eine Entwässerungsvorrichtung eines Lichtschachts gemäß Patentanspruch 1 und durch einen Lichtschacht gemäß Patentanspruch 15 gelöst.
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Insbesondere wird diese Aufgabe also durch eine Entwässerungsvorrichtung eines Lichtschachtes, umfassend ein Entwässerungselement, das unter Bildung eines Ablaufkanals zwischen einem Innenraum und einer Außenseite des Lichtschachtes an diesem anordbar ist, dadurch gelöst, dass das Entwässerungselement einen Ablaufkörper aufweist, der wenigstens teilweise den Ablaufkanal bildet und der insbesondere lichtschachtaußenseitig fluiddicht am Lichtschacht anordbar und über ein Befestigungsmittel am Lichtschacht befestigbar ist, wobei das Befestigungsmittel und/oder der Ablaufkörper ein Laubfanglager, ein Geruchsverschlusslager und ein Rückstauverschlusslager aufweisen. Weiterhin ist das Entwässerungselement derart als Baukastensystem ausgebildet, dass es vom Innenraum des Lichtschachtes aus wahlweise oder kumulativ das Einsetzen eines Laubfanges, eines Geruchsverschlusses und eines Rückstauverschlusses vor und/oder in den Ablaufkanal erlaubt.
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Ein wesentlicher Punkt der Erfindung ist dabei, dass das Entwässerungselement so ausgebildet ist, dass es durch den Einsatz der zuvor genannten unterschiedlichen Sicherungs- und Verschlusselemente leicht an unterschiedliche Lastfälle, wie Laubanfall, drückendes Wasser, Anschluss an eine Kanalisation, Lage der Kanalisation und dadurch bedingte Rückstaugefahr usw. anpassbar ist. Das Einsetzen der zuvor genannten Sicherungs- und Verschlusselemente vom Innenraum des Lichtschachtes aus erlaubt dabei die einfache Spezifizierung eines Standardentwässerungselementes nach dem Einbau des Lichtschachtes. Grundsätzlich kann dabei für alle Lastfälle ein und dasselbe Entwässerungselement verwendet werden.
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Obige Lager erlauben das Einsetzen des Laubfangs, des Geruchsverschlusses bzw. des Rückstauverschlusses, wenn dies nötig ist. Insofern bildet also der Ablaufkörper des Entwässerungselementes vorzugsweise einen lichtschachtaußenseitig gelegenen Lagerbereich für einen Geruchsverschluss und/oder einen Rückstauverschluss. Das oberhalb am Lichtschacht angeordnete Befestigungsmittel, das mit dem Ablaufkörper in Arretierungseingriff bringbar ist und so den Ablaufkörper am Lichtschacht befestigt, weist dagegen das Laubfanglager und/oder ein Geruchsverschlusslager auf. Aufgrund dieser räumlichen Trennung können so alle drei Sicherungs- und Verschlusselemente im Entwässerungselement positioniert werden, ohne dass Änderungen am Entwässerungselement selber nötig sind. Natürlich ist es aber auch möglich, lediglich ein oder zwei der obigen Elemente im Entwässerungselement anzuordnen. Je nach Bedarf kann hier am Befestigungsmittel der Laubfang angeordnet und am Ablaufkörper ein Geruchsverschluss eingesetzt werden. Ist zusätzlich ein Rückstauverschluss nötig, kann der Geruchsverschluss, ebenfalls am Befestigungsmittel und der Rückstauverschluss am Ablaufkörper angeordnet werden, oder umgekehrt.
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Grundsätzlich sind dabei die Geometrien des Geruchsverschlusses und des Rückstauverschlusses derart ausgebildet, dass sie das gleichzeitige und/oder das eigenständige Einsetzen in das Entwässerungselement erlauben. Dabei sei erwähnt, dass es natürlich auch möglich ist die obigen Sicherungs- und Abdichtelemente als Kombielemente auszuführen. So ist beispielsweise eine Klenk'sche Klappe als Rückstauverschluss verwendbar, die dann sowohl als Rückstau- als auch als Geruchsverschluss dient.
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Vorzugsweise weist das Befestigungsmittel folgendes auf: einen Schraub- oder dergleichen Arretierungsstutzen, der vom Innenraum des Lichtschachtes aus in den lichtschachtaußenseitig angeordneten Ablaufkörper einschraubbar oder dergleichen arretierbar ist, und einen Gegenflansch, der im arretierten Zustand lichtschachtinnenseitig am Lichtschacht ansteht. Diese ”Muffenverbindung” erlaubt das Festlegen des Ablaufkörpers am Lichtschacht und zwar lichtschachtaußenseitig, wobei das Befestigungsmittel mit seinem Gegenflansch lichtschachtinnenseitig ein Herausziehen des Ablaufkörpers nach außen verhindert.
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Vorzugsweise kann bei einer solchen Konstruktion zwischen dem Befestigungsmittel und dem Ablaufkörper ein Dichtmittel, beispielsweise ein O-Ring, eingesetzt werden, der den fluiddichten Anschluss des Ablaufkörpers am Lichtschacht ermöglicht.
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Vorzugsweise weisen das Befestigungsmittel und/oder der Ablaufkörper als Laubfanglager eine Mehrzahl voneinander beabstandeter und radial um den Ablaufkanal und insbesondere um den Arretierungsstutzen herum angeordneter Arretierungsfortsätze auf, die mit komplementären Fortsatzaufnahmen am Laubfang in Arretierungseingriff bringbar sind. Die Ausrüstung mit einer Mehrzahl voneinander beabstandeter und radial um den Arretierungsstutzen bzw. Ablaufkörper herum angeordneter Arretierungsfortsätze umfasst die Ausbildung von Rast- oder Schnapparretierungen, wobei die Arretierungsfortsätze als Schnapp- oder Rastnasen ausgebildet sind. Der Laubfang kann einfach mit seinem komplementären Fortsatzaufnahmen in diese Arretierungsfortsätze eingeschnappt oder -gerastet werden. Natürlich können die Arretierungsfortsätze und die komplementären Fortsatzaufnahmen auch in Form eines Bajonettverschlusses oder eines dergleichen Verschlusses ausgebildet werden. Grundsätzlich ist es anstelle einer solchen Konstruktion natürlich auch möglich, das Befestigungsmittel mit einem um den Ablaufkanal umlaufenden Gewinde oder dergleichen Element zu versehen, auf den dann der Laubfang aufgeschraubt oder dergleichen arretierbar ist.
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Vorzugsweise sind die Arretierungsfortsätze als Rückhaltefortsätze derart ausgebildet, dass sie lichtschachtinnenseitig aus der Lichtschachtwandung hervorstehen und das Eindringen von Kleinteilen, wie beispielsweise einer Lichtschachtschüttung, in den Arretierungsstutzen bzw. den Ablaufkanal verhindern. Solche Lichtschachtschüttungen sind beispielsweise Steinschüttungen, die im Bodenbereich des Lichtschachtes eingebracht sind und das Versickern aber auch das spritzfreie Eindringen von Niederschlagswasser in den Lichtschacht garantieren. Die als Rückhaltefortsätze ausgebildeten Arretierungsfortsätze können so, wenn beispielsweise kein Laubfang verwendet werdet wird, das Eindringen dieser Lichtschachtschüttungen oder dergleichen Kleinteile in den Ablaufkanal und insbesondere einer daran anschließenden Ableitung zu einer Kanalisation verhindern.
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Vorzugsweise weisen der Arretierungsstutzen des Befestigungsmittels oder der Ablaufkörper als Geruchsverschlusslager einen sich in Entwässerungsrichtung insbesondere konisch verjüngenden Wandungsbereich auf, auf den der Geruchsverschluss mit einem komplementären Lagerflansch, insbesondere fluiddicht aufsetzbar ist. Ein solcher sich verjüngender Wandungsbereich kann beispielsweise aus einzelnen Wandungsbereichen bestehen, die aus dem Arretierungsstutzen oder dem Ablaufkörper in Form von Lagerbereichen hervorspringen. Es ist jedoch auch möglich, den gesamten Querschnitt des Arretierungsstutzens bzw. des Ablaufkorpers in einem bestimmten Bereich als sich verjüngend auszubilden, so dass im großen und ganzen ein Trichterelement entsteht, auf das der Geruchsverschluss mit seinem komplementären Lagerflansch, insbesondere fluiddicht aufsetzbar ist.
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Die sich verjüngende Ausbildung garantiert eine optimale Lagerung und insbesondere Zentrierung des Geruchsverschlusses in seinem Geruchsverschlusslager. Durch die Ausbildung entsprechender Dichtmittel zwischen Lagerflansch und Geruchsverschlusslager ist darüber hinaus die fluiddichte Anbindung möglich. Zudem können hier zusätzlich entsprechende Befestigungsmittel verwendet werden, um den Geruchsverschluss sicher in seiner Lagerung zu halten.
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Vorzugsweise weist der Ablaufkörper als Rückstauverschlusslager einen sich in Entwässerungsrichtung insbesondere konisch verjüngenden Wandungs- und insbesondere Querschnittsbereich auf, auf den der Rückstauverschluss mit einem komplementären Lagerflansch, insbesondere fluiddicht aufsetzbar ist. Hier gelten dieselben Ausführungsmöglichkeiten wie zuvor. Der sich hier konisch verjüngende Querschnittsbereich garantiert eine optimale Dichtwirkung zwischen Lagerflansch des Rückstauverschlusses und Rückstauverschlusslager, da der Rückstauverschluss optimal zentriert und entweder durch sein Eigengewicht oder, wie im Folgenden noch detailliert beschrieben, durch zusätzliche Befestigungsmittel gegen den sich verjüngenden Querschnittsbereich angepresst werden kann. Auch hier können wieder entsprechende Dichtmittel zwischen Lagerflansch und sich verjüngendem Querschnittsbereich oder angrenzenden Bereichen eingesetzt werden.
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Vorzugsweise weist der Ablaufkörper als Rückstauverschlusslager in seiner Körperwandung ein Gewinde- oder dergleichen Arretierungselement auf, über das der Rückstauverschluss mit einem komplementären Gegengewinde oder dergleichen Gegenarretierungselement im Ablaufkörper festlegbar ist. Gerade bei einem Rückstauverschluss, bei dem sowohl Lastangriff von oben als auch von unten zu erwarten ist, garantiert eine solche Arretierungseinrichtung die sichere Funktion sowohl im Entwässerungs- als auch im Rückstau- bzw. Abdichtzustand. Neben einer Gewindearretierung kann natürlich auch eine Steckarretierung, eine Rastarretierung, ein Bajonettverschluss etc. ausgebildet werden.
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Das Gewinde- oder dergleichen Arretierungselement kann beispielsweise oberhalb oder unterhalb des sich konisch verjüngenden Querschnittsbereiches angeordnet werden. Bei einer Anordnung unterhalb kann die Wandung des Ablaufkörpers mit ihrem in diesem Bereich geringeren Querschnitt als Futter für die Ausbildung des Gewinde- oder dergleichen Arretierungselementes dienen.
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Vorzugsweise ist das zuvor genannte Arretierungselement körperinnenseitig ringförmig in der Körperwandung ausgebildet. Es bildet also beispielsweise bei der Ausführung als Gewindeelement einen ringförmigen Gewindebereich in den der Geruchsverschluss eingeschraubt werden kann. Dazu weisen das Geruchsverschlusslager und der entsprechend einschraubbare Geruchsverschluss im Querschnitt eine Kreisform auf. Grundsätzlich erlaubt das umlaufende Arretierungselement ein einfaches Einsetzen bei verbesserter Dichtwirkung zwischen Ablaufkörper und Geruchsverschluss.
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Vorzugsweise weist der Rückstauverschluss ein Trägerelement auf, über das er in den Ablaufkanal des Ablaufkörpers einsetzbar ist, wobei das Trägerelement wenigstens einen Fluiddurchlass derart aufweist, dass eine Fluidverbindung durch den Ablaufkanal zwischen dem Innenraum und der Außenseite des Lichtschachtes besteht, und wobei am Trägerelement ein Rückstauverschlusselement derart angeordnet ist, dass es in einem Rückstauzustand oder Abdichtzustand den Fluiddurchlass verschließt und in einem Entwässerungszustand öffnet. Dieses Trägerelement weist vorzugsweise die Querschnittsform des Ablaufkörpers im Bereich des Rückstauverschlusslagers auf, wobei das Trägerelement einen möglichst durchgehenden Außenrand aufweist, um eine sichere und insbesondere fluiddichte Arretierung im Ablaufkörper zu ermöglichen. Vorzugsweise sind insbesondere an der Unterseite des Trägerelementes entsprechende Dichtsitze, insbesondere mit einer oder mehreren Dichtebenen, angeordnet, an denen ein entsprechendes Dichtelement, beispielsweise ein Schwimmerelement, im Rückstau- oder Abdichtzustand dichtend ansteht, um eine zuverlässige Abdichtung zu garantieren.
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Des Weiteren weist das Trägerelement vorzugsweise oberhalb des Dichtbereichs eine Tropfkante auf. Diese Tropfkante dient u. a. dazu, verschmutztes Wasser weitestgehend vom Dichtungsbereich fern zu halten. Des Weiteren liegt dessen Funktion darin, im Rückstauzustand einen mechanischen Anschlag für das Schwimmerelement zu bilden, um u. a. die Dichtebenen vor mechanischer Überbelastung zu schützen und/oder ein Verklemmen des Schwimmerelementes in den Dichtebenen zu verhindern.
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Vorzugsweise ist das Trägerelement als ein kreisförmiges Flächenelement oder dergleichen Flächenelement mit einer Flächenform komplementär zur Querschnittsform des Ablaufkörpers ausgebildet, wobei es an seiner Außenkante das Gegenarretierungselement und/oder den Lagerflansch aufweist. Insofern kann also, beispielsweise bei einer kreisförmigen Ausbildung des Trägerelementes und einem im Querschnitt kreisförmigen Ablaufkörper bzw. im Querschnitt kreisförmigen Rückstauverschlusslager im Ablaufkörper, der Rückstauverschluss sehr einfach und fluiddicht in den Ablaufkörper bzw. das Rückstauverschlusslager eingesetzt und, insbesondere bei entsprechender Ausbildung der Arretierungselemente bzw. Gegenarretierungselemente, eingeschraubt werden.
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Vorzugsweise weist das Trägerelement eine Adapteraufnahme auf, an der ein Adapterelement insbesondere lösbar anordbar ist, wobei dieses Adapterelement zur Aufnahme des Rückstauverschlusselementes ausgebildet ist oder das Rückstauverschlusselement aufweist. Auf diese Weise können unterschiedliche Rückstauverschlusselemente, wie sie im Folgenden noch detailliert beschrieben werden, am Trägerelement angeordnet werden, ohne dass dieses Bauteil verändert werden muss. Eine solche Adapterausführung ist prinzipiell auch bei einem Geruchsverschluss anwendbar.
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Vorzugsweise weist das Rückstauverschlusselement einen Schwimmerverschluss auf, mit einem Führungskäfig, der insbesondere wenigstens teilweise lösbar am Trägerelement oder am Adapterelement anordbar ist und ein Schwimmerelement derart umschließt, dass dieses zwischen einer unteren Entwässerungsposition und einer oberen Rückstauposition bewegbar ist, wobei der Führungskäfig wenigstens ein flexibles Käfigband umfasst, das taschenförmig das Schwimmerelement wenigstens teilweise umschließend mit seinen freien Enden am Trägerelement oder am Adapterelement anordbar ist. Das Schwimmerelement dichtet dabei im Rückstauzustand bzw. in der Rückstaupositon den oben erwähnten Fluiddurchlass ab, so dass kein rückstauendes Wasser in den Innenraum des Lichtschachtes eindringen kann. Die Ausbildung des Führungskäfigs mit flexiblen Käfigbändern erlaubt das einfache Einsetzen des Schwimmerelementes innerhalb des Käfigbandes und darüber hinaus das einfache Entfernen zu Reinigungs- oder dergleichen Zwecken. Darüber hinaus stellt eine solche Lösung eine sehr kostengünstige und bedienerfreundliche, da flexible Ausführung eines Führungskäfigs dar.
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Vorzugsweise weist der Führungskäfig wenigstens zwei Käfigbänder auf, wobei sich diese Käfigbänder an wenigstens einem unteren Kreuzungspunkt überlappend kreuzen. Auf diese Weise können die Führungsbander sehr schmal ausgebildet werden, so dass sie einen sehr geringen Strömungswiderstand und insbesondere eine geringe Angriffsfläche für Verunreinigungen aufweisen. Die Fuhrungsbänder sind dabei vorzugsweise lösbar am Adapterelement oder am Trägerelement angeordnet, wobei hier aus dem Stand der Technik bekannte Rast-, Schnapp- oder dergleichen Arretierungen verwendet werden können.
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Vorzugsweise weist das Rückstauverschlusselement eine Klenk'sche Klappe auf, die bei anfallendem Niederschlagswasser von der Abdicht- bzw. Rückstauposition in die Entwässerungsposition umschwingt. Eine solche Klenk'sche Klappe wird meist durch eine Auffang-Schalenklappe gebildet, die schwenkbar am Rückstauverschlusselement montiert ist und dichtend gegen einen meist horizontalen Dichtsitz ansteht. Die Auffang-Schalenklappe wird in Schließrichtung über einen Hebelarm durch ein Gewicht belastet, der sie gegen den Dichtsitz in die Dichtstellung drängt. Fängt sie ein vorbestimmtes Füllvolumen auf, öffnet sich die Auffang-Schalenklappe und gibt das aufgefangene Füllvolumen frei bis das Gewicht am Hebelarm sie wieder in die Schließstellung drängt. Wie bereits oben erwähnt, fungiert die Klenk'sche Klappe sowohl als Rückstauverschluss als auch als Geruchsverschluss.
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Auch umfasst die vorliegende Erfindung einen Lichtschacht zum Einbau in einen Boden an einer Baukörperwandung und insbesondere vor einer Wandöffnung, beispielsweise einer Fensteröffnung, mit einer Entwässerungsvorrichtung des Lichtschachtes gemäß der vorgenannten Art. Für einen solchen Lichtschacht gelten sämtliche zuvor beschriebenen Ausführungsformen und Vorteile identisch.
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Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die durch die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
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1: eine schematische Darstellung eines Lichtschachtes mit einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Entwässerung;
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2: eine isometrische Darstellung der Ausführungsform aus 1;
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3: einen isometrischen Querschnitt durch die Ausführungsform aus 1;
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4–8: Schnitte durch die Ausführungsform aus 1 in unterschiedlichen Ausrüstzuständen;
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9: eine Seitenansicht der Ausführungsform aus 6;
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10: einen Querschnitt durch die Ausführungsform aus 6;
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11: einen Detailschnitt gemäß der Schnittführung aus 10;
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12: eine isometrische Explosionsdarstellung der Ausführungsform aus 6;
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13 u. 14: isometrische Darstellungen eines Rückstauverschlusses der Ausführungsform aus 6;
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15: einen Detailschnitt des Rückstauverschlusses aus 6;
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16: einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform des Entwässerungselementes mit einer weiteren Ausführungsform des Rückstauverschlusses;
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17: eine Seitenansicht des Rückstauverschlusses aus 16; und
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18 einen Detailschnitt des Rückstauverschlusses nach 15 im Bereich der Dichtebene.
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Im Folgenden werden für gleiche und gleichwirkende Bauteile dieselben Bezugsziffern verwendet, wobei bisweilen zur Unterscheidung Hochindizes ihre Anwendung finden.
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1 zeigt eine schematische Darstellung eines in einem Boden 70 an einer Baukörperwandung 72 verbauten Lichtschachtes 1. Der Lichtschacht 1 ist dabei so vor einer Fensteröffnung 74 an der Baukörperwandung 72 montiert, dass er zwischen dem Lichtschacht 1 und der Baukörperwandung 72 einen Innenraum 3 gegenüber dem Boden 70 abgrenzt. Über diesen Innenraum 3 kann durch einen Rost 78 Licht durch die Fensteröffnung 74 in den Baukörperinnenraum fallen.
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Um Niederschlagswasser abzuleiten, das über den Rost 78 in den Innenraum 3 des Lichtschachtes 1 dringt, weist der Lichtschacht 1 hier an seinem Lichtschachtboden 9 eine Vorrichtung zur Entwässerung auf, die zwischen dem Innenraum 3 und der Außenseite 5 einen Ablaufkanal 4 zur Verfügung stellt, über den das Wasser ablaufen kann.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst dabei ein Entwässerungselement 2, das den Lichtschacht 1 von der Außenseite 5 zum Innenraum 3 durchdringt. Das Entwässerungselement 2 ragt dabei mit einem Laubfang 6 aus dem Lichtschachtboden 9 und insbesondere einer Lichtschachtschüttung 68 heraus, so dass anfallendes Wasser in den Ablaufkanal 4 eindringen und nach außen 5 abgeleitet werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist das Entwässerungselement 2 mit einem Kanal 76 verbunden, der das Wasser ableitet. Natürlich ist, je nach baulichen Gegebenheiten, auch der Anschluss an eine Dränage, die Einleitung in den Boden 70 oder die Ableitung zu einer Zisterne etc. möglich.
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Je nach Anschlussart, Beschaffenheit des angrenzenden Bodens, zu erwartender Niederschlagsmenge oder Höhe des im Boden 70 anstehenden Grundwassers etc., muss das Entwässerungselement 2 mit entsprechenden Sicherungs- und Abdichtvorrichtungen ausgerüstet werden, um das Rückschlagen von Wasser in den Innenraum 3 des Lichtschachtes 1 zu verhindern.
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Die erfindungsgemäße Lösung schlägt hierzu vor, das Entwässerungselement 2 so auszubilden, dass es in Form eines Baukastensystems derart ausgebildet ist, dass es, vom Innenraum 3 des Lichtschachtes 1 aus, wahlweise das Einsetzen bzw. Aufsetzen eines Laubfanges 6, eines Geruchsverschlusses und eines Rückstauverschlusses vor und/oder in den Ablaufkanal 4 des Entwässerungselementes 2 erlaubt.
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Die 2 und 3 zeigen eine Ausführungsform eines solchen Entwässerungselementes 2 in einer isometrischen Ansicht (2) und einem isometrischen Schnitt (3). Das Entwässerungselement 2 weist einen Ablaufkörper 12 auf, der unter Zwischenschaltung eines Dichtelementes 13, hier eines O-Rings, mittels eines Befestigungsmittels 14 am Lichtschacht 1, hier an dessen Lichtschachtboden 9, angeordnete und befestigt ist. Der Ablaufkörper 12 kann dazu lichtschachtaußenseitig 5 am Lichtschacht 1 angeordnet und durch das lichtschachtinnenseitig 3 eingesetzte Befestigungsmittel 14 fluiddicht mit dem Lichtschacht 1 verbunden werden. Dazu weist das Befestigungsmittel 14 einen Schraub- oder Arretierungsstutzen 22 auf, der hier in eine entsprechende Gewindeaufnahme 23 einschraubbar ist und so den Ablaufkörper 12 am Lichtschacht befestigt. Der Ablaufkörper 12 und das Befestigungsmittel 14 weisen dazu ferner Gegenflansche 24 auf, die im Arretierungszustand (wie in 1 dargestellt) gegen den Lichtschacht 1 bzw. dessen Boden 9 anstehen. Im Gegenflansch 24' des Ablaufkörpers 12 ist zur fluiddichten Abdichtung ferner eine Aufnahme für das Dichtelement 13 vorgesehen. Natürlich ist es auch möglich, den Ablaufkörper 12 mit einem solchen Gegenflansch 24' auszubilden und ihn lichtschachtinnenseitig durch eine entsprechende Öffnung im Lichtschachtboden nach außen 5 durch zustecken. Eine Fixierung kann dann beispielsweise mittels einer Überwurfmutter von außen erfolgen.
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Um das Entwässerungselement 2 je nach Bedarf wahlweise mit unterschiedlichen Sicherungs- und Abdichtelementen, wie einem Laubfang 6, einem Geruchsverschluss 8 und einem Rückstauverschluss 10 auszurüsten, weisen das Entwässerungselement 2 und hier das Befestigungsmittel 14 bzw. der Ablaufkörper 12 entsprechende Lagerelemente, nämlich ein Laubfanglager 16, ein Geruchsverschlusslager 18 und ein Rückstauverschlusslager 20 auf, in die die jeweiligen Sicherungs- und Abdichtelemente 6, 8, 10 eingesetzt werden können. Im eingesetzten Zustand sind sie dabei innerhalb bzw. vor dem Ablaufkanal 4 positioniert.
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Das Laubfanglager 16 ist bei dieser Ausführungsform am Befestigungsmittel 14 ausgebildet. Es umfasst eine Mehrzahl an Arretierungsfortsätzen 26, die voneinander beabstandet und radial um den Ablaufkanal 4 bzw. den Arretierungsstutzen 22 herum angeordnet sind und mit komplementären Fortsatzaufnahmen 28 am Laubfang 6 in Arretierungseingriff bringbar sind. Auf diese Weise kann sehr einfach das Entwässerungselement 2 mit einem Laubfang 6 ausgerüstet werden, wenn dies nötig ist.
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Die voneinander beabstandete Anordnung der Arretierungsfortsätze 26 erlaubt das Einfließen von Niederschlagswasser über die Zwischenräume 27 zwischen den voneinander beabstandeten Arretierungsfortsätzen 26. Komplementär dazu sind entsprechende Zwischenräume auch am Laubfang 6 ausgebildet, um nicht das Einlaufen von Wasser oder einem dergleichen Fluid zu behindern.
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Die Arretierungsfortsätze sind hier derart als Rückhaltefortsätze ausgebildet, dass sie lichtschachtinnenseitig 3 aus dem Lichtschachtboden 9 hervorstehen und, insbesondere bei nicht eingesetztem Laubfang 6, das Eindringen von Kleinteilen und insbesondere der Lichtschachtschüttung 68 (siehe 1) in den Arretierungsstutzen 22 bzw. den Ablaufkanal 4 verhindern.
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Wie in 3 ersichtlich ist in das Entwässerungselement 2 neben dem Laubfang 6 auch ein Geruchsverschluss 8 eingesetzt. Das Einsetzen kann hier vom Innenraum 3 des Lichtschachtes 1 erfolgen, wobei der Geruchsverschluss 8 einfach auf das Geruchsverschlusslager 18 am Befestigungsmittel 14 aufsetzbar ist.
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In Entwässerungsrichtung RE stromunterseitig ist zudem im Entwässerungselement 2 der Rückstauverschluss 10 eingesetzt, wobei er bei dieser Ausführungsform fluiddicht in das Rückstaulager 20 einschraubbar ist. Der Rückstauverschluss 10 umfasst dazu ein Trägerelement 42, das in Form eines kreisförmigen Flächenelementes über ein an seiner Außenkante 48 angeordnetes Gegenarretierungselement 40, hier ein Gewinde, in komplementäre Arretierungselemente 38 am Ablaufkörper 12 einschraubbar ist.
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Um die Wasserableitung durch das Trägerelement 42 zu ermöglichen, weist dieses eine Mehrzahl an Fluiddurchlässen 44 auf, die derart ausgebildet sind, dass sie in einem Rückstauzustand (siehe 7) durch ein Schwimmerelement 54 des Rückstauverschlusses 10 verschließbar sind. Dieses Schwimmerelement 54 ist dazu in einem durch Käfigbänder 60 gebildeten Führungskäfig 58 derart bewegbar gelagert, dass es zwischen einer Entwässerungsposition ZE (hier in 3 dargestellt) und einer Rückstauposition ZR (siehe 7) bewegbar ist.
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Die 4 bis 8 zeigen das zuvor beschriebene Entwässerungselement 2 in unterschiedlichen Ausrüstzuständen.
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So zeigt 4 das Entwässerungselement 2, umfassend das Befestigungsmittel 14 und den Ablaufkörper 12 in einem Zustand ohne eingesetzte Sicherungs- und Abdichtmittel 6, 8, 10 (siehe 6 und 7). Bei dieser Darstellung sind die deutlich aus der Lichtschachtwandung 7 bzw. hier dem Lichtschachtboden 9 hervorstehenden Arretierungsfortsätze 26 erkennbar, die in Form von Rückhaltefortsätzen das Eindringen von Kleinteilen und insbesondere der in 1 gezeigten Lichtschachtschüttung 68 in den Innenraum 35 des Ablaufköpers 12 verhindern. Um das Eindringen von Wasser in den Ablaufkanal 4 zu erlauben weisen diese Rückhaltefortsätze 26 untereinander Zwischenräume 27 auf, die ebenerdig bis auf die Lichtschachtwandung 7 herunter reichen.
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5 zeigt nun die Ausführungsform aus 4 mit aufgesetztem Laubfang 6. Eine solche Ausführungsform ist ausreichend, wenn lichtschachtaußenseitig 5 kein drückendes Wasser zu erwarten ist und das Entwässerungselement 2 nicht an eine Kanalisation etc. angeschlossen ist.
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Sobald jedoch mit einem Rückstauzustand zu rechnen ist oder das Entwässerungselement 2 an eine Kanalisation angeschlossen wird, kann das erfindungsgemäße Entwässerungselement 2 mit weiteren Abdicht- und Sicherungsmaßnahmen 8, 10 ausgerüstet werden. Diese Ausrüstzustände sind in den 6 bis 8 dargestellt.
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So zeigen die 6 und 7 das erfindungsgemäße Entwässerungselement 2, wobei hier nun zusätzlich der Geruchsverschluss 8 und der Rückstauverschluss 10 in das Entwässerungselement 2 eingesetzt sind. 6 zeigt dabei den Rückstauverschluss 10 in einem Entwässerungszustand ZE, in dem das Schwimmerelement 54 die Fluiddurchlässe 44 am Trägerelement 42 des Rückstauverschlusses 10 freigibt. 7 dagegen zeigt einen Rückstauzustand ZR, in dem das Schwimmerelement 54 die Fluiddurchlässe 44 am Trägerelement 42 abdichtet, so dass kein Rückstauwasser (nicht dargestellt) von außen 5 in den Innenraum 3 eindringen kann.
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8 zeigt schließlich einen Ausrüstzustand des Entwässerungselementes 2, bei dem lediglich der Laubfang 6 und der Geruchsverschluss 8 verbaut sind. Ein solcher Ausrüstzustand ist beispielsweise dann möglich, wenn das Entwässerungselement 2 zwar an eine Kanalisation angeschlossen wird, die Rückstauebene dieser Kanalisation jedoch deutlich unterhalb des Entwässerungselements 2 und insbesondere des Lichtschachtbodens 9 des Lichtschachtes 1 liegt.
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Die 9 und 10 zeigen eine Ansicht (9) und einen Schnitt (10) durch das Entwässerungselement 2 in einem Ausrüstzustand, wie er in 6 dargestellt ist. Gezeigt ist wieder das Entwässerungselement 2, das im Lichtschachtboden 9 des Lichtschachtes 1 verbaut ist. Entlang des Ablaufkanals 4 sind dabei der Laubfang 6, der Geruchsverschluss 8 und der Rückstauverschluss 10 eingesetzt.
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Besonderes Augenmerk ist bei dieser Darstellung auf die Ausführung des Geruchsverschlusslagers 18 und des Rückstauverschlusslagers 20 gerichtet. Eine detaillierte Darstellung des Rückstauverschlusslagers 20 ist zudem in 11 enthalten.
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Das Geruchsverschlusslager 18 ist bei dieser Ausführungsform am Befestigungsmittel 14 und insbesondere an dessen Arretierungsstutzen 22 ausgebildet. Dieser weist dazu einen sich konisch verjüngenden Wandungsbereich 30 bzw. bei dieser Ausführungsform einen sich konisch verjüngenden Querschnitt auf. Auf diese durch diese konische Verjüngung resultierenden Schrägflächen 31 kann der Geruchsverschluss 8 mit einem komplementären Lagerflansch 32 so aufgesetzt werden, dass er fluiddicht mit dem Befestigungsmittel 14 abschließt und darüber hinaus optimal körperinnenseitig 35 im Entwässerungselement 2 zentriert ist. Der Lagerflansch 32 weist zum Aufsetzen auf die Schrägflächen 31 des sich konisch verjüngenden Wandungs- bzw. Querschnittsbereiches 30 komplementär ausgebildete Lagerflanschschrägflächen 37 auf, so dass er durch sein Eigengewicht passgenau im Geruchsverschlusslager 18 am Befestigungsmittel 14 aufgenommen wird.
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In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass es natürlich auch möglich ist, das Geruchsverschlusslager 18 am Ablaufkörper 12 des Entwässerungselementes 2 anzuordnen, wobei dann der Ablaufkörper 12 entsprechende sich, insbesondere konisch verjüngende Wandungsbereiche bzw. einen entsprechenden sich konisch verjüngenden Querschnittsbereich aufweisen muss. Grundsätzlich liegt im Zuge dieser Erfindung der Unterschied zwischen einem sich verjüngenden Wandungsbereich und einem sich verjüngenden Querschnittsbereich darin, dass bei ersterem wenigstens lediglich bestimmte Abschnitte aus der Körperwandung hervorspringen, während bei zweiterem der Innenraumquerschnitt gleichmäßig allseitig reduziert wird. Eine solche Querschnittsreduzierung erlaubt neben der stabilen auch die abdichtende Lagerung des Geruchsverschlusses bzw. des Rückstauverschlusses.
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In Entwässerungsrichtung RE unterhalb angeordnet ist das Rückstauverschlusslager 20. Auch dieses wird u. a. durch einen sich konisch verjüngenden Querschnittsbereich 34 gebildet, auf den der Rückstauverschluss 10 mit einem komplementären Lagerflansch 36 aufgesetzt werden kann. Zwischen diesem Lagerflansch 36 und dem sich konisch verjüngenden Querschnittsbereich 34 ist zu Abdichtzwecken ein Dichtelement 39 angeordnet, das beim Einsetzen des Rückstauverschlusses 10 zwischen dem Lagerflansch 36 und dem sich konisch verjüngenden Querschnittsbereich 34 unter Pressung steht.
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Zum Fixieren des Rückstauverschlusses 10 ist unterhalb des sich konisch verjüngenden Querschnittsbereichs 34 das Gegenarretierungselement 40 in Form eines Gewindeelementes ausgebildet, in das der Rückstauverschluss 10 einfach mit seinem Trägerelement 42 und dem an dessen Außenkante 48 angeordneten Arretierungselement 38, hier ein Gewinde, einschraubbar ist. Beim Einschrauben des Trägerelementes 42 bewegt sich dessen Lagerflansch 36 sukzessive auf den sich verjüngenden Querschnittsbereich 34 und die zwischengelagerte Dichtung 39 zu, bis hier eine ausreichend fluiddichte Passung erreicht ist.
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In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass natürlich die erfindungsgemäße Ausbildung eines solchen insbesondere einschraubbaren Rückstauverschlusses auch bei anderen Entwässerungselementen angewendet werden kann. Das bedeutet, dass also auch ein Entwässerungselement ohne die Möglichkeit des einzelnen oder gleichzeitigen Einsetzens eines Geruchsverschlusses und eines Laubfanges mit einem solchen einschraubbaren oder dergleichen arretierbaren Rückstauverschluss 10 ausgerüstet werden kann. Dies betrifft nicht nur den Rückstauverschluss 10 mit einem Schwimmerverschluss 56, sondern auch sämtliche andere Ausführungsformen eines solchen Rückstauverschlusses, also mit anderen Rückstauverschlusselementen, beispielsweise die Ausführungsform mit einer Klenk'schen Klappe, wie sie im Folgenden noch detailliert beschrieben werden wird.
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Diesbezüglich sei auch erwähnt, dass das natürlich auch für die Ausbildung des erfindungsgemäßen Befestigungsmittels 14, ausgerüstet mit dem Laubfanglager 16 und dem Geruchsverschlusslager 18 gilt. Hier ist eine Ausrüstung eines Entwässerungselementes 2 mit dem Laubfanglager 16 möglich, ohne dass ein weiterer Geruchsverschluss 8 oder Rückstauverschluss 10 vorhanden sein muss.
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Wie deutlich in 10 zu erkennen, sind erfindungsgemäß die Querschnitte des Laubfanges 6, des Geruchsverschlusses 8 und des Rückstauverschlusses 10 so ausgebildet, dass diese in Entwässerungsrichtung RE übereinander einsetzbar sind. So ist der Querschnitt des Rückstauverschlusses 10 etwas geringer als der Querschnitt des Geruchsverschlusses 8, so dass der Rückstauverschluss ohne Eingriff mit dem Geruchsverschlusslager 16 in das Rückstauverschlusslager 20 eingesetzt werden kann.
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Die erfindungsgemäße Ausführungsform des Rückstauverschlusslagers 20 aus 10 ist im Detail in 11 dargestellt. Erkennbar ist wieder der sich konisch verjüngende Querschnittsbereich 34 der Körperwandung 33 des Ablaufkörpers 12, wobei auf die dadurch resultierenden Schrägflächen der Lagerflansch 36 zusammen mit dem am Lagerflansch ausgebildeten Dichtelement 39 aufgesetzt werden kann. Über die Gewindeverbindung, gebildet durch das Gegenarretierungselement 40 und das Arretierungselement bzw. Gewindeelement 38, kann das Trägerelement 42 des Rückstauverschlusses 10 fluiddicht im Ablaufkörper 12 eingeschraubt werden. Dies ist insbesondere durch die rotationssymmetrische Ausführung des Ablaufkörpers 12 und des Trägerelementes 42 des Rückstauverschlusses 10 möglich, wie sie insbesondere auch in 12 dargestellt sind.
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12 zeigt noch einmal eine isometrische Darstellung des Entwässerungselementes 2 in einer Explosionsdarstellung und zwar mit sämtlichen einsetzbaren Sicherungs- und Abdichtelementen 6, 8, 10. Erkennbar ist wieder der Ablaufkörper 12, der mit dem Befestigungsmittel 14 unter Zwischenschaltung des Dichtelementes 13 fluiddicht am Lichtschacht 1 (siehe 1) befestigt werden kann. Weiter dargestellt sind die Sicherungs- und Abdichtelemente, nämlich der Laubfang 6, der Geruchsverschluss 8 und der Rückstauverschluss 10. Dieser Rückstauverschluss 10 weist das Rückstauverschlusselement 46 auf, das als ein Schwimmerverschluss 56 ausgebildet ist, der das Schwimmerelement 54 und zwei Käfigbänder 60 aufweist, die einen Führungskäfig 58 (siehe 13 bis 15) für das Schwimmerelement 54 bilden. Dies wird im Folgenden noch detailliert beschrieben.
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Eine Ausführungsform des Rückstauverschlusses 10 ist in den 13 bis 15 und 18 im Detail dargestellt, wobei der Übersichtlichkeit halber in den 13 bis 14 das in 15 dargestellte Schwimmerelement 54 entfernt wurde.
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Der Rückstauverschluss 10 umfasst das Trägerelement 42, das an seiner Außenkante 48 das Arretierungselement 38 aufweist, mit dem der Rückstauverschluss 10 in das Rückstauverschlusslager 20 (siehe 10) einschraubbar ist. Um im eingebauten Zustand Wasser entlang des Ablaufkanals 4 (siehe 15) leiten zu können, sind am Trägerelement 42 die Mehrzahl an Fluiddurchlässen 44 ausgebildet. Zum Einschrauben in das Rückstauverschlusslager 20 (siehe 10) weist das Trägerelement 42 darüber hinaus ein Eingriffsmittel in Form eines Sechskantes 43 auf, der das Einsetzen eines Schraubenschlüssels oder dergleichen Werkzeuges erlaubt und so das insbesondere fluiddichte und feste Einsetzen des Rückstauverschlusses 10 im Rückstauverschlusslager 20 des Entwässerungselementes 2 ermöglicht.
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An der Unterseite 45 des Trägerelementes 42 ist bei dieser Ausführungsform das Rückstauverschlusselement 46 in Form eines Schwimmerverschlusses 56 ausgebildet. Dieses Rückstauverschlusselement 46 umfasst zwei Käfigbänder 60, die jeweils taschenförmig mit ihren freien Enden am Trägerelement 42 angeordnet sind und so einen Führungskäfig 58 definieren in dem das Schwimmerelement 54 zwischen einer Entwässerungsposition (siehe 6) und einer Rückstauposition PR (siehe 7 und 15) bewegbar ist. Die Käfigbänder 60 sind dabei so angeordnet, dass sie sich an einem unteren Kreuzungspunkt 64 überlappen und so unter geringstem Materialaufwand einen Führungskäfig 58 bilden.
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Die Käfigbänder 60 sind dabei mit ihren freien Ende 62 am Trägerelement 42 mittels entsprechender Rastarretierungen 63 lösbar befestigt. Selbstverständlich können hier sämtliche aus dem Stand der Technik bekannten Befestigungsmöglichkeiten für solche freien Ende 62 verwendet werden. Diese lösbare Befestigung erlaubt den einfachen Zusammenbau des Rückstauverschlusselementes 46 und darüber hinaus eine sehr einfache Reinigung vor Ort, wenn dies nötig sein sollteq.
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Eine Detailansicht des Rückstauverschlusses 10 im Rückstauzustand ZR zeigt 18. Erkennbar ist hier, dass das Schwimmerelement 54 des Rückstauverschlusses 10 in der Rückstauposition PR dichtend an einem Dichtsitz 55 ansteht. Dieser Dichtsitz 55 ist hier als eine Ringdichtung im Trägerelement 42 des Rückstauverschlusses 10 angeordnet. Er umfasst mehrere Dichtlippen 57, die eine zuverlässige Abdichtung in der Rückstauposition PR erlauben. Diese Dichtlippen 57 sind dabei derart ausgebildet, dass in der Rückstauposition PR des Schwimmerelementes 54 das anstehende Wasser bzw. die daraus resultierende Wasserdruckfläche die Dichtlippen 57 aktiv gegen das Schwimmerelement 54 drückt.
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Oberhalb des Dichtsitzes 55 ist im Trägerelement 42 bei dieser Ausführungsform eine Tropfkante 59 angeordnet, die im Wesentlichen zwei Funktionen erfüllt: Zum einen dient sie unter anderem dazu verschmutztes Wasser weitestgehend vom Dichtungsbereich fernzuhalten und so eine Verschmutzung des Dichtsitzes 55 zu verhindern. Das über die Fluiddurchlässe 44 (s. insbesondere 13 und 15) einfließende Wasser wird durch die Tropfkante 59 aktiv vom Dichtsitz 55 abgeleitet. Eine weitere Funktion der Tropfkante 59 besteht in der Bildung eines mechanischen Anschlages für das Schwimmerelement 54 in der Rückstauposition PR, so dass es nicht zu einer Überpressung des Dichtsitzes 55 bzw. der Dichtlippen 57 bzw. einem Verklemmen des Schwimmerelementes 54 im Dichtsitz 55 kommt.
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Die 16 und 17 zeigen eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Entwässerungselementes 2, wobei hier der Rückstauverschluss 10 ein Rückstauverschlusselement 46 in Form einer Klenk'schen Klappe 66 aufweist. Diese Klenk'sche Klappe 66 umfasst eine Auffangschalenklappe 67, die verschwenkbar an einem Adapterelement 52 gelagert und durch ein Gegengewicht 69 derart gegen einen Dichtsitz 65 am Adapterelement 52 gepresst wird, dass sie in einem ungefüllten Zustand (siehe 16) einen Abdichtzustand ZA einnimmt. Sobald Wasser über den Ablaufkanal 4 in die Auffang-Schalenklappe 67 eintritt, verschwenkt diese in eine Öffnungsstellung (siehe 17 – gestrichelt dargestellt), wobei sie den Ablaufkanal 4 vollständig freigibt. Insofern wirkt diese Klenk'sche Klappe also sowohl als Rückstauverschluss als auch als Geruchsverschluss. Aus diesem Grund ist bei diesem in 16 dargestellten Entwässerungselement 2 kein Geruchsverschluss 8 (siehe 10) eingesetzt.
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Zum einfachen Anschluss an das Trägerelement 42 des Rückstauverschlusses 10, weist, wie bereits beschrieben, das als Klenk'sche Klappe 66 ausgeführte Rückstauverschlusselement 46 ein Adapterelement 52 auf, das einfach gegen eine Adapteraufnahme 50 am Trägerelement 42 angerastet oder dergleichen verbunden werden kann. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass es natürlich auch möglich ist, ein solches Adapterelement 52 als eigenständiges Bauteil auszuführen, so dass es ein Übergangsbauteil zwischen dem Trägerelement 42 und unterschiedlichen insbesondere lösbar daran angeordneten Rückstauverschlusselementen 46 bildet. Auch ist es möglich den in 10 dargestellten Schwimmerverschluss 56 über ein solches insbesondere eigenständiges Adapterelement 52 am Trägerelement 42 anzuordnen. In diesem Fall wären dann vorzugsweise die Käfigbänder 60 lösbar und unter Bildung des Führungskäfigs 58 am Adapterelement befestigt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Lichtschacht
- 2
- Entwässerungselement
- 3
- Innenraum
- 4
- Ablaufkanal
- 5
- Außenseite
- 6
- Laubfang
- 7
- Lichtschachtwandung
- 8
- Geruchsverschluss
- 9
- Lichtschachtboden
- 10
- Rückstauverschluss
- 12
- Ablaufkörper
- 13
- Dichtelement
- 14
- Befestigungsmittel
- 16
- Laubfanglager
- 18
- Geruchsverschlusslager
- 20
- Rückstauverschlusslager
- 22
- Schraub- oder Arretierungsstutzen
- 23
- Gewindeaufnahme
- 24
- Gegenflansch
- 26
- Arretierungsfortsatz
- 27
- Zwischenräume
- 28
- Fortsatzaufnahme
- 30
- verjüngender Wandungs- bzw. Querschnittsbereich
- 31
- Schrägflächen
- 32
- Lagerflansch
- 33
- Körperwandung
- 34
- verjüngender Wandungs- bzw. Querschnittsbereich
- 35
- Körperinnenseite
- 36
- Lagerflansch
- 38
- Arretierungselement
- 39
- Dichtelement
- 40
- Gegenarretierungselement
- 42
- Trägerelement
- 43
- Sechskant
- 44
- Fluiddurchlass
- 45
- Unterseite
- 46
- Rückstauverschlusselement
- 48
- Außenkante
- 50
- Adapteraufnahme
- 52
- Adapterelement
- 54
- Schwimmerelement
- 55
- Dichtsitz
- 56
- Schwimmerverschluss
- 57
- Dichtlippen
- 58
- Fuhrungskäfig
- 59
- Tropfkante
- 60
- Käfigband
- 62
- freies Ende
- 63
- Rastarretierung
- 64
- Kreuzungspunkt
- 65
- Dichtsitz
- 66
- Klenk'sche Klappe
- 67
- Auffang-Schalenklappe
- 68
- Lichtschachtschüttung
- 69
- Gegengewicht
- 70
- Boden
- 72
- Baukörperwandung
- 74
- Fensteröffnung
- 76
- Kanal
- 78
- Rost
- PR
- Rückstauposition
- ZR
- Rückstauzustand
- ZE
- Entwässerungszustand
- RE
- Entwässerungsrichtung