DE8805792U1 - Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen - Google Patents
Vorrichtung zur Gewinnung von GefäßwandzellenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
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1
Beschreibung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen aus einem Blutgefäß. Solche Vorrichtungen
werden zum Beispiel zur Gewinnung von Endothelzellen
aus Nabelschnüren eingesetzt und sind b <- '■ a &pgr; &eegr; t -
Ein Problem bei de*· Gewinnung von Gefäßwandzellen aus
einem Blutgefäß besteht darin, daß mit der üblicherweise
verwendeten Blutabnahmekanüle durch das Einstecken sehr
leicht die Zellen und das Gefäß beschädigt werden. Das hat bei der Gewinnung von EndothelzelLen zur Folge, daß
zugleich Zellen tieferI&iacgr;egender Ze I I schichten gewonnen
werden. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen
zur Gewinnung von Gefäßwandzellen besteht darin, daß
sie eine schwierige Präparation erfordern, technisch aufwendig sind und ihre Verwendung zeitraubend ist. Besonders
große Probleme bereitet die Verbindung und das Dichtmachen des Gefäßendes. Weiterhin sind die bekannten
Vorrichtungen oftmals schwierig zu reinigen und ihro
innenseitige Sauberkeit ist nicht optisch erkennbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß sie ohne Gefahr einer Beschädigung der Gefäßwand in ein
Blutgefäß eingesetzt werden kann, kostengünstig herstellbar
und leicht zu reinigen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß djdurch gelöst, daß
die Vorrichtung ein rotationssymmetrisches Endstück mit
einer koaxialen Durchgangsbohrung aufweist, welches zwischen
einem vorderen und hinteren Zy I inderbereich einen
flanschartigen Bund hat/ und daß auf dem hinteren ZyHnderbereich
ein Schlauch sitzt, in den von der dem End-
stück abgewandten Seite ein AnschIußstück für eine Spritze
eingeschoben ist.
Eine solche Vorrichtung ist sehr einfach aufgebaut und deshalb kostengünstig herstellbar. Da sie aus drei einfach
aufgebauten Einzelteilen besteht, kann man diese zum Reinigen voneinander trennen und sich nach dem Reinigen
durch einen Blick davon überzeugen, dall diese Teile sauber sind und einen freien Durch LaH haben. Da
der vordere ZyIinderbereich des Endstückes nicht spitz
ausgebildet ist, besteht beim Einschieben der Vorrichtung in ein Blutgefäß kei.ne Gefahr einer Beschädigung
der Gefäßwand. Das Einschieben d-.r Vorrichtung und die
anschließende Benutzung wird auch dadurch begünstigt,
daO die Vorrichtung durch den das Endstück und das Anschlußstück
verbindenden Schlauch biegsam ist, wodurch ebenfalls Beschädigungen der Gefäßwand bei Bewegungen
mit der Spritze verhindert werden und die Vorrichtung
insgesamt freier und beweglicher zu handhaben ist. Hervorzuheben ist auch, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung
Leicht durch Dampf und/oder Gas sterilisiert werden kann. Bei Bruch, Verschleiß oder nicht rückgängig zu
machender Verschmutzung kann man das Endstück sehr
leicht gegen ein neues auswechseln.
Das Spannband fixiert nicht nur die Vorrichtung im Blutgefäß,
sondern gleichzeitig den Schlauch auf dem Endstück.
Dadurch wird ausgeschlossen, daß der Schlauch
sich bei hohem Druck vom Endstück abschiebt und die einzufüllende Flüssigkeit oder die auslaufende Zellsuspension
verlorengeht oder unsteril werden könnte.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wurde bisher versuchsweise
in Nabelschnurvenen und Nabelschnurarterien eingesetzt
und hat dort ihre Funktions tuchtigkeit bewiesen.
Die Vorrichtung kann natürlich bei entsprechender Bemessung
ihres Endstückes auch in Blutgefäße größeren Durch-
messers, zum Beispiel in die Aorta, eingesetzt werden.
Sie eignet sich auch dazu, Blutgefäße steril zu spülen.
Sie eignet sich auch dazu, Blutgefäße steril zu spülen.
Die Befestigung der in ein Blutgefäß eingeschobenen Vorrichtung
kann auf einfache Weise und ohne Sterilitätsprobleme erfolgen, wenn auf dem hinteren Zylinderbereich
über den aufgeschobenen Schlauch ein Klemmband gespannt
ist. Ein solches Klemmband kann wie eine Schlauchschelle
über beispielsweise die Nabelschnur mit dem Blutgefäß
gespannt werden und hält die Vorrichtung auch beim Eingeben der die Endothelzellen lösenden Flüssigkeit zuverlässig dichtend fest. Da das Klemmband über dem Zylinderbereich des Endstückes sitzt, wird auch bei hohen Spannkräften der Strömungsquerschnitt im Endstück nicht durch Verformung des Endstückes aufgrund der Spannkräfte verringert. Würde man das Klemmband über einen Bereich des Schlauches spannen, der sich nicht über einem ihn vor
einem Zusammendrücken schutzenden Zylinderbereich befindet, denn wäre der freie Fluß im Schlauch nicht mehr
gewährleistet und es könnte zu Schwierigkeiten führen,
die Zellen aus dem System herausfließen zu lassen.
gespannt werden und hält die Vorrichtung auch beim Eingeben der die Endothelzellen lösenden Flüssigkeit zuverlässig dichtend fest. Da das Klemmband über dem Zylinderbereich des Endstückes sitzt, wird auch bei hohen Spannkräften der Strömungsquerschnitt im Endstück nicht durch Verformung des Endstückes aufgrund der Spannkräfte verringert. Würde man das Klemmband über einen Bereich des Schlauches spannen, der sich nicht über einem ihn vor
einem Zusammendrücken schutzenden Zylinderbereich befindet, denn wäre der freie Fluß im Schlauch nicht mehr
gewährleistet und es könnte zu Schwierigkeiten führen,
die Zellen aus dem System herausfließen zu lassen.
Die einfache Form des Endstückes ermöglicht es, dieses
als Drehteil auszubilden und deshalb als Werkstoff Polytetrafluorethylen vorzusehen. Dieser Werkstoff gibt auch bei Langzeitgebrauch in die Flüssigkeit und ZeI I suspension keine toxischen Substanzen ab, wodurch die Züchtung der Zellen verhindert würde. Polytetrafluorethylen
konnte für vergleichbare Vorrichtungen jedoch nicht eingesetzt werden, da diese keine ausreichend einfache Form haben .
als Drehteil auszubilden und deshalb als Werkstoff Polytetrafluorethylen vorzusehen. Dieser Werkstoff gibt auch bei Langzeitgebrauch in die Flüssigkeit und ZeI I suspension keine toxischen Substanzen ab, wodurch die Züchtung der Zellen verhindert würde. Polytetrafluorethylen
konnte für vergleichbare Vorrichtungen jedoch nicht eingesetzt werden, da diese keine ausreichend einfache Form haben .
Eine hohe Elastizität des Schlauches ergibt sich, wenn
er aus einem Silikonkautschuk besteht. Auch dieser Werkstoff gibt selbst bei Langzeitgebraijch keine toxischen
Subs tanzen ab.
er aus einem Silikonkautschuk besteht. Auch dieser Werkstoff gibt selbst bei Langzeitgebraijch keine toxischen
Subs tanzen ab.
Vorteilhaft handelt es sich bei dem Anschlußstück um ein
bei Spritzen übliches Ed &igr;? Istahlbauteil. Natürlich könnte dieses Anschlußstück auch aus einem geeigneten Kunst-Stoff
bestehen. Wichtig ist, daß eine Spritze angeschlossen
werden kann.
tür weiteren Verdeutlichung des Grundprinzips der Erfin-Oung
ist eine Ausführungsform in der Zeichnung dar ge ~
Stellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt Sinen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung.
feie dargestellte Vorrichtung besteht im wesentlichen aus fcinem aus Polytetrafluorethylen gefertigten Endstück 1 ,
linen auf dieses aufgeschobenen Schlauch 2 aus Silikonkautschuk
und einem üblichen Anschlußstück 3 aus Edelstahl
zum Verbinden mit einer nicht gezeigten Spritze.
Has Endstück 1 hat vor einem umlaufenden Bund 4, der
Itwa 6 mm Durchmesser hat, einen vorderen Zylinderbeireich
5 und auf der anderen Seite des Bundes 4 einen hinteren Zylinderbereich 6, auf den der Schlauch 2 gr~
Schoben ist. über diesen Schlauch 2 wird zur dichtenden
(Befestigung der Vorrichtung in einem Blutgefäß ein übliches
Spannband 8 gespannt, indem d i e ■? e über beispielsweise
die das Blutgefäß aufweisende Nabelschnur gezogen
taird, so daß diese fest auf dem Schlauch 2 und der Schlauch 2 dadurch fest auf dem Zylinderbereich 6 des
Endstückes 1 sitzt. Zur Zuführung und Abführung von Flüssigkeit
hat das Endstück 1 eine koaxiale Durchgangsbohrung
1 0.
Das Anschlußstück 3 ist mit einer SchI auch tu I I e 9 von
der dem Endstück 1 abgewandten Seite her in den Schlauch 2 gesteckt. An ihm ist eine übliche, nicht gezeigte
Spritze anschließbar.
Zur Gewinnung von beispielsweise Endothelzellen steckt
man von zwei Seiten her jeweils eine der beschriebenen
Vorrichtungen mit dem Endstück 1 so weit in das Blutgefäß,
bis e'er Bund 4 dichtend in ihm zu sitzen kommt und
befestigt die Vorrichtung dann mit dem Spannband 8 , i &eegr; d
3 m man dieses beispielsweise über die auf die Vorrichtung
geschobene Nabelschnur an der dem Auslaß abge-Mandten
Seite des Bundes 4 spannt. Dann kann man auf flbliche Weise eine die Endothe I ze(Ie&eegr; lösende Flüssigkeit
einspritzen und anschließend die Flüssigkeit mit ien Endothelzellen durch die Vorrichtung abfließen lasten.
Durch die durchmessergroße öffnung in der Stirnfläche
des Endstückes 1 und den großen Querschnitt der
•urchgangsbohrung 10 im Endstück ist eine schonende Isolierung
der Zellen möglich.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen aus einem Blutgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein rotationssymmetrisches
Endstück (1) mit einer koaxialen Durchgangsbohrung (10) aufweist, welches zwischen einem
vorderen und hinteren Zylinderbereich (5, 6) einen
flanschartigen Bund (4) hat, und daß auf dem hinteren
Zylinderbereich (6) ein Schlauch (2) sitzt, in den von
der dem Endstück (1) abgewandten Seite ein Anschlußstück
(3) für eine Spritze eingeschoben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem hinteren Zylinderbereich (6) über den aufgeschobenen
Schlauch (2) ein Klemmband (8) gespannt ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Endstück (1) aus Polytetrafluorethylen besteht.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (2)
aus einem Silikonkautschuk besteht.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück
(3) ein bei Spritzen übliches Ede Istah I bautei I ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805792U DE8805792U1 (de) | 1988-05-02 | 1988-05-02 | Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805792U DE8805792U1 (de) | 1988-05-02 | 1988-05-02 | Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805792U1 true DE8805792U1 (de) | 1988-09-01 |
Family
ID=6823601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805792U Expired DE8805792U1 (de) | 1988-05-02 | 1988-05-02 | Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805792U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-02 DE DE8805792U patent/DE8805792U1/de not_active Expired
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