DE855489C - Verfahren zur Regelung der Waermezufuhr zu einem Heissgasmotor - Google Patents

Verfahren zur Regelung der Waermezufuhr zu einem Heissgasmotor

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DE855489C
DE855489C DEN2558D DEN0002558D DE855489C DE 855489 C DE855489 C DE 855489C DE N2558 D DEN2558 D DE N2558D DE N0002558 D DEN0002558 D DE N0002558D DE 855489 C DE855489 C DE 855489C
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DE
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temperature
engine
pressure
hot gas
heat
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DEN2558D
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English (en)
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Willem Jan Van Heeckeren
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Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02GHOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02G1/00Hot gas positive-displacement engine plants
    • F02G1/04Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
    • F02G1/043Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
    • F02G1/045Controlling
    • F02G1/047Controlling by varying the heating or cooling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regelung der Wärmezufuhr zu einem Heißgasmotor
    Die Erfindung 1>:zielit sich auf ein Verfahren zur
    lZege-iun,g der Wärmezufuhr zu einem Heißgas-
    motor und auf einen lleil@gasinotor. in dem dieses
    \'erfaliren ztir Durchführung gebracht werden
    kann. Unter Einern Heißgasmotor ist ein thermo-
    dynamisches Kraftwerkzeug zu %-erstehen, bei dem
    ein therniodynainisclier Kreislauf von einer Gas-
    menge durchlaufen wird, die in einem Raum mit
    @er:in.derlicheni Volumen eingeschlossen ist, in dem
    oder in @erlün<lung init d=m sielt ein erhitzender
    Teil befindet, g.@gelrenenfalls ein Regenerator, und
    ferner ein kühlender Teil, der sich außerdem in
    oder in Verbindung mit Liiieni z,N-eiten Raum mit
    veränderlichem Volumen befindet. Der an den er-
    hitzenden Teil angrenzende Raum wird als -warmer
    ]Zaum und der ;in den kühlenden Teil angrenzende
    Rauen als kalter kauen 1>czeiclinet.
    Von dieser in den erwähnten Räumen eingeschlossenen Gasmenge kann nötigenfalls ein Teil in ein oder mehrere getrennte geschlossene Rohre oder <iefäße zugelassen werden und nachher aus einem oder mehreren dieser Rohre oder Gefäße wied-ei- in die erwähnten Räume zugelassen werden. In allen diesen Fällen wird der tliermodvnamiscli-e Kreislauf als gescliloss-ener Kreislauf bezeichnet.
  • Der kühl:nde Teil des Motors kann gegebenenfalls @@egfelassen und durch eine periodische Ver-1»ndung niit der Atmosphäre ersetzt werden, in welchem Falle für jeden Kreislauf eine neue Luftmenge angezogen wird. Solche Motoren werden als Motoren mit offenem Kreislauf bezeichnet. Sowohl lrei Motoren mit offenem Kreislauf als auch bei jeu:ii mit geschlossenem Kreislauf besteht zig isclien den Volumenänderungen des warmen und des kalten Raumes ein solcher Phasenunterschied, da:8 das Gas nacheinander einer Erhitzung, Ausdehnung, Kühlung und Kompression unterworfen wird.
  • Der Wirkungsgrad, mit dem ein Heißgasmotor auf die oben umschriebene Weise Energie aus Wärme in mechanische Arbeit umsetzen kann, wird im idealen Falle du; ch den Bruch T,-T, T, angegeben, in dem T, die Temperatur des Arbeitsmittels in Grad Kelvin an der warmen Seite und T2 die an der kalten Seite ist. Da T, in der Praxis von der Temperatur der auf der Erde meist vorkommenden praktisch brauchbaren Kühlmittel, Wasser und Luft, abhängig ist, wird zur Erzielurig eines höhen Wirkungsgrads ein hoher Wert vonTl angestrebt werden müssen. Diesem Bestreben ist aber durch die Festigkeit der mit dem warmen Mittel in Berührung befindlichen Teile des Heißgasmotors eine Grenze gesetzt. Diese Teile können aus dem Gesichtspunkt von unerwünschter Wärmeableitung, wenn es sich um eine Verbindung mit kalten Teilen handelt, oder aus dem Gesichtspunkt von unerwünschtem Wärmewiderstand, wenn es eine Wand betrifft, welche Mittel, die Wärme entwickeln müssen, trennt, nicht in unbeschränkt großer Stärke ausgebildet werden. Auf Grund dieser Erwägungen kommt man beim Entwurf zu einem Kompromiß zwischen der höchst zulässigen Temperatur und der Wandstärke bei einem gegebenen Baumaterial, welches auf dem höchsten in der Maschine in Betrieb zu erwartenden Druck basiert ist. Bei den bekannten Heißgasmotoren werdenwenig befriedigerrdeVerfahren angewendet, während des Betriebes die Wand infolge der hohen Erhitzung nicht zusammenbrechen zu lassen.
  • Nach einem der bekannten Verfahren wird die vomHeißgasmotor entwiakelteLeistungausschließlich durch die Wärmeabgabe der Wärmequelle geändert. Die maximale, Kapazität der Wärmequelle wird derart begrenzt, daß bei der höchsten Belastung der Werkstoff noch nicht zusammenbricht. Bei dieser Belastung ist somit der Wirkungsgrad maximal, bei niedrigeren Belastungen nimmt er ab.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren, bei dem die Wärmequelle ein Brenner für flüssige oder gasförmige Brennstoffe ist, wird die Wärmequelle auf gleichbleibende Kapazität eingestellt. Die Temperatur an der warmen Seite des Motors ändert sich dann in entgegengesetztem Sinne zu der auf andere Weise geregelten Leistung. In diesem Falle tritt daher gerade bei Nullast die höchste Temperatur und der höchste Wirkungsgrad auf; bei Zunahme der Belastung nimmt der Wirkungsgrad ab.
  • Nach einem dritten bekannten Verfahren wird versucht, die Temperatur des erhitzten Werkstoffs dadurch gleichbleibend zu halten, daß die Wand offensichtlich auf ein gewisses Maß der Rotglühhitze gehalten wird. Die Unzuverlässigkeit einer solchen Regelung bedarf keiner näheren Erläuterung. Eine andere bekannte Regelungsweise besteht darin, daß die Temperatur der Rauchgase., nachdem sie ihre Wärme an den Erhitzer abgegeben hatten, zur Regelung des Schornsteinzugs verwendet würde. Mit diesem Verfahren wird aber das gestellte Ziel eben-sowenig erreicht, da bei kleinen Belastungen der Maschine die Rauchgastemperatur weniger von der des zu erhitzenden Materials abweichen wird als bei höherer Belastung.
  • Nach allen bisher bekanntenVerfahren zurRegelung der Temperatur des Erhitzermaterials in Abhängigkeit von der Motorleistung oder vom zugeführten Wärmebetrag besteht zu jeder Zeit eine Beziehung zwischen der Motorleistung und der Temperatur dieses Erhitzermuterials, wenn auch diese Temperatur bei Zunahme der Leistung abnimmt oder zunimmt oder sehr unregelmäßig wechselt. Die Nutzleistung einer Kolbenmaschine wird durch die Formel N = f x P. x n ausgedrückt, in der Pm der mittlere wirksame Druck auf den Kolben und n die Umdrehungszahl pro Sekunde darstellt. Der Faktor f ist von den verschiedenen baulichen Größen der Maschine abhängig. Hieraus ergibt sich, daß für einen bestimmten Wert der Nutzleistung N kein bestimmter Wert für P,@ festgelegt und daher auch keine bestimmte Druckbelastung im Zylinder zu erwarten ist. Bei jedem Wert der Nutzleistung wird daher die maximale Druckbelastung erwartet werden können. Infolgedessen mue nach den bekannten Regelverfahren die Temperatur des Erhitzermat)erials zu jeder Zeit derart begrenzt werden, daß die für diese Temperatur gestellte Festigkeitsgrenze dieses Materials nicht überschritten wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Temperatur des Erhitzungsmaterials durch eine Regelung des aus der Wärmequelle zugeführten Wärmestromes in Abhängigkeit vom Druck des Arbeitsmittels im Motor geregelt, von welchen der schwächste Teil belastet wird, und zwar in der Weise, daß die Temperatur dieses schwächsten Teiles einen Wert erhält. der beim auftretenden Druck eine hinreichende Widerstandsfähigkeit oder Formfestigkeit gewährleistet. .
  • Die hierbei erforderlichen Angaben bezüglich der Festigkeit als Funktion der Temperatur sind für eine ganze Reihe von für die Anfertigung von warmen Teilen eines Heißgasmotors in Frage kommenden Werkstoffen prolxogemäß festgestellt und von genügende] Bekanntheit. Im Gegensatz zum bekannten Verfahren ist beim erfindungsgemäßen Verfahren die Temperatur des schwächsten Teiles daher eine Funktion der auf ihn ausgeübten Druckbelastung. Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß bei niedrigeren mittleren Drucken die höchste Temperatur des wirkenden Mittels und demnach der Wirkungsgrad gegenüber den bekannten Heißgasmotoren erhöht werden kann. Andererseits ist bei Anwendung der vorliegenden Erfindung ein höherer mittlerer Druck zulässig (was bedeutet, daß das Drehmoment der Kurbelachse gleichfalls steigen kann) als der für die bekannten Heißgasmotoren gleicher Bauart geltende höchste mittlere Druck, vorausgesetzt, daß dabei die Temperatur des Erhitzermaterials niedriger geregelt wird. Eine Abnahme des Wirkungsgrades läßt sich hierbei natürlich nicht vermeiden.
  • N'ac'h einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es möglich, das Produkt des mittleren wirksamen I>ruckes I'", und der Drehzahl n so weit steigen zu lasen. daß die vorlie.r als maximal geltende Volleistung V überschritten wird, was bedeutet, daß auch die von der Wärmequelleverlangte Leistung ob°.rhalb ihrer normalen Vollast liegt. Unter der normalen Vollast der Wärmequelle ist hier die höchste Belastung zu verstehen, welche nicht überschritten werden darf, ohne daß der Brenner dadurch sofort oder auf die Dauer bleibende Nachteile erfährt. Als Vollast ist beispielsweise die Belastung zu betrachten, bei welcher der der ""ärmequelle zugeführte Brennstoff und die Verbrennungsluft eine möglichst vollständige Verbrennung gewährleisten, bei welcher keine unerwünschten Brenustottteile oder Verbrennungsbestandteile dem Flammenweg folgen, und bei welcher die Einzelteile der Verbrennungseinrichtung u. dgl. nicht höher als auf eine dauernd zulässige Temperatur erhitzt werden. In welchem Maße und wie lange eine Überlastung der Wärmequelle zulässig ist. ist abhängig von dem ?Maße, in dem die bei normaler Vollast noch gerade nicht auftretenden Erscheinungen für die Wirkung dieser Wärmequelle erschwerlich sind. Das Vermeidenbrenubarer Gase in den Schornsteingasen ergibt zwar Verluste, die aber nicht schwer wiegen, wenn diese Überlastung nicht zu lange angewendet wird; das Entstehen unbrennbarer Staubanhäufungen in den 1# lammen@vegen ist dagegen auch bei vielfach auftretenden kurzzeitigen Cberlastungen auf dieDauer erschw-erliob.
  • Die Erfindung wird ferner an Hand einiger Materialcharakteristiken und eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • In Fig. i ist der Verlauf des thermischen Wirkungsgrades bei verschieden:n Belastungszuständen nach verschie(Ien,.n Bekannten Verfahren und nach der Erfindung dargestellt.
  • In Fig.2 ist für zwei verschiedene Werkstoffe die Beziehung zwischen Festigkeit und Temperatur dargest.ll t.
  • In F ig. 3 ist bei Anwendung der Erfindung die Beziehung zw ischen der Temperatur und dem zulässigen mittleren Druck dargestellt.
  • In Fig. q ist für den gleichen Fall die Beziehung zwischen dem idealen thermischen Wirkungsgrad und .den auftretenden Gasdrucken dargestellt.
  • In Fig. ; ist die Beziehung zwischen &,m auftretendcn 1)rLlinionient und der Drehzahl eines Heißgasmotors sowohl ohne als auch unter Anw-endun"g dier ,'i-finrlunig veranschaulicht.
  • In Fig.6 ist eine bauliche Ausführungsform eines Heißgasmotors, bei der die Erfindung angewen(Iet wird, teilweise schematisch dargestellt.
  • In Fig. i ist graphisch die Beziehung zwischen der Temperatur der warmen Seite des Heißgasmotors und der entwickelten -Motorleistung für verschiedene Fälle dargestellt. Es wird angenommen, claß sich sämtliche Fälle auf einen Heißgasmotor von gleicher Bauart und gleichartigem `-erlauf der höchst zulässigen Belastung des Erhitzermaterials bei steigender Temperatur beziehen. Als höchste Temperatur, welche bei diesen Heilagasniotoren im Zusammenhang mit dem zu erwartenden maximalen Gasdruck auftreten darf, wird die mit io angedeutete Temperatur angenommen. Die kreuzweise schraffierte Oberfläche 13 stellt das Gebiet dar, in dem sich die Temperatur bewegt bei Anwendung einer Regelung, bei welcher der Erhitzer offensichtlich auf etwa gleiche Temperatur -:halten wird. Diese Temperatur wird dann iiiiierliall) dieser Oberfläche unabhängig von der Leistung beliebig wechseln. Die Linie 12 stellt den Fall dar, in dem der Wärmestrom unabhängig von der Größe der verlangten Leistung gleichbleibend gehalten wird. Hierbei fällt also die Temperatur des Erhitzermaterials bei zunehmender indizierter Leistung. Die Temperatur des Erhitzers verläuft gemäß der Linie i i, wenn die Regelung der Leistung ausschließlich durch Änderung des verwendeten Wärmestromes erfolgt. Wird die Regelung der Temperatur des Erhitzers der Temperatur der Rauchgase entnommen, welche die Wärme an den Motor abgegeben haben, so wird die Temperatur gemäß der Linie 1:4 verlaufen. Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß in allen diesen bekannten Fällen die höchst auftretende Temperatur und demnach auch der höchste zu erreichende Wirkungsgrad des Motors nie höher als die gestellte Temperaturgrenze io sein kann. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen 1-erfahrc-ns wird aber noch ein größeres Gebiet erschlossen, nämlich dasjenige, das durch die einfach schraffiert-,- Fläche 15 angegeben ist, in der durch Verringerung des Druckes im Zylinder die Temperatur gew ünschtenfalls bis auf eine Höhe 29 gesteigert werden kann.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird die Beziehung benutzt, welche zwischen der Temperatur eines Werkstoffs und der Festigkeit dieses Werkstoffs bei dieser Temperatur besteht. Es ist nämlich eine bekannte Tatsache, daß nahezu sämtliche praktisch verwendbaren Werkstoffe eine Festigkeit besitzen, welche bei Zunahme der Temperatur abnimmt. Die Kurven 16 und 17 in Fig. 2 veranschaulichen die graphische Darstellung des Verlaufes dieser auf der senkrechten Achse des Systems abgetragenen Festigkeit K in Abhängigkeit von der Temperatur T, welche die waagerechte Achse dieses Systems bildet. Diese Temperaturfestigkeitskurven bringen eine Beziehung zwischen der Temperatur des Werkstotts und der Festigkeit bei dieser Temperatur zum Ausdruck. Die Beziehung zwischen der Festigkeit K und der absoluten Temperatur T ist im allgemeinen nach einer Gleichung des Charakters K"' = C X T-", in der m und n vom Werkstote abhängig sind. In den beiden in Fig. 2 dargestellt. .n Fällen ist für den Werkstoff 16 m größer als )i und für den \\-; rkstoff 17 kn kleiner als n.
  • Ein Beispiel eines Werkstoffs mit einer Temperaturfestigkeitskurve nach 17 ist beispielsweise der unter dern Namen NCT 3 bekannte Chromnickelstahl. Bei 200° C ,ist die Festigkeit 54 kg/mm2, die bis 4oo° C praktisch ungeändert bleibt. B,ei 5oo° C ist die Festigkeit 49kg/nim2, bei 6oo°C 39kg/mm2, bei 70o° C 29 kg/m.m2 und bei 8oo° C 18 kg/mm2. Bei einer Temperaturabnahme von 700 bis 400° C nimmt di.- Festigkeit also bis igoo/o zu.
  • An Hand dieser Temperaturfestigkeitskurven verscliiedeit2r Werkstoffe lassen sich die in Fig.3 dargestellten Kurven konstruieren, «-elche die leziehung zwischen dem höchstzulässigen mittleren Druck im Zylinder und der Temperatur der schwächsten erhitzten Teile dieses Zvlinders angehen. Aus .dieser Figur ergibt sich, daß sich die 1>eid:n Werkstoffe 16 und 17 verschiedenartig verhalten. Wenn in ein,m tr2stimmten Punkt 18, wofür beispielsw@cise der normale Vollastarbeitspunkt des Motors 1>ei einer bestimmten Temperatur i9 gewählt wird, ein bestimmter mittlerer Druck'2o zu-. lässig ist, so wird bei einer abnehmenden Temperatur der Werkstoff 16 eine größere Druckzunahme als der Werkstoff, 17 möglich machen. Zwar ergibt sieh aus den dargestellten Charakteristiken, daß hei einer kleineren Temperaturabnahme der Werkstoff 16 noch eint: etwas größere Festigkeit aufweisen wird, aber dieses Gebiet ist für die Regelung von geringer Bedeutung, da gerade die größeren Druckzunahmen ein: wichtige Rolle spielen.
  • Aus Fig.4 ist ersichtlich, wie der thermische Wirkungsgrad des ideal.e@n Heiß asmotors, also ohne Verluste, vom zulässigen mittleren Druck P", abhängig ist, auch wieder für verschiedene verwendete Werkstoffe 16 und 17. Die aus Fig. 3 folgende notwendige Temperaturabnahme bei einem zunehmenden mittleren Druck hat nämlich unvermeidlich auch eine Abnahme des fhermischen Wirkungsgrads zur Folge, und da die erforderliche Mindestabnahme derTemperatur sich als abhängig vomverwendeten Werkstoff erwiesen hat, wird auch der Verlauf des Wirkungsgrads auf eine ähnliche Weise von den Ei"cuscliaft::n des Werkstoffs abhängig sein. Aus Fig.4 ergibt sich darin auch, daß der Werkstoff 16 im wichtigsten Gebiet etwas bessereErgebnisse als der Werkstoff 17 geben wird.
  • In Fig. 5 ist die Beziehung zwischen dem Drehinonent _1I und .der Drehzahl >i eines bekannten Heißgasmotors für eine bestimmte Ilkhstleistung anregel>°n, welche durch die vollausgezogene Linie 21, 22, 23 dargestellt wird. IinGebiet,der niedrigen Drehzahlen, nämlich auf der Linie 23-22, wird das maximale Drehmoment der Motorachse durch den liöclistzulässig,eli mittleren Druck im Zylinder bestimmt, so daß die Nutzleistung dann unterhalb der Volleistung liegt. Im Punkt 22 ist das Produkt dieses größten Drefmomentes und der Drefhzahl gerade gleich der Volleistung, d. 'h. gleich den _\rl>eitsä(iuival,entenderWärmezufuhr. Eineweitere Zunahme d."r I)rehz,ahl muß, da das Produkt der Drehzahl und des Drehmomentes diesen Wert nicht iil>-°rsclireiten kann, daher notwendigerweise eine
    :\lm,a,lrme .des @reihma)inentes zur Folge Haben. Dies
    wird durch den hyperbolischen Verlauf der Kurve
    2i-22 d'arg °st-ellt. Der Teil dieser hyperbolischen
    Kurve, der oberhalb des Punktes 2'2 gelegen und
    in der Figur gestricfielt dargestellt ist, ist in der
    Praxis nicht verwendbar, da er in einem Gebiet
    von 'höh@:ren mittleren Drucken gelegen ist als es
    baulich für die Maschine 1)ei der zu berweksichti-
    ,:ud:n Temlreratur des Werkstoffs, mit der ge-
    reclinet werden mini, zull-issig ist. Die bekannten
    ll:ißgasniotorcn sind daher an ein maximales
    Drehmoment iin Wert der Gi-iiße 23 in Fig. 5 ge-
    bunden.
    Für verschiedene Z-%vecke. wie beispielsweise für
    Traktion und I-Ielnwerkzcuge, ist es lehrerwünscht,
    wenigstens während eines "f:ilcs der Betriebszeit
    über ein Kraft,#N-ei-l<zetig verfiigen zu können, das
    ein sdllr viel grö@lIeres 1>relimointnt liefert als der
    normalerweis.eerfoi-derlicli-c@\'crt. BestimmteNach-
    teil,e., welche mit dem Auftreten dieses größeren
    Drehmomentes verbundcnwären,können mitRüc'k-
    sicht auf die kurze Zeitdauer, in der dies-es Dreh-
    moment tatsächlich auftritt, finit in d-en Kauf ge-
    nommen werden. So braucht beispielsweise eine
    Abnahme des Wirkungsgrades während des Auf-
    tretens dieses größeren Drehmomentes keine schwer-
    wieg.:alden Bedenken dagegen zu bilden.
    Durch .-Anwendung der Erfindung bei einem
    Heißgasmotor mit ein-:r Charakt;ristik wie in
    Fig. 5 beschrieben. kann die erwünschte Vergröße-
    rung des Drehmomentes erhalten werden,, wenn
    auch auf Kosten einer Abnahme des Wirkungs-
    grades. Wie ans Fig.3 hervorgeht, kann der mittlere
    Druck P", gesteigert werden, wenn gleichzeitig
    damit die Temperatur des Erhitzerwerkstoffs nied-
    riger gesetzt wird. Diese Beziehung zwischen
    zunehmendem Druck und al)neliniernder Temperatur
    ist vom verwendee.ten Werkstoff abhängig, was durch
    die Kurven 16 und 17 in Fig.3 zum Ausdruck
    gebr.aciht wird. Für die gleichen beiden Werkstoffe
    stellen die Kurven i6 und 17 nach Fig. 5 den Ver-
    lauf der Motorleistung bei Abnahme der Tempe-
    ratur tirnd Steigerung des mittleren Druckes dar.
    Sind die erhitzten "Geile des 'Motors aus dem Werk-
    stoff 16 angefertigt, so kann bei einer gewissen
    Drehzahl das maximale I)relrnioin°nt 25 erhalten
    werden; der \X'erkstoti 17 ermöglicht bei gleicher
    Drehzahl nur @.in klein:re# maximales 1)r-ehmoinent
    24. Da aber, wi.; aus Fig.4 liervorgelht, der Wir-
    kungsgrad mit Zunahme des mittleren Druckes,
    gleichfalls inAbliängigk:@it von verwendetenWerk-
    stoff, abnimmt, werden die Punkte 24 und 25 nicht
    auf den ursprünglichen hvl)erl)olischen Kurven 21
    und 22 liegen, sondern .etwas links davon, da das
    Leistungsvermögen infolge der Abnahme des Wir-
    kungsgrads abnimmt.
    Aus Fig. 5 ergibt sich weiter, daß der Werkstoff
    16 unter diesen Verhältnissen der günstigste Werk-
    stoff für die Herstellung der erhitzten Teile des
    Motors ist, da hiermit die geringste Abnahme des
    L-eistuni,-,svermögens erreicht wird und gleichzeitig
    (las größte I)relimonient ztil;is#ig ist. Aus Fig.2
    ist ersichtlich, claß somit diejenigen Materialien am
    giinsti"st"n sind, bei denen dasVerliältnis zwischen der Festigkeit und der Temperaturabhängigkeit durch eine Gleichung ausgedrückt wird, in der eine höhere i'otenz der Festigkeit der Temperatur umgekehrt proportional ist. Dies wird graphisch dadurch zum Ausdruck gebracht, daß die Kurve dieses günstigen @\`erkstoffs, in diesem Falle die Kurve 16, gebogen verläuft, wobei die Konvexseite dem Nullpunkt desAchsensystems, auf dein dieseTemperatti-und Festigkeit abgetragen sind, zugekehrt ist. Bei Verwendung des schon friiher erwünschten Chromnickelstalils NC"T3 und einer zulässigen Teinperatural»ialiine von ; oo bis 4oo° C kann der mittlere inclizierte Druck uni bis igoo/o zunehmen; der theoretische Wirkungsgrad aber nimmt dabei ab, so dai3 schließlich das Leistungsdrehmoment etwa i,7r5al so groß werden kann.
  • In Fig. 6 ist die bauliche Ausführungsform eines Heißgasmotors beschrieben, bei der die vorliegen;le Erfindung anwendbar ist. Der Motor selbst ist aus einem Zylinder aufgebaut, der von einem Erhitzer 30, einem Regenerator 31 und einem Kühler 32 umgeben ist. In dieseln Zylinder bewegt sich der mittels einer Treibstange 48 angetriebene Verdränger 33. In der Verlängerung des Mantels dieses Verdrängers bewegt sich der mittels einer Kolbenstange .f7 angetriebene Arbeitskolben 34. Die weiteren :\ntriebsorgane des Kolbens und des Verdrängers, d. lt. die Kurbelachse und die etwaigen Mittel zum Ändern der Phase zwischen der Bewegung des Kolbens und des Verdrängers, sind hier als unwichtig für die Erfindung außer Betracht gelassen.
  • Der Erhitzer 3o dieses Motors ist ferner mit einer Wand 35 versehen, welche den Inhalt des Zylinders gasdicht von der Umgebung abschließt und durch welche die Wärme hindurchgeführt werden muß. Für die Wärmeaufnahme aus den vom Brenner 37 herrührenden Flammengasen ist die Erhitzerwand 35 außen mit Rillen 36 versehen. Diese Erhitzerwand 35 wird im Betrieb des Motors auf eine hohe Temperatur gebracht um eine Temperatur von 6oo° C und höher im Erhitzer zu ermöglichen. Diese Wand bildet daher bei hoher Temperatur den schwächsten Teil des Motors, so daß der im Zylinder auftretende mittlere Druck in Abhängigkeit von der Festigkeit dieser Wand bemessen werden muß. Die Temperatur dieser Wand wird durch einen in einer Bohrung in dieser Wand angebrachten Temperaturobservator 38 gemessen. In der dargestellten Ausführungsform besteht dieser Temperaturobservator aus einem Thermoelement, dessen elektrische Leitungen unter Zwischenschaltung eines Potentiometers 42 mit einer elektrischen Regelvorrichtung 43 verbunden ist. Letztere ist mit einem mechanisch wirksamen Teil, mit einem Hebel 44, versehen, durch welchen ein Regelschieber 45 in der Brennstoffzuführungsleitung 46 des Brenners 37 hin und her bewegt werden kann. Der Schiebekontakt 41 des erwähnten Potentiometers 42 wird von einem verstellbaren Kolben des Druckmeßzylinders 4o betätigt, der mittels eines engen Kanals 39 mit dem Zylinder des Heißgasmotors verbunden ist. Der Kanal 39 wird so eng bemessen, daß dieperiodischen Druckwechselungen während einer Umdrehungszeit der Kurbelachse nicht vom Zylinder aus auf die \Ießvorrichtung 40 übertragen wird. Im Raum dieser Meßvorrichtung herrscht nur ein Druck, der mit dem mittleren Druck des Kreislaufes im Motorzylinder übereinstimmt. Zur Einstellung der Motorleistung ist am Kurbelachsenkasten So dieses Motors eia Zentrifugalregulator 52 angebaut, der von einer Weile 49 von der Kurbelachse aus angetrieben wird. Die Spannung der Federn. des Regulators, welche als Ausgleich der Zentrifugalkraft dienen, ist von außen her verstellbar mittels eines Hebels 54, der an einem Kragen 53, an dem diese Federn befestigt sind, angreift. Dieser Hebel 54, wird durch den Handgriff 55 verstellt, der als Leistungsregler für den Motor dient. Durch das Hinundherschieben des erwähnten Kragens 53 kann das Gleichgewicht des Regulators bei verschiedenen Drehzahlen verstellt werden, so daß die im Heißgasmotor entwickelte Leistung selbsttätig den verschiedenen Drehzahlen, welche durch das Einstellen des Leistungshebels 55 bestimmt werden, angepaßt wird. Die Regelung der _NIotorleistung erfolgt in einer bekannten Weise, z. B. dadurch, daß die mit dem Regulator 52 verbundene Regelstange 52 die Phase zwischen der Kolben- und der Verdrängerbewegung ändert. Während dieses Teiles der Leistungsregelung bleibt der mittlere Druck im Kreislauf ungeändert aufrechterhalten, so daß die Druckmeßvorrichtung 4o hierbei nicht in Wirkung tritt. Muß nun ein größeres Drehmoment geliefert werden, als es mit der Erhöhung des mittleren Nutzdruckes mittels der Änderung des Phasenwinkels zwischen dem Kolben und dem Verdränger @ zu erreichen ist, so wird die zirkulierende Mittelmenge im Motor durch das Öffnen eines Hahnes 57 künstlich vergrößert, so daß mittels einer Leistung 56 eine zusätzliche Gasmenge in den .Zylinder gebracht wird. Infolge dieser Maßnahme nimmt der mittlere Druck im Kreislauf zu,wodurch dieDruckregelvorrichtung4o betätigt und der Kontakt 41 am Potentiometer 42 derart verschoben wird, daß ein größerer Teil der Spannung des nermoelementes 38 auf die elektrischmechanische Regelvorrichtung 43. gelangt. Diese Regelung hat also die gleiche Auswirkung wie eine Temperaturerhöhung des Thermoelementes 38, so daß der Regelschieber 45 und die Brennstoffleitung 46 wirksam werden und der Wärmestrom im Brenner 37 abnimmt. Hierdurch tritt daher von selbst eine Temperaturabnahme des Erhitzerwerkstofffs auf. Ist dieses größere Drehmoment nicht länger erforderlich, so kann dieses übermäßige Gasmittel wieder aus dem Motor abgelassen werden, worauf die Druckregelvorrichtung 4o die Temperaturregelungwieder auf dieursprünglicheHöheeinstellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung der Temperatur des Erhitzerwerkstoffs eines Heißgasmotors durch Regelung der Wärmezufuhr, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Erhitzerwerkstoffs in Abhängigkeit vom Druck des Arbeitsmittels im Motor geregelt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufrechterhaltung der normalen Vollastdrehzahl durch die Steigerung des mittleren Druckes bis über den Vollastarbeitsdruck und Überlastung der Wärmequelle die Motorleistung die normale Vollastleistung übersteigt. 3. Heißgasmotor, bei dem das Verfahren nach Anspruch i zur Durchführung gebracht werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kupplung zwischen einer Vorrichtung, welche die Temperatur des Erhitzerwerkstoffs regelt und einer vom mittleren Druck im Motorzylinder gesteuerten Vorrichtung vorhanden ist.
DEN2558D 1943-05-25 1944-05-21 Verfahren zur Regelung der Waermezufuhr zu einem Heissgasmotor Expired DE855489C (de)

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ID=19847236

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