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Beobachtungsgerät, insbesondere unter Verwendung einer Stirnlampe
Gegenstand der Erfindung ist ein Beobachtungsgerät, insbesondere unter Verwendung
einer Stirnlampe.
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Derartige Beobachtungsgeräte werden. überall dort verwendet, wo es
darauf ankommt, relativ kleine Objekte zu beobachten oder zu bearbeiten: Zur Beleuchtung
der betreffenden Gegenstände ist die Lichtquelle meist in Form eines Reflektors
mit Hilfe von Spangen oder Bändern am Kopf des Benutzers befestigt. Gegenüber der
üblichen zur Beleuchtung dienenden, fest an einem Stativ oder an den Wänden befestigten
Lichtquellen in Form von Strahlern oder Scheinwerfern besitzt eine Stirnlampe wesentlicheVorteile.
Bei diesenLampen wird der Lichtkegel automatisch durch die eigenartige Anbringung
des Gerätes am Kopf des Benutzers gelenkt. Außerdem ist die Lichtstärke am Objekt
wesentlich größer, so daß das Auge geschont wird und die Präzision der Arbeit gesteigert
werden kann.
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Es genügt bereits eine Beobachtungslampe mit relativ geringer Wattzahl.
um eine zufriedenstellende und ausreichende Lichtstärke am Objekt zu erhalten. Man
hat bereits versucht, die Stirnlampe mit einer am Körper des Benutzers befestigten
Batterie zu speisen. Jedoch ist die Lebensdauer dieser Speisebatterie gering, und
die mit fortschreitender Entladung der Batterie sinkende Spannung beeinträchtigt
die Lichtstärke des Beohachtungsgerätts. Aus diesem Grunde wird heute fast
ausschließlich
ein Anschluß an das Lichtnetz gewählt, um wirtschaftlicher und mit größeren Lichtstärken
arbeiten zu können. Hierzu ist jedoch eine Zuleitungsschnur notwendig, welche die
Stirnlampe mit der Stromversorgungsstelle, insbesondere mit einer Steckdose, verbindet.
Die Zuleitungsschnur, welche meist frei vom Kopf -über -den Rücken herunterhängt
und über den Fußboden zur Speisestelle führt, bringt erhebliche Nachteile mit sich.
Die frei herabhängende Schnur beeinträchtigt das Bewegungsvermögen des Benutzers;
die Schnur kann leicht am Boden gequetscht oder beschädigt werden. Gefährliche Kurzschlüsse
in der Zuleitung sind die Folge, so daß viele Benutzer trotz der erheblichen Vorteile
dazu übergegangen sind; von Stirnlampen abzusehen. Das erfindungsgemäße Gerät beseitigt
diese Nachteile, so daß der Benutzer sich frei an oder in der Nähe des Arbeitsplatzes
bewegen kann, ohne von der Zuleitungsschnur gestört zu werden.' Auch der Wirtschaftlichkeit
einer solchen Anlage ist Rechnung getragen, da sich die Lampe vor der Benutzung
automatisch einschaltet und nach der Benutzung wieder ausschaltet.
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Erfindungsgemäß ist das die Beobachtungslampe tragende Element, z.
B. eine Kopfspange, mit der Stromversorgungsstelle elastisch verbunden. Diese elastische
Verbindung wird durch ein die elektrische Zuleitung aufnehmendes Tragelement bewirkt,
welches gelenkig und federnd aufgehängt ist, derart, daß die Stirnlampe den Bewegungen
des Kopfes elastisch nachfolgt und selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Zur Aufhängung des Tragelementes sind Mittel vorgesehen, welche im Abstand voneinander
am Tragelement, vorzugsweise an den Enden dieses Tragelementes, angreifen und zu
einem gemeinsamen, insbesondere mittig über dem Tragelement gelegenen Aufhängepunkt
führen. Für die Aufhängung des Tragelementes kommt einerseits ein in der Länge unveränderliches
und andererseits ein dehnbares Aufhängemittel, beispielsweise eine Spiralfeder oder
ein Gummiband, in Frage. Die Aufhängemittel sind hierbei kardanisch mit dem Aufhängepunkt
verbunden, so daß das Tragelement verschwenkt werden kann und sich gleichzeitig
gegenüber dem Aufhängepunkt pendelnd bewegen kann.
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Das Tragelement ist rohrförmig gestaltet und dient zur Kabelführung,
in welche das Zuleitungskabel bis zu einem an der Zuleitung befindlichen Anschlag
unter Wirkung von entsprechend an der Zuleitung,befestigten Belastungsgewichten
gezogen wird, wenn sich das Gerät in Ruhestellung befindet. Um die Reibung der Zuleitung
im Tragelement zu verringern und ein Knicken der Zuleitungsschnur zu vermeiden,
ist das rohrförmige Tragelement mit sich düsenförmig erweiternden Mundstücken versehen.
In die elektrische Zuleitung ist außerdem eine Sicherheitskupplung eingefügt, welche
bei zu starker Straffung der Zuleitungsschnur die Stirnlampe von der Zuleitung trennt
und somit das Gerät vor Beschädigungen schützt. Fernerhin ist im Griffbereich _
,dies Benutzers der Stirnlampe ein Aufhängebügel angebracht, der gleichzeitig als
Betätigungselement für einen das Gerät ein- und ausschaltenden elektrischen Schalter
dient.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
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Fig. i zeigt eine Ansicht eines mit dem erfindungsgemäßen Beobachtungsgerät
ausgestatteten Behandlungsraumes, z. B. den eines Zahnarztes; Fig. 2 ist ein Grundriß
zu Fig. i ; Fig. 3 zeigt die Anbringung des Gerätes in einem größeren Raum, wo die
Möglichkeit der Anbringung einer die Zuleitungsschnur umlenkenden Rolle an der Seitenwand
,des Raumes nicht besteht.
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An der Zimmerdecke i ist eine Strebe 2 befestigt, die an ihrem unteren
Ende einen elektrischen Schalter 3 'für die Beobachtungslampe trägt. Das Betätigungselement
für den Schalter 3 ist als Aufhängebügel q. ausgebildet, auf den die Kopfspange
5 nach Gebrauch des Gerätes gehängt wird. An der Kopfspange 5 ist ein die Lichtquelle
aufnehmender Reflektor 6 angebracht. Die elektrische Zuleitung führt über eine Sicherheitskupplung
8 und einen Begrenzungsanschlag g zu einem Tragelement io, welches die Zuleitung
7 gleitend führt. Die Zuleitung 7 wird von einer Umlenkrolle i i gelenkt, die an
der Seitenwand 12 des Behandlungsraumes befestigt ist. Ein Belastungsgewicht 13
dient zur Straffung der Zuleitung 7. Der Netzanschluß ist mit 14 bezeichnet.
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Das Tragelement io ist mit düsenförmig sich erweiternden Mundstücken
15, 16 versehen, um ein besseres Gleiten der Zuleitung 7 zu erreichen. Das Tragelement
io wird einerseits von einem Draht 17 und andererseits von einer Spiralfeder 18
getragen, wobei der Draht 17 und die Spiralfeder 18 zu einem gemeinsamem, mittig
über dem Tragelement io gelegenen, an der Decke i befindlichen Aufhängepunkt i9
geführt werden.
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Soll das Gerät benutzt werden, so wird die Kopfspange 5 von dem Bügel
q. heruntergenommen, wobei der Schalter 3 betätigt wird. Die Lampe im Reflektor
6 leuchtet auf.
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Der Benutzer kann nun arbeiten, ohne von der Zuleitung 7 gestört zu
werden. Wird beispielsweise die Spange 5 in die in Fig. i gestrichelt bezeichnete
Stellung gebracht, so wird sich zunächst das Mundstück 15 des Tragelementes io in
Richtung des Pfeiles 2o neigen. Bewegt sich der Benutzer in Richtung auf den mit
21 bezeichneten Behandlungsstuhl; so wird das Gewicht 1s nachgeben. Das Tragelement
io wird sich stärker neigen, und gleichzeitig wird die Schnur 7 nachgezogen.
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Durch die eigenartige Aufhängung des Tragelementes io-, dessen Längsachse
2-2 in Ruhestellung radial auf den Behändlungsstuhl 21 gerichtet ist, wird erreicht,
daß der Benutzer auch vor oder hinter den Behandlungsstuhl 21 treten kann. Bei gleichzeitiger
Neigung des Tragelementes gegen die Waagerechte ist auch ein Verschwenken dieses
Elementes nach Fig. 2 in Pfeilrichtung 23 möglich.
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Als Zuleitung 7 kommt eine stark flexible Schnur in Frage, die mit
einer glatten Außenfläche zur Verringerung der Reibungswiderstände versehen
ist.
Zweckmäßig wird eine seidenumsponnene Litze verwendet. Durch die Mechanik der Aufhängung
wird ferner erreicht, daß das Gewicht der Apparatur und die Zugkraft der Zuleitungsschnur
7 vornehmlich vom Draht 17 aufgenommen werden und nicht störend auf den Benutzer
einwirken.
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Das Tragelement io wird vorwiegend aus Aluminium oder einer leichten
Kunststoffmasse hergestellt, auch kann an Stelle der Feder 18 eine Gummischnur verwendet
werden, so daß die elastische Verbindung zwischen Stirnlampe und Stromversorgungsstelle
spielend und fast trägheitslos arbeitet. Die Praxis hat gezeigt, daß bereits ein
Belastungsgewicht von etwa 3o bis 5o g genügt, um ein einwandfreies Arbeiten des
Gerätes zu gewährleisten.
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In Fig. 3 ist gezeigt, daß das erfindungsgemäße Gerät auch in großen
oder relativ schmalen Räumen angebracht werden kann. Es ist jedoch eine zusätzliche
Umlenkrolle 24 erforderlich, so daß auch hier die Längsachse des Tragelementes io
radial auf den Behandlungsstuhl 2i gerichtet ist.