DE8802810U1 - Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter, verseuchter oder vergifteter Luft - Google Patents
Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter, verseuchter oder vergifteter LuftInfo
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Description
«<<« ff il Mf it··
iuf ftainlauna vrafegahlfcer. Hamburg, 15·02·88
y er ·auahtar oder vergifteter Luft
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter,
verseuchter oder vergifteter Luft vor deren Eintritt in ttmrt»n ^&iacgr;&bgr; Aüßssluft *!?0·"<=&idigr;&idigr;&idigr;5&agr;&bgr;·&eegr;· S^hUtsrÄuine mi.tfc.ala eines
stirnseitig mit je einer Luftdurchtritteöffnung auegestatteten
Filters, vorzugsweise eines sogen. ABC-Kompaktfilters, die mit
den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ausgestattet ist.
Bei den Vorrichtungen dieser Gattung (DE-GM 8712536.6) sind die Luftdurchtritteöffnungen des Filters offen und können daher
nicht bereits vor Eintreten des Ernstfalls in dem Gehäuse gelagert werden, weil sich dort das stark hygroskopische Filtermaterial
nach längerer Lagerzeit mit Feuchtigkeit anreichern und damit seine Wirksamkeit verlieren könnte.
Das Filter muß daher in einer separaten luft- und wasserdichten Verpackung außerhalb der Anlage gelagert werden. Im Ernstfall
muß die Verpackung gelöst, die Anlage geöffnet, das Filter eingebracht und die Anlage wiedergeschlossen werden. Diese Art
des Inbetriebsstellungbringens der Anlage ist naturgem&ß zeitraubend
- es werden hierfür ca. 10 Minuten benötigt - und außerdem mit Gefahren für die Besatzung im Schutzraum verbunden.
Um diese Mängel zu überwinden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Luftdurchtrittsöffnungen des Filters mittels je
einer aus Aluminiumblech oder dgl. bestehenden Verschlußfolie luft- und wasserdicht verschlossen sind und daß im Gehäuse eine
von außen betltigbare Offnungevorrichtung für die Veraehlußfolien
vorhanden ist, die mit zwei Stempeln ausgestattet ist, von denen der eine der eintrittseitigeö und der andere der austrittseitigen
Verschlußfolie zugeordnet ist und die in Außerbetriebstellung
iä Abstand von der zugehörigen Verschlußfolie gehaltert sind und in Betriebsstellung in Richtung auf die zugehörige
Verschlußfolie verschiebbar sind, derart, daß die Verschlußfolien durchstoßen werden and der Luftdurchtritt durch das Filter
freigegeben wird.
• · · 44 4 · &bgr; . *
Hierdurch können di· filter ständig auch fiber lange Zeiträume
hinweg im unverpackten Zustand im Anlageneyitem verweilen und
eingelagert werden.
Im Ernstfall, z.B. bei ABC-Verschlußzustandsforderung, ist die
Anlage ohne zeitraubende und komplizierte Manipulationen, lediglich
durch Betatigen der öffnungsvorrichtung in Betriebsstellung
zu beringen.
Bevorzugte Aueführungearten der Stempel sind in den Unteransprüchen
2-5 gekennzeichnet, wobei allen diesen Ausführungen gemeinsam ist, daß die Öffnung der Verschlußfolien mit möglichst
geringem mechanischen Aufwand erfolgt und eine möglichst geringe Drosselung des Luftstroms durch die geöffnete
Luftdurchtrittsöffnung erzielt wird.
Im Anspruch 6 ist eine Ausführungsmöglichkeit für die Betätigung der öffnungsvorrichtung angegeben, wobei hier das Verschieben
der Stange naturgemäß von Hand, elektrisch oder pneumatisch vorgenommen werden kann.
Die Ansprüche 7 und 8 kennzeichnen besondere Ausführungsarten,
nach denen ein Filterwechsel auch während eines Ernstfalls ermöglicht ist.
Nachfolgend ist der Gegenstand der Erfindung anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungebeispielen näher
erläutert. Bs zeigen:
aber ohne Betätigungsvorrichtung in den
(Öffnungsstellung) und Außerbetriebsstellung bei
geöffneten Verschlußfolien, Fig. 2a-b eine Betätigungsvorrichtung in den Positionen:
(Öffnungsstellung} und
Fig. 3a-c eine Betätigungsvorrichtung ähnlich den Fig. 2a-b,
Fig. 3a-c eine Betätigungsvorrichtung ähnlich den Fig. 2a-b,
jedoch mit integrierter Verschlußklappe«
In sämtlichen Figuren sind gleich oder entspr. Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Ferner sind der Einfachheit
wegen die Begrenzungswand.- die den Schutzraum von der Außenluft
trennt und an deren Innenseite eich die dargestellte Vorrichtung
befindet, die in die Außenluft l»sw. den Schutzraum ausmündenden
Sammelkanaläste sowie das Gebläse jeweils fortgelassen. In den Fig. la-c ist mit G ein Gehäuse bezeichnet, daß im
vorliegenden Ausführungsbeispiel quaderförmige Gestalt aufweist und durch zwei Trennwände 1,2 in drei Kammern 3,4,5 unterteilt
ist, die nur durch mittig in den Trennwänden angeordnete öffnungen
&Iacgr;',2', miteinander verbunden sind. Die Kammer 3 weist einen
Anschlußstutzen 6 für den Außenluft-Sammelkanalast auf, während
die Kammer 4 mit einem Anschlußstutzten 7 für den Raumluft-Sam melkanalast
ausgestattet ist. Die Kammer "> dient der luftdichten
Aufnahme eines im vorliegenden Ausführungsbeispiel zylindrisch gestalteten Kompaktfiltere 8, das an seinen Stirnflächen mit je
einer Luftdurchtrittsoffnung 9', 10'ausgestattet ist, wobei
sich diese bei eingelegtem Filter in axialem Abstand von den Offnungen 1', 2'befinden und mit diesen fluchten. Die Luftdurchtrittsöffnungen
9', 10'sind jeweils mit einer Verschlußfolie 9,10 aus Aluminiumblech versehen, die einen luft- und wasserdichten
Abschluß des Filters 8 nach außen gewährleisten. An der Innenseite der Stirnwände des Gehäuses C- ist jeweils ein
Stempel 11,12 derart angeordnet, daß er mit den Offnungen l',2'
und 9', 10'fluchtet und in Achsrichtung in einer Führung 13,14
verschiebbar ist.
Die Stempel 11,12 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel kegelförmig gestaltet und weisen jeweils auf ihrer Kegelfläche
Schneidkanten auf, die beim Verschieben der Stempel 11,12 aus ihrer in der Fig. la dargestellten NicHtgebrauohsstellung in
die in der Fig. Ib dargestellten Gebrauchsstellung die Verschlußfolien
9,10 aufschneiden und so, in ihre Nichtgebrauehssteilung
zurückgezogen, den in Fig. Ic alt Pfeilen angedeuteten Weg der Luft durch das Filter freigeben.
In den Fig. 2a-2b ist eine Vorrichtung zu» Betätigen der Öffnungsvorrichtung
für die Verschlußfolien 9,10 gezeicit&s.r wobei
der Einfachheit wegen nur die lufteintrittsseitige Hälfte der Vorrichtung dargestellt ist sowie die Trennwände 1,2 fortgelassen
sind.
In dem Zwischenraum zwischen dem Mantel des Filters 8 und dem
Mantel des Gehäuses G ist eine Stange 14 längsverschieblich gelagert, deren Lufteintrittsseitiges Ende mit dem einen Arm 16
eines in der Kammer 3 schwenkbar gelagerten Doppelhebels 15 gelenkig zusammenwirkt, während der andere Arm 17 des Doppelhebels
13 an dem kegelförmigen Teil des Stempels 11 derart angreift, daß er beim Verschieben der Stange 14 in Richtung auf
die Stirnwand des Gehäuses G den Stempel 11 aus seiner in Fig. 2a dargestellten Hichtgebrauchsstellung in die in Fig. 2b dargestellte
Gebrauchsstellung verschiebt, wobei die Schneidkanten seines kegelförmigen Teils die Verschlußfolie 9 aufschneiden
und bei geringfügigem Weiterschieben der Stange 14 die Verschlußfolienlappen an die Wandung der Durchtritteöffnung 9'andrücken.
Bei der Variante nach den Fig. 3a-3c, in der wiederum nur eine Hälfte der Vorrichtung dargestellt ist, ist die Öffnung l'in
der Zwischenwand 1 von einer glockenförmigen, im öffnungssinn
federbelaatatan Varachlußklappa 19 beherrscht, in daran Höhlung
dar Stempel 11 untergebracht ist und die zuglaich als Führung für diaaan dient.
Dia Betätigung dar Varschlußklappe 11 erfolgt durch aina nicht
dargestellte Betätigungsvorrichtung, während die Betätigung des
Stempel· 11 in einngaaäß gleicher Waiaa vorgenommen iat, wie in
dan Fig. 2a-2b dargestellt.
Daa Zusammenwirken dar beiden Betätigungevorrichtungen arfolgt
hierbei darart, daß in dar Außerbetrieb··tellung nach Fig. 3a
die Varachlußklappa 19 geschlossen iat und dar Hebalarm 17 daa
Doppelhebel· IS außar Eingriff mit daa Stempel 11 iat und daß
in ainar Zwischen·teilung naeh Fig. 3b dar genannte Habalarm 17
über den durch die Varaehlußklappa 19 hindurchregenden Führung·-
dorn 18 in Eingriff mit daa fteapel 11 gelangt und ihn gagan
dia Durchtritteöffnung 91Ia filter 8 verschiebt und daß
•chließlich in dar eigentlichen Betrieb··teilung naeh Fig. 3c
dar Hebelarm 17 den Führungedorn 18 freigibt und die
Veraohlußklappa 19 durch die nicht dargestellte
Betätigungsvorrichtung in Offan·tellung gelangt.
Bei diaaer Variante let soait ein Filterweohael wie er bei den
üblichen nichtverechloneenen Filtern vorgenommen wird, ebenfalle
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möglich, wobei diesen Bekannten gegenüber der Vorteil erzielt wird, daß das auszuwechselnde Filter aufgrund seiner Schlußfolie
nicht in einer wasser- und luftdichten Verpackung gelagert werden muß und somit im Ernstfall schneller zur Verfugung steht.
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Claims (8)
1. Vorrichtung zur Reinigung veretrahlter, verseuchter oder
vergifteter Luft vor deren Eintritt in gegen die Außenluft
abgeschlossene Schutzräume mittels eines stirnseitig mit je einer Luftdurchtrittsöffnung ausgestatteten Filters, vorzugsweise
e^-nes ABC-Kompaktfilters, das in einem Gehäuse eingeschlossen
ist, das im Bereich seiner einen Stirnseite luftdicht an einen in die Außenluft ausmündenden Sammelkanalast (kontaminierte
Seite) und im Bereich seiner anderen Stirnseite luftdicht an einen in den Schutzraum ausmündenden Sammelkanalast
(dekontaminierte Seite) angeschlossen ist, wobei die Luft durch ein in den Sammelkanal eingeschaltetes elektrisch angetriebenem
Gebläse durch das System gefordert wird, dadurch gff Kt1 HTIffiftichnet. da? die Luftdurchtrittsöffnungen (9*,10') des
Filters (8) mittels je einer aus Aluminiumblech oder dgl. bestehenden Verschlußfolie (9,10) luft- und wasserdicht verschlossen
sind und daß im Gehäuse (G) eine von außen betätigbare Öffnungsvorrichtung für die Verschlußfolien (9,10? vorhanden
ist, die mit zwei Stempeln (11,12) ausgestattet ist, von denen der Stempel (11) dor einurittseitigen Verschlußfolie (9)
und der Stempel (12) der austrittseitigen Verschlußfolie (10)
zugeordnet ist und die in Außerbetriebestellung im Abstand von der zugehörigen Verschlußfolie gehaltert sind und in Betriebe-Stellung
in Richtung auf die zugehörige Verschlußfolie verschiebbar sind, derart, daß die Verschlußfolien durchstoßen
werden und der Luftdurchtritt durch das Filter freigegeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch oakannzalehnwi·.. daß die
Stempel (11,12) kegel- oder kegelstumpfförmig gestaltet sind
und längs der Kegelflächen mit Schneidkanten ausgestattet sind,
derart, daß sie die Vtrsehlußfolien (9,10) sternförmig aufschneiden
und die Verechlußfolienlappen an die Wandung der
Durchtritteöffnungen (9\10') drücken.
1 . > 1 I &Idigr; till« Il &igr;
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzej r?hn«»fc - daß die
Schneidkanten beweglich, vorzugsweise ausschwenkbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stempel (11,12) nach Art von Stanzen gestaltet sind, derart, daß sie die Verschlußfolien (9,10) entlang ihrem Umfangsrand
aus ihrer Luftdurchtrittsöffnung herausstanzen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stempel (11,12) mit Dornen ausgestattet sind, derart, daß die Verschlußfolien (9,10) mit einer Vielzahl von Bohrlöchern versehen
sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet
. daß zur Betätigung der Öffnungsvorrichtung im Gehäuse
(6) eine Stange (14) längsverschieblich und ein Doppelhebel
(15) schwenkbar gelagert ist, wobei der eine Hebelarm (16) des Doppelhebels (15) mit dem einen Ende der Stange (14) zusammenwirkt
und der andere Hebelarm (17) an dem Stempel (11) derart angreift, daß bei Verschieben der Stange (14) in der einen
Richtung der Stempel (11) in seine Außerbetriebsstellung und bei Verschieben in der anderen Richtung in sein Betriebsctellung
verbracht wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch aekennft?i?hPftfc-&tß
sie mit einer an sich bekannten Anordnung, bei der zwischen Gehäuse (G) und Raumluft-Sammelkanalast ein einen
Filterwechsel gestattender Verschlußdeckel eingeschaltet ist und der Außenluft-Sammelkanal mit einer Verechlußklappe, die
bei entnommenem Filter den Außenluft-Sammelkanalast abschließt,
ausgestattet ist, derart baulich vereinigt ist, daß die Verschlußklappe
den zugehörigen Stempel glockenförmig übergreift und zugleich als Führung für diesen dient, wobei die Betltigung
von Verechlußklapp* und stempel so vorgenonaen ist, daß zuerst
der Stempel die versehlußfolle öffnet und erst dann die verechlußklappe
den Luftweg zu» filter freigibt.
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8. Anwendung dee In Aneprueh 7 g«k«nnseiehn«t«n Prinxipe
bauliehen Vereinigung bei einer en eiflh bekennten Vorrichtung
mit zwei oder mehr parallelaeechalteten Filtern.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802810U DE8802810U1 (de) | 1988-03-03 | 1988-03-03 | Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter, verseuchter oder vergifteter Luft |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802810U DE8802810U1 (de) | 1988-03-03 | 1988-03-03 | Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter, verseuchter oder vergifteter Luft |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8802810U1 true DE8802810U1 (de) | 1988-06-30 |
Family
ID=6821367
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8802810U Expired DE8802810U1 (de) | 1988-03-03 | 1988-03-03 | Vorrichtung zur Reinigung verstrahlter, verseuchter oder vergifteter Luft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8802810U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015067329A1 (de) * | 2013-11-07 | 2015-05-14 | Gerhard Kemper | Anschliessvorrichtung |
-
1988
- 1988-03-03 DE DE8802810U patent/DE8802810U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015067329A1 (de) * | 2013-11-07 | 2015-05-14 | Gerhard Kemper | Anschliessvorrichtung |
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