DE879437C - Loetgeraet - Google Patents

Loetgeraet

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DE879437C
DE879437C DES22760A DES0022760A DE879437C DE 879437 C DE879437 C DE 879437C DE S22760 A DES22760 A DE S22760A DE S0022760 A DES0022760 A DE S0022760A DE 879437 C DE879437 C DE 879437C
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DE
Germany
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soldering
housing
soldering device
bolt
heat
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Expired
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DES22760A
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English (en)
Inventor
Erwin Weidemann
Paul Dr Wenk
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K1/00Soldering, e.g. brazing, or unsoldering
    • B23K1/06Soldering, e.g. brazing, or unsoldering making use of vibrations, e.g. supersonic vibrations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Connection Of Electric Components To Printed Circuits (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

  • Lötgerät Es ist bekannt, beim Löten auf die Lötstelle Schall- oder Ultraschallschwingungen einwirken zu lassen. Dieses Verfahren ist besonders beim Löten von Aluminium und anderen schwer lötbaren Metallen vorteilhaft. Die Schwingungen können hierbei entweder unmittelbar in dem zu lötenden Werkstück erregt werden, oder sie können dem Werkstück mittelbar über den Lötbolzen zugeführt werden. Es ist beispielsweise bekannt, einen gewöhnlichen, z. B. elektrisch beheizten Lötkolben zu verwenden und an diesen einen magnetostriktiven Schwingungserzeuger anzubauen; der magnetostriktive Schwingkörper ist hierbei mit dem Lötbolzen des Lötkolbens fest verbunden, so daß sich die Schwingungen des Schwingkörpers auf den Lötbolzen und über diesen auf das Werkstück übertragen. Das Lötgerät nach der Erfindung ist einem solchen Lötkolben ähnlich, unterscheidet sich aber von diesem durch seine erfindungsgemäß fortentwickelte, den Arbeitsbedingungen besonders gerecht werdende Gestaltung. Auch das Lötgerät nach der Erfindung ist mit einem zu Schall- oder Ultraschallschwingungen erregten Lötbolzen versehen, dessen Schwingungen vorzugsweise elektrisch, insbesondere magnetostriktiv, erzeugt werden, doch ist es erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß sich der Lötbolzen, die Mittel zu seiner Schwingungserregung und vorzugsweise auch die Mittel zur Erzeugng der Lötbolzen wärme in einem gemeinsamen Gehäuse befinden, aus dem das Arbeitsende des Lötbolzens herausragt und das vorzugsweise mit einem Handgriff versehen ist. Besonders, vorteilhaft ist es, als Mittel zur Schwingungserregung einen Schwingungserzeuger mit einem elektrisch; insbesondere magnetostriktiv, erregtexr Schwingkörper vorzusehen, dessen Schwingkörper mit dem Lötbolzen fest verbunden und insbesondere koaxial zu diesem angeordnet ist oder vorzugsweise unmittelbar selbst als Lötbolzen .dient. Weitere Einzelheiten der Erfindung sowie die Vörteile des Lötgerätes nach der Erfindung werden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
  • Die Fig. z und 2 der Zeichnung zeigen ein Lötgerät nach der Erfindung im geschnittenen A.ufriß und im Grundriß. Der stabförmige Lötbolzen i ist ein magnetostriktiver Schwingkörper und besteht beispielsweise aus Nickel. Er ist von der zylindrischen Erregerwicklung :2 umgeben, die von einem zylindrischen Tragkörper 3 und den beiden Spulenstirnscheiben q. gehalten wird. Der Tragkörper 3 kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen; zur höheren Festigkeit des Gerätes kann er aber auch aus einem nichtmagnetischen Metall hergestellt werden und zweckmäßig einen Längsschlitz erhalten, um in ihm eine unerwünschte Wärmewirkung durch Induktionsströme zu verhüten. Auch die Stirnscheiben q., sofern sie gleichfalls aus Metall bestehen, erhalten aus dem gleichen Grunde zweckmäßig einen Schlitz in radialer Richtung. - Um eine Wärmeabstrahlung von dem heißen Lötbolzen z auf die Erregerwicklung a weitgehend zu verhüten, ist zwischen diesen beiden Teilen ein Wärmestrahlungsreflektor 5 vorgesehen, .der vorteilhaft aus einem verspiegelten Glasrohr besteht. Auch :der Spiegelbelag kann zur Verhütung der induktiven Wärmebildung einen Längsschlitz erhalten. Als Abstandhalter zwischen dem Tragkörper 3 und dem Reflektor 5 ist, wie in der Zeichnung angedeutet, eine Asbestschnur eingeklebt: Die Teile z bis 5 befinden sich in dem Gehäuse f, das im vorliegenden Fälle aus zwei metallischen Halbkugelschalen besteht. Lediglich das Arbeitsende des Lötbolzens ragt aus dem Gehäuse heraus. Zwischen den beiden Halbkugelschalen ist ein geringer Luftspalt gelassen, um zu verhüten, daß sich in dem metallischenGehäuse durchInduktionsströme unerwünschte Wärme bildet. Die Einbauteile des Gehäuses sind in dieses lose eingesetzt und durch die Nasen 7 des Gehäuses gegen Verschiebung und Verdrehung geschützt.
  • Die Kugelform des Gehäuses hat den Vorteil geringster Oberfläche: Hierdurch wird auch diejenige Wärme, die das Gehäuse durch Strahlung von der Lötstelle, z. B. einem Zinnbad, her durch Strahlung aufnimmt, möglichst klein gehalten.
  • Die Erregerwicklung :2 ist vorteilhaft so bemessen, daß die von ihr in dem Lötbolzen z hervorgerufenen Induktionsströme nicht nur zur Schwingungserregung des magnetostriktiven Lötbolzens dienen, sondern den Lötbolzen gleichzeitig so erwärmen, daß er " mindestens die Schmelztemperatur des Lötmetalls erreicht. Eine zusätzliche Erwärmung des Lötbolzens zum Schmelzen des Lötzinns ist bei einer solchen Ausbildung eines Schall- bzw. 'Ulfraschallötg-erätes 'flicht erforderlich. Wird eine zusätzliche Wärme trotzdem gewünscht oder benötigt, z. B. zum häufigen Verlöten großer- Werkstücke, so kann ein einfaches elektrisches Heizelement vorgesehen werden, das innerhalb oder auch außerhalb des Gehäuses an dem Lötbolzen angebracht wird.
  • Besondere Maßnahmen sind zum Wärmeschutz der Erregerwicklung erforderlich. Es ist beispielsweise möglich, die Wicklung mit einer gegen höhere Temperaturen unempfindlichen Isolation zu versehen, z. B. durch Einbetten in Keramik oder Einbacken in Kunstharze; dies ist jedoch im vorliegenden Falle mit Schwierigkeiten verbunden, da die Wicklung wegen der in ihr fließenden Hochfrequenzströme zweckmäßig aus vieladriger Hochfrequenzlitze hergestellt werden muß. Einfacher ist es daher, die im Gerät entstehende Wärme weitgehend von der Wicklung fernzuhalten und sie im übrigen möglichst schnell ins Freie abzuleiten. Als ein solches Mittel zurr Schutz der Wicklung ist oben bereits der Reflekter 5 genannt. Zur Wärmeableitung ins Freie kann einerseits das Gehäuse des Gerätes günstig ausgebildet und können andererseits besondere Wärmeableitmittel vorgesehen werden: -Die in den eingebauten Teilen des Gehäuses sich entwickelnde Wärme geht zum Feil durch Wärmestrahlung auf das Gehäuse über und wird von dem Gehäuse an die umgebende Luft weitergegeben. Bei einer Kugelform des Gehäuses, wie also im vorliegenden Fälle, ist es hinsichtlich einer weitgehenden Ableitung der Strahlungswärme ins Freie praktisch- bedeutungslos, welche Oberflächenbeschaffenheit die Innenseite des Gehäuses hat, da in einem Kugelraum jegliche Strahlung letzten Endes von dem Kugelgehäuse aufgefangen wird. Bei einer anderen Raumform des Gehäuses ist es jedoch vorteilhaft, die Gehäuseinnenseite mit einer die Wärmestrahlung gut absorbierenden Oberfläche zu versehen, insbesondere also schwarz zu halten. Aus den gleichen Überlegungen heraus ist es vorteilhaft; auch die Außenseite des Gehäuses schwarz zu halten, da ein schwarzer Körper die Wärme am besten an die Umgebung abstrahlt. Als schwarzerÜberzug ist beispielsweise eine schwarze Eloxierung vorteilhaft. Auf einen solchen Überzug der Außenseite kann jedoch gegebenenfalls im Interesse eines gefälligeren Aussehens des Gerätes verzichtet werden, sofern andere Mittel zur hinreichenden Wärmeableitung vorgesehen sind; beispielsweise kann das Gehäuse außen verspiegelt werden, damit es möglichst wenig Strahlungswärme von der Lötstelle her auffängt. Als ein solches zusätzliches Wärmeableitungsmittel ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung ein rohrförmiger Wärmeäbleitungskörper 8 vorgesehen, der vorzugsweise aus Metall, z. B. Aluminiuni, besteht und sich teils innerhalb und teils außerhalb des Gehäuses befindet. Er ist an dem Tragkörper 3 befestigt, beispielsweise angekittet oder angeklebt. Der Körper 8 umgibt den hinteren Teil des Lötbolzens, nimmt dessen Wärme als Strahlung auf und leitet sie ins Freie ab. Zur weiteren Erhöhung der Wärmeabgabe sind an dem Körper 8 noch Kühlfahnen 9 angebracht, die ebenfalls aus Metall, z. B. Aluminium, bestehen können.
  • Zur Halterung des Lötbolzens i ist eine Stütze io vorgesehen. Diese ist mit ihrem einen Ende an der Mitte des Lötbolzens befestigt, in der sich beim Schwingen des Bolzens ein Schwingungsknoten bildet; es werden also praktisch keine Schwingungen von dem Lötbolzen auf die Stütze übertragen, zumal wenn die Berührungsfläche zwischen Lötbolzen und Stütze möglichst klein ist, ,vie es mit punktförmigem Anschweißen der Stütze am Lötbolzen erreicht werden kann.
  • Das andere Ende der Stütze ist aus dem Gehäuse herausgeführt und an dem Wärmeableitungskörper 8 befestigt. Die Stütze könnte statt dessen beispielsweise auch am Tragkörper der Erregerwicklung befestigt sein, doch hat die Befestiung an dem Körper 8 den Vorteil, daß die von, der Stütze durch Strahlung aufgefangene Wärme möglichst schnell ins Freie abgeleitet wird. Die Stütze io hat zu ihrer Versteifung zweckmäßig eine Längsrippe oder einen U-förmigen Querschnitt.
  • Vorteilhaft ist es, den Lötbolzen auswechselbar vorzusehen. Bei dem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung brauchen hierzu lediglich die beiden Schrauben gelöst zu werden, mit denen die Stütze To an dem Körper 8 angeschraubt ist; Lötbolzen und Stütze sind dann als Ganzes herausnehmbar. Eine andere klöglichl:eit, den Lötljolzen bzw. einen Schwingstab, der zugleich als Lötbolzen dient oder einen solchen trägt, leicht auswechselbar zu machen, besteht darin, daß dieser, zweckmäßig samt seiner Halterung, mittels eines Schraub-, Steck- oder Bajonettverschlusses an dem Gerät befestigt wird. Beispielsweise kann hierzu bei dem in derZeichnung dargestellten Beispiel derWärmeableitungskörPer 8 mittels eines Bajonettverschlusses mit dem Tragkörper 3 der Erregerwicklung verbunden werden, so daß er samt dem Schwingstab bzw. dem Lötbolzen durch eine einfache Drehung von dem Gerät gelöst werden kann. Dies ist besonders vorteilhaft für ein betriebsmäßig schnelles Auswechseln des Lötbolzens, insbesondere, um ihn gegen einen anderen von unterschiedlicher Form austauschen zu können. Es ist aber auch möglich, den Lötbolzen bzw. Schwingkörper so an dem Gerät leicht lösbar anzubringen, daß er allein für sich, also ohne den Wärmeaustauschkörper S, auswechselbar ist; bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel des Gerätes nach der Erfindung wird hierbei der Lötbolzen zweckmäßig nach links herausgezogen.
  • Schließlich ist an dem Gehäuse des Lötgerätes noch ein Handgriff i i angebracht, der vorteilhaft, wie aus der Zeichnung ersichtlich, schräg nach hinten gerichtet ist. In dem Handgriff sind gleichzeitig die Stromzuführungsleitungen 12 verlegt, so daß sie einerseits gegen Abknicken am Gerät geschützt sind und andererseits beim Arbeiten nicht störend im Wege sind. Der Handgriff hat einen sich an das Gehäuse anschmiegenden Flansch, an den die beiden Halbkugelschalen des Gehäuses angeschraubt sind. Diese Befestigung des Gehäuses am Handgriff ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das einzige Mittel zur Verbindung der beiden Halbkugelschalen miteinander. Bei einem gelegentlichen Öffnen des Gerätes brauchen also lediglich die das Gehäuse mit dem Handgriff verbindenden Schrauben gelöst zu werden, worauf das Gehäuse zerfällt und alle Einbauteile lose zugängig sind.
  • Beim Gebrauch wird das Lötgerät an dem schrägen Handgriff so gehalten, daß der Lötbolzen unter einem Winkel von etwa 450 auf der zu verlötenden bzw. zu verzinnenden Fläche aufgesetzt werden kann. Hierdurch wird erreicht, daß das Gehäuse nicht die Sicht der Lötstelle versperrt. Damit der Lötbolzen jedoch trotz dieser Schrägstellung seiner Achse flächenförmig auf dem Werkstück aufliegt, ist das Arbeitsende des Lötbolzens, wie aus der Zeichnung ersichtlich, abgeschrägt.
  • Doch auch das andere Ende des Lötbolzens ist zweckmäßigerweise abgeschrägt, und zwar so, daß die beiden Schrägflächen zueinander parallel sind. Hierdurch wird erreicht, daß der Lötbolzen an allen Stellen seines Querschnittes gleiche Länge hat und über den ganzen Querschnitt gleichmäßig schwingt. Außerdem bleibt sein in der Längsmitte vorgesehener Halterungspunkt genau in der Ebene seines Schwingungsknotens.
  • Das Arbeitsende des Lötbolzens kann aber auch kegelförmig oder keilförmig sein, wobei die beiden Keilflächen gegebenenfalls unterschiedliche Neigungswinkel zur Längsmittelebene des Lötbolzens haben können, oder er kann auch eine beliebige andere, einem bevorzugten Verwendungszweck angepaßte Form erhalten. Auch in allen diesen Fällen ist es zweckmäßig, dem anderen Bolzenende eine symmetrisch entsprechende Form, beispielsweise also kegel- oder keilförmige Vertiefungen, zu geben, so daß der Bolzen wiederum in allen Punkten seines Querschnittes gleiche Länge hat.
  • Die Stütze io ist bei dem Ausführungsbeispiel so geformt, daß sie im wesentlichen ausschließlich längs der hinteren Hälfte des Lötbolzens entlangläuft, also den Raum längs der vorderen Hälfte des Lötbolzens frei läßt. Diese Ausbildung der Stütze ergibt einen zusätzlichen Vorteil des Gerätes nach der Erfindung. Sie ermöglicht es, das Lötgerät außer zum Löten wahlweise auch noch für einen anderen Zweck zu verwenden, nämlich als Schwinggerät zum Beschallen kleiner Gut-, mengen in einem Reagenzglas. Hierzu ist es lediglich erforderlich, das Lötgerät etwa so zu halten oder an einem Traggestell anzubringen, daß das Arbeitsende des Lötbolzens abwärts gerichtet ist, um alsdann den Lötbolzen in das Reagenzglas einzutauchen. Das Reagenzglas kann hierbei durch die entsprechend weite Gehäuseöffnung, aus der der Lötbolzen herausragt, bis in das Innere des Gehäuses, und zwar bis etwa in die Mitte des Gehäuses, eingeschoben werden, so daß der nunmehr lediglich als Schwingkörper dienende Lötbolzen weit in das Reagenzglas und das darin befindliche Gut hineinragt.
  • Eine weitere Möglichkeit, das Lötgerät wahlweise auch als Schwinggerät zum Beschallen kleiner Gutmengen in Reagenzgläsern zu verwenden, besteht darin, daß der Lötbolzen aus dem Lötgerät entfernt wird, was durch Lösen der die Stütze io haltenden Schrauben einfach möglich ist, und daß das Reagenzglas ganz in die Erregerspule des Gerätes hineingeschoben wird. An Stelle des als Schwingstab dienenden Lötbolzens wird dann in das Reagenzglas ein geeigneter magnetostriktiver Körper, vorzugsweise in Stabform, lose eingelegt. Dieser Körper kann beispielsweise aus einem Nikkelblechstreifen bestehen, der zu einer geschlitzten Röhre züsainmengerollt ist.
  • Die zur Erregung des magnetostriktiven Schwingers erforderliche elektrische Hochfrequenzenergie kann einem an sich beliebigen Hochfrequenzgenerator entnommen werden. Es ist lediglich darauf zu achten, daß die Schwingfrequenz des Generators mit der mechanischen Eigenschwingungszahl des Lötbolzens wenigstens annähernd übereinstimmt, der Schwinger also in Resonanz arbeitet. Da das Lötgerät eine vergleichsweise nur geringe Hochfrequenzleistung benötigt, ist es vorteilhaft, für das Lötgerät einen eigenen Hochfrequenzgenerator zu verwenden, der in einem kleinen kastenförmigen Gehäuse untergebracht werden kann. Ein solcher Generator kann gleichsam unmittelbar in die Stromzuführungsleitung des Lötgerätes eingereiht werden, indem er einerseits mit einer gewöhnlichen Leitung an ein beliebiges, zweckmäßig geerdetes Wechselstromnetz von z. B. 22o Volt und 5o Hz angeschlossen und andererseits mit einer zweiten, für Hochfrequenzenergie geeigneten Leitung mit dem Lötgerät verbunden wird. Der Generator, zweckmäßig samt seinem Gehäuse, kann mit Befestigungsösen od. dgl. zum Aufhängen an der Wand und/oder mit einem Traggriff ortsbeweglich ausgebildet werden.
  • Für die praktische Anwendung des Lötgerätes nach der Erfindung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wird das Lötgerät ähnlich einem normalen Lötkolben verwendet, so wird auch in diesemFalle zunächst etwas Lötzinn an dem Arbeitsende des Lötbolzens angebracht. Die in dem Lötbolzen induktiv entstehende Wärme reicht bei entsprechender Bemessung der Erregerwicklung aus, um den Tropfen Lötzinn am Arbeitsende des Lötbolzens flüssig zu. halten. Dünnere Drähte, die miteinander verlötet werden sollen, können dann, wie bei einem normalen Lötkolben, mit dem Lötzinntropfen an dem Lötbolzen in Berührung gebracht werden. Befindet sich auf den zu verlötenden bzw. zu verzinnenden Flächen des Werkstückes eine Oxyd-oder Schmutzhaut, so wird diese durch die Schwingungen sofort zertrümmert, so daß das Lötzinn das nunmehr blanke Metall unmittelbar berührt und sich innig mit ihm verbindet. Beim Verlöten größerer Stücke, beispielsweise elektrischer Klemmen, Schaltkontakte oder sonstiger elektrischer Bauteile oder beispielsweise Dachrinnen, müssen die zum Zweck der Verlötung zu verzinnenden Teile zunächst in beliebiger anderer Weise bis auf die Schmelztemperatur des Lötzinns erwärmt werden. Fährt man dann- mit dem schwingenden Lötbolzen samt dem daran befindlichenZinn über das erhitzte Metall, so ist die bestrichene Fläche sofort innig verzinnt. Das Lötzinn kann aber auch folienförmig auf die Fläche aufgelegt werden, worauf man dann die Lötzinnmasse nur noch mit dem Lötbolzen zu beschallen braucht; auch in diesem Falle genügt es, die zu verzinnende Fläche mit dem Lötbolzen strichweise abzufahren. Das Vorwärmen der zu verzinnenden Teile kann in vielen Fällen, beispielsweise bei Dachrinnen, besonders einfach derart geschehen, daß die Metallteile in heißen Sand gesteckt werden, der sich in einem beheizbaren Behälter von passender Bauform befindet.
  • Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit zur praktischen Anwendung des Lötgerätes nach der Erfindung, indem ein oder mehrere Geräte derart an einem Traggestell befestigt werden, daß die Arbeitsenden ihrer Lötbolzen in einMetallschmelzbad, z. B. ein Zinnschmelzbäd, eintauchen und dieses beschallen. Werkstücke, die z. B. zum Zweck der Verlötung verzinnt werden sollen, brauchen dann lediglich kurzzeitig in das beschallte Schmelzbad eingetaucht werden. Je näher die Werkstücke dem Lötbolzen in der Schmelze sind, um so wirksamer ist die Beschallung. Dieses Anwendungsverfahren empfiehlt sich besonders zum Überziehen kleinerer Teile, z.. B. Drähten, Klemmen u. dgl., ist aber auch in großem -Maßstabe vorteilhaft.
  • Auch unabhängig von einem solchen Schmelzbad kann es bei vielen Arbeiten vorteilhaft sein, das Lötgerät an einem Traggestell anzubringen und die zu behandelnden Werkstücke an das Lötgerät heranzuführen.
  • Das Lötgerät nach derErfindung beschränkt sich nicht auf den Betrieb mit hohen Schallfrequenzen, wie sie bei magnetostriktiven Schwingern vorliegen, oder gar Ultraschallfrequenzen, sondern es kann auch mit einem Schwinger von wesentlich niedrigerer Betriebsfrequenz ausgerüstet werden. Beispielsweise haben sich elektromagnetische Schwinger mit einer Arbeitsfrequenz im Bereich von etwa 25 bis 25o Hz gut bewährt.

Claims (24)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lötgerät mit einem zu Schall- oder Ultraschallschwingungen erregten Lötbolzen, dessen Schwingungen vorzugsweise elektrisch, insbesondere magnetostriktiv, erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Lötbolzen, die Mittel zu seiner Schwingungserregung und vorzugsweise auch die Mittel zur Erzeugung der Lötbolzenwärme in einem gemeinsamen Gehäuse .befinden, aus dem das Arbeitsende des Lötbolzens herausragt und das vorzugsweise mit einem Handgriff versehen ist.
  2. 2. Lötgerät nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Schwingungserregung ein magnetostriktiver Schwingungserzeuger vorgesehen ist, dessen magnetostriktiver Schwingkörper mit dem Lötbolzen fest verbunden und insbesondere koaxial zu diesem angeordnet ist oder vorzugsweise unmittelbar selbst als Lötbolzen dient.
  3. 3. Lötgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerwicklung des Schwingungserzeugers den Schwingkörper konzentrisch mitAbstand umgibt und vorzugsweise auf einem zylindrischen Tragkörper, -z. B. aus Kunststoff, befestigt ist.
  4. Lötgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper und/od°r die Stirnscheiben der Erregerwicklung metallisch und geschlitzt sind.
  5. 5. Lötgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Erregerwicklung bzw. deren Tragkörper und dem Schwingkörper ein den letzteren umgebender, vorzugsweise zylindrischer Wärmestrahlungsreflektor, insbesondere einMetallzylinder, angeordnet ist.
  6. 6. Lötgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß alsReflektor ein verspiegelter Glaszylinder vorgesehen ist.
  7. 7. Lötgerät nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor längs geschlitzt ist. B.
  8. Lötgerät nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsmittel des Schwingkörpers am Schwingungsknoten des Schwingkörpers befestigt sind und sich im wesentlichen ausschließlich längs der vom Arbeitsende des Lötbolzens abgewandten Hälfte des Schwingkörpers erstrecken. g.
  9. Lötgerät nach Anspruch i bis 8, gekennzeichnet durch einen mit der Erregerwicklung und/oder deren Tragkörper wärmeleitend verbundenen Wärmeableitungskörper, der aus dem Gehäuse des Lötgerätes herausragt, vorzugsweise an der dem Arbeitsende des Lötbolzens entgegengesetzten Seite. io.
  10. Lötgerät nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeableitungskörper ein zylindrisches Rohr ist, das an seinem außerhalb des Gehäuses befindlichen Teil vorzugsweise mit Wärmeableitungsfahnen versehen ist. i i.
  11. Lötgerät nach Anspruch 8 bis io, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingkörper mit einem Wärmeableitungskörper, der aus dem Gehäuse des Lötgerätes herausragt, wärmeleitend verbunden ist, vorzugsweise in der Weise, daß er Mitteis einer gut wärmeleitenden Halterung an dein Wärmeableitungskörper abgestützt ist. 1-2.
  12. Lötgerät nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse metallisch und geschlitzt ist.
  13. 13. Lötgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse kugelförmig und vorzugsweise durchbrochen, insbesondere geschlitzt ist. ia..
  14. Lötgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus zwei Halbkugelschalen besteht, die einen geringen All stand voneinander haben.
  15. 15. Lötgerät nach Anspruch i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse eine gut wärmeabstrahlende Außenfläche, z. B. einen schwarz eloxierten überzug, hat.
  16. 16. Lötgerät nach Anspruch i bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Gehäuse amgebrachter Handgriff schräg nach hinten, vom Arbeitsende des Lötbolzens aus gesehen, gerichtet ist und daß in diesem Handgriff vorzugsweise die Stromzuführungsleitungen des Gerätes verlegt sind.
  17. 17. Lötgerät nach Anspruch 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Teile des Gehäuses an dem z. B. flanschartig ausgebildeten Handgriff befestigt sind und hierdurch zusammengehalten werden.
  18. 18. Lötgerät nach Anspruch i bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsende des Lötbolzens abgeschrägt ist entsprechend dein Aufsetzwinkel des Arbeitsendes des Lötbolzens auf das Werkstück. i9.
  19. Lötgerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsende des Lötbolzens keilförmig ist. 2o.
  20. Lötgerät nach Anspruch i bis ig unter Verwendung eines in sich schwingenden, z. B. magnetostriktiven, stabförmigen Schwingkörpers als Lötbolzen, dessen Arbeitskopf eine dem Anwendungszweck angepaßte unsymmetrische Form hat, beispielsweise abgeschrägt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Ende des Schwingkörpers eine zum Arbeitsende parallelflächige Form hat, beispielsweise derart, daß beide Stabenden einander parallel abgeschrägt sind.
  21. 21. Lötgerät nach Anspruch i bis 2o, dadurch gekennzeichnet, daß der Lötbolzen, der beispielsweise gleichzeitig als in sich schwingender, z, B. magnetostriktiver Schwingkörper dient, allein für sich oder gemeinsam mit anderen Teilen des Gerätes, insbesondere dem Wärmeaustauschkörper, betriebsmäßig vorn Gerät leicht lösbar ist, z. B. mittels eines Schraub-, Steck- oder Bajonettverschlusses.
  22. 22. Lötgerät nach Anspruch i bis 21 mit elektromagnetischer, insbesondere magnetostriktiver Schwingungserregung, gekennzeichnet durch eine solche Bemessung der Erregerwicklung, daß die von ihr in dem Schwingkörper hervorgerufene Wärme zur Erwärmung des als Lötbolzen dienenden Schwingkörpers oder eines mit dem Schwingkörper wärmeleitend verbundenen Lötbolzens bis auf die Schmelztemperatur des Lötzinns ausreicht.
  23. 23. Lötgerät nach Anspruch i bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Erwärmung des Lötbolzens dienendes Heizelement außerhalb des Gehäuses an dem Lötbolzen angebracht ist.
  24. 24. Lötgerät nach Anspruch i bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseöffnung, durch die das Arbeitsende des Lötbolzens herausragt, so groß ist, daß durch sie ein über das Arbeitsende geschobenes Reagenzglas in das Gehäuse eingeführt werden kann. a5. Lötgerät nach Anspruch r bis 2q., dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauteile des aus zwei oder mehr betriebsmäßig lösbaren Teilen bestehenden Gehäuses lose in das Gehäuse eingesetzt sind und daß das Gehäuse vorzugsweise mit Nasen, Rasten od. dgl. zum Schutz der Einbauteile gegen eine Verschiebung oder Verdrehung versehen ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0064610A3 (en) * 1981-04-16 1983-08-03 Cooper Industries Inc. Electrically heated soldering tool

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0064610A3 (en) * 1981-04-16 1983-08-03 Cooper Industries Inc. Electrically heated soldering tool

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