DE86698C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60B—VEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
- B60B33/00—Castors in general ; Anti-clogging castors
- B60B33/0002—Castors in general ; Anti-clogging castors assembling to the object, e.g. furniture
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Furniture Connections (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Vorliegende Erfindung betrifft eine vereinfachte Einrichtung der in Möbel einzusetzenden
Befestigungshülsen für Möbelrollen, sowie die Lagerung dieser Rollen in den Hülsen
oder in den Möbeltheilen.
Bei Herstellung von Befestigungshülsen für Möbelrollen bestand eine Schwierigkeit darin,
die Feder oder das entsprechende Mittel anzubringen, welches die Rolle mit nachgiebigem
Druck festhalten soll, um das Herausfallen beim Anheben des Möbels zu verhindern, das
Einsetzen oder das Herausnehmen aber bei Ausübung nur geringer Kraft gestatten mufs.
Von den diesem Zwecke dienenden Einrichtungen entsprachen diejenigen, bei welchen
eine aus der Wandung der Hülse nach innen gestanzte federnde Haltezunge vorhanden war,
den verschiedenen Formen von Möbelrollen am besten und hatten in jeder Beziehung die
zufriedenstellendsten Erfolge aufzuweisen. Bisher war es aber schwierig, den Spielraum für
diese federnde Zunge zwischen dieser und der Hülsenwandung zu -erhalten, welcher für die
ungehinderte Thätigkeit der Feder erforderlich ist, ohne hierbei den in die Hülsenform überzuführenden
Blechstreifen zu sehr zu schwächen. Die Bildung dieser federnden Zunge erforderte
besondere Maafsnahmen, welche bei Herstellung von billigen Massenartikeln, wie Möbelrollen,
beträchtliche Mehrkosten zur Folge haben.
Die Haltefeder der vorliegenden Befestigungshülse kann bei dem Ausschneiden des Bleches
aus einer Tafel oder einem Metallstreifen mit herausgestanzt und durch eine oder zwei Prefsarbeiten,
welche zur Formgebung der Hülse genügen, in die für die ungehinderte Thätigkeit geeignete Lage zur Hülsenwand gebracht
werden.
Eine Kugellagerung hat man bisweilen schon bei Möbelrollen benutzt, um die gleitende
Reibung zwischen Hülse oder dem die Rolle tragenden Möbeltheil und dem Zapfen des
Rollenhalters zu vermeiden; jedoch ist noch keine Construction bekannt geworden, bei der
die Kugellagerung zwischen einer besonderen Hülse und dem Rollenhalter bezw. Möbeltheil
angeordnet ist.
Vorliegender Erfindung gemäfs kann· eine
Befestigungshülse für Möbelrollen mit einer oder mehreren federnden Haltezungen in der
Wandung auf die Weise hergestellt werden, dafs man ein Stück Blech mit einer oder mehr
hervorstehenden Zungen und an jeder Seite dieser Zungen sich erstreckenden Verlängerungen
formt, welche Verlängerungen so gestaltet, beispielsweise in der Nähe der Zungen so ausgespart
sind, dafs sie beim Zusammenbiegen des Bleches eine genügende Oeffnung für den
freien Durchtritt der federnden Zunge bieten und dieses Stück Blech einer oder mehreren Prefsarbeiten
unterwirft, derart, dafs die Verlängerungen eine rohrförmige Gestalt mit Zungen in der Rohrwandung annehmen. Bei der vorliegenden
Construction liegen die beiden Verlängerungen in einer Richtung und je eine der beiden Zungen befindet sich an jeder Seite des
Blechstückes, so dafs die vollendete Hülse aus ' zwei halbröhrenförmigen Theilen besteht, die
an ihren. oberen Enden vereinigt sind und zwischen deren Spalten die Zurückhaltungsfedern liegen.
Fig. ι zeigt ein Blechstück für eine Hülse mit Lagerflantsch zur Benutzung an hölzernen
Theilen der Möbel,
Fig. 2 in senkrechtem Schnitt die aus dem Blechstück (Fig. i) geformte Hülse nach der
ersten Pressung,
Fig. 3 im Aufrifs und
Fig. 4 im Grundrifs die vollendete Hülse;
Fig. 5 zeigt in senkrechtem Schnitt und in Ansicht eine Möbelrolle, die mittelst der in
Fig. 2 und 3 gezeigten Hülse in einem hölzernen Möbeltheil gehalten wird,
Fig. 6 ein Blechstück für eine Hülse ohne Tragflantsch zur Benutzung an metallenen
Möbeltheilen,
Fig. 7 die aus dem Blechstück (Fig. 6) durch Pressung vollendete Hülse und
Fig. 8 in senkrechtem Schnitt und Ansicht die fertige, in einen metallenen Möbelrafs eingesetzte
Hülse (Fig. 6 und 7), sowie eine von ihr gehaltene Möbelrolle. '
Bei Herstellung vorliegender Befestigungshülse wird zuerst das Hülsenblech gebildet
durch Ausstanzen. Soll die Hülse zum Einsetzen in Metallgegenstände dienen und ohne
Tragflantsch gebildet werden, so erhalten die Verlängerungen α des Blechstückes, die zu
beiden Seiten der Zungen al liegen, wesentlich
rechteckige Form (Fig. 6). Hier sind zwei Verlängerungen α α und zwischen diesen zwei
vorstehende Zungen a1 a} an dem Blechstück
gebildet. In der Nähe der Zungen ist das Blech bei d2· (Fig. 2, 3 und 7) ausgespart, so
dafs in der Wandung der fertig geprefsten Hülsen freier Durchtritt für die Zungen vorhanden
ist.
Soll die Hülse in hölzerne Gegenstände eingesetzt werden, so erhält sie einen Tragflantsch
und die Hülsenblechenden werden, wie Fig. 1 zeigt, mit fächerartigen Verbreiterungen α3 versehen.
Die hervorstehenden Zungen al bilden die Haltefedern der Hülse; dieselben können
natürlich auch in gröfserer Anzahl als zwei benutzt werden.
Das in Fig. 6 gezeigte Blechstück kann in einer einzigen Arbeit in die Hülsenform (Fig. 7)
übergeführt werden. Die verlängerten Theile a werden dabei zu halbrohrförmigen, an ihren
oberen Enden vereinigten Theilen zusammengebogen, die Zungen a1 werden in den Spalt
zwischen den halbrohrförmigen Theilen hineingebogen und können, indem sie als Haltefedern
dienen, frei spielen. Im Beispiel Fig. 8 bezeichnet b das Bein eines Metallgegenstandes,
beispielsweise einer Bettstelle, und b1 die darin
vorgesehene Höhlung zur Aufnahme ■ der in Fig. 7 gezeigten Hülse.
Die fächerartig verbreiterten und mit Zähnen oder Spitzen α4 besetzten Enden a3 (Fig. 1)
bilden den Flantsch der Hülse für das Beispiel Fig. 5. Dieses Hülsenblech kann in die
vollendete Hülsenform in einer einzigen oder in zwei Arbeiten übergeführt werden. Die
Bildung des rohrförmigen Theiles mit den Federn ist im wesentlichen dieselbe, wie bereits
mit Bezug auf die Hülse ohne Flantsch beschrieben.
Es ist zweckmäfsig, die in hölzerne Gegenstände einzusetzenden Hülsen oben offen zu
lassen, weil sonst durch Eindringen von Spänen die Hülse sich verstopfen und das Einsetzen
des Rollenhalters verhindern könnte. Das obere Ende der Hülse wird deshalb bei der
ersten Pressung weggeschnitten, so dafs die Hülse an beiden Enden offen ist. Der Tragflantsch
am unteren Hülsenende wird während der ersten Pressung nur theilweise gebildet (Fig. 2). Es wird zunächst ein concaver Ringflantsch
gebildet, welcher nach aufsen flach ausläuft (Fig. 2). Durch die zweite Pressung
wird dieser Flachtheil mit den Spitzen a4 nach
oben gebördelt und dabei werden zweckmäfsig die Federn al nach innen gebogen. Der Tragflantsch
besteht aus zwei halbringförmigen Theilen, welche die Fortsetzung der beiden halbröhrenförmigen Theile der Hülse bilden.
Die Spitzen, die in den Möbeltheil eindringen sollen, können etwas nach innen geneigt sein,
um die beiden Hälften beim Einsetzen der Hülse gegen einander zu zwängen. Die Hülse
wird sowohl durch die Wand der Bohrung c1
im Möbeltheil c, als auch durch Eindringen der Spitzen α4 gegen seitlichen Druck oder
Zug gehalten, und ein Aufweiten der Hülse ist ausgeschlossen. ....:·■
Damit auch der Flantsch der Hülse im Nothfall möglichst leicht über den Fufsboden
gleiten kann, wird die untere Seite bei .der Pressung abgerundet. .·..-?
Die Rolle d dreht sich um Zapfen dλ ; des
bügeiförmigen Rollenhalters e. Der mit diesem starr verbundene Drehzapfen f hat unten einen
kegeligen Bund, der sich gegen den eingedrückten Rand einer mittleren Durchlochung
des Halters legt, und das untere Ende. des Drehzapfens ist gegen die untere Bügelfläche
umgenietet. Obgleich diese Befestigung einfach und praktisch ist, können die Theile auch in
anderer Weise vereinigt oder aus einem Stück hergestellt werden. Der Drehzapfen erhält am
oberen Ende einen Kopf, welcher durch die Federn a1 in der Hülse gehalten wird. . :.
Auf den Drehzapfen ist ein Gehäuse g leicht drehbar aufgesteckt, welches Rollkugeln h einschliefst,
die sich gegen den Halter und eine zu ihrem Umfange passende Kehlung am Bunde des Drehzapfens legen. Das Gehäuse g wird
durch einen Ansatz am Drehzapfen f gegen Aufwärtsverschiebung gehalten, so dafs jeder
senkrechte Druck vom Rollenhalter e auf die Kugeln übertragen wird, und pafst in die Vertiefung
des Tragflantsches (Fig. 5) oder in eine Vertiefung des Möbeltheils (Fig. 8) hinein.
Die Rollkugeln h vergröfsern also nicht wesentlich die Höhe der Möbelrolle und nehmen
seitlichen und senkrechten Druck oder Stofs sicher auf.
Bei in Metallgegenstände einzusetzenden Hülsen wird zweckmäfsig ein senkrechter Spalt
(Fig. 7) belassen, um eine Federwirkung gegen die harte Wandung auszuüben. Bei der geflantschten
Hülse halten die Spitzen <z4 die
Hülse in dem weichen Material, wie Holz, fest.
Der Hülsenflantsch mit abgerundeter Kante und concavem Ringraum an der Unterseite
bildet bei nicht eingesetzter Hülse einen guten Schutz des Möbels, aufserdem stützt er die
Hülse und sichert die Uebertragung aller auf die Möbelrolle ausgeübten Stöfse und Bewegungen
auf die Rollkugeln h.
Sämmtliche Theile der beschriebenen Möbelrolle, mit Ausnahme der Rollkugeln, sind aus
geprefstem Metall hergestellt. Die mit denselben Stempeln und Matrizen geprefsten Theile
sind genau einander gleich, so dafs keine besondere Bearbeitung derselben nothwendig wird.
Die einzige Verrichtung nach dem Pressen, welche in einfacher Weise schnellstens ausgeführt
werden kann, besteht in der Bildung der Drehzapfen zum Zurückhalten des Gehäuses;
kostspieliges Drehen, Hobeln, Bohren und Zusammenpassen der Theile sind also nicht
erforderlich.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Möbelrollenhülse, bestehend aus einer unten geschlitzten, oben geschlossenen oder offenen Hülse α α, in deren Ausschnitten a1 a2 abwärts gerichtete und nach innen tretende Zungen al a1 angeordnet sind, welche den Kopf des Rollen-Drehzapfens nachgiebig umfassen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86698C true DE86698C (de) |
Family
ID=358731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86698D Active DE86698C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86698C (de) |
-
0
- DE DENDAT86698D patent/DE86698C/de active Active
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