DE8804119U1 - Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder für vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen - Google Patents
Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder für vorzugsweise EntlüftungseinrichtungenInfo
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Description
Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder
für vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen
Die Erfindung bezieht sich auf einen druckmittelbetatigbaren Hubzylinder zum Öffnen und Schließen von vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen
wie z. B. Entlüftungsklappen in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Druckmittelbetätigbare Hubzylinder der vorgenannten Art werden z. B. zum Schließen und Öffnen von im Dach- und
Wandbereich von Hallen und dgl. angeordneten Entlüftungsvorrichtungen, Lüftungsklappen, Lichtelementen und dgl.
benutzt und sind in aller Regel mit einer Vorrichtung zur Zwangsbetätigung der Entlüftungsvorrichtung im Katastrophenfall,
z. B. im Brandfall, verbunden, welche ein bei Überschreiten einer kritischen Betriebstemperatur zerberstendes
Glasfläschchen und eins entladbare Druckluftpatrone umfaßt,
so daß die Lüftungsklappen im Katastrophettfäll nach Entladung
der Druckluftpatrone Zwangsweise in die offene Stellung mittels des Hubzylinders überführt werden können.
Bei einem bekannten druckmittelbetatigbaren Hubzylinder der vorgenannten Art (DE-OS 36 09 765) ist die Hubstange
in zwei Hubendstellungen jeweils mittels eines druckmittelbetatigbaren Sperrgliedes zu arretieren. Der dazu erforderliche
Bau- und Konstruktionsaufwand ist erheblich und
verursacht eine Vielzahl von Einzelbauteiien. Insgesamt
ist dabei zwar ein bedienungsfreundlicher und komfortabler Betrieb möglich, jedoch ist in der Anwendung eine derart
aufwendige Zylinderausbildung nicht notwendig und aus Kostengründen auch nicht erwünscht.
Ks ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einfach tu handhabenden und kostengünstigen druckmittelbetätigbaren
Kubzylinder der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem sicher z. B. Entlüftungsklappen in ihre Offen- und
Ecriließötellüriy zu überführen sind und bei dsiii gleichfalls
eichergestellt ist, daß im Katastrophenfall eine funktionstaugliche Sicherung der Klappen in ihrer Offenstellung
bewerkstelligt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich der druckmittelbetätigbare
Hubzylinder der eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale aus. Hinsichtlich wesentlicher weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Ansprüche
2 bis 8 verwiesen.
Der druckmittelbetätigbare Hubzylinder nach der Erfindung
ist ein kostengünstiges und einfach zu handhabendes Gerät,
das mit nur einer geringen Anzahl von insgesamt verschleißunanfälligen Bauteilen in der Lage ist, z. B. Entlüftungsklappen sicher in ihre Offen- und Schließstellung zu bringen
und gleichfalls bei Überschreiten eines vorgebbaren Betriebsdruckes die Hubstange selbst und damit" automatisch
und ohne sonstigen z. B. manuellen Einfluß von außen her die Arretierung der Hubstange in einer die Offenstellung
der Luftungsklappen sicherstellenden Hubstängensteilung
zu gewährleisten. Aufwendige und insbesondere int Katastrophenfall
außerordentlich anfällige gesonderte Druckluftanschlüsse zur Entriegelung des Sperrgliedes sind in vorteilhafter
Weise nicht notwendig.
So kann der Hubzylinder nach der Erfindung Gehäuseteile haben, die insgesamt einen Arbeitsdruckraum des Arbeitskolbens
sowie einen inneren Fuhrungsraum umgrenzen. Innerhalb»
des Gehäuses soll dabei die Hubstange längsbeweglich geführt sein, deren vorderes Ende mit einem Gestänge oder dgl.
von zu Öf£n*aeien '. zw* zu schließenden Lüftungsklappen 2t1.
verbinden ist. Zweckmäßigerweise 1st an dem rückseitigen Ende der Hubstange der Arbeitskolben befestigt, der eine
Druckangriffsflache hat, die über den vorzugsweise im hinteren
Gehäuseteil ausgebildeten Druckmittelanschluß mit vorzugsweise Druckluft als Druckmittel zu beaufschlagen
1st, so daß die Hubstange pneumatisch bewegt werden kann. An der der Druckangriffsfläche gegenüberliegenden Fläche
ces ärbeitskölböfiä kann eins Druckfeder sbgsstützt sein,
«o Jaß der Arbeitskolben bzw. die Hubstange nach Entlastung
des Arbeitsdruckraumes mittels Federkraft in die Hubendeteilung zu überführen sind, in der die Lüftungsklappen
geschlossen sein sollen. Zur Verriegelung der Hubstange kann ein Sperrglied vorgesehen sein, das senkrecht zur
Hubstangenlänt>Jachse längsbeweglich ausgerichtet ist und
lediglich manuell mittels z. B. eines Ringes in eine Entriegelungsstellung entgegen der Kraft einer Feder zu bewegen
ist. Zur Halterung des Sperrgliedes in dieser Entriegelungsstellung kann ein die Hubstange umgebendes, vorzugsweise
scheibenförmiges Halteteil mit einem kragenförmigen Randansatz vorgesehen sein, das mit seinen vorderen Enden
in eine am Sperrglied ausgebildete Randausnehmung zur Halterung des Sperrgliedes in seiner Sperrstellung eingreift,.
Die Hubstange ist relativ beweglich zum Halteelement ausgebildet, welches rückseitig von einer Feder mit auf den
Betriebsdruck im Katastrophenfall angepaßter Federkraft ausgebildet ist, c*^ daß bei Vorliegen z. B. des Entladungsdruckes einer Druckluftpatrone mitteis des Mitnehmers das
Halteelement entgegen der Kraft der Feder bewegt wird und
dabei durch diese Hubstangenbewegung in eine Lage überführt
wirdt in der die vorderen Enden nicht mehr in die Randausnehmung
des Sperrgliedes eingreifen, so daß das Sperrglied entriegelt ist und hinter dem Mitnehmer einrasten kar;
Dazu ist das Halteelement mit einem inneren Aufnahmeraum versehen, der im wesentlichen den Abmessungen des Mitnehmers
angepaßt ist, so daß dieser in den Aufnahmeraum angeordnet sein kann.
Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Zeichnung sowie die nachfolgende
Beschreibung verwiesen. In der Zeichnung zeigen in jeweils schematischer Ansicht
Fig. 1 in einem Längsraittelschnitt ein Ausführungsbeispiel
des Hubzylinders nach der Erfindung, und
Fig. 2 eine Ansicht von unten auf das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Der in der Zeichnung allgemein mit 1 bezifferte Hubzylinder
hat Gehäuseteile 2, 3, 4f die insgesamt einen Arbeitsdruckraum 5 sowie einen inneren Führungsraum 7 umgrenzen. Innerhalb des Gehäuses ist eine Hubstange 8 mit Längsmittelachse
9 längsbeweglich geführt, deren vorderer Ende mit einem Gestänge oder dgl. von zu öffnenden bzw. zu schließenden
Lüftungsklappen zu verbinden ist. An dem rückseitigen Ende der Hubstange 8 ist der Arbeitskolben 6 befestigt, der
an seiner Druckangriffsfläche 10 über den im hinteren Gehäuseteil 4 ausgebildeten, in der Zeichnung im einzelnen nicht
ersichtlichen Druckmittelanschluß mit vorzugsweise Druckluft als Druckmittel zu beaufschlagen ist, so daß die Hubstange
8 pneumatisch in eine Hubstellung zu überführen ist, in der die Lüftungsklappen geöffnet sind. An der der Druckangriff eflache 10 gegenüberliegenden Fläche 11 soll eine
im einzelnen nicht dargestellte Druckfeder abgestützt sein, •o daß der Arbeitskolben 6 bzw. die Hubatange 8 nach Entlastung des Arbeitsdruckraumes mittels Federkraft in die
veranschaulichte Hubstellung zu überführen sind, in der die Lüftungsklappen geschlossen sein sollen.
Zur Verriegelung der Hubstange 8 ist ein allgemein mit
13 beziffertes Sperrglied vorgesehen, das senkrecht zur Hubstangenlangsaohse längebeweglich ausgerichtet ist und
nach Arretierung der Hubstange lediglich manuell mittels des Ringes 14 entriegelt werden kann. Das Sperrglied weist
ein Stang&nteil 15 auf, das über eine Feder 16 abgestützt
ist. Am rückseitigen Endbereich der Hubstange &bgr; des veran-
schaulichten Ausfuhrungsbeispiels sind ein Anlageteil 17 sowie ein Mitnehmer 19 vorgesehen, der seinerseits einen
schräg nach außen zulaufenden kragenformigen Blockierrandansatz 18 aufweist. Das Anlageteil 17 ist über eine Feder
22 an dem Mitnehmer 19 abgestützt. Bei normalem Betriebsdruck von z. B. 6 bar liegt in der Hubendstellung der Hubstange,
die der ersten Hubendstellung entspricht, das vordere Ende des Anlageteils 17 an der Anlagefläche 21 des
Gehäuseteils 2 an. In dieser Position ist mittels das Blockierrandansatzes der Sperrstift 15 des Sperrgliedes
entgegen der Kraft der Feder ein wenig nach unten bewegt. Die Feder 22 ist derart ausgelegt, daß die Hubstange bei
diesem Betriebsdruck noch keine weitere Bewegung relativ zu dem Anlageteil 17 durchmachen kann. Diese Relativbewegung
und damit das Zusammendrücken der Feder 22 ist erst dann möglich, wenn der vorgegebene Betriebsdruck vorherrscht,
wie er z. B. beim Entladen der Druckluftpatrone im Katastrophenfall auf den Arbeitskolben 6 wirkt, so daß die
Hubstange ihre Endhubbewegung durchmachen kann und ihre
zweite Hubendstellung einnimmt. Im Verlaufe dieser Endhubbewegung bewegt sich der Blockierrandansatz 18 des Mitnehmers
19 über die Sperre hinweg, so daß die Sperre bzw. der Sperrstift 15 unter Einfluß der Kraft der Feder 16
hinter dem Blockierrandansatz 18 verrasten kann.
Claims (12)
- Busse & Busse PatentanwälteEuropean Patent AttorneysColt International Holdings AG Dipl.-lng. Dr. iur. V. Busse* Dipl.-Ing. Dietrich BusseKeltenweq 6 Dipl.-Ing. Egon BünemannCH^631 2 Steinhausen 0-4 500 OsnabrückGroBhandelsring &bgr; Poslfacti 1228 Telefon: OS 41-58 60 81/82 Telegramm·: patgewar Osnabrück Telekopierer: OS 41-58 81 6425.03.1988 P/TeAnsprüche:1. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder zum Öffnen und Schließen von vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen wie z. B. Entlüftungsklappen mit einem auf der Mantelfläche einer 3nrigsbeweglichen Hubstange angeordneten, in einem einen Druckmittelanschluß aufweisenden Arbeitsdruckraum beweglich geführte-- Arbeitskolben und mit einem vorzugsweise senkrecht zur Hubstangenlängsachse ausgerichteten, federbelastbaren Sperrglied zur Hubstangenarretierung, dadurch gekennzeichnet , daß der Hubstange (9) ein Mitnehmer (i9) zugeordnet ist, mit dem bei Oberschreiten eines vorgebbaren Betriebsdruckes durch eine Endhubbewegung der Hubstange(9) ein das Sperrglied (13) in seiner Sperrstellung blockierendes Halteelement in eine das Sperrglied (13) freigebende Betriebsstellung oder das Sperrglied (13) in eine die Hubstangenarretierung ermöglichende Auslosestellung überführbar ist.
- 2. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach Anspruch1, dadurch gekennzeichnet f daß das Halteelement über eine Feder am Hubzylinder abgestützt und die Feder derart ausgelegt ist, daß das Halteelement erst bei überschreiten dea vorgebbaren Betriebsdruckes mittels des Mitnehmers aus der Sperrstellung bewegbar ist.
- 3. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelementals die Hubstange (8) tungebendes Scheibenteil ausgebildet ist und das Sperrglied (13) an seinem oberen Ende eine Randausnehmung aufweist, in die ein vorderer Endbereich des Halteelementes zur Sperrgliedarretierung einführbar ist.
- 4. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubstange (8) über den Mitnehmer (19) verriegelbar ist.
- 5. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Halteelement einsn im wesentlichen den Abmessungen des Mitnehmers (19) angepaßten Aufnahmeraum hat.
- 6. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach Anspruch1 , dadurch gekennzeichnet, daß dem Mitnehmer (19) ein Anlageteil (17) vorgeordnet ist, das an dem Mitnehmer (19) über eine Feder (22) abgestützt ist.
- 7. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (19) einen kragenformigen, schräg nach außen zulaufenden Blockierrandansatz hat, daß das Anlageteil <17) bei Erreichen einer ersten Hubendstellung an einem Gehäuseteil abstützbar ist und daß der Mitnehmer (19) sowie die Hubstange bei Oberschreiten des vorgebbaren Betriebsdruckes relativ zu dem am Gehäuseteil abgestützten Anlageteil (17) in eine die Hubstangenarretierung ermöglichende zweite Hubendstellung bewegbar sind.
- 8. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem dar Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr glied (13) lediglich nach manueller Betätigung entriegelbar ist.
- 9. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet« das der Arbeite·« kolben {5) als einseitig druchmittelbeaufschlagbarer und einseitig federkraftbeaufschlagbarer Arbeitskolben ausge-bildet ist.
- 10. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet » daß der Endhubweg der Hubstange (8) zur Sperrgliedentriegelung weniger als 5 % das Gesamthubweges der Hubstange (8) beträgt.
- 11 . Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet» daß der Gesamthubweg der Hubstange (8) in etwa 125 mm beträgt
- 12. Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, daß der Hubzylinder (1) mit einem Normalbetriebsdruck von ca. 6 bar betreibbar und das Halteelement (17) bei einem Betriebsdruck von 10 bar in die das Sperrglied (13) freigebende Betriebsstellung überführbar ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE8804119U DE8804119U1 (de) | 1988-03-26 | 1988-03-26 | Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder für vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE8804119U1 true DE8804119U1 (de) | 1988-06-09 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE8804119U Expired DE8804119U1 (de) | 1988-03-26 | 1988-03-26 | Druckmittelbetätigbarer Hubzylinder für vorzugsweise Entlüftungseinrichtungen |
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|---|---|
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-
1988
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