DE8802782U1 - Schalldämmrandstreifen mit Schaum-Halteflansch - Google Patents

Schalldämmrandstreifen mit Schaum-Halteflansch

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    • E04BUILDING
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    • E04F15/00Flooring
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Description

Schalldämmrandstreifen mit Schaum-Halteflansch
Die Erfindung betrifft einen Schalldämmrandstreifen für Deckenkonstruktionen aus geschäumten Kunststoffen, insbesondere aus PE-Kunststoffen, der im eingebauten Zustand einen vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt sowie einen davon abwinkelbaren Kaiteflansch aufweist.
Der übliche Konstruktionsaufbau für eine Decke in einem Wohngebäude ist:
- Rohdecke
- Dämmschicht
- Abdeckfolie
- Estrich
Im Randbereich stößt der Estrich nicht unmittelbar an das Mauerwerk, sondern ist noch eine Randdämmschicht zwischen dem Estrich und dem Mauerwerk vorgesehen. Als Randsämmschicht findet üblicherweise Kunststoffschaum Verwendung. Der Schaum wird in Streifen angeliefert. Die Schaumstoffstreifen für den Dämmrand haben eine Dick« zwischen 5 und 12 mm.
Im einfachsten Fall wird der Streifen nur 1n vertikaler Anordnung eingebaut. Darüber hinaus 1st e* bekannt, den SchalIdämmrandstreifen unten abzuwinkein. Der abgewinkelte Teil dient als Halteflansch,, Indem er unter die Trittschalldämmung verlegt wird. Der Halteflunsch hat verschiedene Vorteile; u. a. positioniert der Halteflansch ölen Schalldänmrandstreifen In der vorgesehenen Rand-Dämmstellung. Darüber hinaus bildet der Halteflansch einen Widerstand gegen Herausreißen, wenn nach Fertigstellung des Estrichs der Über dem Estrich hervorstehende Teil des SchalldSmmrandstreifens abgerissen wird. Ohne den Halteflansch besteht oatfich Gefahr, daß der Schalldammrandstreifen herausgezogen wird.
Es hat sich gezeigt, daß der Halteflansch jedoch auch Nachtelle hat( wenn der Schaumstoffstreifen mit dem Halteflansch einstückig und mit gleicher Dicke hergestellt wird. Dann entwickelt der streifen nach dem Abwinkein des Haltefiarisches erhebliche kräfte, die die Verlegung erschweren.
- 2
Zur Oberwindung dieser Nachteile 1st es bekannt, den Halteflansch dadurch separat herzustellen, daß der Schaumstoffstreifen In Längsrichtung geteilt wird. An der Trennstelle wird nachträglich wieder eine Verbindung mit einer Kunststoffolle hergestellt. Die Kunststoffolle wird mit beiden Schaumstoffstreifenteilen verschweißt. Die dUnne Kunststoffolle 1st praktisch rückstellkräftefrei.
Allerdings 1st zu einem solchen praktisch rUckstellkarftefreien Haiteflanscn ein erheblicher technischer Aufwand erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufwand fUr die Herstellung eines Halteflansches zu verbessern. Nach der Erfindung wird das dadurch erreicht, daß der Halteflansch durch einen aufgeklebten oder aufgeschweißten Schaumstoffstreifen gebildet 1st, dessen Dicke mindestens 2 mm geringer als die D1ck6 des vertikalen Schalldämm- und Trennabschnittes 1st, jedoch maximal 3 mm und minimal 0,5 mm; d. h. nach der Erfindung wird auf herkömmliche Schal idäSwnrandstreifen ein diinner separater Schaumstoffstreifen aufgeklebt oder aufgeschweißt. Vorzugsweise 1st die Dicke dieses den Halteflansch bildenden separaten Schaumstoffstreifens 1 mm. Der Oberiappungsbereich des dünnen Schaumstoffstreifens mit dem den vertikalen Schalldämmtrennabschnitt bildenden Schaumstoffstreifens kann gering sein. Ausreichend sind 5 - 20 mm. Vorzugswelse beträgt der Oberlappungsbereich 10 mm. Mit einer solchen Überlappung ist eine ausreichende Festigkeit der Schweiß- bzw. Klebestelle gewährleistet. Das gilt auch 1m Hinblick auf Toleranzen in der seitlichen FUhrung beider Schaumstoffs tre if en -
Als erfindungsgemäßer separater dünner, aufgeklebter oder aufgescfev/eißter Schaumstoffstreifen kann Einfachmaterial (Billigmateric.}) geringen Raumgewichtes Verwendung finden. Solches Raumgewicht liegt bei Polyäthylenschaumstoff bei 15 - 20 kg/m3. Im Vergleich dazu liegt das Rauragewicht des vertikalen Schalldämm- und Trennabschnittes Übt icherweise bei mindestens 25 kg/m3.
Das geringe Reingewicht Tür den den Halteflansch bildenden Schaurastoffstreifen hat nicht nur Preisvorteile, sondern auch Funktions-
vorteile. Der Funkt1onsvorte11 Hegt 1n der großporigen Oberfläche solcher Schaumstoffe. Derartige Oberflächen geben dem Ha1tef1ansch eine große Reibung zwischen der Dämmschicht der Rohdecke. Im Vergleich dazu wäre die Reibung einer glatten PolyäthylenfoHe (nicht Schaumstoff) so gering, daß ein solcher Halteflansch keine nennenswerte Haltefunktion entfaltet.
In der Zeichnung 1st ein AusfUhrungsbe1sp1e1 der Erfindung dargestellt.
MU dem Bezugszeichen 1 1st In der Zeichnung Insgesamt ein Schalldämmrandstreifen bezeichnet, der fllr Deckenkonstruktionen bestimmt 1st. Im Ausflihrungsbeispiel 1st eine Deckenkonstruktion mit einer Rohdecke, einer Trittschalldämmung und Estrich vorgesehen. Auf dem Estrich wird Üblicherweise ein Fußbodenbelag verlegt.
Der SchalIdämmrandstreifen besteht Im Ausführungsbeispiel aus einem Polyäthylenschaum. Er besitzt 1m Querschnitt einen Im eingebauten Zustand vertikalen Schall dämm- und Trennabschnitt 5 sowie einen davon abwinkelbaren Halteflansch 8, der 1m abgewinkelten Zustand den Estrich bzw. die Trittschal!dämmschicht unterfaßt.
Der Schalldämm- und Trennabschnitt 5 und der HaUefiansch 8 sind getrennte Bauteile. Während der Schall dämm- und Trannabschnitt 5 Im Ausführungsbeispiel aus einem Polyäthylenschaumstoff mit einem Raumgewicht von 25 kg/m3 besteht, ist für den Halteflansch 8 ein Polyäthylenschaumstoff mit einem Raumgewicht von ca. 20 kg/m3 vorgesehen. Der den Halteflansch 8 bildende Polyäthylenschaumstoff-Streifen hat im Ausführungsbeispiel eine Dicke von 1 mm und ist hochflexibel bzw. läßt sich praktisch rückstell kräftefrei abwinkein. Der 1m Einbauzustand den vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt 5 bildende Schaumstoff streif en hat la Ausführtmgsbei spiel 10 mti Dicke»
In Fig. 2 ist das Oberlappungsmaß des den Halteflansch 8 bildenden Schaumstoffstreif ens mit den den vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt bildenden Schaumstoffstreifen S nit C bezeichnet; die Breite des Halteflansches mit B. Die Breite des den Halteflansch bildenden SchaumstoffStreifens 8 setzt sich aus den Maßen C und B zusammen.
Im Ausführungsbeispiel 1st C * 10 mm, B = 60 mm. Das Maß B kann auch 30 oder 150 mm betragen.
Der den Halteflansch 8 bildenden Schaumstoffstrelfen .ist 1m Ausführungsbeispiel auf den den vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt S bildenden Schaumstoffstrelfen aufgeschweißt. Die Schweißung wird Kittels Heißluft dadurch herbeigeführt, daß die Schweißflächen der beiden Schaumstoffstrelfen angeschmolzen und die Schaumstoffstrelfen ünschlisSsnd aRsinar.dergsdrückt werden. Der übrige Bereich des Schaumstoffes bzw. der Schaumstoffstreifen wird durch das Anschwellen mit Heißluft nicht beeinträchtigt, da der Schaumstoff eine sehr {erInge Wärmeleitfähigkeit besitzt; d.h. die Erwärmung pflanzt sich von den mit Heißluft angeblasenen Schweißflächen nur sehr langsam im Schaumstoff fort. Bei definierter Anblasung kann deshalb ausgeschlossen werden, daß der Schaumstoff Schaden nimmt.
Der den vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt 5 bildende Schaum-Stoff streif en 1st an dem dem Halteflansch 8 abgewandten Ende mit mehreren zum Rand parallelen Einschnitten 9 versehen. Die Einschnitte 9 bilden Sollrißlinien, an denen nach Fertigstellung des Estrichs der Überstehende Teil des vertikalen Schalldämm- und Trennabschnittes 5 abgerissen werden kann.
Oarüber hinaus kann wahlweise der erfindungsgemäße, den HalteTlansch 8 bildende dünne Schaumstoffstreifen auch in Ausführungsbeispielen mit selbstklebender Positionierungsfläche bzw. einem zum Positionieren bestimmten Klebestreifen Anwendung finden. Die Klebefläche bzw. der Klebestreifen 1st dann bei 10 vorgesehen. Der Klebestreifen kann durch ein Selbstklebeband, jedoch auch durch einen weichen anderen Kunststoffstreifen gebildet werden, der seinerseits an der dem den vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt 5 abgerundeten Seite selbstklebend ausgebildet oder mit einem Klebeband versetien ist. Der jo vorbereitete SchalIdämmrandstreifen 1 wird mit der klebenden Seite am Mauerwerk positioniert. Das erleichtert erheblich das Verlegen des Schalldämmrandstreifens.
&phgr; t · «II
Wahlweise findet der den Halteflansch 3 bildende dünne Schaumstoff-Streifen auch auf solche SchalIditamrandstreifen Anwendung, did gentöf Flg. 2 bei 11 mit einem Streifen aus Po1ya*thy1enfu11e versehen'Sind. Oer glatte Polyäthylenfolienstreifen 11 1st angeschweißt. Die Anschweißung erfolgt in gleicher Welse mit Heißluft wie die des den Malteflansch 8 bildenden Schaumstoffstre1fens. Der (auch ungescfoäumte) Polyäthylenfolienstreifen 11 1st 1n Flg. 2 1n abgewinkelter Form dargestellt. Zwischen dem abgewinkelten Ende des Folienstreifens und dem abgewinkelten Haltenansch 8 liegt im Einbauzustand die Dämmschicht der Rondecke. Der Po1yäthylenfol1enstre1fen 11 hat die Aufgabe, die Fuge zwischen dem vertikalen Schal ldämmrandstrei fein 1 und der horizontalen Dämmschicht abzudichten. Damit soll verhindert werden, daß insbesondere Fließestrich 1n die Fuge fließt und eine Schallbrücke bildet. Der Fol1enstre1fen 11 hat eine Breite von 100 mm bis 400 mm. Das hängt von der Ausbildung des horizontalen Oämmateriales ab. Die größeren Längen sind vorzugsweise für solche Dämmplatten vorgesehen, die an der Oberseite eine zur Aufnahme von Fußbodenheizungselementen geeignete Profilierung aufweisen.

Claims (4)

Schutzansprüche
1. Schalldämmrandstreif en Tür Deckenkonstruktion mit Dämmungsmaterial aus geschäumten Kunststoffen, insbesondere aus PE-Kunststoffen, der im eingebauten Zustand einen vertikalen Schalldämm- und Trennabschnitt sowie einen davon abwinke!baren Halteflansch aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteflansch (8) durch einen aufgeklebten oder aufgeschweißten Schaumstoffstreifen gebildet ist, dessen Dicke mindestens 2 mm geringer als die Dicke des vertikalen Schalldämm- und Trennabschnittes (5) ist, jedoch maximal 3 mm und minimal 0,5 mm.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Dicke von 1 mm für den Halteflansch (8).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halteflansch (8) aus PE-Kunststoffschaumstoff mit einem Raumgewicht voi 15 - 20 kg/m3 besteht.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, gekennzeichnet durch ein Oberlappungsmaß (C) von 5 - 20 mm.
DE8802782U 1988-03-02 1988-03-02 Schalldämmrandstreifen mit Schaum-Halteflansch Expired DE8802782U1 (de)

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