DE855940C - Vorrichtung an Pasteurisierapparaten - Google Patents

Vorrichtung an Pasteurisierapparaten

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DE855940C
DE855940C DEO1259A DEO0001259A DE855940C DE 855940 C DE855940 C DE 855940C DE O1259 A DEO1259 A DE O1259A DE O0001259 A DEO0001259 A DE O0001259A DE 855940 C DE855940 C DE 855940C
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milk
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displacement plate
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Expired
Application number
DEO1259A
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English (en)
Inventor
Hakon Nikolaj Faxholm
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SOPHUS ORUM HANSEN
Original Assignee
SOPHUS ORUM HANSEN
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00—Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10—Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/12—Preservation of milk or milk preparations by heating
    • A23B11/13—Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked
    • A23B11/133—Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus
    • A23B11/1332—Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus in contact with multiple heating plates

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
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  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Vorrichtung an Pasteurisierapparaten Bei Wärmebehandlung von Milch benutzt man jetzt die Phosphatasedestruktion als praktischen Maßstab für die Effektivität der Pasteurisierung, besonders der Niederpasteurisierung von Konsummilch und Käsemilch. Vorgenommene Untersuchungen haben gezeigt, daß die Vernichtung des Phosphataseenzyms von Temperatur und Zeit in Cbereinstimmung mit dem Arrheniusschen Gesetz abhängt und also eine recht einfache mathematische Formulierung erhalten kann. `'Fenn man die Erhitzungs- und Abkühlungskurve eines Milchbehandlungsapparates, gezeichnet auf Basis von Temperatur und Zeit, kennt, hat man daher auch die Möglichkeit, die Phosphatasevernichtungskurve aufzuzeichnen, und durch Ausmessen des von dieser Kurve umschlossenen Areals erhält man ein Maß für die während der Wärmebehandlung vernichtete Menge Milchphosphatase. Die Geschwindigkeit, mit welcher die Milch den Apparat durchläuft, ist bestimmend für die Minimaltemperatur, bei der eine meßbare Phosphatasevernichtung konstatiert werden kann, und dies ist leicht rein graphisch festzustellen. Der Bereich, den man den Pasteurisierungsbereich nennt, erstreckt sich dann von der Stelle des Apparats, wo die Milch die erwähnte Minimaltemperatur hat, zu einer anderen Stelle des Apparats, wo die Milch nach stattgefundener Erhitzung und Abkühlung die gleiche Temperatur erreicht hat.
  • Der Pasteurisierbereich ist materiell von die Milch einschließenden Flächen begrenzt und hat also ein Volumen, das durch das Produkt der Leistungsfähigkeit des Apparats pro Sekunde und der Zeit, die die Milch zum Durchlaufen des Pasteurisierungsbereichs braucht, ausgedrückt wird. Wird das Leistungsvermögen mit q und die Zeit mit s bezeichnet, dann ist das Volumen v = q x s.
  • Das Volumen v kann indessen auch in anderer Weise ausgedrückt werden, und zwar durch das Produkt der Oberfläche des Pasteurisierbereichs und der Mittelschichtdicke der behandelten Milch. Wenn die Gesamtabgrenzungsfläche mit F und die Mittelschichtdicke mit d bezeichnet werden, erhält man das Volumen durch v = F x d ausgedrückt.
  • Aus diesen beiden Formeln erhält man q x s = F x d. Zieht man nun den recht logischen Schluß, daß q und F immer in fast dem gleichen Verhältnis zueinander stehen müssen, was richtig sein muß, da z. B. doppelt so großes Leistungsvermögen doppelt so große Heiß- und Kühlfläche fordert, muß die Mittelschichtdicke d auch proportional zur Durchlaufzeit s sein.
  • Infolge der gefundenen Gesetzmäßigkeit der Phosphatasevernichtung nimmt die Zeit logarithmisch mit steigender Temperatur ab, und folglich muß die Mittelschichtdicke auch logarithmisch mit steigender Temperatur abnehmen, was besagen will, daß die Schichtdicke im Pasteurisierbereich eines Apparats, der mit einer bestimmten Zeit und Temperatur arbeiten soll, mathematisch bestimmt ist. Eine Abweichung hiervon kann nur durch eine Änderung des Verhältnisses q : F geschehen, was nur möglich ist, wenn die Größe F noch nicht den Minimalwert, die die Wärmeaustauschtechnik früher oder später dieser Größe geben muß, erreicht hat.
  • Die vorliegende Erfindung stützt sich auf die Erkenntnis, daß es bei Niederpasteurisierung vorteilhaft ist, mit der höchstmöglichen Temperatur und der kürzestmöglichen Zeit zu arbeiten, da man hierdurch das beste bakteriologische Resultat erhält, so daß die Aufgabe also darin besteht, die in technischer Beziehung beste Lösung zur Schaffung einer dünnen Milchschicht im Pasteurisierungsgebiet zu finden, wobei es ferner von ausschlaggebender Bedeutung ist, daß man die bestmögliche Gewähr dafür hat, daß die dünne Milchschicht von gleichmäßiger oder praktisch gleichmäßiger Dicke wird.
  • In dieser Verbindung kann im übrigen auf eine Abhandlung von Ingenieur H. Faxhol m verwiesen wer- den, die in "Die Milchwissenschaft", Jahrg. 4, Heft 6, S. i6i bis 166 (r949), veröffentlicht wurde und die die Bakterienvernichtung im Verhältnis zur Milchphosphatasevernichtung behandelt.
  • Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß es kaum möglich ist, auf geringere Schichtdicken als etwa o,5 mm hinunterzukommen, wobei die Vernichtungstemperatur auf etwa 8o° C zu liegen kommt, während die effektive Pasteurisierzeit etwa o,5 Sek, wird.
  • Wenn die Milch den Apparat in einer so kurzen Zeit durchlaufen soll, wird es notwendig, dem Apparat eine solche technische Ausführung zu geben, daß die festgesetzte Zeit für alle Milchpartikeln eingehalten wird. Die Konstruktion muß daher derart sein, daß sie bei Prüfung des Apparats Möglichkeit für schnelle und leichte Änderung der Strömungsgeschwindigkeit in den verschiedenen Strömungsquerschnitten gibt, ohne daß die Herstellung des Apparats durch diese Vornahmen wesentlich verteuert wird. Man hat bereits dünne Milchschichten in der Erhitzungsabteilung selbst erzeugt, z. B. durch konzentrische Anbringung zweier Rohre, das eine im andern, oder durch Aufpressen der einen von zwei einander gegenüberstehenden Platten, so daß zwischen den Platten eine dünne Schicht entstand. Bei der bisherigen üblichen Anwendung gefräster Platten hat man ferner Ausfräsungen von verschiedener Tiefe an den beiden Seiten einer Platte vorgenommen und dadurch eine dünne Schicht an der Milchseite erzielt. Für alle bekannten Ausführungen gilt jedoch, claß sie recht kostspielig sind, und daß die entstandene Schichtdicke nicht ohne ziemlich große Schwierigkeiten und damit verbundene Kosten geändert werden kann, so daß also eine befriedigende Lösung bisher nicht erzielt wurde. Bei Verwendung zweier konzentrisch angebrachter Rohre tritt außerdem der Llbelstand auf, daß das innere Rohr einen großen Teil des Raumes im Apparat in Anspruch nimmt, und zwar entsprechend dem ganzen Volumen des Rohrs, welches Volumen also, ohne ausgenutzt werden zu können, verlorengeht. Im übrigen ist es bei Anwendung solcher konzentrischen Rohre praktisch unmöglich, eine gleichmäßige Strömung über den ganzen Querschnitt der Flüssigkeit zu erhalten, da diese normal an der einen Seite des rohrförmigen Querschnitts zugeführt werden und wieder seitwärts von demselben entweichen muß.
  • Nach der Erfindung wird die angestrebte Schaffung einer gleichmäßigen oder praktisch gleichmäßigen, dünnen Flüssigkeitsschicht in der einfachen Weise ermöglicht, daß zwischen zwei einander gegenüberstehenden, ebenen oder im wesentlichen ebenen Platten eine ebenfalls ebene oder im wesentlichen ebene Verdrängerplatte angeordnet wird, so daß eine oder zwei in gleicher Richtung gehende dünne Strömungsschichten der in Behandlung befindlichen Flüssigkeit gebildet werden. Die Verdrängerplatte kann hierbei einfach lose im Zwischenraum zwischen zwei einander gegenüberstehenden Platten aufgehängt sein, so daß eine Strömungsschicht an jeder Seite der Verdrängerplatte gebildet wird, oder diese kann seitlich an der einen der beiden einander gegenüberstehenden Platten z. B. durch Rollschweißung befestigt sein, wodurch eine einzelne Strömungsschicht erhalten wird, und zwar zwischen der Verdrängerplatte und der zweiten der beiden einander gegenüberstehenden Platten.
  • Nach der Erfindung ist es möglich, die Verdrängerplatte so zu formen, daß sie der oder den beiden dünnen Flüssigkeitsschichten praktisch die gleiche Geschwindigkeit über die ganze Platte gibt. Zu diesem Zweck kann die Verdrängerplatte nach der Erfindung an den Enden geschärft sein und eine passende Winkelabschneidung haben, so daß die Flüssigkeit in die dünne Schicht oder Schichten derart hineingeleitet werden kann, daß sie in Berücksichtigung des variierenden Einlaufwiderstandes sich gleichmäßig über den ganzen Strömungsquerschnitt verteilt.
  • Die Verwendung einer Verdrängerplatte nach der Erfindung ermöglicht praktisch die Lösung des Problems der Schaffung einer dünnen Strömungsschicht gleichmäßiger Dicke, da man durch Vornahme einiger Durchströmungsversuche und Herausnahme und Wiedereinsetzung der Verdrängerplatte nach vorgenommener Bearbeitung derselben ihr schnell die richtige Form geben kann, ein Verfahren, das bei der üblichen Verwendung fester Platten allzu kostspielig und daher in Praxis undurchführbar sein würde. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist also nicht nur einfach, sondern auch billig zur Ausführung zu bringen, so daß sie eine sehr vorteilhafte Lösung des der Erfindung zugrundeliegenden Problems darstellt.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. i zeigt eine Platte in einem Plattenpasteurisierungsapparat mit dazugehörender Verdrängerplatte nach einer Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 einen Teil des Pasteurisierungsapparats im Längsschnitt nach der Linie II-11 in Fig. i, Fig. 3 einen Teil des in Fig. i Gezeigten in größerem Maßstab, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3. In Fig. 2 bezeichnen 11, 1, 2 und 12 vier aufeinanderfolgende ebene Platten im Pasteurisierapparat. Zwischen den Platten i und 2 soll die wärmebehandelte Flüssigkeit (Milch) fließen, @N,ährend an den Außenseiten der Platten entlang, d. h. in den Zwischenräumen zwischen den Platten i und ii bzw. den Platten 2 und 12, ein Erhitzungsmittel fließen soll. 3 in Fig. i bezeichnet eine an der Platte i angeordnete Dichtung, die deutlicher in Fig. 3 und 4 zii erkennen ist, während 4 und 5 Zu- und Abgangsöffnungen für die Milch sind. 8, 9 und io sind Löcl-er für das Erhitzungsmittel bzw. das Kühlmittel.
  • Nach der gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen den beiden Platten i und 2 eine Verdrängerplatte 6 angeordnet, wodurch der Zwischenraum zwischen den Platten i und 2 in zwei sehr schmale Zwischenräume geteilt wird. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Platte 6 mit einigen wenigen Knasten oder Beulen 7 versehen, die Gewähr dafür geben, daß die Schichtdicke an beiden Seiten der Verdrängerplatte die gleiche wird. Die Enden der Platte 6 sind schräg abgeschnitten, wie durch die Kante 611 gezeigt, deren Winkel zur Querrichtung des Apparats eine den Verhältnissen angepaßte Größe in Hinsicht auf die bestmögliche Verteilung der zulaufenden Milch über die ganze Breite der Verdrängerplatte erhalten kann. Die durch das Loch 4 einfließende Milch verteilt sich also über die Verdrängerplatte an beiden Seiten derselben und fließt somit in zwei sehr dünnen Schichten, bis sie sich wieder sammelt und durch die Abgangsöffnung 5 entweicht.
  • Wie aus dem Angeführten hervorgeht, bez@c2ckt die Erfindung besonders Pasteurisierung von Milch, sie kann jedoch auch bei Pasteurisierung oder Wärmebehandlung anderer Flüssigkeiten ausgenutzt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRVCIIE: i. Vorrichtung an Pasteurisierapparaten oder ähnlichen Wärmebehandlungsapparaten des Plattentps oder des kombinierten Platten- und Rohrtvps zur Schaffung einer gleichmäßigen oder praktisch gleichmäßigen dünnen Schicht der wärmebehandelten Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei einander gegenüberstehenden ebenen oder im wesentlichen ebenen Platten eine ebenfalls ebene oder im wesentlichen ebene Verdrängerplatte angeordnet ist, so daß eine oder zwei in gleiche Richtung gehende Strömungsschichten der in Behandlung befindlichen Flüssigkeit gebildet werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängerplatte lose im Zwischenraum zwischen zwei Platten aufgehängt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängerplatte an einer Platten Seite z. B. durch Rollschweißung befestigt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängerplatte so geformt ist, daß sie der oder den beiden dünnen Flüssigkeitsschichten praktisch die gleiche Geschwindigkeit über die ganze Platte gibt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängerplatte an den Enden derart geschärft ist und eine derartige passende Winkelabschneidung hat, daß die Flüssigkeit in die dünne Schicht oder Schichten so hineingeleitet werden kann, daß sie in Berücksichtigung des variierenden Einlaufwiderstands sich gleichmäßig über den ganzen Strömungsquerschnitt verteilt.
DEO1259A 1949-11-03 1950-11-03 Vorrichtung an Pasteurisierapparaten Expired DE855940C (de)

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DK855940X 1949-11-03

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DE855940C true DE855940C (de) 1952-11-17

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DEO1259A Expired DE855940C (de) 1949-11-03 1950-11-03 Vorrichtung an Pasteurisierapparaten

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