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Entnahmebehälter für Genußmittel oder andere Verbrauchsgegenstände
und insbesondere Zigarrenkiste mit Klappdeckel Gegenstand der Erfindung ist ein
Entnahmebehälter für Genußmittel oder andere Verbrauchsgegenstände mit einem öffenbaren
Schließdeckel und insbesondere eine Zigarrenkiste mit Klappdeckel.
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In der Markenartikelbranche sind häufig gewisse Originalpackungen
bestimmter Größe in Gebrauch, die sehr ansprechend sind. Die Markenfirmen haben
auch ein besonderes Interesse daran, daß solche Packungen möglichst allgemein Verwendung
finden. Diese Packungen sind vielfach auch schon so ausgestattet, daß sie sich zum
Nachfüllen als Vorrats-oder Entnahmebehälter hervorragend eignen.
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Es besteht nun die Aufgabe, für solche Originalpackungen oder Originalbehälter
Ersatzpackungen zum Nachfüllen zu schaffen, welche weniger kostspielig sind und
daher den Umsatz erheblich steigern lassen, wobei man Wert darauf legt, daß diese
Ersatzpackungen äußerlich nicht erkennen lassen, daß es sich um solche handelt.
Ganz abgesehen von dieser Aufgabenstellung bezweckt die Erfindung ferner noch die
Erfüllung einer weiteren neuartigen reklametechnischen Maßnahme, die darin besteht,
daß dem Entnahmebehälter eine akustische Zeichen wiedergebende Vorrichtung eingebaut
wird, die z. B. mit dem Behälterdeckel so in Verbindung steht, daß sie bei dessen
Offnungsbewegung automatisch in Tätigkeit gesetzt wird. Diese akustische Vorrichtung
kann dabei in einem Sprech- und/oder Musikspielwerk bestehen. Der Entnahmebehälter
ist zu diesem Zweck dann z. B. mit einem Hohlboden versehen, der dieses akustische
Werk aufnimmt.
Dieser Hohlboden mit seiner eingebauten akustischen
Vorrichtung eignet sich dabei zugleich dazu, Jenen Raum auszufüllen, welchen eine
nachzufüllende kleinere Ersatzpackung gegenüber der Originalausführung der Standardpackung
nicht benötigt. Sorgt man dabei noch dafür, daß bei Öffnung des Behälterdeckels
dieses akustische Werk automatisch tätig wird, so erhält man dadurch die Möglichkeit
originellster neuartiger Werbung, indem dann etwa ein Werbespruch wiedergegeben
wird, welcher mit dem Inhalt des Behälters in Zusammenhang steht, was sogar mit
musikalischer Begleitung vor sich gehen kann. Oder man läßt überhaupt nur eine ansprechende
schöne Melodie erklingen, wie etwa bei einer Spieluhr.
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Die Erfindung ist nachstehend an Hand von Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
beschrieben, welches deren Einzelheiten im übrigen noch näher erläutert, und zwar
in Anwendung bei einem Zigarrenkistchen. Es zeigt Fig. i ein der Erfindung entsprechend
in seinem Hohlboden mit einem Spielwerk ausgestattetes Zigarrenkistchen in Ansicht
von oben gesehen mit abgenommenem Hohlbodendeckel in Draufsicht auf das eingebaute
Spielwerk.
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Fig. 2 dieses Kistchen in Innenansicht von der Seite gesehen mit der
eingesetzten Ersatzpackung bei geschlossenem Kistchendeckel, Fig. 3 die Ansicht
dieses Kistchens ebenfalls von der Seite gesehen, jedoch mit geöffnetem Kistchendeckel
und eingeschaltetem Spielwerk und Fig.4 in sdhaubildlidher Darstellung die einlegbare,
schon geöffnete kleinere Ersatzpackung.
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In den Figuren bedeutet a ein Zigarrenkistchen normaler Größe und
üblicher Ausstattung. Der untere Teil dieses Kistchens ist durch Anordnung eines
zweckmäßig aushebbaren Zwischenbodens 2 hohl ausgeführt. In diesem Hohlraum, der
die Höhe der ersten beiden Zigarrenlagen einnimmt, ist eine normale Spieluhr 3 eingebaut.
Diese Spieluhr, die von der Unterseite des Kistchens aus mittels eines Schlüssels
aufgezogen werden kann, besitzt einen Einschalthebe14. Dieser Einschalthebe14, der
durch eine Feder 5 gegen ein Rad des Laufwerks 6 angedrückt ist, bremst dieses Laufwerk
normalerweise ab. Wird der Hebel 4 jedoch durch die Schnur 7 abgezogen, so wird
die Spieluhr in Tätigkeit gesetzt. Sie schaltet sich aber nach einiger Zeit selbsttätig
wieder ab und kommt erneut erst wieder, wenn abermals an der Schnur 7, die z. B.
aus einer widerstandsfähigen Darmsaite besteht, gezogen wird. Die Schnur 7 läuft
um einen Stift 8 an der hinteren Wandung 9 des Ristchens und dann an dieser Wandung
hoch. Oben ist sie am Klappdeckel io befestigt, so daß der Einschaltzug jedesmal
stattfindet, wenn dieser Deckel io geöffnet wird, weil dann das Sohnurende entsprechend
mitgezogen ist, wie Fig.3 erkennen läßt. Beim Schließen des Deckels io wird die
Schnur 7 am zurückfedernden Einschalthebel 4 wieder mit zurückgezogen. Jedesmal
also, wenn das Kistchen zum Entnehmen von Zigarren geöffnet wird, erklingt automatisch
auch die Spieluhr mit einer ansprechenden Melodie. Sind die Zigarren der Originalfüllung
des Kistchens verbraucht, dann kann eine Ersatzpackung i i nach Fig.4 nachgefüllt
werden. Diese Ersatzpackung ist verschlossen käuflich und trägt ihre normale Steuerbanderole.
Nach Öffnen der Ersatzpackung werden die vier Verschlußklappen 12 geöffnet und abgerissen.
Um dies zu erleichtern, sind diese Klappen 12 am oberen Rande der Packung ii längs
der Linie 13 zweckmäßig strichperforiert. Die Packung i i kann dann ins Kistchen
i eingesetzt werden und wird durch die am Kistehen befindliche Originalklappe 14
abgedeckt, so daß man nicht mehr erkennen kann, daß das Kistchen durch eine Ersatzpackung
nachgefüllt worden ist.
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Ebenso wie es vorstehend beispielsweise für ein Zigarrenkistchen beschrieben
worden ist, kann die Erfindung auch für andere Zwecke Anwendung finden, z. B. auch
bei einer Pralinenschachtel. Ebenso kommt es in Betracht, sie auch in Verkaufsgeschäften
für andere Markenartikel, z. B. für Pfefferminz u. dgl. anzuwenden; aber auch für
andere Waren, wo man dann vorzugsweise einen sinnvollen Werbespruch automatisch
zur Reklame erklingen lassen kann, sobald beim Anbieten oder Verkaufen dieser Ware
der Warenbehälter durch Aufklappen oder sonstiges Öffnen des Deckels geöffnet wird.
Erwähnt sei, daß an Stelle der beschriebenen Spieluhrkonstruktion und deren Betätigung
durch einen Schnurzug auch jede andere geeignete und brauchbare Konstruktion Verwendung
finden kann, die geeignet ist, ein akustisches Zeichenwerk, das im Behälter eingebaut
ist, in Tätigkeit zu setzen.