DE8804964U1 - Abstandshalter für (Beton-) Formsteine - Google Patents
Abstandshalter für (Beton-) FormsteineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter zur Bildung von pflanzlichen Bewuchs ermöglichenden Fugen (Längsfugen, Querfugen)
zwischen (Beton-)Formsteinen, insbesondere mit aufrechten,
durchgehenden Ausnehmungen.
Zur Befestigung von Bodenbereichen mit pflanzlicher Bodenbedeckung,
z.B. zur Bildung befestigter Fahrspuren auf Rasenuntergrund, ist es eine weitverbreitete Praxis, (Beton-)Formsteine
unter Bildung von pflanzlichen Bewuchs ermöglichenden 10 Fugen zu verlegen. Auf diese Weise wird der Eindruck verhindert,
daß durch geschlossene Pflasterflächen begrünte Gebiete
zerschnitten werden. Beim Verlegen von (Beton-)Formsteinen in
unbefestigtem Untergrund werden üblicherweise Abstandhalter eingesetztf die zum einen das Ausrichten der (Beton-)Formsteine
4 9*4 * » I
eiihebiiöh vereinfachen Und zürn äiideren/ für den Fäll/ daß
es sich Um nicht verrottbäre Abstandhalter handelt/ die
beim Verlegen eingestellte F\igenb£eite auf Dauer erhalten.
Um trotz der Verwendung von Abständhüitern eine Begrünung
der Fügen zu ermöglichen/ werden unter anderem Abstandhalter
verwendet, die vertikale Pflanzkanäle aufweisen/ also Durchgangsöffnungen in vertikaler Richtung, oder als Hohlprofil
ausgeführt sind.
Abstandhalter dieser Art bilden demnach vertikale Trennwände
innerhalb der Fugen/ die eine für die Befestigung des Erdreichs in den Fugen sowie ein gleichmäßiges Wachstum
der Begrünung erförderliche Querentwicklüng der Wur-^
zein behindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abstandhalter vorzuschlagen, der einen pflanzlichen Bewuchs der
Fugen in keiner Weise behindert, gleichwohl eine sichere Abstützung der (Beton-)Formsteine untereinander ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der erfindungsgemäße Abstandhalter
gekennzeichnet durch quer bzw. horizontal verlaufende, durchgehende Öffnungen*
Der erfindungsgemäße Abstandhalter besteht aus drei in etwa gleichem Abstand voneinander angeordneten horizontalen
Stützwandungen, die mit zwei Verbindungsstreben untereinander verbunden sind. Diese Art der offenen Bauweise
hat neben der für die Querentwicklüng der Wurzeln wichtigen
horizontalen Durchgängigkeit den Vorteil großer Steifigkeit in Belastungsrichtung. Letzteres wird auch unterstützt
durch die einstückige Fertigung des Abstandhalters als Spritzgußteil.
Die einzelnen Stützwandungen des Abstandhalters sind U-förmig
ausgebildet und weisen einen Zentriervorsprung auf
4t,-» &agr;*·
t * * « ♦*
t * * « ♦*
-&dgr;&igr; zur paßgenauen Anlage an die (Beton-)Formsteirie* Die U-förmige
Gestaltung der Stützwandungen bietet den Vorteil, daß einerseits eine breite Basis zur sicheren Abstützung
vorhanden ist, und andererseits, bedingt durch die schlanke
Ausführung der U-fÖrmigen Gestaltung, eine breite, vertikal durchgehende Öffnung des Abstandhalters vorhanden
ist. Somit Wird auch das Pflanzenwachstum in vertikaler
Richtung von dem erfindungsgemaßen Abstandhalter nicht behindert i
10
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die detaillierte Ausgestaltung der Stützwandungen.
\ Ein Aüsfuhrüngsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an-
jg hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Abstandhalter in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine Stützwandung des Abstandhalters gemäß Fig. 1
als Draufsicht,
Fig. 3 eine unter Verwendung von Abstandhaltern gebildete Pflasterfläche aus (Beton-)Formsteinen/
25
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus der Pflasterfläche gemäß Fig. 3,
Fig. 5 einen Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Abstandhalters,
Fig. 6 eine weitere Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Abstandhalters.
Der in den Zeichnungen dargestellte Abstandhalter wird eingesetzt beim Pflastern von Pflasterflächen aus (Beton-)
Formsteinen 11 (Fig. 3); hierbei dient er der Bildung von
pflanzlichen Bewuchs ermöglichenden Langsfugen 12 Und
Querftigs?!1) 13 1ZWiSChOn den (Beton-^)Formöteinen 11 (Fig.*. 3/
Fig. 4).
Der Abstandhalter 1 0- besteht aus drei in gleichen Abständen
voneinander angeordneten horizontalen Stützwandungen 14 und Verbindungsstreben 15 zur Verbindung der Stützwand
düngen 14 untereinander.
Die Stützwandüngen 1 4 v/eisen eine im wesentlichen U-förmige
Kontur auf und sind zusammengesetzt aus einer Basis 16
mit zwei rechtwinklig davon abgehenden Schenkeln 17. Ein Teil der Basis 16 ist als Zentriervorsprung 18 ausgestaltet.
Dieser erstreckt sich rechtwinklig ausgehend von einem den Schenkeln 17 gegenüberliegenden Längsrand 19 der
jj Basis 16, derart, daß jeweils ein Teil des Längsrandes 19
mit einem Seitenrand 20 bzw* 21 des Zentriervorsprungs 18 eine rechtwinklig verlaufende Anlagekante 22 bzw* 23 bildet
zur Ausbildung einer Querfuge 13 zwischen zwei benach-20
barten (Beton-)Formsteinen 11.
Die Schenkel 17 der Stützwandungen 14 sind zur Bildung der
Längsfugen 12 bestimmt. Die Länge der Schenkel 17 ent-
= spricht der Breite des Zentriervorsprungs 18; somit ent-
steht ein einheitliches Fugenbild der aus (Beton-)Förmsteinen
11 gebildeten Pflasterfläche. Die Schenkel 17 sowie
der Zentriervorsprung 18 und die Basis 16 weisen an
ihren Rändern ~nt.erschiedliche Ausnehmungen 24 sowie 25
J auf. An den freien Enden der Schenkel 17 ist jeweils ein
halbkreisförmiger Ausnehmung 24 vorgesehen= Der Durchmesser
der Ausnehmungen 24 ist kleiner gewählt als die Breite der Schenkel 17. Somit verbleiben in jedem Anlagebereich
26 zwischen den Schenkeln 17 und einem mittig, gleichzeitig an beiden Schenkeln 17 der Stützwandungen 14 s ." jenden
(Beton-)Formstein 11 zwei kurze Anlagekanten 27. Diese
ermöglichen ein Abstützen nach dem Prinzip der Zweibein-Abstützung, so daß die herstellungsbedingten, zufällig
-&Tgr;&Igr; entlang der Kontur der (Beton-)Formsteine 11 verteilten
Unebenheiten sich nicht nachteilig, nämlich durch Bildung einer konvergent verlaufenden Längsfuge 12, auswirken. Die
gegenüberliegend an der Basis 16 und dem Zentriervorsprung
18 der Stützwandungen 14 vorgesehenen Ausnehmungen 25 weisen
eine trapezförmige Gestaltung auf. Die Ausnehmungen 25 dienen zum einen der Materialeinsparung, zum anderen soll
durch sie die Oberfläche der Stützwandungen 14 minimiert
warden, um ein ungehindertes, vertikales Pflanzenwachstum IQ im Bereich der Abstandhalter 1 0 zu ermöglichen.
Fig. 3 zeigt eine mit Hilfe von Abstandhaltern 10 aus (Beton-) Formsteinen 11 aufgebaute Pflasterfläche. Jeder Abstandhalter
10 dient dabei der Abstützung von drei (Be-
jg ton-)Formsteinen 11. Die Höhe der Abstandhalter 10 ist der
Höhe der (Beton-)Formsteine 11 insoweit angepaßt, als ein ausreichend großer Freiraum 28 bis zur Oberkante der (Beton-
\Formsteine 11 verbleibt, so daß die Abstandhalter 10
nach Begrünung der Längsfugen 12 und Querfugen 13 nicht
mehr sichtbar sind. Die in die Pflasterfläche integrierten
Abstandhalter 10 stehen mit jeweils einer der drei Stützwandungen 14 auf dem Untergrund auf. Somit verbleiben zwei
Stützwandungen 14 für eine statisch bestimmte Abstützung
der (Beton-)Formsteine 11. Die Verbindungsstreben 15 der
Abstandhalter 10 sind so angeordnet, daß sie die Abstützung durch die Stützwandungen 14 nicht beeinträchtigen/
gleichwohl für eine ausreichende Stabiltät der Abstandhalter 10 sorgen.
* · ti
Claims (9)
1. Abstandhalter zur Bildung von pflanzlichen Bewuchs ermöglichenden
Fugen (Längsfugen, Querfugen) zwischen (Beton-)Formsteinen,
insbesondere mit aufrechten, durchgehenden Ausnehmungen, gekennzeichnet durch quer bzw. ho-
5 rizonhal verlaufende durchgehende Öffnungen.
2. Abstandhalter, insbesondere nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens zwei mit Abstand voneinander angeordnete, horizontale
Stützwandungen (14), die durch mindestens eine (auf-
10 rechte) Verbindungsstrebe (15) miteinander verbunden sind.
3* Abstandhalter1 naeh Anspruch 1 oder1 Anspruch 2, gekennzeichnet durch drei in etwa gleichen Abstanden voneinander angeord-
-2-
nete Stützwandungen (14) und durch zwei Verbindungsstreben
(15).
4. Abstandhalter nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch die Ausbildung
als (einstückiges) Spritzgußteil aus Kunststoff.
5. Abstandhalter nach Anspruch 2 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Schenkel (17) und Basis (16) aufweisende U-förmige Kontur
der Stützwandungen (14), wobei die Basis an °.inem den
Schenkeln (17) gegenüberliegenden Längsrand (19) in einen
Zentriervorsprung (18) übergeht.
6. Abstandhalter nach Anspruch 5 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der Schenkel (17) der Breite des Zentriervorsprungs (18) entspricht.
7. Abstandhalter nach Anspruch 5 sowie einem oder mehreren
der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Enden der Schenkel (17) Ausnehmungen, insbesondere
halbkreisförmige Ausnehmungen (24), vorgesehen sind, deren Durchmesser kleiner ist als die Breite der Schenkel
<17>·
8. Abstandhalter nach Anspruch 5 sowie einem oder mehreren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Zentriervorsprung (18) an seinem Längsrand eine Ausnehmung, insbesondere eine trapezförmige Ausnehmung (25),
aufweist.
9. Abstandhalter nach Anspruch 5 sowie einem oder mehreren
der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Schenkeln (17) seitlich begrenzte Rand der
Basis eine Ausnehmung, insbesondere eine
Ausnehmung (25), aufweist.
Ausnehmung (25), aufweist.
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