DE8802725U1 - Zweikammerspritze - Google Patents

Zweikammerspritze

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DE8802725U1
DE8802725U1 DE8802725U DE8802725U DE8802725U1 DE 8802725 U1 DE8802725 U1 DE 8802725U1 DE 8802725 U DE8802725 U DE 8802725U DE 8802725 U DE8802725 U DE 8802725U DE 8802725 U1 DE8802725 U1 DE 8802725U1
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Alpha Therapeutic 6070 Langen De GmbH
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Alpha Therapeutic 6070 Langen De GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
    • A61M5/28Syringe ampoules or carpules, i.e. ampoules or carpules provided with a needle
    • A61M5/284Syringe ampoules or carpules, i.e. ampoules or carpules provided with a needle comprising means for injection of two or more media, e.g. by mixing

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  • Veterinary Medicine (AREA)
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  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Description

-1-Baachceibunq
Be werden seit langet zeit Zweikammerspritzen verwendet, wobei in einet Kammer pyrogenfreies Lösungsmittel und in der zweiten Kammer, die der Spritzennadel zugekehrt ist, eine durch Lyophylisieren in der Spritze selbst erhaltene Füllung vorliegt, die bei Betätigung der spritze durch das pyrogenfreie Wasser gelöst und dann injiziert wird.
Nun gibt es eine ganze Reihe von Wirkstoffen auf der Basis humaner Plasma-Proteine, die aktivitätsempfindlich sind. Dies bedeutet, daß sie nicht in höherer Konzentration über vernUnftige Zeiträume von beispielsweise einigen Stunden in Lösung gehalten werden können, dh die Substanz dabei biologische Aktivität verliert oder gar zersetzt werden kann und zum Teil ausfällt. Dies gilt insbesondere für Faktor VIII. Derartige Präparate können derzeit nur in verhältnismäßig geringer Konzentration verwendet werden. Für hinreichend therapeutisch wirksame Injektionslösungen ist die Konzentration in den für Injektionsspritzen noch tragbaren Ampullengrößen zu gering. Sie werden daher als infusionslösung eingesetzt. Da diese Lösungen notwendigerweise sehr verdünnt sein müssen, dauert die Infusion und somit die Zufuhr des Wirkstoffes sehr lange.
Erwünscht ist aber in den meisten Fällen eine schnelle Zufuhr der Wirkstoffe, um eine möglichst schnelle Wirkung zu erzielen. Selbst für mäßig erhöhte Konzentrationen solcher Wirkstoffe ist aber die für eine infusion erforderliche Zeitspanne häufig zu groß, um eine Zersetzung oder Verschlechterung der Substanz auszuschließen*
Fur den Einsatz zur direkten Lyophilisierung in der Zweikammerspritze waren die bisher erhältlichen Lösungskonzentrationen zu gering, um bei einer einmaligen 35
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-2-
Lyophylisierung eine hinreichende Menge der substanz in der Kammer zu erhalten. Ein mehrmaliges Auffüllen und Lyophilisieren in der Kammer ist aber aus den gleichen Gründen nicht möglich/ die für den Einsatz höher
^ konzentrierter Lösungen allgemein gelten, da wegen der Aktivitätsempfindlichkeit solcher humaner Proteine beim erneuten Füllen der Kammer das protein geschädigt werden könnte. . . -
Es ist nun bekanntlich gelungen, wesentlich höhere
Lösungskonzentrationen solcher Proteine zu erzielen, die hinsichtlich der zeitlichen Beständigkeit und der Konzentration ausreichen, um bei einmaliger Befüllung der Spritzenkammer und sofortiger Lyophilisierung den Wirkstoff ohne Schädigung in die Spritzenkammer zu bringen, so daß eine so präparierte Spritze längere Zeit gelagert werden kann und erst beim Einsatz unmittelbar vor der injektion das Protein durch das pyrogenfreie Lösungsmittel in der anderen Spritzenkammer gelöst und sofort injiziert wird. Somit beträgt die zeit in Lösung vor der tatsächlichen Anwendung höchstens einige Minuten.
Auf diese Weise ist es nun möglich, aktivitätsempfindliche humane Proteine in der gewünschten hohen Konzentration, also innerhalb einer kurzen Zeitspanne zu verabreichen.
Solche Präparate sind insbesondere Urokinase, Pro-ürokinase, TPA, Streptokinase, Faktor VIII und Faktor IX sowie Antithrombin III. 30
So kann man bei den üblichen Kamraergrößen solcher Spritzen von bis zu 6 ml der Kammer, welche die zu Lyophilisierende Lösung (also den Wirkstoff) aufweist und bis zu 4,5 ml für das Lösungsmittel beim Einfüllen von 3 bis 3,5 cm des Plasmakonzentrates etwa 2 bis 3 Millionen Einheiten
-3-
Urokinase, Pro-Unrokinase, TPA oder Streptokinase, ca. 1000 Einheiten Faktor VIII oder Faktor IX und ca. SOO bis 1000 Einheiten Antithrombin III bei einmaligem Lyophilisieren in
der Wirkstoffkammer der Spritze unterbringen, 5
Man kann bei einem Kammervolumen von 6 ml höchstens 3 bis 3,5 cm an zu lyophilisierender Lösung einfüllen, da beim Lyophilisieren die Lösung spritzt und an der Wand hochkriecht. Dies unterstreicht die Wichtigkeit relativ hoch konzentrierte Lösungen für das Befüllen zu verwenden, um therapeutisch brauchbare Mengen in der Spritzenkammer unterzubringen.
Eine solche Spritze sei anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben.
In der beigefügten Zeichnung, die eine bekannte Zweikammerspritze darstellt, ist mit dem Bezugszeichen 1 die der Kanüle zunächstliegende Kammer gezeigt, welche in ihrem inneren den lyophilisierten Wirkstoff la aufweist. Links am Hals dieser Kammer sitzt die getrennt gezeichnete Verschlußkappe, auf welche die Kanüle aufgesetzt wird. Zwischen den Bezugszeichen a - a ist eine mit kleinen Löchern versehene Platte, welche durch die Löcher und den durch eine Ausbuchtung der spritzenwand gebildete Erhebung beim Eindrücken des Kolbens 3 in die Lösungsmittelkammer das enthaltene Lösungsmittel in die Kammer 1 drückt, wo man durch kurzes Schütteln die Auflösung des lyophilisierten Wirkstoffes bewirkt und dann sofort den inhalt der Spritze verabreichen kann.
Da man nicht beliebig große Mengen an Injektionslösung injizieren kann und selbst bei i.V.-injektion die auf einmal zu injizierende Menge nicht zu groß sein sollte, kann ein Volumen der Kammer 1 von 6 ml kaum überschritten werden. Aus diesem Grunde ist es wesentlich, in einer Kammer bis zu dieser Größe möglichst vieZ Wirkstoff durch einmaliges Lyophilisieren, also auf einmal einzubringen.
.4-
üets Befallen des spritze esfiolgt in an sieh beKanneee Weis* indem, wie dies auch für das Befüllen von Fertigspritizen üblich ist, untief stetilen Bedingungen die votgegebene Menge der Lösung des einzubringenden aktivitäbsempfindlichen humanen Proteins eingebracht Wird, worauf die spritze zur nächsten Station gebracht wird, wo in situ lyophilisiert wird. Die Spritze mit dem gefriergetrockneten inhalt witd dann zur nächsten Station gebracht, wo das pyrogenfreie
1U Lösungsmittel in die zweite Kammer eingefüllt wird, worauf dann unter sterilen Bedingungen der endgültige Zusammenbau und die Verpackung erfolgen. Man kann dazu die für das Befüllen von Fertigspritzen üblichen Automaten mit nur geringfügigen Umbauten, um die Spritzengröße und das Einsetzen des Kolbens und die von der üblichen Stopfenform abweichende Form der Verschlußkappe der Spritze zu berücksichtigen, verwenden.
Solche Spritzen eignen sich nicht nur für die Anwendung in z.B. der ärztlichen Praxis und im Klinikbereich sondern insbesondere auch in der Unfallmedizin und zur Heimselbstbehandlung durch den Patienten.

Claims (2)

  1. European Patent Attorneys
    Dr.MMfcr-BoriudFanner· POB 26024Tt WOOOMunch»X
    Alpha Therapeutic GmbH Voltastr. 10 D-6070 Langen
    Deutsche Patentanwäl
    Dr. W. Müller-Bore t
    Dr. Paul Denfel Dipl.-Chem.. Dipl.-Wirtsch.-Ins.
    Dr. Alfred Schön
    Dipl.-Chcm.
    Werner Herte!
    Dipl.-Phys.
    Dietrich Lewald
    Dipl.-rng.
    Dr. Ing. Dieter Otto
    Dipl.-Ing.
    Brit. Chartered Patent Agent Peter B. Tnnniciiffe IrLA. (Oxon) Chan.
    D/Bt - A 2717G
    zweikammers^ritze -
    Ansprüche
    1. Zweikammerspritze mit pyrogenfreiem sterilen Lösungsmittel in der der Spritzennadel abgekehrten Kammer, dadurch gekennzeichnet/ daß sie in der, der Spritzennädel zugekehrten zweiten Kammer eine durch einmaliges Befallen und Lyophilisieren in der Spritze selbst erhaltene Füllung aus aktivitätsempfindlichem humanen Protein in einer zur therapeutisch wirksamen Verabreichung erforderlichen Menge aufweist.
    D-HOOO München 2 Isafiorplati &bgr;
    POB 20 02 47.,' '.. &Ogr;'&bgr;&Ogr;&Ogr;&Ogr; München 20
    Sluubopat
    ■"Tdbfoa
    089/2214 83-7
    Telecopier Infotee 0400 B
    f. ti &igr; (If MMl &lgr;&lgr;&lgr;&igr;· in
    Telex
    -2-
  2. 2. Zweikanunerspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung aus urokinase, Pro-Urokinase, TPA, Streptokinase, Faktor VIII, Faktor IX oder Antithrombin III besteht.
    I I I I * · · I · * Il &diams; *
    »I Il
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