DE8804000U1 - Platte zum Verkleiden von Decken und/oder Wänden - Google Patents

Platte zum Verkleiden von Decken und/oder Wänden

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DE8804000U1
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Description

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Die Erfindung betrifft eine Platte zum Verkleiden von Decken und/oder Wänden insbesondere von Raum- und Außenschießanlagen.
Es ist bekannt, zum Verkleiden der Decken und/oder Wände von Raum- und Außsnschießsr.lagen und der Begrenzup.gswar.de von Außenschießanlagen, Platten aus Gummigranulat zu verwenden. Die beispielsweise rechteckigen oder quadratischen Platten müssen handlich und separat austauschbar sein; sie werden deshalb mittels Holzschrauben auf eine Holzleisten-Unterkonstruktion auf der zu verkleidenden Fläche festgeschraubt. Die Gummigranulatplatten absorbieren den Schall und dämpfen den Aufprall von Kugeln, so daß diese abgleiten bzw. nur wenig von der Platte abprallen.
Es hat sich allerdings herausgestellt, daß insbesondere von durchschlagskräftigen Hand-Feuerwaffen abgefeuerte Geschosse, wie Hartmantelgeschosse von Gewehren, die Gummigranulat-Verkleidung völlig durchdringen und sodann von der dahinterliegenden, gegebenenfalls mit Stahlplatten versehenen Wand in Gegenrichtung abgelenkt werden, so daß die Kugeln die Granulatplatte in umgekehrter Richtung durchdringen und als Querschläger im Schießbereich den Schützen oder sonstige, sich dort aufhaltenden Personen erheblich gefährden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Platte zu schaffen, die eine einfache Montage erlaubt und die vorgenannten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verbundplatte gelöst, die als Basis ein Aluminiumblech aufweist, das vorzugsweise mit einer Gummigranulat-Deckplatte verbunden ist, wobei vorteilhaft eine Synthesekautschuk-Kleberschicht einen festen Verbund des Aluminiumbleches mit der Gummigranulat-Deckplatte schafft. Bei einer Wand- bzw. Deckenverkleidung aus einer solchen Verbundplatte kann ein auftreffendes Geschoß zwar möglicherweise das beispielsweise ca. 4 mm dicke Aluminiumblech durchdringen, nicht jedoch als Abpraller der verkleideten Wand auch noch einmal in Gegenrichtung die Verbundplatte durchdringen; das Geschoß hat nämlich seine Energie aufgezehrt und fällt in den durch die Unterkonstruktion geschaffenen Hohlraum zwischen der Wand und der Verbundplatte.
Als Material für die Deckplatte läßt sich anstelle von Gummigranulat vorteilhaft auch Mineralwolle oder Schaumstoff, wie insbesondere Styropor, verwenden. Mit derartigen, gegenüber Gummigranulat weicheren und weitaus weniger zähen Materialien läßt sich das bei Granulatplatten häufig unvermeidliche Herausgleiten der in die Platte eingedrungenen Geschosse, vor allem von Kunststoffgeschossen verhindern. Bei der Auswahl des jeweiligen Deckplatten-Materials ist unbedingt darauf zu achten, daß dieses unbrennbar ist.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Verbundplatte können die umfangsseitigen Stirnflächen der Deckplatte mit Ausnehmungen versehen sein, wobei vorteilhaft die von dem Aluminiumblech abgewandten Außenkanten der Längsseiten der Deckplatte mit L-förmigen Auskerbungen und vorzugsweise die Stirnflächen der Breitseiten der Deckplatte mit Nuten versehen sind. Damit läßt sich eine sehr einfache Montage der
beispielsweise 500 mm langen und 500 mm breiten Platten beim Verkleiden von Decken erreichen. Die Platten brauchen nämlich mit ihren sich über die gesamte Länge erstreckenden Auskerbungen lediglich auf die Flansche von zuvor an der Decke verschraubten Winkelprofilen, vorzugsweise T-förmigen Profilen, reihenweise aufgeschoben bzw. eingehängt zu werden . Der· Abstand der s.n der Decke VcröCiir&ubtcn Profilträger voneinander entspricht etwa der Abmessung der Verbund-( platte.
Jede Platte wird somit außen, d.h. entlang ihrer die L-förrnigen Auskerbungen aufweisenden Längsseiten von einem Flansch des Trägers abgestützt, wobei sich mit einem T-Profilträger die Längsseiten zweier benachbarter Verbundplatten abstützen lassen, d.h. für zwei nebeneinander liegende Verbundplatten bzw. von diesen gebildeten Platten- Reihen werden drei Längsträger benötigt. Um ein Durchhängen der beiden nicht abgestützten Seiten der Verbundplatte auszuschließen, lassen sich in die Nuten der breitseitigen Stirnflächen mit der Decke verschraubte Profile einrasten und auf diese Weise eine allseitige Abstützung der Verbundplatte erreichen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. i in der Draufsicht und geschnitten dargestellt als Teilausschnitt eine mit einer erfindungsgemäßen Verbundplatte verkleidete Stahlwand,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße, an beiden Längsseiten Auskerbungen aufweisende Verbundplatte im Querschnitt ,
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Fig. 3 die Verbundplatte gemäß Fig. 2 entlang der Linie III-III geschnitten,
Flg. 4 als Teilausschnitt eine Deckenverkleidung mit erfindungsgemäßen Verbundplatten, die mit ihren L-förmigen Auskerbungen auf einem Flansch eines an einer Betondecke befestigten T-Profilträgers aufliegen, und
Fig. 5 eine Deckenverkleidung gemäß Fig. 4 mit einer die Sichtseite des T-Profilträgers abdeckenden Leiste.
Die Verbundplatte 1 besteht aus einem Aluminiumblech 2 als Basisplatte und einer damit über eine Kleberschicht 3 verbundenen Deckplatte 4, die vorzugsweise aus Gummigranulat&ldquor; alternativ beispielsweise aus Mineralwolle oder Schaumstoff besteht. Zum Verbinden der Aluminiumplatte 2 mit der Deckplatte 4 wird die vorher mit einem Lösungsmittel entfettete Aluminiumplatte 2 mit der Kleberschicht 3 versehen, danach die Deckplatte 4 aufgelegt und leicht angedrückt. Die Kleberschicht 3 ist bereits nach wenigen Minuten ausgehärtet, und es liegt danach ein fester Verbund zwischen der Aluminiumplatte 2 und der Deckplatte 4 vor.
Die Verbundplatten 1 werden mittels nicht dargestellten Holzschnellbauschrauben an eine Holz-Unttrkonstruktion einer zu Verkleidenden, in Fig. 1 als Stahlplatte ausgebildeten Wand 5 angeschraubt. Die Stahlwand 5 weist mehrere aufgeschweißte U-Laschen 6 auf, in die Leisten 7 der Holz-Unterkonstruktion eingelegt und mittels Schrauben p £° ichert sind. Die Leisten 7 der Holzunterkonstruktion lassen sich auch direkt mit geeigneten Schrauben auf dem zu beklei-
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denden Untergrund befestigen. Die Verbundplatte l besitzt mehrere Durchgangsbohrungen 9, die entsprechend dem horizontalen und/oder vertikalen Abstand der Holzleisten 7 der Unterkonstruktion so vorgebohrt sind, daß sie nach dem Ansetzen der Verbundplatte 1 mit Sicherheit auf eine Holzleiste 7 treffen. Durch Vorbohren der Durchgangsbohrungen 9 von der Rückseite, d.h. der Aluminiumplatte 2 her, lassen sich ansonsten von sogenannten Bohrkränzen hervorgerufene Aufwerfungen vermeiden und damit eine dichte Anlage der Verbundplatte 1 an den Leisten 7 der Holz-Unterkonstruktion erreichen.
Die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Verbundplatte 101 weist periphere Ausnehmungen der Deckplatte 104 auf, und zwar sind beide Längsseiten 10 mit rechtwinkligen Auskerbungen 11 an den von der Aluminiumplatte 102 abgewandten Außenkanten 12 versehen. Hingegen weisen die Stirnflächen der Breitseiten 13 der Verbundplatte 101 mittig angeordnete Nuten 14 auf, die sich Über die gesamte Breite erstrecken (vgl. die Strichelung in Fig. 2).
Die Verbundplatte 101 eignet sich bevorzugt zum Verkleiden von Decken 15, wie in Fig. 4 dargestellt. Die Unterkonstruktion besteht dort aus in der Decke 15 verankerten Stahlwinkeln 16 mit darin fluchtend angeordneten Hammerkopfschrauben 17, auf deren gegenüber den Stahlwinkeln 16 vorspringenden Köpfen 18 ein Fuß 19 eines T-Prof 11 träger» &aacgr;&thgr; aufgeschober, ist. Der Fuß 19 ist zu diesem Zweck als rechteckiges Hohlprofil mit einem Längsschlitz 21 in der dem Kopf 18 zugewandten Seite ausgebildet. Auf dem Flansch 22 beiderseits des Steges 23 des T-Profilträgers 20 brauchen dann lediglieh noch die Verbundplatten 101 mit ihren
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Auskerbungen 11 aufgelegt zu werden, um eine abgehängte Deckenverkleidung zu schaffen. Der T-Profilträger 20 verläuft mit seinem Steg 23 stets zwischen den Längsseiten 10 zweier benachbarter Verbundplatten 101.
Die Sichtseite des Flansches 22 des T-Profilträgers kann entweder mit einer Einbrennlackierung, beispielsweise in einem der Umgebung entsprechenden Farbton, versehen oder (") wie in Fig. 5 dargestellt - durch eine Zierleiste 24 abgedeckt sein. Als Abstützung der Verbundplatte 101 auch an den Breitseiten 13, womit sich ein Durchhängen dieser Seiten verhindern läßt, ist - wie in Fig. 3 dargestellt ein Flansch 25 eines mit der Decke verankerten T-Profils 26 in die breitseitigen Nuten 14 der Verbundplatten 101 eingerastet .
2 md

Claims (9)

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    Dr.-lng. Reimar.fcJQCiig · · \ .OiplHhg. Klaus Bengen
    Wilhelm-Tel!-Stn 14 ACX3Q Pusaeldorf 1**Te!efon 3070 56 Patentanwälte
    23.März 1988 37 486 K
    Theo Schmidt, Fichtenhain 12, 4030 Ratingen 5
    "Platte zum Verkleiden von Decken und/oder Wänden"
    Schutzansprüche:
    1. Platte zum Verkleiden der Decken und/oder Wände insbe-( ) sondere von Raum- und Außenschießanlagen, gekennzeichnet durch eine ein Aluminiumblech (2, 102) als Basis aufweisende Verbundplatte (1, 101).
  2. 2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das> Aluminiumblech (2, 102) mit einer Gummigranulat-Deckplatte (4, 104) verbunden ist.
  3. 3. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumblech (2, 102) mit einer Schaumstoff-Deckplatte (4, 104) verbunden ist.
  4. , &ngr; 4. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumblech (2, 102) mit einer Mineralwolle-Deckplatte (4, 104) verbunden ist.
  5. 5. Platte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine dAs Aluminiumblech (2, 102) mit der Deckplatte (4, 104) verbindende Kleberschicht (3).
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  6. 6. Platte nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Kleberschicht (3) aus Synthesekautschuk.
  7. 7. Platte nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch periphere Ausnehmungen (11, 14) der Deckplatte (104).
  8. 8. Platte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß J die von dem Aluminiumblech (102) abgewandten Außenkanten (12) der Längsseiten (10) der Deckplatte (104) mit L-förmigen Auskerbungen (11) versehen sind.
  9. 9. Platte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Breitseiten (13) der Deckplatte (104) mit Nuten (14) versehen sind.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4122877A1 (de) * 1991-07-11 1993-01-14 Messerschmitt Boelkow Blohm Vorrichtung zur vermeidung von geschossabprallern
FR2742461A1 (fr) * 1995-12-14 1997-06-20 Sirp Revetement isolant phonique-thermique et son procede de pose
EP1757749A4 (de) * 2004-04-28 2011-06-29 Yoshino Gypsum Co Plattenbaumaterial, verfahren zur herstellung von plattenbaumaterial, installationsverfahren für plattenbaumaterial

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE4122877A1 (de) * 1991-07-11 1993-01-14 Messerschmitt Boelkow Blohm Vorrichtung zur vermeidung von geschossabprallern
FR2742461A1 (fr) * 1995-12-14 1997-06-20 Sirp Revetement isolant phonique-thermique et son procede de pose
EP1757749A4 (de) * 2004-04-28 2011-06-29 Yoshino Gypsum Co Plattenbaumaterial, verfahren zur herstellung von plattenbaumaterial, installationsverfahren für plattenbaumaterial

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