DE868028C - Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren Sekundaeremissionselektroden - Google Patents
Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren SekundaeremissionselektrodenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J43/00—Secondary-emission tubes; Electron-multiplier tubes
- H01J43/02—Tubes in which one or a few electrodes are secondary-electron emitting electrodes
Landscapes
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- Electrodes For Cathode-Ray Tubes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Entladungsröhre
mit einer oder mehreren Sekundäremissionselektroden, d. h. Elektroden, die an der
Oberfläche mit einem Stoff versehen sind, dem die Eigenschaft innewohnt, daß er leicht Sekundärelektronen
abgibt; wenn er von einem Primärelektronenstrom getroffen wird; bekanntlich kommen für
solche Stoffe besonders die Alkalimetallverbindungen, ζ. B. Cäsiumoxyd, in Betracht.
ίο Es ist schon bekannt, in solchen eine oder mehrere
Sekundäremissionselektronen enthaltenden Röhren den Elektrodensatz derart zusammenzubauen, daß
eine Sekundäremissionselektrode nicht von sich von der Primärkathode verflüchtigendem Stoff direkt
getroffen werden kann; dies ist auf einfache Weise dadurch erzielbar, daß· zwischen Primärkathode
und Sekundäremissionselektrode ein oder mehrere Schirme angeordnet werden, so daß eine Verbindung
in geraden Linien zwischen diesen Elektroden nicht mehr möglich ist, und ferner, daß mittels elektrostatischer
und/oder magnetischer Mittel dafür Sorge getragen wird, daß die Primärelektronen auf
gewundenen Bahnen von der Kathode zu dieser Sekundäremissionselektrode wandern. Gemäß einer
besonderen Ausführungsform des hier in Frage kommenden Aufbaus wird zur Beeinflussung der
Elektronenbahnen eine Elektrode von geschwungener Form benutzt, die den von den Elektronen zu
durchsetzenden Raum umfaßt.
Bei der Verwendung der hier beschriebenen Bauart kann man erwarten, daß, weil eine direkte Verbindung
zwischen Kathode und Sekundäremissions-
elektrode nicht möglich ist und folglich auch eine direkte Wärmeanstrahlung der letztgenannten Elektroden
durch die Kathode nicht auftreten kann, keine störende Wirkung durch Überheizung und dadurch
bedingte Verdampfung des auf der Sekundäremissionselektrode befindlichen wirksamen Werkstoffes
empfunden wird. Es zeigt sich nun aber, daß
diese Verdampfung trotzdem im ziemlich großen Maße stattfindet, was einen schnellen Rückfall der
ίο Sekundäremission und eine kurze Lebensdauer der
Röhre zur Folge hat.
Prüfungen der Erfinderin haben nun ergeben, daß dieser Übelstand dadurch auftritt, daß die Elektrode,
welche die Form der Elektronenbahnen bestimmt, für die aus der Kathode heraustretenden
Wärmestrahlen als Spiegel wirkt und diese Strahlen in größerem oder geringerem Maße auf eine Sekundäremissionselektrode
reflektiert; infolgedessen tritt eine unerwünschte Erwärmung dieser Elektrode auf,
was eine schnelle Verdampfung des sich häufig bei verhältnismäßig niedriger Temperatur verflüchtigenden wirksamen Stoffes zur Folge hat.
Das Maß, in dem diese unerwünschte Reflexion stattfindet, ist von dem Aufbau des Elektrodensatzes
und der damit bedingten Form der reflektierenden Elektrode abhängig, z. B. ob diese eine flache oder
aber geschwungene Gestalt besitzt, und von der Stelle, welche diese Elektrode gegenüber der Sekundäremissionselektrode
einnimmt. Es zeigt sich nun, daß· in mehreren Fällen eine Anordnung, die für den
Verlauf der Elektronen besonders vorteilhaft ist, gerade sehr unvorteilhaft für die Anstrahlung der
Sekundäremissionselektrode ist, d. h. daß eine Elektrode, die derart angeordnet ttnd gestaltet ist,
daß sie die Elektronen in den gewünschten Bahnen führt, eine große Menge der von der Kathode abgestrahlten
Wärme auf die Sekundäremissionselektrode reflektiert; in diesem Falle müßten beim Bau
des Elektrodensatzes zwei entgegengesetzte Anforderungen erfüllt werden.
Die hierdurch bedingte Schwierigkeit ist nun mit einem einfachen Mittel zu beheben, wenn man eine
mit Sekundäremission arbeitende elektrische Entladungsröhre mit einer Glühkathode benutzt, bei der
unter Mitwirkung einer einen Teil der Kathodenoberfläche umgebenden, nach Art eines Elektronenspiegels
wirkenden Elektrode, die aus der Kathode austretenden Elektronen auf gekrümmten Bahnen
auf eine Sekundäremissionselektrode gelenkt werden, wobei die als Elektronenspiegel wirkende
Elektrode aus durchbrochenem Werkstoff besteht. Vorzugsweise wird zu diesem Zweck diese Elektrode
draht- oder drahtgewebeförmig ausgebildet; es ist aber auch möglich, die öffnungen auf andere Weise
zu erhalten, z. B. durch Benutzung einer ausgestanzten Scheibe.
Bei der Verwendung einer solchen Röhre wird nun die erwähnte Schwierigkeit auf besonders einfache
Weise vermieden, obgleich der Elektrodenauf bau praktisch ungeändert bleibt, so daß die die
Elektronenbahnen beeinflussende Elektrode .vollständig ihre Wirkung beibehält und auch die dafür
besonders vorteilhafte Gestalt behalten kann; die an sich mit diesem Elektrodenaufbau verbundenen Vorteile
bleiben daher voll beibehalten.
Wie schon angegeben, kann der Elektrodensatz und insbesondere die die Bahnen der Elektronen bestimmende
Elektrode verschieden ausgestaltet sein. Nach einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat diese Elektrode die Gestalt
eines zylindrischen Spiegels mit parabolischem oder nahezu parabolischem Querschnitt, und die Primärkathode ist in der Brennlinie dieses Spiegels angeordnet.
Diese Bauart hat sich als sehr vorteilhaft
für die Erzielung eines guten Verlaufes der Elektroden
erwiesen, würde aber andererseits, wenn die erwähnte Elektrode aus massivem Werkstoff hergestellt
wäre, durchaus unvorteilhaft für die Wärmereflexion
sein. Die Verwendung einer Entladungsröhre nach der Erfindung bietet hier somit besonders
große Vorteile.
Die Erfindung ist in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. ι zeigt schematisch den Aufbau des Elektrodensatzes
einer Röhre nach der Erfindung.
Fig. 2*gibt einen zylindrischen Spiegel mit parabolischem
Querschnitt an.
In Fig. ι bezeichnet ι eine Kathode, die mit einem
Steuergitter 2 und einem Schirmgitter 3 umgeben ist. Die aus der Kathode heraustretenden Elektro- g0
nen werden auf gewundenen Bahnen 4 zur Sekundäremissionselektrode 5 geführt, und die austretenden
Sekundärelektronen werden von einer Anode 6 aufgefangen. Diese gewundenen Bahnen ergeben sich
durch Anordnung einer Elektrode 7, die erfindungsgemäß nicht aus massivem Werkstoff, sondern aus
Drahtgewebe oder Draht besteht. Diese Elektrode ist zweckmäßig an einen Punkt niedriger Spannung angeschlossen.
Eine direkte Verbindung zwischen der Kathode und der Sekundäremissionselektrode wird dadurch
verhindert, daß zwischen diesen Elektroden ein Schirm 8 angeordnet ist. In Fig. 2 ist die Form der
Elektrode 7 deutlicher veranschaulicht. Diese Elektrode ist drahtgewebeförmig und besitzt, wie aus
der Figur ohne weiteres ersichtlich ist, die Form eines Zylinders mit parabolischem Querschnitt.
Hiermit wird erzielt, daß einerseits die vorteilhaftesten Bedingungen für den Verlauf der Elektronen
vorhanden sind, andererseits die von der Kathode u0
entwickelte Wärme nicht reflektiert wird, sondern durch die Maschen des Drahtgewebes frei ausstrahlen
kann.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Mit Sekundäremission arbeitende elektrische Entladungsröhre mit einer Glühkathode, bei der unter Mitwirkung einer einen Teil der Kathodenoberfläche umgebenden, nach Art eines Elektronenspiegels wirkenden Elektrode die aus der Kathode austretenden Elektronen auf gekrümmten Bahnen auf eine Sekundäremissionselektrode gelenkt werden, dadurch gekennzeich-net, daß die als Elektronenspiegel wirkende Elektrode aus durchbrochenem Werkstoff besteht.
- 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Elektronenbahnen bestimmende Elektrode aus Draht oder Drahtgewebe zusammengebaut ist.
- 3. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Elektronenbahnen bestimmende Elektrode die Form eines zylindrischen Spiegels mit parabolischem Querschnitt aufweist und die Kathode des Elektrodensatzes in der Brennlinie dieses Spiegels angeordnet ist.Hierzu r Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL614457X | 1942-04-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE868028C true DE868028C (de) | 1953-02-23 |
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ID=19788205
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|---|---|---|---|
| DEN2381D Expired DE868028C (de) | 1942-04-17 | 1943-04-16 | Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren Sekundaeremissionselektroden |
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