DE8802262U1 - Zentralheizungskessel - Google Patents
ZentralheizungskesselInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zentral heizungskessel zur Befeuerung mit
01- oder Gasgebläsebrenner Im Leistungsbereich von ca. 15 - 100 kW. In
diesem Bereich ging die technische Entwicklung In den letzten 10 Jahren
Immer mehr 1n Richtung einer Einheitsbauweise, bestehend aus einem sog.
"Innenrippenrohr" mit heißer Brennkammer aus Edelstahl Innerhalb eines
zylindrischen Hassermantels und zwischen einer ebenen Frontplatte mit
der Brennertüre und einer ebensolchen Rückwand mit dem Abgassammler angeordnet.
So günstig ein solches Konstruktionsprinzip für eine ruß- und
ölderivatfreie Verbrennung sowie für einen Niedertemperaturbetrieb auch
sein mag, so ungeeignet 1st es Im Hinblick auf die In Zukunft nach den
Immissionsschutzrechfilchen Vorschriften zu erwartenden niedrigen Grenzwerte
für den Stickoxid - Auswurf. Ein weiterer Nachteil 1st - wie die
Erfahrung zeigt - die ziemlich große Empfindlichkeit gegenüber Verschmutzj.-ng,
die wie folgt zustande kommt: Die Brenner flamme muß bei
dieser Bauweise 1n ujt Edel stahl brennkammer umkehren, wodurch diese bis
zur Rotglut erhitzt viral die Verbrennungsgase strömen dann durch relativ
enge Kanäle nach hinten, die durch das Rippenprofil einerseits und die
heiße Brennkammer andererseits gebildet werden. Fährt man nun solche Kessel oft aus dem kalten Zustand heraus an oder betreibt sie längere
Zelt wasserseitig mit sehr tiefen Temperaturen (<
4Q0C), so daß an den Heizflächen trotz der Berippung der Wassertaupunkt der Heizgase unter·
schritten wird, so scheidet sich saures Kondensat ab, das anschließend
durch die Strahlungswärme der heißen Brennkammer wieder verdampft, wobei
die festen VerbrennungsrUckstände zu porösen Krusten und Blasen aufgeschäumt
werden. Diese großvolumigen Rückstände verlegen die Strömungsquerschnitte und erhöhen den heizgasseitigen Widerstand erheblich, so
daß die Brennereinsteilung nicht mehr stimmt. Die Folge sind Luftmangel
und RuSbHdung und der Kessel setzt sich dann sehr schnell zu, wenn er
nicht rechtzeitig gereinigt wird. Die Reinigung selbst 1st ohne Staubsauger
praktisch nicht durchführbar, da die Rückstände auf andere Art aus den R1ppenzw1schenräumen nicht entfernt werden können.
Aufgebe der Erfindung war es daher« die vorgenannten Nachteile der bisher
Üblichen Bauweise zu vermelden. Diese Aufgabe findet Ihre Lösung
In den vorangestellten Schutzansprllchen.
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Durch die Kbnstruktionsdetaiis nach Anspruch 1 wird zunächst erreicht,
daß die Brennerflamme schräg nach unten In den Feuerraum brennt, dessen
Auskleidung einen zu starken Wärmeentzug verhindert ,sodann durch die
gegenüberliegende Rückwand und die Im Querschnitt keilförmige Bodenhälfte
nach vorne umgelenkt wird, ohne umkehren zu müssen, und somit völlig
frei ausbrennen kann, bevor die Verbrennungsgase 1n die wassergekühlte
Wendekammer gelangen. Dort wird der Heizgasstrom nach oben umgelenkt,
wobei sich der Hauptteil etwaiger fester Verbrennungsprodukte abscheidet,
und tritt dann In die Heiztaschen (12) ein, wo an ausschließlich senkrechten
Heizflächen die restliche Wärmeübertragung an das Heizungswasser
stattfindet. Durch d4ese Art der Flammen- und HeizgasfUhrung *1"d eine
schadstoffarme Verbrennung, Insbesondere 1m Hinblick auf die Stickoxidbildung
erreicht und aufgrund der konsequenten Trennung von Ausbrand und Wärtneiibergangszonen die Verlegung der Heizflächen nahezu ausgeschlossen.
Die Merkmale des Anspruchs 2 sind Insofern von Vorteil, als der Kessel
damit Über hochwirksame Heizflächen verfUgt, die eine kompakte Bauweise
ermöglichen und aus Abfall-bzw. Restblechen hergestellt werden können,
sodaß der Heizkessel Insgesamt sehr kostengünstig gefertigt werden kann.
Außerdem bewirken die In den Strömungsquerschnitt ragenden Blechstege
eine Erhöhung der Oberflächentemperatur Innerhalb der Tasche, wac die
Aujtrocknung evtl. bei gewissen Betriebszuständen anfallenden Kondensates
und den Wärmeübergang begünstige. Durch die Schlitzung und Ausklinkung
der Stege wird die Turbulenz der Heizgase und damit die Wärme-Ubergangszahl
zusätzlich verbessert.
Die Merkmale des Anspruchs 3 ergeben aaBerordeatlIch günstige Bedingungen
für alle Reinigungs- und Wartungsarbeiten sowie besonders geringe
AbstrahlVerluste; diese Eigenschaften werden durch die von der
Kesseltlire getrennte Anordnung des Brenners an einest wassergekühlten
Brennerrohr nach Anspruch 5 zusätzlich verbessert, Indem der Brenner
dadurch 1n einer solchen Höhe über dem Fußboden angeflanscht werde» kann,
die sowohl für d1o Wartung ergonomisch zweckmäßig 1st als auch das
Ansaugen von Schmutztenchen erschwert.
Durch die 1m Anspruch 4 beschriebene RUckiaufeinfUhrung wird eine vorteilhafte
Verteilung und Vermischung des RUckiaufWassers 1n der am stärksten
beheizten Kessel zone erzielt, woraus sich 1r. Verbindung der senkrechten
Anordnung aller Heizflächen eine ausgezeichnete Eignung für den
Die einseinen Kon»trukt1onsdeta11s des erfindungsgemHöen Heizkessels
sind » für sich allein betrachtet - nicht neu, ausschlaggebend 1st vielmehr
die gelungene Kombination dieser Details zu einer Punktioneeinheit,
welche die vorbeschriebenen Eigenschaften und Vorteile 1n sich vereinigt.
Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen
F1g. 1 : Einen Längsschnitt durch den Heizkessel Flg. 2 : Den Schnitt A - A aus Fig.i
Gemäß Flg. 1 besteht der Heizkessel im wesentlichen aus zwei 1ne1nandergesteliten
Stahlblech-Zylindern (4 + 5), deren Achsen gegeneinander versetzt
sind, so daß ein ringförmiger Wasserrad (1) unterschiedlicher ^
Breite entsteht. Der Innere Zylinder (5) bildet den Feuerraum und 1st '
vorzugsweise mit Keramikfaser-Formteilen ausgekleidet, die sich aufgrund
Ihrer geringen Dichte schnell erwärmen, Kondensatbildung an den
wassergekühlten Wandungen verhindern und allzu starkem Wärmeentzug aus
dar Flamme entgegenwirken.
Dis Brennerrohr (6) 1st Im oberen Teil unter einem Winkel von ca. 20°
eingeschweißt; seine Längsachse weist In Richtung der Kessel vorderseite
( * Bedienungsseite) Auf derselben Seite 1st die Reinigungsöffnung (U)
angebracht, durch welche sowohl die Im Betrieb als auch bei der Reinigung
anfallenden VerbrennungsrUckstände entfernt werden können, die sich
In der großzügig dimensionierten Wendekammer sammeln. Deren seitliche
Wandungen werden durch die nicht feuerfest ausgekleidete vordere Hälfte des nach unten verlängerten Innenzylinders(5) sowie durch ein nach hinten
angesetztes Blech (7) gebildet, während die Uendekanerdecke (10) aus
einem sichelförmig zugeschnittenen Bleeh besteht» 1» des die Hefstasehen
(12) eingeschweißt sind. Der Boden 1st nicht wassergekühlt, um Kerrosionsprobieme
In diesen Bereich von vorneherein auszuschließen, sondern mit
einen Warmedäerafilz (8) und einer Feuerbetonschicht (9) versehen.
Oberhalb des Wasserraums (1) entsteht ein halbaondföraiger Gasraum, In
den sich die Abgase Samueln und über den nach hinten angesetzten Abgassamel
kasten (13) zum Schornstein geleitet werden können.
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Die Oberseite des Abgassamneikastens dient gleichzeitig als Trüger
flir die Scharniere der KesseitUre (14). Unter dem Abgaskasten ver-IKuft
mit einer Steigung von ca. 2° der Sicherheitsvoriaufstutzen
(19)» der am höchsten Punkt des Wasserraums (1) angeschlossen 1st
und am Ende des Abgaskastens mit diesem verschweißt 1st. Der .Vorlaufstutzen (3) 1st nur In Flg. 2 dargestellt, da er um
aus der Mittellinie herausgedreht In Höhe des Sicherheitsvorlaufs an·
geordnet 1st. Der RUcklauf (2) 1st zwar auch um 45° versetzt angeschweißt,
aber trotzdem 1n Flg. 1 eingezeichnet, um seine Höhenlage
zu markieren.
Die Fig. 3 und 4 bedürfen keiner weiteren Erläuterung, da die Heiztaschen
bereits unter Schutzanspruch 2 und bei der Beschreibung der Merkmale auf Seite 3 ausführlich behandelt wurden.
Claims (5)
1. Heizkessel 1n geschweißter Stahl konstruktion, gekennzeichnet durch
- einen als stehenden Zylinder (5) ausgebildeten Feuerraum mit einer
feuerfesten Auskleidung (17) und oberen Abdeckung (16),
- ein am oberen Ende des Feuerraums seitlich angesetztes Brennerrohr
(6), das schräg nach unten Ins Kessel Innere weist,
- eine untenliegende Wendekammer, deren seitliche Wandungen durch die
nach unten verlängerte vordere Hälfte des Innenzylinders (5) sowie
durch ein daran nach hinten angesetztes Blech (7) entsprechenden Zuschnitts gebildet wird, und
- von der Wendekammerdecke (10) senkrecht nach oben durch den Wasserraum
(1) verlaufende Heiztaschen (12).
2. Heizkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heiztaschen
(12) aus 2 symmetrischen, hakenförmig gebogenen Blechen (20) bestehen, die mittels zweier Längsnähte (21) verschweißt werden, wobei
der Heizgasquerschnitt durch die nach Innen ragenden Stege, die
In bestimmtem Abstand geschlitzt und leicht ausgeklinkt sind, in 3
Kanäle unterteilt wird.
3. Heizkessel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Feuerraum (5) und die Heiztaschen (12) durch eine obenliegende
Kesseltlire (14) zugänglich sind, die gegenüber dem Feuerraum sowohl
durch dessen obere Abdeckung (16) als auch durch eine Dämmschicht (18)
In der Türe selbst, also doppelt wärmegedämmt 1st, wobei zwischen den
vorgenannten Dämmschichten zusätzlich ein Strahl blech (15) und ein
Luftspalt angeordnet 1st.
4. Heizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daft der Rücklauf stutzen (2) knapp oberhalb der Wendekammerdecke (10)
zutschen 2 Heiztaschen (12) in den Hasserrau· eingeführt wird und
auf die hintere Wölbung des Feuerraums gerichtet 1st,
5. Heizkessel nach einen der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Brennerrohr (6) den Hasserraum (1) durchdringt und somit wassergekühlt 1st.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802262U DE8802262U1 (de) | 1988-02-22 | 1988-02-22 | Zentralheizungskessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE8802262U DE8802262U1 (de) | 1988-02-22 | 1988-02-22 | Zentralheizungskessel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8802262U1 true DE8802262U1 (de) | 1989-06-22 |
Family
ID=6820937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8802262U Expired DE8802262U1 (de) | 1988-02-22 | 1988-02-22 | Zentralheizungskessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8802262U1 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1743359U (de) * | 1956-12-11 | 1957-04-18 | Roentgen & Co | Oelheizkessel. |
| FR1477762A (fr) * | 1966-03-09 | 1967-04-21 | Union Maritime | Chaudière perfectionnée à flamme verticale descendante |
| DE6609174U (de) * | 1968-04-09 | 1972-03-16 | Ljungberg Bror Gustaf | Rauch- oder flammenrohr, insbesondere fuer heizkessel. |
-
1988
- 1988-02-22 DE DE8802262U patent/DE8802262U1/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1743359U (de) * | 1956-12-11 | 1957-04-18 | Roentgen & Co | Oelheizkessel. |
| FR1477762A (fr) * | 1966-03-09 | 1967-04-21 | Union Maritime | Chaudière perfectionnée à flamme verticale descendante |
| DE6609174U (de) * | 1968-04-09 | 1972-03-16 | Ljungberg Bror Gustaf | Rauch- oder flammenrohr, insbesondere fuer heizkessel. |
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