DE855989C - Verfahren zur Erhoehung der Konzentration kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischen - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Konzentration kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischen

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DE855989C
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gas
cold
gas mixture
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ethylene
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DEG389D
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English (en)
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Rudolf Dipl-Ing Becker
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Linde GmbH
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Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J5/00Arrangements of cold exchangers or cold accumulators in separation or liquefaction plants
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0036Multiple-effect condensation; Fractional condensation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0039Recuperation of heat, e.g. use of heat pump(s), compression
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D7/00Sublimation

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Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Konzentration kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischen Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein einfaches Verfahren, welches es gestattet, die Konzentration eines kondensierbaren Bestandteiles in einem Gasgemisch, z. B Koksofengas oder Ferngas, heliebig zu erhöhen, sei es, um diesen Bestandteil zu gewinnen oder ihn auch nur aus dem Gas zu entfernen. Erfindungsgemiiß wird zunächst das Gasgemisch im periodisch gexvechselten Kältespeicher so weit abgekühlt, daß sich der anzureichernde Bestandteil in gewünschtem Maße als Kondensat auf der Speichermasse niederschlägt. Hierauf wird in einer folgenden Schaltperiode eine geringere Menge des gleichen Gasgemisches unter entsprechend niedrigerem Druck in umgekehrter Richtung durch den Speicher geleitet und so das Kondensat von einer kleinen Gasmenge in erhöhter Konzentration aufgenomtnen .
  • Es wird also bewußt darauf hingearbeitet, z. B. das Äthylen als einziges Produkt aus dem Rohgas zu gewinnen, und zwar unter einem Mindestaufwand von r2nlage- und Betriebskosten. Demgemäß sollen also Ixriodisch gewechselte Kältespeicher (Regeneratoren) ohne zusätzliche Gaszerlegungsanlagen zur Äthylenanreicherung in einem kleinen Teil des Roh- gases verwendet werden, ohne daß der Hauptteil des Rohgases einen Druckverlust erleidet. Dies ist deshalb möglich, weil sich in dem Kältespeicher während der sogenannten Warmperiode das Äthylen fast restlos auf der Speichermasse feucht niederschlägt, bei der Kaltperiode aber, besonders günstige Bedingungen vorausgesetzt, schon während eines kleinen Teiles der Periode völlig verdampft wird, so daß also während dieses Teiles der Kaltperiode das austretende Gas mit dem gesamten vorher niedergeschlagenen Äthylen angereichert ist.
  • Die besonders günstigen Bedingungen liegen dann vor, wenn für einen großen Druckunterschied zwischen dem Kondensationsvorgang (Warmperiode) und dem Verdampfungsvorgang (erster Teil der Kaltperiode) gesorgt wird. Erfindungsgemäß wird hierfür nur der Gasteil entspannt, welcher durch die Wiederverdampfung mit Athylen angereicl'.ert wird, während der andere Gasteil, und zwar der weitaus größere, erfindungsgemäß ohne Druckverlust durch die Regeneratoren geleitet wird und weiterer Verwendung, z. B. als Ferngas, zur Verfügung steht.
  • Ein weiterer Erfindungsschritt ist die Methode der Deckung der Kälteverluste. Es ist sonst üblich, die gesamte durch den abzukühlenden Regenerator austretende Gasmenge vor dem Durchgang durch denselben so weit abzukühlen, daß alle Kälteverluste in den Regeneratoren gedeckt werden. Wollte man dies bei dem Verfahren nach der Erfindung auch tun, so würde der Verdampfun.gsvorgang länger dauern, die Anreicherung wäre also weniger hoch.
  • Erfindungsgemäß wird daher nur der Gasanteil durch eine kleine zusätzliche Kälteanlage abgekühlt, welcher den Regenerator nach Abschluß der Wiederverdampfung unter Druck verläßt, während der zur Verdampfung des Äthylens verwendete entspannte Gasteil verhältnismäßig wärmer, jedoch ohne zusätzliche Erwärmung durch den Regenerator strömt.
  • Für die schnelle Verdampfung des Äthylens sind aber erfindungsgemäß besonders günstige Verhältnisse geschaffen, nämlich großes Volumen des Spülgases sowie günstige Temperatur, ohne ein fremdes Spülgas oder eine zusätzliche Anwärmung zu I,enötigen.
  • Das Verfahren wird nachstehend für das Beispiel der Anreicherung von Äthylen im Koksofengas näher erläutert. In der Abbildung sind 1a und Ib die periodisch gewechselten Kältespeicher, welche zur Erhöhung der Konzentration des Äthylens im Koksofengas gemäß derErfindung dienen. Zu diesem Zweck wird das Ausgangsgas z. B. unter 6 ata, das ist Ferngasdruck, in den Speicher 1a eingeführt und auf eine Temperatur von etwa 1600 abgekühlt.
  • Hierbei scheidet sich praktisch das gesamte Äthylen als Kondensat auf der Speichermasse aus. Das kalte Gas wird dann in dem Speicher Ib wieder erwärmt.
  • Nach einer gewissen Zeit, z. B. 3 Minuten, wird der Gasstrom umgekehrt, und zwar strömt dann, wie in der Abbildung dargestellt, aus der Leitung 10 Rohgas unter 6 ata in den Speicher 1b ein. Das am Anfang der Schaltperiode, z. B. in der ersten Minute, aus dem Speicher 1b austretende Gas wird in dem Drosselventil 15 auf etwa 1 ata entspannt und hierauf durch den Speicher 1a hinausgeführt. Dieser Anteil des kalten Gases besitzt beim Hinausströmen durch den Speicher ein 6flach größeres Volumen als bei seiner Abkühlung. Infolgedessen kann es, unter der Voraussetzung gleicher Kondensations-und Verdampfungstemperatur, die 6fache Menge an Kondensaten aufnehmen, als das Ausgangsgas enthielt. Mit Rücksicht auf die Temperaturunterschiede zwischen Kondensation und Verdampfung steigt die Aufnahmefähigkeit nicht ganz im umgekehvten Verhältnis der Druck der Gase. Auf jeden Fall kann aber bei kleineren Drücken ein geringer Teil des Gasgemisches in einem Bruchteil der Schaltperiode die gesamten in der vorhergehenden Periode im Speicher 1a niedergeschlagenen Kohdensate wieder verdampfen und aus dem Speicher hinausführen. Hierdurch wird die Konzentration des Äthylens in diesem Gasanteil auf ein Vielfaches der Konzentration im Ausgangsgas erhöht. Das äthylenreiche Gas wird über Leitung 12 dem Gasometer 6 zugeführt. Sobald die Verdampfung des Äthylens im Speicher beendet ist, wird das Ventil I3 geöffnet, Ventil 15 bleibt offen, und der restliche Teil der in dieser Periode im Speicher Ib abgekühlten Gase wird unter dem Ausgangsdruck durch den Speicher 1a herausgeführt und durch Leitung in abgezogen.
  • Die zur Deckung der Verluste erforderliche Kälte wird auf das System zweckmäßig in der Weise übertragen, daß das Gasgemisch, welches ohne Entspannung die Speicher durchströmt, vor seiner Wiedererwärmung in dem zweiten Speicher zusätzlich durch ein Kältemittel, z. B. durch verdampfenden Stickstoff; abgekühlt wird. Dies läßt sich mit dem in der Abbildung dargestellten Stickstoffkreislauf erreichen. In dem Verdichter 2 wird Stickstoff auf einen Druck von 200 atü komprimiert, nach Vorkühlung mit Ammoniak in dem Kühler 3 in Gegenstromwärmeaustausch 4 mit verdampftem Stickstoff gebracht, hierauf durch Entspannung im Drosselventil 14 verflüssigt. Die aus dem Verdampfer 5 abziehenden Dämpfe werden in dem Gegenströmer 4 wieder aufgewärmt und dem Kompressor 2 zugeführt, um erneut den Kreislauf zu beginnen.
  • Da es für die Sublimation in erster Linie auf das Volumenverhältnis ankommt, ist die zur Verdampfung notwendige Menge um so geringer und damit die Anreicherung des Äthylens um so stärker, je größer das Druckverhältnis zwischen Kondensation und Verdampfung ist. Ist eine hohe Anreicherung gewünscht, so ist es mitunter zweckmäßig, an Stelle einer einzigen Stufe mit besonders großem Druckverhältnis mehrere Stufen mit kleineren Druckgefällen zu verwenden. Unter diesen Umständen wird das durch Leitung 12 abziehende, mit Äthylen angereicherte Gas erneut verdichtet und dem gleichen Verfahren unterworfen, welches voranstehend beschrieben worden ist. Wenn in einer ersten Verfahrensstufe die Anreicherung der gesamten Kondensate z. B. auf das 5fache möglich ist, wird diese Anreicherung durch eine Wiederholung des Verfahrens auf etwa das 2sfache gesteigert. Die An- Anreicherung läßt sich grundsätzlich bis zu sehr hohen Konzentrationen, z. B. 80 O/o und mehr, durchführen.
  • Ein Teil der Kondensate läßt sich sogar in reiner Form gewinnen, wenn ihr Partialdruck bei der Kondensation höher ist als der Gesamtdruck bei der Verdampfung. Zusammen mit dem Äthylen werden die anderen gegehenenfalls im Gasgemisch vorhandenen kondensierbaren Bestandteile, wie z. B. Kohlensäure und höhere Kohlenwasserstoffe, angereichert.
  • Das neue Verfahren ist zur Erhöhung derKonzentration beliebiger kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischcn geeignet. Das Verfahren ist besonders vorteilllaft, wenn das Gas unter Druck zur Verfügung steht und unter dem gleichen Druck wieder benötigt wird, Es muß dann nur die im Ventil 15 entspannte Gasmenge aufkomprimiert werden. Das Verfahren läßt sich verwenden, um wertvolle Bestandteile, die in geringer Konzentration vorliegen, anzureichern und so ihre Gewinnung zu erleichtern.
  • Es kann jedoch auch iii gleicher Weise zur Ausscheidung schädlicher Gasbestandteile verwendet werden, T,ctztcre Arbeitsweise sei an dem Beispiel der Kohlensäu reentiernung aus Koksofengas näher erläutert.
  • Die Temperaturen bei der Abkühlung in den Speichern werden in diesem Falle so gewählt, daß eine genügend weitgehende Abscheidung der Kohlensäure eintritt. Die Wiederverdampfung der bei der Abkühlung des Gases in einem Speicher abgeschiedenen Kohlensäure erfolgt durch Koksofengas geringe rein Druckes, das dann z. B. zu Heizzwecken verwendet wird, Gegenüber dem bekannten Verfah reii, Di mpfe, wie Kohlensäure, aus Gasgemischen durch Kondensation in periodisch gewechselten Kältespeichern und Verdampfung in einem Hilfsgas auszuscheiden, weist diese Arbeitsweise den Vorteil auf, daß man ohne das für das ältere Verfahren notwendige Hilfsgas auskommt und damit die abzukühlende Gasmenge und die erforderliche Speichermenge ganz wesentlich vermindern sowie den Arbeitsvorgang wesentlich vereinfachen kann.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Erhöhung der Konzentration kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischen, im besonderen zur Gewinnung äthylenreicher Fraktionen aus Koksofengas, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerlegung des Gasgemisches in periodisch gewechselten Käl tespeichern ohne Fremdgas und ohne zusätzliche Trennung bei tiefer Temperatur durchgeführt wird, wobei in den Kältespeichern nur während des ersten Teiles der Kaltperiode, nämlich bis zur Beendigung der Sublimation oder Verdampfung des Kondensats, der Speicher von entspanntem bzw. nahezu entspanntem Gasgemisch durchströmt wird, darauf aber bis zum Schluß der Kaltperiode von dem Gasgemisch praktisch unter dem gleichen Druck durchströmt wird, unter dem das Gasgemisch von außen zugeführt wurde.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Deckung der Kälteverluste notwendige Kälte nur auf denjenigen Teil des Gasgemisches übertragen wird, der die Anlage praktisch ohne Druckänderung durchströmt.
DEG389D 1938-09-23 1938-09-23 Verfahren zur Erhoehung der Konzentration kondensierbarer Bestandteile in Gasgemischen Expired DE855989C (de)

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