DE857772C - Instrument mit Kugelspitze, insbesondere Kugelschreiber - Google Patents
Instrument mit Kugelspitze, insbesondere KugelschreiberInfo
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- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
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- B43K7/00—Ball-point pens
- B43K7/02—Ink reservoirs; Ink cartridges
- B43K7/08—Preventing leakage
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 1. DEZEMBER 1952
M 8p30 X1
70b
Die Erfindung betrifft Instrumente mit Kugel-S])itzL·,
insbesondere Kugelschreiber, bei welchen die Kugel, die die Schreibspitze bildet, mit einer viskosen
oder halbflüssigen Tinte von einem Ende des Behälters aus versorgt wird, dessen anderes Ende
offen ist, um den Eintritt der die Tinte ersetzenden
Luft zu gestatten.
Bei solchen Geräten ist es allgemein üblich gewesen,
den Behälter so zu konstruieren, daß er von einer Querschnittsfläche ist, in dem die Tinte einen
stabilen Meniskus bilden kann. Das offene Ende des Behälters wird entweder unverschlossen gelassen
oder mit einem durchbohrten, staubabhaltenden Stopfen versehen. Andere solche Geräte sind jedoch
vorgeschlagen worden, bei denen der Behälter von viel größerer Querschnittsfläche ist, so daß die Tinte
darin keinen stabilen Meniskus bilden kann. Bei diesen Geräten ist es notwendig, sicherzustellen,
daß die Tinte nicht aus der Lufteintrittsöffnung des Behälters ausfließen kann, und dieses wurde dadurch
sehr befriedigend erreicht, indem man beide Teile des letzteren, benachbart der Lufteintrittsöffnung,
von viel geringerer Querschnittsfläche macht, so daß die Tinte darin einen stabilen Meniskus
bilden kann und von genügender Volumenkapazität ist, um jede Ausdehnung des Inhaltes
des Behälters, welche im Gebrauch auftritt, aufnehmen zu können. Es ist auch vorgeschlagen worden,
aus dem gleichen Grunde das offene Ende des Behälters mit einem Luftrückschlagventil zu ver-
sehen. Dieses wird, dadurch bewirkt, daß man eil Gummidiaphragma an der inneren Oberfläche eines
durchbohrten Stopfens befestigt, welcher in dem offenen Ende des Behälters sitzt, und indem man
weiter eine öffnung in dem Diaphragma vorsieht die außerhalb der Peripherie der Durchbohrung des
Stopfens liegt, so daß sie normalerweise von der inneren Oberfläche des Stopfens verschlossen ist.
Diese Anordnung ist jedoch nicht völlig befriedigend, ίο da die Tinte die Tendenz besitzt, durch die öffnung
des Diaphragmas hindurchzukriechen und zwischen letzteres und den Stopfen zu gelangen, weil sie
immer mit dem Diaphragma in Berührung steht, wenn das Gerät benutzt wird. Dieses bewirkt ein
festes Aufeinandersetzen dieser Teile, und somit wird das Gerät in seiner Arbeitsweise behindert.
Außerdem kann etwas von der Tinte tatsächlich durch die öffnung in dem Stopfen hindurchkriechen
und zum Äußeren des Gerätes gelangen. ao Geräte der beschriebenen Art, mit Ausnahme
jener mit einem Luftrückschlagventil, sind im allgemeinen im Gebrauch sehr befriedigend, aber von
Zeit zu Zeit stellt es sich heraus, daß ein solches Gerät Fehler aufweist, die in geringen Ungenauigkeiten
bei der Herstellung zu liegen scheinen, die nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Dieser Fehler wird dadurch augenscheinlich, daß Tinte aus der Lufteintrittsöffnung ausfließt, was
wahrscheinlich auf einen Fehler oder auf ein Verschwinden des haltenden Meniskus zurückzuführen
ist, welcher normalerweise zwischen der Kugel und ihrer Fassung liegt und die Tintensäule mit ihrem
stabilen Meniskus getrennt von dem offenen Teil des Behälters trägt. Es wird anerkannt, daß, obgleich
fehlerhafte Instrumente selten sind, es nötig ist, Vorkehrungen zu treffen, um sicherzustellen,
daß das Auftreten eines solchen Fehlers nicht darin besteht, daß die Kleidung des Benutzers verdorben
wird durch freien Ausfluß der Tinte aus dem offenen Ende des Behälters.
Gegenstand der Erfindung ist es daher, die notwendige Sicherungsvorrichtung in einfacher Weise
zu treffen.
Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die flexible Wand wenigstens mit einer die beiden
Teile des Luftraumes innerhalb des Behälters miteinander verbindenden öffnung versehen ist, deren
Wände normalerweise dicht aufeinandergepreßt sind unter der Wirkung der Elastizität des Materials,
aus dem die Wand besteht.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen und an mehreren Ausbildungsbeispielen beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι ist ein teilweiser Querschnitt der Hülse eines Kugelschreibers, die eine Ausbildungsform
der ernndungsgemäßen Sicherheitseinrichtung enthält;
Fig. 2 ist eine Ansicht von unten der flexiblen, elastischen Wand der Sicherheitseinrichtung, wie
in Fig. ι gezeigt;
Fig. 3 bis 6 sind Ansichten, von denen jede der Fig. 2 entspricht, jedoch andere Ausbildungsformen
der öffnungen zeigen;
Fig. 7 ist ein Längsschnitt einer anderen Ausführungsform einer flexiblen, elastischen Wand
beim Gebrauch in der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung ;
Fig. 8 ist eine Ansicht von unten davon; Fig. 9 ist eine ähnliche Ansicht einer jedoch
anderen Ausbildungsform der flexiblen, elastischen Wand;
Fig. 10 ist ein Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 9;
Fig. 11 ist ein Schnitt entlang der Linie XI-XI
der Fig. 9;
Fig. 12 ist eine Ansicht von unten einer flexiblen, elastischen Wand, die in derselben Weise gestaltet
ist, wie die in Fig. 9 bis 11 gezeigten, jedoch mit einer anderen Form der öffnung;
Fig. 13 ist ein Schnitt, der eine andere Ausführungsform
der erfindunigsgemäßen Sicherheitseinrichtung zeigt, und
Fig. 114 ist eine ähnliche Ansicht, die aber eine
andere Ausführungsform der Sicherheitseinrichtung zeigt.
In allen diesen Figuren sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Fig. ι zeigt die Hülse eines Kugelschreibgerätes,
bei dem der -Behälter 1 von verhältnismäßig großer innerer Querschnittsfläche ist und darin auf eine
kurze Länge in dem offenen Ende 2 einen rohrförmigen Teil 3 aufnimmt, welcher dazu dient, die
Querschnittsfläche des Behälters auf das gewünschte Maß zu verengen, damit die Tinte 4 darin einen
stabilen Meniskus 5 bilden kann. ,
In der Beschreibung der vorliegenden Erfindung hat, wie in Fig. 1 und 12 gezeigt, das offene Ende
des Behälters 1 einen einliegenden röhrenförmigen Teil 6, der am seinem inneren Ende einen Teil 7 von
geringerem äußeren Durchmesser besitzt, über welchen eine an ihrem einen Ende im wesentlichen
konvex gerundete Kappe 8 sitzt, die aus einem elastischen Material, z. B. Gummi, synthetischem
Gummi oder einem geeigneten Kunststoff hergestellt ist. Die äußere Oberfläche des rohrförmigen Teileso
liegt eng gegen die innere Oberfläche des Behälters und die Gummi- oder andere, in Richtung des
Tintenraumes konvex gerundete Kappe 8 ist fest über den im Durchmesser verkleinerten Teil 7
gestreift. An ihrer Spitze ist die in Richtung des Tintenraumes konvex gerundete Kappe mit
einem Schlitz 9 versehen, über welchen Verbindung mit dem Raum über der Tinte im Inneren
des Behälters und dem Raum innerhalb der Kappe 8 hergestellt wird. Dieser letztere Raum ist in freier
Verbindung mit der äußeren Atmosphäre über den Kanal 10 in dem Teil 6.
Normalerweise werden die einander gegenüberliegenden Wände des Schlitzes 9 unter der Wirkung
der Elastizität des Materials, aus welchem die in Richtung des Tintenraumes konvex gerundete
Kappe besteht, dicht aufeinandergepreßt. Während des normalen Gebrauches des Schreibgerätes, und
wie die Tinte verbraucht wird, tritt die die Tinte rsetzende Luft in den Tintenraum des B-ehälters 1
ein durch den Schlitz 9 in der Kappe 8. Sollte aus
irgendeinem eirunde die Tinte 4 in dem Behälter durch den normalerweise vorgesehenen verengten
Teil des Behälters zurückfließen und zur in Richtung des Tintenraumes konvex gerundeten Kappe
gelangen, so wird der Druck der Tinte die einander gegenüberliegenden Wände des Schlitzes 9 noch
enger aufeinanderpressen, wodurch der Austritt der Tinte durch das offene Ende des Behälters verhindert
wird. Wie aus den Fig. 2 bis 6 entnommen werden kann, können in der Kappe 8 ein oder
mehrere Schlitze 9 vorhanden sein. Wenn ein Schlitz vorhanden ist, soll dieser geradlinig sein (Fig. 2)
oder kurvenförmig, z. R. von kreisförmiger Gestalt (Fig. 5) oder von S-Form (Fig. 6). Wenn zwei oder
mehr Schlitze vorhanden sind, sollen diese geradlinig oder kurvenförmig sein, und sie können sich
parallel zueinander erstrecken oder so angeordnet sein, daß sie Winkel zueinander bilden, so daß sie
sich schneiden (Fig. 4).
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, ist die in Richtung
des Tintenraumes konvex gerundete Kappe 8 so gebildet, wie vorher beschrieben mit der Ausnahme,
daß der Schlitz oder die Schlitze 9 durch eine Anzahl von feinen öffnungen g" ersetzt wird oder werden,
die über das in Richtung des Tintenraumes konvex gerundete Ende der Kappe verteilt sind und
dadurch erstanden sind, daß man die Wand der letzteren eben nur durchsticht mit einer feinen
Spitze, so daß sich die Wände der öffnungen wieder schließen, wenn die Spitze entfernt ist.
Eine noch andere Art, um diese Erfindung auszuführen, wird in Fig. 9 bis 11 gezeigt. Diese zeigen
eine abgeänderte Kappenform, die jene in Fig. 1 und 2 ersetzt. Diese Kappe wird durch Verformung
eines Teiles aus Gummi oder einem ähnlichen elastischen Material hergestellt, derart, daß sie anfänglich
einen zylindrischen Teil (S" besitzt, der dann durch
Verformung eines fast konischen Teiles 8* in ein flaches Ende 8C übergeht. Entlang diesem Ende ist
ein enger Schlitz 9 gebildet, der sich an seiner Innenseite in das hohle Innere des Teiles öffnet. Es versteht
sich, das letzterer nach der anderen Seite offen ist. Dieser verformte Teil dieser Art kann aucli
so gestaltet sein, daß der Schlitz 9 Kreuzform besitzt, wie in Fig. 12 gezeigt. Die einander gegenüberliegenden
Wände des Schlitzes 9 sind in beiden Fällen normalerweise dicht aufeinandergepreßt
zufolge der Elastizität des Kappenmaterials.
In einigen Fällen (s. Fig. 13) kann die Erfindung dadurch ausgeführt werden, daß eine geschlitzte,
in Richtung des Tintenraumes konvex gerundete Kappe 8!, wie hierin zuerst beschriel>en, auf dem mit
verringertem Durchmesser versehenen inneren Ende 7 des rohrförmigen Stopfens 6 befestigt wird,
welcher so ausgebildet ist. daß er in das offene Ende des Behälters 1 eingeschoben werden kann und mit
einem Schulterring 6" versehen ist, um auf dem letzteren aufzuliegen.
Eine abgeänderte Ausführungsform zeigt Fig. 14.
Die in Richtung des Tintenraumes konvex gerundete Kappe 8 ist direkt mit dem offenen Ende des Behälters
ι befestigt, indem sie mit einem verlängerten ! schlauchförmigen Rand 8"* versehen ist, welcher
über den Rand 2 der Lufteintrittsöffnung des Behälters i· gerollt wird, um an der äußeren Fläche
des letzteren zu haften.
Schreibgeräte mit Kugelspitze, die einen Behälter enthalten, der mit einer Sicherungseinrichtung der
beschriebenen Art versehen ist, können keine Verschmutzungen durch Ausfluß von Tinte aus dem
verengten Teil des Behälters, benachbart der Lufteintrittsöffnung des letzteren, verursachen.
Es wird vermerkt, daß irgendeine der verschiedenen oben beschriebenen Sicherheitseinrichtungen
mit Erfolg an einem Schreibgerät mit Kugelspitze angebracht werden kann, welches einen Behälter
von herkömmlicher Größe besitzt, d.h. einen solchen, in dem die Tinte einen stabilen Meniskus an irgendeinem
Punkt innerhalb der Länge des Behälters bilden kann.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:τ. Instrument mit Kugelspitze, insbesondere Kugelschreiber, bei dem der Luftraum innerhalb des Behälters zwischen der normalen Tintenoberfläche und der offenen Lufteintrittsöffnung mittels einer flexiblen Wand in zwei Teile geteilt ist, und zwar in einen Teil offen zum Tintenraum und einen Teil offen zur Lufteintrittsöffnung, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Wand (8) wenigstens mit einer die beiden Teile des Luftraumes innerhalb des Behälters miteinander verbindenden öffnung (9) versehen ist, deren Wände normalerweise unter der Wirkung der Elastizität des Materials, aus dem die Wand besteht, dicht aufeinandergepreßt sind.
- 2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Wand (8) aus einem Teil besteht, der in an sich bekannter Weise nach dem Tintenraum zu konvex gerundet ist, wobei jede öffnung (9) sich in dem gerundeten Teil befindet.
- 3. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Wand (8) an ihrem Ende (8C) in Richtung zum Tintenraum zwei sich berührende, einander gegenüberliegende Wände umfaßt, welche die öffnung (9) zwischen sich bilden.
- 4. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (9) ein geradliniger Schlitz ist.
- 5. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung (9) ein kurvenförmiger Schlitz ist.
- 6. Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung(9) eine feine Perforation ist.
- 7. Instrument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Wand (8) an ihrem Ende in Richtung zur Lufteintrittsöffnung (2) im wesentlichen in an sich bekannter Weise zylindrische Form besitzt.
- 8. Instrument nach Anspruch "j, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Ende der flexiblen Wand (8) in an sich bekannter Weise über einem röhrenförmigen Stopfen (6) sitzt, der selbst in dem offenen Ende des Behälters (i) sitzt.g. Instrument nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Ende der flexiblen Wand (8) über das offene Ende (2) des Behälters (1) gestülpt ist. 10Angezogene Druckschriften:USA.-Patentschrift Nr. 2444003; französische Patentschrift Nr. 933 412; schweizerische Patentschrift Nr. 263 053.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen551S 11.52
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