DE8807079U1 - Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer - Google Patents
Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere TonometerInfo
- Publication number
- DE8807079U1 DE8807079U1 DE8807079U DE8807079U DE8807079U1 DE 8807079 U1 DE8807079 U1 DE 8807079U1 DE 8807079 U DE8807079 U DE 8807079U DE 8807079 U DE8807079 U DE 8807079U DE 8807079 U1 DE8807079 U1 DE 8807079U1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slide
- measuring
- slides
- rollers
- force
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 210000001508 eye Anatomy 0.000 claims description 13
- 230000004410 intraocular pressure Effects 0.000 claims description 12
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 9
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 5
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 210000005252 bulbus oculi Anatomy 0.000 claims description 3
- 210000003128 head Anatomy 0.000 claims description 3
- 230000003993 interaction Effects 0.000 claims description 3
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 claims description 3
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 claims 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 claims 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 claims 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 description 12
- 230000008569 process Effects 0.000 description 10
- 230000009021 linear effect Effects 0.000 description 4
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 3
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 3
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000004092 self-diagnosis Methods 0.000 description 2
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 2
- 101150112468 OR51E2 gene Proteins 0.000 description 1
- 229920005372 Plexiglas® Polymers 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000009530 blood pressure measurement Methods 0.000 description 1
- 244000309464 bull Species 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 description 1
- 230000036541 health Effects 0.000 description 1
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 239000004926 polymethyl methacrylate Substances 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B3/00—Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
- A61B3/10—Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions
- A61B3/16—Objective types, i.e. instruments for examining the eyes independent of the patients' perceptions or reactions for measuring intraocular pressure, e.g. tonometers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Medical Informatics (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Ophthalmology & Optometry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Surgery (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Eye Examination Apparatus (AREA)
Description
DIPL-ING. PETER OTTEjPAT^fANWbT;: D-7250Leonberg
Vertrete? beim Europäischen Patentarflf/ European" Patent Attorney Tirolbr Straße Yo
2156/ot/mi!
13.05.1988
13.05.1988
Firma Datron-Electronic Pichl & Schulte KG, In den Gänsäckern, 6109 Mühltal 2 (Traisa)
Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Auf einigen Gebieten der Technik ist es erforderlich, mit
lageunabhängig erzeugten Kräften zu arbeiten, insbesondere auf dem Gebiet der Meßtechnik, speziell der Druckmeßtechnik.
lageunabhängig bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die stets vorhandenen Anziehungskräfte beim
Meßvorgang nicht zur Auswirkung kommen, beispielsweise keine Scherkräfte im Moment der Messung entstehen, die
das Meßergebnis bis zur Unbrauchbarkeit verfälschen würden.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet für Meßvorgänge mit lageunabhängig zur Verfügung stehenden Kräften ist beiepielsweise
die Messung des Augenir?.nendrucks, wozu sogenannte
Tonometer Verwendung finden. Im folgenden wird, Um ein bevorzugtes Beispiel vorliegender Erfindung &igr;
/2
2156/ot/mü
13.05.1988 - 2 -
seinem Grundaufbau verständlich zu machen, zunächst auf eine bekannte Einrichtung zur Messung des Augeninnendrucks
genauer eingegangen, wobei es sich aber versteht, daß die vorliegende Erfindung nicht auf ein soLchen Anwendungsgebiet
eingeschränkt ist, obwohl dieses für die Verwendung vorliegender Erfindung natürlich bevorzugt
ist.
Um den Augeninnendruck bei Patienten messen zu können, wird üblicherweise so vorgegangen, daß mit einem geeigneten
planen Teil gegen den hier als Kugelform zugrundegelegten Augapfel gedrückt und bei Erreichen eines vorgegebenen
Durchmessers der hierdurch bewirkten abgeplatteten Kreisfläche der Druck gemessen wird, der für das Zustandekommen
dieses Durchmessers eingesetzt werden mußte. Bei dem bekannten Gerät kommt ein um einen stationären
Drehpunkt verschwenkbarer Hebel zur Einwirkung, der unterhalb einer Stirnauflage (zur Erzielung einer festen Position)
eine auf einem Kreisbogen basierende Schwenkbewegung in Richtung auf das Auge durchführt und dadurch mit meßbarer
Krafteinwirkung gegen das Auge gedrückt werden kann,
das am abgewandten Ende des [lebeis auf der anderen Seite des Drehpunktes über eine vergleichsweise weiche Feder
ein Elektromotor angreift und die zur Durchführung der Messung erforderliche Annäherungsbewegung an das Auge
realisiert.
.. .·♦■
2156/ot/mü
13.05.1988 - 3 -
Problematisch bei dieser bekannten Me3apparatur könnte die Aufhängung des pendelartigen Hebels sein, der aufgrund
seiner Schwenkpunktlagerung einen Kreisbogen beschreibt. Hierbei ist auch die Möglichkeit nicht auszuschließen,
daß evt. Meßfehler infolge fehlender Auswuchtung im dynamischen Zustand auftreten. Auch Miniaturisierungsbemühungen
stoßen bei dieser bekannten Vorrichtung schnell an eine Grenze.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und problemlos auch von Laien einsetzbare Einrichtung
zur Erzeugung einer für eine Druckmessung geeigneten Kraft, insbesondere für ein Tonometer, zu schaffen, die vollkommen
lageunabhängig arbeiten kann und einer weitestmöglichen Miniaturisierung zugänglich ist.
Vorteile der Erfindung
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs und hat den Vorteil, daß
unabhängig davon, wie das Gerät mit dem die Meßkraft erzeugenden Glied gehalten wird, ein Kompensationsglied
zu diesem eine entgegengesetzte Kraft erzeugt, so daß sich die Einwirkung der Gravitation auf das Gerät insgesamt
zu Null addiert.
Dabei ist ferner von besonderem Vorteil, daß das die auf diese Weise die lageunabhängige Kxaft erzeugende
Glied, welches im folgenden ausschließlich noch als Schlitten bezeichnet wird, eine vollkommen lineare Bewegung
durchführt, also Querkräfte von vornherein nicht entstehen können. Dabei ist das erfindungsgemäße Gerät
/4
2156/ot/mü
13.05.1988 - 4 -
von besonders kleinen Abmessungen, handlich und, wenn auch von grundsätzlich beliebigen Dimensionen, in der
praktischen Ausführungsform voraussichtlich nicht größer, möglicherweise sogar wesentlich kleiner als eine normale
Streichholzschachtel. Ein solches Gerät ist daher auch, nicht zuletzt wegen der Einfachheit seines Aufbau und der
hierdurch bedingten Kostengünstigkeit für den Privatmann zur Eigendiagnose geeignet, so daß beispielsweise
gefährliche Gesundheitszustände, also im vorliegenden Fall ein schnell ansteigender Augeninnendruck, sofort erfaßt
und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Die Grundform vorliegender Erfindung besteht darin, daß auf zwei im Abstand montierten, leichtgängigen Rollen
oder Walzen ein erster Schlitten, nämlich ein sogenannter Meßschlicten rollt, dem auf der gegenüberliegenden
Rollenseite ein durch gegenseitige magnetische Einwirkung gehaltener und auch angepreßter Gegenschlitten als Kompenstionsschlitten
gegenüberliegt. Hierdurch ergibt sich der entscheidende Vorteil, daß die bei einem leichten
Schräghalten des Geräts gegsbenenfalls entstehende Tendenz des in der Gebrauchslage beispielsweise oberhalb
der Rollen angeordneten Meßschlittens, etwa nach hinten abzurollen, dazu führt, daß der Meßschlitten hierdurch
gleichzeitig die Rollen oder Walzen in einer Richtung antreibt, die dazu führt, daß der Gegen- oder Kompensationsschlitten
in der entgegengesetzten Richtung, in diesem Fall also schräg nach oben angehoben bzw. transportiert
werden würde, so daß bei gleichen Massen, also an gleichen geographischen Punkten gleichem Gewicht von
Meßschlitten und Gegenschlitten diese Wirkungen sich zu Null kompensieren und die beiden Schlitten in jeder beliebigen
Lage bewegungslos verharren, also keine nach
/5
2156/ot/mü
13.05.1988 - 5 -
außen erkennbaren Gravitationseinwirkungen auftreten, die daher auch nicht das Meßergebnis verfälschen können.
&psgr; Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
Ij sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
der im Hauptanspruch angegebenen Einrichtung möglich.
Besonders vorteilhaft ist die zusätzliche Sicherung der beiden Schlitten relativ zueinander durch geeignete,
; die beiden sie lagernden Rollen oder Walzen beidseitig
umschlingenden und an den Schlitteninnenseiten festgemachten, möglichst flexibel und reibungsarm arbeitenden
Bändern, Schnüren, Seilen u.dgl., so daß auch bei (unbeabsichtigter) vollkommener Vertikalstellung des gesamten
Geräts die Schlitten lageunabhängig in ihren einmal eingenommenen Positionen verharren. Hierdurch ist es möglich,
die den Meßschlitten dann antreibende Kraft sehr genau zu diskriminieren und ausschließlich auf die druckerzeugende
Wirkung zu beziehen.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein mögliches, stark
schematisiertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung, speziell eines Geräts
zur Messung des Augeninnendrucks längs der Linie I-I der Fig. 2 und
Fig. 2 eine Ansicht des Geräts von unten, ebenfalls stark schematisiert und mit weggenommenem unteren Gegenschlitten,
zum besseren Verständnis des grundsätzlichen Aufbaus:
2 1 bb/ot/mü
1 3.05.1988 - 6 -
Fig. 3 zeigt schließlich eine mögliche Ausführungsform
einer Rolle oder Walze mit der Querschnittform der
auf dieser linearverschieblich gelagerten Schiit ten.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin,
einem linearverschieblich gelagerten Glied ein Gegenelement möglichst reibungsfrei so zuzuordnen, daß zur Einwirkung
kommende Gravitationskräfte beide Elemente in gleicher
Weise und in gleichem Ausmaß, jedoch gegenläufig anzutreibend trachten derart, daß bei einer entsprechenden
kinematischen Verbindung zwischen diesen beiden Elementen äußere Krafteinwirkungen sich insgesamt kompensieren.
Dies führt dazu, daß der durch Einleitung einer bewußt erzeugten Kraftwirkung ablaufende Meßvorgang vollkommen
lageunabhängig und daher mindestens aus diesem Gesichtspunkt meßfehlerfrei erfolgen kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, welches eine
der Möglichkeiten einer praxisgerechten Umsetzung darstellt, worauf die Erfindung aber, wie es sich versteht,
nicht beschränkt ist, sind als erstes linearverschiebliches Element ein erster Schlitten oder Meßschlitten 11
und ein zweiter oder Gegenschlitten bzw. Kompensationsschlitten 12 vorgesehen. Der eigentliche Meßvorgang etwa
zur Bestimmung des Augeninnendrucks spielt sich im Bereich des Meßschlittens 11 ab, wobei im folgenden zunächst kurz
auf diesen Meßvorgang eingegangen wird, zum besseren Verständnis des im nachfolgenden dann genauer erläuterten
Aufbaus und der Grundfunktion der erfindungsgemäßen Einrichtung.
/7
2156/ot/mü
13.05.1988 - 7 -
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist am
Meßschlitten 11 ein Sensorkopf, beispielsweise in Form eines
Prismas 13 befestigt, mit einer bevorzugten, in Fig. und 2 dargestellten Form und mit einer vorderen, planen
Fläche 13a, die beim Meßvorgang zur Auflage an die äußere Kugelform des menschlichen Auges dient.
Bei stärkerem Andrücken wird sich diese Kugelform zunehmend
abflachen, bis schließlich eine Kreisform mit einem vorgegebenen Durchmesser erreicht ist. Dieser Durchmesser
vird als eine Art standardisierter, also vereinheitlichter Grundwert für den zur Erzielung einer solchen Abplattung
erforderlichen Druck ausgewertet, wozu eine bestimmte Kraftaufwendung erforderlich ist, die gemessen werden
kann und aus welcher auf den Augeninnendruck rückgeschlossen werden kann. Die genaue Bestimmung des Augeninnendrucks
läuft dabei im Bereich des Prismas 13 durch eine lichtoptische Umsetzung ab. Solange das Prisma 13
mit seiner vorderen Fläche 13a das Auge nicht berührt,
ergibt sich eine durch das Prisma reflektierte bestimmte Lichtmenge, wenn man beispielsweise das Prisma über einen
geeigneten Lichtleiter 14, der in beliebiger Weise gelagert oder angeordnet sein kann, vorzugsweise stationär
gelagert ist, auf der einen Seite, also bei 13b anstrahlt und auf der anderen Seite bei 13c die reflektierte Lichtmenge
etwa über eine Fotodiode oder ein ähnliches Element erfaßt.
Diese Lichtmenge verringert sich zunehmend mit zunehmender Auflage des Prismas 13 auf das Auge und entsprechend
zunehmendem Abplattungsbereich, so daß nach vorhergehender Eichung bei Erreichen des "Normdurchmessers" die
aufgebrachte Kraft abgefragt werden kann. Vorzugsweise wird die zur Erzielung der gewünschten Abplattung mit
/8
2156/ot/mü
13.05.1988 - 8 -
vorgegebenem Durchmesser erforderliche Kraft durch elektromagnetische
Mittel erzeugt, worauf weiter unten noch eingegangen wird, so daß man aufgrund des erforderlichen
Stroms dann sofort eine Meßgröße für den Augeninnendruck gewinnen kann.
Voraussetzung bei diesem Meßverfahren ist, daß bei der Messung keine Scherkräfte oder seitliche Krafteinwirkungen
auftreten, daß, etwa bei ungewolltem Schräg- oder Schiefhalten des Geräts nicht zusätzlich die Gravitation
die aufzubringenden Kräfte verfälscht, also im Sinne
einer Erhöhung oder Verminderung beeinflußt und daß möglichst geringe Reibungskräfte auftreten bei Realisierung
eines druckproportionalen, linearen Meßkraftanstiegs.
Diese Forderung erfüllt das erfindungsgemäße Gerät in
hohem Maße, wobei es entsprechend den Darstellungen der Fig. 1 und 2 ein Chassis oder Gehäuseteil 10 umfaßt, welches
von an sich grundsätzlich beliebiger Form sein kann, ■lit der Maßgabe, daß dieses Chassis z.B. zwei Rollen oder
Walzen 15a, 15b möglichst reibungsfrei lagern kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nehmen seitliche
Chassis-Längswände 10a, 10b Spitzenlagerungen 16 auf, die beidseitig die Rollen 15a, 15b zentrieren und zur
Durchführung von praktisch reibungsfreien Drehbewegungen
lagern. Es versteht sich, daß die Rollen auch über eigene Achsen oder Wellen verfügen können, mit denen sie mittels
(Miniatur)Wälzlagern im Chassis 10 gelagert sind.
Die Abmessungen des Chassis 10 sind so gehalten, daß die Rollen mit ihren für die Aufnahme und Lagerung der auf
ihnen beidseitig angeordneten Schlitten, also oberer Heßschlitten 11 und unterer Gegenschlitten 12 vom Chassis
/9
&igr; &igr; ■
ftf· ' • · · ·
ftf· ' • · · ·
2156/ot/mü
13.05.1983 - 9 -
hinreichend abstehen bzw. daü Chassis weist entsprechende
Ausnehmungen auf, damit Meßschlitten und Gegenschlitten 12 ausschließlich die Rollen 15a und 15b, nicht aber
Chassisteile berühren.
Die Schlitten 11, 12 können aus beliebigem Material,
beispielsweise aus Plexiglas, Kerciinik, vorzugsweise aus
geeigneten schmalen länglichen Aluschienen bestehen, wie sie im Querschnitt bei 11' bzw. 12' in Fig. 3 beispielhaft
dargestellt sind.
Wie gesagt, liegen Meßschlitten und Gegenschlitten auf beiden Seiten auf den Rollenaußenflächen auf, wobei die
beiden Schlitten aufeinander eine Anziehungskraft ausüben,
so daß der bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 untere Schlitten, nämlich der Gegenschlitten nicht
einfach herunterfallen kann.
Die gegenseitigen Anziehungskräfte werden bei der dargestellten
Ausführungsform dadurch erzeugt, daß an einem der Schlitten, hier am Gegenschlitten 12 ein erster Permanentmagnet
als Haltemagnet 17 angeordnet ist, der beispielsweise auf ein am Meßschlitten angeordnetes Eisenplättchen
18 einwirkt, so daß die beiden Schlitten mit vorgegebener Kraft,—beispielsweise, um hier mit einer
Maßangabe zu arbeiten, die aber nicht als für die Erfindung
einschränkend zu verstehen ist, etwa 10 &rgr; aufeinander zugedrückt werden. Es versteht sich, daß diese magnetische
Wechselwirkung zwischen den beiden Schlitten auch auf beliebige andere Weise erzielt werden kann
- hierauf braucht nicht im einzelnen eingegangen zu werden. Beispielsweise kann auch ein Magnet (HaILn^
an Chassis angeordnet sein und beide Schlitten anziehen.
/10
-— .Oi
2156/ot/mü
13.05.1988 - 10 -
Schon aus diesem Grundaufbau ergibt sich die Möglichkeit der Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, beispielsweise
über den Meßschlitten 11, denn da die beiden Schlitten von beiden Seiten auf den Rollenoberflächen
mit ihren eigenen Längsflächen aufliegen und die magnetische Anziehungskraft zwischen den beiden Schlitten
natürlich größer als das Gewicht des unteren Gegenschlittens 12 ist, kann man das Chassis mit den solcherart
an ihm angeordneten Schlitten durchaus in beträchtliehe Schräg- oder Winkelpositionen verdrehen, verschränken
&ogr;.dgl., ohne daß sich irgendwelche Relativbewegungen der Schlitten zueinander hierdurch ergeben, vorausgesetzt
natürlich, daß die Gewichte bzw. Massen der beiden Schlitten identisch sind. Der Grund hierfür liegt darin,
daß bei einer angenommenen, in der Zeichnung nicht dargestellten Schräglage, bei welcher beispielsweise der
obere Schlitten 11 nach hinten von den Rollen 15a, 15b
abrollen würde unter der Wirkung der einwirkenden Schwerkraft, also eine Bewegung entsprechend dem Pfeil A durchführt,
gleichzeitig hierdurch beide Rollen in der Drehrirhtung entsprechend dem Pfeil. 1 B angetrieben würden.
Dieser Mechanismus führt dazu, daß der untere oder Gegenschlitten 12 aufgrund seines auch eine Reibungsgegenwirkung hervorrufenden Anliegens an den Rollen 15a,
15b eine Linearbewegung entsprechend dem Pfeil C durchführen
müßte, d.h. entgegen der Schwerkraftwirkung, die sich ja auf beide Schlitten 11 und 12 gleich auswirkt.
Die Folge ist, daß sich die Gesamtheit aus Meßschlitten 11 und Gegenschlitten 12 überhaupt nicht bewegt, und
zwar bei keiner Winkelstellung und bei keiner Schräglage, soweit hier die Haftreibungseinflüsse zwischen den zugewandten
Oberflächen von Schlitten und Rollen noch überwiegen .
/11
2156/ot/mii
13.05.1988 - 11 -
Lediglich für den Extremfall, daß man das in den Fig. und 2 gezeigte Gerät sehr stark senkrecht oder völlig
senkrecht hält, besteht die Gefahr, daß die Schlitten 11, 12 von den Rollen einfach abrutschen, also das Gleitreibung
entsteht und für diesen Fall ist es empfehlenswert und daher auch eine vorteilhafte Ausgestaltung
vorliegender Erfindung, die beiden Schlitten zusätzlich.,
und zwar ergänzend zu den gegenseitigen magnetischen Haltekräften, noch über leichtgängige, die Rollen 15a,
15b jeweils von außen umschlingende Bändchen oder Schnüre
beidseitig zu verbinden, so wie dies in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist.
Jeweils ein flaches flexibles Bändchen aus einem geeigneten Kunststoffmaterial oder eine Schnur 19a, 19b ist
an der unteren Fläche des Obermeßschlittens 11 in geeignetem Abstand zum Umlenkbereich befestigt, über die jeweilige
hintere und vordere Rolle 15a, 15b herumgeführt und an der unteren Innenfläche des unteren Gegenschlittens
12, vorzugsweise über ein kleines Federchen 20a, 20b befestigt. Auf das Federchen 20a, 20b kann aber vorzugsweise
auch verzichtet werden, eben damit diese umschlingenden Bändchen oder Schnüre 19a, 19b möglichst
vollkommen reibungsfrei arbeiten und die Schlitten 11, 12 nur bei extremen Lagen auf den Rollen 15a, 15b halten,
wobei die Schlitten in der Senkrechtposition dai.n beispielsweise durch das jeweilige Bändchen sozusagen
an der entsprechenden Rolle aufgehängt verbleiben.
Hierdurch kann der obere oder Meßschlitten 11 entsprechend dem Doppelpfeil D lageunabhängig in der Meßrichtung
mit seinem vorderen Prisma 13 verfahren werden, wobei die für die gewünschte Druckerzeugung erforder-
/12
2156/ot/mü
13.05.1988 - 12 -
liehe Krafteinwirkung am oberen oder auch am unteren
Schlitten erzeugt werden kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist, wie in Fig. 1 erkennbar, am unteren Schlitten 12 ein zweiter
Permanentmagnet als Antriebsmagnet 21 mittels einer geeigneten U-förmigen Jochstruktur 22 befestigt, die im
übrigen auf einer ihrer nach oben, dem Meßschlitten 11 zugewandten Seite auch den Haltemagnet 17 lagern kann.
Der Antriebsmagnet 21 ist in einer rohrförmigen länglichen Tauchspule 23 ein- und ausfahrbar, wobei die
hierfür erforderlichen Kräfte durch eine entsprechende Beaufschlagung der Tauchspule 23 mit einem Strom gewünchter
Stärke und Richtung erzeugt werden.
Die aus der Kom!~ination Tauchspule 23 und Antriebsmagnet
21 gebildete Bewegungseinheit für den linearverschieblichen Meßschlitten 11 verfügt über praktisch
lineare Eigenschaften, so daß die für die Erzielung eines gewünschten Abplattungsdrucks erforderliche Stromstärke
in einem linearen Zusammenhang mit dem jeweils hierdurch zu messenden Augeninnendruck steht bzw.
eine entsprechende Korrelation hergestellt werden kann.
Befindet sich die Antriebseinheit im Bereich des unteren Schlittens bzw. Gegenschlittens 12, dann überträgt sich
die so erzeugte Kraft über die bei beiden Schlitten 11, 12 vorliegende Haftreibung mit den Rollen 15a, 15b
auf den oberen Meßschlitten, wobei hier aber auch je nach Auslegung die umschlingenden Bändchen oder Schnüre
19a, 19b allein oder unterstützend wirksam sein können. Bevorzugt wird allerdings der direkte Antrieb des oberen
Meßschlittens 11 vorzugsweise über eine solche elektro-
/13
t /
2156/ot/mü
13.05.1988 - 13 -
magnetisch wirksame Antriebseinheit aus Tauchspule 23 und Antriebsmagnet 21, wobei dieser Antriebsmagnet dann
am oberen Meßschlitten 11 befestigt ist (nicht dargestellt).
Damit die sehr leicht durch eine äußere Einwirkung relativ zueinander verschiebbaren Schlitten 11, 12 auf dem
Träger oder Chassis 10 festgelegt werden können, ist eine Arretierung vorgesehen, die formschlüssig mindest- <s
einen der Schlitten, vorzugsweise beide Schlitten dadurch arretiert, daß sie in Ausnehmungen in diese durch einen
Arretierungshebel eingreift.
Bei dem dargestellten Ausfiihrungsbeispiel ist, wie am besten der Fig. 2 entnommen werden kann, die Arretierungsanordnung
ebenfalls als elektromagnetisches Glied, nämlich als Relais 24 dargestellt, welches entsprechend
stationär gelagert ist und mittels eines bügeiförmigen
Jochteils 24a einen Schwenkhebel 25 um einen Drehpunkt 26 so lagert, daß im Ruhezustand, also im nichtangesteuerten
Zustand der Spule des Relais 24 der Schwenkhebel 25 mit seinen beiden Endbereichen 25a, 25b am zweckmäßigsten
In seitliche Ausnehmungen des oberen und des unteren Schlittens 11, 12 eingreift und diese in ihrer Position
festlegt. Diese Arretierung kann auch durch einfache formschlüssige Anlage erfolgen, je nachdem, welche Vorspannungskräfte
auf den Schwenkhebel 25 einwirken. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist schematisiert
ein Pedorchen 27 vorgesehen, welches den Schwenkhebel
in der Ruheposition zur arretierenden Anlage an die Schlitten 11, 12 vorspannt. Wird das Relais 24 angesteuert, dann
verdreht sich der Schwenkhebel 25 um seinen Drehpunkt entsprechend dem Doppelpfeil E im Uhrzeigersinn und gibt
die Schlitten 11, 12 zur Durchführung der Meßbewegung
/14
2156/ot/mü
1 3.05.1988 - 14 -
frei. Die Arretierung erfolgt daher durch Federkraft bei nichtangesteuertem Relais, so daß in der Ruheposition
kein Stromverbrauch auftritt. Der für die Freigabe der Schlitten erforderliche Strom zur Ansteuerung des Relais
24 der Arretierungsanordnung kann dann gleichzeitig durch
Betätigung eines Schalters zugeführt werden, der auch die anderen elektrischen Funktionskomponenten des Geräts, wie
weiter unten noch erläutert, aktiviert.
Eine mögliche Ausführungsform einer Rolle oder Walze
kann beispielsweise so aussehen, wie in Fig. 3 in erheblich größerem Maßstab gezeigt. Eine solche Rolle 15 verfügt
über ihren Umfang über Ringausr°hmungen und Ringvorsprünge
und weist beidseitig zentral Ausnehmungen für die Lagerung über Spitzen auf. Ferner qind beidseitig
äußere erste Ringflansche 29 vorgesehen, die Anschläge gagen ein seitliches Weggleiten der oben und unten aufgelegten
und in Fig. 3 im Profil erkennbaren Schlitten 11', 12' bilden. Nach innen daran anschließend sind nach
außen spitz zulaufende Ringlagervorsprünge 30 gebildet, die der schneidenartigen Auflage der im Profil dickeren
Endstücke 11a, 12a der Schlitten 11', 12' dienen.
Erfolgt die Umschlingung der Rollen 15 durch breitere Bändchen, dann ist die sich nach innen anschließende
Fläche eben ausgebildet; es kann aber auch eine Ringausnehmung 31 etwa in der Mitte jeder Rolle vorgesehen
sein, in welcher dann eine die Rolle 15 umschlingende Schnur geführt ist, die an den zugewandten Innenflächen
der beiden Schlitten in geeigneter Weise festgemacht ist. Hierdurch erzielt man eine hervorragende Leichtgängigkeit
mit praktisch völlig lageunabhängiger Verstellmöglichkeit der Schlitten relativ zueinander, so
/15
2156/ot/mü
13.05.1988 - 15 -
daß auf den Meßschlitten M (und natürlich auch auf den unteren Gegenschlitten 12) ausschließlich die für den
Meßvorgang relevanten Kräfte und Bewegungskomponenten einwirken, die dann auch meßtechnisch erfaßt werden
können.
Die Grundfunktion eines solchen Geräts kann dann so sein,
elektronische Logikschaltung, ein Rechner, ein programmgesteuerter
IC oder ein entsprechender, vorzugsweise auf digitaler Basis arbeitender Baustein vorgesehen ist,
der, ebenfalls vorzugsweise vor jeder Messung eine Eichung des Gesamtgeräts zunächst durchführt, wozu noch
ein Referenzsystem vorgesehen sein kann, welches bei 32
in Fig. 1 angedeutet ist und seine Hauptaufgabe darin findet, durch Erzeugung einer vorgegebenen, also genau
bekannten Kraft der Bewegung eines der Schlitten Widerstand zu leisten; diese Kraft wird dann als Bezugsmaßstab
in den Ablauf der nachfolgenden Messungen aufgenommen und ermöglicht eine Aussage über den absoluten Wert
der aufzuwendenden Kraft, um die gewünschte Abplattung
mit vorgegebenem Durchmesser des Augapfels während des Meßvorgangs zu erreichen. Nach einer solchen Kalibrierung
über ein Referenzsystem 32 kann dann das Gerät an das Auge herangebracht werden, und zwar wegen der Einfachheit
und Genauigkeit der Messung und der hier im wesentlichen automatisch ablaufenden Meßvorgänge auch von ungeübtem
Personal, von Privatleuten zur Selbstdiagnose u.dgl., woraufhin durch eine Schalterbetätigung das Gerät aktiviert
wird und der Meßschlitten 11 das Prisma 13 mit seiner vorderen Meßfläche 13a auf das Auge preßt, bis
durch den vorgegebenen Lichtmengenabfall, gemessen über eine Fotodiode u.dgl., signalisiert wird, daß der vor-
/16
2156/ot/mü
13.05.1988 - 16 -
gegebene Standarddurchmesser der Abplattung erreicht ist. Hervorgerufen wird dieser Lichtmengenabfall dadurch,
daß das Prisma im berührungsfreien Zustand praktisch den Großteil der in es einfallenden Lichtstrahlung wieder
reflektiert, während bei Auflage auf das Auge ein bis rum vorgegebenen Standarddurchmesser immer größer werdender
Bereich der vorderen Fläche 13a reflexionsunfähig
«irH und cäeher cü? reflektierte unc? von cie>r Fotocli <">c?<=>
aufgenommene Lichtmenge (nicht dargestellt) zunehmend abnimmt. Ist der gewünschte Durchmesser erreicht, dann
zeigt das Signal der Fotodiode (ermittelt durch eine geeignete Vergleichsmessung) dem Rechner an, daß die nunmehr
über den Meßschlitten 11 auf das Auge einwirkende (und im übrigen durch die Antriebseinheit Tauchspule
mit Antriebsmagnet 21) erzeugte Kraft diesen Abplattungsdurchmesser erreicht hat. Der Rechner kann dann durch
Bestimmung des in diesem Moment durch die Tauchspule fließenden Stroms diese Kraft entsprechend zuordnen und,
falls gewünscht, auch in numerischen Werten an einem geeigneten Display anzeigen. Dies ist die Grundfunktion,
wobei auf den elektrischen, vorzugsweise programmgesteuerten Ablauf des Meßvorgangs nicht genauer eingegangen
zu werden braucht, weil die Erfindung ihr Hauptaugenmerk auf die mechanische Realisierung der lageunabhängigen
Krafterzeugung richtet.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen
und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (1)
- DIPL-ING. PETER OTT1E-^ATEN-TANWAlT"' D-7250 LeonbergVertreter beim Europäischen Patentamt / European Patent Attorney Tiroler Straße2156/ot/mü
13.05.1988Firma Datron-Electronic Pichl & Schulte KG, In den Gänsäckern, 6109 Mühltal 2 (Traisa)Schutzansprüche1. Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere zur Messung des Augeninnendrucks (Tonometer), mit einer Lagerung für ein Bewegungsglied, welches einen Druck vorgegebener Größe erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß zv. beiden Seiten von sie lagernden Rollen (15; 15a, 15b) ein erstes und ein zweites Bewegungsglied (Meßschlitten 11; Gegenschlitten 12) angeordnet sind, die miteinander zur Durchführung einer gegenläufigen Bewegung mechanisch gekoppelt sind und wobei mindestens eines der flewegungsglieder (Gegenschlitten 12) durch eine magnetische Kraft auf den Rollen gehalten ist.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Kopplung zur Durchführung der gegenläufigen Bewegung der beiden die Bewegungsglieder bildenden Meßschlitten (11) und Gegenschlitten (12) von der Reibwirkung gebildet ist, welche von dem Meßschlitten (11) und dem Gegenschlitten (12) auf die Rollen (15a, 15b) und umgekehrt ausgeübt wird./213.05.1988 " - 2 -3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Meßschlitten (11) als auch der Gegenschlitten (12) durch eine aufeinander ausgeübte magnetische Wechselwirkung zur Anlage an die Rollen (15a, 15b) gedrückt werden.4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der gegenseitigen magnetischen Wechselwirkung an einem der Schlitten (Gegenschlitten 12) ein Permanentmagnet als Haltemagnet (17) und am anderen Schlitten (Meßschlitten 11) mindestens ei« magnetisch aktiver Teilbereich (Eisenplättchen 18) angeordnet sind.5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf beide odor nur einen Schlitten eine magnetische Kraft ausübender (Permanent)Magnet als Haltemagnet am Chassis angeordnet ist.6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Haltemagneten (21/ erzeugte Kraft größer als die durch die Schwerkraft auf den jeweils unteren Schlitten (1;, 12; üblicherweise Gegrnschlitten 12) einwirkende Gewichtskraft ist.7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Schlitten (11, 12) auf vjegen über liegenden Seiten lagernden Rollen (15a, 15b) von einem Chassis (10) gelagert sind, welches eine freie gegenläufige Vera.zhiebebewegung der Schlitten (11, 12) ermöglicht.8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen im Chassis über Wälzlager oder Spitzenlager (16) leichtgängig gelagert sind./32156/ot/mü *..' .*.. *.·*13.5.1988 - 3 -9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig an den einander zugewandten Flächen der beiden Schlitten {11, 12) die Rollen (15a, 15b) von außen umschlingende Bänder oder Schnüre (19a, 19b) angeordnet sind.10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Schlitten ein Sensorkopf befestigt ist.11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensorkopf ein Prisma (13) ist.12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Normalposition obere Schlitten als Meßschlitten (11) vorne das Prisma (13) lagert, welches eine zur Anlage an ein menschliches Auge geeignete vordere flache Fläche (13a) aufweist und daß angrenzend zum mit dem Schlitten (11) verschieblich gelagerten Prisma (13) ein stationärer Lichtleiter (14) vorgesehen ist zur Aufleitung einer vorgegebenen Lichtmenge auf das Prisma (13) und zur Abnahme einer vorgegebenen, durch Refelxion veränderten Lichtmenge vom Prisma.13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Refelxionseigenschaften des Prisma (13) eine durch die Abplattung des Augapfels bei einwirkendem Druck über dem Meßschlitten (11) hervorgerufene Veränderung (Reduzierung) erfahren, die von einem lichtempfindlichen Element (Fotodiode) erfaßt und bei Erreichen eines vorgegebenen Abplattungsdurchmessers zur Signalgabe ausgenutzt wird, zur Ermöglichung der Korrelierung des in diesem Moment auf das Auge ausgeübten Drucks und des herrschenden Augeninnendurcks.2156/oL/mü '·.' -'13.05.1988 " 4 -14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Kraft ein auf einen der Schlitten (11, 12) wirkendes elektromagnetisches Antriebssystem vorgesehen ist.15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der vom Meßschlitten (11) über das Prisma (13) ausgeübten Kraft (und zu dessen mechanischer Verschiebung) das elektromagnetische Antriebssystem auf den Meßschlitten einwirkt.16. Einrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Antriebssystem aus einem Permanentmagneten als Antriebsmagenten (21) und einer Tauchspule (23) besteht, wobei der durch die Tauchspule fließende Strom ein Maß für die vom Meßschlitten (11) auf das Auge ausgebüte Kraft ist.17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmagnet (21) an einem der Schlitten (Meßschlitten 11; Gegenschlitten 12) und die Tauchspule (23) stationär am Chassis (10) angeordnet sind.18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Arretierung vorgesehen ist, die im Ruhezustand durch mechanischen Eingriff eine Verschiebung der beiden Schütten &Idigr;11, 12) gegeneinander verhindert.19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung von einem elektromagnetischen Relais (24) gebildet ist, dessen Anker als beidseitig/52156/ot/mü ' " '-13.05.1908 - 5 -wirkender Schwenkhebel (25) mittig gelagert ist und im Ruhezustand über eine einwirkende Federvorspannung mechanisch kraftschlüssig und/oder formschlüssig an beiden Schlitten (oberer Meßschlitten 11; unterer Gegenschlitten 12) anliegt und im betriebsbereiten Zustand durch das Anziehen des Relaisankers/Schwenkhebels (25) außer Eingriff zu den Schlitten (11, 12) geschaltet ist.20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein Referenzsystem (32) vorgesehen ist, welches zur Kalibrierung der durch das Antriebssystem erzeugten magnetischen Krafteinwirkung eine konstante vorbekannte Kraft auf einen der Schlitten zur Einwirkung bringt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807079U DE8807079U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8807079U DE8807079U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8807079U1 true DE8807079U1 (de) | 1988-09-01 |
Family
ID=6824558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8807079U Expired DE8807079U1 (de) | 1988-05-31 | 1988-05-31 | Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8807079U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-31 DE DE8807079U patent/DE8807079U1/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1115939B (de) | Selbsttaetig abgleichbare mechanische Rechen- und Messeinrichtung | |
| DE1623274C3 (de) | Anreiß-, Meß- oder Markierungseinrichtung | |
| DE2611476C2 (de) | Profilindikator | |
| EP3065600A1 (de) | Lattenrost-messvorrichtung | |
| CH663841A5 (de) | Zahnmesstaster. | |
| DE4129687C2 (de) | Vorrichtung zur Messung der Dicke dünner Schichten | |
| DE2106997A1 (de) | Vorrichtung zum Messen von Verschie bungen im zweidimensional Bereich | |
| EP0436670B1 (de) | Kapazitiver wiegeapparat | |
| DE8807079U1 (de) | Einrichtung zur Erzeugung einer lageunabhängigen Kraft, insbesondere Tonometer | |
| DE3142010A1 (de) | Hoehenmessgeraet | |
| DE2848638C2 (de) | Meßrolle zur Erfassung der Spannungsverteilung in einem laufenden Band | |
| DE3818434A1 (de) | Einrichtung zur erzeugung einer lageunabhaengigen kraft, insbesondere tonometer | |
| DE3113753A1 (de) | Dreiwalzenbiegemaschine | |
| DE1136850B (de) | Einrichtung zur Messung und/oder Auswertung von Spannungs-aenderungen in einem flexiblen Material | |
| DE2542354C2 (de) | Korpuskularstrahlgerät mit einem Objekthalter | |
| DE960314C (de) | Feinmessgeraet mit Tastbolzen | |
| DE2056451C3 (de) | Längenmeßgerät, insbesondere Meßuhr, mit elektrischem Grenzwertgeber | |
| DE844068C (de) | Vorrichtung zum fortlaufenden Pruefen der Dicke von Baendern, Folien, Draehten und anderen Gegenstaenden mit wenigstens einer geringen Dimension | |
| DE961232C (de) | Kraefteausgleichsvorrichtung | |
| DE1004970B (de) | Parallelfuehrungsvorrichtung fuer Zeichengeraete | |
| DE1510215C (de) | Preßwalzenteil mit gekreuzten Walzen | |
| DD151793A5 (de) | Lagerungsanordnung fuer eine walze | |
| DE1112308B (de) | Einrichtung zum Messen von Kreisteilungen, insbesondere von Eingriffsteilungen, Zahndicken, Zahnlueckenweiten an verzahnten Teilen | |
| DE2438185C3 (de) | Laufwagenzeichenmaschine | |
| DE862088C (de) | Einrichtung zum UEberwachen der seitlichen Verschiebung der Unterlage von Papierbahnen an Papiermaschinen |