DE604129C - Dampfgefuellte Gluehkathodenroehre - Google Patents
Dampfgefuellte GluehkathodenroehreInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J19/00—Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
- H01J19/68—Specified gas introduced into the tube at low pressure, e.g. for reducing or influencing space charge
Landscapes
- Cathode-Ray Tubes And Fluorescent Screens For Display (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
15. OKTOBER 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 13 oi
138235 Viii φι g
International General Electric Company in New York Dampfgefüllte Glühkathodenröhre
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juni 1929 ab
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung betrifft eine Elektronenröhre, deren Glühkathode mit einer Alkalimetallschicht
überzogen ist.
Es sind bereits Elektronenröhren bekannt, deren Glühfaden mit "einem Alkalimetall, insbesondere
Caesium oder Rubidium, behandelt ist, und die unter einem niedrigen Dampfdruck
arbeiten. Der Zweck des Alkalimetalls besteht in der Steigerung der Elektronenemission der
Kathode. Die Wirksamkeit des Alkalis kann bekanntlich um ein Mehrfaches dadurch vergrößert
werden, daß die Kathode zuerst in einem elektro-negativen Stoff, nämlich Sauerstoff,
behandelt wird, der auf der Kathode eine Grundschicht bildet, auf der das Alkalimetall
besser haftet. Die Gegenwart des Sauerstoffs vergrößert die Emissionsfähigkeit der Kathode
bei Dampfdrücken des Caesiums, die zu gering sind, um eine merkliche Ionisation hervorzu-
ao rufen. Versuche haben jedoch ergeben, daß die Elektronen während des Betriebes der Röhre
bei ihrer Bewegung durch die verdünnte Atmosphäre mit den wandernden Caesiummolekülen
in der Nähe der Elektroden zusammenstoßen, ebenso wie mit den Gasteilchen, die von den
verschiedenen Glas- und Metallteilen der Röhre abgegeben werden. Hierdurch bilden sich
Ionisationsprodukte, die alle oder teilweise ihren Weg zu der Kathode nehmen. Diese Produkte
treffen auf den Heizfaden auf und zerstören die Alkalischicht oder die Sauerstoffzwischenlage
oder beide entweder durch Umlagerung unter Zufuhr von Sauerstoff oder anderen Gasen oder
durch Abschleudern von Partikelchen von dem Heizfaden. Hierdurch wird auf jeden Fall die
Elektronenemissionsfähigkeit der Kathode und die Leistungsfähigkeit der Röhre beeinträchtigt.
Es ist bekannt, in darnpfgefüllten Glühkathodenröhren eine Ionenfangelektrode zum
Schutz der Kathode vorzusehen, und es ist ferner bei Glühkathodenröhren mit Alkalidampffüllung
bekannt, die Steuerelektrode, die zwischen plattenförmigen, radial zum Glühfaden
verlaufenden Teilen der Anode angeordnet ist, als Ionenfangelektrode zu benutzen. Erfindungsgemäß
wird das gesamte Elektrodensystem mit einer zylindrischen Ionenfangelektrode umgeben, die jedoch entgegen den bekannten
Ausführungen dieser Art auf Kathodenpotential gebracht wird und deren
Achse zur Längsachse des Glühfadens und der plattenförmigen Anoden parallel ist. Hierdurch
wird die Leistung der Röhre und die Lebensdauer der absorbierten Schicht auf der Kathode
wesentlich vergrößert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind auf der Zeichnung in zwei Abbildungen dargestellt.
In dem Glaskolben 1 (Abb. 1) befindet sich
der Heizfaden 2 aus Wolfram oder Molybdän und eine Anode aus einem leicht oxydierbaren
Metall, bestehend aus zwei Platten 3, die symmetrisch zu beiden Seiten des Heizfadens liegen
und durch einen Draht 4 verbunden sind. Die Steuerelektrode 5 besteht aus zwei parallel geschalteten
Drähten. An einem Drahtbügel 6 ist das obere Ende des Heizfadens 2 und ein Isolierstück
9 befestigt, an dem das Gitter und die Anode abgestützt sind. Unten werden Anode
Gitter und Kathode in bekannter Weise durch im Quetschfuß 7 eingeschmolzene Streben gehalten.
Als Schutz gegen den Ionenaufprall dient erfindungsgemäß ein Metallschirm 10 in
Gestalt eines an beiden Seiten offenen Zylinders aus Nickel, Molybdän o. dgl. Dieser
Schirm wird von den Zuleitungen 11, 12 getragen
und ist mit der Kathode 2 leitend verbunden. Um eine Bewegung des Heizfadens zu verhindern, welche die Ursache des sog. Mikrophoneffektes
bildet, sind feine Drähte 13, 14 •vorgesehen, von denen der obere an dem
Schirm befestigt ist, während der untere im Winkel zu dem oberen Draht steht und durch
einen an dem Quetschfuß 7 sitzenden starken Draht 15 gehalten wird.
Zwecks Bildung des emissionsaktiven Belags auf der oxydierten Kathodenoberfläche wird
Caesium oder ein anderes Alkalimetall in bekannter Weise in die Röhre eingeführt.
Bei einer Betriebstemperatur entsprechend einer Heizfadentemperatur von etwa 900 ° absolut
liegt der Dampfdruck in der Gegend von ο,οοι oder 0,002 Mikron und ist zu gering, um
eine merkliche Stoßionisation hervorzurufen. Zweckmäßig wird der Dampf durch Reduzierung
einer Caesium abgebenden Verbindung, die innerhalb der Röhre untergebracht ist, erzeugt.
Zu diesem Zweck sind Kapseln 16 an einer runden Scheibe 17 angebracht, die eine
Pille aus Caesiumdichromat und ein reduzierendes Mittel, z. B. Silicium, in Pulverform
enthalten. Die Scheibe 17 ist in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise an dem Schirm 10
befestigt.
Nachdem das Elektrodensystem und der Schirm in dem Glaskolben eingebaut und die
Luft, der Wasserdampf und die anderen okkludierten Gase durch Auspumpen und Erhitzen
in bekannter Weise entfernt sind, wird die Röhre zugeschmolzen und die Anode und
die Pillen durch Hochfrequenz erhitzt, um den Caesiumdampf zu entwickeln. Um eine festhaftende
Caesiumschicht zu erhalten, wird der Faden vor der Zerstäubung des Caesiums in einer Sauerstoffatmosphäre behandelt.
Die Ionen, die sich in dem Raum zwischen den Elektroden infolge des Zusammenstoßes der
Gasmoleküle mit den von der Kathode ausgehenden Elektronen bilden, werden von dem
Heizfaden angezogen. Wenn die Gitterdrähte 5 in einer geraden Linie zwischen dem Heizfaden
und der Anode liegen, müssen die von der Kathode zur Anode übergehenden Elektronen gekrümmte
Bahnen zurücklegen; dadurch ist eine große Wahrscheinlichkeit gegeben, daß die beim Zusammenstoß eines Elektrons mit
einem Gasmolekül frei werdenden Ionen ihren Weg zum Schirm 10 und nicht zur Kathode 2
nehmen. Die Wirksamkeit des Schirmes oder Ionensammlers 10 kann man durch Änderung
seiner Form und seiner Lage gegenüber den Elektroden beeinflussen, ebenso durch entsprechende
Wahl seiner Spannung. Im allgemeinen wird man aber den Schirm auf Kathodenpotential
halten. In der Abb. 1 ist die Stellung des Schirmes 10 so gewählt, daß alle Ionisationsprodukte davon abgehalten werden zur Glaswand
oder zum Glasfuß zu wandern, wo sie beträchtlichen Schaden verursachen können.
In der Abb. 2 ist die Anwendung der Erfindung auf eine Röhre gezeigt, deren Steuerelektrode
von der Anode durch ein Schirmgitter getrennt ist. In dieser Abbildung ist die Kathode
21 axial in dem Rohr angeordnet; die beiden Gitterdrähte 22 sind an ihren Enden
miteinander verbunden und liegen symmetrisch an beiden Seiten des Fadens, wie es bereits
an Hand der Abb. 1 beschrieben wurde. Die Anodenbleche 23 befinden sich innerhalb der
Schirmgitter 25; sie liegen in parallelen Ebenen und sind durch den waagerechten Leiter 24
miteinander verbunden und an der Stütze 35 befestigt. Die Schirmgitter 25 bestehen aus
eng gewickelten Drahtspiralen und sind wesentlich langer als die Anode, so daß die von den
Enden der Anode ausgehenden elektrostatischen •Kraftlinien wirksam abgefangen werden. Die
Gitterdrähte sind zwecks Versteifung an einem Steg 26 befestigt. Diese Stege sind an eine
Metallplatte 27 angeschweißt, die dazu dient, die beiden Schirmgitter 25 in dem gewünschten
Abstand voneinander zu. halten und gleichzeitig die elektrostatische Abschirmung zwischen der
Steuerelektrode 22 und der Anode 23 zu vervollständigen. Diese Scheibe 27 sitzt an zwei
Drähten 29, von denen der eine als Zuleitung durch den Quetschfuß 28 dient. Der Zweck
dieses Schirmes, der scharf zu unterscheiden ist von der Ionenfangelektrode 10 (Abb. 1), besteht
darin, die Steuerelektrode 22 elektrostatisch gegen die Anode abzuschirmen und dadurch die
Selbsterregung von Störschwingungen zu vermeiden. Die oberen Enden der Steuerelektroden no
und der Schirmgitter 25 werden durch Stützen gehalten, die in einer Glasperle 30 befestigt
sind. Diese sitzt an einer Strebe 31, die durch eine waagerechte Stütze 32 in dem
Quetschfuß gehalten wird. 33 ist der nach oben herausgeführte Anschluß der Steuerelektrode.
Der Draht 31 bildet die Zuleitung zum oberen Heizfadenende. Das untere Ende des Heizfadens
ist durch eine Öffnung der Scheibe 27 geführt und mit einem Leiter 34 verbunden,
der im Quetschfuß eingeschmolzen ist und die andere Kathodenzuleitung bildet.
Ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Abb. ι sind die Elektroden von einem Schirm 39
umgeben, der die Aufgabe hat, die Ionen oder sonstigen geladenen Partikelchen aufzufangen.
Dieser Schirm ist als Zylinder von elliptischem Querschnitt ausgebildet und durch zwei Leitungen
40 mit der Kathode verbunden. Zur Verringerung der Vibration des Heizfadens ist ein feiner Draht 41 vorgesehen, der in eine
Isolierperle 42 eingeschmolzen und an der Strebe 31 ohne leitende Verbindung mit dieser befestigt
ist. Die Reibung, die dieser Draht 41 auf den Heizfaden ausübt, genügt, um Störungen
durch den sog. Mikrophoneffekt zu verhindern.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Dampfgefüllte Glühkathodenröhre, insbesondere Elektronenröhre mit Caesiumglühkathode, bei der mehrere radial zum Glühdraht verlaufende plattenförmige Anoden vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, d.aß die gesamte Elektrodenanordnung von einer auf Kathodenpotential befindlichen zylindrischen Ionenauffangelektrode umgeben ist, deren Achse der Längsachse des Glühdrahtes und der der plattenförmigen Anoden parallel ist.
- 2. Glühkathodenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektroden in gleicher Flucht mit den plattenförmigen Anoden zwischen diesen und dem Glühdraht vorgesehen sind.
- 3. Glühkathodenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenförmigen Anoden mit auf konstantem Potential zu haltenden zylindrischen Schirmgittern umgeben sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US604129XA | 1928-06-01 | 1928-06-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE604129C true DE604129C (de) | 1934-10-15 |
Family
ID=22029302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI38235D Expired DE604129C (de) | 1928-06-01 | 1929-06-01 | Dampfgefuellte Gluehkathodenroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE604129C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941558C (de) * | 1953-03-20 | 1956-04-12 | Walter Daellenbach Dr Ing | Elektrisches Entladungsgefaess |
-
1929
- 1929-06-01 DE DEI38235D patent/DE604129C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941558C (de) * | 1953-03-20 | 1956-04-12 | Walter Daellenbach Dr Ing | Elektrisches Entladungsgefaess |
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